{"id":142428,"date":"2025-11-23T12:00:11","date_gmt":"2025-11-23T11:00:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=142428"},"modified":"2025-11-26T00:53:58","modified_gmt":"2025-11-25T23:53:58","slug":"von-bagdad-bis-caracas-washingtons-handbuch-fuer-sanktionen-und-krieg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=142428","title":{"rendered":"Von Bagdad bis Caracas: Washingtons Handbuch f\u00fcr Sanktionen und Krieg"},"content":{"rendered":"<p>In den letzten Wochen hat Washington seine Drohungen und Feindseligkeiten gegen&uuml;ber Venezuela eskaliert und US-Pr&auml;sident Donald Trump best&auml;tigte offen, dass er die CIA zu verdeckten Aktionen gegen das Land erm&auml;chtigt hat. Diese Ma&szlig;nahmen sind besorgniserregend und stellen eine ernsthafte Versch&auml;rfung der Kriegstreiberei gegen das karibische Land dar. Sie best&auml;tigen auch, was viele seit Jahren sagen: Die USA sind stark an den Geschehnissen in Venezuela beteiligt und scheuen sich nicht, alle ihnen zur Verf&uuml;gung stehenden Mittel zu nutzen, um ihre Interessen durchzusetzen. Von <strong>Manolo De los Santos<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n&bdquo;Kann irgendjemand wirklich glauben, dass die CIA nicht schon seit 60 Jahren in Venezuela operiert?&ldquo;, <a href=\"https:\/\/www.eluniverso.com\/noticias\/internacional\/venezuela-entrego-a-estados-unidos-a-10-terroristas-de-la-cia-convictos-y-confesos-aseguro-maduro-nota\/\">fragte<\/a> der venezolanische Pr&auml;sident Nicol&aacute;s Maduro, nachdem Trump die Genehmigung f&uuml;r CIA-Aktivit&auml;ten in seinem Land bekannt gegeben hatte.<\/p><p>Die Antwort, betrachtet man die historischen Fakten der letzten zwei Jahrhunderte, best&auml;tigt ein Muster kontinuierlicher Einmischung mit dem Ziel, die Vorherrschaft der USA &uuml;ber die gesamte Hemisph&auml;re zu behaupten.<\/p><p>Die eskalierenden Kriegsdrohungen der Trump-Regierung gegen Caracas stellen keine neue Politik dar, sondern den H&ouml;hepunkt eines langj&auml;hrigen Projekts zum Regime Change, das gro&szlig;e und beunruhigende &Auml;hnlichkeiten mit der Kriegstreiberei der Bush-Regierung gegen den Irak aufweist.<\/p><p>Washington hat Lateinamerika und die Karibik stets durch die Brille der Monroe-Doktrin betrachtet und sich die Region einseitig f&uuml;r die geopolitische Vorherrschaft der USA vorbehalten. Die letzten 200 Jahre zeigen ein Muster wiederholter, aggressiver Interventionen.<\/p><p>Unter den offenkundigsten Beispielen der j&uuml;ngeren Vergangenheit, bei denen sich das Engagement der USA auf politische Unterst&uuml;tzung, Geheimdienstoperationen und direkte milit&auml;rische Interventionen erstreckte, sind der Putsch gegen Jacobo Arbenz in Guatemala 1954, die Invasion der Dominikanischen Republik 1965, die die R&uuml;ckkehr einer progressiven Regierung unter Juan Bosch vereitelte, der Putsch von 1973, der das sozialistische Projekt von Salvador Allende in Chile zunichtemachte, das Komplott von 1983 zumm Sturz der Regierung von Maurice Bishop und die Invasion von Grenada sowie der Sturz des haitianischen Pr&auml;sidenten Jean-Bertrand Aristide in den Jahren 1991 und 2004. Der Putsch von 2009 in Honduras gegen die Regierung von Mel Zelaya setzte diese Tradition fort.<\/p><p>Venezuela ist indes zum definitiven Ziel geworden und sah sich in den letzten 25 Jahren mehr von den USA unterst&uuml;tzten Versuchen eines Regime Change ausgesetzt als jedes andere lateinamerikanische Land. Die Besessenheit, die Kontrolle &uuml;ber das Land zur&uuml;ckzugewinnen, begann kurz nach der Wahl von Hugo Ch&aacute;vez im Jahr 1998. Sein Sieg signalisierte eine radikale Abkehr von der von den USA gef&ouml;rderten neoliberalen Politik und den Beginn einer Phase gro&szlig;er Ver&auml;nderungen, von der Armutsbek&auml;mpfung bis zur regionalen Integration, angef&uuml;hrt von einer Welle linker Regierungen in Lateinamerika.<\/p><p>Washington unterst&uuml;tzte aktiv zahlreiche Versuche, Ch&aacute;vez zu st&uuml;rzen, insbesondere einen Milit&auml;rputsch im Jahr 2002, der durch einen Massenaufstand vereitelt wurde, und die l&auml;hmende &Ouml;lblockade von 2002 bis 2003, die darauf abzielte, die wichtigste Einnahmequelle des Landes lahmzulegen.<\/p><p>Sowohl unter George W. Bush als auch unter Barack Obama wurden Millionen von Dollar bereitgestellt, um rechtsgerichtete Gruppen in Venezuela, denen es oft an einer sozialen Basis mangelte, durch Taktiken, die von Attentatspl&auml;nen bis hin zu terroristischen Aktionen reichten, in eine direkte Konfrontation mit der venezolanischen Regierung zu treiben.<\/p><p>Diese Finanzmittel dienten der Unterst&uuml;tzung von Gruppen und F&uuml;hrern, die sich zwar als demokratische Opposition oder Nichtregierungsorganisationen ausgaben, sich jedoch stets f&uuml;r die gewaltsame Absetzung der demokratisch gew&auml;hlten Regierung des Landes einsetzten. Eine bekannte Empf&auml;ngerin von US-Geldern ist Mar&iacute;a Corina Machado, die rechtsradikale Politikerin, die k&uuml;rzlich mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde und die ihre politische Karriere auf jahrzehntelangem Eintreten f&uuml;r ausl&auml;ndische Interventionen der USA und Israels aufgebaut hat.<\/p><p>Das Muster der Unterst&uuml;tzung f&uuml;r einen Regime Change setzte sich nach dem verd&auml;chtigen Tod von Ch&aacute;vez im Jahr 2013 fort, was viele zu Spekulationen &uuml;ber eine Verschw&ouml;rung der CIA veranlasste. Nach der Wahl von Nicol&aacute;s Maduro unterst&uuml;tzte die Obama-Regierung 2014 eine Welle gewaltt&auml;tiger Proteste, sogenannte <em>Guarimbas<\/em>, die durch rassistische Lynchmorde an schwarzen Anh&auml;ngern der Regierung durch rechte Mobs gekennzeichnet waren. Maduro war 2017 erneut mit einer anhaltenden Phase gewaltt&auml;tiger Proteste konfrontiert, die von den USA unterst&uuml;tzt wurden. Der 21-j&auml;hrige Afro-Venezolaner Orlando Figuera wurde im Mai 2017 in Caracas von oppositionellen Aktivisten angegriffen und lebendig verbrannt.<\/p><p><strong>Versch&auml;rfte wirtschaftliche Belagerung<\/strong><\/p><p>Im Jahr 2015 eskalierte Pr&auml;sident Obama den rhetorischen und wirtschaftlichen Druck, indem er Venezuela zu einer &bdquo;ungew&ouml;hnlichen und au&szlig;erordentlichen Bedrohung f&uuml;r die nationale Sicherheit der USA&rdquo; erkl&auml;rte. Diese Anschuldigung wurde weithin als faktisch unbegr&uuml;ndet angesehen und zun&auml;chst sogar von einigen venezolanischen Oppositionsf&uuml;hrern zur&uuml;ckgewiesen. Trotzdem lieferte die Erkl&auml;rung den rechtlichen Vorwand f&uuml;r die Verh&auml;ngung von Sanktionen, die den Zusammenbruch der &Ouml;lindustrie einleiteten und die venezolanische Wirtschaft zugrunde richteten.<\/p><p>Im ersten Jahr von Trumps erster Amtszeit verh&auml;ngten die USA noch h&auml;rtere Sanktionen, die direkt auf den venezolanischen &Ouml;lsektor abzielten. Vor den Sanktionen von 2017 betrug der durchschnittliche monatliche R&uuml;ckgang der &Ouml;lproduktion etwa ein Prozent. Nach der <a href=\"https:\/\/ofac.treasury.gov\/media\/5476\/download?inline\">Verordnung vom August 2017<\/a>, mit der Venezuela der Zugang zu den US-Finanzm&auml;rkten versperrt wurde, stieg die R&uuml;ckgangsrate drastisch um mehr als das Dreifache.<\/p><p>Die <a href=\"https:\/\/ofac.treasury.gov\/media\/26786\/download?inline\">Sanktionen vom August 2019<\/a> schufen den &bdquo;rechtlichen&rdquo; Rahmen f&uuml;r die Beschlagnahmung von venezolanischem Auslandsverm&ouml;gen in Milliardenh&ouml;he und richteten sich speziell gegen die staatliche &Ouml;lgesellschaft PDVSA. Das Verbot von Exporten in den US-Markt, der zuvor mehr als ein Drittel des venezolanischen &Ouml;ls abnahm, war ein katastrophaler Schlag.<\/p><p>Das Washington Office on Latin America (WOLA) <a href=\"https:\/\/www.wola.org\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Oliveros-informe-completo-2.pdf\">dokumentierte<\/a>, dass diese Sanktionen dazu f&uuml;hrten, dass der venezolanische Staat zwischen 17 und 31 Milliarden US-Dollar an potenziellen &Ouml;leinnahmen verlor. Dieser Verlust an Devisen schr&auml;nkte die M&ouml;glichkeiten des Staates, Lebensmittel, Medikamente und lebenswichtige G&uuml;ter zu importieren, direkt ein, was zu einem Anstieg der Sterblichkeitsrate und einer regelrechten humanit&auml;ren Krise f&uuml;hrte. Die Versch&auml;rfung der US-Sanktionen, insbesondere seit 2017, trug dazu bei, dass Venezuela den gr&ouml;&szlig;ten Wirtschaftsr&uuml;ckgang in der lateinamerikanischen Geschichte erlebte, mit einem gesch&auml;tzten <a href=\"https:\/\/sgp.fas.org\/crs\/row\/R44841.pdf\">R&uuml;ckgang<\/a> des Bruttoinlandsprodukts um 74,3 Prozent zwischen 2014 und 2021.<\/p><p><strong>Das Irak-Szenario, aktualisiert: Sanktionen als Wirtschaftskrieg<\/strong><\/p><p>Die erste Trump-Regierung verfolgte eine Politik des &bdquo;maximalen Drucks&rdquo;, um Maduro zu st&uuml;rzen, und formalisierte das Ziel eines Regime Change mit beispielloser Aggressivit&auml;t. Zus&auml;tzlich zu den strafenden &Ouml;lsanktionen f&uuml;hrte dies auch zu der absurden Unterst&uuml;tzung der Selbsternennung von Juan Guaid&oacute; zum Pr&auml;sidenten im Januar 2019.<\/p><p>Diese Politik f&uuml;hrte schlie&szlig;lich auch zur Entsendung von US-Kriegsschiffen und zur Einstufung der Maduro-Regierung als &bdquo;narco-terroristische&ldquo; Gruppierung, was an die Vorw&auml;nde f&uuml;r die Invasion des Irak im Jahr 2003 erinnert. Das gipfelte in der nachfolgenden Finanzierung der &bdquo;Operation Gideon&ldquo;, einer missgl&uuml;ckten maritimen Invasion durch von den USA unterst&uuml;tzte S&ouml;ldner im Mai 2020, die als &bdquo;Ferkelbucht&ldquo;[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>] in die Geschichte eingegangen ist[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>].<\/p><p>Die rhetorischen Parallelen zwischen den beiden Kampagnen sind frappierend. Im Jahr 2003 rechtfertigte die Bush-Regierung den Krieg mit erfundenen Behauptungen &uuml;ber Saddam Husseins Besitz von &bdquo;Massenvernichtungswaffen&ldquo; und angebliche Verbindungen zum Terrorismus. In &auml;hnlicher Weise versucht die Trump-Regierung, milit&auml;rische und verdeckte Aktionen in Venezuela zu rechtfertigen, indem sie sich auf das Narrativ vom &bdquo;Drogen-Terrorismus&ldquo; beruft.<\/p><p>In beiden F&auml;llen handelt es sich um Versuche, einen politischen Konflikt in eine Sicherheitsbedrohung umzuwandeln, die pr&auml;ventiv eine milit&auml;rische Reaktion erforderte.<\/p><p>Die gravierendste &Auml;hnlichkeit besteht jedoch in der Strategie der gegen beide Nationen angewandten wirtschaftlichen Strangulierung.<\/p><p>Von 1990 bis zur Invasion 2003 wurden umfassende multilaterale Sanktionen gegen den Irak verh&auml;ngt, die die Zivilbev&ouml;lkerung schwer trafen, aber nicht zur Absetzung Saddam Husseins f&uuml;hrten. Diese Ma&szlig;nahmen f&uuml;hrten zu starken Einschr&auml;nkungen der irakischen &Ouml;lexporte und einer strengen Kontrolle der Warenimporte. Die Folge war eine humanit&auml;re Katastrophe. Studien sch&auml;tzen, dass die Sanktionen zum Tod von Hunderttausenden Kindern unter f&uuml;nf Jahren durch Unterern&auml;hrung und Mangel an sauberem Wasser und Medikamenten beigetragen haben.<\/p><p>Der fr&uuml;here stellvertretende Generalsekret&auml;r der Vereinten Nationen, Denis Halliday, der aus Protest zur&uuml;cktrat, bezeichnete die Sanktionen als &bdquo;v&ouml;lkerm&ouml;rderisch&ldquo;.<\/p><p>Die Brutalit&auml;t dieser Politik wurde von der damaligen US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Madeleine Albright, auf infame Weise zusammengefasst, als sie auf die Frage, ob der Tod einer halben Million irakischer Kinder &bdquo;es wert&rdquo; gewesen sei, antwortete: &bdquo;Wir denken, es ist den Preis wert.&rdquo;<\/p><p>Die Sanktionen gegen Venezuela, insbesondere die 2019 gegen die &Ouml;lindustrie verh&auml;ngten, wiederholten diese Strategie der kollektiven Bestrafung, zu Beginn sogar noch mit gr&ouml;&szlig;erer H&auml;rte. Im Gegensatz zum Irak, der schlie&szlig;lich durch das von der UNO verwaltete &Ouml;l-f&uuml;r-Lebensmittel-Programm etwas Entlastung erhielt (trotz der Bem&uuml;hungen der USA und Gro&szlig;britanniens, lebenswichtige humanit&auml;re Lieferungen mit der Begr&uuml;ndung einer m&ouml;glichen &bdquo;doppelten Verwendung&ldquo; zu blockieren), wurde die venezolanische Regierung sofort von ihrer wichtigsten Devisenquelle abgeschnitten.<\/p><p>Das Center for Economic and Policy Research (CEPR) stellte fest, dass die umfassenden Sanktionen von 2019 zu einem fast vollst&auml;ndigen Handelsembargo f&uuml;hrten, das m&ouml;glicherweise &bdquo;drakonischer&ldquo; war als die Sanktionen gegen den Irak vor dem Krieg &ndash; unter Hinweis darauf, dass es keinen vergleichbaren humanit&auml;ren Mechanismus gab, um den Verlust von Milliarden an &Ouml;leinnahmen abzumildern.<\/p><p><strong>Hegemonie und die ideologische Herausforderung<\/strong><\/p><p>Das Interesse der USA an Venezuela geht &uuml;ber die blo&szlig;e Kontrolle der weltweit gr&ouml;&szlig;ten &Ouml;lreserven hinaus. Das prim&auml;re Ziel ist ideologischer und politischer Natur: der Sturz einer unabh&auml;ngigen Regierung, die sowohl eine St&uuml;tze f&uuml;r andere progressive Regierungen als auch ein Stolperstein f&uuml;r US-Pl&auml;ne ist, ultrarechte Regierungen in der Region zu installieren. Die venezolanische Regierung stellt einen Knotenpunkt des Widerstands dar, und ihr erfolgreicher Sturz w&uuml;rde die Dominanz der US-Au&szlig;enpolitik in der Region wieder geltend machen und eine klare Botschaft an andere Nationen senden, die einen unabh&auml;ngigen politischen und wirtschaftlichen Kurs einschlagen wollen.<\/p><p>Bei den Interventionsdrohungen geht es also nicht nur um Wirtschaft, sondern auch um die Verteidigung der ideologischen Integrit&auml;t der Monroe-Doktrin im 21. Jahrhundert.<\/p><p>Die aktuelle Eskalation der Feindseligkeiten gegen&uuml;ber Venezuela unter Trump stellt eine akute und gef&auml;hrliche Phase dar, die durch au&szlig;ergerichtliche Angriffe in der Karibik und explizite Drohungen mit Landangriffen gekennzeichnet ist. Seit Anfang September wurden bei diesen Angriffen zahlreiche Menschen get&ouml;tet. Einige der Opfer wurden als Staatsb&uuml;rger Kolumbiens und Trinidad und Tobagos identifiziert. Die US-Regierung hat die Opfer ohne konkrete Beweise als &bdquo;Drogenterroristen&ldquo; bezeichnet, w&auml;hrend ihre Familien versichern, dass es sich bei den Get&ouml;teten um Fischer handelte.<\/p><p>Die Kampagne gegen Venezuela ist im Wesentlichen eine Fortsetzung der seit zwei Jahrhunderten andauernden Bem&uuml;hungen, die imperiale Kontrolle &uuml;ber die Region aufrechtzuerhalten. Trumps wahnwitziger, unerbittlicher Drang, Nicol&aacute;s Maduro zu st&uuml;rzen, als Teil eines historischen Zwangs, seine Dominanz nicht nur durch Sanktionen und die Unterst&uuml;tzung innerer Unruhen, sondern nun auch durch au&szlig;ergerichtliche T&ouml;tungen auf See und Drohungen mit Landoperationen zu behaupten, hat die Region an die Schwelle eines massiven Konflikts gebracht. Ein solcher Krieg w&auml;re nicht nur eine Katastrophe, die einen enormen Truppeneinsatz erfordern w&uuml;rde, sondern w&uuml;rde mit ziemlicher Sicherheit ganz Lateinamerika destabilisieren und weit &uuml;ber die Grenzen Venezuelas hinausgreifen.<\/p><p>Allerdings hat sich eine Mehrheit der amerikanischen Bev&ouml;lkerung gegen den Einsatz milit&auml;rischer Gewalt zur Invasion Venezuelas ausgesprochen, und es wurde eine &uuml;berparteiliche Resolution von den Senatoren Adam Schiff (Kalifornien) und Rand Paul (Kentucky) <a href=\"https:\/\/www.vpm.org\/npr-news\/npr-news\/2025-10-17\/senators-will-force-a-vote-to-prevent-war-on-venezuela-without-approval-from-congress\">eingebracht<\/a>, um Trump davon abzuhalten, Gewalt gegen Venezuela anzuwenden. Die endg&uuml;ltige Entscheidung &uuml;ber dieses gef&auml;hrliche Abenteuer liegt m&ouml;glicherweise noch bei der amerikanischen &Ouml;ffentlichkeit, die Transparenz und ein sofortiges Ende des Marsches in einen weiteren katastrophalen Krieg einfordern muss.<\/p><p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"560\" height=\"315\" src=\"\" title=\"YouTube video player\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/q1GP_FO28UY?si=COP9z0FVKhUE6eDo\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p><p><em>Der Beitrag erschien im Original bei <a href=\"https:\/\/www.theleftchapter.com\/post\/from-baghdad-to-caracas-a-washington-manual-on-sanctions-and-war\">The Left Chapter<\/a>, &Uuml;bersetzung aus dem Englischen von <strong>Marta Andujo<\/strong>.<\/em><\/p><p><em>&Uuml;ber den Autor: <strong>Manolo De Los Santos<\/strong> aus den USA ist Vorstandsmitglied des People&rsquo;s Forum und Mitarbeiter des Tricontinental: Institute for Social Research. Seine Artikel erscheinen regelm&auml;&szlig;ig in Monthly Review, Peoples Dispatch, CounterPunch, La Jornada und anderen progressiven Medien.<\/em><\/p><p><small>Titelbild: Ein mit KI (grok) erstelltes Symbolbild<\/small><\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<strong>Mehr zum Thema:<\/strong>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=142067\">USA verlegen den gr&ouml;&szlig;ten Flugzeugtr&auml;ger der Welt in die Karibik &ndash; Venezuela k&uuml;ndigt massiven Widerstand bei Angriff an<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=141727\">US-Regime-Change Pl&auml;ne f&uuml;r Venezuela: F&uuml;nf Szenarien<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=141360\">Interview mit William Serafino zur Lage in Venezuela: US-Milit&auml;rkampagne, Medienmanipulation und die Rolle Europas<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=140730\">Operation Regime Change: US-Pr&auml;sident Trump genehmigt verdeckte Eins&auml;tze der CIA in Venezuela<\/a>\n<\/p><\/div><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] &bdquo;Invasion in der Ferkelbucht&rdquo; (bay of piglets) ist die sp&ouml;ttische Bezeichnung f&uuml;r eine gescheiterte Putschoperation in Venezuela im Mai 2020. Sie wurde von einem ehemaligen Green Beret geleitet und sah die Gefangennahme Maduros und weiterer Regierungsmitglieder vor, endete aber in einem Desaster f&uuml;r die beteiligten S&ouml;ldner. Zu den mutma&szlig;lichen Verwicklungen der US-Regierung siehe The Grayzone: White House insiders knew of 2020 Venezuela coup in advance, files show.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] Die gescheiterte Invasion in der &bdquo;Schweinebucht&ldquo; (bay of pigs) war ein von den USA 1961 organisierter milit&auml;rischer Angriff kubanischer Exilanten zum Sturz der Revolutionsregierung unter Fidel Castro. Bei <em>Wikipedia<\/em> hei&szlig;t es dazu: &bdquo;Der von der CIA ausgearbeitete Plan ging von Geheimdienstberichten aus, die von interessierter Seite, den Revolutionsgegnern auf Kuba, kamen, die alle ihre Hoffnungen auf ein milit&auml;risches Eingreifen der USA richteten und deshalb wider besseres Wissen von einer breiten antirevolution&auml;ren Stimmung auf Kuba berichteten.&ldquo;<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den letzten Wochen hat Washington seine Drohungen und Feindseligkeiten gegen&uuml;ber Venezuela eskaliert und US-Pr&auml;sident Donald Trump best&auml;tigte offen, dass er die CIA zu verdeckten Aktionen gegen das Land erm&auml;chtigt hat. Diese Ma&szlig;nahmen sind besorgniserregend und stellen eine ernsthafte Versch&auml;rfung der Kriegstreiberei gegen das karibische Land dar. 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