{"id":14199,"date":"2012-08-20T08:46:44","date_gmt":"2012-08-20T06:46:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14199"},"modified":"2012-08-20T09:36:15","modified_gmt":"2012-08-20T07:36:15","slug":"hinweise-des-tages-1703","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14199","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14199#h01\">Ger&uuml;chte um deutsches Syrien-Engagement<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14199#h02\">Wo es brennt. Wer denkt noch an diese Kriege?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14199#h03\">Sahra Wagenknecht: &bdquo;Die Illusion ist, dass es so weitergeht&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14199#h04\">Griechenland: Folgen der K&uuml;rzungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14199#h05\">Das Brot wird teurer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14199#h06\">Deutsche Post: Wenn Kunden sich gelb &auml;rgern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14199#h07\">Bei Einf&uuml;hrung von Personalstandards &bdquo;kann das Klinikum keinen Profit mehr abwerfen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14199#h08\">RWE Power zahlt f&uuml;r ein Riesenkraftwerk ab sofort keine Gewerbesteuer mehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14199#h09\">Kraftwerksf&ouml;rderprogramm wird abgesagt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14199#h10\">Wie man ein Medikament drastisch verteuert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14199#h11\">Netto: Filialen mit Vertrauensleuten &uuml;berfallartig geschlossen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14199#h12\">Die leistungskranke Gesellschaft &ndash; Warum Armut krank macht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14199#h13\">Prozesskostenhilfe: &bdquo;Kein Anlass, den Zugang zum Recht zu erschweren&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14199#h14\">Hartz-Jubil&auml;um<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14199#h15\">Ein bisschen Opposition<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14199#h16\">Neonazis radikalisieren sich weiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14199#h17\">Mit zweierlei Ma&szlig; &ndash; &Uuml;ber den medialen Umgang mit Pussy Riot und Assange<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14199#h18\">Springer schenkt D&ouml;pfner 73 Mio.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14199#h19\">Jauch: Her mit euren Millionen &ndash; dr&uuml;cken sich die Reichen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14199#h20\">Zu guter Letzt: Mitt Romney &lsquo;Rmoney&rsquo; Photoshop<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14199&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ger&uuml;chte um deutsches Syrien-Engagement: Boot im Mittelmeer laut Ministerium &ldquo;kein Spionageschiff&rdquo;<\/strong><br>\nDas Verteidigungsministerium hat einen Medienbericht zur&uuml;ckgewiesen, wonach es sich bei einem im Mittelmeer kreuzenden deutschen Marineboot um ein &ldquo;Spionageschiff&rdquo; handelt &ndash; obgleich es der Aufkl&auml;rungsarbeit diene. Einem Zeitungsbericht zufolge versorgt die mit modernster Spionagetechnik ausgestattete &ldquo;Oker&rdquo; unter anderem syrische Rebellen mit Informationen.<br>\nAuf die Frage nach einem Einsatz von Mitarbeitern oder geheimdienstlicher Technik des Bundesnachrichtendiensts (BND) auf dem Schiff antwortete er (ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums): &ldquo;Zu operativen Einzelheiten des aktuellen Einsatzes werden grunds&auml;tzlich keine Ausk&uuml;nfte erteilt.&rdquo; Entsprechend &auml;u&szlig;erten sich auch Sprecher der Bundesregierung und des BND.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/bnd-engagement-in-syrien-deutsches-spionageschiff-hilft-syrischen-rebellen-1.1444500%20\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Bundeswehr gilt ja als &bdquo;Parlamentsarmee&ldquo;. Vielleicht erf&auml;hrt wenigstens das Parlament mehr &uuml;ber die operativen Einzelheiten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wo es brennt. Wer denkt noch an diese Kriege?<\/strong><br>\n&Uuml;berall auf der Welt werden Konflikte mit brutaler Gewalt ausgetragen. Mal geht es um Bodensch&auml;tze, mal um religi&ouml;se und ethnische Konflikte und meist um Macht. Doch anders als die Kriege in Syrien oder Afghanistan werden sie international kaum wahrgenommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/weltkarte-der-konflikte-wo-es-brennt-diese-kriege-wer-denkt-noch-an\/7017306.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Sahra Wagenknecht: &bdquo;Die Illusion ist, dass es so weitergeht&ldquo;<\/strong><br>\n&bdquo;Die Eurokrise ist hochkomplex. Viele haben das richtige Gef&uuml;hl, dass sie &uuml;ber den Tisch gezogen werden, aber sie haben keine Chance, zu durchschauen, was wirklich abl&auml;uft. Nationalistische Scheinl&ouml;sungen sind leicht pr&auml;sentiert: Griechen raus aus dem Euro! Wir Linken m&uuml;ssen die &ouml;konomischen Zusammenh&auml;nge und die Rolle der Banken erkl&auml;ren. Das ist eine Herausforderung.&ldquo;..<br>\n&bdquo;Ich pl&auml;diere daf&uuml;r, dass mindestens alle Staatsschulden, die auf die Bankenkrise zur&uuml;ckzuf&uuml;hren sind, gestrichen werden. 2007 hatte Deutschland Staatsschulden in H&ouml;he von 60 Prozent der j&auml;hrlichen Wirtschaftsleistung, jetzt sind es &uuml;ber 80 Prozent. In Spanien waren es damals sogar nur 36 Prozent. Die Steuerzahler sollen ausgerechnet an jene Banken, die die Krise verursacht haben, noch &uuml;ber Jahrzehnte Zinsen zahlen. Das ist absurd.&ldquo;<br>\ntaz: Bei einem solchen Schuldenschnitt m&uuml;ssten Banken und Versicherungen ca. 2 Billionen Euro abschreiben. Sie w&auml;ren pleite. Das Finanzsystem br&auml;che zusammen. Wollen Sie das?<br>\nWagenknecht: Nein, die &ouml;ffentliche Hand hat eine Verantwortung &ndash; aber nur f&uuml;r die Einlagen normaler Sparer und den Kreditfluss an die Wirtschaft. Spareinlagen bis zu einer Million Euro sollte sie garantieren. Und auch die Kreditvergabe sollte nicht l&auml;nger notorischen Zockerbuden &uuml;berlassen werden, die viel lieber mit Derivaten herumspielen, als einem Mittelst&auml;ndler eine neue Maschine zu finanzieren. Aber der Staat hat keine Verantwortung, spekulative Wettgesch&auml;fte abzusichern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Sahra-Wagenknecht-ueber-die-Finanzkrise\/!99905\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es ist schon ziemlich betr&uuml;blich, wie selbst die taz &uuml;ber lange Strecken des Interviews nicht zur Sache fragt, sondern nach so d&auml;mlichen Dingen, wo Wagenknecht ihr Geld hat, warum sie sich als &bdquo;Besserverdienende&ldquo; f&uuml;r einen Mindestlohn oder f&uuml;r Hartz-IV- Empf&auml;nger einsetze oder sich &uuml;ber ihren &bdquo;distanzierten Charme, der M&auml;nner reizt&ldquo; ausl&auml;sst.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Griechenland: Folgen der K&uuml;rzungen<\/strong><br>\nIn Griechenland gibt es kein Sozialhilfesystem. Wer mehr als zw&ouml;lf Monate arbeitslos ist, erh&auml;lt nicht nur keine weitere Unterst&uuml;tzung, er verliert auch seine Krankenversicherung. Langzeitarbeitslose und ihre Familien haben weder Anspruch auf Gesundheitsvorsorge, also Vorsorgeuntersuchungen, Impfungen und &auml;hnliches, noch auf &auml;rztliche Behandlung im Krankheitsfall. Krise und Austerit&auml;tspolitik haben die Anzahl der Betroffenen dramatisch ansteigen lassen. Bei einer Arbeitslosenquote von derzeit mehr als 23 Prozent, von denen &uuml;ber die H&auml;lfte bereits aus dem ohnehin schwachen staatlichen sozialen Netz gefallen sind, haben mehrere Millionen Menschen in Griechenland keinen Zugang zum staatlichen Gesundheitssystem mehr. Zwischen Regierung und Gl&auml;ubigertroika aus EU, Europ&auml;ischer Zentralbank und IWF wird derzeit &uuml;ber weitere K&uuml;rzungen im Gesundheitswesen verhandelt. Zur Debatte stehen &raquo;Einsparungen&laquo; von 1,8 Milliarden Euro in den n&auml;chsten beiden Jahren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/08-15\/040.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nat&uuml;rlich muss man zur Kenntnis nehmen, dass sich das griechische Gesundheitssystem auch vor der Krise nicht mit dem unseren messen konnte. Neben einer ausgepr&auml;gten Zwei-Klassenmedizin waren bereits damals Korruption und Missbrauch weit verbreitet. Die Sparma&szlig;nahmen haben allerdings die Situation betr&auml;chtlich versch&auml;rft. 2010 wurde&nbsp; die Zahlung einer obligatorischen Praxisgeb&uuml;hr von 3 Euro (2011 5 Euro) f&uuml;r jeden Besuch der Krankenhausambulanzen auf Immigranten, versicherungslose Patienten und Versicherte der Beamtenkasse (OPAD) ausgeweitet. Die Verschreibung aller Medikamente an Versicherungslose und Bed&uuml;rftige wurde auf Generika&nbsp; eingeschr&auml;nkt. 2011: Zielvorgaben und Zeitpl&auml;ne f&uuml;r die Einschr&auml;nkung der Ausgaben f&uuml;r Medikamente mittels der Ausweitung der elektronischen Rezeptausstellung auf alle Krankenkassen und die Minderung der Gewinnspannen der Apotheker und Pharma-H&auml;ndler. Der Sparetat 2012 enth&auml;lt u.a. Steigerung der Einnahmen der Krankenh&auml;user &uuml;ber Sondervereinbarung &uuml;ber die Erbringung von Leistungen an private Versicherungsgesellschaften, Belastung von Ausl&auml;ndern f&uuml;r Leistungen und&nbsp; Einschr&auml;nkung der Leistungen an Unversicherte, Erweiterung der Liste nicht verschreibungspflichtiger bzw. -f&auml;higer Medikamente. Inzwischen hat der Nationale Tr&auml;ger f&uuml;r Gesundheitsleistungen EOPYY&nbsp; unbeglichene Verpflichtungen gegen&uuml;ber &Auml;rzten, Apothekern, Pharmakonzernen und privaten Kliniken in H&ouml;he von 1,5 Milliarden Euro. Die Athener Zeitung Ta Nea spricht von zwei Milliarden Euro. EOPYY hat den &Auml;rzten seit M&auml;rz dieses Jahres weder f&uuml;r die Durchf&uuml;hrung von medizinischen Leistungen noch f&uuml;r Arztbesuche Geld gezahlt. Patienten m&uuml;ssen ihre Medikamente bar in den Apotheken bezahlen und sich anschlie&szlig;end mit der Quittung an die Krankenkasse wenden.&nbsp; Viele Griechen sind aber nicht in der Lage, finanziell in Vorleistung zu treten. Nun drohen die neuen K&uuml;rzungspl&auml;ne der Regierung die finanzielle Situation des nationalen Tr&auml;gers weiter zu verschlechtern. Siehe zu den neuerlichen Sparvorschl&auml;gen das Interview mit <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/08-15\/039.php\">Antonis Karavas, Arzt im &ouml;ffentlichen Gesundheitssystem Griechenlands<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Das Brot wird teurer<\/strong><br>\nSeit Dezember habe sich der Preis f&uuml;r eine Tonne Brotweizen nach Angaben des Verbandes Deutscher M&uuml;hlen (VDM) um rund 70 Euro auf 270 Euro erh&ouml;ht. &bdquo;Diese Belastung m&uuml;ssen wir weitergeben, sonst sind die M&uuml;hlen pleite&ldquo;, sagte VDM-Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer Manfred Weizbauer laut Vorabbericht.<br>\nAngesichts eines weltweiten Anstiegs der Preise f&uuml;r Lebensmittel warnen die Vereinten Nationen vor dem Ausbruch einer &auml;hnlich verh&auml;ngnisvollen Krise wie vor vier Jahren. Mais verteuerte sich nach Angaben der Weltern&auml;hrungsorganisation FAO im Juli um fast 23 Prozent, die internationalen Weizenpreise folgten und legten etwa 19 Prozent zu. Der Hauptgrund sei die schlimmste D&uuml;rreperiode im Mittleren Westen der USA seit 1956.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft\/lebensmittel-preise-das-brot-wird-teurer,10808230,16917480.html\">Berliner Zeitung<\/a> \n<p><strong>Siehe dazu: Nahrungsmittel-Spekulationen &ndash; D&uuml;rre, Hunger und Benzinpreise<\/strong><br>\nUnter der Hitze sind dort die Ernten verdorrt &ndash; und die Preise f&uuml;r Biosprit und Futtermittel gestiegen. Genau diese Kopplung der Agrarm&auml;rkte an den &Ouml;lpreis durch den weltweit wachsenden Anteil an Agrartreibstoffen, macht die Lebensmittelpreise zu einer zunehmend schwer kalkulierbaren Gr&ouml;&szlig;e. Das wiederum macht diese M&auml;rkte f&uuml;r Spekulanten interessant. F&uuml;r die Nahrungsmittelsicherheit, das zeigt die Geschichte der vergangenen vier Jahre seit der j&uuml;ngsten weltweiten Krise der Lebensmittelpreise, ist die Globalisierung kein Segen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/nahrungsmittel-spekulationen-duerre-hunger-und-benzinpreise\/7017746.html\">Tagespiegel<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Deutsche Post: Wenn Kunden sich gelb &auml;rgern<\/strong><br>\nSeit die Post ganz privatisiert ist, z&auml;hlen die Beh&ouml;rden doppelt so viele Beschwerden wie vorher. Auf den Spuren eines Ph&auml;nomens.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/deutsche-post-wenn-kunden-sich-gelb-aergern\/7017514.html\">Tagessspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Privatisiertes Universit&auml;tsklinikum Gie&szlig;en-Marburg: Bei Einf&uuml;hrung von Personalstandards &bdquo;kann das Klinikum keinen Profit mehr abwerfen&ldquo;<\/strong><br>\n<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/120820_chronologie_rhoen_iv.pdf\">Eine Chronologie der Privatisierung [PDF &ndash; 117,4 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>RWE Power zahlt f&uuml;r ein Riesenkraftwerk ab sofort keine Gewerbesteuer mehr<\/strong><br>\n&Uuml;berwies der Konzern im Jahr 2009 noch 25 Millionen Euro, 2010 sogar sagenhafte 47 Millionen Euro, 2011 immerhin noch 5,4 Millionen Euro, geht RWE Power jetzt davon aus, dass ihr Ergebnis in diesem Jahr so schlecht sein wird, dass das Unternehmen keinen Cent Gewerbesteuer zahlen muss.<br>\nAuf die Nachfrage, wieso RWE Power kein Geld mehr f&uuml;r die Gewerbesteuer &uuml;brig habe, antwortete Pressesprecher Lothar Lambertz mit einem Hinweis auf die Kosten f&uuml;r den Ausstieg aus der Kernenergie und die Energiewende: &bdquo;Die belasten unser Ergebnis und das hat nat&uuml;rlich auch Auswirkungen auf die Gewerbesteuer.&ldquo; Zum Konzern geh&ouml;rt das Kernkraftwerk Biblis, dessen Betrieb RWE Power nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima im M&auml;rz 2011 einstellen musste. Die Energiewende, so Lambertz , mache sich auch durch die Konkurrenz von Photovoltaikanlagen f&uuml;r die RWE-Gaskraftwerke bemerkbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rundschau-online.de\/rhein-erft\/haushaltssperre-k-o--schlag-fuer-bergheims-finanzen,15185500,16911714.html\">Rhein-Erft Rundschau<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Hat das Kraftwerk Niederau&szlig;em keinen Strom mehr verkauft? Hat es Verluste gemacht? Hier zeigt sich, wie ein Riesenkonzern seine Gewinne und Verluste (oft handelt es sich auch nur um Abschreibungen) hin- und herjonglieren kann.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Kraftwerksf&ouml;rderprogramm wird abgesagt<\/strong><br>\nNun ist endg&uuml;ltig Schluss: Fossile Kraftwerke werden nicht mehr von der Bundesregierung gef&ouml;rdert. Eigentlich sollten mit dem Zuschuss kleinere Unternehmen und Stadtwerke gezielt unterst&uuml;tzt werden&hellip;<br>\nGeplant war ein Investitionskostenzuschuss von bis zu 15 Prozent f&uuml;r hoch effiziente fossile Kraftwerke. In den Genuss der F&ouml;rderung sollten Unternehmen mit einem Marktanteil von weniger als f&uuml;nf Prozent an der deutschen Stromerzeugung kommen.<br>\nDie EU-Kommission hatte allerdings die beihilferechtliche Bedingung gestellt, nur solche Kraftwerke zu f&ouml;rdern, die f&uuml;r die Technologie der Kohlendioxidabscheidung und -speicherung (&bdquo;Carbon Capture and Storage&ldquo;, kurz CCS) vorbereitet sind. Zwar hat sich der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat in diesem Sommer auf ein CCS-Gesetz verst&auml;ndigt. Die Ausgestaltung des Gesetzes ist jedoch auf Druck einiger Bundesl&auml;nder so restriktiv, dass in Deutschland keine Kraftwerke mit der CCS-Technik gebaut werden d&uuml;rften. Damit liefe auch das Kraftwerksf&ouml;rderprogramm ins Leere.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/handelsblatt-exklusiv-kraftwerksfoerderprogramm-wird-abgesagt-\/7018608.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ich wei&szlig; nicht so Recht, ob man das als einen Erfolg feiern soll. Einerseits ist es sicher kritisch, den Ausbau fossiler Kraftwerke durch Subventionen zu f&ouml;rdern. Andererseits, werden sich die Energieoligopolisten die H&auml;nde reiben, dass ihnen l&auml;stige kleinere Konkurrenten vom Hals gehalten werden. Wichtiger als die von der EU verlangte Bedingung, dass Subventionen nur an solche Kraftwerke gehen sollten, die f&uuml;r die Kohlendioxidspeicherung (in der Erde) vorbereitet sind, w&auml;re es gewesen, dass die Kraftwerke in der Lage w&auml;ren, ihre Kapazit&auml;ten an die jeweils aktuelle Einspeisung Erneuerbarer Energien anzupassen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wie man ein Medikament drastisch verteuert<\/strong><br>\nEine Pharmafirma nimmt ein bew&auml;hrtes Krebs-Medikament vom Markt. Ist es unwirksam? Gef&auml;hrlich gar? Nein, es scheint nur zuf&auml;llig auch gegen Multiple Sklerose zu helfen. Und f&uuml;r diese Erkrankung l&auml;sst es sich weitaus lukrativer vermarkten.<br>\nDie Rechnung ist ganz einfach. Je gr&ouml;&szlig;er das Leid und je mehr Hoffnungen mit einem Medikament verbunden sind, desto teurer wird es. Nicht die Produktionskosten, auch nicht die Forschungsm&uuml;hen und erst recht nicht die ausgekl&uuml;gelte Mixtur der Molek&uuml;le bestimmen, wie viel ein Arzneimittel kostet. Der Preis richtet sich vielmehr nach der Schwere der Krankheit, gegen die es eingesetzt wird. Ist die Aussicht auf Linderung berechtigt oder gar eine Lebensverl&auml;ngerung dadurch m&ouml;glich, wird das Gesch&auml;ft besonders lukrativ&hellip;<br>\nDas Mittel soll also jetzt vom Markt genommen werden, um es sp&auml;ter teurer anbieten zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/gesundheit\/preistreiberei-der-pharmabranche-wie-man-ein-medikament-drastisch-verteuert-1.1444186\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Netto: Filialen mit Vertrauensleuten &uuml;berfallartig geschlossen<\/strong><br>\nGleich vier von sieben Filialen der Edeka-Tochter &ldquo;Netto&rdquo; wurden im Juni 2012 in G&ouml;ttingen ohne Vorwarnung geschlossen. Offenbar handelt es sich um eine konzertierte Vergeltungsma&szlig;nahme des Edeka-Mangements. Ver.di geht davon aus, dass das Unternehmen mit den Blitz-Schlie&szlig;ungen auf erfolgreiches Organizing bei dem Discounter antwortet.  Die G&ouml;ttinger ver.di-Sekret&auml;rin Katharina Wesenick spricht in der Jungen Welt vom 15. August 2012 von der &ldquo;Zerschlagung von Widerstandsnestern&rdquo;. In G&ouml;ttingen waren besonders viele Gewerkschaftsmitglieder und Vertrauensleute aktiv.<br>\nMit der Aktion hat Netto anscheindend auch gr&ouml;&szlig;ere wirtschaftliche Verluste auf lokaler Ebene nicht gescheut, um &uuml;bergeordnete gewerkschaftsfeindliche Ziele zu erreichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/arbeitsunrecht.de\/?p=625\">arbeitsunrecht<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die leistungskranke Gesellschaft &ndash; Warum Armut krank macht<\/strong><br>\nDenn die Tendenz zu permanenter Mobilisierung und Befristung der Arbeitsverh&auml;ltnisse belastet vor allem die ohnehin Belasteten. Da man seit dem 2001 eingef&uuml;hrten Teilzeit- und Befristungsgesetz eine Arbeitsstelle grunds&auml;tzlich zun&auml;chst befristet besetzen und ein befristetes Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnis ohne Angabe von Gr&uuml;nden einfach auslaufen lassen kann, ist das Instrument &bdquo;Befristung&ldquo; f&uuml;r viele Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber eine M&ouml;glichkeit, psychisch kranke Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wieder los zu werden. Die Problematik versch&auml;rft sich dadurch, dass die meisten befristet Besch&auml;ftigten unter einem existenziellen Druck stehen &ndash; schlie&szlig;lich verdienen sie h&auml;ufig wenig und wissen meist nicht, wie es nach der Befristung weitergeht. Bei psychisch labilen Menschen verschlimmert sich durch diesen Druck h&auml;ufig ihre seelische Not, was wiederum die Wahrscheinlichkeit l&auml;ngerer Arbeitsunf&auml;higkeit erh&ouml;ht. Und befristet Besch&auml;ftigte, die l&auml;nger krank sind, werden bekannterma&szlig;en nach Ende der Befristung oft nicht weiterbesch&auml;ftigt &ndash; ein Teufelskreis mit verheerenden Folgen.<br>\nAuch wer aufgrund einer psychischen Erkrankung dauerhaft nicht mehr arbeiten kann, ist heute &uuml;ber die gesetzliche Rentenversicherung wesentlich schlechter abgesichert als noch in den 90er Jahren. Zum Jahrtausendwechsel l&ouml;ste die &bdquo;Rente wegen verminderter Erwerbsf&auml;higkeit&ldquo; das bis dahin geltende zweistufige Modell der Berufsunf&auml;higkeits- und der Erwerbsunf&auml;higkeitsrente ab. Seitdem ist nicht nur die Rente wegen Berufsunf&auml;higkeit weggefallen,[14] sondern auch die Erwerbsunf&auml;higkeitsrenten wurden stark abgesenkt. Betrug im Jahr 2000 die durchschnittliche H&ouml;he der Neurenten wegen verminderter Erwerbsf&auml;higkeit noch 706 Euro pro Monat &ndash; was nun auch nicht gerade zu einem Leben in Saus und Braus reichte, aber deutlich &uuml;ber dem damaligen Sozialhilfebetrag lag &ndash;, sank dieser Betrag von Jahr zu Jahr bis auf 599 Euro im Jahr 2008 ab. In den Jahren 2009 und 2010 lag die durchschnittliche Neurente wegen verminderter Erwerbsf&auml;higkeit bei jeweils 600 Euro und damit deutlich unter dem durchschnittlichen Hartz-IV-Satz.[15]<br>\nParallel zur Absenkung der Rentenh&ouml;he ist die Zahl der Renten infolge &bdquo;psychischer St&ouml;rungen&ldquo; massiv gestiegen. Jedem dritten Mann, der 2010 erstmals eine Rente wegen verminderter Erwerbsf&auml;higkeit erhielt, wurde eine &bdquo;psychische St&ouml;rung&ldquo; attestiert. Bei den Frauen wurden 2010 sogar 45,6 Prozent der Neurenten wegen verminderter Erwerbsf&auml;higkeit mit einer psychischen Erkrankung begr&uuml;ndet. Damit liegen die psychischen St&ouml;rungen mit Abstand auf Platz eins der Gr&uuml;nde f&uuml;r eine Rente wegen verminderter Erwerbsf&auml;higkeit, weit vor den Erkrankungen von Skelett, Muskeln und Bindegewebe sowie den Herz-Kreislauferkrankungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2012\/august\/die-leistungskranke-gesellschaft\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Prozesskostenhilfe: &bdquo;Kein Anlass, den Zugang zum Recht zu erschweren&ldquo;<\/strong><br>\nDie Prozesskostenhilfe (PKH) erleichtert Einkommensschwachen den Gang vor die Gerichte. Weil die Kosten steigen, sollen nun die Grenzen f&uuml;r die kostenfreie PKH verschoben werden &ndash; zuungunsten der Betroffenen. DGB-Rechtsreferent Robert Nazarek zum Hintergrund des Gesetzes im Interview.<br>\nVon diesem versch&auml;rften Zugang zum Recht &ndash; und eine Versch&auml;rfung w&auml;re es &ndash;  ist gar nichts zu halten. Wird beispielsweise Arbeitslosengeld II, das so genannte Hartz IV, trotz Erwerbst&auml;tigkeit bezogen, ist bei Problemen mit dem Jobcenter zur Durchsetzung des Existenzminimums fast immer sachkundige Vertretung n&ouml;tig. Die w&auml;re mit diesem Gesetz erheblich erschwert. Und wie f&uuml;r die Grundsicherung w&uuml;rde das genauso f&uuml;r das Scheidungs-, Familien-, Steuer- und Unterhaltsrecht gelten. Bed&uuml;rftige Personenkreise h&auml;tten es schwerer ihr Recht durchzusetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++43871b32-d633-11e1-78c5-00188b4dc422\/@@index.html\">DGB<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Hartz-Jubil&auml;um<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Nochmals &bdquo;10 Jahre Hartz. Eine Bilanz&ldquo; <\/strong><br>\nIn <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14184#h01\">Hinweis 1 g) vom 17.8.2012<\/a> haben wir auf die <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14170#h11\">manipulative grafische Darstellung des Anstiegs der Hartz-IV-Regels&auml;tze auf Welt Online<\/a> hingewiesen.<br>\nStatistikprofessor Gerd Bosbach weist darauf hin:<br>\nMindestens genauso schlimm wirkungsvoll wie die Grafikmanipulation ist die Darstellung in nominalen Gr&ouml;&szlig;en.<br>\nVon 2005 bis 2011  sind die allgemeinen Preise um 10,7% gestiegen, die der &auml;rmeren Haushalte meines Wissens nach sogar noch st&auml;rker. Als w&auml;re zumindest 382 &euro; Hartz IV &ndash; Regelsatz zum 1.1.2012 n&ouml;tig, um die Kaufkraft gleich zu halten. 374.- &euro; bedeutet real also ein Absinken und keine Steigerung der Kurve, egal wie korrekt gemalt.<\/li>\n<li><strong>Stolz auf die Reform der Bertelsmann-Stiftung<\/strong><br>\nUnter der &Uuml;berschrift <a href=\"http:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/cps\/rde\/xbcr\/SID-82138B63-BF991828\/bst\/G_Reformmodelle.pdf\">&ldquo;Reformmodelle in Deutschland&rdquo; [PDF &ndash; 148 KB]<\/a>  listet die Bertelsmann Stiftung neben der Gemeindefinanzierung in Deutschland die Hartz IV-Reform auf. Im Bericht der Stiftung hei&szlig;t es in n&uuml;chterner Technokratensprache:\n<blockquote><p><em>&ldquo;Die Arbeitsgruppe Arbeitslosenhilfe\/Sozialhilfe richtete ihren Fokus auf die effizientere Gestaltung der steuerfinanzierten Transfersysteme f&uuml;r Erwerbst&auml;tige. Vorrangiges Ziel war es, die &ouml;ffentlichen Haushalte durch eine schnellere und passgenauere Eingliederung in den Arbeitsmarkt zu entlasten&hellip; Die Bundesregierung folgte in ihrem Gesetzesvorhaben dem Vorschlag der Arbeitsgruppe.&rdquo;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Der Bericht hat den Vorteil, dass er ohne allzu viele rhetorische Schn&ouml;rkel auf den Punkt brachte, welchen Zweck die Hartz IV-Reform hatte und wie sie konzipiert wurde. Es ging um die Kostensenkungen sowohl bei den kommunalen Haushalten als auch um die Senkung der Kosten der Ware Arbeitskraft insgesamt. Es bleibt dann Politikern wie dem Ex-Kanzler Gerhard Schr&ouml;der vorbehalten, daraus dann die Aussage zu formulieren: &ldquo;Hartz IV ist ein Gewinn f&uuml;r die Gesellschaft.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/m.heise.de\/tp\/blogs\/8\/152600\">Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Staatliche Zwangsarbeit ab 1933 &ndash; Radikale Arbeitsvermittlung, Arbeitseinsatz und Ausgrenzung<\/strong><br>\nDas 8. Kapitel der historisch-systematischen Studie  von Iring K. Leichtweis<br>\nDer Zwang, Anforderungen von &bdquo;Arbeitseinsatz&ldquo; bzw. Arbeitsvermittlung gen&uuml;gen zu m&uuml;ssen, erfuhr im &bdquo;Dritten Reich&ldquo; eine Zuspitzung, die tendenziell in der Hartz-Gesetzgebung wiederauflebt. Verschiedene &bdquo;Ma&szlig;nahmen&ldquo;, zun&auml;chst solche der Arbeitsbeschaffung, sollten ab 1933 Erwerbslosen den Zugang zur Arbeit erleichtern. [1]<br>\nArbeits- bzw. Leistungsf&auml;higkeit wurden im NS-Staat zur zentralen gesellschaftlichen Norm und sicherten die Zugeh&ouml;rigkeit zur &bdquo;Volks- und Leistungsgemeinschaft&ldquo;. [2] Arbeitsunwillige, zunehmend offen &bdquo;Arbeitsscheue&ldquo; genannt, [3] aber auch Unf&auml;hige wurden als Belastung im Beh&ouml;rdenalltag ausgegrenzt. [4] Im Rahmen der ersten &bdquo;Arbeitsschlacht&ldquo; setzte sich die Arbeitsverwaltung gem&auml;&szlig; dem Primat &bdquo;erst jedem einen Arbeitsplatz, dann jedemseinen Arbeitsplatz&ldquo; gegen die individuellen Interessen Erwerbsloser durch. [5]<br>\nSo erh&ouml;hte sich der Druck, Lohneinbu&szlig;en hinzunehmen, indem knapp unter- bzw. oberhalb der Unterst&uuml;tzungss&auml;tze gearbeitet werden mu&szlig;te. [6] Bereitschaft zur &uuml;berregionalen T&auml;tigkeit wurde unter Androhung des Unterst&uuml;tzungsentzugs herbeigef&uuml;hrt (Nachteile: Fahrkosten, getrennte Haushaltsf&uuml;hrung, Verlust des sozialen Umfelds). [7]<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/grilleau.blog.de\/2010\/07\/05\/staatliche-zwangsarbeit-ab-1933-radikale-arbeitsvermittlung-arbeitseinsatz-ausgrenzung-8919923\/\">Grilleau Blog<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Ein bisschen Opposition<\/strong><br>\nDie Sozialdemokraten wagen nicht, sich in der Schuldenkrise allzu weit von Merkels Mutterschiff zu entfernen. Leider haben sie gute Gr&uuml;nde daf&uuml;r. Die Sozialdemokraten (und die Gr&uuml;nen, bei denen es nur weniger auff&auml;llt) sind in einer Reihe von Dilemmata gefangen. Faktisch st&uuml;tzen beide Merkels neonationalistischen Kurs, der der Eurozone einen rigiden Sparkurs aufzwingt. Weil die SPD aber den Eindruck vermeiden will, dass man sie zum Jagen tragen muss, inszeniert Gabriel sich als jene fundamentale Alternative, die die SPD nicht ist und nicht sein will. Kurzum: Die Sozialdemokraten stecken in einem vertrackten Selbstwiderspruch. Erstens: Angela Merkel. Die Kanzlerin ist popul&auml;r. Auch in Reihen der rot-gr&uuml;nen W&auml;hlerschaft gilt sie als geschickte Krisenmanagerin. Das Risiko, Merkel in der Schulden- und Eurokrise anzugreifen, ist daher gro&szlig;. Kritik kommt da oft als Bumerang zur&uuml;ck. Zweitens: die Glaubw&uuml;rdigkeitskrise. Die Sozialdemokraten kritisieren v&ouml;llig zu Recht, dass Merkel die EU mit dem Fiskalpakt blindlings in eine schulbuchartige Rezession treibt. Nur: Die SPD hat dem im Bundestag zugestimmt. Und sie beanspruchen das Copyright f&uuml;r die Schuldenbremse hierzulande. Drittens: die Gro&szlig;e-Koalition-Falle. Die SPD steht der gro&szlig;en Koalition hoch ambivalent gegen&uuml;ber: Einerseits will man sich nie mehr in einer Merkel-Regierung aufreiben lassen. Andererseits bekommen Sozialdemokraten noch immer leuchtende Augen, wenn sie die Erfolge der SPD-Minister 2005 bis 2009 aufz&auml;hlen d&uuml;rfen. Fakt ist: 2013 ist die gro&szlig;e Koalition die wahrscheinlichste Variante. Die SPD-Minister werden wieder im Maschinenraum arbeiten, Merkel wird als Kapit&auml;nin auf der Br&uuml;cke stehen. W&auml;hrend in Italien und Spanien das Vertrauen in den Markt drastisch geschwunden ist, ist es in Deutschland gewachsen. 69 Prozent der Bundesb&uuml;rger halten freie M&auml;rkte f&uuml;r eine prima Idee, mehr als in den USA&hellip;<br>\nEigentlich m&uuml;sste die SPD einen scharfen Gegenkurs zu Merkels Finanznationalismus einschlagen, der den Euro zu zerst&ouml;ren droht. Das ist nicht nur zu w&uuml;nschen, sondern notwendig. Allerdings ist zweifelhaft, ob dies angesichts des Gem&uuml;tszustands der Deutschen Erfolgsaussichten h&auml;tte. Die SPD wird daher weiter Merkels loyale Opposition bleiben, hin und wieder unterbrochen von Gabriels Angriff-und-Dementi-Inszenierungen. Sie wird nicht riskieren, mit der (Europa-)Fahne in der Hand nach vorn zu st&uuml;rmen, w&auml;hrend das Fu&szlig;volk zu Hause vor dem Fernseher sitzt. Als Organisation verh&auml;lt sich die SPD damit rational. Keine sch&ouml;ne Aussicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2012%2F08%2F15%2Fa0096&amp;cHash=a47c3a62c8\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Verh&auml;lt sich die SPD wirklich rational? Ohne der SPD Ratschl&auml;ge geben zu wollen, wie ihre Europastrategie auszusehen h&auml;tte, sollte sie allm&auml;hlich realisieren, dass zum Zeitpunkt der Bundestagswahlen die europ&auml;ische Krise, welche gerade China erreicht, sich auch in Deutschland voll entfaltet haben wird. Dies wird nicht nur der zu erwartende normale Konjunkturabschwung sein, sondern Verh&auml;ltnisse zeitigen, die wir zurzeit in Teilen Resteuropas beobachten k&ouml;nnen. Wenn die SPD nicht den Mut findet, sich von der gegenw&auml;rtigen Regierungspolitik abzusetzen, bleibt nur festzustellen: mitgegangen, mitgefangen, mitgehangen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Neonazis radikalisieren sich weiter<\/strong><br>\nManchen Neonazis ist selbst die NPD nicht radikal genug&rdquo;, beschrieb Herrmann die Situation in der rechtsextremen Szene.<br>\nIn den vergangenen Monaten hat die Partei nach Informationen der Verfassungssch&uuml;tzer viele Mitglieder an informell organisierte Kameradschaften verloren. Grund sei der Kurs des neuen Bundesvorsitzenden Holger Apfel, der die Partei mit seinem Plan der &ldquo;seri&ouml;sen Radikalit&auml;t&rdquo; von freien Neonazi-Gruppen distanzieren will. In der Oberpfalz und Franken seien daraufhin ganze Bezirksverb&auml;nde aus der NPD ausgetreten, berichten die Verfassungssch&uuml;tzer. Unter anderem h&auml;tte sich k&uuml;rzlich beispielsweise eine Gruppe um den N&uuml;rnberger Stadtrat Sebastian Schmaus von der Partei losgesagt.<br>\nStatt sich an den Strukturen der NPD zu orientieren, organisieren sich die Neonazis in Bayern laut Verfassungsschutz inzwischen zunehmend in &uuml;berregionalen Netzwerken wie dem Freien Netz S&uuml;d, dem inzwischen bis zu 150 Neonazis angeh&ouml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/verfassungsschutzbericht-bayern-neonazis-radikalisieren-sich-weiter-1.1444101\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Mit zweierlei Ma&szlig; &ndash; &Uuml;ber den medialen Umgang mit Pussy Riot und Assange<\/strong><br>\nDie rebellische Kritik am System Putin in einer russischen Kapelle machte die bis dato v&ouml;llig unbekannte Punkband Pussy Riot im Westen auf einen Schlag zu Helden. Die Medien nutzen die Gelegenheit, um die russische Junta an den Pranger zu stellen, w&auml;hrend in der westlichen Hemisph&auml;re mit Julian Assange die eigenen Dissidenten verfolgt werden&hellip;<br>\nDie &bdquo;Besonderheiten&ldquo; des russischen Systems aber sind trotz Gerhard Schr&ouml;ders tragisch-komischer Bemerkung, bei Putin w&uuml;rde es sich um einen lupenreinen Demokraten handeln, hinl&auml;nglich bekannt&hellip;<br>\nIm Grunde k&ouml;nnte die Geschichte banaler nicht sein. Da die Musikerinnen als Kulisse f&uuml;r ihren provokanten Auftritt eine orthodoxe Kapelle w&auml;hlten, sind sie in Russland mit einem Straftatbestand konfrontiert, den es auch Hierzulande gibt: Die St&ouml;rung der Religionsaus&uuml;bung kann mit einer Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren geahndet werden (Artikel 167, Stgb.). Und unabh&auml;ngig davon, dass dies zweifelsohne f&uuml;r Putin eine Gelegenheit war, ein Exempel zu statuieren &ndash; einen &auml;hnlichen Fall gab es auch schon in Deutschland.<br>\nV&ouml;llig &uuml;bersehen wird zudem, dass die Mehrheit der Russen das Urteil gegen Pussy Riot &ndash; zwei Jahre Straflager &ndash; begr&uuml;&szlig;en. Der Widerstand gegen Putin ist weniger russisch als westlich&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/le-bohemien.net\/2012\/08\/19\/mit-zweierlei-mas\/\">le Boh&eacute;mien<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Man kann von Assange halten was man will, aber schon allein dass er das Video &uuml;ber die Jagd aus einem Kampfhubschrauber auf Zivilisten ins Netz gestellt hat, hat mehr &uuml;ber die Grausamkeit des Krieges der USA im Irak ausgesagt, als es tausende von Zeitungsartikeln vermocht h&auml;tten. Und wie die USA mit dem kleinen Bradley Manning, dem angeblichen Zutr&auml;ger der Geheiminformationen an WikiLeaks umgehen, dem, wenn nicht die Todesstrafe so doch lebenslange Haft droht, macht es verst&auml;ndlich, dass Assange alles gegen eine Auslieferung an die USA unternimmt.<\/em> <\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Eine Botschaft st&uuml;rmen &ndash; d&uuml;rfen die Briten das?<\/strong><br>\nDer WikiLeaks-Gr&uuml;nder kann seiner Auslieferung trotz Asyl nicht entgehen. Die Briten w&uuml;rden zur Not den Status des Botschaftsgel&auml;ndes von Ecuador in London aufheben. [&hellip;]<br>\nDas internationale Recht steht einer Polizeiaktion in der Botschaft, um Assange in Gewahrsam zu nehmen, eigentlich entgegen. Denn diplomatische Vertretungen gelten im Grunde als Territorium des ausl&auml;ndischen Staates, der sie betreibt &ndash; die britische Polizei w&uuml;rde also gewisserma&szlig;en auf ecuadorianisches Gebiet vordringen und damit die Souver&auml;nit&auml;t des Landes verletzen.<br>\nGro&szlig;britannien verweist jedoch auf den Diplomatic and Consular Premises Act von 1987. Demnach kann der Staat den diplomatischen Status einer Botschaft aufheben, wenn er missbraucht wird, also etwa gegen internationales Recht versto&szlig;en wird. [&hellip;]<br>\nIm Grunde scheint die Frage nach dem Status des Botschaftsgel&auml;ndes aber irrelevant, denn mit der Flucht in die ecuadorianische Botschaft hat Assange ohnehin gegen seine Arrestauflagen versto&szlig;en. Das allein reicht bereits f&uuml;r eine Festnahme, sobald er das Gel&auml;nde verl&auml;sst. Dass Ecuador ihm nun Asyl gew&auml;hrt, &auml;ndert daran nichts. Gro&szlig;britannien bekr&auml;ftigte, dass Assange keinesfalls freies Geleit zu seiner Ausreise erhalte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2012-08\/assange-london-botschaft-festnahme-ecuador%20\">ZEIT<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Leider strotzt der Artikel der ZEIT nur so von Fehlern und zeichnet sich ferner durch eine sehr einseitig Argumentation aus. Das f&auml;ngt bereits damit an, dass die ZEIT dem popul&auml;ren Irrtum aufsitzt, eine Botschaft sei exterritoriales Gebiet &ndash; <a href=\"http:\/\/integrity-legal.com\/legal-blog\/miscellaneous\/laws-and-rules-regarding-extraterritoriality\/\">dem ist nicht so<\/a>. Das Botschaftsgel&auml;nde steht jedoch nach dem Wiener &Uuml;bereinkommen &uuml;ber diplomatische Beziehungen unter einem besonderen v&ouml;lkerrechtlichen Schutz. Beh&ouml;rden des Gastgeberlandes d&uuml;rfen das Botschaftsgel&auml;nde nicht ohne Einwilligung des Missionschefs betreten oder gar Festnahmen und Beschlagnahmungen durchf&uuml;hren. Dies wurde 1980 von Internationalen Gerichtshof im Fall <a href=\"http:\/\/www.icj-cij.org\/docket\/files\/64\/6291.pdf\">&bdquo;USA gegen Iran&ldquo; [PDF &ndash; 5,4 MB]<\/a> best&auml;tigt. Der von der ZEIT zitierte <a href=\"http:\/\/www.legislation.gov.uk\/ukpga\/1987\/46\">Diplomatic and Consular Premises Act von 1987<\/a> ist ein britisches Gesetz und hat somit keinen v&ouml;lkerrechtlichen Status. Der Diplomatic and Consular Premises Act besagt ferner ausdr&uuml;cklich, dass diplomatische Schutzrechte nur dann ausgehebelt werden k&ouml;nnen, wenn eine Gefahr f&uuml;r die &Ouml;ffentlichkeit, der nationalen Sicherheit oder die Raumordnung besteht. Bei der Auslieferung Julian Assange geht es jedoch um ein schwebendes Verfahren wegen Vergewaltigung in Schweden, was nichts mit einer Gefahr f&uuml;r die britische &Ouml;ffentlichkeit oder die nationale Sicherheit zu tun hat. Richtig ist, dass die Briten (nicht nach dem V&ouml;lkerrecht aber nach ihren nationalen Gesetzen) die Botschaft st&uuml;rmen d&uuml;rften, wenn sie darlegen, dass von Julian Assange eine Gefahr f&uuml;r die &Ouml;ffentlichkeit und\/oder die nationale Sicherheit ausgeht. Diese Klippe haben die Briten aber bis dato immer umschifft. Auch die Schlussfolgerungen der ZEIT sind nur eingeschr&auml;nkt korrekt. W&uuml;rde der Staat Ecuador Herrn Assange beispielsweise zur Ausreise den Status eines Diplomaten geben, k&ouml;nnte Gro&szlig;britannien die Ausreise v&ouml;lkerrechtlich nicht verhindern.<\/em><\/p>\n<p><em>Neben der konkreten Rechtslage stellt sich hier jedoch auch die Frage nach Anstand, Moral und Diplomatie. Weder Ungarn noch die CSSR kamen 1989 auch nur auf die Idee, die deutschen Botschaften, auf denen sich zahllose Republikfl&uuml;chtlinge aus der DDR befanden, zu st&uuml;rmen. Auch China toleriert die Ausreise, wenn nordkoreanische Staatsb&uuml;rger sich beim Peking-Besuch in westliche Botschaften fl&uuml;chten und dort Asyl beantragen &ndash; obgleich diese B&uuml;rger nach nordkoreanischen Recht Straft&auml;ter sind. So offensichtlich, wie Gro&szlig;britannien auf v&ouml;lkerrechtliche Belange pfeift, ging in der j&uuml;ngeren Geschichte nur ein Staat vor &ndash; Chomeinis postrevolution&auml;rer Iran. Soll dies der Ma&szlig;stab f&uuml;r ein europ&auml;isches Land sein? Kritik an Gro&szlig;britannien ist den deutschen Medien jedoch nicht zu vernehmen &ndash; hierzulande regt man sich lieber &uuml;ber das &bdquo;Pussy-Riot-Verfahren&ldquo; auf. Die &ndash; sicher zu harte &ndash; Gesetzesauslegung der Russen wiegt hierzulande schlie&szlig;lich um einiges schwerer als ein offener Bruch des V&ouml;lkerrechts durch die Briten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Springer schenkt D&ouml;pfner 73 Mio.<\/strong><br>\nVerlegerin Friede Springer hat sich zu ihrem 70. Geburtstag gro&szlig;z&uuml;gig gezeigt. Wie der Medienkonzern Axel Springer am Freitag mitteilte, schenkt die Witwe des Verlagsgr&uuml;nders Axel Springer dem Vorstandsvorsitzenden Mathias D&ouml;pfner knapp 1,98 Millionen Springer-Aktien im Wert von fast 73 Mio. Euro &ndash; ein Anteil am Grundkapital von zwei Prozent. Die Mehrheit am Unternehmen verliert Friede Springer durch diesen Schritt nicht.<br>\nDem Vernehmen nach haben D&ouml;pfner und Friede Springer eine Pool-Vereinbarung geschlossen. D&ouml;pfner verpflichtet sich damit, bei Entscheidungen auf Hauptversammlungen gemeinsam mit der Verlagserbin zu stimmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/handel-dienstleister\/:axel-springer-verlag-springer-schenkt-doepfner-73-mio\/70078045.html\">FTD<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Mit solchen &bdquo;kleinen Aufmerksamkeiten&ldquo; h&auml;lt Friede Springer ihren Hofhund an der Leine. Damit Bild und Welt blo&szlig; auf der Linie der Springer-Erbin bleiben und Friede Springer ihre Freundschaft mit Angela Merkel pflegen kann. Siehe &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8146\">Das Triumfeminat &ndash; Angela Merkel, Friede Springer, Liz Mohn<\/a>&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Jauch: Her mit euren Millionen &ndash; dr&uuml;cken sich die Reichen?<\/strong>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es war mal wieder ein typisches Show-St&uuml;ck zur Verwirrung der Zuschauer und damit die &uuml;bliche Anti-Aufkl&auml;rung.<\/em><br>\n<em>Der Schweizer Botschafter Tim Guldimann hatte ausgiebig Gelegenheit die offizielle Position der Schweizer Regierung darzustellen und das Steuerabkommen mit der Schweiz in h&ouml;chsten T&ouml;nen loben. Alle Gespr&auml;chsteilnehmer die Argumente dagegensetzen wollten, wurden nach kurzer Zeit, manchmal mitten in der Argumentation von Jauch unterbrochen. Auf die Kernargumente des NRW-Finanzministers Norbert Walter-Borjans, dass mit dem Abkommen, nur die Abgeltungssteuer abgef&uuml;hrt werden m&uuml;sste, nicht aber das auf Schweizer Banken hinterzogene Geld in Milliardenh&ouml;he, wurde gar nicht eingegangen.<\/em><br>\n<em>Das eigentliche Thema, dass n&auml;mlich die deutschen Steuerbetr&uuml;ger anonym bleiben, dass sie weniger als ehrliche Steuerzahler bezahlen m&uuml;ssen und ihr Schwarzgeld wei&szlig; gewaschen bekommen, wurde allenfalls am Rande behandelt und ging unter. Daf&uuml;r durfte dann lieber Wolfgang Kubicki  (FDP) mit Hinweis, dass die Liechtensteiner Banken solider wirtschaften w&uuml;rden, sein Konto in diesem Steuerparadies rechtfertigen. Kubicki w&uuml;rde bei Steuers&auml;tzen, wie sie von Hollande geplant sind, schlicht aufh&ouml;ren zu arbeiten. Er kann es sich das  ja offensichtlich auch leisten, ohne Arbeit gut weiter zu leben.<\/em><br>\n<em>Der mittelst&auml;ndische Unternehmer Thomas Selter konnte die alte These aller Steuerhinterzieher ausbreiten, dass er gut verstehen k&ouml;nne, dass viele der Meinung seien, sie w&uuml;ssten besser, was sei mit ihrem Geld anfangen k&ouml;nnten als der Staat.<\/em><br>\n<em>Im Publikum sa&szlig;en offenbar mehrheitlich Claqueure, die dem Stammtischgeschw&auml;tz des Unternehmers &uuml;ber die Staatsschulden und Steuerverschwendungen begeistert zujubelten.<\/em><br>\n<em>Ein polemischer Film gegen die Linke und speziell gegen Katja Kipping und der Vorwurf des Sozialneids durften nat&uuml;rlich nicht fehlen.<\/em><br>\n<em>Wie sagte doch Georg Schramm so treffend: &ldquo;Das Wort ist am Ende, aber es ist kein heldenhaftes Ende. Das Wort ist tot, aber kl&auml;glich tot. Nicht vom Tyrannen erschlagen, nicht vom Zensor erw&uuml;rgt. Als leere Worth&uuml;lse im Brackwasser der Beliebigkeit untergegangen. Die Polemik ist tot, es lebe die Unterhaltung.&rdquo;<\/em><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/daserste.ndr.de\/guentherjauch\/index.html\">Das Erste<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Mitt Romney &lsquo;Rmoney&rsquo; Photoshop &ndash; Kind Of Says It All<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/120820_romney_rmoney.jpg\" alt=\"\"><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-14199","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14199","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=14199"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14199\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14208,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14199\/revisions\/14208"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=14199"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=14199"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=14199"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}