{"id":14188,"date":"2012-08-17T15:49:28","date_gmt":"2012-08-17T13:49:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14188"},"modified":"2012-08-17T15:49:28","modified_gmt":"2012-08-17T13:49:28","slug":"hinweise-des-tages-ii-73","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14188","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14188#h01\">In Holland kippt die Stimmung gegen Sparmeister Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14188#h02\">Heribert Prantl &ndash; Karlsruhe f&auml;llt Katastrophen-Entscheidung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14188#h03\">&bdquo;Neue Lage&ldquo;: Wie der &bdquo;Spiegel&ldquo; aus einem Kritiker einen Gejagten macht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14188#h04\">Kampf gegen Steuerbetrug<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14188#h05\">Thomas Fricke &ndash; Dann fragt mal das Volk<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14188#h06\">Wenn die Arithmetik nicht stimmt: Verst&auml;rkte Diskussionen um Austritt von Schuldenl&auml;ndern aus der Euro-Zone<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14188#h07\">Bankenkrise erfasst Sloweniens Realwirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14188#h08\">Bye, bye Bankgeheimnis!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14188#h09\">US-Wahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14188#h10\">Gutachten: Lastenausgleich m&ouml;glich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14188#h11\">S&uuml;dafrika: Polizei erschie&szlig;t mindestens 30 streikende Minenarbeiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14188#h12\">Schlechte Noten f&uuml;r Audi und Daimler: Mercedes wehrt sich gegen US-Crashtest<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14188#h13\">Imperial Reconstruction and Its Discontents<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14188#h14\">Bildungspolitik: Murks am Kind<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14188#h15\">Bildungsfinanzierung f&uuml;r das 21. Jahrhundert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14188#h16\">Zu guter Letzt: Volker Pispers &ndash; &bdquo;Verfassung&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14188&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>In Holland kippt die Stimmung gegen Sparmeister Deutschland<\/strong><br>\nKnapp einen Monat vor den Regierungswahlen braut sich in Holland ein Klima gegen Deutschlands harten Euro-Sparkurs zusammen. Umfragen zufolge unterst&uuml;tzen immer mehr B&uuml;rger die linksgerichtete Sozialistische Partei, die sich deutlich gegen die Spardisziplin in der Eurozone stemmt. Die Niederlande z&auml;hlen zu den reichsten L&auml;ndern der Eurozone. Sie finanzieren einen Gro&szlig;teil der Rettungsschirme f&uuml;r die angeschlagenen Staaten im S&uuml;den. Bisher hatte sich Deutschland, das einen harten Sparkurs zur L&ouml;sung der Schuldenkrise propagiert, auf die Unterst&uuml;tzung seines kleineren Nachbarn verlassen k&ouml;nnen. Doch viele Holl&auml;nder scheinen die anhaltende Spardebatte satt zu haben wenden sich nun den Linken zu, die Schluss machen wollen mit der K&uuml;rzungswut. Den Anti-Sparparteien des Landes beschert die Wirtschaftsmisere guten Zulauf. Die Sozialisten d&uuml;rften zwar allein nicht genug Stimmen zusammenbekommen, um eine eigene Mehrheit zu stellen. Aber als Koalition k&ouml;nnten die Spargegner durchaus mehr als ein Drittel der Abgeordneten ausmachen, belegt eine Wahlumfrage von TNS Nipo. Sie wollen unter anderem die Unabh&auml;ngigkeit der Europ&auml;ischen Zentralbank abschaffen und mit einer &bdquo;demokratischen Aufsicht&rdquo; ersetzen. Die Notenbank soll nach dem Willen der Sozialisten k&uuml;nftig auch Wirtschaftspolitik machen und f&uuml;r mehr Wachstum und Arbeitspl&auml;tze sorgen. Daf&uuml;r soll ihr eingeschr&auml;nktes Mandat, Preisstabilit&auml;t herzustellen, gelockert werden. &ndash; Beobachter winken aber vorsichtig ab. Sie glauben, dass es Parteif&uuml;hrer Emile Roemer mit diesen Pl&auml;nen nicht leicht haben wird, in der zersplitterten holl&auml;ndischen Parteienlandschaft eine Mehrheit aufzustellen. Entsprechend k&ouml;nnte es sein, dass die Sozialisten mit ihrem Parteiprogramm noch st&auml;rker in die Mitte r&uuml;cken m&uuml;ssen, um mehr W&auml;hlerstimmen abzugraben, vermutet Rick van der Ploeg, Volkswirt an der Oxford University und ehemaliger Bildungsstaatssekret&auml;r der holl&auml;ndischen Sozialdemokraten Partij van de Arbeid. Er glaubt nicht, dass es zu einer reinen Sozialistenregierung kommen werde und kann sich auch vorstellen, dass der amtierende Premierminister Rutte noch gen&uuml;gend Koalitionspartner findet, um eine eigene Regierung zu bilden. &bdquo;Es ist bei weitem nicht ausgemacht, dass die gr&ouml;&szlig;te Partei auch automatisch am Hebel sitzt&rdquo;, sagt van der Ploeg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wallstreetjournal.de\/article\/SB10000872396390444184704577588091221417590.html\">WSJ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> In den Niederlanden wird im September gew&auml;hlt und das Ergebnis k&ouml;nnte ein Paukenschlag werden. Den aktuellen Umfragen zufolge wird die SP (eine Schwesterpartei der deutschen Linkspartei) die st&auml;rkste Partei und k&ouml;nnte &ndash; so sie Koalitionspartner findet &ndash; sogar den n&auml;chsten Ministerpr&auml;sidenten stellen. Dar&uuml;ber h&ouml;rt man im deutschen Bl&auml;tterwald (noch) nichts. Warum nur? Bislang geh&ouml;ren die Niederlande mit ihrer Rechts-Mitte-Koalition noch zu den letzten Verb&uuml;ndeten Angela Merkels. Das wird sich im September &auml;ndern. Dann sitzt die deutsche Kanzlerin nur noch mit den Finnen im Boot der bedingungslosen Austerit&auml;tsbef&uuml;rworter.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Heribert Prantl &ndash; Karlsruhe f&auml;llt Katastrophen-Entscheidung<\/strong><br>\nZum ersten Mal haben s&auml;mtliche Richter des h&ouml;chsten deutschen Gerichts in einer fundamentalen Verfassungsfrage entschieden. Es ist jedoch keine gute Entscheidung: Die Richter haben mit ihrem Beschluss, Bundeswehreins&auml;tze im Inneren zu erlauben, das Grundgesetz nicht interpretiert. Sie haben es ver&auml;ndert. Das war und ist nicht ihre Sache.<br>\nKarlsruhe bricht mit einer republikanischen Tradition. Diese Tradition besagt: Kein Bundeswehreinsatz im Inneren! Karlsruhe erlaubt nach den Out-of-area-Eins&auml;tzen auch die Eins&auml;tze der Armee im Inland. [&hellip;]<br>\n&ldquo;The Philosophers have only interpreted the world in various ways, the point however is to change it&rdquo;: So steht das in goldenen Versalien auf dem Grab von Karl Marx in London. Die Verfassungsrichter haben mit ihrer Bundeswehrentscheidung die Marx&rsquo;sche Devise im Verfassungsrecht praktiziert. Sie haben die Verfassung nicht interpretiert, sie haben sie ge&auml;ndert. Es ist dies ein juristischer Handstreich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/verfassungsgericht-zu-bundeswehreinsaetzen-im-inland-karlsruhe-faellt-eine-katastrophen-entscheidung-1.1443401\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&bdquo;Neue Lage&ldquo;: Wie der &bdquo;Spiegel&ldquo; aus einem Kritiker einen Gejagten macht<\/strong><br>\nDas Hamburger Nachrichtenmagazin &bdquo;Der Spiegel&ldquo; hat Passagen aus einem Exklusiv-Interview der Deutsch T&uuml;rkischen Nachrichten im Wortlaut &uuml;bernommen, ohne die Quelle zu nennen. Mehr noch: Wie j&uuml;ngst Heribert Prantl erweckte der Spiegel den Eindruck, das Magazin habe mit dem zitierten Gespr&auml;chspartner pers&ouml;nlich geredet. Als wir die Kollegen auf den Fehler hinwiesen, ging der Spiegel zum Angriff &uuml;ber. Ein Lehrst&uuml;ck, wie Journalismus nicht sein soll. [&hellip;]<br>\nIch erreichte den &Ouml;konomie-Professor und wir unterhielten uns zuerst &uuml;ber die Rolle des IWF in Griechenland. Am Ende unseres Gespr&auml;chs fragte ich ihn, ob er das Interview im Spiegel gesehen habe. Aber ja doch, und es sei ja auch zitiert, was er uns, den Deutsch T&uuml;rkischen Nachrichten, gesagt hatte. Ich sagte bedauernd, dass der Spiegel leider nicht die DTN als Quelle genannt h&auml;tte. Das fand er &bdquo; really strange&ldquo;, und fragte mich schlie&szlig;lich, ob ich den &bdquo;guy&ldquo; kenne, der das geschrieben habe. Da war mir klar: Der Autor hat nicht mit Rodrik gesprochen. Und mir war klar: Wir waren zun&auml;chst beklaut und dann belogen worden. [&hellip;]<br>\nAm n&auml;chsten Tag schrieb Herr Weinzierl: &bdquo;Neue Lage&ldquo;! Wenn es mir darum gehe, unser &bdquo;Portal&ldquo; bekannt zu machen, dann w&uuml;rden n&auml;chste Woche zwei Spiegel-Redakteure zu mir kommen &ndash; und ich h&auml;tte Gelegenheit, ihnen meine &bdquo;Intention zu vermitteln&ldquo;.<br>\nIch willigte ein. Das war ein Fehler. Denn wenige Tage sp&auml;ter kamen Woodward und Bernstein und unterstellten mir bei einem Mineralwasser im Berliner Caf&eacute; Einstein in einem Trommelfeuer, dass die DTN ein ganz mieses U-Boot des Islamisten G&uuml;len seien, und dass ich meine journalistischen Standards von &bdquo;Stern&ldquo; und &bdquo;Berliner Zeitung&ldquo; verraten habe. [&hellip;]<br>\nDie Moral der Geschichte liegt darin, dass der Apparat des &bdquo;Spiegel&ldquo; offenbar so erstarrt ist, dass er es nicht fertigbringt, Kritik ernst zu nehmen und aus Fehlern zu lernen. Jeder denkt nur an sich in der Hierarchie. Jeder hat Angst vor einem Fehler, und noch viel mehr Angst davor, den Fehler zuzugeben. Jeder denkt: Wie komme ich da ungeschoren durch? Und im System wird dann &ndash; ganz und gar gesichtslos &ndash; entschieden, aus der Not einen Gegenangriff zu machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de\/2012\/08\/458541\/neue-lage-wie-der-spiegel-aus-einem-kritiker-einen-gejagten-macht\/\">Deutsch T&uuml;rkische Nachrichten<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Kampf gegen Steuerbetrug<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Piraten zeigen NRW-Finanzminister an<\/strong><br>\nDer Kauf von Daten &uuml;ber Steuerkriminelle k&ouml;nnte vor Gericht landen. Vier Mitglieder der Piraten in Nordrhein-Westfalen haben Strafanzeige gegen den Finanzminister von NRW gestellt.<br>\nDer Ankauf von Steuers&uuml;nder-Dateien aus der Schweiz wird f&uuml;r den nordrhein-westf&auml;lischen Finanzminister Norbert Walter-Borjans wohl ein gerichtliches Nachspiel haben. Vier Mitglieder der Piratenpartei, darunter zwei Landtagsabgeordnete, h&auml;tten am Freitag Strafanzeige gegen de SPD-Politiker gestellt, sagte ein Sprecher der Fraktion in D&uuml;sseldorf und best&auml;tigte damit einen Vorabbericht der Zeitung Die Welt. Details sollen auf einer Pressekonferenz am Mittag bekanntgegeben werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Wegen-Kauf-neuer-Steuer-CD-\/!99839\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Da werden sich alle freuen, die sich in den Landtagswahlen der Linkspartei abgewandt haben und dem modischen Piratentrend aufgesessen sind, der da hei&szlig;t Transparenz und Schutz des geistigen Eigentums. Dass das &ldquo;Schweizer Bankgeheimnis&rdquo; darunter f&auml;llt, darauf muss man erst einmal kommen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Hauptforderung der Piraten, n&auml;mlich nach Transparenz, hat eben dort ihre Grenze, wo es um die Verschiebung von Schwarzgeld ins Ausland geht und wo es darum geht Steuerbetrug zu bek&auml;mpfen. Die Piraten gehen dabei sogar noch weiter als die FDP. Sie entpuppen sich immer mehr als eine libert&auml;re Bewegung, f&uuml;r die der Staat der Hauptgegner ist.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung JB:<\/strong> Die Piraten scheinen ein Herz f&uuml;r Steuerfreibeuter zu haben. Wer auch immer dieser Partei bislang zum &bdquo;linken Lager&ldquo; gez&auml;hlt hat, sollte dies wohl noch einmal gr&uuml;ndlich &uuml;berdenken. Zumindest in NRW scheinen die Piraten vor allem daran interessiert zu sein, die FDP in Sachen Libertarismus bzw. Anarchokapitalismus &bdquo;rechts&ldquo; zu &uuml;berholen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Schwarzgeld in Singapur: Alarm im Stadtstaat<\/strong><br>\nDie Ger&uuml;chte um Schwarzgeld versetzen den Stadtstaat in Alarm. Jetzt untersucht Singapur die Ableger von Schweizer Banken &ndash; in der H&ouml;hle der L&ouml;wen.<br>\nDie Schweizer Banken bieten viel Angriffsfl&auml;che. Sie zogen w&auml;hrend der letzten Jahre in grossem Stil nach Singapur und befeuerten eine beispiellose Bonanza. Mittlerweile sind die Institute dort zur wichtigsten ausl&auml;ndischen Finanzmacht herangewachsen. Die UBS etwa verwaltet in Asien rund 180 Milliarden Dollar an Verm&ouml;gen &ndash; ein Grossteil davon in Singapur und Hongkong, wo Banken insgesamt 1000 Milliarden Dollar an Kundengeldern betreuen. Der Grossteil des Gesch&auml;fts wird mit verm&ouml;genden Asiaten gemacht. In der Region leben inzwischen mehr Super&shy;reiche als in Europa.<br>\nAus dem alten Kontinent sollen nur 10&thinsp;Prozent der Kundengelder in Singapur und Hongkong stammen. Eigentlich ist das eine zu vernachl&auml;ssigende Gr&ouml;sse. Doch ein gewisser Teil der europ&auml;ischen Assets ist unversteuert&hellip;<br>\nDas w&auml;re immerhin noch 1 Milliarde Dollar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelszeitung.ch\/invest\/schwarzgeld-singapur-alarm-im-stadtstaat\">Handelszeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Druck auf Steuerhinterzieher steigt<\/strong><br>\nKaum droht das geplante Steuerabkommen mit der Schweiz zu platzen, zeigen sich viele Steuerhinterzieher selbst an. Mancher tritt den Gang zur Beichte an, weil er auf Straffreiheit spekuliert. Doch die gibt es nicht f&uuml;r jeden&hellip;<br>\n Seit Fr&uuml;hjahr 2010 gingen in Baden-W&uuml;rttemberg rund 9300 solcher Anzeigen ein, in NRW sind es 6500, in Bayern mehr als 4400 und in Rheinland-Pfalz 2600 Selbstanzeigen. Allein im Jahr 2010 sollen die Selbstanzeigen dem Fiskus mehr als zwei Milliarden Euro nachversteuerte Ertr&auml;ge und Zinsen in die Kassen gesp&uuml;lt haben. So viele Selbstanzeigen, so viel Geld &ndash; das hat keine Amnestie geschafft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/streit-ueber-schweizer-konten-druck-auf-steuerhinterzieher-steigt-1.1443028\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Steuer-CD sei Dank&rdquo;<\/strong><br>\nG&auml;be es keine Steuer-CDs, man m&uuml;sste sie erfinden. Der rege Handel mit in der Schweiz geklauten Bankdaten hat Deutschland hunderte Millionen Euro an zus&auml;tzlichen Steuereinnahmen beschert und tausende Steuers&uuml;nder &uuml;berf&uuml;hrt. Die CDs verhalfen Fahndern nebenbei zu einem grundlegenden Durchbruch: Dank (gestohlener) Informationen aus mehreren Bankh&auml;usern konnten Finanz&auml;mter erstmals belegen, dass Schweizer Institute systematisch um Schwarzgelder buhlen. Die Credit Suisse bezahlte daf&uuml;r 2010 150<br>\nMillionen Euro Bu&szlig;geld in Deutschland&hellip;<br>\nDenn die von Deutschland, Gro&szlig;britannien und &Ouml;sterreich mit der Schweiz geschlossenen Abkommen sind eine mangelhafte Antwort auf den systematischen Steuerbetrug im Nachbarland&hellip;.<br>\nDas Kernproblem mit den Steuerdeals ist, dass sie an dem System nicht r&uuml;tteln, das Steuerflucht erm&ouml;glicht. Die Vertr&auml;ge mit Bern sehen die Legalisierung von Schwarzgeldern durch Abschlagzahlungen vor. Solange das Schweizer Bankgeheimnis unangetastet bleibt, ist ein effektiver Kampf gegen Steuerbetrug in Europa unm&ouml;glich&hellip;<br>\nDie EU-Kommission h&auml;tte den grenz&uuml;berschreitenden Austausch von Kontoinformationen in Europa gern etabliert. Mit der geballten Wirtschaftsmacht aller 27 Unionsl&auml;nder im R&uuml;cken h&auml;tte daf&uuml;r eine Chance bestanden. Doch der Alleingang Deutschlands, Gro&szlig;britanniens<br>\nund &Ouml;sterreichs machte das Unterfangen zunichte. Dabei w&auml;re ein geschlossenes Vorgehen derzeit mehr geboten denn je: Nach Sch&auml;tzungen des Unternehmensberaters KPMG haben allein die Italiener 180 Milliarden Euro unversteuertes Verm&ouml;gen in der Schweiz geparkt.<br>\nAngesichts dieser Dimensionen k&ouml;nnte der Zugriff auf die Schwarzgelder sogar in der Eurokrise eine entscheidende Rolle spielen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boerse-go.de\/nachricht\/DER-STANDARD-Kommentar-Steuer-CD-sei-Dank-von-Andrs-Szigetvari,a2901278.html\">Boerse-go<\/a><\/li>\n<li><strong>Schweizer Banken verraten Mitarbeiterdaten an die USA<\/strong><br>\nSchweizer Banken ringen in den USA mit Steuerskandalen. Nun geben die Institute die Namen von Tausenden ihrer Mitarbeiter an die Beh&ouml;rden weiter. Die Banken hoffen auf Milde &ndash; und werfen ihre eigenen Leute zum Fra&szlig; vor.<br>\nMindestens f&uuml;nf der Kreditinstitute haben E-Mails und Telefonaufzeichnungen mit bis zu 10.000 Namen an das Justizministerium der Vereinigten Staaten ausgeh&auml;ndigt, sch&auml;tzt Douglas Hornung, der als Anwalt 40 derzeitige und fr&uuml;here Mitarbeiter von Credit Suisse, Julius B&auml;r und der Schweizer Sparte der HSBC vertritt&hellip;<br>\nDen Instituten liegt sehr viel daran, sich mit den US-Beh&ouml;rden wegen der Vorw&uuml;rfe der Beihilfe zur Steuerhinterziehung zu einigen. Denn das US-Justizministerium hatte am 2. Februar Anklage gegen die Bank Wegelin &amp; Co. erhoben. Die Ermittler werfen Wegelin vor, Kunden dabei geholfen zu haben, Geld vor der Steuerbeh&ouml;rde Internal Revenue Service (IRS) zu verbergen. Credit Suisse, HSBC und Julius B&auml;r h&auml;ndigen nun Daten an die US-Beh&ouml;rden aus, um sie zu beschwichtigen, sagt Hornung. Die H&auml;user rechnen eigenen Angaben zufolge mit Strafzahlungen in den Verfahren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/banken\/steueraffaere-schweizer-banken-verraten-mitarbeiterdaten-an-die-usa\/7012620.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>Gro&szlig;britannien stellt Steuerfl&uuml;chtlinge blo&szlig;<\/strong><br>\nBei der Fahndung nach mutma&szlig;lichen Steuerbetr&uuml;gern greifen die britischen Beh&ouml;rden zu ungew&ouml;hnlichen Mitteln: Sie ver&ouml;ffentlichen die Namen samt Fotos im Internet.<br>\nDie britische Steuerbeh&ouml;rde (HMRC) hat erstmals die Namen und Fotos von den 20 meistgesuchten Steuerfl&uuml;chtlingen des Landes ver&ouml;ffentlicht. Zugleich appellierte die Beh&ouml;rde an die britische &Ouml;ffentlichkeit, bei der Fahndung zu helfen.<br>\nDie Regierung sei &ldquo;absolut entschlossen, gegen Steuerflucht und Steuerbetrug vorzugehen&rdquo;, zitierte die HMRC den britischen Schatzkanzler David Gauke.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2012-08\/grossbritannien-steuerhinterzieher\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Thomas Fricke &ndash; Dann fragt mal das Volk<\/strong><br>\nIn der Krise r&auml;cht sich, dass die Deutschen den Eintritt in die Euro-Schicksalsunion nie absegnen durften. Zeit, ein Referendum zu verk&uuml;nden &ndash; sobald die akute Krise bew&auml;ltigt ist.<br>\nDer Euro kriselt, der Steuerzahler murrt. W&auml;re es da nicht besser, das deutsche Volk endlich zu fragen, ob es den Euro &uuml;berhaupt will? Jawohl, werden jetzt die Vertreter der Fr&uuml;her-war-alles-besser-Gemeinde sagen. Dann ist der bl&ouml;de Euro endlich weg.<br>\nMag sein. K&ouml;nnte aber auch sein, dass das Fragexperiment ganz anders ausgeht, die Deutschen nach allem Abw&auml;gen gegen die Retrovariante stimmen &ndash; und die W&auml;hrungsunion anschlie&szlig;end mit ganz neuer Legitimit&auml;t ausgestattet w&auml;re und st&auml;rker integriert werden k&ouml;nnte. Und gerade deshalb auch besser funktionieren w&uuml;rde als bisher. Dann schw&auml;nde wom&ouml;glich auch der Eindruck, dass die Deutschen zwar im Euro sind, aber irgendwie nicht dahinterstehen und die Konsequenzen nur in guten Zeiten tragen wollen. Dann w&auml;re die Sache allemal einen Versuch wert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wirtschaftswunder.ftd.de\/2012\/08\/17\/die-kolumne-dann-fragt-mal-das-volk\/\">FTD Wirtschaftswunder<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wenn die Arithmetik nicht stimmt: Verst&auml;rkte Diskussionen um Austritt von Schuldenl&auml;ndern aus der Euro-Zone<\/strong><br>\nWas w&auml;hrend langer Zeit nur angedeutet worden war, ist mittlerweile an den Finanzm&auml;rkten, aber ansatzweise auch in der Politik, zu einer Diskussion von wachsender Bedeutung geworden: Ist ein Austritt eines Mitgliedlandes aus der Euro-Zone denkbar, machbar oder gar w&uuml;nschbar? Angefangen hatte die Diskussion mit Griechenland als einem der schw&auml;cheren Euro-L&auml;nder (&laquo;Greek Exit&raquo; oder &laquo;Grexit&raquo;), dann kamen vor allem Spanien und auch Italien ins Gespr&auml;ch, und verschiedentlich wird jetzt sogar argumentiert, ein Austritt Deutschlands, das wirtschaftlich zu stark insbesondere f&uuml;r die L&auml;nder der Euro-Peripherie sei, k&ouml;nnte die &laquo;billigste&raquo; L&ouml;sung der Euro-Krise darstellen. Der Finanz- und Marktkommentator Michael Pettis, Chefstratege von Shenyin Wanguo Securities, hat keinen Zweifel, dass die Euro-Zone in ihrer jetzt gegebenen Form nicht &uuml;berleben kann. Weder eine Banklizenz f&uuml;r den Euro-Rettungsfonds ESM noch eine Fiskal- oder Bankenunion w&uuml;rden das Grundproblem der Euro-Zone, die unterschiedliche Wirtschaftskraft der beteiligten L&auml;nder, grunds&auml;tzlich &auml;ndern. Es gehe auch nicht um das fehlende Vertrauen der M&auml;rkte, sondern um die nicht stimmende Arithmetik der Zahlungsbilanz. Ein hoch verschuldetes Land brauche zum Abbau seiner Schulden einen &Uuml;berschuss der Handels- bzw. Leistungsbilanz. Besteht gleichzeitig eine Kapitalflucht, m&uuml;sse der &Uuml;berschuss entsprechend gr&ouml;sser sein. Wie kann nun ein Land wie beispielsweise Spanien einen ausreichend grossen Handelsbilanz&uuml;berschuss erzielen? Ein Weg ist die Austerit&auml;tspolitik, die aber zu einem Kollaps der Inlandnachfrage und einer Erh&ouml;hung der realen Schuldenlast f&uuml;hrt. Pettis h&auml;lt die politischen Kosten auf die Dauer f&uuml;r nicht tragbar. Ein zweiter Weg ist eine Ankurbelung der Inlandnachfrage von L&auml;ndern mit Export&uuml;bersch&uuml;ssen, d. h. vor allem von Deutschland. Dies w&uuml;rde aber dort (wegen der Konjunkturmassnahmen) die Staatsverschuldung erh&ouml;hen. Ein dritter Weg ist der Vorschlag des &Ouml;konomen Martin Feldstein einer Abwertung des Euro. Hauptnutzniesser w&auml;ren aber die international wettbewerbsf&auml;higen &Uuml;berschussl&auml;nder.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/finanzen\/uebersicht\/boerse_und_maerkte\/wenn-die-arithmetik-nicht-stimmt-1.17470741\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ein gute &Uuml;bersicht zur Rationalit&auml;t der M&auml;rkte. Dazu nur ein kleiner Gedanke: Wer da glaubt, dass Abwertung das allein selig machende Instrument ist, um Wettbewerbsf&auml;higkeit herzustellen, sollte ber&uuml;cksichtigen, dass ein Gutteil des Inputs in die Produktion dieser L&auml;nder, importiert wird, d.h. bei der Abwertung teurer wird. Das betrifft nicht nur Erd&ouml;l, aber was die Verteuerung dieses Importgutes bedeutet, wissen wir alle. Wer zum Beispiel auf Argentinien verweisen m&ouml;chte, das durch seine Bindung an den sich aufwertenden Dollar gegen&uuml;ber seine abwertenden Nachbarn entscheidend an Wettbewerbsf&auml;higkeit verlor und dann erfolgreich abwertete, sollte ber&uuml;cksichtigen, dass die wichtigste Exportg&uuml;ter Argentiniens (Tierfutter, tierische u. pflanzliche &Ouml;le,  Erd&ouml;l,  Getreide, Soja, Gem&uuml;se u. Fr&uuml;chte, Fleisch) wenig auf importierten Input angewiesen sind. (Die ber&uuml;hmten argentinischen Rinder fressen eben einheimisches Gras)<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Bankenkrise erfasst Sloweniens Realwirtschaft<\/strong><br>\nDie faulen Kredite in den Bankenbilanzen k&ouml;nnten sich auf ein Viertel der Wirtschaftsleistung summieren. Sloweniens Flucht unter den Euro-Rettungsschirm scheint unvermeidbar.<br>\nNach den j&uuml;ngsten Herabstufungen von Anleihen des Staates und der Banken haben sich die wirtschaftlichen Aussichten f&uuml;r Slowenien rapide verschlechtert. Die Renditen f&uuml;r zehnj&auml;hrige Staatsanleihen schnellten zu Wochenbeginn auf den neuen H&ouml;chststand von 7,5 Prozent. Die Chancen, dass das Land ohne Hilfen aus dem Euro-Rettungsfonds auskommt, schwinden damit betr&auml;chtlich. Allein die &Uuml;bernahme fauler Bankkredite durch den Staat k&ouml;nnte die &ouml;ffentlichen Schulden im schlimmsten Fall um 25 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) nach oben treiben&hellip;<br>\nIn Slowenien hat sich damit ein urspr&uuml;nglich reines Bankenproblem zu einer handfesten strukturellen Krise der Industrie gewandelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:schuldenkrise-bankenkrise-erfasst-sloweniens-realwirtschaft\/70077426.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Bye, bye Bankgeheimnis!<\/strong><br>\nDer Streit &uuml;ber das Steuerabkommen schl&auml;gt hohe Wellen. Aber Deutschland braucht den Vertrag nicht: Die Schweiz muss schon bald umfassende Informationen preisgeben.<br>\nIm Schatten dieses Streits aber hat die schweizerische Finanzdiplomatie unter massivem Druck der anderen OECD-L&auml;nder &ndash; allen voran USA, Frankreich, Italien und Deutschland &ndash; eine entscheidende Niederlage erlitten. Mit z&auml;hneknirschender Zustimmung der Schweiz beschloss der OECD-Rat in Paris am 17. Juli neue Standards f&uuml;r die internationale Amtshilfe.<br>\nNicht genug damit, dass die Alpenrepublik in Zukunft Gruppenanfragen aus dem Ausland entgegennehmen muss &ndash; das bedeutet, dass die Schweiz internationale Amtshilfe nicht nur im Einzelfall gew&auml;hren muss, sondern f&uuml;r ganze Gruppen von Steuerpflichtigen, die bestimmte Kriterien erf&uuml;llen. Wichtiger noch: Dar&uuml;ber hinaus verliert die Schweiz sogar das Recht, einem anfragenden Staat eine Auskunft zu verweigern.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/bye-bye-bankgeheimnis\">Der Freitag<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.oecd.org\/ctp\/exchangeofinformation\/latestdocuments\/120718_Article%2026-ENG_no%20cover%20%282%29.pdf\">UPDATE TO ARTICLE 26 OF THE OECD MODEL TAX CONVENTION AND ITS COMMENTARY [PDF &ndash; 500 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>US-Wahlen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Romney&rsquo;s Campaign Strategy: Lie, Lie, and Lie Some More &mdash; Can Democracy Survive with 0% Media Accountability?<\/strong><br>\nHere is how it works. Each lie is developed in the right&rsquo;s machine, using something currently in the news to reinforce an ongoing narrative about &ldquo;liberals.&rdquo; The lie percolates up through a well-worn process where the germ of the story is planted in smaller outlets, and variations of it are tried out until one seems to resonate. Next, larger right-wing media operations pick up the developed &ldquo;story&rdquo; and drive it further. It gets amplified on the radio, FOX News and the right&rsquo;s newspapers. Finally the corporate media takes it out to more and more people, covering themselves with the claim they are just &ldquo;reporting&rdquo; on a &ldquo;story&rdquo; that is &ldquo;already out there.&rdquo;<br>\nOne way or another the lie is repeated and repeated and repeated (and repeated) in various forms through various channels that reach various target groups, until it becomes a &ldquo;truth.&rdquo; Once it has become a &ldquo;truth&rdquo; the Romney campaign uses this &ldquo;truth&rdquo; to claim Democrats and President Obama are harming the country.<br>\nThe Romney campaign is limiting media access to the candidate and offering little in the way of substantive policy proposals. They are instead using press releases, advertisements, message-trained surrogates, cooperative media like FOX, Drudge, talk radio, allied newspapers and the right&rsquo;s blogosphere, while coordinating with massively-funded outside groups like Crossroads GPS, Americans for Prosperity, Heritage Foundation and others&hellip;<br>\nThis is a test for the political world, as well as a challenge to the viability of our democratic system. We can expect this to continue and accelerate until election day, driven by hundreds of millions of dollars from billionaires and their huge corporations. The question is, will enough of our misinformed public be tricked by the lies? If this succeeds, what kind of country will we become? What will be left?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.alternet.org\/election-2012\/romneys-campaign-strategy-lie-lie-and-lie-some-more-can-democracy-survive-0-media?page=0%2C0\">Alter Net<\/a><\/li>\n<li><strong>Krieg den Amerikanerinnen<\/strong><br>\nDer Vizekandidat Paul Ryan plant einen gnadenlosen Feldzug gegen Geringverdienende. Und das sind vor allem Frauen:\n<ul>\n<li>Die staatliche Gesundheitsf&uuml;rsorge (Medicaid) versorgt nahezu 19 Millionen Geringverdienerinnen, sie machen 70 Prozent der Bed&uuml;rftigen aus. Jeder Schlag gegen das Gesundheitsprogramm ist damit ein Schlag vor allem gegen Frauen, die von Niedrigl&ouml;hnen leben.<\/li>\n<li>Die Sozialversicherungen. F&uuml;r ein Drittel der weiblichen Bezugsberechtigten &uuml;ber 65 Jahre ist sie die einzige Einnahmequelle. (Im Vergleich zu einem Viertel M&auml;nner.) Ryans Pl&auml;ne fordern nicht explizit eine K&uuml;rzung, sondern er hat einen Vorsto&szlig; unterzeichnet, der eine partielle Privatisierung der Sozialversicherung fordert.<\/li>\n<li>Ein weiteres Sicherheitsnetz, das f&uuml;r Frauen extrem wichtig ist, ist die staatliche Krankenversicherung. Im Vergleich zu M&auml;nnern leben mehr als doppelt so viele Frauen &uuml;ber 65 Jahre in Armut. Ryans Haushaltsplan sieht vor, das Berechtigungsalter f&uuml;r Medicare auf 67 anzuheben, w&auml;hrend er gleichzeitig den ACA au&szlig;er Kraft setzt, was bedeutet, dass die Leute zwischen 65 und 67 weder Medicare noch Zugang zur Krankenversicherung oder irgendwelchen Zusch&uuml;ssen haben, die ihnen dabei helfen, die Arztrechnungen zu zahlen.<\/li>\n<li>Insgesamt beabsichtigt Ryan 16 Prozent weniger f&uuml;r die Programme gegen die Armut ausgeben. Laut National Women&rsquo;s Law Center waren 2010 &uuml;ber 60 Prozent der SNAP-Empf&auml;ngerInnen &auml;ltere Frauen. &Uuml;ber die H&auml;lfte der Haushalte, die von dem Essensprogramm abh&auml;ngen, sind Alleinerziehende, und davon sind wieder 90 Prozent Frauen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2012%2F08%2F16%2Fa0131&amp;cHash=49222b14e3\">taz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein Beispiel, wie solche L&uuml;genkampagnen auch bei uns laufen, konnten Sie dieser Tage anl&auml;sslich des 10-j&auml;hrigen Hartz-&bdquo;Jubil&auml;ums&ldquo; beobachten.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Gutachten: Lastenausgleich m&ouml;glich<\/strong><br>\nEinmalige Verm&ouml;gensabgabe zur Bew&auml;ltigung von Kosten der Finanzkrise verfassungsgem&auml;&szlig;.<br>\nEine einmalige Abgabe, mit der Verm&ouml;gen an den Kosten der Finanzkrise beteiligt werden, ist verfassungsgem&auml;&szlig;. Zu diesem Ergebnis kommt der Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Joachim Wieland in einem neuen Gutachten f&uuml;r die Hans-B&ouml;ckler-Stiftung und die Gewerkschaft ver.di.*<br>\nDer Professor f&uuml;r &Ouml;ffentliches Recht, Finanz- und Steuerrecht verweist in seiner Untersuchung auf den historischen Pr&auml;zedenzfall und seine verfassungsrechtliche Legitimierung: Es gab schon einmal eine Verm&ouml;gensabgabe in der Bundesrepublik, den Lastenausgleich nach dem Zweiten Weltkrieg. Er verpflichtete Verm&ouml;gensbesitzer, &uuml;ber Jahrzehnte in Raten in einen Fonds einzuzahlen, aus dem Entsch&auml;digungen f&uuml;r Kriegsopfer und Vertriebene flossen. Da ein Lastenausgleich im neu zu begr&uuml;ndenden Staat von Anfang an vorgesehen war, biete die Verfassung ausdr&uuml;cklich eine entsprechende M&ouml;glichkeit, erkl&auml;rt Wieland. So sind im Grundgesetz-Artikel 106, der festlegt, welche Einnahmen dem Bund zustehen, unter anderem &ldquo;die einmaligen Verm&ouml;gensabgaben und die zur Durchf&uuml;hrung des Lastenausgleichs erhobenen Ausgleichsabgaben&rdquo; genannt. &ldquo;Wortlaut und herrschende Lehre&rdquo; sprechen Wieland zufolge daf&uuml;r, darunter nicht nur Verm&ouml;gensabgaben im Zusammenhang mit dem historischen Lastenausgleich zu verstehen.<br>\nDamit sieht der Jurist, der auch der Vereinigung der Deutschen Staatsrechtslehrer e.V. vorsitzt, keine grunds&auml;tzlichen Hindernisse f&uuml;r Verm&ouml;gensabgaben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/pm_2012_08_17_wieland.pdf\">Hans-B&ouml;ckler Stiftung [PDF &ndash; 500 KB]<\/a>\n<p>Dazu passt: <strong>Reichensteuer<\/strong><br>\nHandelsblatt Finance Today zitiert eine Umfrage von Faktenkontor und Toluna. Danach w&uuml;rden 71 Prozent der Deutschen die Schwelle f&uuml;r die Reichensteuer unter den von Vertretern der Politik vorgeschlagenen zwei Millionen Euro ansetzen.<br>\n(ohne Link)<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>S&uuml;dafrika: Polizei erschie&szlig;t mindestens 30 streikende Minenarbeiter<\/strong><br>\nIn S&uuml;dafrika haben Polizisten auf Bergbauarbeiter geschossen und mindestens 30 von ihnen get&ouml;tet. Der Arbeitskampf in einer Platinmine soll wegen eines Streits zwischen zwei Gewerkschaften eskaliert sein. Die Polizisten rechtfertigen ihren Einsatz als &ldquo;legitime Selbstverteidigung&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/panorama\/suedafrika-polizei-erschiesst-mindestens-streikende-minenarbeiter-1.1443232\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wer die Medienberichterstattung von heute verfolgt, wird vor allem mit  dem Prozess gegen die Aktivistinnen der russischen Band Pussy Riot konfrontiert. Dass in S&uuml;dafrika unter h&ouml;chst fragw&uuml;rdigen Umst&auml;nde mehr als 35 Arbeiter get&ouml;tet wurden, l&auml;uft unter ferner liefen. Dabei ist das Sortieren bis hin zum Aussortieren vom Meldungen auch ein Aspekt von Meinungsmache. Ja w&auml;re dies im Fu&szlig;ballweltmeisterschaftsjahr geschehen &hellip;<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung von LabourNet:<\/strong> Was diese Berichte aber gro&szlig;z&uuml;gig &uuml;bergehen (w&auml;hrend sie meist nicht vers&auml;umen, zu vermelden, dass die Aktienwerte der britischen Lonmin sinken) ist die Tatsache, dass die Belegschaften teilweise radikalisiert sind nicht etwa aufgrund irgendwelcher politischen Debatten oder Vorlieben, sondern aufgrund der unglaublich schlechten Arbeitsbedingungen in den Minen im allgemeinen, den Platinminen aber im Besonderen: Erst dies ergibt denn Sinn der Auseinandersetzung dar&uuml;ber, welche Gewerkschaftspolitik die richtige Reaktion auf die Lage sei.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Schlechte Noten f&uuml;r Audi und Daimler: Mercedes wehrt sich gegen US-Crashtest<\/strong><br>\n[&hellip;] Bei dem vom renommierten Insurance Institute for Highway Safety (IIHS) ver&ouml;ffentlichten Crashtests wurden vor allem Nicht-US-Marken getestet. Dabei schnitten von insgesamt 13 Premium-Pkw nur die Marken Acura (Honda) und Volvo mit der Note &ldquo;gut&rdquo; ab. Der Audi A4 und die Mercedes C-Klasse bekamen in dem Test hingegen die Noten &ldquo;mangelhaft&rdquo;.<br>\nBeim Audi &ouml;ffnete sich bei dem Zusammensto&szlig; die T&uuml;r, wodurch der Fahrer zus&auml;tzlich gef&auml;hrdet wurde. Beim Mercedes wurde der Fu&szlig; des Dummys eingeklemmt, da sich ein gro&szlig;er Teil der Wucht des Aufpralls auf das Vorderrad &uuml;bertrug und nicht von der Frontpartie abgefangen wurde.<br>\nAllerdings ist die Testmethode nicht unumstritten. Nach der Schlappe ging der Stuttgarter Autobauer Mercedes-Benz mit der Unfallsimulation hart ins Gericht. &ldquo;Der Test entspricht nicht dem realen Unfallgeschehen, ein Zusammensto&szlig; auf Scheinwerfer-Breite ist statistisch nach unseren Daten nicht signifikant&rdquo;, sagte ein Mercedes-Sprecher am Donnerstag in Stuttgart.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/auto\/aktuell\/neuer-us-crashtest-mercedes-wehrt-sich-nach-schlappe-a-850495.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Die Arroganz der deutschen Automobilhersteller treibt schon seltsame Bl&uuml;ten. Vielleicht w&uuml;rde es ihnen &ndash; und vor allem ihren Kunden &ndash;  schon helfen, wenn sie wieder mehr Geld in die Entwicklung und weniger Geld ins Marketing steckten w&uuml;rden, ihre Konstuktion nicht nur am Computer auf normierte Benchmarks ausrichten und mehr an ihre Kunden und weniger an ihre Aktion&auml;re denken w&uuml;rden. Es hilft dem Unfallopfer, das versetzt gegen ein starres Hindernis wie einen Baum gefahren ist, nun einmal wenig, dass Mercedes dieses keinesfalls seltene Szenario nicht in seinen Daten hat, da es (noch) nicht Bestandteil eines normierten Crashtests ist. Anders als die deutschen Medien, die traditionell g&auml;nzlich unkritisch &uuml;ber ihre guten Anzeigenkunden aus der deutschen Automobilindustrie berichten, stellen US-Medien die statistische Signifkanz bei Unf&auml;lle mit Schwerverletzten und Toten <a href=\"http:\/\/news.consumerreports.org\/cars\/2012\/08\/new-iihs-front-car-crash-test-promises-to-make-a-big-safety-impact.html\">g&auml;nzlich anders dar<\/a> als der Sprecher von Mercedes.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Imperial Reconstruction and Its Discontents<\/strong><br>\n&hellip;to this day, no one outside the Pentagon has the faintest idea what it cost to build those bases, no less maintain them, or in the end abandon them to the Iraqi military, to the fate of ghost towns, or simply to be looted and stripped.  We have no figures, not even ballpark ones, about what the Pentagon paid crony corporations like KBR to construct and maintain them.  The only vague approximation I ever saw was offered in an engineering magazine in October 2003 by Lt. Col. David Holt, the Army officer &ldquo;tasked with facilities development&rdquo; in Iraq.  At a moment when U.S. base building was barely underway, he was already speaking of the program being in the &ldquo;several billion dollar range,&rdquo; adding proudly that &ldquo;the numbers are staggering.&rdquo;  So for the full seven-year figure, let your imagination run wild.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tomdispatch.com\/post\/175583\/tomgram%3A_peter_van_buren%2C_imperial_reconstruction_and_its_discontents\/?utm_source=TomDispatch&amp;utm_campaign=67780e1c9a-TD_Van_Buren8_16_2012&amp;utm_medium=email\">TomDispatch.com<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Bildungspolitik: Murks am Kind<\/strong><br>\nNirgendwo in Deutschland werden Kinder so fr&uuml;h eingeschult wie in Berlin. Sind sie f&uuml;nfeinhalb Jahre alt, gilt die Schulpflicht. Fr&uuml;her mussten Kinder vor allem &bdquo;schulreif&ldquo; sein, eine Eigenschaft, die ersetzt wurde durch den Begriff &bdquo;schulf&auml;hig&ldquo;, als handle es sich um etwas, was man herstellen k&ouml;nnte. Klappt das nicht, weil die Kleinsten eigentlich doch noch in den Kindergarten geh&ouml;rten, gibt es ja noch die (Fehl-)Diagnose ADHS und Ritalin. Und sie k&ouml;nnen &bdquo;verweilen&ldquo;, wenn sie nicht mitkommen. Fr&uuml;her hie&szlig; das Sitzenbleiben. Diese Reform &ndash; eine von &uuml;ber zwanzig, die innerhalb sehr weniger Jahre &uuml;ber Berlins Schulkinder hinwegrollten &ndash; hat neue Probleme geschaffen. Zu viele &bdquo;Verweiler&ldquo;, zu viele Sch&uuml;ler mit Lernschwierigkeiten sp&auml;ter an den Oberschulen. Und inzwischen auch ziemlich viele w&uuml;tende Eltern, die ihr Kind zur&uuml;ckstellen lassen wollen, was gar nicht so einfach ist. Warum hat man die Reform 2006 durchgepeitscht? Der &bdquo;Pisa-Schock&ldquo; wird angef&uuml;hrt &ndash; doch in den skandinavischen L&auml;ndern, Dorado f&uuml;r alle Pisa-Geschockten, beginnt die Schulzeit erst mit sieben Jahren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/bildungspolitik-murks-am-kind-11855582.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Im Zuge der &Ouml;konomisierung der Gesellschaft, ihrer Ausrichtung auf die Verwertbarkeit des Humankapitals scheint die Schrumpfung des (Aus)Bildungsweges &uuml;ber das Vorziehen der Schulf&auml;higkeit, G8 bis hin zum Bachelor unsere Pisa-gesch&auml;digten Politiker besonders zu &uuml;berzeugen. St&uuml;nde doch unsere Jugend dem Verwertungsprozess viel fr&uuml;her zur Verf&uuml;gung. Dass dabei immer weniger Wissen h&auml;ngen bleibt, dass selbstst&auml;ndiges Denken auf der Strecke bleibt, dass der Blick &uuml;ber den Tellerrand hinaus verunm&ouml;glicht wird, dass soziale Kompetenzen vernachl&auml;ssigt &ndash; wenn nicht gar abgebaut werden, dass flexibles Denken durch Verschulung abtrainiert wird, weil f&uuml;r all das neben der generellen Pisa- Ausrichtung kein (Zeit)Raum bleibt, dies alles soll dem Innovationsstandort Deutschland dienen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Bildungsfinanzierung f&uuml;r das 21. Jahrhundert<\/strong><br>\nFinanzierungsbedarf der Bundesl&auml;nder zur Umsetzung eines zukunftsf&auml;higen Bildungssystems.<br>\nInsgesamt ist f&uuml;r die Erf&uuml;llung der in der Studie abgebildeten bildungspolitischen Forderungen der GEW eine Steigerung der Bildungsausgaben in H&ouml;he von knapp 57 Milliarden Euro j&auml;hrlich erforderlich.<br>\nAuf den ersten Blick erscheint dieser Betrag sehr hoch, aber er zeigt auch den Niedergang der Bildungsausgaben der vergangenen Jahrzehnte &ndash; und er relativiert sich angesichts der immensen durch die Finanzmarktkrise verursachten Kosten.<br>\nHinzu kommt, dass eine Erh&ouml;hung der Ausgaben f&uuml;r Erziehung und Bildung um 57 Milliarden Euro in etwa das von der Politik formulierte Ziel des siebenprozentigen Anteils der Bildungsausgaben am Bruttoinlandsprodukt (gemessen nach OECDStandard) erreichen w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gew.de\/Binaries\/Binary84589\/Bildungsfinanzierung%2021%20Jahrh.pdf\">GEW [PDF &ndash; 580 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Volker Pispers &ndash; &bdquo;Verfassung&ldquo;<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr2.de\/unterhaltung\/kabarett\/volker_pispers102.html\">WDR2<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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