{"id":14259,"date":"2012-08-27T08:41:51","date_gmt":"2012-08-27T06:41:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14259"},"modified":"2012-08-27T09:01:23","modified_gmt":"2012-08-27T07:01:23","slug":"hinweise-des-tages-1682","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14259","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (KR\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14259#h01\">Aufstand der Bundesbank nur vorerst verschoben?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14259#h02\">Der Euro war ein Rettungsprogramm f&uuml;r die deutsche Wirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14259#h03\">Der &ouml;konomische Putsch &ndash; oder: Was hinter den Finanzkrisen steckt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14259#h04\">1953 konnte Deutschland seine Schulden halbieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14259#h05\">Steuerpolitik: Super-Reiche profitierten von Rot-Gr&uuml;n<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14259#h06\">Unilever stellt sich auf neue Armut in Europa ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14259#h07\">Bankgeheimnis &ndash; Ein riesiger Leerlauf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14259#h08\">Top Economists: Iceland Did It Right &hellip; And Everyone Else Is Doing It Wrong<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14259#h09\">Schrumpfende Einkommen: Horror-Jahrzehnt f&uuml;r US-Mittelschicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14259#h10\">One Man Against The Wall Street Lobby<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14259#h11\">Armutsgef&auml;hrdung von Menschen mit Migrationshintergrund<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14259#h12\">Hartz IV ist ein absolutes Sorgenkind<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14259#h13\">Sozialwohnungen sterben aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14259#h14\">Nochmals: Ungenutztes Arbeitskr&auml;ftepotenzial im Jahr 2011 bei 7,4 Millionen Menschen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14259#h15\">Verkaufte Patienten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14259#h16\">&bdquo;Auswirkungen sinkender B&ouml;rsenstrompreise auf die Verbraucherstrompreise&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14259#h17\">Ein Rahmenkonzept zur Bek&auml;mpfung der Rockerkriminalit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14259#h18\">Wir gratulieren Marie Marcks<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14259&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Aufstand der Bundesbank nur vorerst verschoben?<\/strong><br>\nManchmal muss man selbst Geschichten in Medien wie verschrubelte Erkl&auml;rungen von Notenbankern lesen. Die interessanten Stellen werden irgendwo am Ende versteckt, wenn die meisten Leser vermutlich schon lange ausgestiegen sind aus dem Artikel. In der aktuellen Ausgabe von &bdquo;Der Spiegel&ldquo; k&uuml;ndigt die Titelgeschichte einen &ldquo;Aufstand der Bundesbank&rdquo; an. Doch im Text selber und im anschlie&szlig;enden Interview mit Jens Weidmann ist davon kaum noch etwas zu sp&uuml;ren.<br>\nWer wei&szlig;, vielleicht haben die Kollegen diese Informationen erst bekommen, als das Titelbild schon in den Druck gegangen war. Folgende Passagen wollen jedenfalls so gar nicht zu dem passen, womit das Magazin die Leser am Kiosk anlocken m&ouml;chte. Auf Seite 72 berichten uns die Kollegen, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesbankchef Jens Weidmann sehr viel geredet haben in den vergangenen Wochen. &bdquo;Das Resultat ist, dass sie vorerst eine Art Burgfrieden schlie&szlig;en.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wirtschaftswunder.ftd.de\/2012\/08\/26\/butterweiche-bundesbank\/?utm_source=twitterfeed&amp;utm_medium=twitter\">FTD Wirtschaftswunder<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Der Euro war ein Rettungsprogramm f&uuml;r die deutsche Wirtschaft<\/strong><br>\nPanos Panagiotou sieht Griechenland gef&auml;hrlich nahe am Euro-Austritt. F&uuml;r die Zukunft seiner Heimat trage Deutschland eine besondere Verantwortung, sagt der Finanzexperte. Schlie&szlig;lich sei es auf Kosten S&uuml;deuropas gerettet worden. Ein Gespr&auml;ch &uuml;ber die Leidensf&auml;higkeit der Griechen, Erfolge im Sparprogramm und unfaire Zins-Entscheidungen.<br>\nWenn sich die Situation allerdings noch weiter verschlimmert, erreichen wir das Stadium eines wirtschaftlichen V&ouml;lkermordes. Dann k&ouml;nnten die bereits bestehenden sozialen Turbulenzen katastrophale Formen annehmen. Das muss um jeden Preis vermieden werden&hellip;<br>\nW&auml;hrend einer Phase weltweiten Aufschwungs wurden die Zinsen der EZB auf einem historischen Rekordtief gehalten, um Deutschlands schw&auml;chelnde Exportwirtschaft zu stabilisieren. Als die Rezession begann, hob die EZB die Zinsen an. In den s&uuml;deurop&auml;ischen Staaten f&uuml;hrte diese Zinspolitik erst zu Aufschwungsblasen und danach zu finanzieller Erstickung. Als 2000 die Technologieblase platzte, folgte eine finanzwirtschaftliche Krise. Investitionskapital floss aus Deutschland ab, das Land rutschte in eine Rezession &ndash; auch die Wiedervereinigung war teuer. Auch die USA war in der Rezession, China noch in der ersten Phase des Imports von G&uuml;tern aus dem Westen. In den meisten europ&auml;ischen Staaten au&szlig;erhalb der Euro-Zone war die gro&szlig;e Frage, wie die deutsche Wirtschaft sich wieder stabilisieren konnte&hellip;<br>\nUm diese Krise zu &uuml;berwinden, hat Deutschland zugelassen, dass in sehr kurzer Zeit so viele Staaten wie m&ouml;glich in die Euro-Zone aufgenommen wurden. Die EZB hat die neuaufgenommen L&auml;nder mit billigem Geld vollgepumpt, so dass sie sich deutsche Produkte leisten konnten. Im Rahmen dieser Politik hat die EZB in den Jahren 2003 bis 2006 ihre Zinsen auf zwei Prozent abgesenkt, entgegen der makro&ouml;konomischen Bed&uuml;rfnisse der Eurozone&hellip;<br>\n1998, also  vor dem Eintritt in den Euro hat Griechenland Waren im Wert von 7,7 Milliarden Euro, aus Deutschland importiert. Zehn Jahre sp&auml;ter waren es Waren im Wert von 21,5 Milliarden Euro. Parallel haben die Importe Deutschlands aus Griechenland abgenommen: vor dem Eintritt in den Euro lagen sie bei 2,2 Milliarden Euro, im Jahr 2002 waren es bereits nur noch 1,7 Milliarden Euro. Die gestiegenen Importe deutscher Produkte h&auml;tten im S&uuml;den Europas vielleicht nicht so ein gro&szlig;es Problem verursacht, wenn Deutschland den Gefallen erwidert h&auml;tte. Aber Deutschland hat das Gegenteil gemacht, n&auml;mlich seinen Markt durch eine Politik der Desinflation gesch&uuml;tzt&hellip;<br>\nIn Griechenland m&uuml;ssen aus humanit&auml;ren Gr&uuml;nden Grenzen gezogen werden, die Umsetzung einiger Sparma&szlig;nahmen muss zumindest f&uuml;r sozial Schwache auf Eis gelegt werden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/2.220\/finanzkrise-in-griechenland-unser-land-ist-ein-patient-1.1448735\">SZ<\/a>\n<p><strong>passend dazu: Europas kleines schmutziges Geheimnis<\/strong><br>\nDas Unheil der europ&auml;ischen Schuldenkrise nahm in Deutschland seinen Lauf: Die Niedrigzinspolitik der EZB nach dem Dotcom-Crash half vor einem Jahrzehnt vor allem der deutschen Wirtschaft &ndash; und st&uuml;rzte Europas Peripherie ins Verderben<br>\nDeutschland fand zu neuer St&auml;rke, weil es die Handels&uuml;bersch&uuml;sse mit den anderen Eurol&auml;ndern massiv erh&ouml;hen konnte. Deutschland wurde in Europa wettbewerbsf&auml;higer, weil die Peripheriestaaten als Folge der EZB-Politik wettbewerbsunf&auml;higer wurden. Das ist das kleine schmutzige Geheimnis der heutigen Eurokrise.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.cicero.de\/berliner-republik\/schuldenkrise-europas-kleines-schmutziges-geheimnis\/51597?seite=1\">Cicero<\/a> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die sinkenden Arbeitskosten (in Deutschland) waren allerdings sicherlich keine &bdquo;direkte Konsequenz der divergierenden Inflationsraten, sondern der gezielten Lohnsenkungspolitik (Hartz-Reformen) geschuldet. Das Lob f&uuml;r diese Reformen in diesem Beitrag ist halt so daher geredet.<\/em> <\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung JB:<\/strong> Der Autor vertauscht Ursache und Wirkung. Die niedrigere Inflation in Deutschland ist eine Folge der schlechten Lohnentwicklung und nicht deren Ursache.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Der &ouml;konomische Putsch &ndash; oder: Was hinter den Finanzkrisen steckt<\/strong><br>\nGezielte Spekulationsattacken auf ganze Volkswirtschaften, Finanzagenturen, die Regierungen in die Knie zwingen, und ohnm&auml;chtige Politiker, die gebetsm&uuml;hlenartig wiederholen, es g&auml;be keine Alternative: Europa befindet sich im Wirtschaftskrieg. Wie entstand dieses unumst&ouml;&szlig;lich scheinende System?<br>\nDas Experimentierfeld Lateinamerika und die Analysen des Philosophen Michel Foucault machen Dynamik und Reichweite der neoliberalen Umstrukturierungen unserer Gesellschaften deutlich und erhellen die heutigen Finanzkrisen. Zum Vorschein kommt dabei ein Machtergreifungsmodell, das Politik, Gesellschaft und Individuen seit Jahrzehnten formt und konditioniert, ein &ouml;konomischer Putsch. Juristen sprechen von organisierter Kriminalit&auml;t und von der Mitt&auml;terschaft der Politik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/sendungen\/dok-5\/s\/d\/26.08.2012-11.05.html\">wdr Dok5-Das Feature<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Wiederholung der Sendung 27. August 2012, 20.05 Uhr. Interessant sind auch die Literaturhinweise und die Tondokumente.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>1953 konnte Deutschland seine Schulden halbieren<\/strong><br>\nDie (nicht bezahlte) deutsche Vorkriegsschuld wird in der W&auml;hrung DM auf 13,5 Milliarden gesch&auml;tzt. Aufgrund der Aufgabe des Goldstandards und wegen des Falls des Dollars wird ihr Wert von der Konferenz zun&auml;chst auf 9,3 Milliarden und schlie&szlig;lich am Ende auf 7,3 Milliarden DM herabgesetzt, d.h. der Bundesrepublik wird ein Schulden-Nachlass von &uuml;ber 45% auf die deutschen Vorkriegs-Schulden gew&auml;hrt.<br>\nDie deutschen Nachkriegsschulden in H&ouml;he von 15 &ndash; 16 Milliarden DM werden auf 7 Milliarden DM abgesenkt, d.h. der Bundesrepublik wird ein weiterer Schulden-Nachlass von &uuml;ber 50% gew&auml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lemonde.fr\/cgi-bin\/ACHATS\/acheter.cgi?offre=ARCHIVES&amp;type_item=ART_ARCH_30J&amp;objet_id=1206233&amp;xtmc=1953_l_allemagne_divise_sa_dette_par_deux&amp;xtcr=1\">Inhalte eines in der Pariser Tageszeitung Le Monde vom 20.8.2012 (S.2) erschienenen Artikels<\/a> &uuml;bertragen <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/120827_hinweise_yves_hulman1.pdf\">von Gerhard Kilper [PDF &ndash; 82,2 KB]<\/a>\n<p>Siehe auch <a href=\"http:\/\/www.letemps.ch\/Page\/Uuid\/8d9e8f32-d815-11e1-b6c7-87316167502b\/1953_le_tournant_qui_a_permis_%C3%A0_lAllemagne_de_rebondir\">den Ausgangsartikel in Le Temps<\/a> <\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Steuerpolitik: Super-Reiche profitierten von Rot-Gr&uuml;n<\/strong><br>\n&Auml;u&szlig;erungen des SPD-Finanzministers aus Rheinland-Pfalz werden als Einknicken gewertet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2012%2F08%2F24%2Fa0080&amp;cHash=b9fa750a5ec2d05010c63af5a0df775f\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Man m&ouml;chte schon ganz gerne wissen, was Rheinland-Pfalz mit der Bundesregierung ausgekungelt hat. Anders ist die Aufweichung der bereits aufgeweichten SPD- Position durch den rheinland-pf&auml;lzischen Finanzministers Carsten K&uuml;hl, SPD- Koordinator in Sachen Steuerabkommen, nicht zu begreifen. Auf allen m&ouml;glichen Feldern wird von mehr Europa gefaselt, aber wenn es darum geht, die EU-Kommission in der Frage eines automatischem Informationsaustausch in Steuersachen zu unterst&uuml;tzen, setzen CDU\/FDP auf auch anders einzutreibende Nachzahlungen auf Schwarzgeld und eine k&uuml;nftige Abgeltungsteuer von 26 Prozent anonymer Steuerb&uuml;rger und vergr&auml;tzen damit nat&uuml;rlich nicht ihre verm&ouml;gende Klientel &ndash; und die SPD kuscht mehr oder weniger. Nachdem die USA das bisherige Schweizer Steuergeheimnis weitgehend ausgehoben haben, geben sich unsere staatstragenden Parteien mit viel weniger zufrieden. Dabei ist die Schweizer Wirtschaft weit mehr von der EU als von den  USA abh&auml;ngig.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Unilever stellt sich auf neue Armut in Europa ein<\/strong><br>\nDie Krise zwingt den Konsumg&uuml;terkonzern Unilever zum radikalen Umdenken. Das Erfolgsmodell: g&uuml;nstig statt premium.<br>\nDer Konsumg&uuml;terkonzern Unilever stemmt sich mit Strategien aus den Schwellenl&auml;ndern gegen die Krise im europ&auml;ischen Markt. Das Unternehmen umwirbt aggressiv Konsumenten mit geringem Einkommen. &ldquo;Die Armut kehrt nach Europa zur&uuml;ck&rdquo;, sagte Europa-Chef Jan Zijderveld der FTD. &ldquo;Wenn ein Spanier nur noch durchschnittlich 17 Euro pro Einkauf ausgibt, dann kann ich ihm kein Waschmittel f&uuml;r die H&auml;lfte seines Budgets verkaufen.&rdquo;<br>\nDeshalb will der drittgr&ouml;&szlig;te Konsumg&uuml;terhersteller der Welt nun Lehren aus dem Asien-Gesch&auml;ft anwenden. &ldquo;In Indonesien verkaufen wir Einzelpackungen Shampoo f&uuml;r 2 bis 3 Cent und verdienen trotzdem ordentliches Geld&rdquo;, sagte Zijderveld. &ldquo;Wir wissen, wie das geht, aber in Europa haben wir es in den Jahren vor der Krise verlernt.&rdquo; Unilever ist f&uuml;r Marken wie etwa Knorr oder Langnese bekannt.<br>\nUmsatz von Unilever in Westeuropa<br>\nDas Beispiel zeigt, wie die Rezession in vielen L&auml;ndern Europas Konzerne zum radikalen Umdenken zwingt. Offensichtlich sieht Unilever die Wirtschaftskrise nicht als kurzfristige Phase. Bislang hatten Konsumg&uuml;terunternehmen versucht, Wachstum in den reifen westlichen M&auml;rkten etwa durch teurere &Ouml;koprodukte oder Premiummarken zu erreichen &ndash; um sich von den g&uuml;nstigen Handelsmarken der Discounter abzuheben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/handel-dienstleister\/:krise-im-europaeischen-markt-unilever-stellt-sich-auf-neue-armut-in-europa-ein\/70081740.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Bankgeheimnis &ndash; Ein riesiger Leerlauf<\/strong><br>\nIm Moment machen gerade die Linkspolitiker unseres n&ouml;rdlichen Nachbarlandes Schlagzeilen, die das Vorzeigeabkommen f&uuml;r eine Abgeltungssteuer versenken wollen und &shy;damit die Absicht der Schweiz durchkreuzen, den gleichen oder einen &auml;hnlichen Vertrag mit anderen L&auml;ndern auszuhandeln. Wieso sollen wir so etwas akzeptieren, fragen sich mit einer gewissen Logik die deutschen Politiker, wenn die Schweiz gegen&uuml;ber den USA das Bankgeheimnis faktisch aufgegeben hat?<br>\nDenn Schlagzeilen macht dieser Tage ja auch jener geheime Beschluss des Bundesrats, der es den Banken erlaubt, zur Wahrung ihrer Interessen das Bankgeheimnis zu ignorieren und gesetzeswidrig Kundendaten nach &shy;Washington zu liefern, wann immer es die US-Steuerbeh&ouml;rden w&uuml;nschen. &laquo;Wieso soll uns nicht recht sein, was den Amerikanern billig ist?&raquo;, fragen sich da halt die Deutschen. Und bald wohl die Franzosen, Italiener und andere.<br>\n&Uuml;berholtes Gesch&auml;ftsmodell<br>\nN&uuml;chtern betrachtet, ist das Bankgeheimnis ein Gesch&auml;ftsmodell, das &uuml;berholt ist&hellip;<br>\nAus drei Gr&uuml;nden: Erstens ist die Schweiz zwar weiterhin ein erfolgreiches Land mit einer starken Wirtschaft. Diese kann aber nur bestehen, weil in der globalisierten Welt gewisse Regeln gelten, die der Schweiz n&uuml;tzen, die sie aber auch einzuhalten hat&hellip;<br>\nZweitens achten andere L&auml;nder wegen der Schuldenkrise st&auml;rker darauf, wo ihre Steuerhinterzieher ihr Geld verstecken&hellip;<br>\nDrittens&hellip; Die Illoyalit&auml;t in den Banken hat das Bankgeheimnis ganz entschieden geknackt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tageswoche.ch\/de\/2012_34\/schweiz\/452272\/ein-riesiger-leerlauf.htm\">Tages Woche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Top Economists: Iceland Did It Right &hellip; And Everyone Else Is Doing It Wrong<\/strong><br>\nUnlike the US and several countries in the eurozone, Iceland allowed its banking system to fail in the global economic downturn and put the burden on the industry&rsquo;s creditors rather than taxpayers.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/globalresearch.ca\/index.php?context=va&amp;aid=32486\">Global Research<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Schrumpfende Einkommen: Horror-Jahrzehnt f&uuml;r US-Mittelschicht<\/strong><br>\nDer amerikanischen Mittelschicht ging es 2010 deutlich schlechter als zehn Jahre zuvor. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Meinungsforschungsinstituts Pew. Laut der Studie fiel das mittlere Einkommen einer amerikanischen Mittelschichtfamilie von 72.956 Dollar im Jahr 2000 auf 69.487 Dollar im Jahr 2010 &ndash; ein Minus von f&uuml;nf Prozent. Noch drastischer fiel der R&uuml;ckgang beim Wohlstand aus, den das Institut als Verm&ouml;gen abz&uuml;glich Schulden definiert. Hier ging der mittlere Wert sogar um 28 Prozent zur&uuml;ck &ndash; von 129.582 Dollar auf 93.150 Dollar. Hauptgrund f&uuml;r den Wohlstandsverlust ist die schwere Wirtschaftskrise seit 2007. In den drei Jahren bis 2010 fiel der Wohlstand um fast 40 Prozent. Bei den Einkommen ist der Trend weniger eindeutig, doch auch sie fielen vor allem seit 2007. &ldquo;Der Glaube daran, dass der Lebensstandard der Mittelschicht st&auml;ndig steigt, geh&ouml;rt zur amerikanischen Gr&uuml;ndungsidee&rdquo;, zitiert die &ldquo;Financial Times&rdquo; Pew-Vizepr&auml;sident Paul Taylor. &ldquo;Mittlerweile hat die Mittelschicht ein kleineres St&uuml;ck von einem kleineren Kuchen.&rdquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/die-einkommen-der-amerikanischen-mittelklasse-schrumpfen-a-851665.html\">Spiegel Online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.pewsocialtrends.org\/2012\/08\/22\/the-lost-decade-of-the-middle-class\/1\/\">pewsocialtrends<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die in der Wahrheit versteckte L&uuml;ge ist die Aussage des Pew-Vizepr&auml;sident Paul Taylor: &ldquo;Mittlerweile hat die Mittelschicht ein kleineres St&uuml;ck von einem kleineren Kuchen.&rdquo; Der Kuchen ist eben nicht kleiner geworden, das reale BIP der USA ist bis auf die Jahre 2008 und 2009 st&auml;ndig gestiegen. Ver&auml;ndert hat sich die Einkommensverteilung: Im Jahr 1971 geh&ouml;rten noch 61 Prozent der amerikanische Haushalte zur Mittelschicht, w&auml;hrend es zuletzt nur noch 51 Prozent waren. (In der Studie geh&ouml;ren all jene Haushalte Mittelschicht, die zwei Drittel bis maximal das Doppelte des nationalen Durchschnitts verdienen) In der zur Studie geh&ouml;rigen Umfrage kommt es zu den bei Umfragen &uuml;blichen Widerspr&uuml;chlichkeiten: W&auml;hrend 43 Prozent der Befragten der Auffassung sind, dass ihre Kinder eine bessere Zukunft haben werden, als sie selbst, meinen nur 10 Prozent, dass das Land weiterhin wirtschaftlichen Erfolg haben wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>One Man Against The Wall Street Lobby<\/strong><br>\n[&hellip;] On the other hand, there is a new powerful voice who knows how big banks really work and who is willing to tell the truth in great and convincing detail.  Jeff Connaughton &ndash; a former senior political adviser who has worked both for and against powerful Wall Street interests over the years &ndash; has just published a page-turning memoir that is also a damning critique of how Wall Street operates, the political capture of Washington, and our collective failure to reform finance in the past four years.  &ldquo;The Payoff: Why Wall Street Always Wins,&rdquo; is the perfect antidote to disinformation put about by global megabanks and their friends.<br>\nSpecifically, Mr. Harrison makes six related arguments regarding why we should not break up our largest banks.  Each of these is clearly and directly refuted by Mr. Connaughton&rsquo;s experience and the evidence he presents.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/baselinescenario.com\/2012\/08\/25\/one-man-against-the-wall-street-lobby\/\">The Baseline Scenario<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Armutsgef&auml;hrdung von Menschen mit Migrationshintergrund<\/strong><br>\nAltersarmut von Migrantinnen und Migranten &ndash; ein Thema, das in Zukunft an Bedeutung gewinnen wird. Noch sind vergleichweise wenige Menschen mit Migrationshintergrund im Rentenalter. Aber wenn die stark besetzten mittleren Jahrg&auml;nge altern und die Migrantinnen und Migranten sich mit Beginn der Rente entscheiden, in Deutschland zu bleiben, dann lohnt schon heute ein Blick auf die Statistik. Besonders stark ist diese Bev&ouml;lkerungsgruppe von Altersarmut betroffen: Knapp 29 % der Migrantinnen und Migranten ab 65 Jahren sind armutsgef&auml;hrdet verglichen mit 11 % bei den Menschen ohne Migrationshintergrund. Auswertungen des Mikrozensus 2010 zeigen, dass viele Angeh&ouml;rige der ersten Gastarbeitergeneration als angelernte Arbeiterinnen und Arbeiter in der Industrie t&auml;tig waren. Jetzt beziehen sie niedrige Renten und sind h&auml;ufiger auf Grundsicherung im Alter angewiesen (7 %) als die Bev&ouml;lkerung ohne Migrationshintergrund (weniger als 1 %).<br>\nDas Armutsrisiko ist von vielen sozio&ouml;konomischen Faktoren abh&auml;ngig. Die bei der Gesamtbev&ouml;lkerung bekannten Muster &ndash; zum Beispiel &uuml;berdurchschnittliche Armutsgef&auml;hrdung von Alleinerziehenden, Schulabbrechern und Erwerbslosen &ndash; gelten auch f&uuml;r die Menschen mit Migrationshintergrund, allerdings auf h&ouml;herem Niveau. Manche Ph&auml;nomene treten bei der Bev&ouml;lkerung mit Migrationshintergrund zudem besonders stark ausgepr&auml;gt auf: Sie sind zum Beispiel deutlich h&auml;ufiger von Kinder- und Altersarmut betroffen. &ndash; Ziel des Aufsatzes ist es, die Armutsgef&auml;hrdung von Menschen mit Migrationshintergrund differenziert darzustellen und Zusammenh&auml;nge aufzuzeigen, die dieses hohe Armutsrisiko verursachen oder verst&auml;rken k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Publikationen\/WirtschaftStatistik\/Bevoelkerung\/ArmutsgefaehrdungMigrationshintergrund_72012.pdf?__blob=publicationFile\">Wirtschaft und Statistik [PDF &ndash; 415 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Hartz IV ist ein absolutes Sorgenkind<\/strong><br>\nMichael Kanert, Richter am Berliner Sozialgericht, &uuml;ber die Klagewelle in der Hauptstadt und die Schwachstellen der Arbeitsmarktreform: &ldquo;Fr&uuml;her hat das Verwaltungsgericht sich um die Sozialhilfe-F&auml;lle gek&uuml;mmert, und wir haben uns mit der Arbeitslosenhilfe befasst. Pro Jahr hatten beide Gerichte zusammen rund 6500 neue F&auml;lle. Jetzt, mit Hartz IV, sind es mehr als viermal so viele Verfahren. Heute besch&auml;ftigen sich etwa 70 Richter am Sozialgericht mit diesem Bereich. &hellip; Es n&uuml;tzt niemandem, die vielen Klagen kleinzureden. Dass trotz der steigenden Zahlen die Erfolgsquote f&uuml;r die Kl&auml;ger nicht gesunken ist, weist doch auch auf strukturelle Probleme hin. &hellip; Die [Erfolgsquote der Hartz-IV-Kl&auml;ger]  ist im Laufe der Jahre sogar gestiegen. Sie liegt hier in Berlin bei 55 Prozent. Nicht alles wird aber durch einen Urteilsspruch besiegelt, ein gro&szlig;er Teil wird auch w&auml;hrend des Verfahrens g&uuml;tlich beigelegt. &hellip; Ich hatte letztens einen Fall auf dem Tisch, bei dem 80 Cent Mahngeb&uuml;hren verlangt wurden. Da war es schon teurer, den Bescheid &uuml;berhaupt zu erlassen. &hellip; Thilo Sarrazin mit seinen Tipps zum Verzehr von Bierschinken und der damalige Wirtschaftsminister Wolfgang Clement, der in einer offiziellen Brosch&uuml;re &uuml;ber den Sozialstaat das Wort &bdquo;Parasiten&ldquo; verwendete, haben gleich in der Anfangszeit von Hartz IV einen falschen Eindruck entstehen lassen. Das hat damals das Klima zwischen B&uuml;rgern und Jobcentern vergiftet, weil die Menschen sich nicht respektiert f&uuml;hlten. Dabei ist es doch so: Wer Hartz IV bezieht, lebt am Existenzminimum, und das ist kein leichtes Leben. &hellip; [Clement sprach von Missbrauchsquoten von 20 Prozent] Das kann ich nicht best&auml;tigen. Auch die offiziellen Statistiken der Jobcenter sprechen nur von zwei bis drei Prozent. &hellip; Hartz IV ist an manchen Punkten komplizierter als das Steuerrecht! &hellip; Manche Regeln gehen auch an der Realit&auml;t vorbei. So wird ein erkrankter Arbeitnehmer, der gerade noch drei Stunden am Tag arbeiten kann, als erwerbsf&auml;hig eingestuft. Aber welche Firma stellt so jemanden ein? &hellip; Eine Kammer des Berliner Sozialgerichts hat im April das Bundesverfassungsgericht angerufen, weil sie auch die neue Regelung nicht als transparent erachtet. Zudem meint sie, es m&uuml;ssten 36 Euro mehr sein. &hellip; Ich glaube, dass allein die 36 Euro nicht das Problem von Hartz IV l&ouml;sen k&ouml;nnen. Im Gesetz steht ausdr&uuml;cklich, dass die Leistungsempf&auml;nger eine &bdquo;ganzheitliche&ldquo; Betreuung bekommen sollen, also beispielsweise auch Schuldnerberatung, Suchtberatung oder eine psychosoziale Unterst&uuml;tzung. In den F&auml;llen, die ich erlebe, kommt das oft zu kurz. Vielen dieser Menschen fehlt jede Zukunftsperspektive.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/interview-hartz-iv-ist-ein-absolutes-sorgenkind\/7019222.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Sozialwohnungen sterben aus<\/strong><br>\nWer nur &uuml;ber ein geringes Einkommen verf&uuml;gt, der findet auf den Wohnungsm&auml;rkten in den Ballungsgebieten immer schwerer eine Bleibe. In Deutschland fehlen rund 4 Millionen Sozialwohnungen, haben jetzt Sozialexperten in einer Studie des Pestel-Instituts in Hannover ausgerechnet. Derzeit sind bundesweit nur 1,6 Millionen Sozialwohnungen verf&uuml;gbar. Den aktuellen Bedarf sch&auml;tzt das Institut aber auf rund 5,6 Millionen Sozialwohnungen. Nur jeder f&uuml;nfte finanzschwache Haushalt hat damit &uuml;berhaupt eine Chance, derzeit eine Sozialmietwohnung zu bekommen, hie&szlig; es in der am Donnerstag in Berlin vorgestellten Studie. &ldquo;In den vergangenen zehn Jahren sind im Schnitt 100.000 Sozialwohnungen pro Jahr vom Markt verschwunden&rdquo;, erkl&auml;rte der Leiter des Pestel-Instituts, Matthias G&uuml;nther. Dies sei eine &ldquo;dramatische Entwicklung&rdquo;. &ndash; G&uuml;nther  fordert den Bau von mindestens 130.000 Sozialwohnungen j&auml;hrlich. Die Studie war von der &ldquo;Wohnungsbau-Initiative&rdquo; in Auftrag gegeben worden, der unter anderem auch der Deutsche Mieterbund und die IG BAU angeh&ouml;ren. Die F&ouml;rderung des Wohnungsbaus ist Angelegenheit der L&auml;nder. Es gibt zwar einen Zuschuss vom Bund &ndash; dessen Verl&auml;ngerung &uuml;ber das Jahr 2013 hinaus ist aber nicht garantiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2012%2F08%2F24%2Fa0054&amp;cHash=cfa2a4e83c7dc43fae7ca912be62659e\">taz<\/a>\n<p><strong>Hier die zugrundeliegende Wohnungsbau-Studie des Pestel-Instituts zum Download: Wohnungsbau &ndash; Studie<\/strong><br>\nDeutschland hat eine neue Wohnungsnot. Insbesondere in Gro&szlig;st&auml;dten, Ballungszentren und Universit&auml;tsst&auml;dten hat sich die Situation auf dem Wohnungsmarkt deutlich zugespitzt.<br>\nIn den letzten Jahren ist eine Menge vers&auml;umt worden. Um gutes und bezahlbares Wohnen zu sichern, muss der Wohnungsneubau deutlich attraktiver gemacht werden. Hier komme es darauf an, die richtigen Anreize zu setzen. Der Bedarf an neuen Mietwohnungen, ist mit der derzeitigen staatlichen Wohnungsbauf&ouml;rderung nicht abzudecken. Effektiv ist insbesondere eine steuerliche Erleichterung f&uuml;r den Mietwohnungsbau. Eine Erh&ouml;hung des j&auml;hrlichen Abschreibungssatzes von derzeit 2 auf 4 Prozent w&auml;re wirkungsvoll. Bei einem Neubau haben viele Nutzteile eine Lebensdauer von nicht einmal 25 Jahren. Dazu geh&ouml;ren Heizkessel, W&auml;rme- und Wasserpumpen oder Au&szlig;en- und Innenanstrich. Hierf&uuml;r wir eine h&ouml;here Abschreibung ben&ouml;tigt.<br>\nDas Institut spricht sich hinzu f&uuml;r den Neubau von Sozialwohnungen aus, denn sonst wird das Wohnen f&uuml;r immer mehr Menschen unbezahlbar &ndash; insbesondere f&uuml;r Rentner, Familien und Besch&auml;ftigte mit geringem Einkommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.pestel-institut.de\/sites\/aktuelles.html\">Pestel Institut<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Nochmals: Ungenutztes Arbeitskr&auml;ftepotenzial im Jahr 2011 bei 7,4 Millionen Menschen<\/strong><br>\nIm Jahr 2011 w&uuml;nschten sich nach Ergebnissen der Arbeitskr&auml;fteerhebung rund 7,4 Millionen Menschen im Alter von 15 bis 74 Jahren Arbeit oder mehr Arbeitsstunden. Neben 2,5 Millionen Erwerbslosen setzte sich das ungenutzte Arbeitskr&auml;ftepotenzial im Jahr 2011 aus knapp 2,0 Millionen Unterbesch&auml;ftigten in Teilzeit, 1,7 Millionen Unterbesch&auml;ftigten in Vollzeit und 1,2 Millionen Personen in der Stillen Reserve zusammen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2012\/08\/PD12_279_132.html\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Zu beachten ist, dass es in der Arbeitsmarktstatistik national wie auch international sowohl bei der Definition als auch bei der Datengewinnung Unterschiede gibt. Obige Erhebung richtet sich nach den Kriterien der Internationalen Arbeitsorganisation ILO. So geh&ouml;ren laut ILO zu den Erwerbst&auml;tigen alle Personen im erwerbsf&auml;higen Alter, die in einem einw&ouml;chigen Berichtszeitraum mindestens eine Stunde lang gegen Entgelt oder im Rahmen einer selbstst&auml;ndigen oder mithelfenden T&auml;tigkeit gearbeitet haben. Bei der Stillen Reserve unterscheiden sich von der Definition der ILO die Konzeptionen des IAB, des SVR und des DIW. Zum Unterschied von ILO und IAB siehe den Artikel <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Publikationen\/WirtschaftStatistik\/Arbeitsmarkt\/Arbeitskraeftepotenzial042012.pdf?__blob=publicationFile\">&bdquo;Ungenutztes Arbeitskr&auml;ftepotenzial in der Stillen Reserve &ndash; Ergebnisse f&uuml;r das Jahr 2010&ldquo; (S. 301f) [PDF &ndash; 523 KB]<\/a> in Wirtschaft und Statistik, Heft 04\/2012, in dem auch herausgearbeitet wird, welche Rolle Alter, Geschlecht, Ost-West-Verteilung, Familienstand, Kinder und Qualifikation spielen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Verkaufte Patienten<\/strong><br>\nNach Informationen des ARD-Politikmagazins REPORT MAINZ werden Intensivpflegepatienten im h&auml;uslichen Bereich  in einer Preisspanne von 40 bis 60.000 Euro zwischen Pflegediensten gehandelt. &hellip; Die Ober&auml;rztin Simone Rosseau von der Berliner Charit&eacute; sieht durch solche Gesch&auml;fte  eine gro&szlig;e Gefahr f&uuml;r beatmete Intensivpatienten. &ldquo;In letzter Konsequenz bedeutet das, dass die Patienten nicht die Behandlung bekommen, die sie eigentlich bed&uuml;rfen, weil sie dann nicht mehr so viel Geld einbringen. Das w&auml;re der Fall, wenn ein Patient nicht von der Beatmung entw&ouml;hnt wird&rdquo;, sagte Rosseau gegen&uuml;ber dem ARD Politikmagazin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/report\/-\/id=233454\/vv=teaser-12\/nid=233454\/did=10038570\/15oh6e3\/index.html\">Report (SWR)<\/a>\n<p><strong>passend dazu: Zuzahlen beim Arzt: Darf&rsquo;s ein bisschen mehr sein<\/strong><br>\nImmer h&auml;ufiger zahlen Kassenpatienten Behandlungen aus eigener Tasche. Krebsvorsorge beim Frauenarzt? Der Ultraschall kostet extra &ndash; mal 16 Euro, mal 50, je nach Arzt. Routine-Check beim Augenarzt? Dann bitte noch einmal 20 Euro f&uuml;r die Messung des Augeninnendrucks. Denn all das sind individuelle Gesundheitsleistungen, &bdquo;Igel&ldquo;, f&uuml;r die die Kassen nicht aufkommen. 380 dieser Angebote gibt es inzwischen auf dem Markt, sch&auml;tzt der Medizinische Dienst der Krankenkassen. Das Spektrum reicht vom Sportattest bis zur Darmsp&uuml;lung. Gut 1,5 Milliarden Euro geben die Patienten jedes Jahr f&uuml;r &bdquo;Igel&ldquo;-Behandlungen aus, Tendenz steigend. Denn immer mehr &Auml;rzte erkennen, dass sie mit den Extras gutes Geld verdienen k&ouml;nnen. W&auml;hrend sie Kassenleistungen nur nach einem strengen Punkteregime abrechnen k&ouml;nnen, sind bei den &bdquo;Igel&ldquo; gr&ouml;&szlig;ere Spr&uuml;nge drin. Weil die Kassenpatienten hier wie Privatversicherte behandelt werden, zahlen sie die teureren S&auml;tze, die in der privaten Krankenversicherungswelt &uuml;blich sind. Einige &Auml;rzte bescheiden sich mit dem 1,1fachen oder dem 2,3fachen Satz, &bdquo;das kann aber bis zum 3,5fachen Satz gehen&ldquo;, wei&szlig; D&ouml;rte El&szlig; von der Verbraucherzentrale Berlin. So kommen die Preisunterschiede zustande. Was sie abrechnen k&ouml;nnen und wie sie die Patienten &uuml;berzeugen, lernen die Mediziner auf Verkaufsseminaren. Bis vor kurzem wurden diese noch vom Staat unterst&uuml;tzt, nach Protesten der Kassen hat das Bundesamt f&uuml;r Wirtschaft seine F&ouml;rderung jedoch inzwischen eingestellt. Dennoch beteiligt sich der Staat nach wie vor indirekt an der Verkaufsschulung: &bdquo;&Auml;rzte k&ouml;nnen die Kosten f&uuml;r Seminare &uuml;ber Igel-Leistungen steuerlich absetzen&ldquo;, wei&szlig; Steuerberater Wolfgang Wawro.<br>\n&bdquo;Die Patienten k&ouml;nnen nicht erkennen, ob ihnen der Arzt eine Behandlung in ihrem oder in seinem Interesse empfiehlt&ldquo;, kritisiert Ann Marini vom Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen. Gest&uuml;tzt werden die Bedenken durch den Medizinischen Dienst, der &bdquo;Igel&ldquo;-Leistungen peu &agrave; peu unter die Lupe nimmt. <a href=\"http:\/\/www.igel-monitor.de\">26 Angebote sind inzwischen bewertet<\/a>, das Ergebnis ist f&uuml;r die &Auml;rzte verheerend: Nur drei sind nach Meinung der Gutachter &bdquo;tendenziell positiv&ldquo;, der Gro&szlig;teil bringt nichts oder schadet sogar. Auch der gesundheitspolitische Sprecher der Union, Jens Spahn, ist alarmiert. &bdquo;Es ist schon bemerkenswert, dass der &Auml;rztetag selbst davor warnt, dass Igel-Leistungen wider die &auml;rztliche Ethik zur Gewinnmaximierung genutzt werden k&ouml;nnten. Da muss man sicher aufpassen&ldquo;, sagte Spahn dem Tagesspiegel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/zuzahlen-beim-arzt-darfs-ein-bisschen-mehr-sein\/7018856.html\">Tagesspiegel<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>&bdquo;Auswirkungen sinkender B&ouml;rsenstrompreise auf die Verbraucherstrompreise&ldquo;<\/strong><br>\nAnalyse und Bewertung der Strompreiserh&ouml;hungen von 2007 bis 2012 sowie der Ank&uuml;ndigungen f&uuml;r 2013.<br>\nKurzgutachten von Gunnar Harms im Auftrag der Fraktionsgesch&auml;ftsf&uuml;hrung der Bundestagsfraktion von B&uuml;ndnis 90 \/ Die Gr&uuml;nen.\n<ul>\n<li>Im letzten Jahr sind die Strompreise im B&ouml;rsenhandel um 10 bis 20 % gesunken &ndash; je nach Marktsegment. Der Atomausstieg hat nicht zu den bef&uuml;rchteten Preissteigerungen gef&uuml;hrt.<\/li>\n<li>Insgesamt ausreichende Kapazit&auml;ten, weniger Stromverbrauch und eine erh&ouml;hte Einspeisung von Erneuerbaren Energien liegen dieser Entwicklung zugrunde.<\/li>\n<li>Aus den stark gesunkenen Einkaufspreisen ergibt sich ein Entlastungspotential f&uuml;r die privaten Haushalte von 500 Millionen Euro f&uuml;r das Jahr 2013 gegen&uuml;ber 2012.<\/li>\n<li>Es ist aber fraglich, ob die diese Preissenkungen weitergegeben werden bzw. mit den preissteigernden Effekten bei den Netzentgelten und der EEG-Umlage verrechnet werden.<\/li>\n<li>In den letzten 5 Jahren zeigt sich, dass gestiegene Einkaufspreise stets unverz&uuml;glich weitergegeben wurden, Preissenkungen hingegen nicht, zumindest nicht an das Kundensegment der Haushaltskunden.<\/li>\n<li>Aktuell m&uuml;sste der Strompreis 2 Cent die Kilowattstunde niedriger liegen, wenn die Versorger die gesunkenen Einkaufspreiseaus der Vergangenheit an die Verbraucher entsprechend weitergereicht h&auml;tten. Die Stromrechnung der privaten Haushalte ist damit in diesem Jahr immer noch um ca. 3 Milliarden Euro zu hoch.<\/li>\n<\/ul>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.gruene-bundestag.de\/fileadmin\/media\/gruenebundestag_de\/themen_az\/energie\/PDF\/Studie-Harms-Wirkung_Boersenpreise_auf_Verbraucherstrompreise.pdf\">Hier das Gutachten [PDF &ndash; 444 KB]<\/a>, das am Wochenende durch Medien lief, im Original.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Ein Rahmenkonzept zur Bek&auml;mpfung der Rockerkriminalit&auml;t<\/strong><br>\nWird mithilfe der Medien das subjektive Sicherheitsempfinden der Bev&ouml;lkerung manipuliert und instrumentalisiert?<br>\nEs ist auff&auml;llig, wie viele Eins&auml;tze deutsche Beh&ouml;rden derzeit gegen Rocker, vor allem gegen die Hells Angels, f&uuml;hren. Das Verh&auml;ltnis zwischen Rockern und Beh&ouml;rden war schon immer schwierig &ndash; aktuell aber ist das Verhalten mancher Beh&ouml;rden so ungew&ouml;hnlich, dass auch in ausl&auml;ndischen Medien dies Ph&auml;nomen nachgefragt wird: Razzien, Durchsuchungen und Verhaftungen gehen parallel zu Verboten und Selbstaufl&ouml;sungen von Hells Angels-Chartern (Ortsgruppen). &hellip;<br>\nAuff&auml;llig ist vor allem der Beginn der Kette der Schlie&szlig;ungen im April 2010. Ein Dokument k&ouml;nnte (mit) erkl&auml;ren, warum Polizeibeh&ouml;rden seit genau diesem Zeitpunkt so viele Eins&auml;tze gerade gegen die Hells Angels durchf&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/37\/37477\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Wir gratulieren Marie Marcks<\/strong><br>\nSie ist am Samstag 90 Jahre alt geworden. Die <a href=\"http:\/\/swrmediathek.de\/player.htm?show=25844630-ee22-11e1-9c15-0026b975f2e6\">Abendschau des SWR<\/a> hat ihr ein paar Minuten gewidmet. Immerhin. Eigentlich geh&ouml;rt das ins Erste und Zweite, denn Marie Marcks hat sich mit ihrer intelligenten und charmanten Aufkl&auml;rung viel mehr als die &uuml;blichen Talkshowg&auml;ste verdient gemacht ums Land &ndash; vor allem um die Frauen, die es wiederum verdient haben, dass diese gro&szlig;artige Frau bis heute ihre besondere Freundin geblieben ist. Danke. Albrecht M&uuml;ller.<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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