{"id":142308,"date":"2025-11-19T11:00:35","date_gmt":"2025-11-19T10:00:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=142308"},"modified":"2025-11-21T16:08:53","modified_gmt":"2025-11-21T15:08:53","slug":"aussenminister-wadephul-besucht-westbalkan-nato-bombardierung-von-serbien-1999-war-nicht-voelkerrechtswidrig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=142308","title":{"rendered":"Au\u00dfenminister Wadephul besucht Westbalkan: NATO-Bombardierung von Serbien 1999 war nicht v\u00f6lkerrechtswidrig"},"content":{"rendered":"<p>Au&szlig;enminister Johann Wadephul weilte bis zum 19. November auf einer mehrt&auml;gigen Reise durch die Staaten des westlichen Balkans. In diesem Zusammenhang erw&auml;hnte der Sprecher des Ausw&auml;rtigen Amtes insbesondere eine engere Zusammenarbeit mit Serbien und betonte: &bdquo;F&uuml;r uns steht fest, dass der Westbalkan ein Teil der europ&auml;ischen Familie ist&ldquo;. Die <em>NachDenkSeiten<\/em> wollten vor diesem Hintergrund wissen, ob der Au&szlig;enminister plane, um besagte Zusammenarbeit mit Serbien auch symbolisch zu st&auml;rken, sich erstmalig f&uuml;r die Teilnahme Deutschlands an dem v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriffskrieg der NATO gegen das Westbalkan-Land zu entschuldigen. Dies wurde verneint, da laut Ansicht des Ausw&auml;rtigen Amtes die NATO-Bombardierung Serbiens ohne UN-Mandat nicht v&ouml;lkerrechtswidrig gewesen sei. Von <strong>Florian Warweg<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_2921\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-142308-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251119_Aussenminister_Wadephul_besucht_Westbalkan_NATO_Bombardierung_von_Serbien_1999_war_nicht_voelkerrechtswidrig_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251119_Aussenminister_Wadephul_besucht_Westbalkan_NATO_Bombardierung_von_Serbien_1999_war_nicht_voelkerrechtswidrig_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251119_Aussenminister_Wadephul_besucht_Westbalkan_NATO_Bombardierung_von_Serbien_1999_war_nicht_voelkerrechtswidrig_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251119_Aussenminister_Wadephul_besucht_Westbalkan_NATO_Bombardierung_von_Serbien_1999_war_nicht_voelkerrechtswidrig_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=142308-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251119_Aussenminister_Wadephul_besucht_Westbalkan_NATO_Bombardierung_von_Serbien_1999_war_nicht_voelkerrechtswidrig_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"251119_Aussenminister_Wadephul_besucht_Westbalkan_NATO_Bombardierung_von_Serbien_1999_war_nicht_voelkerrechtswidrig_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"560\" height=\"315\" src=\"\" frameborder=\"0\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/5SaLp2F-59M\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p><p><strong>Faktencheck zur Darlegung des Sprechers des Ausw&auml;rtigen Amtes <\/strong><\/p><p>War der NATO-Angriffskrieg gegen die Bundesrepublik Jugoslawien (Operation Allied Force) wirklich, wie von ihm im Namen der Bundesregierung behauptet, vom V&ouml;lkerrecht gedeckt?<\/p><p>Der Sprecher des Ausw&auml;rtigen Amtes, Josef Hinterseher, erkl&auml;rte auf der Bundespressekonferenz am 14. November 2025 im Namen der Bundesregierung, dass es sich bei der NATO-Bombardierung ab M&auml;rz 1999 &bdquo;nicht um einen v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriffskrieg&ldquo; gehandelt h&auml;tte.<\/p><p>Mit dieser Sicht und Darstellung der Sachlage isoliert sich das Ausw&auml;rtige Amt allerdings von allen g&auml;ngigen V&ouml;lkerrechtsinterpretationen. Denn nach Artikel 2, Ziffer 4 der&nbsp;<a href=\"https:\/\/unric.org\/de\/charta\/\">UN-Charta<\/a>&nbsp;ist jede (!) Art der Anwendung milit&auml;rischer Waffengewalt verboten. Es gibt im Gegensatz zur Behauptung des AA-Sprechers kein V&ouml;lkergewohnheitsrecht zu einzel- oder multistaatlichen &bdquo;humanit&auml;ren Interventionen&ldquo;, da bis heute keine entsprechende allgemeine Rechts&uuml;berzeugung in der internationalen Staatengemeinschaft dazu existiert. Dieses Recht haben nach wie vor nur Organisationen der Vereinten Nationen. Und der UN-Sicherheitsrat hatte zu keinem Zeitpunkt Zwangsma&szlig;nahmen gegen die damalige Bundesrepublik Jugoslawien nach Artikel 42 der UN-Charta beschlossen, geschweige denn einzelne Staaten (Artikel 42, 48) oder die NATO als Regionalorganisation (das w&auml;re dann Artikel 53) dazu erm&auml;chtigt.<\/p><p>Auch der Ausnahmefall nach Artikel 51, auf den gern verwiesen wird, der Notwehr und Nothilfe zugunsten eines angegriffenen Staates rechtfertigt, lag nicht vor. Denn weder hatte Jugoslawien ein NATO-Mitglied milit&auml;risch angegriffen noch ein angegriffener souver&auml;ner Staat um Nothilfe gebeten.<\/p><p>Deutschland hat zudem nur wenige Jahre nach der sogenannten Wiedervereinigung mit seiner Teilnahme an dem NATO-Angriff massiv gegen den Zwei-plus-Vier-Vertrag und die eigene Verfassung versto&szlig;en. Das deutsche Grundgesetz, das sollte man sich generell nochmal in Erinnerung rufen, erlaubt bis heute den Einsatz von Gewalt ausschlie&szlig;lich zur Verteidigung (Artikel 87a, GG):<\/p><blockquote><p>\n<em>&bdquo;Au&szlig;er zur Verteidigung d&uuml;rfen die Streitkr&auml;fte nur eingesetzt werden, soweit dieses Grundgesetz es ausdr&uuml;cklich zul&auml;sst.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Einen Angriffskrieg verbietet das Grundgesetz in&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/gg\/art_26.html\">Artikel 26 Absatz 1<\/a> und fordert dar&uuml;ber hinaus in Satz 2 sogar dazu auf, die F&uuml;hrung eines Angriffskrieges unter Strafe zu stellen.<\/p><blockquote><p>\n<em>&bdquo;Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der V&ouml;lker zu st&ouml;ren, insbesondere die F&uuml;hrung eines Angriffskrieges vorzubereiten, sind verfassungswidrig. Sie sind unter Strafe zu stellen.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Der Zwei-plus-Vier-Vertrag erlaubt den Einsatz deutscher Waffen sehr explizit &bdquo;nur in &Uuml;bereinstimmung mit seiner Verfassung und der Charta der Vereinten Nationen&ldquo;. Im Wortlaut hei&szlig;t es dort unter&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.documentarchiv.de\/brd\/2p4.html\">Artikel 2<\/a>:<\/p><blockquote><p>\n<em>&bdquo;Die Regierungen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik erkl&auml;ren, dass das vereinte Deutschland keine seiner Waffen jemals einsetzen wird, es sei denn in &Uuml;bereinstimmung mit seiner Verfassung und der Charta der Vereinten Nationen.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Der Bundeswehreinsatz gegen Jugoslawien, bei dem deutsche Luftwaffen-Piloten &uuml;ber 400 Kampfeins&auml;tze flogen und dabei &uuml;ber 200 Raketen des Typs AGM-88 HARM auf jugoslawisches Gebiet abfeuerten, &uuml;berschritt ebenso die Grenzen, die das &bdquo;Out-of-area-Urteil&ldquo; des Bundesverfassungsgerichts vom 12. Juli 1994 gezogen hatte. Denn das Urteil, auf das gerne von entsprechender Stelle rekurriert wird, erlaubt Eins&auml;tze ausdr&uuml;cklich nur, wenn diese &bdquo;im Rahmen und nach den Regeln&ldquo; eines Systems kollektiver Sicherheit stattfinden. Weder die UN-Charta noch der NATO-Vertrag, der seine Mitglieder ausdr&uuml;cklich auf Beachtung der UN-Charta und das geltende V&ouml;lkerrecht verpflichtet, legitimieren einen v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriff.<\/p><p>Im R&uuml;ckblick erkl&auml;rte selbst Altbundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der, dass der Bundeswehr-Einsatz gegen Jugoslawien v&ouml;lkerrechtswidrig war. Bei einem Gespr&auml;ch im Rahmen des sogenannten &bdquo;ZEIT Matinee&ldquo; hatte er am 9. M&auml;rz 2014&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=EKQ0ykFQav4\">erkl&auml;rt<\/a>:<\/p><blockquote><p>\n<em>&bdquo;Ich habe (&hellip;) gegen das V&ouml;lkerrecht versto&szlig;en. Wir haben unsere Tornados nach Serbien geschickt, und die haben zusammen mit der NATO einen souver&auml;nen Staat gebombt, ohne dass es einen Sicherheitsratsbeschluss gegeben h&auml;tte.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Es bleibt festzuhalten: Die aktuelle Bundesregierung f&auml;llt mit der in der Bundespressekonferenz kommunizierten offiziellen Darstellung einer angeblichen Rechtm&auml;&szlig;igkeit des NATO-Angriffskrieges gegen die Bundesrepublik Jugoslawien nicht nur hinter die Einsch&auml;tzung von Altkanzler Schr&ouml;der zur&uuml;ck, sondern &ndash; und das wiegt weit schwerer &ndash; wischt geradezu nonchalant das Gewaltverbot der UN, festgehalten in Artikel 2 Ziffer 4, als nicht relevant zur Seite. Wohlgemerkt, hierbei handelt es sich um den zentralen Pfeiler der internationalen Friedensordnung:<\/p><blockquote><p>\n<em>&bdquo;Alle Mitglieder unterlassen in ihren internationalen Beziehungen jede gegen die territoriale Unversehrtheit oder die politische Unabh&auml;ngigkeit eines Staates gerichtete oder sonst mit den Zielen der Vereinten Nationen unvereinbare Androhung oder Anwendung von Gewalt.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Dieses Ignorieren und Umdeuten von zentralen v&ouml;lkerrechtlichen Aspekten durch die Bundesregierung bei gleichzeitiger Postulation einer &bdquo;wertegeleiteten Au&szlig;enpolitik&ldquo; ist wohl als die eigentliche &bdquo;Zeitenwende&ldquo; zu bezeichnen. Eine Zeitenwende, die bereits 1999 ihren Anfang nahm &hellip;<\/p><p><strong>Auszug aus dem Wortprotokoll der Regierungspressekonferenz vom 14. November 2025 <\/strong><\/p><p><strong>Hinterseher (AA)<\/strong><br>\nIch habe Ihnen eine Reise des&nbsp;Au&szlig;enministers&nbsp;anzuk&uuml;ndigen. Er wird ab Sonntag in alle sechs&nbsp;Staaten des westlichen Balkans reisen.<\/p><p>Am Sonntag reist der Au&szlig;enminister zuerst nach Bosnien und Herzegowina, wo er mit Vertretern der Pr&auml;sidentschaft sowie dem Hohen Repr&auml;sentanten sprechen wird.<\/p><p>Am Montag reist der Au&szlig;enminister weiter nach Montenegro, wo er am Vormittag Gespr&auml;che mit dem Ministerpr&auml;sidenten und seinem montenegrinischen Gegen&uuml;ber, Ervin Ibrahimovi&#263;, f&uuml;hren wird.<\/p><p>Von dort aus geht es weiter nach Albanien. Dort trifft der (sic!) Au&szlig;enministerin Elisa Spiropali sowie den Leiter der Sonderstaatsanwaltschaft zur Bek&auml;mpfung von Korruption, organisierter Kriminalit&auml;t und Terrorismus.<\/p><p>Am Abend wird er von Staatspr&auml;sident Aleksandar Vu&#269;i&#263; in Serbien empfangen. Am Dienstagvormittag wird er mit Au&szlig;enminister Marko &#272;uri&#263; in Serbien sowie Vertreterinnen und Vertretern der Zivilgesellschaft zusammentreffen.<\/p><p>Am Mittag reist der Au&szlig;enminister dann weiter nach Kosovo. Dort wird er Gespr&auml;che mit der Staatspr&auml;sidentin und dem gesch&auml;ftsf&uuml;hrenden Premierminister f&uuml;hren und sich mit deutschen KFOR-Soldatinnen und Soldaten austauschen.<\/p><p>Am Dienstagabend wird der Au&szlig;enminister vom Ministerpr&auml;sidenten und vom Au&szlig;enminister Tim&#269;o Mucunski in Nordmazedonien empfangen, bevor er Mittwochfr&uuml;h nach Berlin zur&uuml;ckkehrt.<\/p><p>Deutschland ist seit Langem auch durch den Berlin-Prozess ein enger Begleiter der L&auml;nder des Westbalkans auf ihrem Weg in die EU. Im Zentrum der Reise stehen deshalb nat&uuml;rlich die Herausforderungen und Fortschritte im Erweiterungsprozess. Denn f&uuml;r uns steht fest, dass der Westbalkan ein Teil der europ&auml;ischen Familie ist.<\/p><p><strong>Frage Berndt (ARD-Hauptstadtstudio)<\/strong><br>\nK&ouml;nnen Sie noch ein bisschen n&auml;her ausf&uuml;hren, welche Inhalte bei dieser Reise im Mittelpunkt stehen werden?<\/p><p><strong>Hinterseher (AA)<\/strong><br>\nWie schon angedeutet, geht es bei den Westbalkanstaaten um die Erweiterungskandidaten bzw. die Erweiterungsrunde. Nat&uuml;rlich gibt es f&uuml;r jedes Land einzelne Gespr&auml;che zum Erweiterungsprozess. Ich will dem Ganzen jetzt aber nicht vorgreifen.<\/p><p><strong>Frage Dr. Rinke (Chefreporter Reuters) <\/strong><br>\nHerr Hinterseher, der Au&szlig;enminister besucht alle sechs L&auml;nder. K&ouml;nnen Sie uns eine kurze Einsch&auml;tzung dazu geben, wie Sie den momentanen Einfluss Russlands auf diese Region einsch&auml;tzen? Es gab gerade gegen den serbischen Pr&auml;sidenten immer Vorw&uuml;rfe, dass er sich zu stark an Moskau anlehne. Ist dieser Einfluss in den letzten Monaten gestiegen oder gesunken?<\/p><p><strong>Hinterseher (AA)<\/strong><br>\nWir beobachten die globale Einflussnahme Russlands mittels Desinformation mit gro&szlig;er Sorge und gehen auch eigene Schritte, um dem zun&auml;chst einmal selbst, aber nat&uuml;rlich auch in der EU entgegenzuwirken.<\/p><p>Mit Blick auf Serbien w&uuml;rde ich der Reise an dieser Stelle nicht vorgreifen wollen. Mit der serbischen Seite werden nat&uuml;rlich Gespr&auml;che zu allen Themen gef&uuml;hrt. Eine weitere Spezifizierung oder Ausgestaltung wird im Nachgang erfolgen.<\/p><p><strong>Zusatzfrage Dr. Rinke<\/strong><br>\nWerden auch die Lithiumvorkommen in Serbien eine Rolle spielen? Bei fr&uuml;heren Besuchen hat es gro&szlig;e Hoffnungen gegeben, dass Serbien einer der Hauptlieferanten auch der deutschen Industrie werden k&ouml;nnte.<\/p><p><strong>Hinterseher (AA)<\/strong><br>\nAuch dabei w&uuml;rde ich es so halten wollen, dass wir den Gespr&auml;chsinhalten an dieser Stelle nicht vorgreifen. Ich kann Ihnen ganz grunds&auml;tzlich sagen, dass wir auf dem Weg zur Klimaneutralit&auml;t noch viel vor uns haben, ganz besonders im Bereich der Mobilit&auml;t. Lithium aus Serbien und die Bestrebungen der Bundesregierung grunds&auml;tzlicher Art, Lieferketten und Rohstoffversorgung weltweit zu diversifizieren, k&ouml;nnen nat&uuml;rlich ein Beitrag dazu sein. Wenn wir mit Serbien enger wirtschaftlich zusammenarbeiten, f&uuml;hrt dies das Land nat&uuml;rlich auch n&auml;her an die Europ&auml;ische Union heran. Wir legen gleichzeitig Wert darauf, dass in diesem Zusammenhang alle EU-Standards&nbsp;&#8209; insbesondere auch Umweltstandards&nbsp;&#8209; eingehalten werden.&nbsp;&#8209; Das als sehr grunds&auml;tzliche Vorbemerkung. Die Inhalte der Gespr&auml;che sind davon nat&uuml;rlich nicht ber&uuml;hrt.<\/p><p><strong>Frage Warweg<\/strong><br>\nSie haben jetzt noch einmal die angestrebte engere Zusammenarbeit mit Serbien angesprochen. Deutschland hat sich bisher noch nie f&uuml;r die Teilnahme an dem v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die damalige Republik Jugoslawien entschuldigt. Plant der Au&szlig;enminister, gerade auch um eine engere Zusammenarbeit anzusto&szlig;en, eine erstmalige Entschuldigung f&uuml;r besagte Teilnahme an der v&ouml;lkerrechtswidrigen Bombardierung Serbiens 1999?<\/p><p><strong>Hinterseher (AA)<\/strong><br>\nHerr Warweg, wie leider &ouml;fter &uuml;blich, muss ich der Pr&auml;misse Ihrer Frage aufs Sch&auml;rfste widersprechen. Es geht nicht um einen v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriffskrieg der NATO damals. Insofern ist auch nicht vorgesehen, dass sich der Minister dort f&uuml;r irgendetwas entschuldigt.<\/p><p><strong>Zusatz Warweg<\/strong><br>\nDer Angriff war also in der aktuellen Wahrnehmung des Au&szlig;enministers v&ouml;lkerrechtskonform?<\/p><p><strong>Hinterseher (AA)<\/strong><br>\nIch habe meiner Aussage nichts hinzuzuf&uuml;gen.<\/p><p><small>Titelbild: Screenshot NachDenkSeiten, Bundespressekonferenz 14.11.2025<\/small><\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<strong>Mehr zum Thema:<\/strong>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=131581\">EU-Kommission fordert Absetzung des Vize-Pr&auml;sidenten Serbiens wegen Sympathien f&uuml;r BRICS: &bdquo;Sollte nicht Teil der neuen Regierung sein&ldquo;<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=130632\">Bundesregierung zum Angriffskrieg gegen Jugoslawien 1999: &bdquo;Einsatz war nicht v&ouml;lkerrechtswidrig&ldquo;<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=73174\">Wer arbeitet die Kriegsverbrechen des Westens in der Ex-Bundesrepublik Jugoslawien auf?<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=114263\">Florian Warweg interviewt Sevim Dagdelen: NATO-Mythen und die Klage &bdquo;wegen Beihilfe zum V&ouml;lkermord&ldquo;<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=142410\">Leserbriefe zu &bdquo;Au&szlig;enminister Wadephul besucht Westbalkan: NATO-Bombardierung von Serbien 1999 war nicht v&ouml;lkerrechtswidrig&ldquo;<\/a>\n<\/p><\/div><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/c67bdd9240b541c2b34db1e822d7f111\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Au&szlig;enminister Johann Wadephul weilte bis zum 19. 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Die <em>NachDenkSeiten<\/em> wollten vor diesem Hintergrund wissen,<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=142308\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":15,"featured_media":142309,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,188,126,171],"tags":[2503,418,462,466,2110,2203,3438,1703,3549,3418],"class_list":["post-142308","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-bundesregierung","category-erosion-der-demokratie","category-militaereinsaetzekriege","tag-bundespressekonferenz","tag-grundgesetz","tag-jugoslawien","tag-nato","tag-out-of-area-einsatz","tag-serbien","tag-un-charta","tag-voelkerrecht","tag-wadephul-johann","tag-zwei-plus-vier-vertrag"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/251114_BPK_Clip_1_Serbien_1999_Hinterseher_leugnet_Voelkerrechtswidrigkeit.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/142308","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/15"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=142308"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/142308\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":142488,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/142308\/revisions\/142488"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/142309"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=142308"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=142308"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=142308"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}