{"id":143065,"date":"2025-12-06T12:00:33","date_gmt":"2025-12-06T11:00:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=143065"},"modified":"2025-12-03T10:03:04","modified_gmt":"2025-12-03T09:03:04","slug":"blick-aus-dem-globalen-sueden-verstehen-wer-die-menschheit-gerettet-hat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=143065","title":{"rendered":"Blick aus dem Globalen S\u00fcden: \u201eVerstehen, wer die Menschheit gerettet hat\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Die EU-Au&szlig;enbeauftragte Kallas bezeichnete unl&auml;ngst den Sieg von Sowjetunion und China im Zweiten Weltkrieg als &bdquo;gef&auml;hrliches Narrativ&ldquo;. Sie ist nicht die Einzige in der EU, die diese Art Revisionismus betreibt. Das Tricontinental: Institute for Social Research kl&auml;rt nun mit seiner neuesten Studie, inmitten eines Netzes aus L&uuml;gen und Halbwahrheiten, auf: Wider dem Versuch, den Heroismus des Westens im Zweiten Weltkrieg zu preisen bei gleichzeitiger Negierung der entscheidenden Rolle der sowjetischen Armee im Sieg gegen Nazi-Deutschland und des ebenso entscheidenden Beitrags der chinesischen Kommunisten und Patrioten bei der Niederlage des militaristischen Japans. Von <strong>Vijay Prashad<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nLiebe Freunde,<\/p><p>herzliche Gr&uuml;&szlig;e vom Schreibtisch des <a href=\"https:\/\/thetricontinental.org\/\">Tricontinental: Institute for Social Research<\/a>.<\/p><p>Am 13. November haben wir auf dem Global South Academic Forum in Shanghai, China, unsere <a href=\"https:\/\/thetricontinental.org\/the-80th-anniversary-of-the-victory-in-the-world-anti-fascist-war\/\">neueste Studie<\/a> ver&ouml;ffentlicht: &bdquo;Der 80. Jahrestag des Sieges im Weltweiten Antifaschistischen Krieg &ndash; Verstehen, wer die Menschheit gerettet hat: Eine wiederherstellende Geschichte&ldquo;. Hier folgt eine &uuml;berarbeitete Fassung meiner Rede &bdquo;Zwei L&uuml;gen und eine gro&szlig;e Wahrheit&ldquo;, die ich zur Vorstellung der Studie gehalten habe.<\/p><p>Anfang August 1942 stellten die Sowjets in ganz Leningrad Lautsprecher auf. Die Stadt war seit &uuml;ber 300 Tagen belagert. Die Menschen hungerten. Der Dirigent Karl Eliasberg hielt das Leningrader Radio-Orchester am Laufen, indem er Proben abhielt und seine Musiker pers&ouml;nlich zu den Verpflegungsstellen brachte. Am 9. August versammelte Eliasberg die 15 &Uuml;berlebenden des Leningrader Rundfunkorchesters und holte dazu einige Mitglieder der Milit&auml;rkapellen in die Bolschoi-Philharmonie. Sie spielten Dmitri Schostakowitschs Sinfonie Nr. 7 (Leningrader Sinfonie) im Radio und &uuml;ber die &ouml;ffentlichen Lautsprecher.<\/p><p>Die Sinfonie besteht aus vier S&auml;tzen. Der Erste, ruhig und fast pastoral, erinnert an Leningrad vor dem Krieg. Der Zweite, aufgebaut um ein immer lauter werdendes Ostinato der Trommel, verweist auf die Invasion der Nazis. Der Dritte, angef&uuml;hrt von Streichern und Blasinstrumenten, beklagt das schreckliche Leid des sowjetischen Volkes, von dem Millionen bereits gestorben sind oder sterben. Der letzte Satz in C-Dur, laut und stolz, antizipiert den Sieg &uuml;ber das B&ouml;se des Faschismus.<\/p><p>Sie wussten es noch nicht, aber sie hatten noch nicht einmal die H&auml;lfte der Belagerung hinter sich. Vor ihnen lagen noch 536 Tage voller Hunger und Kampf. Es sagt einiges &uuml;ber die schiere Entschlossenheit der sowjetischen Bev&ouml;lkerung aus, dass sie die Symphonie inmitten der Belagerung auff&uuml;hrten und die Lautsprecher auf die Nazi-Linien gerichtet waren, damit auch die Deutschen sie h&ouml;ren konnten. Im sowjetischen Archiv findet sich ein Satz, der von einem Geheimdienstoffizier geschrieben wurde: &bdquo;Sogar der Feind h&ouml;rte schweigend zu. Sie wussten, dass es unser Sieg &uuml;ber die Verzweiflung war.&ldquo; Sp&auml;ter sagte ein deutscher Gefangener, dass die Symphonie &bdquo;ein Geist aus der Stadt war, den wir nicht t&ouml;ten konnten&ldquo;.<\/p><p>Unsere Studie zeigt, dass die sowjetische Rote Armee bei ihrem erstaunlichen Vorsto&szlig; durch Osteuropa 80 Prozent der Wehrmacht vernichtet hat. Als die westlichen Armeen sich den Grenzen Deutschlands n&auml;herten, war das Nazi-Regime bereits gescheitert.<\/p><p>Es war die sowjetische Rote Armee, die die meisten Menschen in Konzentrationslagern befreite, und es war die wissenschaftliche Vorgehensweise ihres Vormarsches, die die Verb&uuml;ndeten der Nazis in Osteuropa &ndash; wie beispielsweise die Rum&auml;nen &ndash; dazu zwang, zu kapitulieren und die Seite zu wechseln.<\/p><p>Der Grund, warum die Sowjetunion ihre gesamte St&auml;rke gegen die Nazis aufbieten konnte, war, dass die chinesischen Kommunisten und Patrioten die Ostflanke der Sowjetunion gegen Angriffe der japanischen Militaristen verteidigten. Mit unzureichenden Waffen k&auml;mpfend, f&uuml;gten sie den Japanern dennoch enormen Schaden zu, banden 60 Prozent ihrer Armee und hinderten sie daran, sich dem Ansturm der US-Truppen zu stellen, die von Insel zu Insel im Pazifik vorr&uuml;ckten.<\/p><p>H&auml;tten die Chinesen die japanischen Truppen nicht gebunden, w&auml;re die Sowjetunion gefallen, Nazi-Deutschland h&auml;tte Europa erobert und die US-Truppen h&auml;tten m&ouml;glicherweise die Schlachten von Saipan (1944) und Iwo Jima (1945) nicht gewonnen.<\/p><p>Die sowjetische Rote Armee und die chinesischen Kommunisten und Patrioten opferten gemeinsam zig Millionen von Menschenleben, um den Faschismus zu besiegen. Die genaue Berechnung ist in unserer Studie dargelegt und reicht von 50 Millionen bis 100 Millionen.<\/p><p>Im Mai 1945, als das Nazi-Regime zusammengebrochen war, war bereits klar, dass der japanische Militarismus auf dem Weg zur Kapitulation war. Es war f&uuml;r die USA nicht n&ouml;tig, im Juli 1945 die Trinity-Tests durchzuf&uuml;hren und Atombomben auf Hiroshima (6. August) und Nagasaki (9. August) abzuwerfen. Das immense Opfer der sowjetischen B&uuml;rger und der chinesischen Kommunisten und Patrioten machte den Einsatz dieser Massenvernichtungswaffe vermeidbar.<\/p><p>Dass die USA sie einsetzten, sagt uns mehr &uuml;ber die gewaltsame Missachtung menschlichen Lebens durch den Imperialismus. Und genau das sehen wir heute in Gaza.<\/p><p><strong>Die erste L&uuml;ge.<\/strong> Die westlichen Alliierten haben sich von Anfang an gegen die Faschisten gestellt und den Krieg gegen den Faschismus gewonnen.<\/p><p><strong>Die Wahrheit. <\/strong>Die westlichen Regierungen schickten ihre Armeen, um die Oktoberrevolution zu zerst&ouml;ren, von dem Moment an, als sie 1917 begann. Die sowjetische Regierung bat im Dezember 1917 um Frieden, aber Deutschland griff dennoch Finnland und die junge Sowjetrepublik an, was zu einer massiven Invasion der Alliierten f&uuml;hrte (mit Truppen aus den USA, Gro&szlig;britannien, Frankreich, Rum&auml;nien, Estland, Griechenland, Australien, Kanada, Japan und Italien).<\/p><p>Die Haltung der Alliierten geht klar aus den Schriften und Reden des britischen Politikers Winston Churchill hervor, der 1919 sagte, die Alliierten sollten &bdquo;die gemeine Affenbande des Bolschewismus&ldquo; vernichten. 30 Jahre sp&auml;ter sagte er, &bdquo;die Erstickung des Bolschewismus bei seiner Geburt w&auml;re ein unermesslicher Segen f&uuml;r die Menschheit gewesen&ldquo;.<\/p><p>In den 1930er- und 1940er-Jahren wollten die westlichen Regierungen, dass die faschistischen Regime Deutschlands und Italiens ihre Waffen gegen die Sowjetunion einsetzen und diese zerst&ouml;ren. Das war es, was &bdquo;Beschwichtigungspolitik&ldquo; (appeasement) bedeutete &ndash; dass sie mit Adolf Hitlers Antikommunismus &uuml;bereinstimmten und seine milit&auml;rische Aufr&uuml;stung zulie&szlig;en, solange sie sich gegen die Sowjetunion richtete.<\/p><p>Obwohl Gro&szlig;britannien und Frankreich Deutschland im September 1939 den Krieg erkl&auml;rten, taten sie in den folgenden Monaten nichts &ndash; eine Zeit, die als &bdquo;Phoney War&ldquo;, &bdquo;Dr&ocirc;le de guerre&ldquo; oder &bdquo;Sitzkrieg&ldquo; (in Anspielung auf &bdquo;Blitzkrieg&ldquo;) bekannt ist.<\/p><p>1941 marschierten Hitlers Armeen in die Sowjetunion ein.<\/p><p>Auf der Teheraner Konferenz von 1943 mussten die USA und Gro&szlig;britannien anerkennen, dass es die Rote Armee war, die den Faschismus zerst&ouml;rte. Im Namen von K&ouml;nig Georg VI. &uuml;berreichte Churchill dem sowjetischen Staatsf&uuml;hrer Josef Stalin ein Schwert aus Sheffield-Stahl, das &bdquo;Schwert von Stalingrad&rdquo; genannt wurde, um den Mut der sowjetischen B&uuml;rger zu ehren, die der Belagerung standhielten (bei der zwei Millionen Menschen ums Leben kamen) und die Nazis besiegten.<\/p><p>Aber die Alliierten brauchten noch ein weiteres Jahr, bevor sie 1944 in den Krieg in Europa eintraten. Zu diesem Zeitpunkt war das deutsche Milit&auml;r bereits von der Roten Armee (und durch die Luftangriffe der Alliierten) dezimiert worden. Die westlichen L&auml;nder traten in den Krieg ein, weil sie bef&uuml;rchteten, dass die Rote Armee in Deutschland einmarschieren und eine Position im Herzen Europas einnehmen w&uuml;rde.<\/p><p>F&uuml;r die westlichen Regierungen verlief der Hauptwiderspruch nicht zwischen Liberalismus und Faschismus, sondern zwischen dem imperialistischen (oder Kriegs-)Lager &ndash; zu dem sowohl die Faschisten als auch die Liberalen geh&ouml;rten &ndash; und dem sozialistischen (oder Friedens-)Lager. Dieser Widerspruch bestand von 1917 bis 1991, also w&auml;hrend der gesamten Dauer des Zweiten Weltkriegs &ndash; des Antifaschistischen Weltkriegs.<\/p><p><strong>Die zweite L&uuml;ge.<\/strong> Es waren die Opfer der USA im Pazifikkrieg und die Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki, die den japanischen Militarismus besiegten.<\/p><p><strong>Die Wahrheit. <\/strong>Der Weltkrieg gegen den Faschismus begann nicht, als Deutschland 1939 in &Ouml;sterreich einmarschierte. Er begann zwei Jahre zuvor in China, zur Zeit des Marco-Polo-Br&uuml;cken-Zwischenfalls (dem Zusammensto&szlig; im Juli 1937 in der N&auml;he von Peking, der den Beginn der umfassenden Invasion Japans in China markierte) und dauerte bis zum Ende des US-Krieges gegen Korea, der erst mit dem Waffenstillstand von 1953 beendet wurde.<\/p><p>Millionen mutiger Patrioten und Antifaschisten k&auml;mpften gegen den japanischen Militarismus, der die schlimmsten Kr&auml;fte der Ultrarechten in Korea und Indochina anzog. Als die USA im Dezember 1941 in den Krieg eintraten, banden die chinesischen Patrioten und Kommunisten &ndash; ebenso wie die nationalen Befreiungsarmeen in Indochina und S&uuml;dostasien &ndash; 60 Prozent der japanischen Truppen und machten sie unf&auml;hig, die Ostflanke der Sowjets anzugreifen. Die immensen Opfer der Hundert-Regimenter-Offensive im Jahr 1940, als General Zhu De 400.000 kommunistische Soldaten anf&uuml;hrte, um die japanische Infrastruktur in Nordchina (einschlie&szlig;lich 900 Kilometer Eisenbahnlinie) zu zerst&ouml;ren, sollten nicht vergessen werden.<\/p><p>Der verbreitete Mythos vom US-Marine, der auf die H&ouml;hen von Iwo Jima klettert, oder von der Atombombe, die die Japaner zur Kapitulation zwingt, ist allgegenw&auml;rtig. Dabei wird jedoch die Tatsache ausgeblendet, dass die Japaner bereits erheblich geschw&auml;cht waren, dass sie zur Kapitulation bereit waren und dass Hiroshima und Nagasaki keine milit&auml;rischen Ziele waren.<\/p><p>Was im August 1945 geschah, hatte mit milit&auml;rischer Strategie nichts zu tun: Es war eine reine Demonstration der Macht der USA, eine Botschaft an die Welt &uuml;ber die neue Waffe, die die USA entwickelt hatten, und eine Warnung an die Kommunisten in Asien, dass diese Waffe gegen sie eingesetzt werden k&ouml;nnte. Millionen asiatischer Arbeiter und Bauern, die starben, um den Faschismus zu besiegen &ndash; darunter auch meine Familienangeh&ouml;rigen in Burma &ndash;, wurden durch den Atompilz ausgel&ouml;scht. Er begann, in der Erinnerung der Menschen zu &uuml;berwiegen. Die Bombe, nicht die Menschen, die um jeden Zentimeter Land in S&uuml;dostasien gek&auml;mpft hatten, wurde zum Helden. Das ist die zweite L&uuml;ge.<\/p><p><strong>Die gro&szlig;e Wahrheit.<\/strong> Zwischen diesen beiden L&uuml;gen verbirgt sich eine gro&szlig;e Wahrheit, die in unserem kollektiven Ged&auml;chtnis begraben wurde: Der Faschismus ist die Negation von Souver&auml;nit&auml;t und W&uuml;rde, der h&auml;ssliche Zwilling des Kolonialismus. Es ist schwer, zwischen den beiden zu unterscheiden. Schlie&szlig;lich war Genozid ein konstitutives Merkmal der Kolonialherrschaft &ndash; man denke an die sechs Millionen Menschen, die im Kongo get&ouml;tet wurden, den V&ouml;lkermord an den Herero und Nama in S&uuml;dwestafrika durch Deutschland, den V&ouml;lkermord an den indigenen V&ouml;lkern Amerikas und die drei Millionen Bengalen, die 1943 verhungerten.<\/p><p>Nach der Niederlage des deutschen Faschismus und des japanischen Militarismus kehrten die Niederl&auml;nder, Franzosen und Briten mit ihren US-Verb&uuml;ndeten zur&uuml;ck, um Anspruch auf ihre Kolonien in Indonesien, Indochina und Malaya zu erheben. Die Gewalt dieser Kolonialkriege in den 1940er- und 1950er-Jahren ist monstr&ouml;s.<\/p><p>&Uuml;ber den Versuch der Niederl&auml;nder, Indonesien erneut zu kolonisieren, sagte der nationalistische Anf&uuml;hrer Sukarno: &bdquo;Sie nennen es <em>Polizeieinsatz<\/em>, aber unsere D&ouml;rfer brennen, unsere Menschen sterben und unsere Nation blutet f&uuml;r ihre Freiheit.&ldquo; Chin Peng, ein malaysischer Kommunist, &auml;u&szlig;erte sich &auml;hnlich: &bdquo;Wir haben uns erhoben, weil wir sahen, wie D&ouml;rfer hungerten und Stimmen durch Geld und Macht zum Schweigen gebracht wurden.&ldquo;<\/p><p>General Sir Gerald Templer, der den britischen Ausnahmezustand in Malaya leitete, sagte nach einer Rebellion, es sei ein &bdquo;Dorf von f&uuml;nftausend Feiglingen&ldquo; gewesen, und hungerte die Bewohner aus, indem er ihnen Reis vorenthielt.<\/p><p>D&ouml;rfer brannten. Dorfbewohner hungerten. Das war die Realit&auml;t des Versuchs, die Kolonien zur&uuml;ckzuerobern, und dann des US-Krieges gegen Korea. Als die USA ihre Operationen in Korea begannen, sagte Pr&auml;sident Harry Truman, seine Armee solle &bdquo;jede Waffe einsetzen, die wir haben&ldquo; &ndash; eine erschreckende Bemerkung angesichts des Einsatzes von Atomwaffen in Japan. Aber es gab keinen Bedarf f&uuml;r eine Atombombe, da die Luftangriffe die St&auml;dte Nordkoreas ausradierten. Wie Generalmajor Emmett O&rsquo;Donnell 1951 dem US-Senat sagte: &bdquo;Alles ist zerst&ouml;rt. Es gibt nichts mehr, was diesen Namen verdient. Es gab keine weiteren Ziele in Korea.&ldquo; Das war ihre Haltung: Faschismus oder Kolonialismus &ndash; such dir etwas aus.<\/p><p>Die westlichen Kolonialisten lie&szlig;en faschistische Elemente in Japan, Korea, Indochina und anderen L&auml;ndern wieder aufleben und verb&uuml;ndeten sich mit ihnen, um eine internationale Achse gegen Arbeiter, Bauern und Kommunisten zu st&auml;rken. Dies offenbart, dass die westlichen Kolonialisten keineswegs antifaschistisch waren. Ihr wahrer Feind war die M&ouml;glichkeit, dass Arbeiter und Bauern Klarheit und Selbstvertrauen entwickeln und sich f&uuml;r eine sozialistische Zukunft entscheiden w&uuml;rden.<\/p><p>Die gro&szlig;e Wahrheit ist, dass es die sowjetische Rote Armee und die chinesischen Kommunisten und Patrioten waren, die Nazi-Deutschland und das militaristische Japan <em>tats&auml;chlich<\/em> besiegt haben. Es waren diese Kr&auml;fte, die die gr&ouml;&szlig;ten Opfer im Kampf gegen den Faschismus gebracht haben und die enge Beziehung zwischen Faschismus, Kapitalismus und Kolonialismus verstanden haben. Man kann nicht antifaschistisch sein und gleichzeitig f&uuml;r Kolonialismus oder Kapitalismus eintreten. Das ist einfach unm&ouml;glich. Das sind v&ouml;llig gegens&auml;tzliche Richtungen.<\/p><p>Meine Gedanken sind immer noch in Leningrad im August 1942. Erinnern Sie sich an das Orchester und Schostakowitschs <em>Sinfonie Nr. 7<\/em>. Die Nazi-Truppen umzingeln die Stadt. Alles ist still. Dann beginnt die Musik. Sie dauert eine Stunde lang. Und dann h&ouml;rt die Musik auf.<\/p><p>Mit herzlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nVijay<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist der <a href=\"https:\/\/thetricontinental.org\/newsletterissue\/ww2-communism-fascism\/\">48. Newsletter des Tricontinental: Institute for Social Research<\/a>, aus dem Englischen &uuml;bersetzt von <strong>Marta Andujo<\/strong>.<\/em><\/p><p><small>Titelbild: DmyTo \/ Shutterstock<\/small><\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<strong>Mehr zum Thema:<\/strong>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=142966\">Blick aus dem Globalen S&uuml;den: Hat die Generation Z keine politischen Bez&uuml;ge?<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=142057\">Blick aus dem Globalen S&uuml;den: Der Sudan braucht Frieden &ndash; jetzt<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=141577\">Blick aus dem Globalen S&uuml;den: Die Welt finanziert das US-Defizit<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=130881\">Der Globale Norden hat im IWF neunmal mehr Stimmrecht als der Globale S&uuml;den<\/a>\n<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die EU-Au&szlig;enbeauftragte Kallas bezeichnete unl&auml;ngst den Sieg von Sowjetunion und China im Zweiten Weltkrieg als &bdquo;gef&auml;hrliches Narrativ&ldquo;. 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