{"id":142839,"date":"2025-11-29T15:00:07","date_gmt":"2025-11-29T14:00:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=142839"},"modified":"2025-11-28T18:33:34","modified_gmt":"2025-11-28T17:33:34","slug":"warum-kinderarmut-kein-schicksal-sondern-eine-politische-entscheidung-ist-serie-zu-kinderarmut-teil-5","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=142839","title":{"rendered":"Warum Kinderarmut kein Schicksal, sondern eine politische Entscheidung ist. Serie zu Kinderarmut (Teil 5)"},"content":{"rendered":"<p>Wenn man die Befunde der letzten vier Folgen dieser Serie &uuml;ber die gesundheitlichen Aspekte von Kinderarmut zusammennimmt &ndash; die Fr&uuml;hpr&auml;gung im Mutterleib, die psychosozialen Belastungen, die strukturellen Barrieren im Gesundheitssystem und die biologischen Spuren im K&ouml;rper &ndash;, dann wird deutlich: Kinderarmut in Deutschland ist keine zuf&auml;llige Nebenwirkung gesellschaftlicher Ungleichheit. Sie ist das Resultat politischer Entscheidungen, wirtschaftlicher Priorit&auml;ten und eines kulturellen Selbstverst&auml;ndnisses, das Wohlstand mit individueller Leistung, nicht mit gemeinsamer Verantwortung verkn&uuml;pft. Von <strong>Detlef Koch<\/strong>. <\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_4798\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-142839-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251128-Kinderarmut-Teil-5-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251128-Kinderarmut-Teil-5-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251128-Kinderarmut-Teil-5-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251128-Kinderarmut-Teil-5-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=142839-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251128-Kinderarmut-Teil-5-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"251128-Kinderarmut-Teil-5-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Die bisherigen Teile&nbsp;dieser Serie finden Sie <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=141366\">hier<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=141705\">hier<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=142104\">hier<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=142454\">hier<\/a>. Die in dieser Serie auftretende &bdquo;Lina&ldquo; ist eine fiktive Person &ndash; die Lebensumst&auml;nde und Geschehnisse haben aber einen sehr realen Hintergrund.<\/p><p><strong>Der Mythos der Chancengleichheit<\/strong><\/p><p>In Sonntagsreden ist das deutsche Bildungssystem ein Aufstiegsversprechen. In der Realit&auml;t ist es ein Sortierapparat, welcher soziale Unterschiede reproduziert. Kinder werden fr&uuml;h getrennt, und wer in Armut aufw&auml;chst, tr&auml;gt das Risiko, dauerhaft &bdquo;unten&ldquo; zu bleiben.<\/p><p>Die Sozialepidemiologie nennt das den &bdquo;sozialen Fahrstuhleffekt&ldquo;: Er funktioniert nur f&uuml;r wenige, w&auml;hrend die Mehrheit in den unteren Etagen stecken bleibt. Doch es geht um mehr als um Bildung oder Einkommen. Armut ist eine Erfahrungswelt, die sich tief in Selbstbilder und Lebensentw&uuml;rfe einschreibt.<\/p><p>Wer in einem Milieu aufw&auml;chst, das von Knappheit gepr&auml;gt ist &ndash; materiell, emotional, r&auml;umlich &ndash;, entwickelt ein anderes Verh&auml;ltnis zu Zeit, Risiko und Vertrauen. Diese Kinder leben nicht nur &auml;rmer, sie leben anders: kurzsichtiger, vorsichtiger, weniger zuversichtlich. Das ist keine Charakterschw&auml;che, sondern eine Anpassungsleistung an Unsicherheit.<\/p><p>Die Politik redet gern von &bdquo;Eigenverantwortung&ldquo;, doch sie &uuml;bersieht, dass sich Verantwortung nur dort entfalten kann, wo Handlungsr&auml;ume bestehen. Wer st&auml;ndig am Limit lebt, kann keine langfristigen Gesundheitsentscheidungen treffen. Die Rede von der Eigenverantwortung in der Pr&auml;vention ist deshalb nichts anderes als ein Verschieben der Schuld: vom System auf das Individuum.<\/p><p><strong>Politische Rhetorik und soziale Realit&auml;t<\/strong><\/p><p>Deutschland verf&uuml;gt &uuml;ber einen Sozialstaat, der Kinderarmut rechnerisch lindert, aber praktisch verwaltet. Leistungen wie B&uuml;rgergeld, Kindergeld oder Bildungs- und das Teilhabepaket sichern das physische &Uuml;berleben, nicht aber gesellschaftliche Teilhabe. Die Verfahren sind b&uuml;rokratisch, kompliziert und dem&uuml;tigend. Soziale Hilfe mutiert zum Gnadenakt, obwohl es ein Recht sein sollte. Die &bdquo;Kindergrundsicherung&ldquo;, die 2025 als gro&szlig;er Wurf angek&uuml;ndigt wurde, bleibt Symbolpolitik. Sie b&uuml;ndelt bestehende Leistungen, &auml;ndert aber kaum etwas an ihrer H&ouml;he oder Zug&auml;nglichkeit. W&auml;hrenddessen steigen die Lebenshaltungskosten, und Familien am unteren Rand leben weiter im Modus des Improvisierens.<\/p><p><strong>Politisch betrachtet, ist Armut auf eine bestimmte Weise billig<\/strong><\/p><p>Sie verursacht zwar Kosten, die sich &uuml;ber Jahrzehnte verteilen &ndash; in Schulen, Kliniken, Gef&auml;ngnissen, Fr&uuml;hverrentungen. Aber sie belastet keine Haushalte, sie gef&auml;hrdet keine Mehrheiten. Kinder ohne Lobby bleiben statistische Fu&szlig;noten.<\/p><p><strong>Wie &bdquo;Jeder ist seines Gl&uuml;ckes Schmied&rdquo; zur zynischen Illusion wurde<\/strong><\/p><p>Deutschland pflegt die Erz&auml;hlung von der Leistungsgesellschaft &ndash; wer sich anstrengt, kann alles erreichen. Doch diese Erz&auml;hlung bricht dort zusammen, wo Kinder mit ungleichen Startbedingungen aufwachsen. Man kann nicht von Chancengleichheit sprechen, wenn bereits das Geburtsgewicht, der Wohnort oder der Bildungsstand der Eltern &uuml;ber den Gesundheitszustand eines Kindes entscheiden. Und man kann nicht von Gerechtigkeit sprechen, wenn das System genau diese Unterschiede stillschweigend unterst&uuml;tzt und am Laufen h&auml;lt.<\/p><p>Die Soziologie spricht in diesem Zusammenhang von kumulativer Benachteiligung: kleine, wiederkehrende Nachteile, die sich zu gro&szlig;en Differenzen aufsummieren. Was in der Kita beginnt &ndash; zu wenig Betreuung, zu wenig Platz, zu wenig Sprache &ndash; setzt sich in der Schule fort, dann in Ausbildung, Arbeitsmarkt, Einkommen, Gesundheit. So entsteht ein unsichtbarer Strom, der Biografien in bestimmte Richtungen lenkt. In diesem Sinne ist Kinderarmut kein Randproblem, sondern ein strukturelles Organisationsprinzip moderner Gesellschaften. Sie produziert die Reservearmee des Niedriglohnsektors, sie stabilisiert soziale Hierarchien und sie liefert das moralische Narrativ, dass Aufstieg zwar schwierig, aber theoretisch m&ouml;glich sei. Diese Fiktion h&auml;lt das System zusammen &ndash; und sie legitimiert sein Weiterbestehen.<\/p><p><strong>Gesundheit als Menschenrecht &ndash; nicht als Markt<\/strong><\/p><p>Wenn man Gesundheit als Grundrecht begreift, nicht als Ware, ergibt sich daraus eine Pflicht: soziale Gleichheit in den Voraussetzungen. Doch das deutsche Gesundheitswesen operiert nach marktwirtschaftlichen Prinzipien. Krankenh&auml;user rechnen Fallzahlen ab, Praxen optimieren Renditen, Krankenkassen sparen an Pr&auml;vention, weil sich deren Erfolg erst in Jahrzehnten zeigt.<\/p><p>Kinder, die jetzt in Armut aufwachsen, tauchen in keiner Kosten-Nutzen-Rechnung auf.<\/p><p>Die Folge ist ein moralisches Vakuum: Wir akzeptieren, dass Wohlhabende eine h&ouml;here Lebenserwartung haben, als w&auml;re das Naturgesetz. Wir nehmen hin, dass Kinder aus armen Familien schlechtere Z&auml;hne, mehr Asthma, mehr Depressionen haben. Wir emp&ouml;ren uns &uuml;ber einzelne Missst&auml;nde, aber nicht &uuml;ber ihre Struktur. Die Sozialbiologie der Armut, wie sie im vorigen Abschnitt beschrieben wurde, ist dabei kein naturwissenschaftliches Randph&auml;nomen. Sie ist eine moralische Diagnose: Eine Gesellschaft, die die biologische Gesundheit ihrer Kinder von der Steuerklasse ihrer Eltern abh&auml;ngig macht, hat ihr Fundament verloren.<\/p><p><strong>Zwischen Wissen und Handeln<\/strong><\/p><p>Kaum ein gesellschaftliches Feld ist so gut erforscht und zugleich so handlungsarm wie Kinderarmut. Seit den 1990er-Jahren liegen solide Daten vor: Kinder- und Jugendgesundheitssurvey (KiGGS), Sozio-Oekonomisches Panel (SOEP), Deutsches Jugendinstitut (DJI), Bundeszentrale f&uuml;r gesundheitliche Aufkl&auml;rung (BZgA), Deutsches Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW).<\/p><p>Jedes Jahr erscheinen neue Berichte, jede neue Bundesregierung verspricht &bdquo;Bek&auml;mpfung der Kinderarmut&ldquo;, und doch bleibt der Trend stabil. Der Grund liegt nicht im Mangel an Expertise, sondern im Mangel an politischer Dringlichkeit. Kinderarmut bringt keine kurzfristigen Ertr&auml;ge, sie verlangt langfristige Investitionen und eine Umverteilung, die mit den kurzsichtigen Interessen &ouml;konomisch starker und machtpolitisch dominanter Gruppen kollidiert. Pr&auml;vention ist nicht spektakul&auml;r &ndash; sie verhindert Katastrophen, statt sie zu l&ouml;sen. Und sie l&auml;sst sich schlecht verkaufen, weil ihr Erfolg die Abwesenheit von Leid ist, nicht dessen Linderung.<\/p><p><strong>Die gesellschaftliche Ersch&ouml;pfung<\/strong><\/p><p>Armutserfahrung ist immer auch Erfahrung der Entw&uuml;rdigung. Sie erzeugt Scham &ndash; bei den Betroffenen, aber auch bei denjenigen, die sie beobachten. Darum wird sie lieber verdr&auml;ngt als bearbeitet. Deutschland diskutiert &uuml;ber Fachkr&auml;ftemangel, Digitalisierung, Wettbewerbsf&auml;higkeit &ndash; aber selten dar&uuml;ber, dass Millionen Kinder physisch und psychisch ersch&ouml;pft in diese Zukunft hineinwachsen sollen. <\/p><p>Der Soziologe Oliver Nachtwey spricht von der &bdquo;Abstiegsgesellschaft&ldquo;: einer Gesellschaft, die ihre Kinder darauf vorbereitet, weniger zu haben als ihre Eltern. Das aber ist eine historische Z&auml;sur. Seit dem Wirtschaftswunder war Fortschritt in Deutschland stets generationell aufw&auml;rts gerichtet. Heute zeigt sich ein Bruch: Kinder aus &auml;rmeren Familien erben nicht nur weniger Verm&ouml;gen, sondern auch weniger Gesundheit.<\/p><p><strong>Der moralische Imperativ<\/strong><\/p><p>Die Frage, ob Armut vermeidbar ist, ist l&auml;ngst beantwortet: Sie ist es! Sie l&auml;sst sich reduzieren durch Umverteilung, bessere Bildung, bezahlbaren Wohnraum, fr&uuml;hkindliche F&ouml;rderung, ein gerechtes Steuersystem. Das Wissen ist vorhanden, die Modelle liegen vor. <\/p><p>Was fehlt, ist der Wille, die politischen Kosten zu tragen. Gesellschaftliche Verantwortung bedeutet, Kinder nicht als Kostenfaktor, sondern als Zukunftskapital zu betrachten. Eine Gesellschaft, die ihre Kinder krank spart, verliert mehr als nur Wohlstand &ndash; sie verliert ihre Legitimation. Denn Gesundheit ist kein Privileg, sondern die Voraussetzung jeder Freiheit.<\/p><p><strong>Lina, acht Jahre sp&auml;ter<\/strong><\/p><blockquote><p>\n<em>Wenn Lina 16 ist, wird sie vermutlich schon seit Jahren wissen, was es hei&szlig;t, zu verzichten. Vielleicht hat sie die Schule gewechselt, vielleicht k&auml;mpft sie mit chronischen R&uuml;ckenschmerzen, vielleicht hilft sie zu Hause, w&auml;hrend ihre Mutter im Schichtdienst arbeitet.<\/em><\/p>\n<p><em>Ihr K&ouml;rper hat gelernt, sich anzupassen &ndash; an Schlafmangel, an L&auml;rm, an das Gef&uuml;hl, nicht mitzuz&auml;hlen. Aber vielleicht, in einem anderen Deutschland, h&auml;tte sie ein anderes Leben.<\/em><\/p>\n<p>Vielleicht h&auml;tte sie eine Haus&auml;rztin, die sie ernst nimmt, eine sch&ouml;ne Schule mit kleinen Klassen, motivierten Lehrern, warmem, frisch zubereitetem Mittagessen, ein Viertel mit Gr&uuml;nfl&auml;chen, eine Mutter, die nicht gereizt zwischen Formularen und Terminen zerrieben wird.<em><\/em><\/p>\n<p>Vielleicht h&auml;tte sie die Chance gehabt, heiter, gelassen und gesund zu sein und all das Gute, Wahre und Sch&ouml;ne weiterzutragen, was dieses andere Deutschland nicht bereit war zu geben.\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Schluss: Ein Pl&auml;doyer f&uuml;r eine f&uuml;hlende Demokratie<\/strong><\/p><p>Eine Demokratie, die ihre Kinder in Armut leben l&auml;sst, verliert nicht nur &ouml;konomische Kraft &ndash; sie verliert ihr Herz, denn sie untergr&auml;bt das Prinzip der Gleichwertigkeit, auf dem sie beruht.<\/p><p>Wenn Gesundheit, Bildung und Zukunft f&uuml;r die einen berechenbar sind und f&uuml;r die anderen vom Zufall abh&auml;ngen, dann ist Gerechtigkeit kein Verfassungsversprechen mehr, sondern ein leeres Wort.<\/p><p>Kinderarmut ist kein medizinisches Randthema, kein sozialpolitischer Kollateralschaden &ndash; sie ist ein Ma&szlig; f&uuml;r den moralischen Zustand eines Landes. Sie zeigt, wie ernst eine Gesellschaft ihr eigenes Versprechen nimmt &ndash; dass Herkunft kein Schicksal sein darf.<\/p><p>Ein Staat, der Milliarden in R&uuml;stung, Digitalisierung oder Steuererleichterungen investieren kann, aber Kindern keine warme Mahlzeit, keine angstfreie Wohnung und keine faire Chance auf Gesundheit garantiert, trifft eine Entscheidung &ndash; nicht aus Mangel an Wissen, sondern aus Mangel an Mitgef&uuml;hl. Deutschland hat lange weggesehen, wegerkl&auml;rt und Zahlen verwaltet. Jetzt w&auml;re es an der Zeit, zu sp&uuml;ren, was diese Zahlen wirklich bedeuten. Jedes Kind, das krank wird, weil es arm ist, ist ein St&uuml;ck verlorene Gerechtigkeit.<\/p><p>Wer die J&uuml;ngsten vernachl&auml;ssigt, l&auml;sst den Geist des Grundgesetzes erstarren &ndash; den Atem jener Humanit&auml;t, den die Gr&uuml;ndungsv&auml;ter der jungen Republik ihm einst eingehaucht haben. Und das darf niemand wollen.<\/p><p><small>Titeilbild: Berit Kessler \/ Shutterstock<\/small><\/p><p><strong>Quellen:<\/strong><\/p><ol>\n<li><strong>Robert Koch-Institut (RKI):<\/strong> Gesund aufwachsen &ndash; Welche Bedeutung kommt dem sozialen Status zu? <a href=\"https:\/\/www.gbe-bund.de\/pdf\/gbe_kompakt_01_2015_gesund_aufwachsen.pdf\">GBE kompakt 1\/2015<\/a>. Berlin: RKI.<\/li>\n<li><strong>Kuntz, B., Rattay, P., Poethko-M&uuml;ller, C. et al.:<\/strong> <em>Soziale Unterschiede im Gesundheitszustand von Kindern und Jugendlichen in Deutschland &ndash; Ergebnisse aus <a href=\"https:\/\/www.gbe-bund.de\/pdf\/johm_2018_03_kiggs_welle_2_focus_soziale_untersch_d.pdf\">KiGGS Welle 2<\/a>. Journal of Health Monitoring<\/em>, 3 (3), 2018. Robert Koch-Institut.<\/li>\n<li><strong>Lampert, T., Pr&uuml;tz, F., Rommel, A., Kuntz, B.:<\/strong> <em>Soziale Unterschiede in der Inanspruchnahme medizinischer Leistungen von Kindern und Jugendlichen in Deutschland &ndash; Ergebnisse aus KiGGS Welle 2. <a href=\"https:\/\/www.rki.de\/DE\/Aktuelles\/Publikationen\/Journal-of-Health-Monitoring\/GBEDownloadsJ\/Focus\/JoHM_04_2018_Soziale_Unterschiede_Inanspruchnahme_KiGGS-Welle2.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=2\">Journal of Health Monitoring<\/a><\/em>, 3 (4), 2018. Robert Koch-Institut.<\/li>\n<li><strong>Biesalski, H. K.:<\/strong> <em><a href=\"https:\/\/www.thieme-connect.de\/products\/ejournals\/pdf\/10.1055\/a-1553-3202.pdf\">Ern&auml;hrungsarmut bei Kindern<\/a> &ndash; Ursachen, Folgen, COVID-19. Aktuelle Ern&auml;hrungsmedizin<\/em>, 46 (2021), 317&ndash;332. Georg Thieme Verlag, Stuttgart. DOI: 10.1055\/a-1553-3202<\/li>\n<li><strong>Castiglioni, L.:<\/strong> <em><a href=\"https:\/\/www.dji.de\/ueber-uns\/themen\/psychische-gesundheit\/armut-gefaehrdet-die-psychische-gesundheit.html\">Armut gef&auml;hrdet die psychische Gesundheit.<\/a><\/em> Deutsches Jugendinstitut (DJI), Themenportal Psychische Gesundheit, 2025.<\/li>\n<li><strong>R&ouml;hling, M. et al.:<\/strong> <em><a href=\"https:\/\/www.thieme-connect.com\/products\/ejournals\/pdf\/10.1055\/a-1960-1587.pdf\">Diabetes- und kardiovaskul&auml;re Gesundheitskompetenz im Kindes- und Jugendalter<\/a> &ndash; Ein 12-Jahres-Follow-up. Deutsche Medizinische Wochenschrift<\/em>, 148 (2023), e1&ndash;e7. DOI: 10.1055\/a-1960-1587<\/li>\n<li><strong>Bregenz\/aks Gesundheit GmbH:<\/strong> <em><a href=\"https:\/\/www.kas.de\/documents\/d\/guest\/kinder-von-auf-grund-auf-gegen-armut-sichern\">Kinder von Grund auf gegen Armut sichern<\/a> &ndash; Ursachen, Auswirkungen, Auswege.<\/em> Konrad-Adenauer-Stiftung e. V., 2023. Online verf&uuml;gbar (PDF)<\/li>\n<li><strong>Walper, S., Ulrich, C., Kindler, H. (Hrsg.):<\/strong> <em><a href=\"https:\/\/www.dji.de\/fileadmin\/user_upload\/bulletin\/d_bull_d\/bull134_d\/DJI_1_24_Impulse_web.pdf\">Psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen st&auml;rken<\/a> &ndash; Ergebnisse und Perspektiven aus der Forschung des DJI.<\/em> Deutsches Jugendinstitut, M&uuml;nchen 2023.<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn man die Befunde der letzten vier Folgen dieser Serie &uuml;ber die gesundheitlichen Aspekte von Kinderarmut zusammennimmt &ndash; die Fr&uuml;hpr&auml;gung im Mutterleib, die psychosozialen Belastungen, die strukturellen Barrieren im Gesundheitssystem und die biologischen Spuren im K&ouml;rper &ndash;, dann wird deutlich: Kinderarmut in Deutschland ist keine zuf&auml;llige Nebenwirkung gesellschaftlicher Ungleichheit. 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