{"id":142116,"date":"2025-11-14T16:00:31","date_gmt":"2025-11-14T15:00:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=142116"},"modified":"2025-11-14T17:56:15","modified_gmt":"2025-11-14T16:56:15","slug":"friedensratschlag-um-die-welt-zu-retten-muss-die-menschheit-das-militaer-abschuetteln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=142116","title":{"rendered":"\u201eFriedensratschlag\u201c: Um die Welt zu retten, muss die Menschheit das Milit\u00e4r absch\u00fctteln"},"content":{"rendered":"<p>Der bundesweite Friedensratschlag am 8. und 9. November mit &uuml;ber 500 Teilnehmern beinhaltete teils heftige Debatten &uuml;ber Auswege aus den Eskalationsspiralen, die der Militarismus ausl&ouml;st. Die Veranstaltung war eine wichtige Vorbereitung auf die Aktionen der Friedensbewegung im Jahr der geplanten Stationierung nuklearf&auml;higer US-Mittelstreckenraketen in Deutschland. Von <strong>Bernhard Trautvetter<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_7648\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-142116-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251114_Friedensratschlag_Um_die_Welt_zu_retten_muss_die_Menschheit_das_Militaer_abschuetteln_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251114_Friedensratschlag_Um_die_Welt_zu_retten_muss_die_Menschheit_das_Militaer_abschuetteln_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251114_Friedensratschlag_Um_die_Welt_zu_retten_muss_die_Menschheit_das_Militaer_abschuetteln_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251114_Friedensratschlag_Um_die_Welt_zu_retten_muss_die_Menschheit_das_Militaer_abschuetteln_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=142116-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251114_Friedensratschlag_Um_die_Welt_zu_retten_muss_die_Menschheit_das_Militaer_abschuetteln_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"251114_Friedensratschlag_Um_die_Welt_zu_retten_muss_die_Menschheit_das_Militaer_abschuetteln_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Der Friedensratschlag ist wie jedes Jahr das wichtigste Forum zur Verst&auml;ndigung von Kr&auml;ften der Friedensbewegung mit befreundeten Spektren. Hier folgt auf der Basis von Mitschriften ein erster Bericht:<\/p><p><strong>Ingar Solty<\/strong> von der Rosa-Luxemburg-Stiftung wandte sich gegen die Militarisierung der Wirtschaft. Die Kriegswirtschaft mit ihren Rekordspr&uuml;ngen an den B&ouml;rsen bringt Arbeitsplatzverluste, da die R&uuml;stungsproduktion besonders hoch automatisiert ist. R&uuml;stung ist toter Konsum, da die Kriegswaffen nach dem Verkauf an den Staat nur herumliegen, au&szlig;er sie kommen in einem Krieg zum Einsatz. Um die damit verbundene Ressourcenvernichtung zu legitimieren, zeichnet die Milit&auml;rlobby wie in den Zeiten vor den gro&szlig;en Kriegen der Vergangenheit ein m&ouml;glichst bedrohliches Feindbild, das sie mit st&auml;ndig neuen Gefahrennarrativen dramatisiert. Die Schuldenaufnahme, die f&uuml;r den Staat mit der Hochr&uuml;stung verbunden ist, macht ihn abh&auml;ngiger vom Finanzkapital, das aus seinem Rendite-Interesse heraus Forderungen an den Schuldner (den Staat) richtet, der die Interessen des Kapitals bedient, und das zum Nachteil der lohnabh&auml;ngigen Mehrheit der Bev&ouml;lkerung.<\/p><p>Das Sch&uuml;ren von Angst vor dem d&auml;monisierten Feind lenkt die Sorgen infolge einer wachsenden Perspektivlosigkeit der Jugend sowie der Not vieler Familien auf den schuldigen Feind im Osten. Hier ein Kern-Zitat aus Ingar Soltys Rede:<\/p><blockquote><p>\n<em>&bdquo;Insofern die USA den hochgradig monopolisierten Weltmarkt f&uuml;r R&uuml;stungsg&uuml;ter dominieren &ndash; die f&uuml;nf gr&ouml;&szlig;ten R&uuml;stungskonzerne der Welt sind alles US-amerikanische &ndash;, bedeuten die Hochr&uuml;stungsma&szlig;nahmen letzten Endes, dass die europ&auml;ischen Arbeiterklassen mit ihren Steuergeldern die Profite von Raytheon, Lockheed-Martin, Boeing und Co. und die Dividende-Aussch&uuml;ttungen an deren Aktion&auml;re finanzieren. Sie bedeuten, dass die europ&auml;ischen Staaten, ja alle US-Verb&uuml;ndeten, ein milit&auml;rkeynesianisches R&uuml;stungsprogramm finanzieren, aber nicht f&uuml;r sich selbst, sondern in weiten Teilen f&uuml;r die USA. Wirtschaftspolitisch betrachtet k&ouml;nnte man genauso gut Milliardensummen ohne Gegenleistung an Donald Trump &uuml;berweisen<\/em>.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Michael von der Schulenburg <\/strong>(BSW-Abgeordneter im EU-Parlament, Diplomat mit OSZE- und UNO-Erfahrung) verdeutlichte die globale Sch&auml;dlichkeit der NATO schon ohne Kriegshandlungen damit, dass die NATO-Staaten mit nicht einmal 10 Prozent der Weltbev&ouml;lkerung deutlich mehr als die H&auml;lfte der Weltr&uuml;stungsausgaben mit verursachen. Die NATO-Lobby arbeitet dabei mit doppelten Standards und Feindbild-Narrativen. Sie tut dies auch, um ihre gef&auml;hrliche Strategie nach au&szlig;en hin zu legitimieren. So hat sie Gegner, gegen die NATO-Staaten auf dem Balkan, in Libyen, im Irak und in Russland vorgehen, immer wieder mit einer Gut-B&ouml;se-\/Schwarz-Wei&szlig;-Propaganda als D&auml;monen gekennzeichnet, gegen die sie &ndash; so die Propaganda&nbsp; &ndash; im Interesse des Rechts vorzugehen haben.<\/p><p><strong>Helga Baumgarten<\/strong> berichtete aus Jerusalem und kritisierte den Siedlerkolonialismus, der Pal&auml;stinenser rechtloser und gewaltsamer Willk&uuml;r aussetzt. Sie berichtete vom k&uuml;rzlichen Gaza-Tribunal in Istanbul; in diesem Zusammenhang zitierte sie Bertrand Russel mit den Worten, wenn sie das Gesetz zum Schweigen bringen, hat unser Gewissen die Aufgabe, zum Tribunal f&uuml;r die Verbrechen zu werden. Sie fand f&uuml;r die Gesetzesbr&uuml;che klare Begriffe: Systematische Unterbrechung der Nahrungsversorgung und der Wasserzufuhr, Zerst&ouml;rung der Wohngebiete, der Gesundheitsversorgung, der Bildung, der gesamten Lebenskultur der Bev&ouml;lkerung; systematische Verfolgung und Ermordung von Journalisten, die &uuml;ber diese Verbrechen aufkl&auml;ren. Wer Israels Regierung in der Situation st&uuml;tzt, unterst&uuml;tzt Verbrechen, er wird wissentlich zum indirekten Mittt&auml;ter. Die Straflosigkeit gegen&uuml;ber Willk&uuml;r, Entrechtung und Gewalt wird nur enden, wenn die Solidarit&auml;tsbewegung die Verfolgung und das Ende der Gesetzlosigkeit erzwingt.<\/p><p>Die Gewerkschafterin <strong>Ulrike Eifler<\/strong> aus W&uuml;rzburg (IG Metall) erl&auml;uterte, dass erst eine in den Gewerkschaften breit verankerte Friedensbewegung die notwendigen Erfolge erzielen kann. Wie stark Friedensfragen mit der Sozialpolitik zusammenh&auml;ngen, das kann man gut an der Offensive gegen den Sozialstaat ablesen, die den Widerstand gegen die Hochr&uuml;stung l&auml;hmen soll. Die Kombination aus Ma&szlig;nahmen zur Kriegsvorbereitung und Angriffen auf Gewerkschaften sowie auf gewerkschaftliche Rechte, das hat eine lange Tradition: Schon vor dem Ersten Weltkrieg war die Hochr&uuml;stung mit Sozialabbau und mit der Diskreditierung von Friedenskr&auml;ften verbunden. Vor dem Zweiten Weltkrieg wurden zuerst die Gewerkschaften verboten und dann folgte die Militarisierung. Die Wirtschaftskrise, die zum sogenannten &rsaquo;Schwarzen Freitag&lsaquo; f&uuml;hrte, zog eine Rekordr&uuml;stung in den Jahren vor dem Zweiten Weltkrieg nach sich. Militarisierung ist auch mit einer Rechtsentwicklung verbunden, wie man auch an den Worten des CSU-Politikers Manfred Weber nachvollziehen kann, der einforderte, dass ein Umschalten auf Kriegswirtschaft &sbquo;notfalls mit Stimmen von rechts&lsquo; beschlossen werden m&uuml;sse.<\/p><p>Die Tarnung der Hochr&uuml;stung im schuldenfinanzierten sogenannten 500-Milliarden-&sbquo;Sonderfonds&lsquo; als Investitionsprogramm f&uuml;r &bdquo;Infrastruktur&ldquo; soll auch den gewerkschaftlichen Widerstand pr&auml;ventiv abwenden. Unterirdische Lazarette und panzertaugliche Br&uuml;cken dienen allerdings in erster Linie der Kriegsvorbereitung und nicht den Menschen. Sie sollen schon fr&uuml;h an die T&ouml;tungsmaschinerie gew&ouml;hnt werden, was zu solchen Projekten f&uuml;hrt, wie der Herstellung von Handgranaten-Attrappen, damit junge B&uuml;rger damit Krieg &uuml;ben k&ouml;nnen. Diese Programme werden auf Kosten der Infrastruktur aufgelegt, mit dem Resultat, dass Arbeitslose zur Not zu Jobs im Bereich der Militarisierung greifen, um irgendwie doch &uuml;ber die Runden zu kommen.<\/p><p>Die Planung von &uuml;ber 150 Milliarden Euro f&uuml;r den Milit&auml;retat in vier Jahren ist ein Angriff auf die Interessen der Menschen und der Gewerkschaften in diesem Land. Die Werbung f&uuml;r den Dienst an der Waffe ist eine weitere Verletzung der Lebensinteressen der Menschen. Arbeitslose, die in der Krisenlage einen schlechten Job ablehnen, m&uuml;ssen mit dem kompletten Entzug von B&uuml;rgergeld rechnen. Die damit verbundene Einsch&uuml;chterung schw&auml;cht die Kampfkraft der Gewerkschaften weiter.&nbsp; Die Friedenskr&auml;fte sind in einer Interessengemeinschaft mit den Gewerkschaften, sie stehen vor der Aufgabe, die Gewerkschaften in die Abwehr der Angriffe des milit&auml;risch-industriellen Komplexes m&ouml;glichst federf&uuml;hrend einzubeziehen.<\/p><p>Der langj&auml;hrige Friedensaktivist <strong>Reiner Braun<\/strong> warnte vor der immer massiveren Hetze gegen die Friedensbewegung, mit der die Menschen in unserem Land in einen Krieg gegen Russland gedr&auml;ngt werden. Er forderte den Aufbau einer Friedensordnung in gemeinsamer Sicherheit, die nicht gegen, sondern nur mit Russland und auch China aufgebaut werden muss. Er warnte vor antidemokratischen Entwicklungen in die Richtung eines neuen Faschismus als Ergebnis der Militarisierung.<\/p><p>Er verwies darauf, dass die Kriegsstrategie der USA und damit auch von NATO-Partnern nicht alleine auf Europa begrenzt ist. Er forderte auf zur Solidarit&auml;t mit Venezuela und Kuba, die im Visier der globalen Kriegsstrategie der USA liegen. Diese Strategie bricht mehrfach internationales Recht, auch durch die Aufrechterhaltung der Sanktionen und Blockaden gegen Kuba, mit denen die USA die erdr&uuml;ckende Mehrheit der UNO &uuml;bergehen, die diese imperiale Politik als v&ouml;lkerrechtswidrig gei&szlig;elt.<\/p><p>Die Stationierung neuer US-Raketen in Deutschland ist f&uuml;r den Zeitraum ab September 2026 geplant. Mit diesen Offensivsystemen, &uuml;ber deren Einsatz alleine die USA entscheiden &ndash; und nicht das Stationierungsland &ndash; ger&auml;t Deutschland im Konflikt- und Kriegsfall ins Visier der russischen Milit&auml;rs; diese Waffen k&ouml;nnen Silos und Kommandozentralen Russlands in einem Erstschlag und Enthauptungsschlag ausschalten, sodass Russland sich im Kriegsfall gezwungen sehen kann, seine Raketen vorbeugend gegen die US-Raketen einzusetzen, ehe diese Russland enthaupten.<\/p><p>Anfang Juni 2026 findet in Ankara der n&auml;chste NATO-Gipfel statt. Allein die Tatsache, dass die NATO in der T&uuml;rkei tagt, die mit <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/ausland\/tuerkei-will-laut-erdogan-krieg-gegen-kurden-in-syrien-und-im-irak-bald-beenden-a-e3d49094-1926-4b83-9bcf-c11afd19b9e7\">kriegerischen Ma&szlig;nahmen in Kurdengebieten auch in Nachbarstaaten V&ouml;lkerrecht bricht<\/a>,  zeigt, wie wenig das propagierte Selbstbild  von der NATO als Verteidiger des Rechts wert ist. Wir sind gefordert, gr&ouml;&szlig;tm&ouml;gliche Friedensdemonstrationen gegen die Militarisierung Europas und die Kriegsvorbereitungen durchzuf&uuml;hren, lokal vor Ort, in unserem Land und in der EU, sowie am NATO-Hauptquartier in Br&uuml;ssel. Der Frieden, f&uuml;r den wir uns engagieren, verbindet Internationalismus mit Solidarit&auml;t.<\/p><p><strong>Christoph von Lieven<\/strong> von ICAN betonte, dass die soziale Frage mit der Militarisierung zusammenh&auml;ngt. Die Warnung etwa von Generalinspekteur Breuer, man m&uuml;sse mit einem Angriff Russlands 2029 rechnen, h&auml;lt er f&uuml;r unverantwortlich. Was die &Ouml;ffentlichkeit &uuml;ber die Planungen der Milit&auml;rs erf&auml;hrt, sei nur die Spitze des Eisbergs. Ein Krieg mit Russland w&uuml;rde sich nicht auf der anderen Seite des Atlantiks, in den USA, ereignen, sondern in Europa. Hier haben die USA ultraschnelle und hochpr&auml;zise Mittelstreckenraketen, sodass ein kriegerisches Szenario leicht in ein nukleares Inferno &uuml;bergehen w&uuml;rde.<\/p><p>Die Kriegst&uuml;chtigkeit steht gegen das Friedensgebot des Grundgesetzes. Eine Friedenspolitik muss mehr sein als die Kritik an Einzelma&szlig;nahmen. Das System der Gewalt hat Ursachen in der Konkurrenz- und Wachstumslogik des Kapitalismus. Wir m&uuml;ssen mit dem Naheliegenden anfangen, etwa mit der Forderung nach Erf&uuml;llung des Atomwaffenverbotsvertrages und der UNO-Charta.<\/p><p><strong>Michael M&uuml;ller<\/strong>, Bundesvorsitzender der Naturfreunde, erinnerte an Immanuel Kants Forderung, die Menschen brauchen Mut zur M&uuml;ndigkeit. Dieser Mut steht heute gegen den Kriegskonformismus.<\/p><p>Wir brauchen auch eine klare Sprache &ndash; etwa Begriffe wie der vom &sbquo;Klimakollaps&lsquo; in der &Ouml;kologiedebatte ist zu schwach. Wir m&uuml;ssen den Kollaps des Erdsystems abwenden. Niemand kann valide vorhersagen, was etwa eine Erderhitzung auf drei Grad plus gegen&uuml;ber 1979 f&uuml;r den Lebensraum der Menschheit regional und global bedeutet.<\/p><p>Die armen L&auml;nder werden als erste betroffen sein. Und Gebiete in den Industriestaaten, wo ungew&ouml;hnliche Wetterereignisse Katastrophen hervorrufen k&ouml;nnen, werden m&ouml;glichst schnell einfach wieder hergestellt. Die mit all diesen Entwicklungen verbundene Destabilisierung steigert Konflikte bis zur Kriegsgefahr.<\/p><p>Die Erderhitzung von 1,9 Grad plus ist bereits Realit&auml;t. Wer heute noch von 1,5 Grad spricht, verharmlost. Konservativer Nationalismus und gr&uuml;ner Neoliberalismus werden die erw&auml;hnten Probleme nicht l&ouml;sen.<\/p><p>Die Ver&auml;nderungen bewirken im System der Thermostr&ouml;me Umw&auml;lzungen von unvorhersehbaren Ausma&szlig;en und Ausformungen.<\/p><p>Die Dummheit eines Systems, das vor allem die Linearit&auml;t von Wachstum zum Programm hat, kann sich die Menschheit nicht mehr leisten. W&auml;hrend planetarische Krisen versch&auml;rft werden, bleiben gemeinsame Aktionen von zivilgesellschaftlichen Akteuren die Ausnahme. Wir brauchen eine globale Gemeinsamkeit statt der Konfrontation der Abschreckungsstrategie.<\/p><p>Wir brauchen eine Strategie der Bewahrung des Lebensraumes der Menschheit, die Abr&uuml;stung und Diplomatie, das V&ouml;lkerrecht im Sinn einer Friedensordnung der gemeinsamen Sicherheit etabliert. Ohne eine dadurch m&ouml;gliche globale Kooperation sind die globalen Probleme nicht l&ouml;sbar. Die Welt braucht Gemeinsamkeit statt Konfrontation. Ohne eine strukturelle Ver&auml;nderung des Systems ist die Welt nicht zu retten.<\/p><p>Die nichtlinearen Prozesse vor uns liegender Kipp-Punkte, die sich gegenseitig durchdringen, sind nur mit eine Kraftanstrengung bew&auml;ltigbar, die mit dem Mut zur M&uuml;ndigkeit beginnt. Wir m&uuml;ssen sehen und sagen, was ist. Und wir haben da anzusetzen, wo die Gefahr aktuell und wo die Aussicht auf Aktivierung von Widerstand am gr&ouml;&szlig;ten ist.<\/p><p>Das zu kl&auml;ren, wird auch wieder 2026 Aufgabe der Friedensbewegung sein.<\/p><p>Die Atomr&uuml;stung, die Vormachts-Strategie der NATO und die Kriegsvorbereitung inklusive der erneuten Stationierung von Mittelstreckenraketen in Deutschland wird dabei eine herausragende Aufgabe beim Auf- und Ausbau von Friedensstrukturen sein.<\/p><p><small>Titelbild: Drakuliren \/ Shutterstock<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der bundesweite Friedensratschlag am 8. und 9. November mit &uuml;ber 500 Teilnehmern beinhaltete teils heftige Debatten &uuml;ber Auswege aus den Eskalationsspiralen, die der Militarismus ausl&ouml;st. Die Veranstaltung war eine wichtige Vorbereitung auf die Aktionen der Friedensbewegung im Jahr der geplanten Stationierung nuklearf&auml;higer US-Mittelstreckenraketen in Deutschland. Von <strong>Bernhard Trautvetter<\/strong>.<\/p>\n<p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":142117,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,172,170,123,211],"tags":[2733,3260,1120,893,466,3500,1367,906,259,1556,1019],"class_list":["post-142116","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-aufruestung","category-friedenspolitik","category-kampagnentarnworteneusprech","category-veranstaltungshinweiseveranstaltungen","tag-erderwaermung","tag-feindbild","tag-friedensbewegung","tag-militarisierung","tag-nato","tag-raketenstationierung","tag-ruestungsausgaben","tag-ruestungsindustrie","tag-russland","tag-usa","tag-wirtschaftssanktionen"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/shutterstock_2403701665.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/142116","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=142116"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/142116\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":142176,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/142116\/revisions\/142176"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/142117"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=142116"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=142116"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=142116"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}