{"id":14175,"date":"2012-08-16T15:59:45","date_gmt":"2012-08-16T13:59:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14175"},"modified":"2015-04-24T11:44:27","modified_gmt":"2015-04-24T09:44:27","slug":"die-spd-hans-werner-sinn-und-die-billionenfrage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14175","title":{"rendered":"Die SPD, Hans Werner Sinn und die Billionenfrage"},"content":{"rendered":"<p>Zwei Schritte vor, drei zur&uuml;ck &ndash; so k&ouml;nnte man die finanzpolitische Linie der SPD am Ende der Sommerpause beschreiben. Zun&auml;chst polterte der gro&szlig;e Vorsitzende Gabriel aus seiner &bdquo;Babypause&ldquo; lautstark gegen die &bdquo;Organisierte Kriminalit&auml;t&ldquo; der Banken &ndash; Gut gebr&uuml;llt, L&ouml;we! Wenige Tage sp&auml;ter legte sich der nordrhein-westf&auml;lische Finanzminister Norbert Walter-Borjans in Sachen Steuer-CDs offen mit der Schweiz und der Berliner Regierung an &ndash; Wunderbar, dies ist weit mehr als nur ein Lichtstreif am Horizont. Wer nun jedoch dachte, die SPD w&auml;re in der Sommerpause in sich gegangen und endlich zur Vernunft gekommen, wurde sp&auml;testens gestern wieder in die Tristesse der politischen Realit&auml;t in Deutschland zur&uuml;ckgeholt. Carsten Schneider, seines Zeichens haushaltspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Bundestag, schaffte es mit <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft\/spd-sprecher--deutschland-laengst-in-schuldenunion,10808230,16889160.html\">einem einzigen Interview<\/a> das zarte, gerade erst keimende, Pfl&auml;nzchen der Hoffnung auf eine geistige Gesundung der SPD brachial niederzutrampeln. Von <strong>Jens Berger<\/strong><br>\n<!--more--><br>\nGlaubt man Schneider, der innerhalb der SPD sowohl Sprecher des konservativen Seeheimer Kreises ist, als auch dem karriereorientierten Netzwerk Berlin angeh&ouml;rt, haftet der deutsche Steuerzahler im Rahmen der Eurokrise heute schon f&uuml;r &bdquo;eine Billion Euro&ldquo;. Das h&ouml;rt sich freilich schneidig an und d&uuml;rfte sein Ziel, dem B&uuml;rger geh&ouml;rig Angst zu machen, nicht verfehlen. Schneiders Rechnung h&auml;lt jedoch einer seri&ouml;sen &Uuml;berpr&uuml;fung nicht stand. Es scheint vielmehr so, als habe er sich gleichlautende &Auml;u&szlig;erungen des ber&uuml;hmt-ber&uuml;chtigten Stammtisch&ouml;konomen Hans Werner Sinn zur Vorlage genommen und dessen Argumentation eins zu eins &uuml;bernommen. Hans Werner Sinn genie&szlig;t &ndash; trotz des Schiffbruchs, den er mit seinem im Juli ver&ouml;ffentlichten &bdquo;<a href=\"http:\/\/wirtschaftswunder.ftd.de\/2012\/07\/05\/schlimmste-stammtischokonomie\/\">Offenen Brief<\/a>&ldquo; erlitt &ndash; in konservativen Kreisen immer noch hohes Ansehen. Daher ist es wohl leider n&ouml;tig, seine Panikmache, die von Schneider weiterverbreitet wird, einmal auf den Pr&uuml;fstand zu stellen.<\/p><p><strong>Wof&uuml;r haftet der Steuerzahler?<\/strong><\/p><p>Die publikumswirksame &bdquo;Billion&ldquo;, f&uuml;r die der deutsche Steuerzahler&ldquo; angeblich bereits haftet, setzt sich aus 310 Mrd. Euro f&uuml;r die Griechenlandpakete und Risiken aus dem Euro-Rettungsschirm EFSF und weiteren 700 Mrd. Euro zusammen, f&uuml;r die angebliche die Bundesbank haftet. Beide Zahlen sind falsch. Richtig ist, dass die EFSF Garantien im Gesamtvolumen von 780 Mrd. Euro <a href=\"http:\/\/www.efsf.europa.eu\/attachments\/faq_en.pdf\">vergeben darf [PDF &ndash; 711 KB]<\/a>. Bei einem Kreditausfall der EFSF haften in letzter Instanz die Mitglieder der Eurozone. Nach dem eigentlichen Verteilungsschl&uuml;ssel haftet Deutschland bei einem Kreditausfall f&uuml;r 27,06% der abzuschreibenden Summe. Da man davon ausgehen kann, dass die EFSF-Kreditnehmer im Falle ihrer eigenen Insolvenz nicht am Verteilungsschl&uuml;ssel beteiligt werden k&ouml;nnen, haftet Deutschland im Falle eines Kreditausfalls aller Kreditnehmer (also Irland, Portugal und Griechenland) somit sogar f&uuml;r 29,07% der Verluste. Wenn die EFSF also bis an ihre Kapazit&auml;tsgrenze gehen und das Maximalvolumen von 780 Mrd. Euro garantieren w&uuml;rde, m&uuml;sste Deutschland f&uuml;r 211 Mrd. Euro haften. Von dieser Kapazit&auml;tsgrenze ist die EFSF jedoch sehr weit entfernt. Aktuell werden &uuml;ber den EFSF-Mechanismus &bdquo;lediglich&ldquo; Kredite im Gesamtvolumen von 188,3 Mrd. Euro abgesichert. Selbst wann man ein (unwahrscheinliches) Worst-Case-Szenario aufstellt, bei dem diese Kredite zu 100% abgeschrieben werden m&uuml;ssen, m&uuml;sste Deutschland &bdquo;lediglich&ldquo; mit 54,74 Mrd. Euro haften. <\/p><p>Weitere Risiken schlummern in den Krediten, die im Rahmen des &bdquo;ersten Rettungspaketes&ldquo; von EU und IWF an Griechenland vergeben wurden. Hierbei handelt es sich um eine Gesamtsumme von 73 Mrd. Euro, von denen Deutschland nach den Verteilungsschl&uuml;sseln bei EU und IWF f&uuml;r 16 Mrd. Euro haften w&uuml;rde. Dies alles sind wohlgemerkt bis dato lediglich Garantien, von denen noch kein einziger Cent aus dem Staatshaushalt abgerufen werden musste. <\/p><p>Reale Verluste sind indes an einer ganz anderen Stelle entstanden. Da der damalige SPD-Finanzminister Steinbr&uuml;ck bei der &bdquo;Rettung&ldquo; der HypoRealEstate von den Banken geh&ouml;rig &uuml;ber den Tisch gezogen wurde, haftet der Staat voll f&uuml;r die Risiken, die in den Bilanzen der Bad Bank der HypoRealEstate schlummern. Presseberichten zufolge macht das Griechenland-Engagement dieser Bad Bank <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2012-07\/hre-griechenland-anleihen\">8,9 Mrd. Euro aus<\/a>. Diese Summe muss man wohl oder &uuml;bel &ndash; dank Peer Steinbr&uuml;ck &ndash; zur deutschen Haftungssumme hinzuz&auml;hlen. Anders als die staatlichen Garantien z&auml;hlt diese Haftungssumme sogar zu den Risiken, die mit gro&szlig;er Wahrscheinlichkeit f&auml;llig werden, da sie als private Kredite gelten und damit vom bereits vollzogenen griechischen Schuldenschnitt betroffen sind.   <\/p><p><strong>Milchm&auml;dchenrechnung<\/strong><\/p><p>Addiert man nun die Risiken, die sich aus den bereits vergebenen EFSF-, EU- und IWF-Krediten ergeben und z&auml;hlt die Risiken der Bad Bank der HypoRealEstate hinzu, kommt man auf 79,6 Mrd. Euro. Das ist zweifelsohne eine erschreckend hohe Summe, die jedoch meilenweit entfernt von den 310 Mrd. Euro sind, die Sinn und sein Faktotum Schneider &ouml;ffentlichkeitswirksam in den Raum stellen.  Wie kommen Sinn und Schneider auf diese wesentlich h&ouml;here Zahl? Ganz einfach, sie unterstellen, dass Deutschland nicht nur f&uuml;r die vergebenen Kredite, sondern f&uuml;r das Maximalvolumen haftet. Das ist jedoch unredlich. Staat und Steuerzahler haften nach Adam Riese zwar f&uuml;r die Garantien, die sie vergeben haben. F&uuml;r Garantien, die niemand in Anspruch nimmt, haftet jedoch auch niemand. Das sollte eigentlich logisch sein.<\/p><p>An dieser Stelle sei jedoch eine andere Frage gestattet. Wo war Carsten Schneider eigentlich, als sein Parteifreund Peer Steinbr&uuml;ck im Herbst 2008 zusammen mit der Kanzlerin mal eben s&auml;mtliche Spar- und Sichteinlagen f&uuml;r &bdquo;sicher&ldquo; erkl&auml;rte? Diese Garantie, auch wenn sie freilich nie ernst gemeint war, hatte ein Gesamtvolumen von <a href=\"http:\/\/www.bundesbank.de\/Redaktion\/DE\/Downloads\/Statistiken\/sektorale_und_gesamtwirtschaftliche_vermoegensbilanzen.pdf?__blob=publicationFile\">fast sechs Billionen Euro [PDF &ndash; 107 KB]<\/a>  &ndash; eine Steilvorlage f&uuml;r jeden Populisten.<\/p><p><strong>Target-Wirrwarr<\/strong><\/p><p>Entziehen sich die 310 Mrd. Euro, f&uuml;r die laut Carsten Schneider die Bundesrepublik im Rahmen der Griechenland-Pakete und des EFSF haften soll, bereits jeglicher seri&ouml;ser &Uuml;berpr&uuml;fung, sind die weiteren 700 Mrd. Euro, mit denen die Schneider die Haftungssumme auf die &bdquo;magische&ldquo; Billionengrenze steigert, geradezu absurd. Diese Summe entspricht dem vielzitierten Target2-Saldo der Bundesbank, der <a href=\"http:\/\/www.bundesbank.de\/Redaktion\/DE\/Standardartikel\/Service\/Services_Banken_Unternehmen\/target2_saldo.html\">aktuell bei 727 Mrd. Euro liegt<\/a>. Target2 ist ein Zahlungsverkehrssystem des Eurosystems, Target2-Salden sind Abgrenzungsposten bei den nationalen Notenbanken, die z.B. dann positiv bzw. negativ wachsen, wenn sich die Banken kein Geld mehr untereinander leihen und das Eurosystem Bilanzposten von den &Uuml;berschussl&auml;ndern wie Deutschland in die Defizitl&auml;nder wie Spanien umbuchen muss. Target2-Salden stellen jedoch keine Kredite dar, sie sind eher technischer Natur. <\/p><p><em>Da die Target2-Thematik sehr komplex ist und sich nicht ohne einen sehr tiefgreifenden Ausflug in das Rechnungswesen der Zentralbanken ausreichend vermitteln l&auml;sst, empfehle ich den Lesern, die sich intensiver mit der Materie auseinandersetzen wollen, die im kommenden Absatz verlinkten Studien und Aufs&auml;tze, die f&uuml;r Leser mit Vorkenntnissen einen tieferen Einblick in die Materie bieten.<\/em><\/p><p>Die Target2-Salden sind bekanntlich auch das Steckenpferd von Hans Werner Sinn. Leider ist der deutschen &Ouml;ffentlichkeit jedoch nicht bekannt, dass Sinn in dieser Frage national und international eine radikale Minderheitsmeinung vertritt. Um es genauer zu sagen &ndash; Sinns Thesen werden von nahezu allen &Ouml;konomen, die sich mit n&auml;her mit Geldpolitik und Zentralbankpolitik besch&auml;ftigen, bestenfalls mit einem unverst&auml;ndigen Kopfsch&uuml;tteln quittiert. Die Liste dieser &Ouml;konomen ist sehr lang und reicht vom Notenbank-Experten <a href=\"http:\/\/www.voxeu.org\/article\/target2-germany-has-bigger-things-worry-about\">Karl Whelan<\/a>, dem EZB-Fachmann <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/standpunkt-ulrich-bindseil-deutschland-und-die-target2-salden-11656344.html\">Ulrich Bindseil<\/a>, dem ehemaligen Wirtschaftsweisen <a href=\"http:\/\/wirtschaftlichefreiheit.de\/wordpress\/?p=8787\">Olaf Sievert<\/a>, den IWF-&Ouml;konomen <a href=\"http:\/\/www.voxeu.org\/article\/target-imbalances-financing-capital-account-reversal-europe\">Bornhorst und Mody<\/a>, den Finanzmarktexperten <a href=\"http:\/\/www.gfinm.de\/images\/stories\/workingpaper29.pdf\">Burgold und Voll [PDF &ndash; 1.8 MB]<\/a>  bis hin zur &bdquo;Grauen Eminenz&ldquo; der Monetaristen, <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/oekonomen-zoff-ezb-chefvolkswirt-stark-teilt-ordentlich-aus\/4275716.html\">J&uuml;rgen Stark<\/a>. Scharfe Kritik an Sinns Thesen kommt dabei nicht nur von einer bestimmten &bdquo;&ouml;konomischen Schule&ldquo;, sondern von allen Seiten. Der Wirtschaftsjournalist Olaf Storbeck  fasst die Debatte mit dem <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/konjunktur\/nachrichten\/ezb-bailout-hans-werner-sinns-steile-these\/4277154.html\">griffigen Satz zusammen<\/a>: &bdquo;Ein VWL-Student, der so [wie Hans Werner Sinn] argumentiert, w&uuml;rde durch Examen fallen&ldquo;. <\/p><p>Carsten Schneider ist zwar kein vollkommen Laie, er hat immerhin eine Ausbildung zum Bankkaufmann absolviert, durch ein VWL-Examen w&uuml;rde er jedoch ebenfalls durchfallen, wenn er dort Hans Werner Sinns Target2-Thesen zum Besten geben w&uuml;rde. Kein seri&ouml;ser &Ouml;konom (und wohl auch nur die wenigsten unseri&ouml;sen) w&uuml;rde das Target2-Saldo der Bundesbank ernsthaft als Haftung des deutschen Steuerzahlers im Rahmen der Eurokrise interpretieren. Diese These entbehrt nicht nur jeglicher Grundlage, sondern zudem auch der Logik. <\/p><p><strong>Notenbankverluste sind keine Garantien des Steuerzahlers<\/strong><\/p><p>Selbst wenn man einmal f&uuml;r einen kurzen Moment annimmt, dass Sinn und Schneider Recht h&auml;tten und im Falle eines kompletten Crashs des gesamten Eurosystems, bei dem ausschlie&szlig;lich Deutschland als zahlungskr&auml;ftiges Land &uuml;berbleibt (dieses Szenario ist die Grundvoraussetzung f&uuml;r den Rechnungsposten 700 Mrd. Euro), w&uuml;rde nicht der Steuerzahler, sondern die Bundesbank auf Rechnungsposten im H&ouml;he von 700 Mrd. Euro sitzen, die dann (und auch nur dann) als Forderung gegen die Zentralbanken aller anderen Eurostaaten z&auml;hlen w&uuml;rden. Man stelle sich dieses Szenario einmal bildlich vor: Der Euro zerbricht, alle Eurostaaten kehren zu ihrer Nationalw&auml;hrung zur&uuml;ck und die Deutsche Bundesbank sitzt nun auf alten Forderungen eines nicht mehr existenten Clearingsystems der Eurozone in H&ouml;he von 700 Mrd. Euro. Sicher, diese Forderungen m&uuml;ssten abgeschrieben werden, da ja nun weder das Clearingsystem Target2, noch die Eurozone mehr existieren. Aber warum sollte die Bundesrepublik in einem solchen Falle 700 Mrd. an die Bundesbank &uuml;berweisen?<\/p><p>Die Bundesbank ist keine gro&szlig;e Sparkasse und ist nicht verpflichtet, Abschreibungen in ihrer Bilanz auszugleichen. Mehr noch, die weit verbreitete Vorstellung, nach der die Bundesrepublik mit Steuergeldern f&uuml;r etwaige Verluste der Bundesbank haften m&uuml;sste, ist ebenfalls falsch. Die gesetzlichen Bestimmungen dazu sind <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12251\">eindeutig<\/a> und auch in der Vergangenheit kam es noch nie vor, dass Verluste der Bundesbank durch Steuergelder ausgeglichen wurden, obgleich die Bundesbank in den 1960er und 1970ern regelm&auml;&szlig;ig Verluste melden musste. Selbst wenn man das extrem unwahrscheinliche Szenario, dass den Sinn-Schneider-Thesen zugrunde liegt, einmal durchspielt, und daraus die gleichen falschen Schl&uuml;sse wie Sinn und Schneider zieht, kann man nicht zum Schluss kommen, dass der Steuerzahler auch nur f&uuml;r einen Cent aus den Target2-Salden haften m&uuml;sste oder gar w&uuml;rde.<\/p><p><em>Zum interessanten Thema EZB, Bundesbank und die Abschreibung von Buchverlusten bei den Notenbanken werden sich die NachDenkSeiten in der n&auml;chsten Woche noch ausf&uuml;hrlich berichten.<\/em><\/p><p>Da stellst sich die Frage, was Carsten Schneider eigentlich damit bezwecken will, wenn er Zahlen zur Haftung durch den Steuerzahler in den medialen Orcus schleudert, die nicht nur gigantisch, sondern auch gigantisch falsch sind. Hans Werner Sinn, der Erfinder dieser Zahlen, ist daf&uuml;r bekannt, in nationalistischen Dimensionen zu denken und die Eurozone lieber heute als morgen kollabieren zu sehen. Ein solcher Kollaps w&auml;re eine denkbare Folge, wenn sich das deutsche Parlament gegen erweiterte Programme zur Bek&auml;mpfung der Eurokrise stellen w&uuml;rde. Bis dato z&auml;hlte die SPD jedoch nicht eben zum Kreis der Eurogegner. Wer wei&szlig;, was hinter den Attacken des Seeheimer-Sprechers Schneider steht? Wenn die SPD nun einen Rechtsschwenk vollziehen, mit Nationalismus punkten und daf&uuml;r bei den Menschen Angst und Panik provozieren will, so ist dies ein fatales Signal. Sicher, die &bdquo;Seeheimer&ldquo; sind selbst in der SPD keinesfalls unumstritten. Umso verwunderlicher ist es jedoch, dass es innerhalb der Sozialdemokraten keinen Proteststurm gegen Schneiders skandal&ouml;se &Auml;u&szlig;erungen gibt. Haben die &bdquo;Genossen&ldquo; etwa schon das sch&ouml;ne alte lateinische Sprichwort &bdquo;Qui tacet, consentire videtur&ldquo; (Wer schweigt, scheint zuzustimmen) vergessen?<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/051266da66ef416d9498a97c020e5bf4\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zwei Schritte vor, drei zur&uuml;ck &ndash; so k&ouml;nnte man die finanzpolitische Linie der SPD am Ende der Sommerpause beschreiben. Zun&auml;chst polterte der gro&szlig;e Vorsitzende Gabriel aus seiner &bdquo;Babypause&ldquo; lautstark gegen die &bdquo;Organisierte Kriminalit&auml;t&ldquo; der Banken &ndash; Gut gebr&uuml;llt, L&ouml;we! 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