{"id":142855,"date":"2025-11-30T09:00:52","date_gmt":"2025-11-30T08:00:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=142855"},"modified":"2025-11-28T14:14:27","modified_gmt":"2025-11-28T13:14:27","slug":"hinweise-der-woche-437","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=142855","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nBitte beachten Sie: Wir weisen in den Hinweisen des Tages ausschlie&szlig;lich auf kostenlose Artikel hin. Es kann im weiteren Verlauf trotzdem vorkommen, dass Sie auf Texte sto&szlig;en, die sich hinter einer Bezahlschranke befinden. Der Grund daf&uuml;r: Anbieter von Artikeln haben den kostenlosen Zugang nachtr&auml;glich eingeschr&auml;nkt oder\/und in kostenpflichtige Angebote umgewandelt.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=142855#h01\">Friedensplan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=142855#h02\">Rheinmetall Aktie: Friedensangst schockt Anleger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=142855#h03\">Wie Parolen den Zeitgeist pr&auml;gen: Vom &bdquo;Wandel durch Ann&auml;herung&ldquo; zu &bdquo;kriegst&uuml;chtig werden&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=142855#h04\">Wie die Nato nach Osten aufbrach<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=142855#h05\">Reisen, R&uuml;stung, Guttenberg: Wie Elnet Politik und Unternehmen zusammenbringt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=142855#h06\">Die Wehrpflicht kommt ohne Gegenwehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=142855#h07\">Die Rentner sind immer zu teuer &ndash; egal wie billig sie sind.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=142855#h08\">Harte Worte von Pastor Siggelkow: Arche-Gr&uuml;nder wirft Deutschland Versagen im Kampf gegen Kinderarmut vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=142855#h09\">Illusionisten in Bel&eacute;m: Ratlos nach dem Konferenzrausch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=142855#h10\">Roboter zahlen keine Steuern<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Friedensplan<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Mit dieser Taktik k&ouml;nnten Europ&auml;er und Ukrainer das Ende des Krieges noch verhindern<\/strong><br>\nHart arbeite man, um Wladimir Putin &bdquo;an den Verhandlungstisch zu bringen&ldquo;, so Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Sonntag im ZDF. Doch ging es nicht eher darum, Dinge in das Papier hineinzuverhandeln, von denen man wei&szlig;, dass Moskau sie ablehnt? [&hellip;]<br>\nDie folgenden Tage diplomatischer Hektik produzierten L&auml;rm, widerspr&uuml;chliche Meldungen und einen europ&auml;isch-ukrainischen 28-Punkte- sowie einen amerikanisch-ukrainischen 19-Punkte-Plan. Doch braucht man sich in diese Papiere nicht zu sehr zu vertiefen. Der Sinn des Man&ouml;vers ist schlicht, Donald Trump zu drehen: Man hofft auf eine Situation, in der Trump allein Putin f&uuml;r ein abermaliges Scheitern seiner Peacemaker-Ambition verantwortlich macht. Zweimal in diesem Jahr glaubte man schon, das sei geschafft: in den Wochen gleich nach Amtsantritt und nach dem Alaska-Gipfel im Sommer. Trump war jeweils &bdquo;pro-russisch&ldquo; &ndash; kriegsrealistisch &ndash; vorgeprescht, dann aber &bdquo;pro-ukrainisch&ldquo; angekommen, wenn auch kostenpflichtig und stark aufwandsreduziert. Gelingt das ein drittes Mal, wom&ouml;glich endg&uuml;ltig? [&hellip;]<br>\n&bdquo;Das Blutvergie&szlig;en muss aufh&ouml;ren&ldquo;, sagte Merz zwar am Sonntag im heute journal, und &bdquo;die milit&auml;rische Macht, diesen Krieg zu beenden, haben wir nicht&ldquo;. Doch immer wieder sieht es so aus, als versuche man eigentlich, den Krieg hinzuziehen, bis jemand in Washington ihn wieder f&uuml;hren und gewinnen will. Warum sonst schreibt man Bedingungen auf, die teils klingen, als st&uuml;nde Russland am Rande einer milit&auml;rischen Niederlage?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/velten-schaefer\/mit-dieser-taktik-koennten-europaeer-und-ukrainer-das-ende-des-krieges-verhindern\/7c53fd99-76bb-480a-a2ae-42d38c075497\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>U.S. Army secretary warned Ukraine of imminent defeat while pushing initial peace plan<\/strong><br>\n&Uuml;bersetzung aus dem Englischen: [&hellip;]<br>\nDas Treffen war nur das j&uuml;ngste Beispiel f&uuml;r eine seit langem bestehende Spaltung innerhalb der Trump-Regierung dar&uuml;ber, wie der Krieg in der Ukraine beendet werden kann. Die Spaltung ist gepr&auml;gt von einer sich abzeichnenden potenziellen politischen Rivalit&auml;t zwischen zwei ehemaligen Senatoren und potenziellen Pr&auml;sidentschaftskandidaten, die sich f&uuml;r 2028 positionieren: Vizepr&auml;sident JD Vance und Au&szlig;enminister Marco Rubio.<br>\nEine Fraktion, zu der Vance, Sonderbeauftragter Steve Witkoff und andere Beamte geh&ouml;ren, betrachtet die Ukraine als das gr&ouml;&szlig;te Hindernis f&uuml;r den Frieden und bef&uuml;rwortet laut mehreren aktuellen und ehemaligen Beamten den Einsatz des Einflusses der USA, um Kiew zu gro&szlig;en Kompromissen zu zwingen.<br>\nDas andere Lager, vertreten durch Rubio und andere Beamte, sieht Russland als den Schuldigen f&uuml;r die unprovozierte Invasion seines Nachbarn und sagt, Moskau werde nur nachgeben, wenn es durch Sanktionen und anderen Druck einen Preis f&uuml;r seine Aggression zahlen m&uuml;sse.<br>\nDa seine Stellvertreter zusammen mit republikanischen Gesetzgebern und europ&auml;ischen Staats- und Regierungschefs um seine Aufmerksamkeit buhlen, hat Pr&auml;sident Donald Trump immer wieder seine Meinung dar&uuml;ber ge&auml;ndert, wie der Konflikt gel&ouml;st werden soll. [&hellip;]<br>\n&Uuml;berrascht von den Bedingungen des Friedensvorschlags &auml;u&szlig;erte der ukrainische Pr&auml;sident Wolodymyr Selenskyj ernsthafte Zweifel, verzichtete jedoch auf ein Veto gegen den Plan und erkl&auml;rte, seine Regierung sei zu diplomatischen Gespr&auml;chen bereit. [&hellip;]<br>\nLawrow verwies auf Gespr&auml;che zwischen Trump und Putin im August bei einem Gipfeltreffen in Anchorage, Alaska, und sagte, der neueste Entwurf scheine im Widerspruch zu den dort erzielten Vereinbarungen zu stehen.<br>\n&bdquo;Einige Kr&auml;fte wollen die Bem&uuml;hungen von Donald Trump gef&auml;hrden und den Friedensplan &auml;ndern&ldquo;, sagte Lawrow und f&uuml;gte hinzu: &bdquo;Wenn der &sbquo;Geist&lsquo; von Anchorage aus diesem Plan gestrichen wird, dann wird es eine ganz andere Geschichte.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nbcnews.com\/politics\/white-house\/us-army-secretary-warned-ukraine-imminent-defeat-pushing-initial-peace-rcna245704\">NBC<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Ein interessanter Blick hinter die Kulissen, der die Gemengelage innerhalb der US-Regierung recht transparent schildert. Zu erg&auml;nzen w&auml;re freilich noch, dass das &ldquo;Rubio-Lager&ldquo; offen von der EU und Gro&szlig;britannien unterst&uuml;tzt wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Inszenierte Krisenf&uuml;hrung: Merz und der Ukrainekrieg: Sie hatten Ihre Chance, Herr Bundeskanzler<\/strong><br>\nDer Kanzler will pl&ouml;tzlich ein Krisenmanager sein. Sp&auml;te Telefonate und vermeintlich gro&szlig;e Gesten sollen staatsm&auml;nnische F&uuml;hrung zeigen. Ein Trauerspiel.<br>\nFriedrich Merz entdeckt pl&ouml;tzlich den Friedensengel in sich. Und das ausgerechnet jetzt, wo die diplomatischen Leitungen hei&szlig;laufen. Monatelang hatte der Bundeskanzler f&uuml;r jeden au&szlig;enpolitischen Konflikt nur ein nerv&ouml;ses Augenrollen &uuml;brig, doch kaum riecht er eine gewisse geopolitische Schwerkraft, greift er zum Telefonh&ouml;rer, als w&auml;re Berlin die letzte Schaltstelle zwischen Kiew, Washington und Moskau.<br>\nEs ist leicht zu durchschauen, dass sich Merz nun als Krisenmanager inszenieren will. Doch mit Wolodymyr Selenskyj und Donald Trump zu telefonieren, ist keine Glanzleistung, sondern das politische Minimum dessen, was man erwarten k&ouml;nnte. Und selbst das kommt viel zu sp&auml;t. Wenn Merz wirklich Mut beweisen wollte, sollte er bei Kremlchef Wladimir Putin durchklingeln. Das w&uuml;rde wahre staatsm&auml;nnische Gr&ouml;&szlig;e zeigen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/geopolitik\/merz-ukraine-trump-telefonate-friedensstifter-li.10006810\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Friedensplan zum Kriegsplan gemacht<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=142680\">NachDenkSeiten<\/a><\/li>\n<li><strong>Streit um den 28-Punkte-Plan<\/strong><br>\nDeutschland, Frankreich und Gro&szlig;britannien suchen in Verhandlungen mit den USA in Genf die Kernelemente des 28-Punkte-Plans f&uuml;r einen Waffenstillstand in der Ukraine umfassend zu ver&auml;ndern. Zum einen geht es dabei um die Frage, wof&uuml;r genau das in der EU eingefrorene russische Auslandsverm&ouml;gen verwendet wird, zum anderen darum, welche Einschr&auml;nkungen den ukrainischen Streitkr&auml;ften auferlegt werden. W&auml;hrend es in Berlin und Br&uuml;ssel offiziell hei&szlig;t, man mache sich f&uuml;r die Interessen der Ukraine stark, geht es tats&auml;chlich um Interessen Deutschlands und der EU. So plant die EU die Nutzung des russischen Auslandsverm&ouml;gens zur Aufr&uuml;stung der Ukraine mit Waffen aus ihrer eigenen Produktion, was einen Ausbau der EU-R&uuml;stungsindustrie beg&uuml;nstigt. Der 28-Punkte-Plan sieht die Nutzung der Mittel f&uuml;r den Wiederaufbau der Ukraine vor. Dar&uuml;ber hinaus enth&auml;lt er Einschr&auml;nkungen f&uuml;r die Streitkr&auml;fte der Ukraine, die wom&ouml;glich mit den Pl&auml;nen mehrerer EU-Staaten f&uuml;r profitable R&uuml;stungsexporte in das Land kollidieren. Gelingt es Berlin und Br&uuml;ssel, sich mit ihren Forderungen durchzusetzen, droht der 28-Punkte-Plan zu scheitern. Der Krieg dauerte dann weiter an.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/10209\">German Foreign Policy <\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Rheinmetall Aktie: Friedensangst schockt Anleger<\/strong><br>\nDie B&ouml;rse kennt keine Gnade. Medienberichte &uuml;ber einen konkreten Friedensplan der US-Regierung f&uuml;r den Ukraine-Konflikt reichen aus, um den gesamten europ&auml;ischen Verteidigungssektor ins Mark zu treffen. Anleger ziehen sich fluchtartig aus den Highflyern der vergangenen Monate zur&uuml;ck &ndash; die Bef&uuml;rchtung: prognostizierte Wachstumsraten und Auftragsvolumina k&ouml;nnten deutlich geringer ausfallen als eingepreist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boerse-express.com\/news\/articles\/rheinmetall-aktie-friedensangst-schockt-anleger-842841\">boerse-express<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Daran zeigt sich mal wieder, dass das Kapital wie ein scheues Reh ist. In diesem Fall reagiert es &ndash; bzw. die Akteure im Hintergrund &ndash; jedoch pervers, wenn es den Frieden scheut.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Friedensangst<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=142551\">NachDenkSeiten<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Wie Parolen den Zeitgeist pr&auml;gen: Vom &bdquo;Wandel durch Ann&auml;herung&ldquo; zu &bdquo;kriegst&uuml;chtig werden&ldquo;<\/strong><br>\nPolitische Parolen haben in Deutschland immer wieder Wahlk&auml;mpfe gepr&auml;gt und ganze Epochen bestimmt. Eine Analyse ihres Wandels von Ludwig Erhard &uuml;ber Willy Brandt bis Boris Pistorius.<br>\nWenn ich Historiker w&auml;re, dann w&uuml;rde ich tun, was Historiker h&ouml;chst selten tun: Ich w&uuml;rde fragen, welche Parolen im Lauf der Geschichte immer wieder und oft &uuml;ber l&auml;ngere Zeitr&auml;ume die politischen Auseinandersetzungen bestimmt und eine Rolle f&uuml;r die Wahlchancen gespielt haben. In Deutschland pr&auml;gten Bundesrepublik und DDR jeweils eigene Parolen &ndash; ein gemeinsamer Kanon existiert nicht.<br>\nIch bin im Westen aufgewachsen. Deshalb erinnere ich mich an die dortige Entwicklung und berichte von den Parolen, die nach meiner Erinnerung bei uns im Westen eine bemerkenswerte Rolle gespielt haben. Diese haben &uuml;brigens auch f&uuml;r die Menschen in der DDR ihre oft kritische Wirkung entfaltet.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/wie-parolen-unser-leben-bestimmen-von-brandts-wir-wollen-ein-volk-der-guten-nachbarn-sein-zu-pistorius-kriegstuechtig-werden-li.10006497\">Albrecht M&uuml;ller in der Berliner Zeitung (Bezahlschranke)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/251127-hdt-AlbrechtMueller.pdf\">Berliner Zeitung (Druckausgabe)<\/a>\n<p>dazu: <strong>Der Niedergang unserer Nachkriegsideale<\/strong><br>\nEs wird immer schlimmer. Jetzt hat auch der UNO-Sicherheitsrat es vers&auml;umt, der pal&auml;stinensischen Bev&ouml;lkerung des Gaza-Streifens zur Hoffnung auf eine lebenswerte Zukunft zu verhelfen. Der Trump-Plan f&uuml;r den Gaza-Streifen ist de facto nur ein Ersatz der Besatzungsmacht Israel durch eine von den USA gesteuerte Besatzungsmacht. Und leider, wie unser Kolumnist Patrick Lawrence beschreibt, ist auch die neue japanische Premierministerin Sanae Takaichi eine totale Entt&auml;uschung. Die japanische Bev&ouml;lkerung soll endlich ihre pazifistische Grundhaltung aufgeben und es sollen auch milit&auml;rische Eingriffe in der Region wieder m&ouml;glich werden, so Takaichi.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/der-niedergang-unserer-nachkriegsideale\/\">Globalbridge<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Von Rechthabern &amp; &Uuml;briggebliebenen: Zorniger Zwischenruf meiner Europapolitischen Beraterin<\/strong><br>\nIst es nicht verbl&uuml;ffend, wie es Pr&auml;sident Trump gelungen ist, sich als &bdquo;neutralen Mediator&ldquo; in einem Konflikt zu positionieren, in den die USA nicht weniger involviert sind als jene europ&auml;ische Entit&auml;t, der nun verbindlich die Verliererkarte zugeschoben ist? W&uuml;rden die strategischen Genies in der EU sich auch nur noch halbwegs ernst nehmen, w&auml;re es jetzt an der Zeit, sich ein paar unangenehmen Wahrheiten zu stellen.<br>\nDer Ukrainekonflikt ist die gr&ouml;&szlig;te Niederlage, die die EU sich selbst jemals zugef&uuml;gt hat. Den gro&szlig;m&auml;uligen Trotteln um vonderLeyen und Kallas ist es weder gelungen, den Sturz der russischen F&uuml;hrung herbeizuf&uuml;hren oder Russland nach (dem) Vorbild Jugoslawiens in seine geographisch-ethnoreligi&ouml;sen Atome zu zerlegen, noch sich auf die eine oder andere Art der Bodensch&auml;tze zu bem&auml;chtigen, &uuml;ber die das Land &ndash; im Unterschied zur EU &ndash; in gro&szlig;er Menge verf&uuml;gt.<br>\nDas unter vonderLeyen entstandene Amalgam aus EU&amp;NATO konnte Russland milit&auml;risch ebenso wenig niederringen wie &ndash; und das sollte man in Br&uuml;ssel aufs Gr&uuml;ndlichste reflektieren &ndash; wirtschaftlich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/x.com\/MartinSonneborn\/status\/1992921705044460019\">Martin Sonneborn via Twitter\/X<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>F&uuml;r Europa wird nichts zu lernen teuer<\/strong><br>\nIn einem dynamisch sich ver&auml;ndernden Umfeld ist der ukrainische Pr&auml;sident Wolodymyr Selenskyj innerhalb der n&auml;chsten Tage gezwungen, Stellung zum Friedensplan der US-Administration Trump zu nehmen, die ihm wenig Raum f&uuml;r Nachbesserungen belassen will. US-Pr&auml;sident Donald Trump l&auml;sst ihm beinahe nur die Handlungsoptionen &bdquo;take it or leave it&ldquo; und die europ&auml;ischen Verb&uuml;ndeten Selenskyjs k&ouml;nnen ihm wenig Unterst&uuml;tzung bieten (1). Selenskyj steht im Wesentlichen allein da.<br>\nDie milit&auml;rische Lage der Ukraine verschlechtert sich mit zunehmender Geschwindigkeit und in der vergangenen Woche kam Selenskyj nun auch innenpolitisch unter Druck.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/fuer-europa-wird-nichts-zu-lernen-teuer\/\">Globalbridge<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wie die Nato nach Osten aufbrach<\/strong><br>\nDie Umstellung auf eine Kriegswirtschaft schreitet mit gro&szlig;en Schritten voran. Die gesamte Politik scheint nur noch eine Richtung zu kennen: R&uuml;sten gegen Russland, die Ostflanke st&auml;rken, den Feind abwehren. Was hat diese Dynamik in Gang gesetzt? Eine Recherche zeigt: Es war die R&uuml;stungsbranche selbst, die in der ersten Amtszeit von US-Pr&auml;sident Clinton den Ansto&szlig; gab, nach Osten vorzur&uuml;cken. Zeit, sich daran zu erinnern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/multipolar-magazin.de\/artikel\/wie-die-nato-nach-osten-aufbrach\">multipolar<\/a>\n<p>dazu: <strong>Die Erz&auml;hlung vom russischen Imperialismus<\/strong><br>\nRussland will in den benachbarten L&auml;ndern Ukraine und Georgien keine Nato. Putin will und kann aber keinen Nato-Staat erobern. [&hellip;]<br>\nAls &laquo;Beweis&raquo; f&uuml;r den russischen Imperialismus und f&uuml;r die grosse Bedrohung Westeuropas dienen die russischen Interventionen auf der Krim und im Donbas. Diese &laquo;Beweise&raquo; f&uuml;r Russlands Imperialismus w&uuml;rden sich in Luft aufl&ouml;sen, falls Putin mit seinem Krieg verhindern wollte, <\/p>\n<ul>\n<li>dass sich die Nato in der Ukraine festsetzt;<\/li>\n<li>dass eine aufger&uuml;stete Ukraine den von Russland kontrollierten Teil des Donbas und allenfalls sogar die Krim milit&auml;risch einnehmen kann.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die &laquo;Beweise&raquo; einer drohenden Gefahr klammern auch das reale Kr&auml;fteverh&auml;ltnis zwischen Russland und der heutigen Nato geflissentlich aus. Vielmehr pfl&uuml;ckt man Zitate aus der russischen Kriegspropaganda einseitig heraus, um als Tatsache darzustellen, dass Putin die Absicht hege, die Gebiete der fr&uuml;heren Sowjetunion wieder unter seine Kontrolle zu bringen.<br>\n&Auml;hnlich k&ouml;nnten Zitate US-Pr&auml;sident Trumps und von dessen Entourage als &laquo;Beweis&raquo; dienen, dass er Gr&ouml;nland, Kanada, Panama und Venezuela milit&auml;risch angreifen wolle.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/welt\/die-erzaehlung-vom-russischen-imperialismus\/\">Infosperber<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Zur Erinnerung: Die Menschen auf der Krim und im Donbass hatten das Recht, sich von Kiev loszusagen!<\/strong><br>\nBei den Verhandlungen in Genf ist der Vorschlag der USA, die Krim und den Donbass als definitiv russisches Staatsgebiet offiziell zu anerkennen, einer der schwierigsten Punkte, da sich Selenskyj intensiv dagegen wehrt. Es sei hier daran erinnert, dass es ein &ndash; auch in der UNO-Charta verankertes &ndash; Recht auf Selbstbestimmung der V&ouml;lker gibt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/zur-erinnerung-die-menschen-auf-der-krim-und-im-donbass-hatten-das-recht-sich-von-kiev-loszusagen\/\">Globalbridge<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Reisen, R&uuml;stung, Guttenberg: Wie Elnet Politik und Unternehmen zusammenbringt<\/strong><br>\nNiemand l&auml;dt mehr Abgeordnete auf Reisen ein als der gemeinn&uuml;tzige Verein Elnet, den Ex-Minister Guttenberg mitgr&uuml;ndete. Die Geldgeber sollen verborgen bleiben.<br>\nVor einiger Zeit lie&szlig;en sich Abgeordnete zu einer Reise einladen. Als sie zur&uuml;ck waren, zeigte sich ein Lobbyist hoch erfreut: &ldquo;Jetzt geht der gr&ouml;&szlig;te R&uuml;stungsexport in Israels Geschichte nach Deutschland.&rdquo;<br>\nHier spricht David Siegel. Er ist Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer einer amerikanischen Organisation, die einen weitgehend unbekannten Verein in Deutschland finanziert: Elnet. Die Abgeordneten waren nicht auf Einladung der israelischen Regierung oder auf Kosten des Bundestags, sondern mit Elnet gereist. Es sollte nicht die einzige bezahlte Reise sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.abgeordnetenwatch.de\/recherchen\/lobbyismus\/wie-elnet-politik-und-unternehmen-zusammenbringt\">abgeordnetenwatch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die Wehrpflicht kommt ohne Gegenwehr<\/strong><br>\nObwohl die Mehrheit der Jugendlichen in Umfragen gegen die Wehrpflicht ist, haben offizielle Sch&uuml;lervertreter keine prinzipielle Kritik ge&uuml;bt. Damit geht die Aufgabe, den Unmut auszudr&uuml;cken, auf Initiativen wie den Schulstreik am 5. Dezember &uuml;ber.<br>\nMonatelang wurde &uuml;ber eine neue Wehrpflicht gestritten, vergangene Woche stellte die Bundesregierung klar: Der Staat wird junge M&auml;nner bald erneut zum Dienst verpflichten. Hunderttausende Heranwachsende werden ab dem Sommer 2027 wieder gemustert &ndash; also darauf untersucht, ob sie k&ouml;rperlich und seelisch taugen, um f&uuml;rs Vaterland zu k&auml;mpfen und zu sterben. Von Freiwilligkeit macht sich der Staat dabei garantiert nicht abh&auml;ngig: Auch das wurde von den Regierenden verk&uuml;ndet. Es wird eine Bedarfswehrpflicht geben, was bedeutet, dass der Staat so viele junge M&auml;nner zum Dienst in der Armee verpflichtet, wie er selbst f&uuml;r n&ouml;tig erachtet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/aufruestung-schuelerkonferenz-frieden-schulstreik-wehrpflicht\">Ole Nymoen auf Jcaobin<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Bundeswehr plant neue Musterungszentren &ndash; auch in Berliner Kaufh&auml;usern?<\/strong><br>\nDas Bundesverteidigungsministerium treibt den Aufbau der neuen Musterungsstellen f&uuml;r den Wehrdienst voran. Falls das von der Regierung beschlossene Wehrdienstgesetz auch durch den Bundestag und Bundesrat geht, sollen bundesweit 24 neue Musterungszentren f&uuml;r die Bundeswehr entstehen. Das teilte eine Sprecherin des Ministeriums rbb|24 am Freitag auf Anfrage mit. Dabei k&ouml;nnte es auch zu Anmietungen ehemaliger Warenhausfl&auml;chen in Berlin kommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/politik\/beitrag\/2025\/11\/wehrdienst-bundeswehr-bundesverteidigungsministerium-musterung-kaufhaeuser-berlin.html\">rbb24<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Schulstreiks gegen Wehrpflicht: Kommen jetzt die &bdquo;Fridays for Frieden&ldquo;?<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=142673\">NachDenkSeiten<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die Rentner sind immer zu teuer &ndash; egal wie billig sie sind.<\/strong><br>\nWer w&uuml;rde eine solche Umfrage bezahlen: &bdquo;Sind Sie daf&uuml;r, dass die Renten bis 2040 um 6% statt 4% gesenkt werden?&ldquo; Denn darum geht der Streit zwischen Junger Union &amp; Co und der schwarz-roten Regierung. Die Einigkeit der Streitenden hinter dem medialen Get&ouml;se besteht darin: Die Renten m&uuml;ssen unbedingt weiter gek&uuml;rzt werden. Die Ergebnisse derartiger Umfragen sind bis jetzt eindeutig (siehe hier). Deshalb werden sie tunlichst vermieden.<br>\nBereits seit sechs Jahren gehen die &bdquo;Babyboomer&ldquo; in Rente. Mehrbelastung bei den Kosten? Null! Und das bleibt auch bis 2028 so! Die seit 2019 geltende &bdquo;Haltlinie&ldquo; beim Rentenniveau von 48% hat bis jetzt staatliche Zusatzbetr&auml;ge erfordert von?: Null! Und auch das bleibt bis 2028 so! Berichterstattung &uuml;ber diesen Sachverhalt in den Medien? Null Komma Null! Stattdessen wird in Presse, Funk und Fernsehen seit mittlerweile Wochen intensiv hier&uuml;ber berichtet:<br>\n18 Junge Unionsabgeordnete wagen den Aufstand gegen den Chef.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.seniorenaufstand.de\/die-rentner-sind-immer-zu-teuer-egal-wie-billig-sie-sind\/\">Seniorenaufstand<\/a>\n<p>dazu: <strong>Rentensystem: &bdquo;Der Blick allein auf das Alter greift viel zu kurz&ldquo;<\/strong><br>\nDie Bundesregierung streitet &uuml;ber ihr Rentenpaket. Dabei m&uuml;sste man die Probleme ganz anders angehen, sagt der &ouml;sterreichische Sozialforscher Josef W&ouml;ss.<br>\ntaz: Herr W&ouml;ss, muss aus dem Thema Rente immer ein Generationenkonflikt werden?<br>\nJosef W&ouml;ss: Nein, das muss keineswegs so sein. Eigentlich m&uuml;sste es zum Beispiel im Interesse der J&uuml;ngeren sein, dass sie selbst mal eine gute und sichere Rente bekommen, also dass das Rentenniveau eher steigt und jedenfalls nicht weiter sinkt.<br>\ntaz: Aber ist das nicht sowieso unm&ouml;glich, wenn es nun mal immer weniger junge Menschen und immer mehr alte Menschen gibt?<br>\nW&ouml;ss: Das wirkt nur so, weil die Diskussion in Deutschland viel zu verk&uuml;rzt gef&uuml;hrt wird.<br>\ntaz: Inwiefern?<br>\nW&ouml;ss: Es wird oft als alternativlos dargestellt, das Rentenniveau abzusenken oder das Renteneintrittsalter noch weiter zu erh&ouml;hen, also Menschen noch sp&auml;ter in Rente gehen zu lassen. Die einzige weitere M&ouml;glichkeit, die es dann noch in die Diskussion &uuml;ber den Umgang mit dem demografischen Wandel schafft, ist die kr&auml;ftige Erh&ouml;hung der Beitragss&auml;tze.<br>\ntaz: Entweder die Leute arbeiten l&auml;nger, es wird mehr eingezahlt oder das Rentenniveau sinkt. Klingt f&uuml;r mich logisch als Alternativen, die wir haben.<br>\nW&ouml;ss: Aber gerade aus der Perspektive der Jugend w&auml;re es doch naheliegend, eine weitere Option ins Spiel zu bringen und auf mehr und bessere Arbeitspl&auml;tze zu setzen. Die entscheidende Frage ist: Wie viele von uns haben gute Arbeitspl&auml;tze und tragen damit im n&ouml;tigen Ausma&szlig; zur Finanzierung der Sozialsysteme bei und bei wie vielen ist das nicht der Fall?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Rentensystem\/!6129973\/\">taz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ganz offenbar verstehen die &Ouml;sterreicher viel mehr von der Rente als die Deutschen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Harte Worte von Pastor Siggelkow: Arche-Gr&uuml;nder wirft Deutschland Versagen im Kampf gegen Kinderarmut vor<\/strong><br>\nDas Hilfswerk Arche unterst&uuml;tzt t&auml;glich Tausende Kinder aus sozial benachteiligten Familien. Gr&uuml;nder Bernd Siggelkow sieht darin einen &raquo;Misserfolg der Gesellschaft&laquo; und kritisiert auch die Integrationspolitik der Regierung.<br>\nDie Daten des Statistischen Bundesamts sind alarmierend. Jedes siebte Kind in Deutschland galt im vergangenen Jahr als armutsgef&auml;hrdet &ndash; die Zahlen haben sich gegen&uuml;ber dem Vorjahr sogar verschlechtert. Der Gr&uuml;nder des evangelischen Hilfswerks Arche, Bernd Siggelkow, hat Deutschland nun Versagen im Kampf gegen Kinderarmut vorgeworfen.<br>\nAls 2001 der Armuts- und Reichtumsbericht eingef&uuml;hrt worden sei, habe er noch gedacht, dass &raquo;endlich&laquo; etwas gegen Kinderarmut getan werde, sagte Siggelkow dem Sender ntv laut Meldung vom Sonntag. Verbesserungen seien seitdem aber nicht zu erkennen &ndash; im Gegenteil: &raquo;Inzwischen haben sich die Armutszahlen verdreifacht, obwohl die Geburten zur&uuml;ckgehen.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/gesellschaft\/arche-gruender-bernd-siggelkow-wirft-deutschland-versagen-im-kampf-gegen-kinderarmut-vor-a-7af6b7f2-8869-4148-bb0d-04eb65eb69a4\">DER SPIEGEL<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Der &bdquo;Sozialstaat&ldquo;, das IW und eine Irrsinnsdebatte um Stellen hinter dem Komma<\/strong><br>\nWenn man verstehen will, wie absurd die deutsche Debatte um den Sozialstaat ist und wie unterirdisch das Niveau der wirtschaftspolitischen Debatte allgemein ist, muss man sich den Kampf um Zahlen anschauen, der zwischen dem Lobbyinstitut IW und einigen Verteidigern des Sozialstaats ausgebrochen ist. Das IW, das Institut in K&ouml;ln, das vollst&auml;ndig unter der Kontrolle der Arbeitgeberverb&auml;nde steht, hat einen Vergleich der Gr&ouml;&szlig;e des Sozialstaats in verschiedenen L&auml;ndern vorgenommen, der ein gro&szlig;es Medienecho ausgel&ouml;st hat.<br>\nDeutschland sei der europ&auml;ische Spitzenreiter, hat der Spiegel daraus abgelesen. Das stimmt nicht ganz, weil das IW zwar schreibt, Deutschland sei Spitze, aber es sagt nicht explizit, Deutschland sei Spitzenreiter (hier zum Nachlesen). Der Spiegel entbl&ouml;det sich zudem nicht, die Verfasser dieser Lobbyschrift &bdquo;die Gelehrten&ldquo; zu nennen. Das sagt alles &uuml;ber dieses Blatt, das sich seit Jahrzehnten schon als Geheimwaffe des Neoliberalismus versteht, aber in der &Ouml;ffentlichkeit von vielen immer noch als kritische Stimme ernst genommen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2025\/11\/27\/der-sozialstaat-das-iw-und-eine-irrsinnsdebatte-um-stellen-hinter-dem-komma\/\">Relevante &Ouml;konomik<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Kampf gegen die Armut? Nein, Kampf gegen die Armen!<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=142650\">NachDenkSeiten<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Illusionisten in Bel&eacute;m: Ratlos nach dem Konferenzrausch<\/strong><br>\nWer noch nie dabei war, kann es nicht nachvollziehen. Teilnehmer an solchen Marathon-Konferenzen wie der Klimakonferenz (COP 30) in Belem, Brasilien, geraten nach einigen Tagen in eine Art Konferenzrausch, der ihnen Dinge vorspiegelt, die es gar nicht gibt. Die Teilnehmer verbei&szlig;en sich tage- und n&auml;chtelang in einen Text, von dem sie nach einiger Zeit glauben, es sei das wichtigste St&uuml;ck Text, das jemals verfasst wurde. Nicht weniger als die Rettung der Welt ist nat&uuml;rlich von einer globalen Mammut-Konferenz zu erwarten, von deren elementarer Wichtigkeit viele auch schon vor Beginn ihres Konferenz-Rauschs &uuml;berzeugt waren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2025\/11\/24\/illusionisten-in-belem-ratlos-nach-dem-konferenzrausch\/\">Relevante &Ouml;konomik<\/a>\n<p>dazu: <strong>Das fossile Zeitalter endet, nur der Plan fehlt<\/strong><br>\nDamit hatte niemand gerechnet: Die Verhandlungen auf der Klimakonferenz endeten in einem Showdown zwischen denen, die f&uuml;r Klimaschutz k&auml;mpfen &ndash; und denen, die ihn vehement verhindern wollen. Und zumindest in einem konnten sich Letztere am Ende durchsetzen: Einen Plan f&uuml;r den Ausstieg aus &Ouml;l, Kohle und Gas findet sich in der Abschlusserkl&auml;rung der COP30 in Brasilien nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wissen\/2025-11\/abschluss-klimakonferenz-cop30-belem-klimapolitik%20\">Zeit Online<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Zu wenig, zu sp&auml;t<\/strong><br>\nAber 83 Staaten sind weniger als die H&auml;lfte der 194, die f&uuml;r eine Konsensentscheidung n&ouml;tig w&auml;ren. Es fehlten die gro&szlig;en &Ouml;l- und Gas-L&auml;nder genauso wie andere wichtige Schwellenl&auml;nder. Die 83 Verb&uuml;ndeten stellten weniger als zehn Prozent der globalen Produktion und des Verbrauchs von Kohle, &Ouml;l und Gas.<br>\nDie Allianz der kleinen Inselstaaten habe nicht geschlossen sprechen k&ouml;nnen, berichtete der gut vernetzte Bals &ndash; Singapur sei ausgeschert. Die Allianz der &auml;rmsten Staaten auch nicht, weil Senegal sich quergestellt habe. &bdquo;&Uuml;ber Nacht sind Russland, Saudi-Arabien, China und Nigeria zur Konferenzleitung gegangen und haben gesagt, sie unterst&uuml;tzten das nicht&ldquo;, sagte Bals. &bdquo;Dann wusste sie nicht mehr, wie sie einen Konsens herstellen sollen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/UN-Klimakonferenz-enttaeuscht\/!6131803\/%20\">taz<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Klimakonferenz COP30 in Brasilien beendet &ndash; Keine Einigung &uuml;ber fossile Energietr&auml;ger<\/strong><br>\nInsbesondere die EU und ihre Mitgliedsl&auml;nder wollten einen verbindlichen Fahrplan, &Ouml;lf&ouml;rderl&auml;nder und aufsteigende Industriel&auml;nder wie China und Indien waren gegen feste Verpflichtungen. Beschlossen wurde, dass reiche Staaten ihre Klimahilfen an &auml;rmere L&auml;nder zur Kompensation f&uuml;r die Folgen der Erderhitzung bis 2035 verdreifachen.<br>\nDie Tagesschau zitiert den deutschen Bundesumweltminister Carsten Schneider mit der Aussage, er sei &ldquo;ein bisschen entt&auml;uscht&rdquo;, dass die &Ouml;lstaaten &ldquo;mit einer Blockade&rdquo; ehrgeizigere Beschl&uuml;sse verhindert h&auml;tten. Im Abschlussdokument sei nicht die Rede von fossilen Energietr&auml;gern, auch &Ouml;l, Kohle und Gas werden nicht explizit genannt &ndash; au&szlig;er im Begriff &ldquo;Treibhausgase&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/fromrussiawithlove.rtde.world\/international\/262604-klimakonferenz-cop-30-in-brasilien-endet-ohne-fahrplan\/\">RT DE<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Roboter zahlen keine Steuern<\/strong><br>\nDer Staat kann seine zentralen Aufgaben nicht mehr erf&uuml;llen. Also springt Big Tech in die Bresche. &Uuml;ber die Legitimationsprobleme im Datenkapitalismus.<br>\nIm Jahr 1954 kam es zu einer denkw&uuml;rdigen Begegnung zwischen Henry Ford und Walter Reuther: Als der Firmenpatriarch den Gewerkschaftsf&uuml;hrer durch die neue Fabrikhalle in Cleveland f&uuml;hrte und stolz die neuen Maschinen zeigte, fragte er spitz: &bdquo;Walter, wie willst du diese Roboter dazu bringen, deinen Gewerkschaftsbeitrag zu bezahlen?&ldquo; Darauf konterte der Arbeiterf&uuml;hrer k&uuml;hl: &bdquo;Henry, wie willst du sie dazu bringen, deine Autos zu kaufen?&ldquo;.<br>\nDie Anekdote erz&auml;hlt viel &uuml;ber Machtverh&auml;ltnisse, Repr&auml;sentation und Konsum im Kapitalismus &ndash; und ist hochaktuell. Robotaxis d&uuml;sen durch St&auml;dte, Lieferroboter liefern Fast-Food-Gerichte nach Hause, Drohnen stellen Pakete zu. Die vierte industrielle Revolution ist in vollem Gange. Konzerne k&uuml;ndigen tausende Stellen, die Angst der Angestellten, durch KI und Robotik ersetzt zu werden, ist gro&szlig;. Gerade erst hat Amazon angek&uuml;ndigt, bis 2033 &uuml;ber eine halbe Million Menschen durch Roboter zu ersetzen. In China werden derweil K&uuml;hlschr&auml;nke und Autos in vollautomatisierten Fabriken (&bdquo;Dark Factories&ldquo;) produziert, die nachts gar kein Licht mehr brauchen, weil darin nur noch Roboter arbeiten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.philomag.de\/artikel\/roboter-zahlen-keine-steuern\">philomag<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=142855\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-142855","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/142855","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=142855"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/142855\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":142857,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/142855\/revisions\/142857"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=142855"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=142855"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=142855"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}