{"id":142369,"date":"2025-11-20T13:12:30","date_gmt":"2025-11-20T12:12:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=142369"},"modified":"2025-11-20T16:30:17","modified_gmt":"2025-11-20T15:30:17","slug":"absage-mit-ansage-eroeffnung-von-stuttgart-21-verspaetet-sich-schon-wieder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=142369","title":{"rendered":"Absage mit Ansage &#8211; Er\u00f6ffnung von Stuttgart 21 versp\u00e4tet sich schon wieder"},"content":{"rendered":"<p>Die erste echte Amtshandlung der neuen DB-Chefin l&auml;sst hoffen. Der Starttermin f&uuml;r S21 wird auf unbestimmte Zeit verschoben. Ob das von Einsicht zeugt, ein Umdenken bedeutet oder doch nur die n&auml;chste Station einer endlosen H&auml;ngepartie markiert, muss sich zeigen. Projektgegner geben sich gebremst zuversichtlich, dass wenigstens Teile der oberirdischen Infrastruktur gerettet werden k&ouml;nnten. Die Alternative w&auml;re der Verkehrskollaps. Von <strong>Ralf Wurzbacher<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_5436\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-142369-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251120_Absage_mit_Ansage_Eroeffnung_von_Stuttgart_21_verspaetet_sich_schon_wieder_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251120_Absage_mit_Ansage_Eroeffnung_von_Stuttgart_21_verspaetet_sich_schon_wieder_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251120_Absage_mit_Ansage_Eroeffnung_von_Stuttgart_21_verspaetet_sich_schon_wieder_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251120_Absage_mit_Ansage_Eroeffnung_von_Stuttgart_21_verspaetet_sich_schon_wieder_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=142369-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251120_Absage_mit_Ansage_Eroeffnung_von_Stuttgart_21_verspaetet_sich_schon_wieder_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"251120_Absage_mit_Ansage_Eroeffnung_von_Stuttgart_21_verspaetet_sich_schon_wieder_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Eines muss man der neuen Chefin lassen: Evelyn Palla h&auml;lt nichts von Sch&ouml;nf&auml;rberei. Kaum im Amt, verk&uuml;ndete sie, <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/noch-mehr-baustellen-bahnchefin-palla-es-wird-erst-mal-nicht-besser-14849321.html\">&bdquo;es wird erst mal nicht besser&ldquo;<\/a>. L&auml;uft es schlecht, und davon ist bei der Deutschen Bahn (DB) auszugehen, k&ouml;nnten die Widrigkeiten zun&auml;chst sogar zunehmen. Sprich: noch mehr Zugausf&auml;lle, noch mehr Versp&auml;tungen, noch mehr Chaos. Ein Indikator daf&uuml;r ist die Zahl der Baustellen. 2024 waren es 21.000, in diesem Jahr k&ouml;nnten es 26.000 sein, im kommenden &bdquo;voraussichtlich &uuml;ber 28.000&ldquo;. Das Schienennetz ist inzwischen so verschlissen, dass der R&uuml;ckstau bei der Schadensbehebung immer l&auml;nger wird. Es gehe vor allem darum, so die geb&uuml;rtige S&uuml;dtirolerin, &bdquo;den Abw&auml;rtstrend zu stoppen&ldquo;.<\/p><p>Weht durch den Berliner Bahn-Tower ein neuer F&uuml;hrungsstil? Von wegen Ehrlichkeitsoffensive statt P&uuml;nktlichkeitsoffensive. Die Realit&auml;ten zur Kenntnis nehmen, nicht l&auml;nger verdr&auml;ngen. Das w&auml;re immerhin ein erstes Anzeichen von Emanzipation. W&auml;hrend ihre ausschlie&szlig;lich m&auml;nnlichen Vorg&auml;nger stets Hui versprachen und Pfui ernteten, dreht Palla den Spie&szlig; um. Zum Auftakt auf schlecht Wetter machen und schauen, was passiert. Und sobald sich irgendwann doch einmal ein Lichtlein zeigt, tr&auml;umen alle gleich vom Sonnenaufgang.<\/p><p>Auf Aufrichtigkeit setzt die Neue jetzt auch bei Stuttgart 21. Wie am Mittwoch die Runde machte, wird sich die Fertigstellung des Projekts weiter verz&ouml;gern und die Er&ouml;ffnung auf unbestimmte Zeit verschoben. Offenbar hat Palla auch hier das Heft des Handelns ergriffen. Nach einem Spiegel-Bericht (hinter Bezahlschranke) informierte sie gestern den DB-Aufsichtsrat &uuml;ber das Unvermeidliche, das der geschasste Richard Lutz offenbar nicht wahrhaben wollte. Bereits im Sommer, noch vor ihre Berufung, hatten Analysen der DB Projekt Stuttgart&ndash;Ulm GmbH sowie des Beratungsunternehmens Price Waterhouse Coopers (PwC) gezeigt, dass der bisherige Zeitplan nicht einzuhalten ist. Nach einer neuerlichen Pr&uuml;fung habe die 52-J&auml;hrige die Konsequenzen gezogen, schrieb das Magazin.<\/p><p><strong>17 Jahre und kein Ende <\/strong><\/p><p>Zuletzt wurde der Dezember 2026 als Termin gehandelt, zu dem man wenigstens Teile von S21 in Betrieb nehmen wollte. Der Fernverkehr und mit Einschr&auml;nkungen der Regionalverkehr sollten ab dann &uuml;ber den neuen Tiefbahnhof abgewickelt werden, der oberirdische Kopfbahnhof parallel bis zu einer Komplettl&ouml;sung weiter genutzt werden, bis sp&auml;testens Juli 2027. Alles wieder hinf&auml;llig und kein Ende der Misere in Sicht. W&auml;hrend bisher mit jeder Absage prompt eine neue Ansage gemacht wurde, wann es endlich losgehen werde, verkneift man sich nun jede Festlegung. Wie es hei&szlig;t, traut man sich wohl fr&uuml;hestens Mitte kommenden Jahres eine Prognose zu. Das l&auml;sst immerhin hoffen, dass die neue F&uuml;hrung alles auf den Pr&uuml;fstand stellt, samt der Option des Erhalts des Kopfbahnhofs und &uuml;berirdischer Gleisanlagen.<\/p><p>&bdquo;In einem ist die Bahn zuverl&auml;ssig &ndash; sie versp&auml;tet sich garantiert, auch n&auml;chstes Jahr&ldquo;, kommentierte Carl Wa&szlig;muth von &bdquo;Bahn f&uuml;r alle&ldquo; die Neuigkeiten. &bdquo;Es wird mindestens 17 Jahre gedauert haben, einen Bahnhof so umzubauen, dass er schlechter funktioniert und im Brandfall gef&auml;hrlicher ist&ldquo;, bemerkte der B&uuml;ndnissprecher gegen&uuml;ber den <em>NachDenkSeiten<\/em>. Die hatten wiederholt berichtet, dass S21 faktisch ein Kapazit&auml;tskiller ist, weil sich im unterirdischen Bahnhof deutlich weniger Z&uuml;ge abfertigen lassen als im bisherigen Kopfbahnhof. Schlie&szlig;lich soll dieser nicht weichen, um den Bahnbetrieb zu optimieren, <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=125807\">sondern um Platz zu schaffen f&uuml;r die Bebauung profitabler Grundst&uuml;cke<\/a>.<\/p><p><strong>Auf Hefekuchen gebaut <\/strong><\/p><p>Dazu kommen erhebliche Sicherheitsrisiken, die sich aus der Enge unter Tage sowohl beim Bahnhof als auch in den etlichen Tunneln ergeben, die mit S21 zusammenh&auml;ngen. Das im Stuttgarter Untergrund geh&auml;uft vorkommende Mineral Anhydrit quillt bei Ber&uuml;hrung mit Wasser auf wie ein Hefekuchen. Zum Schutz gegen hohen Au&szlig;endruck, der die Fahrtrasse anheben oder die W&auml;nde zerbersten k&ouml;nnte, wurden die R&ouml;hren dicker als &uuml;blich gebaut, wodurch innen weniger Platz bleibt. Von Warnungen durch Experten, im Ernstfall drohten <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=115624\">Hunderte bis Tausende Todesf&auml;lle<\/a>, wollen der DB-Konzern und seine Projektpartner allerdings nichts h&ouml;ren. Arno Luik, einer der profiliertesten Kritiker der Bahn und Autor des Bestsellers &bdquo;Schaden in der Oberleitung&ldquo; ahnt Schlimmes: &bdquo;Man schafft durch die Verschwendung von zig Milliarden Euro Steuergeldern mit diesem Monstrum in der Tiefe absehbar eine Katastrophe&ldquo;, sagte er heute im Gespr&auml;ch mit den <em>NDS<\/em>.<\/p><p>Tats&auml;chlich finden sich unter den von der Bahn aufgef&uuml;hrten Ursachen f&uuml;r die nicht enden wollende H&auml;ngepartie auch die Punkte &bdquo;Brandschutzauflagen&ldquo; und der &bdquo;geologisch anspruchsvolle Untergrund&ldquo;. Verwiesen wird ferner auf aufw&auml;ndige Genehmigungsverfahren durch ge&auml;nderte Gesetze beim Artenschutz und im Speziellen die Herausforderungen der Digitalisierung. Im Zentrum steht hierbei der sogenannte Digitale Knoten Stuttgart, ein Pilotprojekt, mit dem man die Leit- und Sicherungstechnik im st&auml;dtischen Gro&szlig;raum modernisieren will. Ganz aktuell ist von Problemen mit der Zulassung und Freigabe der Technik des japanischen Konzerns Hitachi die Rede.<\/p><p><strong>Rettungsanker ETCS<\/strong><\/p><p>Die Probleme d&uuml;rften noch weiter reichen. Ziel ist die Umstellung auf das European Train Control System (ETCS), mit dem sich angeblich verl&auml;sslicher und in engerer Taktung verkehren lasse. ETCS ist jedoch in erster Linie eine Sicherheitstechnologie, keine, die per se den Betrieb schneller macht. Mit ihm werden Loks und Triebw&auml;gen automatisiert und es wird sanfter gebremst, was die Zugfrequenzen gerade in Bahnh&ouml;fen sogar verringern k&ouml;nnte, wie etwa der Physiker und Analyst Christoph Engelhardt im Juni 2024 im <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=116773\">NDS-Interview<\/a> zu bedenken gab. Von den S21-Verantwortlichen als Heilsbringer verkauft, ist die Technologie eher ein Rettungsanker in der Hoffnung, damit die drohenden Kapazit&auml;tseinbu&szlig;en zu kompensieren.<\/p><p>Mit Blick auf die Tunnel ist ETCS eher sogar eine Notl&ouml;sung. Die g&auml;ngige Stellwerkstechnik lie&szlig; sich dort aus Platzmangel gar nicht einbauen. Das System ist &uuml;berdies extrem teuer und nicht ausgereift. Seit &uuml;ber drei Jahren auf der neuen ICE-Strecke Wendlingen&ndash;Ulm im Einsatz, erwies es sich wiederholt als st&ouml;ranf&auml;llig. Ein im Juli 2024 bekannt gewordenes Geheimgutachten im Regierungsauftrag bezifferte die Gesamtausgaben f&uuml;r eine bundesweite Umr&uuml;stung mit <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/deutsche-bahn-investitionen-in-digitales-schienennetz-bringen-erst-ab-2064-gewinne-a-0f4d39cd-e19f-4974-a1bf-fd2714efc32c\">69 Milliarden Euro<\/a>. Dabei werde es nicht vor 2043 fl&auml;chendeckend einsatzf&auml;hig sein, und amortisieren sollen sich die Investitionen fr&uuml;hestens 2064.<\/p><p><strong>Milliardengrab erster Stunde<\/strong><\/p><p>Bei dieser Preisklasse drohen die S21-Kosten weiter aus dem Ruder zu laufen. Die erste Finanzierungsvereinbarung von 2009 bezifferte diese mit unter 3,1 Milliarden Euro und bei Baubeginn war die Inbetriebnahme f&uuml;r Ende 2019 avisiert. Die letzte Sch&auml;tzung aus dem Jahr 2023 bel&auml;uft sich inklusive Risikopuffer auf 11,45 Milliarden Euro, wobei der Puffer schon ausgereizt sein soll. Vorsicht Falle: Die Kostensch&uuml;be, die das Projekt in 15 Jahren hingelegt hat, waren blo&szlig; vorget&auml;uscht und das vorl&auml;ufige Maximum schon vor &uuml;ber einem Jahrzehnt eingepreist. Den Verantwortlichen war mindestens seit 2013 bewusst, welche finanziellen Dimensionen die Unternehmung annehmen wird. Entsprechende Hochrechnungen bewegten sich schon damals <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=115195\">zwischen 10,7 und 11,3 Milliarden Euro<\/a>.<\/p><p>&bdquo;Wir haben jetzt viele Wetten darauf gewonnen, dass der Tiefbahnhof nicht Ende n&auml;chsten Jahres in Betrieb genommen und auch der Kopfbahnhof nicht ein halbes Jahr sp&auml;ter abgerissen wird&ldquo;, &auml;u&szlig;erte sich das &bdquo;Aktionsb&uuml;ndnis gegen Stuttgart 21&ldquo; zum n&auml;chsten DB-Offenbarungseid. Die Bahn schiebe die Schuld einmal mehr auf andere und auf widrige Umst&auml;nde, sagte Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Werner Sauerborn den <em>NDS<\/em>. &bdquo;Die Gr&uuml;nde liegen in strukturellen Funktionsdefiziten des Tiefbahnhofs, die allen, die es wissen wollten, und dazu geh&ouml;ren viele Politiker leider schon lange nicht mehr, l&auml;ngst h&auml;tten bekannt sein k&ouml;nnen.&ldquo; Das ist auch auf Baden-W&uuml;rttembergs Verkehrsminister Winfried Hermann gem&uuml;nzt. Der polterte in Richtung DB-F&uuml;hrung, Zusagen seien &bdquo;offensichtlich windig oder falsch&ldquo; gewesen und: <a href=\"https:\/\/www.stern.de\/news\/eroeffnung-von-stuttgart-21-wird-erneut-verschoben-36822200.html\">&bdquo;Wir f&uuml;hlen uns get&auml;uscht&ldquo;<\/a>. Der Gr&uuml;nen-Politiker ist Mitglied im S21-Lenkungskreis. Dass ihm in dieser Position die ganzen Unw&auml;gbarkeiten des Projekts verborgen geblieben sein sollen, erscheint abwegig.<\/p><p><strong>Rot f&uuml;r Immobilienmafia <\/strong><\/p><p>&bdquo;Die neuerliche Verschiebung des ohnehin mehr symbolischen als realen Er&ouml;ffnungszeitpunkts belegt einmal mehr die Unf&auml;higkeit, solche Gro&szlig;projekte straff und konsistent zu planen&ldquo;, findet Heiner Monheim, Sprecher von &bdquo;B&uuml;rgerbahn &ndash; Denkfabrik f&uuml;r eine starke Schiene&ldquo;. Selbst mit den vielen zus&auml;tzlichen Bauma&szlig;nahmen &bdquo;wird ein f&uuml;r alle Bahnverkehrssegmente befriedigender Betrieb nicht m&ouml;glich sein&ldquo;, erkl&auml;rte er gegen&uuml;ber den <em>NDS<\/em>. Immer mehr &bdquo;Notn&auml;gel&ldquo; w&uuml;rden erfunden, um das Projekt zu &bdquo;retten&ldquo;, und &bdquo;es tut weh, zu sehen, wie im ganzen sonstigen Netz Sanierungs- und Reaktivierungsma&szlig;nahmen unerledigt bleiben, weil man es nicht lassen kann, dieses unsinnige Gro&szlig;projekt vor die Wand zu fahren&ldquo;. Es brauche, so Monheim, &bdquo;endlich eine Generalsanierung der &sbquo;Bahnstrategien&lsquo; anstelle der jetzt schon wieder aus dem Ruder laufenden Korridorsanierung&ldquo;, bei der hochfrequentierte Streckenabschnitte &uuml;ber Monate total gesperrt werden.<\/p><p>Ob Palla daf&uuml;r die richtige Frau zum richtigen Zeitpunkt ist? Sie habe die Chance, &bdquo;die Notbremse zu ziehen&ldquo;, meint Wa&szlig;muth von &bdquo;Bahn f&uuml;r alle&ldquo;. Mindestens ein Teil der oberirdischen Gleise k&ouml;nne erhalten bleiben. Sein Verband hat mit dem Konzept <a href=\"https:\/\/bahn-fuer-alle.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/zukunftsbahn_fuer_alle_2025_09_20.pdf\">&bdquo;Zukunftsbahn f&uuml;r alle&ldquo;<\/a> aufgezeigt, was eine gemeinn&uuml;tzige Bahn im Interesse von Fahrg&auml;sten, Besch&auml;ftigten und Klima alles k&ouml;nnte. &bdquo;Viele kleine Engp&auml;sse beseitigen, bringt mehr und kostet viel weniger als die zerst&ouml;rerischen Gro&szlig;projekte in Stuttgart, M&uuml;nchen, Hamburg und Frankfurt&ldquo;, betonte Wa&szlig;muth.&nbsp; Auch beim &bdquo;Aktionsb&uuml;ndnis gegen S21&ldquo; besteht noch Resthoffnung, &bdquo;dass die auf dem Tisch liegenden klimaschonenden, den Bahnverkehr verbessernden und kostensparenden Optionen nicht weiter ignoriert werden&ldquo;. Zumindest habe es den Anschein, als habe sich Palla das Projekt &bdquo;genauer angeschaut und jetzt erst mal die Ampel auf Rot gestellt&ldquo;.<\/p><p><strong>&bdquo;Darf nie an Netz&ldquo;<\/strong><\/p><p>Und dann? Die DB-Chefin m&uuml;sse die Rei&szlig;leine ziehen und den geplanten Abbau der oberen Gleisfl&auml;chen sofort stoppen, fordert der verkehrspolitische Sprecher der Bundestagsfraktion der Partei Die Linke, Luigi Pantisano. Andernfalls sei ein &bdquo;Verkehrskollaps am Verkehrsknoten Stuttgart sicher&ldquo;, &auml;u&szlig;erte er in einer Stellungnahme. &bdquo;Die eigentlichen Treiber dieses Projekts sind nicht die Bed&uuml;rfnisse der Fahrg&auml;ste, sondern die Interessen der Immobilienmafia und einer Politik, die die Bahn noch immer als profitables Gesch&auml;ft versteht.&ldquo; Pantisano w&uuml;nscht sich eine Bahn, die &bdquo;endlich gemeinwohlorientiert wirtschaftet&ldquo;, wobei P&uuml;nktlichkeit, Verl&auml;sslichkeit und Bezahlbarkeit im Mittelpunkt stehen m&uuml;ssten. Hohe Managerboni und leere Versprechungen d&uuml;rften nicht l&auml;nger bestimmend sein.<\/p><p>Drastischer dr&uuml;ckte es Luik aus. &bdquo;Die S-21-Schlamasselt&auml;ter sollen endlich zugeben: Wir schaffen es nicht. Wir k&ouml;nnen es nicht. Egal wie viele Milliarden wir noch in diesem Loch versenken.&ldquo; Gebe es noch einen Hauch von Ratio, ginge es nach Recht und Gesetz und Verantwortung, &bdquo;dann darf S21 nie ans Netz&ldquo;.<\/p><p><small>Titelbild: Markus Mainka\/shutterstock.com<\/small><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg05.met.vgwort.de\/na\/01eea8603994462da66d20a4b60a71bb\" alt=\"\" title=\"\" height=\"1\" width=\"1\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die erste echte Amtshandlung der neuen DB-Chefin l&auml;sst hoffen. Der Starttermin f&uuml;r S21 wird auf unbestimmte Zeit verschoben. Ob das von Einsicht zeugt, ein Umdenken bedeutet oder doch nur die n&auml;chste Station einer endlosen H&auml;ngepartie markiert, muss sich zeigen. Projektgegner geben sich gebremst zuversichtlich, dass wenigstens Teile der oberirdischen Infrastruktur gerettet werden k&ouml;nnten. 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