{"id":141705,"date":"2025-11-08T12:00:30","date_gmt":"2025-11-08T11:00:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=141705"},"modified":"2025-11-08T04:02:05","modified_gmt":"2025-11-08T03:02:05","slug":"das-vererbte-risiko-wenn-herkunft-ueber-gesundheit-entscheidet-serie-zu-kinderarmut-teil-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=141705","title":{"rendered":"Das vererbte Risiko \u2013 Wenn Herkunft \u00fcber Gesundheit entscheidet: Alltag und Schule. Serie zu Kinderarmut (Teil 2)"},"content":{"rendered":"<p>Die Schule ist nicht nur ein Ort der Wissensvermittlung, sondern ein zentraler Gesundheitsfaktor. Kinder, die regelm&auml;&szlig;ig und gerne zur Schule gehen, sind k&ouml;rperlich und seelisch stabiler. Doch das deutsche Bildungssystem verst&auml;rkt Ungleichheit, statt sie zu mildern. Schulen sind auch Spiegel der sozialen Lagen: Kinder aus &auml;rmeren Haushalten sind h&auml;ufiger krank, fehlen &ouml;fter, haben geringere Konzentrationsspannen und mehr psychosomatische Beschwerden. Diese k&ouml;rperlichen Signale sind das Echo eines Alltags unter Stress, verursacht durch soziale Benachteiligung. Von <strong>Detlef Koch<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_2887\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-141705-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251109_Das_vererbte_Risiko_Wenn_Herkunft_ueber_Gesundheit_entscheidet_Serie_zu_Kinderarmut_Teil_2_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251109_Das_vererbte_Risiko_Wenn_Herkunft_ueber_Gesundheit_entscheidet_Serie_zu_Kinderarmut_Teil_2_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251109_Das_vererbte_Risiko_Wenn_Herkunft_ueber_Gesundheit_entscheidet_Serie_zu_Kinderarmut_Teil_2_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251109_Das_vererbte_Risiko_Wenn_Herkunft_ueber_Gesundheit_entscheidet_Serie_zu_Kinderarmut_Teil_2_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=141705-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251109_Das_vererbte_Risiko_Wenn_Herkunft_ueber_Gesundheit_entscheidet_Serie_zu_Kinderarmut_Teil_2_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"251109_Das_vererbte_Risiko_Wenn_Herkunft_ueber_Gesundheit_entscheidet_Serie_zu_Kinderarmut_Teil_2_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Den erstenTeil dieser Serie finden Sie <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=141366\">unter diesem Link<\/a>. Die in dieser Serie auftretende &bdquo;Lina&ldquo; ist eine fiktive Person &ndash; die Lebensumst&auml;nde und Geschehnisse haben aber einen sehr realen Hintergrund.<\/p><p><strong>Alltag und Schule &ndash; Wie Armut den K&ouml;rper formt<\/strong><\/p><blockquote><p>\nWenn Lina[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>] morgens die Schule betritt, hat sie bereits eine unsichtbare Hypothek im Ranzen. Sie besteht aus unausgeschlafenen N&auml;chten, L&auml;rm aus der Nachbarwohnung, einem Fr&uuml;hst&uuml;ck aus ges&uuml;&szlig;tem Tee, gelegentlich auch aus gar nichts. Ihr Lehrer, Herr Behrens, bemerkt die M&uuml;digkeit, das fahrige Verhalten, das h&auml;ufige Fehlen. Er wei&szlig;, dass vieles davon kein Zeichen von &bdquo;Desinteresse&ldquo; ist, sondern von &Uuml;berforderung. Aber er wei&szlig; auch, dass die Schule diese &Uuml;berforderung selten ausgleichen kann.\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Das Klassenzimmer als Spiegel sozialer Ungleichheit<\/strong><\/p><p>In der Schule verdichtet sich die soziale Lage eines Kindes zu beobachtbarem Verhalten.<\/p><p>Kinder aus &auml;rmeren Haushalten sind h&auml;ufiger krank, fehlen &ouml;fter, haben geringere Konzentrationsspannen und mehr psychosomatische Beschwerden &ndash; das zeigen alle gro&szlig;en Kinder- und Jugendgesundheitsstudien in Deutschland.<\/p><p>Laut der KiGGS-Studie klagen Kinder aus Familien mit niedrigem Sozialstatus doppelt so h&auml;ufig &uuml;ber chronische Schmerzen wie Gleichaltrige aus wohlhabenden Familien, sie leiden h&auml;ufiger unter Schlafst&ouml;rungen, Kopf- oder Bauchschmerzen.<\/p><p>Diese k&ouml;rperlichen Signale sind das Echo eines Alltags unter Stress. Wer in beengten Wohnungen lebt, lernt fr&uuml;h, L&auml;rm und Reiz&uuml;berflutung zu ignorieren. Wer sich &uuml;ber Monate Sorgen um Geld oder Essen macht, gew&ouml;hnt sich an die Anspannung. Doch der K&ouml;rper vergisst nicht. Dauerstress ver&auml;ndert die Aussch&uuml;ttung von Stresshormonen, hemmt das Immunsystem, beeintr&auml;chtigt Wachstum und Lernf&auml;higkeit. <\/p><p>Lina ist acht Jahre alt, doch ihre Blutwerte &auml;hneln denen eines Erwachsenen mit chronischem Stress. Schulpsychologen beschreiben dieses Ph&auml;nomen als &bdquo;toxischen Stress&ldquo;.<\/p><p>Er unterscheidet sich von normaler Belastung dadurch, dass er keine Erholung zul&auml;sst.<\/p><p>Das Kind hat keine sicheren R&auml;ume, in denen sich der K&ouml;rper regulieren kann &ndash; keine R&uuml;ckzugsm&ouml;glichkeiten, keine stabile Tagesstruktur. In diesem Zustand reagiert der Organismus auf jede neue Anforderung &ndash; Pr&uuml;fungen, Konflikte, Ger&auml;usche &ndash; mit &Uuml;berlastung.<\/p><p><strong>Ern&auml;hrung als t&auml;glicher Grenzgang<\/strong><\/p><p>Der K&uuml;hlschrank ist ein Seismograph sozialer Unterschiede. In Haushalten mit niedrigen Einkommen fehlen seltener Kalorien, aber h&auml;ufiger Vitamine und Spurenelemente.<\/p><p>Eine Untersuchung des Ern&auml;hrungswissenschaftlers Hans Konrad Biesalski zeigte, dass Kinder aus ALG-II-Haushalten h&auml;ufig an &bdquo;verdecktem Hunger&ldquo; leiden: Ihre Energiezufuhr ist ausreichend, aber sie konsumieren zu wenig Obst, Gem&uuml;se und Vollkornprodukte.<\/p><p>Das Resultat ist eine paradoxe Kombination aus &Uuml;bergewicht und N&auml;hrstoffmangel &ndash; ein Muster, das Biesalski den &bdquo;Double Burden&ldquo; nennt.<\/p><p>Die BZgA kommt zu &auml;hnlichen Ergebnissen: Kinder aus Familien mit geringem Einkommen treiben seltener Sport, rauchen im Jugendalter h&auml;ufiger, trinken mehr Softdrinks und essen mehr Fertigprodukte. Die Folgen zeigen sich schon im Grundschulalter.<\/p><p>Laut KiGGS sind 21,6 Prozent der M&auml;dchen und 19,7 Prozent der Jungen aus niedrigen Statusgruppen &uuml;bergewichtig, w&auml;hrend es in der hohen Statusgruppe nur rund zehn Prozent sind. Linas Mutter wei&szlig; das alles. Aber sie wei&szlig; auch, dass frisches Obst teurer ist als Tiefk&uuml;hlpizza und dass der n&auml;chste Supermarkt einen Kilometer entfernt liegt. Wenn das Geld knapp wird, kauft sie, was lange satt macht. Das ist kein Versagen, sondern &Uuml;berlebenslogik.<\/p><p><strong>Das stille Gift des Bewegungsmangels<\/strong><\/p><p>Gesunde Bewegung, ausgewogene Ern&auml;hrung und soziale Teilhabe gelten als Grundvoraussetzungen f&uuml;r ein gesundes Aufwachsen. Doch sie setzen Zeit, Geld und Raum voraus &ndash; drei Ressourcen, die Armut systematisch entzieht.<\/p><p>Laut den Erhebungen des Robert Koch-Instituts erreichen nur 27 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland die von der Weltgesundheitsorganisation empfohlene t&auml;gliche Bewegungsdauer von einer Stunde. Bei Kindern aus einkommensarmen Familien ist der Anteil noch niedriger. Sportvereine kosten Beitr&auml;ge, Fahrr&auml;der brauchen Wartung, sichere Spielpl&auml;tze sind in vielen Quartieren Mangelware.<\/p><p>Bewegung ist nicht nur Fitness, sie ist ein Regulator des Nervensystems.<\/p><p>Kinder, die sich regelm&auml;&szlig;ig austoben, verarbeiten Stress besser, schlafen tiefer, haben stabilere Immunreaktionen. Wenn diese M&ouml;glichkeit fehlt, kumuliert sich Anspannung im K&ouml;rper. Die Folgen reichen von &Uuml;bergewicht &uuml;ber Haltungssch&auml;den bis zu psychischen St&ouml;rungen<em>.<\/em><\/p><blockquote><p>\n<em>In Linas Viertel gibt es einen Bolzplatz, auf dem Jugendliche aus der Umgebung Fu&szlig;ball spielen. Doch er ist abends unbeleuchtet und gilt als &bdquo;Problemort&ldquo;. Die Mutter l&auml;sst Lina dort nur selten hin. Das Kind bleibt drinnen, vor dem Bildschirm &ndash; sicher, aber still.<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Schule als Schutzraum &ndash; und als Risiko<\/strong><\/p><p>Die Schule k&ouml;nnte vieles abfedern: Ern&auml;hrung, Bewegung, soziale Kontakte.<\/p><p>Aber sie ist selten daf&uuml;r ausgestattet. In vielen Bundesl&auml;ndern h&auml;ngt die Qualit&auml;t der Schulverpflegung von den Budgets der Kommunen ab. W&auml;hrend in wohlhabenden Regionen t&auml;glich frisch gekocht wird, besteht das Mittagessen in strukturschwachen Gebieten oft aus Aufw&auml;rmware &ndash; reich an Kohlenhydraten, arm an N&auml;hrstoffen. Lehrerinnen berichten, dass Kinder aus armen Familien h&auml;ufiger auffallen: nicht durch mangelnde Begabung, sondern durch Ersch&ouml;pfung.<\/p><p>Sie kommen ohne Sportsachen, ohne Fr&uuml;hst&uuml;ck, ohne Hausaufgaben. Oft fehlt zu Hause die Ruhe oder der Raum zum Lernen. Armut produziert in dieser Logik ein System permanenter Defizitdiagnosen &ndash; jedes Symptom wird als individuelles Versagen gelesen, nicht als gesellschaftliche Folge.<\/p><p>Kinder&auml;rzte, die in sozialen Brennpunkten praktizieren, sprechen von &bdquo;Schattengesundheit&ldquo;: Krankheiten, die zu sp&auml;t erkannt werden, weil die Eltern nicht wissen, welche Anspr&uuml;che sie haben oder weil sie Wartezeiten nicht &uuml;berbr&uuml;cken k&ouml;nnen.<\/p><p>Fehlende Sprachkenntnisse oder Misstrauen gegen&uuml;ber Institutionen versch&auml;rfen die H&uuml;rden. So entsteht ein Teufelskreis: Wer das System am meisten braucht, erreicht es am wenigsten.<\/p><p><strong>Psychische Lasten, stille Anpassung<\/strong><\/p><blockquote><p>\n<em>Lina ist ein stilles Kind geworden. Sie wei&szlig;, dass andere Kinder in den Ferien verreisen, Geschenke bekommen, mit ihren Eltern ins Kino gehen. Sie lernt fr&uuml;h, sich nicht zu beklagen.<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Diese Art von Anpassung gilt in Schulen oft als &bdquo;resilient&ldquo;. Tats&auml;chlich ist sie ein Schutzmechanismus: Schweigen, um dazugeh&ouml;ren zu k&ouml;nnen. Doch die Forschung zeigt, dass diese emotionale Selbstregulierung ihren Preis hat. Kinder, die &uuml;ber l&auml;ngere Zeit in prek&auml;ren Verh&auml;ltnissen leben, entwickeln h&auml;ufiger Angst- und Depressionssymptome, sie zeigen geringere Selbstwirksamkeit und eine erh&ouml;hte Stressanf&auml;lligkeit. Das Deutsche Jugendinstitut fasst zusammen: &bdquo;Armutslagen im Kindesalter wirken sich negativ auf die psychische Gesundheit und die F&auml;higkeit zur Bew&auml;ltigung von Belastungen aus.&ldquo; Psychologen sprechen von einer &bdquo;emotionalen Verengung&ldquo;: Wer &uuml;ber Jahre lernt, Bed&uuml;rfnisse zu unterdr&uuml;cken, verliert den Zugang zu ihnen. Das kann im Jugendalter zu R&uuml;ckzug, Aggression oder Selbstabwertung f&uuml;hren &ndash; Symptome, die oft medizinisch behandelt werden, aber soziale Wurzeln haben.<\/p><p><strong>Bildung als Gesundheitsfaktor<\/strong><\/p><p>Die Schule ist nicht nur ein Ort der Wissensvermittlung, sondern ein zentraler Gesundheitsfaktor. Kinder, die regelm&auml;&szlig;ig und gerne zur Schule gehen, sind k&ouml;rperlich und seelisch stabiler. Doch das deutsche Bildungssystem verst&auml;rkt Ungleichheit, statt sie zu mildern. Leistungsselektion ab der vierten Klasse bedeutet f&uuml;r viele Kinder aus Arbeiter- oder Armutsfamilien den fr&uuml;hzeitigen Ausschluss von Aufstiegschancen.<\/p><p>Die KiGGS-Daten zeigen, dass Bildung und Gesundheit in enger Wechselwirkung stehen:<\/p><p>Je h&ouml;her der Bildungsgrad der Eltern, desto besser die Gesundheitsindikatoren der Kinder &ndash; und umgekehrt. Gesundheitliche Belastungen k&ouml;nnen wiederum schulische Leistungen beeintr&auml;chtigen, wodurch sich Ungleichheit reproduziert. <\/p><blockquote><p>\n<em>Lina versteht in der Schule schnell, dass sie zu denen geh&ouml;rt, &bdquo;die nicht so weit kommen&ldquo;. Ihre Lehrerin ist wohlmeinend, aber &uuml;berfordert. Es gibt keine Schulsozialarbeiterin, keinen kostenlosen Mittagstisch, keinen Raum f&uuml;r Gespr&auml;che. Das Bildungssystem kompensiert nicht &ndash; es sortiert.<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Wenn das System zur Krankheit wird<\/strong><\/p><p>Die Sozialp&auml;diaterin Sabine Walper formulierte es einmal so: &bdquo;Kinderarmut ist kein individuelles Versagen, sondern ein kollektives Gesundheitsrisiko.&ldquo; Das Risiko entsteht dort, wo soziale Systeme &ndash; Schule, Gesundheit, Familie &ndash; nicht miteinander kommunizieren. Lina ist das Produkt dieser L&uuml;cken, belastet durch Infekte, Konzentrationsprobleme und M&uuml;digkeit. Doch im Grunde leidet nicht sie, sondern eine Gesellschaft, die zul&auml;sst, dass Kinder auf diese Weise aufwachsen m&uuml;ssen.<\/p><p>Was in diesem zweiten Teil der Serie zu Kinderarmut und Gesundheit sichtbar wurde, ist, dass Armut nicht nur Lebensumst&auml;nde, sondern K&ouml;rper und Verhalten formt &ndash; das setzt sich im dritten Teil der Serie auf einer anderen Ebene fort: im System selbst.<\/p><p>Wir haben einen kleinen Einblick in das allt&auml;gliche Erleben von Benachteiligung im Schul- und Familienkontext kennengelernt. Die kommende Folge drei richtet den Blick auf jene Strukturen, die diese Ungleichheit nicht nur widerspiegeln, sondern mitproduzieren. Es geht um ein Gesundheitswesen, das formal allen offensteht, faktisch aber nach sozialen Linien sortiert &ndash; durch Wartezeiten, B&uuml;rokratie und &ouml;konomische Anreize.<\/p><p>Der n&auml;chste Teil untersucht, wie sich strukturelle H&uuml;rden in medizinischer Versorgung, Pr&auml;vention und psychischer Betreuung zu einem unsichtbaren Selektionsmechanismus verdichten. Er fragt, warum ein hochentwickeltes System Kinder wie Lina zwar behandeln, aber nicht sch&uuml;tzen kann &ndash; und was es kosten w&uuml;rde, diese Schieflage zu beheben, bevor sie neue Generationen krank macht.<\/p><p><strong>Quellen<\/strong><\/p><ol>\n<li><strong>Robert Koch-Institut (RKI):<\/strong><br>\n<em>Gesund aufwachsen &ndash; Welche Bedeutung kommt dem sozialen Status zu? <\/em><a href=\"https:\/\/www.gbe-bund.de\/pdf\/gbe_kompakt_01_2015_gesund_aufwachsen.pdf\">GBE kompakt 1\/2015<\/a>. Berlin: RKI.<\/li>\n<li><strong>Kuntz, B., Rattay, P., Poethko-M&uuml;ller, C. et al.:<\/strong><br>\n<em>Soziale Unterschiede im Gesundheitszustand von Kindern und Jugendlichen in Deutschland &ndash; Ergebnisse aus <a href=\"https:\/\/www.gbe-bund.de\/pdf\/johm_2018_03_kiggs_welle_2_focus_soziale_untersch_d.pdf\">KiGGS Welle 2<\/a>.<\/em><br>\n<em>Journal of Health Monitoring<\/em>, 3 (3), 2018. Robert Koch-Institut.<\/li>\n<li><strong>Lampert, T., Pr&uuml;tz, F., Rommel, A., Kuntz, B.:<\/strong><br>\n<em>Soziale Unterschiede in der Inanspruchnahme medizinischer Leistungen von Kindern und Jugendlichen in Deutschland &ndash; Ergebnisse aus KiGGS Welle 2.<\/em><br>\n<em><a href=\"https:\/\/www.rki.de\/DE\/Aktuelles\/Publikationen\/Journal-of-Health-Monitoring\/GBEDownloadsJ\/Focus\/JoHM_04_2018_Soziale_Unterschiede_Inanspruchnahme_KiGGS-Welle2.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=2\">Journal of Health Monitoring<\/a><\/em>, 3 (4), 2018. Robert Koch-Institut.<\/li>\n<li><strong>Biesalski, H. K.:<\/strong><br>\n<em><a href=\"https:\/\/www.thieme-connect.de\/products\/ejournals\/pdf\/10.1055\/a-1553-3202.pdf\">Ern&auml;hrungsarmut bei Kindern<\/a> &ndash; Ursachen, Folgen, COVID-19.<\/em><br>\n<em>Aktuelle Ern&auml;hrungsmedizin<\/em>, 46 (2021), 317&ndash;332. Georg Thieme Verlag, Stuttgart.<br>\nDOI: 10.1055\/a-1553-3202<\/li>\n<li><strong>Castiglioni, L.:<\/strong><br>\n<em><a href=\"https:\/\/www.dji.de\/ueber-uns\/themen\/psychische-gesundheit\/armut-gefaehrdet-die-psychische-gesundheit.html\">Armut gef&auml;hrdet die psychische Gesundheit.<\/a><\/em><br>\nDeutsches Jugendinstitut (DJI), Themenportal Psychische Gesundheit, 2025.<\/li>\n<li><strong>R&ouml;hling, M. et al.:<\/strong><br>\n<em><a href=\"https:\/\/www.thieme-connect.com\/products\/ejournals\/pdf\/10.1055\/a-1960-1587.pdf\">Diabetes- und kardiovaskul&auml;re Gesundheitskompetenz im Kindes- und Jugendalter<\/a> &ndash; Ein 12-Jahres-Follow-up.<\/em><br>\n<em>Deutsche Medizinische Wochenschrift<\/em>, 148 (2023), e1&ndash;e7.<br>\nDOI: 10.1055\/a-1960-1587<\/li>\n<li><strong>Bregenz\/aks Gesundheit GmbH:<\/strong><br>\n<em><a href=\"https:\/\/www.kas.de\/documents\/d\/guest\/kinder-von-auf-grund-auf-gegen-armut-sichern\">Kinder von Grund auf gegen Armut sichern<\/a> &ndash; Ursachen, Auswirkungen, Auswege.<\/em><br>\nKonrad-Adenauer-Stiftung e. V., 2023.<br>\nOnline verf&uuml;gbar (PDF)<\/li>\n<li><strong>Walper, S., Ulrich, C., Kindler, H. (Hrsg.):<\/strong><br>\n<em><a href=\"https:\/\/www.dji.de\/fileadmin\/user_upload\/bulletin\/d_bull_d\/bull134_d\/DJI_1_24_Impulse_web.pdf\">Psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen st&auml;rken<\/a> &ndash; Ergebnisse und Perspektiven aus der Forschung des DJI.<\/em><br>\nDeutsches Jugendinstitut, M&uuml;nchen 2023.<br>\nOnline verf&uuml;gbar<\/li>\n<\/ol><p><small>Titelbild: Hryshchyshen Serhii \/ Shutterstock<\/small><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] Lina ist eine fiktive Person, die Lebensumst&auml;nde und Geschehnisse haben einen realen Hintergrund.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Schule ist nicht nur ein Ort der Wissensvermittlung, sondern ein zentraler Gesundheitsfaktor. Kinder, die regelm&auml;&szlig;ig und gerne zur Schule gehen, sind k&ouml;rperlich und seelisch stabiler. Doch das deutsche Bildungssystem verst&auml;rkt Ungleichheit, statt sie zu mildern. Schulen sind auch Spiegel der sozialen Lagen: Kinder aus &auml;rmeren Haushalten sind h&auml;ufiger krank, fehlen &ouml;fter, haben geringere Konzentrationsspannen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=141705\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":141706,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,206,132],"tags":[409,928,217,3493,929,408,2604],"class_list":["post-141705","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-chancengerechtigkeit","category-ungleichheit-armut-reichtum","tag-bildungschancen","tag-gesundheit","tag-kinderarmut","tag-kindeswohl","tag-krankheiten","tag-soziale-herkunft","tag-stress"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/shutterstock_2349699577.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/141705","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=141705"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/141705\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":141882,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/141705\/revisions\/141882"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/141706"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=141705"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=141705"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=141705"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}