{"id":14234,"date":"2012-08-23T09:02:05","date_gmt":"2012-08-23T07:02:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14234"},"modified":"2012-08-23T09:02:05","modified_gmt":"2012-08-23T07:02:05","slug":"hinweise-des-tages-1680","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14234","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14234#h01\">Steffen Lehndorff: Ein Triumph gescheiterter Ideen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14234#h02\">Die EZB und der Zinsdeckel &ndash; Versuch einer Kl&auml;rung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14234#h03\">Sackgasse Austerit&auml;tspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14234#h04\">Die Euro-Krise als Z&auml;sur: Eine neue Finanz-, Geld-, und Wirtschaftspolitik in Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14234#h05\">Europa sollte sich Island als Vorbild nehmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14234#h06\">Mark Thoma &ndash; Put Inflation Fears Aside<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14234#h07\">Hurra, wir sind &Uuml;berschuss-Weltmeister<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14234#h08\">Wer wirklich vom Euro profitiert hat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14234#h09\">Rot-gr&uuml;ne Reformen nutzten vor allem den Reichen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14234#h10\">ver.di Stellungnahme zur Beitragssenkung bei der Rentenversicherung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14234#h11\">ver.di-Stellungnahme zur &bdquo;Zuschussrente&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14234#h12\">Was bringt der &ldquo;Pflege-Bahr&rdquo;?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14234#h13\">Gesetzlicher Mindestlohn &ndash; gut f&uuml;r Einkommen, Besch&auml;ftigung und &ouml;ffentliche Finanzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14234#h14\">Leiharbeiter im Dauereinsatz: Vier Jahre vor&uuml;bergehend angestellt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14234#h15\">Wer entscheidet sich f&uuml;r eine Riester-Rente, und aus welchen Gr&uuml;nden?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14234#h16\">Kristallnacht im August<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14234#h17\">Kein Platz mehr f&uuml;r Annette Schavan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14234#h18\">Ober-Pirat auf Spendenbasis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14234#h19\">Klassenkampf zwischen Million&auml;ren und Milliard&auml;ren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14234#h20\">US-Gewerkschaften bluten aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14234#h21\">Bundesregierung sieht erste Erfolge durch Investition in Bildung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14234#h22\">Bundesregierung sieht das Deutschlandstipendium auf gutem Weg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14234#h23\">Viele Polen ziehen wieder gen Westen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14234#h24\">&Auml;thiopien: Jenseits von Hunger und Demokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14234#h25\">Zu guter Letzt: Offshore-Garantien<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14234&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Steffen Lehndorff: Ein Triumph gescheiterter Ideen<\/strong><br>\nDas Grundproblem ist das deutsche Gesch&auml;ftsmodell einer erweiterten DM-Zone bei gleichzeitigem neoliberal orientierten Abbau der auf sozialen Ausgleich gerichteten<br>\nInstitutionen im deutschen Kapitalismus, der alle L&auml;nder in Leistungsbilanzdefizite hineintreibt, die sich nicht ebenfalls auf stagnierende Durchschnittsl&ouml;hne und zunehmende Ungleichheit einlassen&hellip;<br>\nEs wird keine europ&auml;ische Reformagenda geben, ohne dass jedes Land seine Hausaufgaben macht. Doch ebenso gilt, dass ohne eine neue europ&auml;ische Reformagenda alternative Ans&auml;tze in den meisten europ&auml;ischen L&auml;ndern sehr schnell erstickt werden d&uuml;rften. Luft zum Atmen bekommen andere L&auml;nder erst, wenn sie nicht l&auml;nger durch die deutsche Politik bevormundet werden.<br>\nDie Herausforderungen an einen Politikwechsel sind komplex, aber am gr&ouml;&szlig;ten sind sie in Deutschland&hellip;<br>\nEinstweilen triumphieren die gescheiterten Ideen ein weiteres Mal. Die paradoxe Basis dieses Triumphs ist die wegen des Vertrauens in diese Ideen sprunghaft angestiegene Staatsverschuldung, und sein Vehikel ist das der Eurozone oktroyierte Austerit&auml;tsregime. Daran zeigt sich, dass die gescheiterten Ideen diesmal nicht als Heilsversprechen daherkommen, sondern ihr neuerlicher Triumph auf Einsch&uuml;chterung und Angst beruht. Dies offenbart die Schw&auml;che der Starken. Die Politik des Nicht-Lernens kann nur weitere Krisen hervorbringen. Bleibt zu hoffen, dass nicht das europ&auml;ische Projekt zu ihren n&auml;chsten Opfern geh&ouml;rt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/120823_steffen_lehndorff_triumph_gescheiterter_ideen.pdf\">Einleitung zu dem h&ouml;chst lesenswerten Buch &bdquo;Ein Triumph gescheiterter Ideen&ldquo; [PDF &ndash; 172 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die EZB und der Zinsdeckel &ndash; Versuch einer Kl&auml;rung<\/strong><br>\nDie Meldung, wonach die EZB plane, einen Zinsdeckel f&uuml;r s&uuml;deurop&auml;ische Staatsanleihen einzuf&uuml;hren, hat eine beachtliche Rallye an den M&auml;rkten ausgel&ouml;st. Das legt die Frage nahe, was bei der n&auml;chsten Sitzung des Zentralbankrats wohl entschieden werden wird &ndash; und es d&uuml;rfte eine Entt&auml;uschung geben.<br>\nNach allem, was ich h&ouml;re, stellt sich die Lage so dar:  In den Arbeitsgruppen des Eurosystems &ndash; insbesondere in der Generaldirektion Marktoperationen unter Ulrich Bindseil &ndash; wird an verschiedenen Modellen get&uuml;ftelt. Das ist nicht un&uuml;blich, dort werden st&auml;ndig verschiedene Optionen durchgespielt, auch bei den LTRO lagen unterschiedliche Varianten vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2012\/08\/22\/die-ezb-und-der-zinsdeckel-versuch-einer-klarung_5141\">ZEIT Herdentrieb<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Sackgasse Austerit&auml;tspolitik<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Griechenland will Luft zum Atmen<\/strong><br>\nGriechenland spart wie noch kein Industrieland zuvor. Dennoch wird das Geld in der Staatskasse immer knapper. Ministerpr&auml;sident Antonis Samaras will mehr Zeit f&uuml;r Reformen bekommen.. &bdquo;Wir fordern kein zus&auml;tzliches Geld. Wir stehen zu unseren Verpflichtungen und zur Erf&uuml;llung aller Vorgaben&ldquo;, sagte Samaras der Bild-Zeitung. &bdquo;Wir m&uuml;ssen das Wachstum ankurbeln, weil das die Finanzl&uuml;cken verkleinert. Alles, was wir wollen, ist ein wenig Luft zum Atmen&ldquo;, um die Wirtschaft rasch in Gang zu bringen und die Staatseinnahmen zu erh&ouml;hen. Mehr Zeit bedeutet nicht automatisch mehr Geld.&ldquo;&hellip;<br>\nSteuererh&ouml;hungen und Ausgabensenkungen der vergangenen zwei Jahre summieren sich auf satte 20 Prozent der Wirtschaftsleistung&hellip;Doch die Zeiten werden noch h&auml;rter f&uuml;r Griechenland. Bis 2013, so Laura Weymes, &Ouml;konomin bei der irischen Zentralbank, werden sich die Sanierungsma&szlig;nahmen auf 33 Prozent der Wirtschaftsleistung belaufen.<br>\nDie Kosten sind gigantisch. Athen k&uuml;rzt Renten und Geh&auml;lter, entl&auml;sst Zehntausende von Staatsangestellten, erh&ouml;ht Steuern und Abgaben. Das sp&uuml;ren die Gesch&auml;fte: Der Einzelhandel setzte zuletzt 40 Prozent weniger um als vor der Krise. Die Arbeitslosigkeit steigt dramatisch, die Wirtschaftsleistung d&uuml;rfte 2012 um sechs bis sieben Prozent schrumpfen&hellip;Dieser R&uuml;ckgang macht die Sparbem&uuml;hungen tendenziell zunichte. Von Athen werden daher weitere K&uuml;rzungen &uuml;ber sieben Prozent der Wirtschaftsleistung verlangt&hellip;Um die geforderten 11,5 Milliarden Euro zu sparen, sollen die Staatsbediensteten auf eine weitere Milliarde verzichten, die Rentner auf 2,6 Milliarden, Kliniken und staatliche Versicherungen auf zwei Milliarden Euro.<br>\nDamit f&uuml;hrt Griechenland laut Weymes einen verzweifelten Kampf gegen den &bdquo;Schneeballeffekt&ldquo;: Die Sparma&szlig;nahmen lassen die Wirtschaftsleistung schrumpfen. Gleichzeitig ist die Zinslast auf die Schulden erdr&uuml;ckend hoch. &bdquo;Diese Faktoren absorbieren die Anstrengungen bei der Schuldenreduktion&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/schuldenkrise\/griechen-brauchen-mehr-zeit-griechenland-will-luft-zum-atmen,1471908,16938414.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Selbst die &bdquo;schw&auml;bische Hausfrau&ldquo; m&uuml;sste doch allm&auml;hlich erkennen, dass sie allein mit Sparen immer &auml;rmer wird, weil ihre Ern&auml;hrer allm&auml;hlich verhungern und das Familieneinkommen dadurch trotz aller Sparbem&uuml;hungen mehr und mehr sinkt und die Schulden zunehmen. Die Gl&auml;ubiger m&uuml;ssten doch allm&auml;hlich auch erkennen, dass wenn man sein gepumptes Geld (wenigstens zu einem Teil) wieder zur&uuml;ckbekommen will, dem Schuldner nicht die Luft zum Atmen nehmen darf.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Brandbeschleuniger Fiskalpakt: Wie K&uuml;rzungspolitik die Eurokrise versch&auml;rft!<\/strong><br>\n2008 begann die gr&ouml;&szlig;te Finanzkrise seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Spekulationsblase der internationalen Immobilienm&auml;rkte platzte. Viele Banken standen vor dem Bankrott. Die Staaten st&uuml;tzten sie mit milliardenschweren Rettungspaketen. Dies f&uuml;hrte zu einem massiven Anstieg der Staatsverschuldung und zu Haushaltsproblemen. Die folgende K&uuml;rzungspolitik versch&auml;rfte die Krise und f&uuml;hrte die Krisenstaaten in die Rezession. Sinkende Steuereinnahmen und weitere Eskalation der Krise sind die Folge. Der Fiskalpakt mit seinen Schuldenbremsen schreibt die K&uuml;rzungspolitik nun f&uuml;r ganz Europa fest. Auch in Deutschland wird auf Jahre hinaus im sozialen Bereich gespart werden m&uuml;ssen. Das Haushaltsrecht der nationalen Parlamente wird ausgeh&ouml;hlt. Deswegen klagt DIE LINKE gegen den Fiskalpakt vor dem Bundesverfassungsgericht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=a7tvTzZ1-pw\">Die Linke auf YouTube<\/a><\/li>\n<li><strong>Sparzwang schw&auml;cht S&uuml;den<\/strong><br>\nBislang schienen die Schwellenl&auml;nder immun. Doch jetzt droht den Antreibern der Weltwirtschaft der Schwung auszugehen. Schuld daran ist auch die europ&auml;ische Sparpolitik&hellip;<br>\nSo warnte der Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF) unl&auml;ngst in seinem World Economic Outlook, die &bdquo;ohnehin nicht sehr starke weltwirtschaftliche Erholung zeigte in den vergangenen Monaten weitere Anzeichen von Schw&auml;che&ldquo;. Schuld seien neben der anhaltenden Eurokrise vor allem die sinkenden Wachstumsaussichten in den Entwicklungs- und Schwellenl&auml;ndern.<br>\nDas britische Entwicklungsinstitut ODI warnte k&uuml;rzlich, die Krise verursache in praktisch allen Entwicklungsl&auml;ndern einen starken R&uuml;ckgang bei Exporten, Investitionen, R&uuml;ck&uuml;berweisungen von Migranten und bei der Entwicklungshilfe. Selbst die aufstrebenden Schwellenl&auml;nder haben ihre Volkswirtschaften bislang kaum von den Industriel&auml;ndern abnabeln k&ouml;nnen und erzielen immer noch einen Gro&szlig;teil ihrer Einnahmen durch Exporte in den Norden.<br>\nUnd wenn es in Europa kriselt und auch die USA und Japan mit ihren gigantischen Handelsdefiziten sparen m&uuml;ssen, dann leiden darunter zwangsl&auml;ufig auch die Volkswirtschaften im S&uuml;den.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Globale-Auswirkungen-der-Eurokrise\/!100006\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Austerit&auml;tspolitik in Europa: Spanien<\/strong>\n<ul>\n<li>Die von der Sozialistischen Partei im Mai 2010 initiierte und von der konservativen Regierung unter Rajoy seit Anfang 2012 versch&auml;rfte Austerit&auml;tspolitik konzentriert sich bisher vor allem auf Ausgabenk&uuml;rzungen im &ouml;ffentlichen Sektor, mit deutlich negativen Folgen f&uuml;r die dort Besch&auml;ftigten. Die Systeme der sozialen Sicherung sind bislang weniger betroffen.<\/li>\n<li>Die Strukturreform des Arbeitsmarktes st&auml;rkt die Position der Arbeitgeber gegen&uuml;ber den Arbeitnehmern, erleichtert Entlassungen und schw&auml;cht die Verhandlungsmacht der Gewerkschaften.<\/li>\n<li>Die spanische Wirtschaft wird voraussichtlich auch in den Jahren 2012 und 2013 weiter schrumpfen. Die Arbeitslosigkeit wird auf dem sehr hohen Niveau von ca. 25 Prozent verharren, die soziale Ungleichheit wird zunehmen und die Sanierung der Staatsfinanzen nur langsam voran schreiten.<\/li>\n<li>Die politische Situation bleibt zun&auml;chst stabil. Die konservative Partido Popular dominiert das politische Geschehen und in den n&auml;chsten drei Jahren stehen keine Wahlen an. Der wachsenden Unzufriedenheit fehlt noch ein gesellschaftspolitischer Akteur, der ihr &uuml;ber vereinzelte Protestaktionen hinaus Ausdruck verleihen k&ouml;nnte. <\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/id-moe\/09290.pdf\">Friedrich-Ebert-Stiftung, Internationale Politikanalyse [PDF &ndash; 623 KB]<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu sollte man wissen:<\/strong><\/p><\/li>\n<li><strong>Adi&oacute;s, Exporteuropameister Spanien!<\/strong><br>\nErstaunlicherweise hat ein Land wie Spanien, das gerade unter einer heftiger Kapitalflucht leidet, noch bis Ende 2011 eine bessere Entwicklung hingelegt als &bdquo;Reformweltmeister&ldquo; Deutschland. Hier das Exportwachstum im Vergleich zum Durchschnitt des Jahres 2009 &ndash; dem Tiefpunkt nach der Lehman-Pleite:\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/120823_exportvolumen.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/120823_exportvolumen_small.png\" alt=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Allein Spaniens Regierung hat gerade sein Sparpaket auf rund 10 Prozent des Bruttoinlandsprodukts bis Ende 2014 erh&ouml;ht. Bereits im ersten Quartal 2012 musste Spanien den Titel des Exporteuropameisters an Deutschland abgeben: Spanien lag nur noch 23,7 Prozent &uuml;ber dem 2009er Niveau. In Deutschland waren es 25,9 Prozent.<br>\nUnd wer glaubt, dass die ambitionierten Sparprogramme im Euroland keine Wirkung auf die Weltwirtschaft haben, muss sich nur die heute ver&ouml;ffentlichen Exportzahlen aus Japan anschauen: Die Ausfuhren in die EU lagen zuletzt 25 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Guten Morgen, globaler Deflationsschock!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wirtschaftswunder.ftd.de\/2012\/08\/22\/exporteuropameister-spanien\/\">FTD Wirtschaftswunder<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>George Osborne may be forced into austerity U-turn<\/strong><br>\nChancellor faces criticism from all sides over failure to reduce deficit through austerity measures.<br>\nThe public finances paint a bleak picture of the UK economy. Tax receipts are down on this time last year, and the government is on course to borrow more in the current financial year than it did in 2011-12. These will be worrying numbers for a chancellor who has made deficit reduction the judge and jury of his economic management.<br>\nPoor old George Osborne is getting stick from both ends of the political spectrum. The left say the &pound;3.4bn deterioration in the deficit between July 2011 and July 2012 is evidence that austerity isn&rsquo;t working, and supports the argument that the chancellor went at deficit reduction like a bull in a china shop.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.guardian.co.uk\/business\/2012\/aug\/21\/george-osborne-austerity-u-turn\">The Guardian<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Auch Gro&szlig;britannien muss lernen, dass man langfristig den Staatshaushalt in Krisenzeiten nicht durch Austerit&auml;tspolitik sanieren kann. Wegen der rigoroser Budgetk&uuml;rzungen haben sich die Steuereinnahmen so sehr verschlechtert, dass das britische Finanzministerium nicht, wie geplant, einen ausgeglichenen Haushalt, sondern ein um 3,4 Mrd. Pfund h&ouml;heres Defizit als im Vorjahr vermelden musste.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die Euro-Krise als Z&auml;sur: Eine neue Finanz-, Geld-, und Wirtschaftspolitik in Europa<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Union ist sp&auml;testens mit dem Vertrag von Maastricht und der Einf&uuml;hrung des europ&auml;ischen Binnenmarktes Anfang der 1990er Jahre ein Projekt der Staatenkonkurrenz geworden. Die nationalen &Ouml;konomien der EU sollten in Konkurrenz miteinander treten, weil eben diese Konkurrenz nach neoliberaler Ideologie das beste Ergebnis f&uuml;r die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger Europas bringen sollte: &bdquo;schlanke&ldquo; Staaten, niedrige Steuern, innovative Unternehmen, viele neue Arbeitspl&auml;tze etc&hellip;<br>\nIm Wettlauf gibt es nur einen oder wenige Gewinner, und Gewinner gibt es nur, wo es auch Verlierer gibt. Und die Verlierer werden nun mal &ndash; auch das eine unausweichliche Konsequenz der Marktlogik &ndash; von den M&auml;rkten abgestraft&hellip;<br>\nWie dumm das neoliberale Leitbild einer EU als Staatenkonkurrenz aber ist, wird sp&auml;testens bei der Frage klar, wohin denn eigentlich die EU-Mitgliedsl&auml;nder verschwinden sollen, die im Staatenwettlauf verlieren. Sollen sie vom &bdquo;Staaten-Markt&ldquo; verschwinden? Soll Griechenland nun zerschlagen werden und die Belegschaft der Griechenland AG &ndash; sprich die griechische Bev&ouml;lkerung &ndash; sucht sich eine neue Wirkungsst&auml;tte?&hellip;<br>\nSo traurig es ist: die brutalen Spardiktate f&uuml;r die Krisenl&auml;nder sind nicht nur sozial v&ouml;llig ungerecht und &ouml;konomisch kontraproduktiv, sie gehen auch schon im Ansatz komplett am Problem vorbei.<br>\nDie LINKE fordert, den derzeitigen &ndash; im Laufe der Krise noch weiter versch&auml;rften &ndash; Stabilit&auml;ts- und Wachstumspakt durch eine &bdquo;Europ&auml;ische Ausgleichsunion&ldquo; zu ersetzen. Diese Ausgleichsunion w&auml;re ein Regime, das die Wirtschafts-, Sozial-, Fiskal-, und Steuerpolitik der EU-L&auml;nder &ndash; mindestens aber der Mitgliedsl&auml;nder der W&auml;hrungsunion &ndash; durch eine Mischung aus Angeboten und Sanktionen zu einem koordinierten und auf Koh&auml;renz gerichteten politischen Handeln bewegt&hellip;<br>\nF&uuml;r ein Land wie Deutschland, das in der Vergangenheit Export&uuml;bersch&uuml;sse von &uuml;ber 6 Prozent des BIP produziert hat, bedeutet ein Ausgleich der Leistungsbilanz eine gewaltige Aufgabe, die sowohl Ma&szlig;nahmen zur Steigerung der Importe als auch eine Senkung der Exportabh&auml;ngigkeit erforderlich macht. Die sinnvollste L&ouml;sung w&auml;re zweifellos eine Ausweitung der Binnenkaufkraft durch eine Anhebung des Lohnniveaus, weil dies gleichzeitig hilft, aus &ouml;konomischer Sicht die deutsche Wettbewerbsf&auml;higkeit im Vergleich zu den Nachbarl&auml;nder wieder auf ein f&uuml;r Europa vertr&auml;gliches Niveau zu senken bzw. aus verteilungspolitischer Sicht die Lohnentwicklung endlich wieder auf ein sozial vertr&auml;gliches Niveau anzuheben&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeitschrift-luxemburg.de\/?p=2082\">Zeitschrift Luxemburg<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Europa sollte sich Island als Vorbild nehmen<\/strong><br>\nVor f&uuml;nf Jahren brach die Volkswirtschaft des Landes zusammen. Die danach eingeleiteten Reformen der isl&auml;ndischen Regierung zeigen Wirkung &ndash; und sind auch f&uuml;r andere Staaten beispielhaft. [&hellip;]<br>\nEntscheider und Politiker in Europa sollten ernsthaft dar&uuml;ber nachdenken, ob es nicht an der Zeit w&auml;re, &auml;hnlich wie Island eine Rangliste der Priorit&auml;ten ins Gesetz aufzunehmen. Die Entscheidung, bei der Abwicklung gescheiterter Finanzinstitute Anspr&uuml;chen allgemeiner Sparer Vorrang einzur&auml;umen, w&uuml;rde eine deutliche Botschaft aussenden: Aktion&auml;re, Anleihegl&auml;ubiger und andere Eigent&uuml;mer von Bankschulden k&ouml;nnen, wenn etwas schief l&auml;uft, nicht auf die Einlagen von Privatpersonen zugreifen, um auf diese Weise ihre Verluste zu begrenzen.<br>\nEine solche Herangehensweise w&uuml;rde wahrscheinlich auch die Kosten k&uuml;nftiger Rettungsaktionen auf ein Minimum reduzieren. Aktuelle &Auml;u&szlig;erungen des britischen Finanzministers George Osborne lassen darauf schlie&szlig;en, dass man sich allm&auml;hlich der M&auml;ngel jetziger Systeme bewusst wird und vielleicht sogar die Bereitschaft vorhanden ist, Ma&szlig;nahmen zur Verbesserung zu ergreifen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/konjunktur\/:euro-krise-europa-sollte-sich-island-als-vorbild-nehmen\/70079806.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=\/meinungshungrige\">FTD<\/a> \n<p><strong>Siehe dazu: R&uuml;ckschau: Vorbild Island<\/strong><br>\nIsland war einer der ersten Staaten, den die Eurokrise voll erwischt hat. Inzwischen l&auml;uft wieder alles nach Plan auf der Insel &ndash; und zwar weitgehend ohne soziale Einschnitte f&uuml;r B&uuml;rger und Steuerzahler. Wie hat Island das nur geschafft?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/plusminus\/beitrag_dyn~uid,r31rpk2p0enxl4cp~cm.asp%20\">Das Erste plusminus<\/a><\/p>\n<p><em>Dazu auch auf den NachDenkSeiten: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13760\">Island &ndash; ein Fanal der Hoffnung in Zeiten der Krise<\/a>&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Mark Thoma &ndash; Put Inflation Fears Aside<\/strong><br>\nUnfortunately for the millions of people who cannot find work because of the recession, the Fed is unlikely to do more to help the economy recover because of a misperception of the cost and benefits of further policy action. The Fed is far too worried about the potential for inflation, and far too pessimistic about its ability to lower the unemployment rate. [&hellip;]<br>\nThe problem is that inflation imposes large costs on the rich and powerful, they have considerable political influence, and this has an impact on who does and who does not end up as a member of the Fed. The result is a bias toward the appointment of inflation hawks and less attention to the unemployment problem.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/roomfordebate\/2012\/08\/21\/should-the-fed-risk-inflation-to-spur-growth\/put-inflation-fears-aside\">New York Times<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Was Thoma &uuml;ber die FED schreibt, trifft auch um so mehr auf die EZB und die Bundesbank zu.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Fabian Fritzsche &ndash; Hurra, wir sind &Uuml;berschuss-Weltmeister<\/strong><br>\nDeutschland wird in diesem Jahr voraussichtlich den h&ouml;chsten Leistungsbilanz&uuml;berschuss aller Volkswirtschaften weltweit aufweisen, was sowohl auf steigende &Uuml;bersch&uuml;sse hier als auch auf sinkende in China zur&uuml;ckzuf&uuml;hren ist. Sollte der Saldo jedoch mehr als 6% des BIPs betragen, droht Deutschland nach einer Vereinbarung aus 2011 eine R&uuml;ge der EU-Kommission, was bereits vorsorglich zu einer Verteidigung durch die Bundesregierung und zu w&uuml;tenden Leserbriefen in den Medien gef&uuml;hrt hat&hellip;.<br>\nDie &Uuml;bersch&uuml;sse des Einen sind aber notwendigerweise die Defizite eines Anderes. Eine nachhaltige Wirtschaftspolitik, die anderen zur Nachahmung empfohlen werden kann, wird daher nie das Ziel haben, m&ouml;glichst hohe &Uuml;bersch&uuml;sse zu generieren. Was auf deutscher Seite gerne &uuml;bersehen wird ist, dass &Uuml;bersch&uuml;sse in der Leistungsbilanz auch keineswegs so positiv f&uuml;r Deutschland sind. Das &Uuml;berschussland produziert schlie&szlig;lich mehr als es selbst verbraucht und erh&auml;lt daf&uuml;r im Gegenzug Forderungen, die sich m&ouml;glicherweise am Ende als wertlos herausstellen. Doch selbst wenn die Forderungen werthaltig bleiben, sind diese an sich nicht Wohlstand steigernd&hellip;<br>\nAllein aus Eigeninteresse heraus sollte daher eine ausgeglichene Bilanz das Ziel sein&hellip;<br>\nDie gute Nachricht lautet, dass Deutschland seit 2011 auf diesem Weg ist, die Lohnst&uuml;ckkosten sind 2011 gestiegen und werden wohl auch 2012 steigen. Die schlechte Nachricht ist, dass bisher vor allem die oberen Einkommen weiter ansteigen, wodurch der Konsum nur wenig belebt wird. In den kommenden Jahren sollten daher auch die unteren Einkommen endlich steigen, um so ein ausgewogeneres, ges&uuml;nderes Wachstum zu erzielen, von dem sowohl wir als auch unsere Handelspartner profitieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wirtschaftswunder.ftd.de\/2012\/08\/22\/fabian-fritzsche-hurra-wir-sind-uberschuss-weltmeister\/\">FTD &ndash; Wirtschaftswunder<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wer wirklich vom Euro profitiert hat<\/strong><br>\nLaut dem Analysten-Team um Paul Donovan haben demnach Griechenland, Portugal und Spanien am meisten vom Euro profitiert. Aber auch Finnland gewann. Dagegen h&auml;tten Deutschland, Irland, Italien und Frankreich einen sinkenden Lebensstandard hinnehmen m&uuml;ssen.<br>\nAuf den zweiten Blick ist die Sache allerdings nicht mehr ganz so eindeutig. Denn auch die niedrigen Einkommensgruppen in den Kernl&auml;ndern mussten einen R&uuml;ckgang im real verf&uuml;gbaren Einkommen hinnehmen. Die Reichen in den Kernl&auml;ndern konnten dagegen mehr Geld ausgeben. In anderen Worten: Die Armen wurden &auml;rmer &ndash; die Reichen wurden reicher&hellip;<br>\nDie Schlussfolgerung der UBS-Experten klingt ern&uuml;chternd: F&uuml;r die meisten Euro-L&auml;nder sei der Beitritt zur nicht funktionierenden monet&auml;ren Union aus &ouml;konomischer Sicht ein Fehler gewesen. Die Tatsache, dass der Lebensstandard gefallen sei, habe nur zu Ressentiments und Bitterkeit gegen diejenigen L&auml;nder gef&uuml;hrt, deren Lebensstandard gestiegen sei&hellip;<br>\nDie Ergebnisse spielten somit eher national gesinnten Politikern im Euro-Zentrum in die H&auml;nde, kommentierte die UBS.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wirtschaft.t-online.de\/ubs-studie-wer-wirklich-vom-euro-profitiert-hat\/id_58885684\/index\">t-online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.H.:<\/strong> Ein interessanter Artikel, der leider in der Analyse zu kurz greift und wie immer einige wichtige Informationen ausklammert. Immerhin wird deutlich, dass dank des Euros &ldquo;Die Reichen reicher und die Armen &auml;rmer wurden&rdquo;. Dass der Lebensstandard auch und vor allem gesunken ist, wird in der Studie heraus gestrichen. Der Verfasser des Artikels kommt aber nat&uuml;rlich nicht auf die Idee, danach zu fragen, warum das so ist. Sonst h&auml;tte er ja ein Wort zu den stagnierenden L&ouml;hnen und Geh&auml;ltern hierzulande etwas sagen m&uuml;ssen. Dass vor allem Deutschlands Unternehmen enorme Gewinne eingefahren haben wird tunlichst unterschlagen, stattdessen schwadroniert Lansky &uuml;ber das zu stopfende Haushaltsloch Frankreichs, das zweifellos entsteht, weil es Hollande wagt, das Rentenalter von 62 auf 60 Jahre zu senken, w&auml;hrend in Deutschland ein Eisensch&auml;del namens Clement von der &ldquo;Rente mit 80&rdquo; faselt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Rot-gr&uuml;ne Reformen nutzten vor allem den Reichen<\/strong><br>\nDie rot-gr&uuml;ne Regierung hat in sieben Jahren Amtszeit vor allem den reichsten Menschen des Landes geholfen. Diese These legt nun eine Studie zum Steueraufkommen nahe &ndash; mit beeindruckenden Zahlen.<br>\nIn den letzten Jahren sind ausgerechnet die durchschnittlichen Steuers&auml;tze der Superreichen deutlich gesunken. Das ist das Ergebnis einer Studie von Stefan Bach (Deutsches Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung), Giacomo Corneo und Viktor Steiner (beide Freie Universit&auml;t Berlin), die demn&auml;chst im &ldquo;German Economic Review&rdquo; erscheint, das der traditionsreiche Verein f&uuml;r Socialpolitik herausgibt&hellip;<br>\nBis 1998 &ndash; also vor den Steuerreformen der rot-gr&uuml;nen Bundesregierung &ndash; stieg der Anteil der zu zahlenden Steuern mit wachsendem Einkommen noch relativ gleichm&auml;&szlig;ig an, zeigen Corneo, Bach und Steiner. So mussten die reichsten 50.000 Haushalte, die mindestens eine Million Mark pro Jahr verdienten, 37 Prozent zahlen. Die Allerreichsten 50 &ndash; mit j&auml;hrlichen Einkommen jenseits der 100 Millionen &ndash; zahlten sogar 48 Prozent. Der Durchschnittssteuerzahler dagegen musste 12 Prozent abf&uuml;hren.<br>\nUnter der rot-gr&uuml;nen Bundesregierung Gerhard Schr&ouml;ders &auml;nderte sich das Bild aber deutlich. Ihre Steuerreformen f&uuml;hrten nicht nur zu einer generellen Reduzierung der Einkommensteuers&auml;tze, sondern auch zu einem Knick in der Progression.<br>\nDie Superreichen wurden &uuml;berproportional stark entlastet und zahlen seitdem relativ gesehen weniger Steuern. So m&uuml;ssen die 50 Superreichen nur noch 29 Prozent ihres Einkommens abgeben, stolze 19 Prozentpunkte weniger als zu Kanzler Kohls Zeiten. Sie zahlen damit relativ gesehen weniger als diejenigen, die zwischen einer halben und 2,5 Millionen Euro verdienen. Die n&auml;mlich haben jetzt den h&ouml;chsten Durchschnittssatz: 34 Prozent. &ldquo;Die Progressivit&auml;t der Steuer h&ouml;rt beim reichsten Prozent auf&rdquo;, schreiben die Forscher.<br>\nDer Grund f&uuml;r den Knick in der Kurve: Die Reformen gaben den Superreichen einen Werkzeugkasten an legalen Steuertricks, mit dem sie ihr zu versteuerndes Einkommen massiv dr&uuml;cken konnten. Weil sie ihr Einkommen meistens aus unternehmerischen T&auml;tigkeiten und nicht als Arbeitslohn beziehen, standen ihnen nun viele Schlupfl&ouml;cher offen, zum Beispiel bei Leasing- und Mietgesch&auml;ften im Immobilienbereich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/oekonomie\/nachrichten\/steuern-rot-gruene-reformen-nutzten-vor-allem-den-reichen\/7020630.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>ver.di Stellungnahme zur Beitragssenkung bei der Rentenversicherung<\/strong><br>\nDer Beitragssatz f&uuml;r 2013 soll weiterhin nicht nach der Herbstsch&auml;tzung und erneut nicht als Rechtsverordnung, sondern weiterhin als Gesetz &ndash; ohne dass eine Zustimmung des Bundessrates erforderlich w&auml;re &ndash; durch das Gesetzgebungsverfahren gebracht werden.<br>\nDieses Verhalten offenbart die Missachtung von gesetzlichen Vorschriften, den Beitragssatz mit Zustimmung des Bundessrates durch Rechtsverordnung festzusetzen&hellip;<br>\nDurch &sect; 1 Beitragssatzgesetz 2013 soll der Beitragssatz f&uuml;r das Jahr 2013 f&uuml;r die allgemeine Rentenversicherung auf 19,0 % festgesetzt und damit um 0,6 Beitragssatz-punkte abgesenkt werden.<br>\nDie gesetzliche Rentenversicherung muss so im Jahr 2013 auf rd. 7,2 Mrd. Euro verzichten. Weitere Folge des Absenkens des Beitragssatzes w&auml;re, dass die Rentenversicherung vom Bund im Jahr 2013 0,37 Mrd. &euro; weniger Beitr&auml;ge f&uuml;r Kindererziehung erh&auml;lt (&sect; 177 SGB VI). Durch die Anbindung des allgemeinen Bundeszuschusses (BZ) an den Beitragssatz zahlt der Bund insgesamt 1,11 Mrd. &euro; weniger (0,87 Mrd. &euro; allgem. BZ, 0,24 Mrd. &euro; f&uuml;r die neuen Bundesl&auml;nder weniger, &sect;&sect; 213 Abs. 2 und 2a, 287e SGB VI).<br>\nDiese Ma&szlig;nahme ist keine echte Entlastung der Arbeitnehmer\/innen, sondern aus-schlie&szlig;lich der Arbeitgeber\/innen. Weniger finanzielle Mittel der gesetzlichen Rentenversicherung bedeuten zugleich weniger Leistungen und mehr Armut im Alter&hellip;<br>\nDurch die K&uuml;rzung des Bundeszuschusses fehlen der Rentenkasse in diesem Jahr bereits rd. 1 Mrd. Euro; bis 2016 bel&auml;uft sich diese Summe auf 4,5 Mrd. Euro. Weiterhin strich die schwarz-gelbe Bundesregierung bereits zum 1.1.2011 die fr&uuml;her vom Bund gezahlten Rentenbeitr&auml;ge f&uuml;r Arbeitslosengeld-II-Bezieher\/innen ersatzlos. Der Rentenkasse fehlen dadurch allein in 2012 weitere 4 Mrd. Euro &ndash; knapp 20 Mrd. Euro weniger in nur rd. 2 Jahren und das bei einer steigenden Anzahl von &auml;lteren Menschen in Armut.<br>\nver.di schlie&szlig;t sich deshalb den Beitragssatzforderungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) an und fordert weiterhin, den Beitragssatz sofort wieder auf 19,9 % anzuheben, um die Mittel umgehend f&uuml;r echte Leistungsverbesserungen bei Erwerbsminderungsrenten (EM-Renten), der rentenrechtlichen Anerkennung von Zeiten des Alg-II-Bezugs (mit Erstattung durch die BA), der gleichen Bewertung von Kindererziehungs- und Pflegezeiten in den alten und neuen Bundesl&auml;ndern und der Fortf&uuml;hrung der Rente nach Mindestentgeltpunkten (&sect; 262 SGB VI) nutzen zu k&ouml;nnen. Dazu ist die H&ouml;chstnachhaltigkeitsr&uuml;cklage in &sect; 158 SGB VI zu streichen, die Mindestr&uuml;cklage auf 0,5 Monatsausgaben anzuheben. Besteht die Vermutung, dass die Mindestr&uuml;cklage unterschritten wird (&sect; 158 Abs. 2 SGB VI), muss der Beitragssatz entsprechend angehoben<br>\nwerden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/sozialpolitik.verdi.de\/\">sopaktuell Nr. 126 (Download)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>ver.di-Stellungnahme zur &bdquo;Zuschussrente&ldquo;<\/strong><br>\nDer nun vorliegende Entwurf eines Alterssicherungsst&auml;rkungsgesetzes hat keine Verbesserung im Vergleich zum Lebensleistungsanerkennungsgesetz gebracht. Der Entwurf st&auml;rkt die Alterssicherung nicht, sondern schw&auml;cht die gesetzliche Rentenversicherung. Die Regelungen des Alterssicherungsst&auml;rkungsgesetzes sind auch nicht geeignet, das Problem der Altersarmut ursachenad&auml;quat zu l&ouml;sen.<br>\nInsbesondere die mit diesem Gesetz vollzogene weitere Absenkung des Beitragssatzes von aktuell 19,6 % auf 19,0 % entzieht der gesetzlichen Rentenversicherung weitere rd. 7,2 Mrd. Euro und zeigt die verantwortungslose Politik dieser Bundesregierung. (Siehe oben (WL))&hellip;<br>\nDie hohen H&uuml;rden der Zuschussrente bleiben bestehen und machen die Erf&uuml;llbarkeit der Voraussetzungen f&uuml;r die Inanspruchnahme der Zuschussrente f&uuml;r sehr viele Versicherte unm&ouml;glich. Neu hinzugekommen ist eine Bestrafung f&uuml;r kinderlose Geringverdiene-rinnen und -verdiener, deren Entgeltpunkte weit geringer aufgestockt werden als bei Geringverdienerinnen und -verdienern mit Kindern&hellip;<br>\nEs gibt nach wie vor keine Anreize f&uuml;r zus&auml;tzliche Vorsorge. Hier setzt ver.di den mit dem Sozialverband Deutschland (SoVD) entwickelten Rentenzuschuss als echte Alterna-tive zur Zuschussrente entgegen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/sozialpolitik.verdi.de\/\">sopaktuell Nr. 125 (Download)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Was bringt der &ldquo;Pflege-Bahr&rdquo;?<\/strong><br>\nDer so genannte &ldquo;Pflege-Bahr&rdquo; soll die L&uuml;cke zwischen den Kosten f&uuml;rs Pflegeheim und der Rente schlie&szlig;en. Doch kann die geplante staatlich gef&ouml;rderte Privatvorsorge das &uuml;berhaupt leisten? Oder werden dabei eher Steuergelder verschwendet?<br>\nBeifall bekommt der Pflege-Bahr eigentlich nur von der Versicherungswirtschaft. Ein Interview vor der Kamera lehnt sie ab. Schriftlich wird aber die richtige Weichenstellung begr&uuml;&szlig;t. Es sei h&ouml;chste Zeit, durch &ldquo;mehr Kapitaldeckung die Pflege auch in der Zukunft zu sichern.&rdquo;<br>\nDas Zentrum f&uuml;r Sozialpolitik der Uni Bremen kommt da zum genau entgegengesetzten Ergebnis. Seine Untersuchungen zeigen, dass eine kapitalgedeckte private Versicherung zwar Kosten auf heute vorverlagert, dass die Versicherten in der Zukunft aber trotzdem nicht entlastet werden. Bei einer konstant niedrigen Geburtenrate sei die Kapitaldeckung v&ouml;llig funktionslos und mache daher auch keinen Sinn, sagt Dr. Robert Arnold von der Bremer Uni. Da sei es viel billiger, die Beitr&auml;ge f&uuml;r die gesetzliche Pflegeversicherung leicht anzuheben, und zwar erst dann, wenn das Geld wirklich gebraucht wird. Selbst im Spitzenjahr 2055 w&uuml;rden daf&uuml;r 3,4 Prozent reichen; je zur H&auml;lfte von Arbeitgebern und Arbeitnehmern finanziert. &ldquo;V&ouml;llig klar, dass die Verwaltungskosten viel niedriger sind, wenn wir nicht zwei Systeme haben,&rdquo; d.h. keine zwei Einzahlungs- und keine zwei Auszahlungssysteme. Au&szlig;erdem sei das Vorziehen der Belastungen durch den Pflege-Bahr v&ouml;llig &uuml;berfl&uuml;ssig, weil es keinerlei Funktion habe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/plusminus\/beitrag_dyn~uid,lmib0mw7jrl34i5a~cm.asp\">Das Erste plusminus<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Gesetzlicher Mindestlohn &ndash; gut f&uuml;r Einkommen, Besch&auml;ftigung und &ouml;ffentliche Finanzen<\/strong><br>\nZusammenfassung und Kritik aktueller Studien<br>\nDer gesetzliche Mindestlohn w&uuml;rde nicht nur zu mehr Einkommen und Besch&auml;ftigung f&uuml;hren, sondern auch zu einer deutlichen Entlastung der &ouml;ffentlichen Haushalte. Letzteres hat das renommierte Schweizer Prognos-Institut berechnet. Schnell wurde vom arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft eine Gegenrechnung pr&auml;sentiert. Allerdings beruht diese auf willk&uuml;rlichen Annahmen und massiven Rechenfehlern&hellip; Ein Schelm, wer B&ouml;ses dabei denkt?<br>\nEine Studie des Schweizer Prognos-Instituts zu den fiskalischen Effekten eines gesetzlichen Mindestlohns kam zu dem Ergebnis, dass ein gesetzlicher Mindestlohn in Deutschland erhebliche Mehreinnahmen und Minderausgaben f&uuml;r den Staat zur Folge h&auml;tte. Die Entlastung der &ouml;ffentlichen Haushalte l&auml;ge zwischen 1,3 Milliarden Euro bei einem Mindestlohn von f&uuml;nf Euro und 24,4 Milliarden Euro bei einem Mindestlohn von 12 Euro pro Stunde. Bei einem Mindestlohn in H&ouml;he von 8,50 Euro, wie es die Gewerkschaften fordern, w&uuml;rden die &ouml;ffentlichen Haushalte um gut sieben Milliarden Euro entlastet.<br>\nIn der Gegenrechnung des IW wurden wie &uuml;blich erhebliche Arbeitsplatzverluste als Folge des Mindestlohns unterstellt &ndash; und schon kam man auf negative Ergebnisse auch mit Blick auf die Staatsfinanzen&hellip;<br>\nAngesichts der gewaltigen Diskrepanzen zwischen dem Prognos- und dem IW-Gutachten hat ver.di zusammen mit der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gastst&auml;tten (NGG) Inhalt, Methode und Schlussfolgerung der IW-Studie von dem &Ouml;konometriker Klaus Bartsch in einem Gutachten untersuchen lassen. Das Ergebnis h&auml;tte f&uuml;r das IW kaum verheerender ausfallen k&ouml;nnen: Massive Rechenfehler, willk&uuml;rliche Annahmen und eine methodisch unhaltbare Vorgehensweise werden der IW-Studie attestiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wipo.verdi.de\/\">ver.di Wirtschaftspolitik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Leiharbeiter im Dauereinsatz: Vier Jahre vor&uuml;bergehend angestellt <\/strong><br>\nSandra Kersten arbeitet seit vier Jahren als Leiharbeiterin in einer Privatklinik und bekommt 250 Euro weniger als Festangestellte. Das ist kein Einzelfall. Leiharbeiter im Dauereinsatz &ndash; dieses Problem treibt die Gewerkschaften seit einigen Jahren um. Urspr&uuml;nglich durften die Arbeitskr&auml;fte maximal drei Monate besch&auml;ftigt werden. Schwarz-Gelb dehnte diese diese Grenze mehrfach aus &ndash; bis sie Rot-Gr&uuml;n 2003 ganz kippte. Bei Airbus stehen neben 17.000 Stammbesch&auml;ftigten rund 3.400 Leiharbeiter am Band, bei BMW sind es derzeit 12.000. Mehr als die H&auml;lfte davon, so eine Umfrage der IG Metall, werden &uuml;ber ein Jahr auf dem gleichen Job besch&auml;ftigt, viele aber auch l&auml;nger: &bdquo;Drei bis vier Jahre sind kein Einzelfall&ldquo;, sagt Helga Schwitzer, Tarifexpertin und gesch&auml;ftsf&uuml;hrendes IG-Metall-Vorstandsmitglied.<br>\nAuch in der Dienstleistungsbranche hat sich Leiharbeit festgesetzt. Relativ neu ist, dass sie nun h&auml;ufiger in sozialen Berufen vorkommt &ndash; wo Personalbedarf planbar ist und Absatzm&auml;rkte keine Rolle spielen. Gab es 2009 bundesweit 5.664 p&auml;dagogische Fachkr&auml;fte, darunter SozialarbeiterInnen und Kinderg&auml;rtnerInnen, waren es 2011 bereits 7.338. In den Gesundheits- und Pflegeberufen wuchs die Zahl der Leiharbeiter zwischen 2005 und 2011 von 3.196 auf 16.350 Personen. Sandra Kersten ist also kein Einzelfall. Allein Asklepios soll in Brandenburg zwischen 2007 und 2011 319 nicht&auml;rztliche Leiharbeiter eingestellt haben, sagt der Betriebsrat. Asklepios bestreitet dies. &bdquo;Private Klinikkonzerne setzen Leiharbeit systematisch ein, um Tarifvertr&auml;ge zu umgehen&ldquo;, so Niko Stumpf&ouml;gger von der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di. Rekrutiert werde vor allem Pflegepersonal.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Leiharbeiter-im-Dauereinsatz\/!100060\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Wer entscheidet sich f&uuml;r eine Riester-Rente, und aus welchen Gr&uuml;nden?<\/strong><br>\nF&uuml;r das eigene Alter vorsorgen zu wollen, ist nicht das einzige Motiv. Schwerer wiegt h&auml;ufig die Absicht, die staatlichen Zulagen und Steuerverg&uuml;nstigungen in Anspruch zu nehmen, die mit dieser Form der Altersvorsorge einhergehen. Finanzberatungen haben dabei einen signifikanten Einfluss. Denn bei Personen, die sich einem professionellen Finanzberater anvertrauen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie einen Riester-Vertrag abschlie&szlig;en. Diese und weitere Ergebnisse sind in einer neuen, an der Universit&auml;t Bayreuth entstandenen Studie enthalten, die jetzt im &bdquo;Journal of Pension Economics and Finance&ldquo; erschienen ist.<br>\nWie die neue Studie zeigt, entscheiden sich viele Menschen tats&auml;chlich vor allem deshalb f&uuml;r den Abschluss einer Riester-Rente, weil sie sich die staatlichen Zulagen und Steuer-verg&uuml;nstigungen nicht entgehen lassen wollen. Dieses Motiv ist h&auml;ufig st&auml;rker ausgepr&auml;gt als die Sorge um das eigene Alter.<br>\nRund 12 Prozent aller Personen, die zum Abschluss einer staatlich gef&ouml;rder-ten Riester-Rente berechtigt sind, m&uuml;ssen mit weniger als 606 Euro monatlich auskommen und geh&ouml;ren damit der untersten Einkommensgruppe an. Sie entscheiden sich sehr selten f&uuml;r eine Riester-Rente. Ihre Altersvorsorge bleibt in vielen F&auml;llen auch in Zukunft prek&auml;r, zumal sie kaum eine andere private Vorsorge betreiben.<br>\nDie oberste Einkommensgruppe umfasst hingegen die rund 8 Prozent der F&ouml;rderberechtigten, die monatlich &uuml;ber mehr als 2.475 Euro verf&uuml;gen. Sie schlie&szlig;en &uuml;berdurchschnittlich viele private Vorsorgevertr&auml;ge ohne staatliche F&ouml;rderung ab; gleichzeitig stehen sie aber auch Riester-Vertr&auml;gen aufgeschlossen gegen&uuml;ber.<br>\nInsgesamt gesehen, sind es vor allem mittlere Einkommensgruppen, die eine private Altersvorsorge mit den Vorteilen einer staatlichen F&ouml;rderung verbinden wollen und sich vorrangig f&uuml;r eine Riester-Rente entscheiden.<br>\nBesonders ausgepr&auml;gt ist die Neigung, zus&auml;tzlich eine Riester-Rente anzusparen, bei Personen, die einen Bausparvertrag haben. &bdquo;Anscheinend spielt bei zahlreichen Entscheidungen f&uuml;r eine Riester-Rente ein gewisser &sbquo;Mitnahme-Effekt&rsquo; eine Rolle&ldquo;&hellip;<br>\nBei Personen, die den Empfehlungen eines Finanzberaters folgen, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie einen Riester-Vertrag abschlie&szlig;en, erheblich h&ouml;her als bei Personen, die auf eine professionelle Finanzberatung verzichten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.uni-bayreuth.de\/presse\/Aktuelle-Infos\/2012\/254-Studie-Riester-Rente.pdf\">Medienmitteilung der Universit&auml;t Bayreuth [PDF &ndash; 149 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Kristallnacht im August<\/strong><br>\n&ldquo;Deutschland den Deutschen&rdquo;: Im Sommer 1992 w&uuml;tete ein entfesselter Mob in Rostock-Lichtenhagen drei Abende lang gegen &ldquo;Ausl&auml;nder&rdquo; und &ldquo;Asylanten&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2012\/34\/Rostock-Lichtenhagen-Rechtsextremismus\">Die Zeit Online<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung unseres Leser G.B.:<\/strong> Die Frage bleibt, wer innerhalb des Staatsapparates und der Politik diese Vorg&auml;nge im Vorfeld nicht verhindert oder toleriert oder billigend in Kauf genommen oder sogar indirekt oder direkt gef&ouml;rdert hat.<\/em><br>\n<em>Im Ergebnis war der Asyl-Artikel im Grundgesetz dann weg. Das Ziel war erreicht. War es nicht so?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Kein Platz mehr f&uuml;r Annette Schavan<\/strong><br>\nWeil sie f&uuml;r Kanzlerin Merkel zum Risiko geworden ist, sagt Kontext-Autor Hans Peter Sch&uuml;tz.<br>\nErstens: Wie es aussieht, wird es 2013 f&uuml;r Angela Merkel nicht mehr zu einer schwarz-gelben Koalition reichen. Am wahrscheinlichsten ist die Neuauflage einer Gro&szlig;en Koalition. Und wenn eine CDU-Politikerin keine Chance hat, von der SPD im Bildungsbereich als Ressortchefin akzeptiert zu werden, dann Schavan&hellip;<br>\nZweitens: In einer Merkel-Stellvertreterin Schavan steckt ein erhebliches Risiko f&uuml;r den kommenden Bundestagswahlkampf. Noch immer ist ungekl&auml;rt, ob Schavan 1980 bei ihrer Doktorarbeit aus anderen Arbeiten abgekupfert hat&hellip;<br>\nDrittens: Seit Jahren profiliert sich Schavan systematisch als engste Vertraute der Kanzlerin und erkl&auml;rt damit die Tatsache, dass sie bei den Wahlen zur CDU-F&uuml;hrung stets die schw&auml;chsten Ergebnisse kassiert&hellip;<br>\nViertens: Schavan tut sich jetzt schon schwer genug, in ihrem Wahlkreis Ulm &uuml;berhaupt wieder als CDU-Kandidatin aufgestellt zu werden&hellip;<br>\nWie schwer es Merkel f&auml;llt, auch nur eine Annette Schavan &uuml;berzeugend zu ersetzen und auch nur halbwegs &uuml;berzeugenden und popul&auml;ren Ersatz zu bieten, legt offen, wie einsam es um sie in der CDU-F&uuml;hrung geworden ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/newsartikel\/2012\/08\/kein-platz-mehr-fuer-annette-schavan\/\">Kontext Wochenzeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Ober-Pirat auf Spendenbasis<\/strong><br>\nBis vor Kurzem lebte der Politische Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Piraten Johannes Ponader von Hartz IV. Jetzt rufen einige seiner Kollegen zu Spenden auf, das gef&auml;llt aber nicht allen bei den Piraten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/piraten-partei\/johannes-ponader-ober-pirat-auf-spendenbasis,16793636,16938866.html\">Frankfurter Rundschau<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Die ganze Aufregung ist aus zwei Gr&uuml;nden schizophren. Zum Einen ist es immer noch besser, wenn ein Politiker &uuml;ber Spenden seiner Anh&auml;nger finanziert wird als durch &bdquo;Spenden&ldquo; von Lobbyverb&auml;nden. Zum Anderen ist es absolut unverst&auml;ndlich, warum die Piraten einen Parteifunktion&auml;r nicht bezahlen. Wie stellen sich die Piraten das eigentlich vor? D&uuml;rfen sich bei ihnen nur Parteimitglieder in ein Amt w&auml;hlen lassen, die, wie es so sch&ouml;n in Kontaktanzeigen hei&szlig;t, &bdquo;finanziell unabh&auml;ngig&ldquo; sind?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Upper-Class Warfare in the Hamptons<\/strong><br>\nHelicopters from hell and a lead-smelting tycoon&rsquo;s mega-mansion: The contentious backdrop for Mitt Romney&rsquo;s stop in America&rsquo;s toniest summer spot.<br>\nWith twin 2,520-horsepower engines and up to 19 seats, the Sikorsky S-92 [1] is among the world&rsquo;s most powerful civilian helicopters. &ldquo;Helibuses&rdquo; typically service offshore oil platforms and the like, but two years ago billionaire industrialist Ira Rennert [2] acquired a posh version to shuttle himself between Manhattan and Long Island&rsquo;s exclusive Hamptons, where he owns a 63-acre, 110,000-square-foot villa complex [3]. One of the first to notice the giant bird was Frank Dalene, founder and CEO of a successful luxury homebuilding company, who lives on a ridge along Rennert&rsquo;s flight path. Its whumping rotor was like &ldquo;a lightning bolt striking nearby,&rdquo; says Dalene, a fast-talking 58-year-old with a long nose and narrow-set eyes. He blames the vibrations for &ldquo;literally damaging my home.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.motherjones.com\/politics\/2012\/05\/hamptons-ira-rennert-mansion-helicopter\">Mother Jones<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung GL:<\/strong> Klassenkampf auf h&ouml;chstem Niveau &ndash; Oder: Geld und Moral<\/em><br>\n<em>Auf Long Island (NY, USA), bek&auml;mpfen &ldquo;arme&rdquo; Million&auml;re &ldquo;reiche&rdquo; Milliard&auml;re, die zu ihrer Arbeitsstelle in Manhatten und zu ihren Mit-Milliard&auml;ren in der Umgebung mit ihren eigenen Hubschraubern fliegen, und dabei die Luft mit ihren Abgasen (verbleites Benzin) verpesten und die Gegend volll&auml;rmen. Mother Jones-Reporter Josh Harkinson geht dem Fall des Milliard&auml;rs Ira Rennert nach, der seinen Reichtum mit r&uuml;cksichtslosen, teilweise kriminellen Finanzspekulation, Umwelt und Kindersch&auml;digenden Magnesium- und Bleibergwerken, und den Kriegen in Irak und Afghanistan (Produktion von Milit&auml;rfahrzeugen Humvee) gemacht hat. Rennert greift mit seinen Milliarden aktiv in die Nahost-Politik ein, indem er illegale j&uuml;dische Siedlungen in arabischen Gebieten finanziert und die jetzige Regierung dort unterst&uuml;tzt. Rennerts Karriere, so Mother Jones, gr&uuml;ndet sich darauf, jedem anderen zu sagen, dass er sich zum Teufel scheren soll (&ldquo;telling everybody else to fuck off&rdquo;).<\/em><\/p>\n<p><em>Dieser gut recherchierte Artikel mit den vielen Links zu weiteren Informationen zum Thema eignet sich gut f&uuml;r den Unterricht in verschiedenen F&auml;chern, neben Politik, auch in English (Landeskunde USA) und Ethik.<\/em><\/p>\n<p><em>Man kann das Verhalten eines r&uuml;cksichtslosen Kapitalisten wie Rennert vergleichen lassen mit der Biographie von anderen Milliard&auml;ren, die ihren Reichtum weniger r&uuml;cksichtslos zusammenbekommen haben, und ihn heute mittels Stiftungen dazu benutzen, anderen und sich selbst Gutes zu tun.<\/em><br>\n<em>Dabei sollte man auch die Frage untersuchen lassen, wie sich die Steuerzahler mit Steuersubventionen an diesen Wohltaten beteiligen m&uuml;ssen, und die Frage, ob Milliard&auml;re diese Mittel tats&auml;chlich weiser und effektiver einsetzen als demokratisch kontrollierte Administrationen (im Falle der Gates-Stiftung scheint das nicht immer der Fall gewesen zu sein, wie eine eigene Untersuchung ergab).<\/em><br>\n<em>Man kann die Frage behandeln lassen, ob wir es hinnehmen d&uuml;rfen, dass Monopole und Zugang zur politischen Macht rigoros ausgenutzt werden d&uuml;rfen, um in kurzer Zeit legal Milliarden anzuh&auml;ufen, w&auml;hrend viele durch &uuml;berh&ouml;te Preise (f&uuml;r PCs) von der wirtschaftlichen Entwicklung abgeschnitten sind.<\/em><br>\n<em>Oder die Frage, ob wir eine Welt guthei&szlig;en k&ouml;nnen, in der fast die H&auml;lfte der Menschheit in Armut, teilweise bitterster Armut lebt, weil sie die Milliarden der Rennerts und Gates erwirtschaften m&uuml;ssen.<\/em><br>\n<em>Oder die Frage, ob der Wahlkampf in den USA deshalb so teuer sein muss, damit Milliard&auml;ren ihre Interessen mit Hilfe ihres Geldes gegen alle anderen Interessen durchzusetzen k&ouml;nnen und damit alles so bleibt wie es ist.<\/em><br>\n<em>Schlie&szlig;lich l&auml;sst der Artikel auch Einblicke zu in die Sprachpraxis reicher Amerikaner zu, die sich &mdash; offenbar unbeeindruckt vom Englischunterricht &mdash; reichlich des f***-Wortes bedienen. Die Sch&uuml;ler k&ouml;nnten untersuchen, wie sich die Reichen-Sprache von der Sprache der Armenghettos und der Stra&szlig;engangs unterscheidet, wenn es denn Unterschiede gibt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>US-Gewerkschaften bluten aus<\/strong><br>\nUm &uuml;berhaupt einen Job zu bekommen, nehmen viele US-B&uuml;rger auch schlechte Arbeitsbedingungen in Kauf. Die Gewerkschaften sind zu schwach f&uuml;r den Kampf: Ihnen laufen die Mitglieder davon.<br>\nDen einst so m&auml;chtigen Industriegewerkschaften in den USA droht der Absturz in die Bedeutungslosigkeit. Angesichts der hohen Arbeitslosigkeit akzeptieren viele Amerikaner mittlerweile Niedrigl&ouml;hne ohne soziale Absicherung &ndash; nur um &uuml;berhaupt einen Job zu bekommen. Wie geschw&auml;cht die US-Gewerkschaften inzwischen sind, hat jetzt ein spektakul&auml;r gescheiterter Arbeitskampf beim Baumaschinenhersteller Caterpillar gezeigt&hellip;<br>\nDie gesamte Industrie in den USA hatte den Arbeitskampf in Illinois gespannt verfolgt. Der weltweit f&uuml;hrende Baumaschinenkonzern erwirtschaftete 2011 einen Rekordgewinn von 4,9 Mrd. Dollar, dieses Jahr soll es noch mehr werden. Die Bez&uuml;ge von Caterpillar-Chef Douglas Oberhelman stiegen im vergangenen Jahr um 60 Prozent auf 16,9 Mio. Dollar.<br>\nBei den Mitarbeitern in Illinois werden nun die L&ouml;hne &uuml;ber sechs Jahre eingefroren, die Pensionen gek&uuml;rzt und die Beitr&auml;ge f&uuml;r die Krankenversicherung verdoppelt. &ldquo;Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis&rdquo;, sagte Werksleiter Tim Flaherty. &ldquo;Wir wissen, dass das nicht einfach ist f&uuml;r die Arbeiter und ihre Familien.&rdquo;<br>\nGerade einmal sieben Prozent der Besch&auml;ftigten in der US-Privatwirtschaft geh&ouml;ren heute noch einer Gewerkschaft an. 1950 waren es noch 35 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:arbeitsmarkt-in-der-krise-us-gewerkschaften-bluten-aus\/70079655.html\">FTD<\/a> \n<p><strong>Dazu auch:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Walker`s victory, un-sugar coated<\/strong><br>\nSuppose instead that the unions had supported a popular campaign&mdash;media, door knocking, phone calling&mdash;to agitate, educate, and organize on the importance of the labor movement to the maintenance of living standards?<br>\nIf they&rsquo;d made an argument, broadly and repeatedly, that Walker&rsquo;s agenda was an attack on the wages and benefits of the majority of the population?<br>\nThat it was designed to remove organized opposition to the power of right-wing money in politics? That would have been more fruitful than this major defeat. &hellip;<br>\nAnd as much as it hurts to admit this, labor unions just aren&rsquo;t very popular. In Gallup&rsquo;s annual poll on confidence in institutions, unions score close to the bottom of the list, barely above big business and HMOs but behind banks. More Americans&mdash;42%&mdash;would like to see unions have less influence, and just 25% would like to see them have more. Despite a massive financial crisis and a dismal job market, approval of unions is close to an all-time low in the 75 years Gallup has been asking the question. A major reason for this is that twice as many people (68%) think that unions help mostly their members as think they help the broader population (34%). &hellip;<br>\nBut whatever you think of that analysis of the past is rapidly becoming irrelevant. Collective bargaining has mostly disappeared in the private sector, and now looks doomed in the public sector. There are something like 23 states with Republican governors and legislative majorities ready to imitate Walker who will be emboldened by his victory. And there are a lot of Dems ready to do a Walker Lite. If they don&rsquo;t disappear, public sector unions will soon become powerless.<br>\nThat means that if unions ever want to turn things around&mdash;and I&rsquo;m old-fashioned enough to believe that we&rsquo;ll never have a better society without a reborn labor movement&mdash;they have to learn to operate in this new reality. Which means learning to act politically, to agitate on behalf of the entire working class and not just a privileged subset with membership cards.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lbo-news.com\/2012\/06\/06\/walkers-victory-un-sugar-coated\/\">LBO News from Doug Henwood<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Steht den deutschen Gewerkschaften etwas anderes bevor?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Bundesregierung sieht erste Erfolge durch Investition in Bildung<\/strong><br>\nMehr als jemals zuvor hat die Bundesregierung in der laufenden Legislaturperiode in die Bildung und Forschung investiert. Ganz besonders gestiegen seien die Ausgaben des Bundes im Bildungsbereich, schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (17\/10448) auf die Kleine Anfrage &bdquo;Geplante Ausgaben f&uuml;r Bildung im Haushaltsentwurf der Bundesregierung f&uuml;r das Jahr 2013 und in der mittelfristigen Finanzplanung&ldquo; (17\/10390) der Linken. Um der stark steigenden Studiennachfrage gerecht zu werden, wurden in den Jahren 2010 bis 2013 insgesamt 3,85 Milliarden Euro f&uuml;r die Schaffung neuer Studienpl&auml;tze bereitgestellt, listet die Regierung auf. Dazu k&auml;men weitere Investitionen in die Qualit&auml;t der Lehre, in die Mobilit&auml;t w&auml;hrend des Studiums sowie in die Verbesserung der Studienfinanzierung. Insgesamt steige der Etat 2012 laut Regierungsentwurf gegen&uuml;ber 2011 um rund 2,6 Milliarden Euro. Davon entfallen 57 Prozent auf die Bildung und 43 Prozent auf die Forschung.<br>\nIm Forschungsbereich wurden laut der Antwort der Bundesregierung verst&auml;rkt Mittel vor allem f&uuml;r die F&ouml;rderung der au&szlig;eruniversit&auml;ren Forschungseinrichtungen und der Deutschen Forschungsgemeinschaft eingesetzt. Weiteres Geld werde f&uuml;r die Exzellenzinitiative und f&uuml;r die Projektf&ouml;rderung unter dem Dach der Hightech-Strategie veranschlagt. &bdquo;Mit dieser gewaltigen Anstrengung sollen die Zukunftschancen der n&auml;chsten Generation gewahrt und ausgebaut sowie gleichzeitig dem Bedarf der deutschen Wirtschaft nach gut ausgebildeten Fachkr&auml;ften Rechnung getragen werden&ldquo;, hei&szlig;t es in der Antwort.<br>\nDie Linke hatte in ihrer Kleinen Anfrage thematisiert, dass aus der mittelfristigen Finanzplanung der Bundesregierung hervorgehe, dass das Volumen der Finanzplanung des Bundesministeriums f&uuml;r Bildung und Forschung zwar im Wahljahr 2013 steige, 2014 dann jedoch wieder sinke. Insbesondere beim Hochschulpakt f&uuml;r Bildung seien in 2014 erhebliche Einschnitte vorgesehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2012_08\/2012_368\/05.html\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Aus der Antwort der Bundesregierung: &bdquo;Die aktuellsten Daten der OECD f&uuml;r Bildungsausgaben beziehen sich auf das Jahr 2008. Im Jahr 2008 betrugen die Ausgaben f&uuml;r Bildungseinrichtungen im OECD-Durchschnitt 5,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, in Deutschland 4,8 Prozent. Es erscheint nicht zielf&uuml;hrend, den internationalen Vergleich f&uuml;r die Berechnung von Mehrausgaben heranzuziehen, da <a href=\"http:\/\/dipbt.bundestag.de\/dip21\/btd\/17\/104\/1710448.pdf\">unterschiedliche wirtschaftliche und demographische Entwicklungen den Vergleich beeinflussen w&uuml;rden [PDF &ndash; 138 KB]<\/a>.&ldquo;<\/em><br>\n<em>Dort wo die Bundesregierung schlecht dasteht, gilt ein internationaler Vergleich nicht als zielf&uuml;hrend. Wenn es um die Besch&ouml;nigung der wirtschaftlichen und sozialen Lage Deutschlands geht, spielen die unterschiedlichen &bdquo;wirtschaftlichen und demografischen Entwicklungen&ldquo; aber offenbar keine Rolle. Siehe dazu: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12190\">Der Placeboeffekt des Relativismus als politisches Erfolgsmodell<\/a>&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Bundesregierung sieht das Deutschlandstipendium auf gutem Weg<\/strong><br>\nDie Bundesregierung ist insgesamt gesehen mit dem Erfolg des Deutschlandstipendiums zufrieden. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung (17\/10430) auf die Kleine Anfrage der Gr&uuml;nen &bdquo;Deutschlandstipendium und Begabtenf&ouml;rderungswerke&ldquo; (17\/10351) hervor. Die Gr&uuml;nen hatten ein Jahr nach der Einf&uuml;hrung des Deutschlandstipendiums eine fundierte Bilanz des Instruments gefordert. Das Deutschlandstipendium ist ein deutschlandweites Stipendienprogramm, das begabte Studenten aller Nationalit&auml;ten an staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulen mit monatlich 300 Euro f&ouml;rdert.<br>\nBereits im ersten Jahr nach dem Start des Deutschlandstipendiums zum Sommersemester 2011 h&auml;tten sich rund drei Viertel aller Hochschulen daran beteiligt; etwa die H&auml;lfte davon habe ihre H&ouml;chstf&ouml;rderquote schon zu diesem fr&uuml;hen Zeitpunkt voll ausgesch&ouml;pft. Diese lag laut Bundesregierung im ersten Jahr bei 0,45 Prozent der Studierenden. Mittelfristig sollen acht Prozent der Studenten mit dem Deutschlandstipendium gef&ouml;rdert werden. In der Antwort hei&szlig;t es: &bdquo;Die Bundesregierung sieht sich auf einem guten Weg bei der Erreichung dieses Ziels.&ldquo;<br>\nZwischen 2005 und 2011 hat die Bundesregierung die Mittel f&uuml;r die Arbeit der Begabtenf&ouml;rderungswerke von 80,5 Millionen auf rund 170 Millionen Euro erh&ouml;ht, schreibt sie in ihrer Antwort. Die Gesamtzahl der Stipendiaten der Begabtenf&ouml;rderungswerke konnte dadurch im gleichen Zeitraum von rund 13.500 auf rund 24.500 gesteigert werden. 5.375 Stipendiaten seien im ersten Jahr des Deutschlandstipendiums auch in diesem Vergleich ein beachtlicher Erfolg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2012_08\/2012_368\/07.html\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Nach dem 2010 eingef&uuml;hrten &bdquo;Deutschlandstipendium soll der Bund soll 150 Euro pro Stipendium und Monat zahlen, wenn die jeweilige Hochschule den gleichen Beitrag von privater Seite einwirbt. &ldquo;Mit dem Deutschlandstipendium st&auml;rken wir die Vernetzung der Hochschulen mit ihrem gesellschaftlichen Umfeld und legen den Grundstein f&uuml;r den Aufbau einer Stipendienkultur&rdquo; verk&uuml;ndete Bildungsministerin 2010 anl&auml;sslich der Verabschiedung des entsprechenden Gesetzes. 5.375 oder 0,45 Prozent von 2,4 Millionen Studierenden sollen also eine &bdquo;Stipendienkultur&ldquo; begr&uuml;ndet haben. Die Ist-Ausgaben lagen 2011 gerade mal bei 5,746 Mio. Euro und erreichten nur etwas mehr als die H&auml;lfte des vorgesehenen Haushaltsansatzes.<\/em><br>\n<em>Hier wird aus einer M&uuml;cke ein Elefant gemacht.<\/em><br>\n<em>Das &bdquo;Deutschlandstipendium&ldquo; soll ein F&ouml;rderprogramm f&uuml;r &bdquo;Hochbegabte&ldquo; sein, f&uuml;r die F&ouml;rderung unterrepr&auml;sentierter Gruppen sind hingegen 2011 Sonderprojektmittel nur in H&ouml;he von 3,1 Millionen eingesetzt worden.<\/em><br>\n<em>Siehe dazu nochmals: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6849\">Du bist Deutschland &ndash; zu teuer!<\/a>&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Viele Polen ziehen wieder gen Westen<\/strong><br>\nNeue Auswanderungswelle an der Weichsel. Diesmal packen Akademiker ihre Koffer. Nach dem Studium einen Arbeitsplatz zu finden wird immer schwieriger. Tats&auml;chlich packen immer mehr junge Ingenieure, &Auml;rzte, Wissenschaftler und qualifizierte Facharbeiter die Koffer und verlassen Polen. Ziell&auml;nder sind vor allem Gro&szlig;britannien, die Niederlande, Deutschland und Norwegen. Experten sch&auml;tzen, dass bereits rund 2,5 Millionen Polen st&auml;ndig im Ausland leben. Tendenz: steigend. &ldquo;Die meisten kommen nicht mehr nach Polen zur&uuml;ck&rdquo;, erkl&auml;rt die Migrationsexpertin Krystyna Iglicka von der privaten Lazarus-Universit&auml;t in Warschau. Polen ist traditionell ein Auswanderungsland. Immer wieder hat es in der Geschichte gro&szlig;e Auswanderungswellen gegeben. Doch es waren zumeist arme Menschen, die gingen, oder ab 1945 politische Gegner des kommunistischen Regimes. Heute aber kehrt Polens junge Elite dem Land den R&uuml;cken. Auch wenn Deutschland nicht mehr Zielland Nummer eins ist, sind doch im letzten Jahr &uuml;ber 173.000 Polen ins Nachbarland umgezogen. Polen stellen damit in Deutschland die gr&ouml;&szlig;te Zuwanderergruppe aus EU-L&auml;ndern &ndash; noch vor Rum&auml;nen und Bulgaren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2012%2F08%2F22%2Fa0098&amp;cHash=3f74e1e5fa\">taz<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Eigentlich basierte die positive Einsch&auml;tzung der Wirtschaft Polens schon immer auf einem Missverst&auml;ndnis. Das viel zitierte gerade im Verh&auml;ltnis zu anderen osteurop&auml;ischen L&auml;ndern solide Wachstum (2010: 3,9 Prozent; 2011: 4,3 Prozent) wird selten auf sein Ausgangsniveau oder auf die Quellen des Wachstums befragt. Ebenso wurde ignoriert, dass das &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:die-neuen-aus-dem-osten-die-neue-polnische-wirtschaft\/60045348.html\">Boomland<\/a>&ldquo; eine anhaltend hohe Arbeitslosenquote von 10 Prozent verzeichnet. Die Wachstumsraten &auml;ndern nichts daran, dass Polen immer noch ein relativ armes Land ist, dessen BIP-Pro-Kopf-Einkommen (2011) nur 64 Prozent des EU-27- Durchschnitts erreicht (Slowenien 83 Prozent oder Tschechien 79 Prozent), und das in Kaufkraftparit&auml;ten gerechnet. Dieser &ldquo;Boom&rdquo; ist aber wie seinerzeit in Irland oder Spanien nicht aus eigener Kraft gewachsen.  Zwischen 2007 bis 2013 bekommt Polen etwa 67 Milliarden Euro aus Europ&auml;ischen Strukturfonds. Das entspricht etwa 20 Prozent der j&auml;hrlichen Wirtschaftsleistung und ist mehr als jedes andere Land in der EU erh&auml;lt. Und leider sind diese Gelder vor allem in den Bausektor (Fu&szlig;ball-Europameisterschaft) geflossen statt in Programme zur St&auml;rkung der polnischen Wettbewerbsf&auml;higkeit, die sich eher in einem Leistungsbilanzdefizit von 4,3 Prozent des BIP ausdr&uuml;ckt (Daten WIIW). Zwar liegt die Handelsbilanz auch im Minus, aber insbesondere die Gewinn-Transfers ausl&auml;ndischer Filialbetriebe ausl&auml;ndischer Konzerne belasten die polnische Leistungsbilanz. Vor allem aber klafft eine gro&szlig;e L&uuml;cke zwischen denen, die von der Modernisierung profitieren &ndash; und jenen, die zur&uuml;ckbleiben. Eurostat verzeichnete 2010 mehr als 17 Prozent von Armut bedrohte Polen. Zum Vergleich: Im benachbarten Tschechien waren es nur neun Prozent. &ndash; Kein Wunder, dass die polnische Jugend nicht Generationen abwarten will, bis sich das polnische Pro-Kopf-Einkommen dem Durchschnitt der EU n&auml;hert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h24\"><\/a><strong>&Auml;thiopien: Jenseits von Hunger und Demokratie<\/strong><br>\nIm Alter von 57 stirbt der umstrittene Regierungschef Meles Zenawi. Sein Erbe: ein wirtschaftlich erfolgreiches, autorit&auml;res Land. Meles Zenawi hat &Auml;thiopien in vieler Hinsicht modernisiert. Doch trotz Wirtschaftswachstum ist der Staat sehr traditionell<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2012%2F08%2F22%2Fa0104&amp;cHash=b28dacd64cd7c5b7864940722fbe09e9\">taz<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2012%2F08%2F22%2Fa0103&amp;cHash=99ab5bd7c188a8beda567d7b02e24133\">taz, Der Wille zur Macht<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Auch wenn mancher &ldquo;Erfolg&rdquo; von Meles Zenawi zu hinterfragen ist, so kann man doch einen Moment innehalten um mit Dominic Johnson festzuhalten: &ldquo;Mit Meles Zenawi stirbt erstmals ein Staatslenker aus der Generation postkolonialer afrikanischer Befreiungsbewegungen, die mit der Waffe in der Hand die Macht gegen ihre eigenen Landsleute erk&auml;mpften und seither ihre L&auml;nder umkrempeln. Ob der &Auml;thiopier Meles, der Ruander Paul Kagame oder der Ugander Yoweri Museveni: Es geht ihnen nicht um pers&ouml;nliche Bereicherung, sondern darum, sich als Gr&uuml;nderv&auml;ter einer neuen Zeit in die Geschichtsb&uuml;cher einzutragen.&rdquo; &ndash; Angesichts des in Korruption und pers&ouml;nlicher Bereicherung ertrinkenden ANC (Afrikanischer Nationalkongress) in S&uuml;dafrika, eines von seinen Voraussetzungen viel besser ausgestatteten Landes, hei&szlig;t das viel. Wer auf die politische Repression oder die B&uuml;rgerkriegstoten in &Auml;thiopien verweist, sollte nicht vergessen, dass im friedlichen, demokratischen S&uuml;dafrika in Jahr vor der WM 18.148 Morde, 12.571 Totschl&auml;ge und &uuml;ber 50.000 Vergewaltigungen registriert wurden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h25\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Offshore-Garantien<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/120823_harm_bengen.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.harmbengen.de\/Zeitungscartoons.html\">Harm Bengen<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-14234","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14234","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=14234"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14234\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14239,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14234\/revisions\/14239"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=14234"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=14234"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=14234"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}