{"id":14300,"date":"2012-08-31T09:12:24","date_gmt":"2012-08-31T07:12:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14300"},"modified":"2019-03-18T12:07:07","modified_gmt":"2019-03-18T11:07:07","slug":"hinweise-des-tages-1709","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14300","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14300#h01\">Erkl&auml;rung des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum Antikriegstag 1. September 2012<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14300#h02\">Arbeitsmarkt im August<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14300#h03\">Exporte in L&auml;nder au&szlig;erhalb der Europ&auml;ischen Union steigen um 11,1 %<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14300#h04\">Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14300#h05\">Der Wirtschaftsexperte. Physiognomie eines zeitgen&ouml;ssischen Typus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14300#h06\">Werner Ruegemer, &ldquo;Ratingagenturen. Einblicke in die Kapitalmacht der Gegenwart&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14300#h07\">Rentner in Arbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14300#h08\">Arbeitslosigkeit ist Hauptausl&ouml;ser f&uuml;r private &Uuml;berschuldung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14300#h09\">Betriebe stehlen sich aus der Tarifbindung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14300#h10\">Beitragssatz zur Rentenkasse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14300#h11\">Barmer GEK: Zusatzkosten durch Alterung &uuml;bersch&auml;tzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14300#h12\">Immer mehr Versicherte k&ouml;nnen Beitr&auml;ge nicht zahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14300#h13\">Strom der Rabatte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14300#h14\">Dritter offizieller Entwurf zum Leistungsschutzrecht im Volltext<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14300#h15\">Universit&auml;t Leipzig steigt vorl&auml;ufig aus dem CHE-Ranking aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14300#h16\">Kein Freibrief f&uuml;r Steuerbetr&uuml;ger!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14300#h17\">Patientenalltag in Hellas &ndash; Was sind eigentlich Reformen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14300#h18\">Die T&uuml;rkei und die EU: Erstarktes Selbstbewusstsein am Bosporus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14300#h19\">Chile: Ideologisch verbohrt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14300#h20\">Dem b&ouml;sen Staat das Handwerk legen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14300#h21\">Das Letzte: Republikanische Werte<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14300&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Erkl&auml;rung des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum Antikriegstag 1. September 2012<\/strong><br>\nAm 1. September 1939 begann mit dem deutschen &Uuml;berfall auf Polen einer der schrecklichsten Kriege der Menschheitsgeschichte mit 60 Millionen Toten. In Erinnerung daran erneuert der Deutsche Gewerkschaftsbund anl&auml;sslich des Antikriegstages sein Bekenntnis zu Frieden und Solidarit&auml;t der V&ouml;lker und fordert den Vorrang ziviler Konfliktl&ouml;sungen vor milit&auml;rischen Interventionen.<br>\nVon stabilem Frieden auf der Welt sind wir weit entfernt. Mit gro&szlig;er Sorge beobachtet der DGB, wenn politische Konflikte zwischen Staaten, aber auch zwischen widerstreitenden gesellschaftlichen Gruppen innerhalb eines Landes mit Waffengewalt ausgetragen werden sollen. Bei den aktuellen kriegerischen Auseinandersetzungen ist die Zivilbev&ouml;lkerung besonders betroffen. Vor allem Frauen und Kinder, alte Menschen, ethnische oder religi&ouml;se Minderheiten sind die Kriegsopfer.<br>\nZiel internationaler Friedensbem&uuml;hungen muss es sein, die sozialen, &ouml;konomischen und politischen Ursachen von Kriegen zu beseitigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/presse\/++co++6b09d926-f297-11e1-b676-00188b4dc422\">DGB<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Arbeitsmarkt im August<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Bundesagentur f&uuml;r Arbeit Monatsbericht August 2012<\/strong><br>\nDie deutsche Wirtschaft ist im zweiten Quartal nur noch wenig gewachsen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes hat das reale Bruttoinlandsprodukt saison- und kalenderbereinigt um 0,3 Prozent zugelegt, nach +0,5 Prozent im ersten Quartal. Gleichzeitig lassen die r&uuml;ckl&auml;ufigen Fr&uuml;hindikatoren &ndash; wie der ifo-Gesch&auml;ftsklimaindex und die ZEW-Konjunkturerwartungen &ndash; f&uuml;r das zweite Halbjahr eine noch langsamere Gangart erwarten. Das geringere Wirtschaftswachstum zeigt sich auch auf dem Arbeits-markt. So sind Erwerbst&auml;tigkeit und sozialversicherungspflichtige Besch&auml;ftigung bis in den Juli und Juni saisonbereinigt zwar gewachsen, jedoch nicht mehr so dynamisch wie im ersten Quartal. Die Arbeitslo-sigkeit hat im August saisonbereinigt weiter zugenommen, dies h&auml;ngt aber auch mit weniger Entlastung durch Arbeitsmarktpolitik zusammen. Die Unterbesch&auml;ftigung, die solche Ver&auml;nderungen ber&uuml;cksichtigt, ist erneut leicht gesunken. Der Indikator f&uuml;r die Arbeitskr&auml;ftenachfrage, der BA-X, hatte in den letzten Monaten tendenziell nachgegeben, liegt aber nach wie vor auf hohem Niveau&hellip;<br>\nDie Arbeitslosigkeit hat sich von Juli auf August um 29.000 oder 1 Prozent auf 2.905.000 erh&ouml;ht&hellip;<br>\nNach vorl&auml;ufiger Hochrechnung bezogen im August 2012 <strong>5.165.000<\/strong> erwerbsf&auml;hige Menschen Lohnersatzleistungen nach dem SGB III (Arbeitslosengeld) oder Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts f&uuml;r Arbeitsuchende nach dem SGB II (Arbeitslosengeld II). Damit ist die Anzahl der Leistungsempf&auml;nger insgesamt im Vorjahresvergleich um 129.000 oder 2 Prozent zur&uuml;ckgegangen. Die Zahl der Arbeitslosengeldempf&auml;nger ist saisonbereinigt erneut erkennbar gestiegen &ndash; die Zahl der Bezieher von Arbeitslosengeld II hat dagegen saisonbereinigt weiter leicht abgenommen. Der Bestand an Arbeitslosengeldempf&auml;nger steigt vor allem infolge r&uuml;ckl&auml;ufiger Teilnehmerzahlen an aktiver Arbeitsmarktpolitik im SGB III: Arbeitslosengeld nach dem SGB III erhielten im August 837.000 Personen, das waren 11.000 mehr als im Vormonat. Bereinigt um saisonale Einfl&uuml;sse entspricht dies einem erkennbaren Anstieg um 10.000, nach +6.000 im Juli und +26.000 im Juni. Gegen&uuml;ber dem Vorjahresmonat ist die Zahl der Arbeitslosengeldempf&auml;nger um 50.000 (+6 Prozent) gestiegen. Die hochgerechnete Zahl der Arbeitslosengeld II-Empf&auml;nger ist im August gegen&uuml;ber dem Vormonat um 29.000 auf <strong>4.420.000<\/strong> gesunken. Saisonbereinigt entspricht dies erneut einem R&uuml;ckgang um 6.000, nach -6.000 im Juli und -8.000 im Juni. Im Vergleich zum Vorjahr hat die Zahl der Arbeitslosengeld II-Bezieher im August um 167.000 abgenommen (-4 Prozent), nach -173.000 (-4 Prozent) im Juli und -189.000 (-4 Prozent) im Juni&hellip;<br>\nDie Zahl der ausschlie&szlig;lich <strong>geringf&uuml;gig entlohnt Besch&auml;ftigten<\/strong> hat ebenfalls abgenommen. Nach ersten Hochrechnungen der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit betrug sie im Juni <strong>4,82 Mio.<\/strong>, das waren 75.000 oder 1,5 Prozent weniger als vor einem Jahr. Dar&uuml;ber hinaus &uuml;bten <strong>2,57 Mio. oder 8,8 Prozent der sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigten zus&auml;tzlich einen geringf&uuml;gig entlohnten Nebenjob aus<\/strong>, gegen-&uuml;ber dem Vorjahr 63.000 oder 2,5 Prozent mehr&hellip;<br>\nDie <strong>Unterbesch&auml;ftigung<\/strong> (ohne Kurzarbeit), die Ver&auml;nderungen im Einsatz entlastender Arbeitsmarktpolitik ber&uuml;cksichtigt, war in beiden Rechtskreisen r&uuml;ckl&auml;ufig. Weil der R&uuml;ckgang der entlastenden Arbeitsmarktpolitik im Rechtskreis SGB III st&auml;rker ausfiel als im Rechtskreis SGB II, hat die Unterbesch&auml;ftigung im Rechtskreis SGB III im Vorjahresvergleich mit -6 Prozent oder -73.000 auf <strong>1.158.000<\/strong> etwas deutlicher abgenommen als im Rechtskreis SGB II mit -5 Prozent oder -129.000 auf <strong>2.683.000<\/strong>.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/statistik.arbeitsagentur.de\/Statischer-Content\/Arbeitsmarktberichte\/Monatsbericht-Arbeits-Ausbildungsmarkt-Deutschland\/Monatsberichte\/Generische-Publikationen\/Monatsbericht-201208.pdf\">Bundesagentur f&uuml;r Arbeit Monatsbericht August 2012 [PDF &ndash; 1.5 MB]<\/a>\n<p><em>Siehe auch die Zusammenfassung:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Arbeitsmarkt im August 2012<\/strong><br>\nIm August 2012 wurden von der Statistik der BA insgesamt <strong>2,905 Millionen Arbeitslose<\/strong> registriert, 40.000 bzw. 1,3% weniger als im August 2011. Vor einem Jahr, im August 2011, konnte die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit noch einen R&uuml;ckgang von 238.000 im Vergleich zum Vorjahr berichten. Von den 2,905 Millionen Arbeitslosen waren <strong>910.000 (31,3%) im Rechtskreis SGB III und 1,996 Millionen (68,7%) im Rechtskreis SGB II (Hartz IV)<\/strong> registriert.<br>\nAls <strong>Arbeitsuchende<\/strong> waren im August 2012 insgesamt <strong>4,947 Millionen<\/strong> Frauen und M&auml;nner registriert, 173.000 (3,4%) weniger als im August 2011. Die von der Statistik der BA ermittelte <strong>&bdquo;Unterbesch&auml;ftigung ohne Kurzarbeit&ldquo;<\/strong> betrug im August 2012 <strong>3,841 Millionen<\/strong>, 201.000 (5,0%) weniger als im August 2011.<br>\nNach vorl&auml;ufigen, hochgerechneten Daten hatten im August 2012 <strong>837.000<\/strong> (arbeitslose und nicht arbeitslose) Frauen und M&auml;nner <strong>Anspruch auf das beitragsfinanzierte Arbeitslosengeld (SGB III)<\/strong> und <strong>4,420 Millionen Anspruch auf Arbeitslosengeld II<\/strong>. Bereinigt um die Zahl der etwa 92.000 sog. Aufstocker (Bezug von Arbeitslosengeld und Arbeitslosengeld II) hatten im August 2012 etwa <strong>5,165 Millionen<\/strong> erwerbsf&auml;hige Frauen und M&auml;nner <strong>Anspruch auf Arbeitslosengeld (SGB III) bzw. Arbeitslosengeld II<\/strong>, 129.000 (2,4%) weniger ein Jahr zuvor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/images\/stories\/2012-08-30_alo0812t.pdf\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe e.V.(BIAJ) [PDF &ndash; 455 KB]<\/a>\n<p><em>Siehe dazu:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Arbeitsmarkt: Binnennachfrage st&auml;rken, Kurzarbeit wiederbeleben<\/strong><br>\n&hellip;Von einem Besch&auml;ftigungswunder in Deutschland kann keine Rede sein, betrachtet man die Entwicklung des Arbeitsvolumens der vergangenen zehn Jahre: Die Vollzeitbesch&auml;ftigung ging bei beiden Geschlechtern zur&uuml;ck, w&auml;h-rend Teilzeit &ndash; besonders bei den Frauen &ndash; boomt. Bei den M&auml;nnern sank die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Vollzeitstellen von 14, 83 Millionen in 2001 auf 14,35 Millionen in 2011, bei den Frauen von 8,86 Millionen auf 8,33 Millionen. Gleichzeitig hat die Zahl der Teilzeitstellen bei Frauen in diesem Zeitraum von 3,51 Millionen auf 4,68 Millionen zugenommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/presse\/++co++ee970f4e-f287-11e1-8b18-00188b4dc422\">DGB<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>1. Halbjahr 2012: Exporte in L&auml;nder au&szlig;erhalb der Europ&auml;ischen Union steigen um 11,1&nbsp;%<\/strong><br>\nDie deutschen Exporte in L&auml;nder au&szlig;erhalb der Europ&auml;ischen Union (EU) &ndash; sogenannte Drittl&auml;nder &ndash; stiegen im ersten Halbjahr 2012 im Vergleich zum ersten Halbjahr 2011 um 11,1&nbsp;% auf 231,4 Milliarden Euro. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, kletterte ihr Anteil an den gesamten deutschen Ausfuhren damit auf 42,0&nbsp;% gegen&uuml;ber 39,7&nbsp;% ein Jahr zuvor. Besonders hohe Zuw&auml;chse gab es bei den Ausfuhren nach Japan (+&nbsp;19,9&nbsp;% auf 8,4&nbsp;Milliarden Euro), in die USA (+&nbsp;18,6&nbsp;% auf 41,7 Milliarden Euro) und nach Russland (+&nbsp;14,8&nbsp;% auf 18,2&nbsp;Milliarden Euro).&nbsp;<br>\nIm ersten Halbjahr 2012 stiegen die deutschen Ausfuhren insgesamt gegen&uuml;ber dem Vorjahreszeitraum um 4,8&nbsp;% auf 550,5&nbsp;Milliarden Euro.&nbsp;<br>\nDie Versendungen in die EU-Mitgliedsl&auml;nder erh&ouml;hten sich in den ersten sechs Monaten 2012 weniger stark als die Gesamtausfuhren: sie stiegen nominal um 0,7&nbsp;% auf 319,1&nbsp;Milliarden Euro. In die L&auml;nder der Eurozone wurden Waren f&uuml;r insgesamt 211,6&nbsp;Milliarden Euro (&ndash;&nbsp;1,2&nbsp;%) geliefert, in die nicht der Eurozone angeh&ouml;renden EU-L&auml;nder gingen Waren im Wert von 107,5&nbsp;Milliarden Euro (+&nbsp;4,5&nbsp;%).&nbsp;<br>\nInnerhalb der EU haben im ersten Halbjahr 2012 die Ausfuhren nach Frankreich (+&nbsp;4,2&nbsp;%) und in die Niederlande (+&nbsp;4,4&nbsp;%) zugenommen. &Uuml;berdurchschnittlich angestiegen sind die Exporte in einige osteurop&auml;ische Staaten (Bulgarien +&nbsp;20,7&nbsp;%, Lettland +&nbsp;18,3&nbsp;%, Rum&auml;nien +&nbsp;8,7&nbsp;%, Litauen +&nbsp;6,3&nbsp;%, Estland +&nbsp;6,1&nbsp;%, Ungarn +&nbsp;5,6&nbsp;% und Tschechische Republik + 4,7&nbsp;%). Die Lieferungen in die Euro-Krisenl&auml;nder Portugal (&ndash;&nbsp;14,3&nbsp;%), Spanien (&ndash;&nbsp;9,4&nbsp;%) und Griechenland (&ndash;&nbsp;9,2&nbsp;%) sind im gleichen Zeitraum hingegen sp&uuml;rbar zur&uuml;ckgegangen. Im nicht zur Eurozone geh&ouml;renden Vereinigten K&ouml;nigreich konnten mit einem Plus von 10,2&nbsp;% mehr deutsche Waren abgesetzt werden, &auml;hnlich wie auch in den Nicht-EU-Staaten Norwegen (+&nbsp;16,2&nbsp;%) und der Schweiz (+&nbsp;7,8&nbsp;%).<br>\nDie Gesamteinfuhren nach Deutschland erh&ouml;hten sich im ersten Halbjahr 2012 gegen&uuml;ber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 2,4&nbsp;% und beliefen sich auf 457,1&nbsp;Milliarden Euro.&nbsp;<br>\nDie Importe aus der EU erh&ouml;hten sich von Januar bis Juni 2012 um 2,2&nbsp;% auf 258,2&nbsp;Milliarden Euro. Dabei stiegen die Einfuhren aus einigen osteurop&auml;ischen L&auml;ndern &uuml;berdurchschnittlich an: Ein deutliches Plus erzielten unter anderem die Slowakei (+&nbsp;17,7&nbsp;%), Rum&auml;nien (+&nbsp;14,6&nbsp;%), Bulgarien (+&nbsp;8,6&nbsp;%), Litauen (+&nbsp;8,5&nbsp;%), Slowenien (+&nbsp;8,3&nbsp;%) und Ungarn (+&nbsp;6,0&nbsp;%). Auch die Niederlande (+&nbsp;5,3&nbsp;%), Portugal (+&nbsp;4,6&nbsp;%) und Italien (+&nbsp;4,3&nbsp;%) steigerten ihren Warenabsatz nach Deutschland.<br>\nAus den L&auml;ndern au&szlig;erhalb der EU wurden im ersten Halbjahr 2012 Waren im Wert von insgesamt 198,9&nbsp;Milliarden Euro bezogen (+&nbsp;2,6&nbsp;%). Dabei konnten vor allem Russland (+&nbsp;16,2&nbsp;% auf 21,5 Milliarden Euro) sowie die Schweiz (+&nbsp;4,7&nbsp;% auf 18,6&nbsp;Milliarden Euro) und die USA (+&nbsp;4,4&nbsp;% auf 25,4 Milliarden Euro) mehr Waren als im ersten Halbjahr des Vorjahres in Deutschland absetzen. Die Einfuhren aus Japan verringerten sich um 4,3&nbsp;% auf 11,2&nbsp;Milliarden Euro.&nbsp;&nbsp;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2012\/08\/PD12_298_51.html;jsessionid=B3530CDB154CF5C32C627C8DFDB7C558.cae2\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die deutsche Volkswirtschaft lebt nach wie vor vor allem  vom Export. Das Bruttoinlandsprodukt betrug im 1. Halbjahr 2012 1.299,5 Milliarden Euro, die Ausfuhren im gleichen Zeitraum 550,5 Milliarden Euro. Die Statistik zeigt auch, dass Deutschland den R&uuml;ckgang der Lieferungen in die Euro-Krisenl&auml;nder locker wegstecken kann. Das teilweise zweistelligen Minus der Exporte nach Italien, Spanien, Portugal oder Griechenland, und das Minus von 1,2 der Lieferungen in die Euro-Zone, konnten die Exporte in Drittl&auml;nder (L&auml;nder au&szlig;erhalb der EU) mit einem Anstieg um 11,1% locker kompensieren. Wer daraus allerdings den Schluss z&ouml;ge wir brauchten auf die Euro-Zone keine R&uuml;cksicht zu nehmen, der sollte zur Kenntnis nehmen, dass immerhin noch ein Anteil von &uuml;ber 38% der Ausfuhren in die Eurozone gehen. Mit 211,6 Milliarden liegt diese Ausfuhr mehr als doppelt so hoch wie in die USA, China, Russland und Japan zusammen (102,6 Milliarden) geliefert wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Eurokrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Rudolf Hickel und Axel Troost: Euro-Zone vor dem Ende?<\/strong><br>\nNachdem die deutsche Exportwirtschaft lange Jahre &uuml;ber die innere Abwertung durch zur&uuml;ckhaltende Lohnpolitik und die Deregulierung der Arbeitsm&auml;rkte profitable Au&szlig;enhandels&uuml;bersch&uuml;sse durchgesetzt hat, schl&auml;gt die dadurch erzeugte Krise wie ein Bumerang auf eben diese Exportwirtschaft zur&uuml;ck. Die langj&auml;hrigen Profiteure sp&uuml;ren &ndash; wenn auch erst ansatzweise &ndash; die belastenden R&uuml;ckwirkungen, die sie durch die Export&uuml;bersch&uuml;sse im Euro-System produziert haben. Diese negative R&uuml;ckkopplung wird durch die den Krisenl&auml;ndern im Gegenzug zu Finanzhilfen aufgezwungene Austerit&auml;tspolitik verst&auml;rkt. Deutsche Unternehmen beklagen die Exportverluste durch den gesamtwirtschaftlichen Niedergang in den Krisenl&auml;ndern. K&uuml;rzungen in den &ouml;ffentlichen Haushalten, Lohnabbau und erh&ouml;hte Massensteuern beschleunigen dort die Abw&auml;rtsspirale der Gesamtwirtschaft&hellip;<br>\nDie aktuelle Systemkrise dieser W&auml;hrungsunion stellt die langj&auml;hrigen Exportprofiteure vor die Gretchenfrage:\n<ul>\n<li>Entweder eine Fortsetzung der deutschen Exportorientierung mit der unausweichlichen Folge, dass die W&auml;hrungsunion aufgrund der Auslandsverschuldung der Handelspartner zusammenbricht. Dabei g&auml;be es mehrere Varianten: Einerseits k&ouml;nnten alle L&auml;nder zu nationalen W&auml;hrungen zur&uuml;ckkehren. Andererseits k&ouml;nnte ein kleiner Hart-W&auml;hrungskern mit dem Epizentrum Deutschland und L&auml;ndern wie Luxemburg, Niederlande und &Ouml;sterreich als Euro-Torso &uuml;brigbleiben. Andere L&auml;nder k&ouml;nnten ihre W&auml;hrungen dann &uuml;ber einen Wechselkursverbund zur Stabilisierung ihrer Wechselkurse ankoppeln.<\/li>\n<li>Oder die Erhaltung und Erneuerung des heutigen Euro-W&auml;hrungsraums. Dies setzt aber voraus, dass mit den Irrt&uuml;mern und Fehlern der Vergangenheit gebrochen wird. Die Mainstream Politik und ihre konservativen &Ouml;konomen m&uuml;ssen endlich ihren Irrglauben aufgeben, dass eine W&auml;hrungsunion von sich aus schon daf&uuml;r sorge, dass sich die beteiligten &Ouml;konomien einander angleichen und zusammenwachsen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Euro-Krise zeigt, dass die Wirtschafts-, Lohn-, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik der einzelnen L&auml;nder unbedingt aufeinander abgestimmt werden m&uuml;ssen, weil sich ein W&auml;hrungsraum sonst eben immer weiter auseinander entwickelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www2.alternative-wirtschaftspolitik.de\/uploads\/m2312.pdf\">Rudolf Hickel und Axel Troost [PDF &ndash; 85 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Ich warne davor, den Euro aufzugeben&rdquo;<\/strong><br>\nWenn die W&auml;hrung zerbricht, dann eher an Finnland als an Griechenland, sagt der &Ouml;konom Gerhard Illing. Die Geschichte zeigt, dass kleine, reiche L&auml;nder W&auml;hrungsunionen immer als Erste verlassen.<br>\nIch kann nur davor warnen, den Euro aufzugeben. Das g&auml;be ein ganz b&ouml;ses Erwachen. Denn die neue DM h&auml;tte ja den Ruf, sehr stabil zu sein &ndash; Fluchtgeld aus allen Nachbarl&auml;ndern w&uuml;rde hierher dr&auml;ngen. Die neue DM w&uuml;rde enorm aufwerten.<br>\nWo l&auml;ge der Kurs ungef&auml;hr?<br>\nEs ist naturgem&auml;&szlig; spekulativ, aber er k&ouml;nnte durchaus auf 1,80 Dollar steigen, denn die Finanzm&auml;rkte neigen immer zu &Uuml;bertreibungen. Zum Vergleich: Momentan liegt der Eurokurs bei etwa 1,25 Dollar&hellip;<br>\nEine solche Aufwertung w&auml;re verheerend: Die deutschen Exporte w&uuml;rden einbrechen, die Arbeitslosigkeit stark ansteigen, und viele deutsche Banken w&auml;ren pleite, weil Italien oder Spanien ihre Euroschulden nicht mehr bedienen k&ouml;nnten&hellip;<br>\nDie Eurokritiker wollen auf gar keinen Fall, dass in der Eurokrise jetzt die EZB interveniert, weil dies die Geldmenge erh&ouml;hen k&ouml;nnte. Doch sie machen sich nicht klar, dass es viel schlimmer kommen w&uuml;rde, wenn wir die DM h&auml;tten. Der Euro ist die billigste L&ouml;sung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2012%2F08%2F30%2Fa0105&amp;cHash=bb0562dd37248568a45df411e28d1e70\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Volker Bahl:<\/strong> Um diesen &Ouml;konomen noch weiter vorzustellen, sei auf weitere Arbeiten von dem Makro&ouml;konomen Gerhard Illing aus M&uuml;nchen verwiesen &ndash; deshalb siehe auch weiter noch, wer sich daf&uuml;r interessiert:<\/em><\/p>\n<ol>\n<li><em>den Abschnitt &ldquo;Dieser Fiskalpakt birgt das &ouml;konomische Scheitern des gesamten europ&auml;ischen Projektes in sich&rdquo; auf der Seite 3 bei <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/diskussion\/eu\/wipo\/fiskal_bahl1.html\">&ldquo;Weitere Schneisen schlagen f&uuml;r eine marktkonforme Demokratie: Mit dem Fiskalpakt zum Scheitern von Europa&rdquo;<\/a> sowie<\/em><\/li>\n<li><em>den Abschnitt &ldquo;So eilt diese Bundesregierung von &ldquo;Pyrrhus-Sieg&rdquo; zu &ldquo;Pyrrhus-Sieg&rdquo;&rdquo; auf der Seite 3 ganz unten f. bei <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/diskussion\/eu\/wipo\/krise_bahl36.html\">&ldquo;Merkels Kampf in Europa f&uuml;r eine Stabilit&auml;tsunion&hellip; &ldquo;<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><em>Au&szlig;erdem hat Professor Gerhard Illing (= an der LMU M&uuml;nchen ) noch ein makro&ouml;konomisches Standardwerk mit dem Chef&ouml;konomen des IWF Olivier Blanchard verfasst : Olivier Blanchard u. Gerhard Illing &ldquo;Makro&ouml;konomie&rdquo; (5. Auflage).<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Europa: Armut f&uuml;hrt in die Ramsch-&Ouml;konomie<\/strong><br>\nDie europ&auml;ische Sparpolitik der Bundeskanzlerin ist gef&auml;hrlich: Die Rezession erfasst immer mehr L&auml;nder und ruiniert die Ertragslage der Unternehmen. Die Insolvenzgefahr steigt. Die Arbeitslosigkeit nimmt zu. Immer mehr Firmen stellen sich dauerhaft auf die neue Armut ein.<br>\nMerkels heile Welt h&ouml;rt sich nett und nachhaltig an: Kein Wachstum auf Pump, kein Wohlstand auf Pump, keine Zukunft auf Pump &ndash; also Nix auf Pump. Au&szlig;erdem keine hohen Lohnforderungen zulasten der Wettbewerbsf&auml;higkeit. Stattdessen Bescheidenheit auf der ganzen Linie.<br>\nDas Ergebnis ist grotesk. &Uuml;bersetzt in die Realit&auml;t Europas, ist Merkels Vision sogar gef&auml;hrlich: Die Rezession bleibt hartn&auml;ckig, erfasst immer mehr L&auml;nder und ruiniert die Ertragslage der Unternehmen. Die Insolvenzgefahr steigt. Die Arbeitslosigkeit nimmt zu und trifft vor allem Jugendliche, die in einem prek&auml;ren Umfeld sozialisiert werden und jetzt lernen, dass sich Bildung und Qualifikation nicht lohnen, weil sie am Ende abgeh&auml;ngt werden&hellip;<br>\nMerkels Vision eines Europas f&uuml;hrt uns in die Armutsfalle und f&ouml;rdert eine Ramsch-&Ouml;konomie. Armutsl&ouml;hne verdr&auml;ngen gute Jobs, Billigprodukte ersetzen qualitativ hochwertige Waren, Nachhaltigkeit bleibt auf der Strecke.\n<p>Das ist keine Vision f&uuml;r ein zukunftsf&auml;higes Europa. Europas Zukunft kann nur sozial, ressourcenschonend, effizient, nachhaltig und mit Wohlstand f&uuml;r alle verbunden sein. Und das geht nur mit Zukunftsinvestitionen, nicht mit Verarmung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++4e85292a-f29e-11e1-b67e-00188b4dc422\">DGB<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Der Wirtschaftsexperte. Physiognomie eines zeitgen&ouml;ssischen Typus<\/strong><br>\nNachdem die deutschen &Ouml;konomen zuerst begannen, mit wuchtigen Offenen Briefen ihre Ratschl&auml;ge an die Politik zu formulieren, nur um sich kurz darauf ihre widerstreitenden Manifeste gegenseitig um die Ohren zu hauen, keilte die Politik in Gestalt des Bundestagspr&auml;sidenten Norbert Lammert zur&uuml;ck, der mit staubtrockenem Sarkasmus feststellte: &bdquo;Von allen denkbaren Verfahren in der Bew&auml;ltigung dieser Krise in den vergangenen Monaten ist das am wenigsten taugliche die Umsetzung von Expertenempfehlungen gewesen&rdquo;.<br>\nDa war es raus, und das Publikum trommelte sich auf die Schenkel: Endlich sagt es mal jemand diesen Experten, die heute das eine, morgen das Gegenteil behaupten, immer aber mit dem Gestus aufgeblasener Angeberei.<br>\nDas war nat&uuml;rlich ein wenig grob, denn das durchaus wohlbegr&uuml;ndete Anti-Experten-Ressentiment neigt sofort dazu, alle in einen Sack zu werfen: die Professoren und luzide forschenden Fachleute mit den sogenannten &bdquo;Wirtschaftsexperten&rdquo;, den Talkshow-Experten, die allabendlich die Fernsehdiskussionssendungen vollsitzen: Hans Werner Sinn, Hans Olaf Henkel oder Gertrud H&ouml;hler, von denen spitze Zungen sagen, sie seien allesamt ohne festen Wohnsitz, weshalb sie wechselweise bei Jauch, Maischberger, Lanz und anderen unterschl&uuml;pfen (&bdquo;weil das so &ouml;konomisch ist&rdquo;).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.misik.at\/sonstige\/ppig-ins-unfughafte-ausgeschlagen.php#more\">misik.at<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Werner Ruegemer, &ldquo;Ratingagenturen. Einblicke in die Kapitalmacht der Gegenwart&rdquo;<\/strong><br>\nWer steckt hinter den Agenturen, welche Politik verfolgen sie? Sind sie wirklich gegen Staatsverschuldung? Bek&auml;mpfen sie den Euro und Europa im Interesse ihrer US-Eigent&uuml;mer<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ardmediathek.de\/sr-2-kulturradio\/sr-2-fragen-an-den-autor?documentId=11391372\">SR 2<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Rentner in Arbeit<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Mehr Arbeit im Alter<\/strong><br>\nRuhest&auml;ndler in Deutschland erhalten immer weniger Geld aus der Gesetzlichen Rentenversicherung (GRV). Wer 2011 nach 35 Versicherungsjahren das Arbeiten aufgab, bekam monatlich im Schnitt 953 Euro Rente. 2010 waren es noch 1.021 Euro gewesen. Das geht aus Zahlen hervor, die aus einer Anfrage der Linkspartei an die Bundesregierung stammen. Noch deutlicher f&auml;llt der R&uuml;ckgang bei den Erwerbsminderungsrenten aus. So erhielten Menschen, die 2011 in Rente gingen, weil sie erkrankt sind und nicht mehr arbeiten k&ouml;nnen, 634 Euro monatlich. 2000 waren es noch 738 Euro gewesen. Die Debatte &uuml;ber drohende Altersarmut haben diese Zahlen befeuert. Denn parallel zu sinkenden Leistungen aus der GRV, die f&uuml;r 80 Prozent aller Personen den wichtigsten Pfeiler der Altersvorsorge darstellt, steigt die Zahl der minijobbenden Ruhest&auml;ndler. F&uuml;r die Bundesregierung sind diese Zahlen kein Indiz daf&uuml;r, dass mehr &Auml;ltere arbeiten gehen, weil ihre Rente nicht ausreicht. Man sei vielmehr &ldquo;auf dem Weg in die Gesellschaft des l&auml;ngeren Lebens und Arbeitens&rdquo;, sagt das Bundesarbeitsministerium.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2012%2F08%2F29%2Fa0048&amp;cHash=de4c83a0f81150e6a334d7c5100f9445\">taz<\/a>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Es gibt keine Missst&auml;nde<\/strong><br>\nEs gibt zwar Rentner, die noch in Lohn und Brot stehen, es gibt zwar 120.000 Mini-Jobber jenseits des 75. Lebensjahres, es gibt ferner mehr als 150.000 sozialversicherungspflichtig arbeitende Rentner, aber das ist kein Zeichen f&uuml;r irgendetwas. Schon gar nicht f&uuml;r eine Fehlentwicklung oder f&uuml;r Altersarmut oder zu kleine Renten &ndash; wenn es wirklich irgendein Zeichen sein soll, dann daf&uuml;r, dass man heute im Alter noch fit ist, dass man als &auml;lterer Mensch noch unbedingt arbeiten m&ouml;chte.<br>\nSagt jedenfalls der Neoliberalismus, der diesmal in corpore Institute der deutschen Wirtschaft (IW), in corpore eines gewissen Holger Sch&auml;fer, Arbeitsmarktexperte des besagten Instituts, auftritt. Au&szlig;erdem wei&szlig; der, dass Menschen im hohen Alter arbeiten, weil sie hoch qualifiziert sind &ndash; das erkl&auml;rt zwar gar nichts, denn warum ausgerechnet Hochqualifizierte keine Lust auf einen Lebensabend haben sollten, den sie qua ihrer hochqualifiziert beg&uuml;nstigten Rentenbeitr&auml;ge sogar finanziell sorglos gestalten k&ouml;nnten, ist kaum erkl&auml;rbar. Es erkl&auml;rt h&ouml;chstens, dass die Deputierten des Neoliberalismus&rsquo; nicht mal besonders gewitzt l&uuml;gen k&ouml;nnen. 120.000 Mini-Jobber, die weit, die sehr weit, eine Dekade und mehr &uuml;ber dem Renteneintrittsalter liegen; Mini-Jobber, das sind solche, die sich f&uuml;r 400 Euro oder weniger den krummen Buckel nochmal eine Idee krummer machen &ndash; und die sollen hoch qualifiziert sein? Sind das also die Konditionen, unter denen hoch qualifizierte Menschen im neoliberalen Utopia arbeiten sollten?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2012\/08\/es-gibt-keine-missstande.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Arbeitslosigkeit ist Hauptausl&ouml;ser f&uuml;r private &Uuml;berschuldung<\/strong><br>\nArbeitslosigkeit ist der h&auml;ufigste Ausl&ouml;ser f&uuml;r eine &Uuml;berschuldungssituation bei Privatpersonen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) war bei 28 % der im Jahr 2010 von Schuldnerberatungsstellen betreuten Personen die Arbeitslosigkeit Hauptgrund f&uuml;r die &Uuml;berschuldung.<br>\nAber auch andere Ereignisse wie zum Beispiel Trennung, Scheidung sowie Tod des Partners\/der Partnerin (zusammen 14 %) oder eine Erkrankung, Sucht oder ein Unfall (12 %) f&uuml;hrten h&auml;ufig zu kritischen finanziellen Situationen. Weitere Faktoren waren unwirtschaftliche Haushaltsf&uuml;hrung (10 %) und gescheiterte Selbstst&auml;ndigkeit (8 %).<br>\nFast die H&auml;lfte (46 %) aller von Schuldnerberatungsstellen im Jahr 2010 betreuten Personen lebte zum Zeitpunkt des Beratungsbeginns allein. Besonders h&auml;ufig suchten allein lebende M&auml;nner die Schuldnerberatungen auf: Sie machten etwa 28 % aller beratenen Personen aus. Der Anteil alleinerziehender Frauen lag bei rund 14 %.<br>\nPersonen, die im Jahr 2010 von einer Schuldnerberatungsstelle betreut wurden, hatten zu Beginn ihrer Beratung durchschnittlich rund 34 000 Euro Schulden: Der gr&ouml;&szlig;te Teil (58 %) davon &ndash; etwa 20 000 Euro durchschnittlich &ndash; waren Schulden gegen&uuml;ber Banken, die somit die wichtigsten Gl&auml;ubiger waren.<br>\nMehr als die H&auml;lfte aller &uuml;berschuldeten Personen (54 %) hatte bei Beratungsbeginn ein monatliches Nettoeinkommen von unter 900 Euro. Bei den ledigen Frauen und M&auml;nnern mussten sogar fast 70 % der &uuml;berschuldeten Personen mit einem Nettoeinkommen unter 900 Euro auskommen. Nur knapp 4 % aller &uuml;berschuldeten Personen hatten Eink&uuml;nfte von mehr als 2 000 Euro pro Monat. Durchschnittlich verf&uuml;gten Personen, die im Jahr 2010 von Schuldnerberatungsstellen betreut wurden, bei Aufnahme der Beratung &uuml;ber ein monatliches Nettoeinkommen von rund 940 Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2012\/08\/PD12_299_635.html;jsessionid=1B512E534699787B9797560201C64B91.cae2\">Statistisches Bundesamt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Betriebe stehlen sich aus der Tarifbindung<\/strong><br>\nImmer mehr Unternehmen steigen aus dem bew&auml;hrten Vertragssystem aus. Das ist nicht l&auml;nger hinnehmbar. Sie m&uuml;ssen zur Tarifbindung gezwungen werden.<br>\nDie Lohnquote, also der Anteil der Arbeitnehmereinkommen am Volkseinkommen, ist &uuml;ber Jahre gesunken, schon vor der Krise von 72,1 Prozent zur Jahrtausendwende um fast zehn Prozentpunkte auf 63,2 Prozent in 2007. Der Anteil der Unternehmens- und Verm&ouml;genseinkommen ist im gleichen Zeitraum dagegen spiegelbildlich auf 36,8 Prozent gewachsen. Doch davon profitieren nur wenige. Der Trend h&auml;lt unvermindert an, auch wenn diese Entwicklung kurzfristig in der Krise 2008 und 2009 unterbrochen wurde, weil die Verwerfungen auf den Finanzm&auml;rkten das Kapital st&auml;rker in Mitleidenschaft gezogen hatten. Seitdem setzt sich der Trend der sinkenden Lohnquote wieder fort (2009: 68,2 Prozent; 2010: 66,5 Prozent)&hellip;<br>\nUnsere einseitige Fixierung auf die Exportwirtschaft ist sehr krisenanf&auml;llig. Deswegen m&uuml;ssen wir die Binnennachfrage deutlich st&auml;rken. Nur so l&auml;sst sich angesichts des schw&auml;cheren Exports die konjunkturelle Entwicklung stabilisieren. Das wiederum hei&szlig;t, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer brauchen besseres Einkommen durch fairere L&ouml;hne. Eine weitere Ursache daf&uuml;r, dass der Anteil des Arbeitnehmereinkommens am Volkseinkommen deutlich weniger wird, ist die seit Jahren sinkende Tarifbindung. Nur noch f&uuml;r die H&auml;lfte der deutschen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gilt ein Fl&auml;chentarifvertrag, lediglich Gro&szlig;britannien und Luxemburg weisen eine noch niedrigere Tarifbindung auf. Immer mehr Betriebe versuchen, sich &uuml;ber den Ausstieg aus dem bew&auml;hrten Tarifvertragssystem Wettbewerbsvorteile gegen&uuml;ber den Betrieben zu verschaffen, die sich an die Regeln halten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:spaltung-der-gesellschaft-betriebe-stehlen-sich-aus-der-tarifbindung\/70083450.html?google_editors_picks=true\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Andrea Nahles fordert in ihrem Namensartikel, der sachlich zutrifft, mehrfach die Arbeitsministerin von der Leyen auf, auf diese Entwicklung Antworten zu geben. Doch au&szlig;er der Forderung nach einer St&auml;rkung der Tarifvertr&auml;ge und den Mindestlohn hat sie selbst auch keine Antworten. Vielleicht sollte sie einmal in sich gehen und danach fragen, warum die Lohnquote auch w&auml;hrend der Regierungsbeteiligung ihrer Partei abgesunken ist und wie z.B. die Hartz-Gesetzgebung durch die Schw&auml;chung der Arbeitnehmerseite den Ausstieg aus der Tarifbindung gef&ouml;rdert hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Beitragssatz zur Rentenkasse: Viel Streit um acht Euro<\/strong><br>\nDer Beitragssatz zur Rentenkasse wird sinken, beschlie&szlig;t das Kabinett. Selbst CDU-regierte L&auml;nder sind dagegen. Vor allem stellen Wohlfahrtsverb&auml;nde, Gewerkschaften, Oppositionsparteien sowie Unionsvertreter in Landesregierungen das Gesetz zur G&auml;nze in Frage: Sie wollen wegen der immer &auml;lter werdenden Gesellschaft eine h&ouml;here Reserve in der Rentenkasse vorhalten. Das sehen auch 80 Prozent aller Bundesb&uuml;rger so, wie eine aktuelle Forsa-Umfrage zeigt.<br>\nDass der Beitragssatz in den kommenden Jahren wegen des demografischen Wandels wieder steigen muss, ist auch der Bundesregierung klar. Vorgegeben ist, den Satz bis 2030 auf 22 Prozent zu begrenzen. Gleichzeitig soll das Rentenniveau bis dahin von 53 auf 43 Prozent, gemessen am Durchschnittsverdienst abz&uuml;glich Sozialabgaben, sinken. Dagegen rechnet der DGB vor: W&uuml;rde man den Beitragssatz schon ab 2014 jedes Jahr um 0,1 Prozentpunkte bis auf 22 Prozent anheben, statt sp&auml;ter in gr&ouml;&szlig;eren Spr&uuml;ngen, w&auml;re genug Geld in der Rentenkasse, um unter anderem das Rentenniveau bei 53 Prozent zu stabilisieren und die Erwerbsminderungsrente aufzubessern. Denn: &ldquo;Bei einer Absenkung auf 43 Prozent werden k&uuml;nftig selbst Durchschnittsverdiener von Altersarmut betroffen sein&rdquo;, so DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2012%2F08%2F30%2Fa0089&amp;cHash=303e31c6c90e9dbed03954f7e40f1a0e\">taz<\/a>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>80 Prozent gegen Senkung des Rentenbeitrags<\/strong><br>\nNach einer repr&auml;sentativen forsa-Umfrage sprechen sich vier von f&uuml;nf B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern (80 Prozent) daf&uuml;r aus, auf eine Senkung des Rentenbeitrags zu verzichten und stattdessen eine Demografie-Reserve aufzubauen. Dieser Ansicht sind vor allem die jungen (86 Prozent der 18 bis 29-J&auml;hrigen) und &auml;lteren Generationen (81 Prozent).<br>\nDie Anh&auml;nger der CDU\/CSU sind sogar mit &uuml;berdurchschnittlichen 82 Prozent daf&uuml;r, Reserven aufzubauen. Nur 15 Prozent der Unionsanh&auml;nger geben an, dass die &Uuml;bersch&uuml;sse f&uuml;r eine Beitragssatzsenkung genutzt werden sollen. Im Vergleich zu einer &auml;hnlichen Umfrage aus dem letzten Jahr ist die Zustimmung zum Aufbau von Rentenreserven bei den Unionsanh&auml;ngern von 71 auf 82 Prozent gestiegen.<br>\nSelbst unter den Anh&auml;ngern der FDP sprechen sich knapp zwei Drittel (62 Prozent) f&uuml;r den Aufbau von Reserven aus. Die Anh&auml;nger der SPD (86 Prozent), der Gr&uuml;nen (89 Prozent) und der Linken (90 Prozent) unterst&uuml;tzen die Position des DGB, auf eine Beitragssatzsenkung zu verzichten und den Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung den demografischen Herausforderungen anzupassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/presse\/++co++77867242-ede5-11e1-b53c-00188b4dc422\">DGB<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Barmer GEK: Zusatzkosten durch Alterung &uuml;bersch&auml;tzt<\/strong><br>\nNeue Berechnungen der Barmer GEK zeigen, dass nur rund 18 Prozent der j&auml;hrlichen Ausgabensteigerung auf reine Altersstruktureffekte entfallen. In den vier Jahren 2007 bis 2010 sind die j&auml;hrlichen Kosten um durchschnittlich rund 88 Euro pro Kopf gestiegen, davon waren jeweils nur 16 Euro demografiebedingt&hellip;<br>\nIn Zukunft werde der Einfluss des demografischen Wandels auf die Kostenentwicklung im Gesundheitswesen sogar noch geringer, prognostiziert Repschl&auml;ger. Bis zum Jahr 2040 sei von einer altersbedingten j&auml;hrlichen Zunahme zwischen 11 und 13 Euro pro Kopf auszugehen. &ldquo;Den H&ouml;hepunkt demografiebedingter Kostensteigerung werden wir bereits im Jahr 2013 erreicht haben.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.barmer-gek.de\/barmer\/web\/Portale\/Presseportal\/Subportal\/Presseinformationen\/Aktuelle-Pressemitteilungen\/120830-PK-GWA-2012\/Content-PK-GWA-2012.html?w-cm=MainNavSecondLevel_tdocid\">Barmer GEK<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Nat&uuml;rlich muss man auch bei einer solchen Studie darauf achten, wer der Auftraggeber ist. Aber es ist schon bemerkenswert, dass selbst ein Krankenversicherer gegen den demografischen Alarmismus Stellung bezieht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Immer mehr Versicherte k&ouml;nnen Beitr&auml;ge nicht zahlen<\/strong><br>\nDie Zahl der Menschen in Deutschland, die sich die Beitr&auml;ge zur gesetzlichen Krankenversicherung nicht mehr leisten k&ouml;nnen, w&auml;chst. Die Schulden s&auml;umiger Beitragszahler sind von August 2011 bis Juni 2012 um 55 Prozent gestiegen, wie der Tagesspiegel berichtet. Demnach belaufen sich die R&uuml;ckst&auml;nde auf etwa 1,7 Milliarden Euro.<br>\nBei den s&auml;umigen Beitragszahlern handelt es sich demnach vor allem um freiwillige versicherte Selbstst&auml;ndige sowie um weitgehend mittellose Menschen, die als sogenannte R&uuml;ckkehrer in die gesetzliche Versicherung kamen. Seit 2007 herrscht Versicherungspflicht. Gr&uuml;nde f&uuml;r die Beitragsr&uuml;ckst&auml;nde sind laut GKV unter anderem Verbraucherinsolvenzen, finanzielle Instabilit&auml;t bei freiwillig versicherten Selbstst&auml;ndigen und Zahlungsunf&auml;higkeit von Menschen, die &uuml;ber kein oder kaum Einkommen verf&uuml;gten.<br>\nBei den privaten Krankenkassen summieren sich die Beitragsschulden laut Tagesspiegel auf 550 Millionen Euro &ndash; 1,5 Prozent der Versicherten sind mit ihren Zahlungen in R&uuml;ckstand.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/geld\/krankenkassen-immer-mehr-versicherte-koennen-beitraege-nicht-zahlen-1.1446283\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Strom der Rabatte<\/strong><br>\nFast 800 Firmen sind von dem Zuschlag f&uuml;r erneuerbare Energien befreit. Bei vielen ist die Subvention h&ouml;chst zweifelhaft. Die Verbraucher kostet das Milliarden.<br>\nM&uuml;ssen Brauereien und Tierfutterhersteller mit subventionierten Strompreisen vor ausl&auml;ndischen Mitbewerbern gesch&uuml;tzt werden? Die Bundesregierung glaubt das. Sie gew&auml;hrt 778 Unternehmen Rabatte bis zu 100 Prozent auf die &Ouml;kostrom-Umlage. Darunter Firmen wie Bitburger und die Deutsche Tiernahrung Cremer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taz.de\/Solarfirmen-ohne-Oeko-Umlage\/!100707\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Dritter offizieller Entwurf zum Leistungsschutzrecht im Volltext<\/strong><br>\niRights.info ver&ouml;ffentlicht den aktuellen Entwurf zum Leistungsschutzrecht f&uuml;r Presseverlage im Volltext. Betroffen sind wohl auch News-Aggregatoren, die selbst in der Hand der Verlage sind. Der Sozialdemokrat Jan M&ouml;nikes ver&ouml;ffentlichte &Auml;nderungen zum bisherigen Entwurf. iRights.info ver&ouml;ffentlicht nun die aktuelle Version im Volltext. Gegen&uuml;ber den bekannten Formulierungen findet sich darin eine Erweiterung, wonach nicht nur gewerbliche Anbieter von Suchmaschinen vom LSR betroffen sind, sondern auch &ldquo;gewerbliche Anbieter von Diensten (&hellip;), die Inhalte entsprechend aufbereiten&rdquo;. Darunter k&ouml;nnten News-Aggregatoren wie Virato, Rivva und Nachrichten.de fallen. Die Formulierung bietet neuen Z&uuml;ndstoff f&uuml;r die Debatte um das LSR.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/irights.info\/index.php?q=node\/2266\">iRights<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Dieser Gesetzesentwurf gestern im Bundeskabinett verabschiedet worden. Insbesondere sollen sich die Verleger gegen Suchmaschinen und &auml;hnliche professionelle Dienste wehren k&ouml;nnen, welche darauf zielen, &laquo;f&uuml;r die eigene Wertsch&ouml;pfung auch auf verlegerische Leistung zuzugreifen&raquo; &ndash; so steht es im Gesetzesentwurf. Die NDS scheinen nicht betroffen zu sein, denn: &ldquo;Demgegen&uuml;ber werden Dienste nicht erfasst, die die verlegerische Leistung auf andere Weise nutzen, z. B. indem sie dem Internet-Nutzer aufgrund eigener Wertung eine Auswahl von Presseerzeugnissen anzeigen.&rdquo;- Die Frage, was diese Regelung f&uuml;r das Internet, z.B. f&uuml;r Suchmaschinen wie Google, bedeutet, stimmt eher nachdenklich.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzung:<\/strong> Google sprach von einem &ldquo;schwarzen Tag&rdquo; f&uuml;r das Internet in Deutschland. Das geplante Gesetz treffe jeden Internetnutzer, wie Google-Sprecher Kay Oberbeck erkl&auml;rte. &ldquo;Das Suchen und Finden im deutschen Netz wird massiv gest&ouml;rt. Dieser Eingriff in das Internet ist weltweit ohne Beispiel&rdquo;. Der IT-Branchenverband Bitkom <a href=\"http:\/\/www.haufe.de\/recht\/weitere-rechtsgebiete\/wirtschaftsrecht\/urheberrecht-besserer-schutz-von-journalismus-im-internet_210_134830.html\">kritisierte<\/a> dagegen den Alleingang der Bundesregierung, der an internationale Gr&uuml;nder und Investoren ein ungutes Signal aussende: &ldquo;Innovative Online-Dienste sind in Deutschland nicht erw&uuml;nscht. Junge Web-Unternehmen werden so von Deutschland abgeschreckt&rdquo;.<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Perlentaucher: Das Internet war eine Episode der Freiheit<\/strong><br>\nDie deutschen Zeitungsverleger sind ihrem Ziel, Information zu monopolisieren, durch das nun drohende Leistungsschutzrecht einen Schritt n&auml;her gekommen. Die Politik ist vor der Lobbymacht der Medien in die Knie gegangen. Wir verzichten heute auf unsere Presseschau, um diesen Einschnitt in der Geschichte der freien &Ouml;ffentlichkeit in Deutschland ausf&uuml;hrlich zu w&uuml;rdigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.perlentaucher.de\/feuilletons\/2012-08-30.html\">Perlentaucher<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ich kann der Argumentation des Perlentauchers viel abgewinnen. Was zitiert etwa Google News: maximal die &Uuml;berschriften der Pressemeldungen, auf die verlinkt wird. Diese Suchhilfe soll also k&uuml;nftig kostenpflichtig sein?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Universit&auml;t Leipzig steigt vorl&auml;ufig aus dem CHE-Ranking aus<\/strong><br>\nDie Universit&auml;t Leipzig beteiligt sich nicht weiter am CHE-Ranking. Zumindest im kommenden Jahr will Deutschlands zweit&auml;lteste Universit&auml;t nicht an dem vom Centrum f&uuml;r Hochschulentwicklung durchgef&uuml;hrten Hochschul-Ranking teilnehmen. Dies hat der Akademische Senat der Uni beschlossen und folgte damit einer Empfehlung der Deutschen Gesellschaft f&uuml;r Soziologie.<br>\nRektorin Beate Sch&uuml;cking will zudem f&uuml;r ihre Position bei der Landesrektorenkonferenz und der Hochschulrektorenkonferenz werben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lvz-online.de\/gestaltete-specials\/campus_online\/kurz_buendig\/universitaet-leipzig-entscheidet-sich-fuer-vorlaeufigen-ausstieg-aus-dem-che-ranking\/r-kurz_buendig-a-153144.html\">Campus Online, ein Projekt der Leipziger Volkszeitung und dem Studiengang Journalistik der Uni Leipzig<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung U.-D.B.:<\/strong> Die Universit&auml;t Leipzig hat ggw. mehr als 26000 Studenten an 14 Fakult&auml;ten und ist hinter der TU Dresden die zweitgr&ouml;&szlig;te s&auml;chsische Hochschule.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Kein Freibrief f&uuml;r Steuerbetr&uuml;ger!<\/strong><br>\nMehr als 100 Milliarden Euro Schwarzgeld deutscher Staatsb&uuml;rger\/innen liegen auf Schweizer Konten. Jetzt will die Bundesregierung diesen Steuerbetrug durch ein Abkommen nachtr&auml;glich legalisieren. Steuerbetr&uuml;ger blieben anonym und k&auml;men billig davon.<br>\nStoppen Sie das Amnestie-Abkommen!<br>\nFordern Sie die L&auml;nder auf, das Steuerabkommen zu stoppen!<br>\nDie wichtigsten Argumente gegen das Steuerabkommen im Film.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.campact.de\/steuerflucht\/\">Campact<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Patientenalltag in Hellas &ndash; Was sind eigentlich Reformen? Ein praktisches Beispiel<\/strong><br>\nDer staatliche Sozialversicherungsverband EOPPY wurde auf Gehei&szlig; des IWF als Vereinigung der meisten bisher bestehenden Sozialversicherungstr&auml;ger gegr&uuml;ndet. So sollten die Ausgaben im Gesundheitswesen minimiert werden. So weit die Theorie. In der Praxis sieht es jedoch anders aus.<br>\nWer ab Montag dem 3. September 2012 in Griechenland krank wird, der muss so oder so tief in die Tasche greifen. Denn ab kommendem Montag verweigern die Apotheker im gesamten Land die Herausgabe von Medikamenten auf Kassenrezept. Es ist seit Mai das zweite Mal in diesem Jahr, dass die Apotheker zu solch einem Mittel greifen. Als Grund geben sie an, dass sie immer noch auf die Bezahlung von Rezeptrechnungen aus den Jahren 2010 und 2011 warten.<br>\nWeil sich die Schulden des EOPPY auf knapp 300 Millionen Euro belaufen, Banken den Apothekern Liquidit&auml;t verweigern und gleichzeitig der Staat f&uuml;r die noch nicht beglichenen Rechnungen Steuern erhebt, sehen die Apotheker keinen anderen Ausweg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/152682\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Die T&uuml;rkei und die EU: Erstarktes Selbstbewusstsein am Bosporus<\/strong><br>\nDie Nachricht von der schweren Krise der EU ist l&auml;ngst auch in der T&uuml;rkei angekommen. Das Ziel einer Mitgliedschaft im Staatenverbund hat markant an Anziehungskraft verloren. Zeitgleich mit dem Versinken der Euro-Zone im &ouml;konomischen Morast ihrer Peripheriel&auml;nder ist das Selbstbewusstsein der T&uuml;rkei erstarkt. W&auml;hrend die EU wirtschaftlich kaum noch vom Fleck kommt, gl&auml;nzt das Land am Bosporus mit hohen Wachstumsraten, einem intakten Bankensystem, einer tiefen Staatsverschuldung und einer massvollen Fiskalpolitik. Die vielen Belehrungen aus Br&uuml;ssel, die das Land im Rahmen der 2005 lancierten Beitrittsverhandlungen n&auml;her an &laquo;europ&auml;ische Standards&raquo; heranf&uuml;hren sollen, verlieren an &Uuml;berzeugungskraft. Dasselbe gilt mit Blick auf die Idee, dass eine EU-Mitgliedschaft fast automatisch mit einem h&ouml;heren Lebensstandard einhergeht. Die Verarmung ehemals boomender Regionen Europas zeigt Wirkung: Das Thema der EU-Mitgliedschaft scheint in der T&uuml;rkei entzaubert und vom Radar der &ouml;ffentlichen Wahrnehmung verschwunden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftsnachrichten\/erstarktes-selbstbewusstsein-am-bosporus-1.17540831\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es ist mehr als &auml;rgerlich, dass Wirtschaftsjournalisten immer mit Wachstumsraten aufwarten, um die Performance eines Landes zu beschreiben. Man sollte schon das Ausgangsniveau kennen und sich dar&uuml;ber im Klaren sein, dass vergangene Wachstumsraten (T&uuml;rkei 2011: 9 Prozent) nicht so ohne Weiteres in die Zukunft zu projizieren sind (Prognose 2012: unter 4 Prozent). Die T&uuml;rkei ist im europ&auml;ischen Vergleich immer noch ein sehr armes Land. Nur das Pro-Kopf-Einkommen Bulgariens und Rum&auml;niens lag 2011 unter dem t&uuml;rkischen (16.730), Griechenland (26. 040), Portugal (24.530), Polen (20.450), Frankreich (35.860) &ndash; gemessen in internationalen Dollars in Kaufkraftparit&auml;ten. W&uuml;rde man das Pro-Kopf-Einkommen zu laufenden Preisen nehmen, also die Lira einfach in Dollar umtauschen, w&uuml;rde es auf 10.498 US-Dollar absacken. Griechenland w&uuml;rde dann in etwa gleich bleiben und Frankreich w&uuml;rde auf  42.377 Dollar ansteigen. Die Berechnung in Kaufkraftparit&auml;ten realisiert, dass z.B. bestimmte G&uuml;ter in Frankreich teurer sind als in der T&uuml;rkei, vernachl&auml;ssigt allerdings, dass nur im Lande bereitgestellte G&uuml;ter und Dienstleistungen betroffen sind. Ein Porsche oder Apple-Produkt muss also von den 10.498 US-Dollar bezahlt werden. Auch muss im Falle der T&uuml;rkei besonders ber&uuml;cksichtigt werden, dass das Pro-Kopf-Einkommen ein Durchschnittswert ist, denn die Einkommensverteilung der T&uuml;rkei ist gegen&uuml;ber Europa au&szlig;erordentlich ungleich.<br>\nH&auml;ufig, vor allem von der t&uuml;rkischen Regierung selbst, wird das Exportwachstum in den vergangenen Jahren herausgestellt. Nur, die Exporte tragen nur 24% zum BIP bei, die T&uuml;rkei ist also eine relativ geschlossene Volkswirtschaft, die von der Binnennachfrage lebt. Das Kreditwachstum lag zuletzt bei hohen 23%. Vor allem aber importiert die T&uuml;rkei deutlich mehr als sie exportiert, was sich 2011 trotz der guten Tourismusentwicklung in einem Leistungsbilanzdefizit von 10 Prozent des BIP niederschlug (weltweit das zweith&ouml;chste Defizit nach den USA). Dieses Defizit wird vor allem durch kurzfristige (spekulative) Portfolioinvestitionen des Auslands gegenfinanziert. Genauso wie die t&uuml;rkischen Exporte 2011 zu 54 Prozent von der EU abh&auml;ngen, ist die T&uuml;rkei bei der Finanzierung seines Defizits in h&ouml;chst ungesunder Weise vom Anlage suchenden internationalen Kapital abh&auml;ngig. &ndash; Man k&ouml;nnte noch manches mehr anf&uuml;hren, z.B. das unterentwickelte soziale Sicherungssystem, das Res&uuml;mee m&uuml;sste eher lauten: Der Zustand des Landes ist trotz guten Wachstums eher als fragil zu bezeichnen. Eine Aufnahme der T&uuml;rkei in die EU w&uuml;rde &ouml;konomisch f&uuml;r die EU eine bedeutende Ausweitung und Verschiebung der europ&auml;ischen Transfers nach sich ziehen (Strukturfonds, Koh&auml;sionsfonds, Agrarfonds), da ein wichtiges Kriterium das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen der EU sinken w&uuml;rde. Rein &ouml;konomisch, also jenseits zivilisatorischer Standards, w&auml;re die Ablehnung eines Beitritts eher aufseiten der EU zu vermuten, als bei der T&uuml;rkei. Unser Exportkapital w&auml;re nat&uuml;rlich daf&uuml;r, genauso wie bei der S&uuml;d- und Osterweiterung ist sie nur am problemlosen Zugang zu den M&auml;rkten interessiert. Einzelwirtschaftlich verst&auml;ndlich, gesamtwirtschaftlich fatal. Und zwar auch f&uuml;r die T&uuml;rkei, denn sie ist keineswegs der Konkurrenz aus der EU gewachsen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Chile: Ideologisch verbohrt<\/strong><br>\nKein anderes OECD-Land gibt so wenig f&uuml;r Schulen und Hochschulen aus wie Chile. Das f&ouml;rdert die Ungleichheit und den sozialen Ausschluss. Das Problem ist jedoch, dass der Pr&auml;sident, seine Umgebung und seine parlamentarische Basis aus ideologischen Gr&uuml;nden an ihrem Kurs festhalten und nicht zu jenem Minimum an Pragmatismus f&auml;hig sind, das dem Protest die Spitze nehmen w&uuml;rde. Gar nicht daran zu denken, dass die Ursachen der studentischen Aufs&auml;ssigkeit beseitigt w&uuml;rden. Die Ideologie Pi&ntilde;eras steht geistig und historisch jener der Pinochet-Diktatur ganz nahe: Es ist die Verherrlichung der Privatisierung als allein seligmachendem Mittel zur L&ouml;sung aller Probleme&hellip;<br>\nVerbl&uuml;ffenderweise wendet Chile 7,1 Prozent seines Bruttoinlandsproduktes f&uuml;r Bildung auf, ein volles Prozent mehr als der Durchschnitt der OECD-L&auml;nder. Aber diese Zahl dr&uuml;ckt bei genauem Hinsehen nur die Misere des chilenischen Bildungswesens aus. Denn den L&ouml;wenanteil dieser Ausgaben bestreiten die Privathaushalte, die Familien. In keinem anderen OECD-Land gibt der Staat so wenig f&uuml;r Schulen aus wie in Chile &ndash; 58,6 Prozent der Gesamtkosten. Noch d&uuml;rftiger ist die staatliche Beteiligung am Hochschulsystem: kl&auml;gliche 14,6 Prozent. Allein unter dem Aspekt der schulischen oder akademischen Leistung betrachtet, ist Chiles Bildungssystem nicht einmal schlecht. Bei der Pisa-Studie jedenfalls &uuml;berfl&uuml;geln Chiles Penn&auml;ler ihre Kollegen aus anderen s&uuml;damerikanischen L&auml;ndern, und Chiles Universit&auml;ten haben ein gutes Niveau. Wer darin jedoch allein das siegreiche Walten kapitalistischer Energien sieht, unterschl&auml;gt nat&uuml;rlich die krasse Ungleichheit und Ungerechtigkeit, die dem System staatlicher Verweigerung einbeschrieben ist. Ohne Geld keine Bildung &ndash; es gibt wenige L&auml;nder, in denen dieser brutale Satz so gerechtfertigt ist wie in Chile.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/analyse-ideologisch-verbohrt,1472602,16983468.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Jenseits von Fragen nach Gerechtigkeit und Verteilung wird, indem Chile seine &bdquo;Humankapitalbildung&ldquo; so vernachl&auml;ssigt, die Rohstoffabh&auml;ngigkeit des Land festgeschrieben. Auch sollte man nicht au&szlig;er Acht lassen, dass nicht nur die Regierung Pi&ntilde;eras, sondern auch die sozialistischen Regierungen Lagos und Bachelet das Bildungssystem nicht reformierten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Dem b&ouml;sen Staat das Handwerk legen<\/strong><br>\nDie Republikaner stehen ohne Leidenschaft zu ihrem Spitzenkandidaten. Er ist ihnen nicht radikal genug.<br>\nDer Journalist Joel Achenbach formulierte es in der Washington Post so: &bdquo;Ryan speist die volle Koffein-Dosis Ideologie in die Pr&auml;sidentschaftskandidatur ein.&ldquo; Im Kern hei&szlig;t diese Ideologie: Der Staat ist der Feind, der den B&uuml;rgern das Leben schwer macht. Drumherum drapiert sich die konservative Sehnsucht, die verhassten gesellschaftlichen Reformen der letzten Jahrzehnte irgendwie zur&uuml;ckzudrehen.<br>\nDas Recht auf Abtreibung? Noch vor zehn Jahren setzte sich Romney daf&uuml;r ein, Frauen die Wahl zu lassen. Nun steht ein striktes Abtreibungsverbot auf der republikanischen Agenda. Homoehe? Einst eierte Romney noch herum, als es um die Rechte gleichgeschlechtlicher Partnerschaften ging. Jetzt will er sich f&uuml;r ein verfassungsrechtliches Verbot einsetzen. Klimaschutz? Als Gouverneur von Massachusetts verhandelte Romney monatelang &uuml;ber ein regionales Emissionshandelssystem. Jetzt lehnt er es strikt ab und zweifelt wie Ryan &ouml;ffentlich am menschlichen Zutun zur globalen Erw&auml;rmung. Und so weiter: Obamas Gesundheitsreform? Widerrufen. Krankenversicherung f&uuml;r Senioren? Privatisieren. Steuern? Runter. Waffenrechte einschr&auml;nken? Niemals.<br>\nKurios an der Idee vom b&ouml;sen, krakenhaften Staat ist nur, dass sie bisweilen schon an der n&auml;chsten Ecke endet &ndash; in diesem Fall ein paar Meter vor dem Tampa Bay Times Forum. Dort hat der verp&ouml;nte Staat Barrikaden aufbauen lassen, um die Parteiveranstaltung zu sch&uuml;tzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/autoren\/verena-schmitt-roschmann\/dem-boesen-staat-das-handwerk-legen\">der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wenn nach einer Wahl Romney\/Ryan in Deutschland noch jemand das Wort &bdquo;Wertegemeinschaft&ldquo; in den Mund nimmt, sollte wissen was derjenige auch f&uuml;r Deutschland will, ohne es offen zu sagen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Das Letzte: Republikanische Werte<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.harmbengen.de\/Zeitungscartoons.html\">Harm Bengen<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-14300","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14300","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=14300"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14300\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":50266,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14300\/revisions\/50266"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=14300"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=14300"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=14300"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}