{"id":142104,"date":"2025-11-15T15:00:12","date_gmt":"2025-11-15T14:00:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=142104"},"modified":"2025-11-14T19:50:37","modified_gmt":"2025-11-14T18:50:37","slug":"versorgung-praevention-und-systemfehler-wie-armut-das-gesundheitssystem-spiegelt-serie-zu-kinderarmut-teil-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=142104","title":{"rendered":"Versorgung, Pr\u00e4vention und Systemfehler \u2013 Wie Armut das Gesundheitssystem spiegelt. Serie zu Kinderarmut (Teil 3)"},"content":{"rendered":"<p>Wenn man die Zahlen nebeneinanderlegt, wirkt das deutsche Gesundheitswesen wie ein tragischer Widerspruch: teuer, technisch perfekt &ndash; und dennoch sozial ungerecht. Es ist eines der teuersten Systeme der Welt, ausgestattet mit modernster Technik, hohem Fachkr&auml;fteanteil und einer Dichte an Arztpraxen, die (zumindest in den St&auml;dten) in Europa ihresgleichen sucht &ndash; und doch existieren darin Kinder, die zu sp&auml;t diagnostiziert, zu selten behandelt und zu oft &uuml;bersehen werden. Von <strong>Detlef Koch<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_7346\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-142104-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251114-Koch-Kinderarmut-Teil-3-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251114-Koch-Kinderarmut-Teil-3-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251114-Koch-Kinderarmut-Teil-3-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251114-Koch-Kinderarmut-Teil-3-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=142104-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251114-Koch-Kinderarmut-Teil-3-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"251114-Koch-Kinderarmut-Teil-3-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Die bisherigen Teile&nbsp;dieser Serie finden Sie <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=141366\">hier<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=141705\">hier<\/a>. Die in dieser Serie auftretende &bdquo;Lina&ldquo; ist eine fiktive Person &ndash; die Lebensumst&auml;nde und Geschehnisse haben aber einen sehr realen Hintergrund.<\/p><blockquote><p>\n<em>Lina[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>] geh&ouml;rt zu dieser Gruppe. Ihre Mutter ist gesetzlich versichert, wechselte in den letzten Jahren mehrfach zwischen Krankenkassen, Minijobs und Arbeitslosengeld-II-Bezug. Jedes Mal musste sie neue Antr&auml;ge stellen, Nachweise erbringen, Fristen einhalten. Sie lernte schnell, dass der Zugang zur Gesundheitsversorgung in Deutschland zwar formal universal ist, praktisch aber von Zeit, Wissen und Durchhalteverm&ouml;gen abh&auml;ngt.<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Die Zwei-Klassen-Medizin beginnt im Wartezimmer<\/strong><\/p><p>Ein Experiment des RWI Essen und der Cornell University brachte 2020 ans Licht, was viele Eltern l&auml;ngst ahnten: Privat versicherte Kinder erhalten im Schnitt doppelt so schnell einen Facharzttermin wie gesetzlich Versicherte. Zw&ouml;lf Tage Wartezeit f&uuml;r Privatpatienten gegen&uuml;ber 25 Tagen f&uuml;r Kassenpatienten &ndash; bei identischen Symptomen, identischem Anliegen.<\/p><p>Diese strukturelle Bevorzugung ist kein Zufall, sondern folgt einer &ouml;konomischen Logik: Privat Versicherte bringen Praxen h&ouml;here Erstattungen, also werden sie bevorzugt behandelt. F&uuml;r arme Familien, deren Kinder fast ausnahmslos in der gesetzlichen Versicherung sind, bedeutet das faktisch l&auml;ngere Krankheitsverl&auml;ufe, mehr unbehandelte Beschwerden und h&ouml;here Risiken f&uuml;r Chronifizierungen.<\/p><p>Besonders drastisch zeigt sich das bei Fachrichtungen mit hoher Nachfrage: Kinder- und Jugendpsychiatrie, Kieferorthop&auml;die, Logop&auml;die. In manchen Regionen betr&auml;gt die Wartezeit auf einen Therapieplatz mehr als sechs Monate. F&uuml;r ein Kind in akuter psychischer Krise ist das eine Ewigkeit.<\/p><p>Armut verz&ouml;gert nicht nur den Zugang zur Versorgung &ndash; sie beeinflusst auch ihre Qualit&auml;t. Untersuchungen zeigen, dass arme Kinder h&auml;ufiger in Praxen behandelt werden, die &uuml;ber weniger Personal, geringere Ausstattung und schlechtere r&auml;umliche Bedingungen verf&uuml;gen. Medizinische Versorgung ist damit Teil des sozialen Gef&auml;lles, nicht dessen Korrektiv.<\/p><p><strong>Wenn Pr&auml;vention zur Privatsache wird<\/strong><\/p><p>Deutschland verf&uuml;gt &uuml;ber ein umfassendes System an Fr&uuml;herkennungsuntersuchungen (U1&ndash;U9), Impfungen, zahn&auml;rztlichen Prophylaxen und Schuluntersuchungen. Auf dem Papier ist Pr&auml;vention fl&auml;chendeckend, in der Praxis sozial selektiv. Die KiGGS Welle 2 zeigte: Nur rund 74 Prozent der Kinder aus niedrigen Statusgruppen nehmen alle U-Untersuchungen wahr &ndash; in der hohen Statusgruppe sind es &uuml;ber 87 Prozent. Die Ursachen sind vielf&auml;ltig: fehlende Zeit, Scham, sprachliche Barrieren, Unkenntnis &uuml;ber Fristen oder Angst vor Beh&ouml;rden. Oft scheitert Pr&auml;vention schlicht an den Bedingungen des Alltags.<\/p><p>Auch bei Impfungen zeigt sich ein Muster. Insgesamt liegen die Impfquoten in Deutschland zwar hoch, doch sozialr&auml;umlich differenziert: In benachteiligten Vierteln finden sich h&auml;ufiger Impfl&uuml;cken, weil Familien weniger regelm&auml;&szlig;ig &auml;rztliche Kontakte pflegen. W&auml;hrend in gut situierten Haushalten manchmal impfskeptische Haltungen den Ausschlag geben, sind es in &auml;rmeren Milieus vor allem Informationsdefizite.<\/p><p>Zahngesundheit ist ein weiteres Beispiel: Die Studie von Nicole Stasch und anderen &uuml;ber die Kariesh&auml;ufigkeit bei Schulkindern in Vorarlberg &ndash; auf Deutschland &uuml;bertragbar &ndash; zeigte, dass Kinder aus sozial benachteiligten Regionen ein um 75 Prozent h&ouml;heres Risiko f&uuml;r unbehandelte Karies haben als Gleichaltrige aus wohlhabenden Gegenden. In Deutschland gilt das Gleiche: Trotz insgesamt r&uuml;ckl&auml;ufiger Kariesraten bleibt der soziale Gradient stabil. Kinder aus armen Familien putzen seltener regelm&auml;&szlig;ig ihre Z&auml;hne, besuchen seltener Zahn&auml;rzte und profitieren weniger von Individualprophylaxe-Programmen.<\/p><p><strong>Das System der kleinen Schwellen<\/strong><\/p><p>Was aus Sicht der Verwaltung rational wirkt &ndash; Nachweise, Terminfristen, Bewilligungen &ndash;, bedeutet f&uuml;r viele arme Familien eine kaum zu &uuml;berwindende H&uuml;rde.<\/p><p>Die Gesundheitssoziologin Claudia Spahn bezeichnet das als &bdquo;administrative Exklusion&ldquo;: Ein System, das auf Eigeninitiative, digitaler Kompetenz und formaler Sprache basiert, schlie&szlig;t jene aus, die all das nicht leisten k&ouml;nnen. Im Klartext: Wer seine Rechte nicht kennt, verliert sie.<\/p><p>Ein verpasster Antrag auf eine Brille oder ein Sprachtherapieplatz, eine Frist, die &uuml;bersehen wird &ndash; und das Kind bleibt ohne Versorgung.<\/p><blockquote><p>\n<em>Lina musste monatelang auf eine Ergotherapie warten, die Schule hatte sie wegen motorischer Probleme empfohlen. Doch die Krankenkasse verlangte erst eine &auml;rztliche &Uuml;berweisung, dann eine Stellungnahme, dann eine Bewilligung. Nach drei Monaten gab die Mutter auf. &bdquo;Sie sagen immer, sie melden sich&ldquo;, sagte sie. &bdquo;Aber das tun sie nicht.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Diese B&uuml;rokratisierung trifft besonders jene, die ohnehin &uuml;berlastet sind. Das Gesundheitssystem reproduziert so ungewollt soziale Unterschiede &ndash; nicht durch offenen Ausschluss, sondern durch Ersch&ouml;pfung.<\/p><p><strong>Psychische Versorgung: Die unsichtbare Not<\/strong><\/p><p>Psychische Erkrankungen bei Kindern haben in den letzten Jahren stark zugenommen, nicht erst seit der Pandemie. Doch der Zugang zu Therapie ist ungleich verteilt. Das Deutsche Jugendinstitut berichtete 2025, dass nur 65 Prozent der Kinder mit diagnostizierten psychischen St&ouml;rungen tats&auml;chlich eine Behandlung erhalten.<\/p><p>Die Wartezeiten betragen im Durchschnitt zehn Wochen f&uuml;r ein Erstgespr&auml;ch und 25 Wochen f&uuml;r den Beginn einer Therapie. F&uuml;r Kinder wie Lina, deren Symptome nicht spektakul&auml;r sind, sondern diffus &ndash; Schlafprobleme, R&uuml;ckzug, Gereiztheit &ndash;, bleibt oft nur die Hoffnung auf eine Lehrerin, die aufmerksam genug ist. Doch die Schulsozialarbeit wurde gek&uuml;rzt, die Klassen sind gro&szlig;, die Zeit fehlt.<\/p><p>Die Kosten dieser Unterversorgung sind langfristig: unbehandelte Depressionen, Schulabbr&uuml;che, Suchtverhalten, Arbeitslosigkeit.<\/p><p>Psychische Erkrankungen sind kein Randph&auml;nomen, sondern ein zentraler Mechanismus sozialer Vererbung. Sie zerst&ouml;ren nicht nur Wohlbefinden, sondern Lernf&auml;higkeit, Bindung, Motivation &ndash; jene F&auml;higkeiten, die eine Gesellschaft f&uuml;r ihre eigene Zukunft braucht.<\/p><p><strong>Wenn der Wohnort &uuml;ber die Lebenserwartung entscheidet<\/strong><\/p><p>Die gesundheitliche Ungleichheit in Deutschland ist geografisch sichtbar. Ein Kind, das in Bremen-Osterholz, Dortmund-Nord oder Berlin-Neuk&ouml;lln aufw&auml;chst, hat im Durchschnitt eine vier bis sechs Jahre geringere Lebenserwartung als ein Kind aus M&uuml;nchen-Schwabing oder Hamburg-Blankenese.<\/p><p>Solche Unterschiede gab es fr&uuml;her zwischen L&auml;ndern, heute existieren sie zwischen Stadtteilen.<\/p><p>Medizinisch l&auml;sst sich das leicht erkl&auml;ren: Armut bedeutet h&ouml;here Belastung durch Feinstaub, schlechtere Luft, weniger Gr&uuml;nfl&auml;chen, beengtes Wohnen, schlechtere Ern&auml;hrung. Aber die eigentliche Erkl&auml;rung ist politisch: Gesundheit folgt der Infrastruktur. Dort, wo Kitas unterbesetzt sind, Schulen verfallen und Nahversorgung fehlt, w&auml;chst keine Resilienz &ndash; sondern Ersch&ouml;pfung.<\/p><blockquote><p>\n<em>Lina lebt in einem Viertel, das euphemistisch &bdquo;sozialer Brennpunkt&ldquo; hei&szlig;t. Hier kostet eine Wohnung wenig, aber sie verbraucht Gesundheit: Feuchtigkeit, Schimmel, L&auml;rm, fehlende Spielpl&auml;tze, unsichere Wege.<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Was in Bauaussch&uuml;ssen als &bdquo;Investitionsr&uuml;ckstand&ldquo; firmiert, bedeutet im Alltag verk&uuml;rzte Kindheit.<\/p><p><strong>Der Preis des Nichtstuns<\/strong><\/p><p>Die OECD hat mehrfach berechnet, dass jeder in Pr&auml;vention investierte Euro langfristig das F&uuml;nf- bis Zehnfache an Sozial- und Gesundheitskosten spart. Trotzdem macht Pr&auml;vention in Deutschland nur etwa drei Prozent der Gesundheitsausgaben aus. Das System verdient am Kranken, nicht am Gesunden.<\/p><p>Diese &ouml;konomische Schieflage ist kein Betriebsunfall, sondern Struktur: Kassen&auml;rzte werden nach Behandlungsf&auml;llen bezahlt, nicht nach verhinderten Krankheiten. Pr&auml;ventive Hausbesuche, Ern&auml;hrungsberatung oder aufsuchende Elternarbeit gelten als &bdquo;freiwillige Leistungen&ldquo; und sind damit haushaltspolitisch jederzeit streichbar. Dabei w&auml;re genau das n&ouml;tig: niedrigschwellige, kontinuierliche Begleitung &ndash; Hausbesuche nach der Geburt, Kita-Gesundheitsprogramme, Schulpsychologinnen, die nicht f&uuml;nf Schulen gleichzeitig betreuen m&uuml;ssen. Was fehlt, ist nicht Wissen, sondern Wille.<\/p><p><strong>Eine stille Selektion<\/strong><\/p><p>Das deutsche Gesundheitswesen hat keine formelle Zugangsbeschr&auml;nkung. Aber es selektiert leise &ndash; durch Zeit, B&uuml;rokratie, Sprache und Scham. Diese Selektion beginnt im Wartezimmer und endet oft in der Statistik, die dann n&uuml;chtern vermerkt, dass Kinder aus niedrigen Statusgruppen &bdquo;signifikant h&auml;ufiger chronisch krank&ldquo; sind.<\/p><p>In Wahrheit handelt es sich um eine institutionalisierte Form sozialer Diskriminierung &ndash; nicht intendiert, aber wirksam. Sie wird von der Politik selten benannt, weil sie nicht an einem Ort greifbar ist, sondern in den Routinen des Alltags: im &uuml;berf&uuml;llten Jugendamt, in der unbesetzten Praxis, im anonymen Callcenter der Krankenkasse.<\/p><p>Das Ergebnis ist ein Gesundheitssystem, das Ungleichheit nicht heilt, sondern stabilisiert. Lina erlebt das t&auml;glich &ndash; in Wartezeiten, in Formularen, in der leisen Botschaft: &bdquo;Dein Leben z&auml;hlt, aber nicht so viel wie das der anderen.&ldquo;<\/p><p><small>Titelbild: nimito \/ Shutterstock<\/small><\/p><p><strong>Quellen<\/strong><\/p><ol>\n<li><strong>Robert Koch-Institut (RKI):<\/strong><br>\n \t<em>Gesund aufwachsen &ndash; Welche Bedeutung kommt dem sozialen Status zu?<\/em> <a href=\"https:\/\/www.gbe-bund.de\/pdf\/gbe_kompakt_01_2015_gesund_aufwachsen.pdf\">GBE kompakt 1\/2015<\/a>. Berlin: RKI.<\/li>\n<li><strong>Kuntz, B., Rattay, P., Poethko-M&uuml;ller, C. et al.:<\/strong><br>\n<em>Soziale Unterschiede im Gesundheitszustand von Kindern und Jugendlichen in Deutschland &ndash; Ergebnisse aus <\/em><a href=\"https:\/\/www.gbe-bund.de\/pdf\/johm_2018_03_kiggs_welle_2_focus_soziale_untersch_d.pdf\">KiGGS Welle 2<\/a><em>.<\/em><br>\n<em>Journal of Health Monitoring<\/em>, 3 (3), 2018. Robert Koch-Institut.<\/li>\n<li><strong>Lampert, T., Pr&uuml;tz, F., Rommel, A., Kuntz, B.:<\/strong><br>\n<em>Soziale Unterschiede in der Inanspruchnahme medizinischer Leistungen von Kindern und Jugendlichen in Deutschland &ndash; Ergebnisse aus KiGGS Welle 2.<\/em><br>\n<a href=\"https:\/\/www.rki.de\/DE\/Aktuelles\/Publikationen\/Journal-of-Health-Monitoring\/GBEDownloadsJ\/Focus\/JoHM_04_2018_Soziale_Unterschiede_Inanspruchnahme_KiGGS-Welle2.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=2\">Journal of Health Monitoring<\/a>, 3 (4), 2018. Robert Koch-Institut.<\/li>\n<li><strong>Biesalski, H. K.:<\/strong><br>\n<a href=\"https:\/\/www.thieme-connect.de\/products\/ejournals\/pdf\/10.1055\/a-1553-3202.pdf\">Ern&auml;hrungsarmut bei Kindern<\/a><em> &ndash; Ursachen, Folgen, COVID-19.<\/em><br>\n<em>Aktuelle Ern&auml;hrungsmedizin<\/em>, 46 (2021), 317&ndash;332. Georg Thieme Verlag, Stuttgart.<br>\nDOI: 10.1055\/a-1553-3202<\/li>\n<li><strong>Castiglioni, L.:<\/strong><br>\n<a href=\"https:\/\/www.dji.de\/ueber-uns\/themen\/psychische-gesundheit\/armut-gefaehrdet-die-psychische-gesundheit.html\">Armut gef&auml;hrdet die psychische Gesundheit.<\/a><br>\nDeutsches Jugendinstitut (DJI), Themenportal Psychische Gesundheit, 2025.<\/li>\n<li><strong>R&ouml;hling, M. et al.:<\/strong><br>\n<a href=\"https:\/\/www.thieme-connect.com\/products\/ejournals\/pdf\/10.1055\/a-1960-1587.pdf\">Diabetes- und kardiovaskul&auml;re Gesundheitskompetenz im Kindes- und Jugendalter<\/a><em> &ndash; Ein 12-Jahres-Follow-up.<\/em><br>\n<em>Deutsche Medizinische Wochenschrift<\/em>, 148 (2023), e1&ndash;e7.<br>\nDOI: 10.1055\/a-1960-1587<\/li>\n<li><strong>Stasch, N., Ganahl, K., Geiger, H.:<\/strong><br>\n<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1007\/s11553-021-00929-7\">Soziale Ungleichheit in der Zahngesundheit von Kindern<\/a><em> &ndash; Behandlungsbed&uuml;rftige Karies der 6- bis 12-j&auml;hrigen Volksschulkinder in Vorarlberg (&Ouml;sterreich) in Bezug zu regionalen sozio&ouml;konomischen Determinanten und Migration.<\/em><br>\n<em>Pr&auml;vention und Gesundheitsf&ouml;rderung<\/em>, 18 (2023), 87&ndash;92. Springer Medizin Verlag.<br>\nDOI: 10.1007\/s11553-021-00929-7<\/li>\n<li><strong>RWI &ndash; Leibniz-Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung \/ Cornell University:<\/strong><br>\n<a href=\"https:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/pii\/S0167268121002146?via%253Dihub\">Cream Skimming by Health Care Providers and Inequality in Health Care Access<\/a> &ndash; Evidence From a Randomized Field Experiment.<br>\nJournal of Economic Behavior &amp; Organization<br>\nPaper #188, 2021.<\/li>\n<li><strong>Bregenz\/aks Gesundheit GmbH:<\/strong><br>\n<a href=\"https:\/\/www.kas.de\/documents\/d\/guest\/kinder-von-auf-grund-auf-gegen-armut-sichern\">Kinder von Grund auf gegen Armut sichern<\/a><em> &ndash; Ursachen, Auswirkungen, Auswege.<\/em><br>\nKonrad-Adenauer-Stiftung e. V., 2023.<\/li>\n<li><strong>Walper, S., Ulrich, C., Kindler, H. (Hrsg.):<\/strong><br>\n<a href=\"https:\/\/www.dji.de\/fileadmin\/user_upload\/bulletin\/d_bull_d\/bull134_d\/DJI_1_24_Impulse_web.pdf\">Psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen st&auml;rken<\/a><em> &ndash; Ergebnisse und Perspektiven aus der Forschung des DJI.<\/em><br>\nDeutsches Jugendinstitut, M&uuml;nchen 2023.<\/li>\n<\/ol><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] Lina ist eine fiktive Person, die Lebensumst&auml;nde und Geschehnisse haben einen realen Hintergrund.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn man die Zahlen nebeneinanderlegt, wirkt das deutsche Gesundheitswesen wie ein tragischer Widerspruch: teuer, technisch perfekt &ndash; und dennoch sozial ungerecht. Es ist eines der teuersten Systeme der Welt, ausgestattet mit modernster Technik, hohem Fachkr&auml;fteanteil und einer Dichte an Arztpraxen, die (zumindest in den St&auml;dten) in Europa ihresgleichen sucht &ndash; und doch existieren darin Kinder,<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=142104\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":142105,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,206,149,132],"tags":[881,998,1183,3088,217,3493,929,408,3424],"class_list":["post-142104","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-chancengerechtigkeit","category-gesundheitspolitik","category-ungleichheit-armut-reichtum","tag-armut","tag-buerokratie","tag-exklusion","tag-gesundheitsschutz","tag-kinderarmut","tag-kindeswohl","tag-krankheiten","tag-soziale-herkunft","tag-soziooekonomischer-status"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/shutterstock_1921347533.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/142104","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=142104"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/142104\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":142180,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/142104\/revisions\/142180"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/142105"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=142104"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=142104"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=142104"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}