{"id":14313,"date":"2012-09-03T08:26:49","date_gmt":"2012-09-03T06:26:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14313"},"modified":"2012-09-03T08:26:49","modified_gmt":"2012-09-03T06:26:49","slug":"hinweise-des-tages-1710","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14313","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (KR\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14313#h01\">Altersarmut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14313#h02\">Steuerhinterziehung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14313#h03\">Krise als Versprechen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14313#h04\">Spence und Brady &ndash; Was macht Regierungen handlungsunf&auml;hig?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14313#h05\">Einzelhandelsumsatz im Juli 2012 real um 1,0 % gegen&uuml;ber Vorjahr gesunken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14313#h06\">OECD-&Ouml;konom pl&auml;diert f&uuml;r Anleihek&auml;ufe der EZB<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14313#h07\">180.000 Jobs in Italien sind gef&auml;hrdet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14313#h08\">Bielefelder Appell &ndash; Die Pflege wird zum Pflegefall &ndash; Appell f&uuml;r mehr Menschlichkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14313#h09\">Offshore-Industrie in Bremerhaven: Viel Wind, wenig Arbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14313#h10\">Der Schlachthof Europas<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14313#h11\">UPS: Stempeln beim WC-Gang<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14313#h12\">Strategische &Uuml;berwachung Die Ortungswanze in der Tasche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14313#h13\">Andrea Ypsilanti: Linke Litanei &ndash; ein Versuch einer Einordnung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14313#h14\">Lafontaine: &bdquo;Politik ist kein Kindergarten&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14313#h15\">Dutch embrace radical left as European dream sours<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14313#h16\">Berliner Gemeinschaftsschulen &ndash; Zusammen was erreicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14313#h17\">Einsatzgebiet Klassenzimmer &ndash; die Bundeswehr in der Schule<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14313#h18\">DGB:  Die 7-Tage-Regelung muss weg<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14313&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Altersarmut<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Zahlen des Sozialministeriums: Armutsrisiko deutscher Rentner steigt dramatisch<\/strong><br>\nSozialministerin Ursula von der Leyen erh&ouml;ht den Druck. Im Kampf gegen die Altersarmut &ndash; und f&uuml;r die von ihr vorgeschlagene Zusatzrente. Seit Monaten streitet die CDU-Politikerin f&uuml;r ihren Vorschlag, gegen den Widerstand der FDP und von Kabinettskollegen. Jetzt will die Ministerin mit dramatischen Zahlen belegen, wie gro&szlig; der Handlungsbedarf ist. Die Zahlen sind in der Tat alarmierend: Demnach erhielten ab dem Jahr 2030 selbst Arbeitnehmer, die 2500 Euro brutto im Monat verdient und 35 Jahre Vollzeit gearbeitet haben, nur eine Rente in H&ouml;he des Grundsicherungsbetrags von 688 Euro. Wer genauso lang 2900 Euro verdient hat, muss mit weniger als 800 Euro auskommen. Wenn eine l&auml;ngere Lebensarbeitszeit zugrunde gelegt werde, s&auml;hen die Zahlen nicht viel besser aus. Bei 40 Jahren Beitragszahlung m&uuml;sse ein Arbeitnehmer demnach konstant mindestens 2200 Euro im Monat verdienen, um auf einen Rentenanspruch in H&ouml;he der Grundsicherung zu kommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/zahlen-des-sozialministeriums-armutsrisiko-deutscher-rentner-steigt-dramatisch-1.1456480\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wenn die Ministerin wirklich meint, durch solche Meldungen ihre Zusatzente durchzubekommen, geht sie ein hohes Risiko ein. Denn vor allem wird eines klar: All die trickreichen Manipulationen an der umlagefinanzierten Rente hatten keineswegs das Ziel, k&uuml;nftigen Generationen eine lebenswerte Existenz im Alter zu sichern, sondern dienten den Politikern vor allem, sich aus der Verantwortung zu stehlen &ndash; nur dass sich die als L&ouml;sung angedachte kapitalgedeckte Rente inzwischen in diversen Finanzkrisen erledigt hat. Inzwischen kann jeder, der sich etwas mit dem Thema besch&auml;ftigt, sehen, dass der Umbau der des umlagefinanzierten Systems &uuml;ber die Rentenanpassungsformel, insbesondere &uuml;ber den sogenannten Nachhaltigkeitsfaktor, in ein Desaster m&uuml;nden. Es war allerdings nicht nur die Kapitalmarktgl&auml;ubigkeit der Schr&ouml;dergeneration, die Probleme beginnen bereits mit der unser&ouml;sen (gewollten?) Berechnung des demographischen Wandels. &ldquo;Die offiziellen Geburtenraten (sog. &bdquo;zusammengefasste Geburtenziffer&ldquo;) untersch&auml;tzen die Geburtenneigung, da sie nicht die endg&uuml;ltige Zahl der Kinder angeben, die ein Frauenjahrgang in seinem Leben gebiert, sondern einen vorab berechneten k&uuml;nstlichen Wert (f&uuml;r 2010: 1,46 Ost und 1,39 West)&rdquo; meldete im September 2011 das Max-Planck-Institut f&uuml;r demografische Forschung (MPIDR). Die Zahl der Geburten pro Frau in Deutschland f&uuml;r die <a href=\"http:\/\/www.demogr.mpg.de\/cgi-bin\/cms\/pages.plx?t=cgi&amp;id=2254&amp;l=de\">Jahre von 2001 bis 2008 liegt nach Berechnungen des Instituts bei etwa 1,6.<\/a><\/em><\/p>\n<p><em>&bdquo;Die Geburtsjahrg&auml;nge um 1970 scheinen die Trendwende zu markieren&ldquo;, sagt der an der Untersuchung beteiligte Joshua Goldstein. Zwar seien die Vorausberechnungen f&uuml;r Jahrg&auml;nge nach 1970 mit einiger Unsicherheit behaftet. Die Trendumkehr sei jedoch sehr wahrscheinlich.<\/em><br>\n<em>Die heutige Generation der jungen Erwachsenen wird aufgrund ideologischer Verblendung und einer fragw&uuml;rdigen Datenlage rentenpolitisch verheizt. Die geplante Zusatzrente von Frau von der Leyen &auml;ndert nichts an der prinzipiellen Zerst&ouml;rung der in unsicheren Zeiten und Welten allein funktionierende umlagefinanzierten Rente. Die Antwort kann, neben einer besseren Arbeitsmarktpolitik (Mindestlohn) nur in einer System&auml;nderung liegen &ndash; z.B in einer  B&uuml;rgerversicherung im Sinne der ersten S&auml;ule des Schweizer Rentensystems: Jeder, ob Arbeitnehmer, Selbstst&auml;ndiger, Beamter, Beamte, und jene B&uuml;rger, die allein von Verm&ouml;gen leben, muss einzahlen &ndash; ohne Beitragsbemessungsgrenze. Nehmen wir einen Beitragssatz von 16 Prozent, so m&uuml;sste ein Einkommensmillion&auml;r 160.000 Euro in die Rentenkasse einzahlen. (Die dritte S&auml;ule des Schweizer Systems kann man getrost in der Pfeife rauchen). &ndash; Es bleibt die Frage, wie es &uuml;berhaupt dazu kommen konnte, dass die sich anbahnende Katastrophe so ignoriert wurde. Ist die Kapitalh&ouml;rigkeit, ist das Kurzfristdenken, die gedankliche Tr&auml;gheit unserer Politiker so ausgepr&auml;gt? Oder kann es sogar daran liegen, dass die  Abgeordneten im Bundestag mehrheitlich Beamte sind? Sie erhalten ja zwischen 72 und 73 % Ihres letzten Gehalts als Pension.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wie in der Anstalt &ndash; Von der Leyen und die Altersarmut<\/strong><br>\n[&hellip;] Au&szlig;erhalb der Anstalt h&auml;tte die Ministerin die Fakten zur Kenntnis nehmen k&ouml;nnen. Seit 2001 jagt eine Rentenreform die n&auml;chste. Alle hatten den erkl&auml;rten Zweck, die Renten abzusenken, weil ausk&ouml;mmliche Renten f&uuml;r alle aus &raquo;demographischen Gr&uuml;nden&laquo; angeblich nicht mehr zu leisten w&auml;ren. Bei dieser Zerschlagung des Sozialstaates versuchten sich, mit Ausnahme der Linkspartei, alle im Bundestag vertretenen Parteien gegenseitig zu &uuml;bertreffen, und begonnen hatte damit die sogenannte rot-gr&uuml;ne Regierung unter Gerhard Schr&ouml;der. Im gleichen Ma&szlig;e, wie diese Herrschaften den Leuten ihre Renten wegnehmen, erh&ouml;hen sie sich ihre eigenen, selbstverst&auml;ndlich ohne daf&uuml;r auch nur einen Cent in die Kassen einzubezahlen. Aber was noch viel schlimmer ist: Sie lieferten die Rentenversicherung teilweise privaten, gewinnorientierten Versicherungskonzernen aus, die seither damit ihren Reibach machen. Die Linkspartei, die Gewerkschaften, die Sozialverb&auml;nde sowie die ernst zu nehmenden Politik- und Sozialwissenschaftler haben vom ersten Tag an erkl&auml;rt, da&szlig; diese Entwicklung direkt in die massenhafte Verbreitung von Altersarmut f&uuml;hrt und daf&uuml;r auch belastbare Zahlen vorgelegt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/09-03\/040.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Frau von der Leyen und die Rente<\/strong><br>\n[&hellip;] Ihre Sorge um die Geringverdiener ist r&uuml;hrend. Nur war die Riester-Rente zu keinem Zeitpunkt f&uuml;r diese Gruppe vorgesehen. Die Gesetzliche Rentenversicherung wurde von einem System der Lebensstandardsicherung auf ein Grundsicherungsmodell umgestellt. Es ging nicht darum, den niedrigen Einkommensgruppen durch private Vorsorge diese Grundsicherung zu erm&ouml;glichen. Die Vorstellung, dass diese Gruppen einen entsprechenden Kapitalstock ansparen k&ouml;nnten, war und ist grotesk. Nur hatte der deutsche konservative Sozialstaat immer eine Achillesferse: Er orientierte als Versicherungsmodell auf die individuelle Lebensleistung, um die soziale Differenzierung in den staatlichen Sicherungssystemen abzubilden. Er benachteiligte wegen seiner geringen Umverteilungswirkung schon immer Geringverdiener &ndash; und Gruppen, die nicht unter dem Schutz des Tarifvertraglichen Normalarbeitsverh&auml;ltnisses standen. Die Einf&uuml;hrung &ndash; und staatliche Subventionierung &ndash; der privaten Vorsorge sollte daher nur eines leisten: Die Einkommensverluste der h&ouml;heren Einkommensgruppen in der Gesetzlichen Rentenversicherung kompensieren. Es war die Konsequenz einer Rentenpolitik, die sich von der Lebensstandardsicherung verabschiedet hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiesaussieht.de\/2012\/09\/02\/frau-von-der-leyen-und-die-rente\/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=frau-von-der-leyen-und-die-rente\">Wiesaussieht<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Steuerhinterziehung<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Sinnlose Entwaffnung<\/strong><br>\nIm Profilierungswettbewerb, Einzeldisziplin Recht und Gerechtigkeit, hat Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) jetzt also wieder vorgelegt: Sie fordert, den Ankauf von Steuer-CDs k&uuml;nftig unter Strafe zu stellen. Das ist suboptimal. [&hellip;]<br>\nDer neuerliche Streit ist ziemlich sinnlos, denn in der juristischen Bewertung der Steuer-CD-Ank&auml;ufe sollte sich in den vergangenen Jahren nicht so viel ge&auml;ndert haben. Das Bundesverfassungsgericht hat 2010 zumindest schon mal klargemacht, dass der deutsche Staat auch Informationen nutzen darf, die urspr&uuml;nglich rechtswidrig erlangt wurden. Das muss die Justizministerin zwar nicht daran hindern, mit einem Verbot vorzupreschen, sollte aber Zweifel an den von ihr ge&auml;u&szlig;erten &ldquo;nicht nur ethisch-moralischen, sondern auch juristischen&rdquo; Bedenken wecken. Der Graubereich, von dem die Ministerin spricht, ist zwar real, aber solange der Staat hier nicht zum Rechtsbruch anstiftet oder Bankmitarbeiter wie Agenten f&uuml;hrt, ist er akzeptabel. Heute genauso wie vor zwei Jahren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:steuerstreit-sinnlose-entwaffnung\/70084868.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=\/politik\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>FDP sch&uuml;tzt Kriminelle<\/strong><br>\nIm Fr&uuml;hjahr dieses Jahres sch&auml;tzte das Internetportal taxjusticenetwork f&uuml;r die Bundesrepublik: Dort werden die Steuern j&auml;hrlich um 215 Milliarden US-Dollar (umgerechnet etwa 171 Milliarden Euro) verk&uuml;rzt. Deutschland nahm damit gemessen am Umfang der Hinterziehung weltweit Platz f&uuml;nf hinter USA, Brasilien, Italien und Ru&szlig;land ein. Es handelt sich um einen Betrag, bei dem die Freundschaft mit Politikern aufh&ouml;rt, die nicht spuren.<br>\nAm Wochenende warf sich daher Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) f&uuml;r die Steuerbetr&uuml;ger in die Bresche. Sie will den Ankauf von Daten deutscher Steuerhinterzieher im Ausland unter Strafe stellen. Der Rheinischen Post sagte sie: &raquo;Das ist auch unabh&auml;ngig von Steuer-CDs heute ein wichtiges Thema, weil in unserer vernetzten Welt Daten wirtschaftlichen Wert repr&auml;sentieren und in dieser Hinsicht genauso gesch&uuml;tzt werden m&uuml;ssen wie andere kommerziell verwertbare G&uuml;ter.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/09-03\/060.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Ausgefallene Methoden erlauben<\/strong><br>\n[&hellip;] Sinnvoller w&auml;re es allerdings, den Ankauf illegal kopierter Steuerdaten ausdr&uuml;cklich zu erlauben &ndash; jedenfalls dann, wenn die Daten aus einem Land stammen, dessen Beh&ouml;rden bei der Bek&auml;mpfung der Steuerhinterziehung so unzureichend kooperieren wie die der Schweiz. Wenn Schweizer Banken die Beihilfe zur Steuerhinterziehung als Gesch&auml;ftsmodell betrachten, dann m&uuml;ssen auch unkonventionelle Ma&szlig;nahmen erlaubt werden &ndash; zumal der Handel mit illegal kopierten Daten von Straft&auml;tern kein allzu schwerwiegendes Delikt ist.<br>\nAuch bei der Kronzeugenregelung oder der Zusammenarbeit mit V-Leuten kooperiert der Staat mit Straft&auml;tern, um andere Delikte aufkl&auml;ren zu k&ouml;nnen. In bestimmten Kriminalit&auml;tsfeldern muss das leider sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!100842\/\">taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Krise als Versprechen<\/strong><br>\nWas denken, w&uuml;nschen, kritisieren oder prognostizieren europ&auml;ische Intellektuelle? Wie sch&auml;tzen sie die Zukunft ein? Gibt es trotz verschiedener Staatsangeh&ouml;rigkeit &Uuml;bereinstimmungen?<br>\nSechzehn Autoren aus den Euro-L&auml;ndern berichten &uuml;ber die Lage in ihren L&auml;ndern, &uuml;ber Einstellungen, das Verh&auml;ltnis zu den politischen Lagern, geben Echo auf die deutsche Kakophonie (&ldquo;Pardon wird nicht gegeben!&rdquo;) &ndash; oder &auml;u&szlig;ern naheliegende und deshalb um so unwahrscheinlichere Hoffnungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/carta.info\/47853\/krise-als-versprechen\/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+carta-standard-rss+%28Carta%29\">Carta<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Spence und Brady &ndash; Was macht Regierungen handlungsunf&auml;hig?<\/strong><br>\nDie Eliten im Staat, in der Wirtschaft, in der Finanzwelt und an den Universit&auml;ten genie&szlig;en kein Vertrauen mehr. Dieser Mangel an Vertrauen mag in einem bestimmten Ma&szlig; gesund sein. Viele Umfragen weisen aber darauf hin, dass das Vertrauen zu schnell schwindet. Das ist mit Sicherheit ein Hinweis darauf, dass die Bev&ouml;lkerung nur ungern Zust&auml;ndigkeiten delegiert, um durch das ungewisse globale Wirtschaftsumfeld zu navigieren.<br>\nEin Vertrauensverlust hat m&ouml;glicherweise viele Ursachen, einschlie&szlig;lich mangelnder Kompetenz: Zentralbanken, Regulatoren, Marktteilnehmer, Ratingagenturen und &Ouml;konomen haben die zunehmenden Systemrisiken in den Jahren vor der aktuellen Krise nicht erkannt. Ganz zu schweigen davon, dass sie keine angemessenen Korrektivma&szlig;nahmen in die Wege geleitet haben. Aber ein wichtigerer Grund ist der Verdacht, dass Eliten ihre eigenen Interessen &uuml;ber die gemeinsamen gesellschaftlichen Werte stellen.<br>\nBehauptungen, unsere Spitzenpolitiker, Institutionen, Analysen oder politischen Instrumente seien nicht in der Lage, die aktuellen Aufgaben zu bew&auml;ltigen, enthalten sicherlich ein K&ouml;rnchen Wahrheit. Aber das tiefer liegende Problem ist eine Zerr&uuml;ttung von Werten und Zielen, eine Schw&auml;chung des sozialen Zusammenhalts. Um sie wiederherzustellem, werden Analysten, Politiker, Unternehmer und Gruppen der Zivilgesellschaft ben&ouml;tigt. Sie m&uuml;ssen Ursachen erforschen, die Verantwortung f&uuml;r Fehler &uuml;bernehmen sowie flexible und gerechte L&ouml;sungen verfolgen. Insbesondere m&uuml;ssen sie erkl&auml;ren, dass schwerwiegende Probleme nicht &uuml;ber Nacht gel&ouml;st werden k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:top-oekonomen-spence-und-brady-was-macht-regierungen-handlungsunfaehig\/70080572.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Einzelhandelsumsatz im Juli 2012 real um 1,0 % gegen&uuml;ber Vorjahr gesunken<\/strong><br>\nDie Einzelhandelsunternehmen in Deutschland setzten nach vorl&auml;ufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Juli 2012 nominal 1,1 % mehr und real 1,0 % weniger um als im Juli 2011. Beide Monate hatten jeweils 26 Verkaufstage. Im Vergleich zum Juni 2012 ist der Umsatz im Juli kalender- und saisonbereinigt (Verfahren Census X-12-ARIMA) nominal um 1,3 % und real um 0,9 % gesunken.<br>\nDer Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getr&auml;nken und Tabakwaren setzte im Juli 2012 nominal 0,2 % mehr und real 2,8 % weniger um als im Juli 2011. Dabei lag der Umsatz bei den Superm&auml;rkten, SB-Warenh&auml;usern und Verbraucherm&auml;rkten nominal um 0,4 % h&ouml;her und real um 2,7 % niedriger als im Vorjahresmonat. Im Facheinzelhandel mit Lebensmitteln wurde nominal 1,3 % und real 4,2 % weniger als im Juli 2011 umgesetzt.<br>\nIm Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln waren die Ums&auml;tze im Juli 2012 nominal (+ 0,6 %) und real (+ 0,2 %) h&ouml;her als im Juli 2011. Hier lag der Umsatz in drei der sechs Unterbranchen nominal und real &uuml;ber dem Wert des Vorjahresmonats.<br>\nVon Januar bis Juli 2012 wurde im deutschen Einzelhandel nominal 2,7 % und real 0,6 % mehr umgesetzt als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2012\/08\/PD12_300_45212.html\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Da lesen und h&ouml;ren wir st&auml;ndig, wie der private Konsum steige und zum sog. &bdquo;Aufschwung&ldquo; beitrage. Der Einzelhandelsumsatz ist einer der wichtigsten Indikatoren f&uuml;r eine Volkswirtschaft, vor allem f&uuml;r die Binnennachfrage. Der <a href=\"http:\/\/www.badische-zeitung.de\/kommentare-1\/stagnation-beim-konsum-der-falsche-aufschwung--47154009.html\">Konsum stagniert seit Jahren nahezu<\/a>. Wer da behauptet, der deutsche Aufschwung sei auch von der Inlandsnachfrage angesto&szlig;en oder Deutschland sei die wirtschaftliche Lokomotive in Europa der bel&uuml;gt sich und andere.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>OECD-&Ouml;konom pl&auml;diert f&uuml;r Anleihek&auml;ufe der EZB<\/strong><br>\nDie Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat sich f&uuml;r Anleihek&auml;ufe der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) ausgesprochen. &ldquo;Ich denke, es ist nun der Zeitpunkt gekommen, an dem die europ&auml;ischen Beh&ouml;rden zu einer L&ouml;sung kommen m&uuml;ssen&rdquo;, sagte der Chefvolkswirt der in Paris ans&auml;ssigen Organisation, Pier Carlo Padoan, im amerikanischen Jackson Hole in Wyoming.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1345165909874\/OECD-Oekonom-plaediert-fuer-Anleihekaeufe-der-EZB\">derStandard.at<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>180.000 Jobs in Italien sind gef&auml;hrdet<\/strong><br>\nDie italienischen Gewerkschaften warnen vor einem &ldquo;hei&szlig;en Herbst&rdquo; in Italien. 180.000 Jobs sind in der Industrie gef&auml;hrdet. Beim Autobauer Fiat, beim US-Stahlkonzern Alcoa sowie beim Billigflieger Wind Jet seien tausende Jobs gef&auml;hrdet, warnen die Gewerkschaften, die in den n&auml;chsten Wochen mit einer Welle von Streiks und Protesten rechnen. Am Mittwoch startet die Regierung Monti eine Konsultationsrunde mit den Sozialpartnern, um ein Paket zur F&ouml;rderung der Besch&auml;ftigung zu entwerfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1345165897196\/180000-Jobs-gefaehrdet\">derStandard.at<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Bielefelder Appell &ndash; Die Pflege wird zum Pflegefall &ndash; Appell f&uuml;r mehr Menschlichkeit<\/strong><br>\nZu kritisieren ist eine Politik,\n<ul>\n<li>die insbesondere durch ungerechte Steuergesetzgebung seit Jahren die kommunalen Haushalte, von denen die Finanzierung unserer Dienste und Einrichtungen weitgehend abh&auml;ngen, handlungsunf&auml;hig macht,<\/li>\n<li>die ohne R&uuml;cksicht auf die Folgen f&uuml;r alte, kranke, sozial geschw&auml;chte oder behinderte Menschen in den sozialen Bereichen spart,<\/li>\n<li>die die Einrichtungen des Sozial- und Gesundheitsbereichs &ouml;konomisch stranguliert und sie den Prinzipien von Wettbewerb und Konkurrenz unterwirft,<\/li>\n<li>die daf&uuml;r verantwortlich ist, dass den Besch&auml;ftigten Tariflohnsteigerungen verwehrt werden, die einen Reallohnverlust verhindern&hellip;<\/li>\n<\/ul>\n<p>Es besteht die Gefahr, dass die Mitarbeitenden in Pflege, Betreuung und Begleitung die Menschen aus dem Blick verlieren und sie nicht mehr verantwortungsvoll begleiten k&ouml;nnen. Die &Uuml;berlastungsanzeigen aus den Einrichtungen und Diensten, mit denen wir konfrontiert werden, weisen darauf hin, dass Mitarbeitende die Verantwortung f&uuml;r ihr Handeln nicht mehr &uuml;bernehmen k&ouml;nnen und nicht mehr &uuml;bernehmen wollen. Sie reagieren mit dem einzigen ihnen gesetzlich zur Verf&uuml;gung stehenden Mittel: sie geben die Verantwortung an ihre Leitung zur&uuml;ck und dokumentieren damit: Wir k&ouml;nnen unter diesen personellen Zust&auml;nden keine verantwortungsvolle Arbeit leisten.<br>\nBegleitung, Betreuung und Pflege k&ouml;nnen nicht nach &ouml;konomischen Kriterien und nicht nach Modellen des Wettbewerbs und der Profitmaximierung ausgerichtet werden, wie sie in der der freien Wirtschaft bekannt sind. Hier geht es um eine gesellschaftliche Aufgabe, finanziert von der Gemeinschaft der Beitragszahlenden, von sozialen Leistungen, die von Menschen an Menschen erbracht werden, die alt, krank, sozial benachteiligt oder behindert und hilfebed&uuml;rftig sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.soltauer-impulse.culturebase.org\/\">Bielefelder Appell von einundzwanzig Mitarbeitendenvertretungen und Betriebsr&auml;ten<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Offshore-Industrie in Bremerhaven: Viel Wind, wenig Arbeit<\/strong><br>\nMehr als 15 Prozent Arbeitslosigkeit &ndash; und gleichzeitig k&ouml;nnen Unternehmen ihre freien Stellen nicht besetzen. Am Beispiel der boomenden Windenergiebranche in Bremerhaven zeigt sich, was am deutschen Arbeitsmarkt schiefl&auml;uft.<br>\nDie vergangenen Jahre waren f&uuml;r Marc Wiedmann eine Achterbahnfahrt. Nach Studium plus Ausbildung nur befristete Vertr&auml;ge und Aushilfsjobs, zwischendurch immer wieder arbeitslos. Eines Tages las er in der Zeitung von einer Windenergie-Weiterbildung f&uuml;r Quereinsteiger. Wiedmann bewarb sich, pendelte monatelang zwischen Techniktraining, Lehrwerkstatt und Klassenzimmer. Heute arbeitet der 40-J&auml;hrige als Monteur in einer riesigen Produktionshalle in Bremerhaven. Er fertigt dort Getriebe f&uuml;r Windr&auml;der, die sich bald &uuml;ber dem Meer drehen sollen.<br>\n[&hellip;]<br>\nReichlich offene Stellen &ndash; die aber nicht zu den schlecht ausgebildeten Langzeitarbeitslosen passen. Wachstumsstarke Unternehmen, die viel einstellen &ndash; aber wenig ausbilden. Und mit Subventionen gef&ouml;rderte Jobs &ndash; die h&auml;ufig mit billigen Zeitarbeitern besetzt werden. Kein Wunder, dass die Arbeitnehmerkammer urteilt: Offshore in Bremerhaven sei ein Wachstumsmotor und gleichzeitig ein &ldquo;besch&auml;ftigungspolitisches Sorgenkind&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/windenergie-nuetzt-arbeitsmarkt-in-bremerhaven-wenig-a-846858.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung des NDS-Lesers J.A.:<\/strong> Immerhin werden die Schuldigen klar benannt: die Politik, die die Exzesse in der Leiharbeit zul&auml;sst und hoch subventioniert; die Bundesregierung, die die Gelder f&uuml;r Weiterbildung skandal&ouml;s k&uuml;rzt; und die Unternehmen, die alles nur billig vom Staat geliefert haben wollen und selber nicht investieren.<\/em><br>\n<em>Und der Artikel f&auml;ngt gut an: Studium plus Ausbildung und anschlie&szlig;end trotz hoher Motivation &ldquo;nur befristete Vertr&auml;ge und Aushilfsjobs, zwischendurch immer wieder arbeitslos&rdquo; &ndash; das widerspricht diametral der Propaganda vom Fachkr&auml;fte- und Akademikermangel.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Der Schlachthof Europas<\/strong><br>\nDie hiesige Fleischindustrie boomt wie nie. Die Folgen d&uuml;rften nicht nur Tierfreunde ver&auml;rgern. Deutschland ist zu einem Eldorado des Lohndumpings geworden. Der Bund f&uuml;r Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) wirft Branche und Regierung eine &raquo;aggressive Exportstrategie&laquo; vor. Tierschutzstandards w&uuml;rden verw&auml;ssert, gesetzliche Restriktionen gelockert. Deutschland hat sich in weniger als zehn Jahren vom Fleischimporteur zur f&uuml;hrenden Exportmacht Europas gemausert. Bei der Schlachtung von Schweinen liegt die BRD nur noch hinter China und den USA. &Auml;hnlich wichtig f&uuml;r den Boom sind die niedrigen Lohnkosten. &raquo;Deutschland behauptet seine seit Jahren st&auml;rker werdende Position mit dem Einsatz von Billiglohnkr&auml;ften in Werkvertr&auml;gen aus Mittel- und Osteuropa&laquo;, sagt Maiweg. Fest angestellte Besch&auml;ftigte werden immer seltener. Schlachtung und Verarbeitung werden nahezu komplett von Werkvertragsfirmen oder Leiharbeitern erledigt. Bei der vom Schalker Clubbo&szlig; Conrad T&ouml;nnies gef&uuml;hrten &raquo;T&ouml;nnies Lebensmittel GmbH &amp; Co. KG&laquo; etwa sollen nach NGG-Angaben lediglich zehn Prozent der Belegschaft fest angestellt sein. Mit der Erweiterung der Europ&auml;ischen Union nach Osten gilt die sogenannte Dienstleistungsfreiheit. Ein Unternehmer in Polen oder Ungarn darf v&ouml;llig legal etwa einem Schlachthof in Deutschland anbieten, eine bestimmte Menge Fleisch in einer bestimmten Zeit zu einer bestimmten Menge Wurst zu verarbeiten. Seine Besch&auml;ftigten verrichten ihr Werk im deutschen Betrieb, f&uuml;r sie gelten aber Arbeitsrecht und Lohnniveau des Entsendelandes.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/08-31\/019.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>UPS: Stempeln beim WC-Gang<\/strong><br>\nSeit Jahren liegt die Gesch&auml;ftsleitung der s&uuml;dwestdeutschen Hauptumschlagbasis des US-Logistikkonzerns United Parcel Service (UPS) im Clinch mit dem &ouml;rtlichen Betriebsrat. Mehr als 300 Mal trafen sich beide Seiten vor dem Arbeitsgericht. Grund hierf&uuml;r sind nach Ansicht von Ramazan Bayram, Sekret&auml;r der Internationalen Transportarbeiter F&ouml;deration (ITF), &raquo;die skandal&ouml;sen Managementmethoden, bei denen Besch&auml;ftigtenrechte mit F&uuml;&szlig;en getreten werden&laquo;. Die ITF &ndash; der internationale Zusammenschlu&szlig; der Transportgewerkschaften, dem auch ver.di angeh&ouml;rt &ndash; weist seit geraumer Zeit weltweit auf die schlechten Arbeitsbedingungen in dem Konzern hin. Gegen&uuml;ber junge Welt kritisiert Bayram, insbesondere in Deutschland lagere UPS die Paketzustellung nach und nach an Fremdfirmen aus &ndash; zu deutlich schlechteren Bedingungen f&uuml;r die Fahrer. &raquo;Einsch&uuml;chterung und Schikane sind bei UPS an der Tagesordnung&laquo;, sagt Bayram. Neuester Beleg hierf&uuml;r sei eine Anordnung der Gesch&auml;ftsleitung, wonach die Besch&auml;ftigten vor und nach Toiletteng&auml;ngen w&auml;hrend der Arbeitszeit die Stempeluhr zu bedienen h&auml;tten. Das Unternehmen bestreitet auf jW-Nachfrage die Vorw&uuml;rfe.  Unter Berufung auf mehrere Zeugen wird darin von einer entsprechenden Arbeitsanweisung berichtet, die auch nach Protesten des Betriebsrats nicht zur&uuml;ckgenommen worden sei. Dies sei ein Versto&szlig; gegen eine geltende Betriebsvereinbarung.  Die Angaben beider Seiten stimmen lediglich darin &uuml;berein, da&szlig; Toiletteng&auml;nge nicht mit einem Lohnabzug verbunden sind. &raquo;Da&szlig; &uuml;berhaupt erfa&szlig;t wurde, wer wann wie lange auf Toilette geht, kann aber nur einen Zweck haben: Einsch&uuml;chterung&laquo;, ist ITF-Mann Bayram &uuml;berzeugt. Insbesondere bei den vielen Besch&auml;ftigten mit befristeten Arbeitsvertr&auml;gen h&auml;tten solche Methoden durchaus eine Wirkung. Nachdem der Versuch einer g&uuml;tlichen Einigung Ende Juli scheiterte, setzte das Stuttgarter Arbeitsgericht f&uuml;r den 19. Dezember (9.15 Uhr, Saal 020) eine &ouml;ffentliche Anh&ouml;rung zu dieser Frage an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/09-01\/050.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Strategische &Uuml;berwachung Die Ortungswanze in der Tasche<\/strong><br>\nDie Funkzellenabfrage erm&ouml;glicht die algorithmengesteuerte Verdachtserhebung unter Umgehung g&auml;ngiger Kontrollinstanzen. Das ist ein Skandal &ndash; doch die &ouml;ffentliche Entr&uuml;stung bleibt bislang aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/aus-dem-maschinenraum\/strategische-ueberwachung-die-ortungswanze-in-der-tasche-11873391.html?selectedTab=comments#comments\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Andrea Ypsilanti: Linke Litanei &ndash; ein Versuch einer Einordnung<\/strong><br>\nPolitisch gibt es seit den 1990er Jahren eine strukturelle Mehrheit jenseits von CDU\/CSU\/FDP sowohl auf Bundes- als auch Landesebenen. Doch das progressive Lager findet nicht zusammen&hellip;<br>\nInsbesondere zwischen Rot-Rot, aber auch zwischen Gr&uuml;n-Rot existieren fundamentale Aversionen, die nicht nur rational und zumeist auch nicht programmatisch zu erkl&auml;ren sind. Besonders augenf&auml;llig wird dies, wenn man bedenkt, dass sich die SPD niemals so vehement gegen&uuml;ber der FDP abgrenzt, obwohl die programmatischen Schnittmengen minimal sind&hellip;<br>\nEines der gr&ouml;&szlig;ten Probleme der heutigen Linken in der SPD ist die verpasste Verweigerung gegen diese Reformen wie zum Beispiel die Agenda 2010 oder aktuell gegen den Fiskalvertrag.<br>\n&hellip;eines d&uuml;rfte auch dem h&auml;rtesten &raquo;Fundi&laquo; klar sein: Eine wirklich alternative Politik, f&uuml;r die es theoretisch gut vorbereitete Vorschl&auml;ge gibt, wird allenfalls au&szlig;erhalb der Parlamente vorbereitet werden k&ouml;nnen. F&uuml;r ihre praktische Umsetzung bedarf es der Parlamente und sie ist damit ohne die Sozialdemokratie kaum zu machen&hellip;<br>\nZugegeben, der Einfluss der &raquo;SPD-Linken&laquo; auf Bundesebene ist begrenzt. Zwar gibt es nach wie vor Gremien und Kreise &ndash; von der DL 21 bis zur so genannten Oslo Gruppe &ndash;, aber weder programmatisch noch personell entfalten diese Wirkung. In der Debatte um den Kanzlerkandidaten oder Koalitionsoptionen spielt die SPD-Linke bisher keine Rolle. Das Schema &raquo;die Basis ist links, die Funktion&auml;re rechts&laquo; w&auml;re zu einfach gestrickt, obwohl es in der Tendenz stimmig ist&hellip;<br>\nDiese Verschiebungen kranken freilich daran, dass es nach wie vor keine fundierte Aufarbeitung der Agenda und der Regierungspolitik von Rot-Gr&uuml;n und Schwarz-Rot gegeben<br>\nhat. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass die rhetorischen Korrekturen nicht zu bedeutsamen Zuw&auml;chsen bei Umfragen und Wahlen gef&uuml;hrt haben&hellip;<br>\nDie seit 30 Jahren vorangetriebene neoliberale Transformation der Gesellschaft hat die Politiken, Alltagspraxen, die politischen Ideologien und die Konzeptionen des guten Lebens so tiefgreifend ver&auml;ndert, dass auch die SPD heute ganz ma&szlig;geblich von ihnen gepr&auml;gt ist. Der in diesem Sinne neoliberale sozialdemokratische Fl&uuml;gel ist auf der F&uuml;hrungsebene<br>\nnach wie vor der st&auml;rkste&hellip;<br>\nDie Verweigerung der Diskussion um andere linke Optionen wirkt parteipsychologisch als eine Fortsetzung der &raquo;Basta Politik&laquo;, denn die Gefahr besteht, dass sie als &raquo;Dogma&laquo; geradeaus in die Gro&szlig;e Koalition f&uuml;hrt. Die SPD-Linke schweigt dazu, ebenso &uuml;brigens wie die Gr&uuml;nen&hellip; Die Malaise der sozialdemokratischen Linken ist ihre Sinnblockade.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.andreaypsilanti.de\/meldungen\/13538\/119412\/Linke-Litanei--ein-Versuch-der-Einordnung.html\">Andrea Ypsilanti in &bdquo;Der Sozialismus&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Lafontaine: &bdquo;Politik ist kein Kindergarten&ldquo;<\/strong><br>\nEr habe kein Verst&auml;ndnis daf&uuml;r, dass manche Sozialdemokraten mit ihm nicht zusammenarbeiten wollten, sagt Oskar Lafontaine, Fraktionsvorsitzender Die Linke im saarl&auml;ndischen Landtag. Er selbst w&uuml;rde seine Befindlichkeiten gegen f&uuml;hrende Sozialdemokraten zur&uuml;ckstellen, um Themen wie Mindestlohn und eine verbesserte Rentenformel zu erm&ouml;glichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/interview_dlf\/1854065\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Dutch embrace radical left as European dream sours<\/strong><br>\nAs the Netherlands prepares to vote, the radical left, anti-austerity Socialist party has been making all the running [&hellip;]<br>\nThe Dutch Socialist party (SP) is an organisation once known for its Maoist sympathies and habit of throwing tomatoes at political opponents. It now finds itself within touching distance of becoming the biggest parliamentary force, eclipsing its more moderate rivals in the Labour party and on course to gain at least 30 parliamentary seats. Just as the unexpected success of the leftwing Syriza party in beleaguered Greece set alarm bells ringing in Brussels, the SP has become another surprise package of European politics at a time when more centrist politicians seem to lack ideas.<br>\nWhile Wilders&rsquo;s party made its name through divisive ideas such as a tax on Muslim headscarves, a favourite SP slogan reads: &ldquo;There&rsquo;s enough to go round for everyone.&rdquo; But that inclusive message is intended to carry menacing implications for bankers, business and the EU powerbrokers of Brussels. Anti-austerity and exasperated by endless eurozone bailouts, the SP&rsquo;s leader, Emile Roemer, 50, has pledged to abandon the government&rsquo;s plan to bring the budget deficit below 3% by 2013, largely through healthcare cuts and wage freezes, and face down German chancellor Angela Merkel and the European commission if they object.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.guardian.co.uk\/world\/2012\/sep\/02\/netherlands-elections-socialist-party\">The Guardian<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Berliner Gemeinschaftsschulen &ndash; Zusammen was erreicht<\/strong><br>\nEin wichtiges Ziel der Gemeinschaftsschulen scheint sich laut einer Studie zu erf&uuml;llen: Der Bildungserfolg h&auml;ngt dort weniger von der sozialen Lage ab.<br>\n&bdquo;Den Berliner Gemeinschaftsschulen ist es gelungen, Lernerfolge von der sozialen Lage zu entkoppeln&ldquo;, sagte Ulrich Vieluf vom Hamburger Landesinstitut f&uuml;r Lehrerbildung und Mitverfasser der Studie. Insgesamt gibt es in Berlin 21 Gemeinschaftsschulen. Die Grundidee: Sch&uuml;ler sollen von der ersten Klasse bis zum Abitur gemeinsam lernen &ndash; auch wenn der Wissensstand unter den Sch&uuml;lern unterschiedlich ist.<br>\nSch&uuml;ler aus sozial schwachen Familien machten in der Auswertung vor allem beim Lesen und Schreiben &bdquo;beachtliche Lernfortschritte&ldquo; verglichen mit Sch&uuml;lern in Hamburg, die als Kontrollgruppe herangezogen wurden. In naturwissenschaftlichen F&auml;chern blieben die Gemeinschaftsschulen hingegen hinter den Erwartungen zur&uuml;ck.<br>\nDennoch ist das Ergebnis &bdquo;erfreulich und erstaunlich&ldquo;, sagte Vieluf. Gerade Schulen mit vielen Kindern aus sozial schwachen und bildungsfernen Elternh&auml;usern hatten teilweise die besten Lernerfolge. Gute Sch&uuml;ler blieben nicht auf der Strecke.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Berliner-Gemeinschaftsschulen\/!100636\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Einsatzgebiet Klassenzimmer &ndash; die Bundeswehr in der Schule<\/strong><br>\nDer Werbeetat der Bundeswehr ist von 1998 bis 2010 von 9 auf 27 Millionen Euro gestiegen. Die Imagepflege scheint bitter notwendig zu sein. Der Wandel von einer reinen Verteidigungsarmee hin zu einer Interventionsarmee im Auslandseinsatz findet keinen gro&szlig;en Anklang in der Bev&ouml;lkerung.<br>\nAuch das Anwerben junger Menschen f&uuml;r den neuen Freiwilligen Wehrdienst bleibt bisher ohne den erhofften Erfolg. Die Bundeswehr braucht jedoch gut ausgebildete Freiwillige. Aber ausgerechnet die Abiturienten haben bereits in der Vergangenheit in gro&szlig;er Zahl den Wehrdienst verweigert. Damit geraten die Schulen verst&auml;rkt ins &bdquo;Visier&ldquo; als Orte, an dem Werbung f&uuml;r eine Karriere in der Bundeswehr&ldquo; sowie f&uuml;r die Akzeptanz von Auslandseins&auml;tzen gemacht wird.<br>\nIn den letzten Jahren haben acht von sechzehn Landesregierungen eine Kooperationsvereinbarung mit der Bundeswehr abgeschlossen und rund 400 haupt- und ehrenamtlichen Jugendoffizieren als offiziellen &bdquo;Partnern&ldquo; f&uuml;r die politische Bildung den roten Teppich vor Schulen und Hochschulen ausgerollt. Sofern die Jugendoffiziere Unterricht &uuml;bernehmen, besteht sogar grunds&auml;tzlich Anwesenheitspflicht. Offiziell d&uuml;rfen die jungen Offiziere zwar keine Nachwuchswerbung betreiben, aber ihr Einsatz wirkt &ndash; gerade auch auf Minderj&auml;hrige.<br>\nDies ruft in den letzten Jahren immer mehr Eltern und Kinderschutzorganisationen auf den Plan. Der Widerstand w&auml;chst. In vielen Bundesl&auml;ndern wurden Netzwerke gegr&uuml;ndet, die sich gegen die neue Militarisierung vieler Lebensbereiche &ndash; vor allem der Schulen &ndash; wehren. Der Hauptvorstand der GEW hat sich bereits im M&auml;rz 2010 gegen die Einflussnahme der Bundeswehr auf Unterricht und Lehrerausbildung ausgesprochen und mit Nachdruck betont, dass die politische Bildung &ndash; auch in Fragen der Sicherheitspolitik &ndash; in die Hand der daf&uuml;r ausgebildeten Lehrkr&auml;fte geh&ouml;rt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gew.de\/Binaries\/Binary82478\/Einsatzgebiet%20Klassenzimmer-WEB.pdf\">GEW [PDF &ndash; 2.5 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>DGB:  Die 7-Tage-Regelung muss weg<\/strong><br>\nDer Abruf von Fernsehsendungen aus dem Netz steigt an: Fast ein Drittel der Onliner schaut gelegentlich zeitversetzt und 23 Prozent live TVSendungen &uuml;ber das Internet. 13 Prozent der Zuschauerinnen und Zuschauer nutzen neben dem Fernsehger&auml;t gelegentlich auch Smartphones, Tablet-PCs oder Laptops, um sich TV-Sendungen anzusehen. Zudem steigt parallel zur Internetnutzung die Zeit, die jeder Erwachsene durchschnittlich TV und Radio<br>\nnutzt.<br>\nDie Beschr&auml;nkung, Angebote nur f&uuml;r sieben Tage ins Netz stellen zu d&uuml;rfen, ist unsinnig und ein falsches Signal. Deshalb ist es zu begr&uuml;&szlig;en, wenn die nordrhein-westf&auml;lische Landesregierung sich daf&uuml;r einsetzen will, diese Regelung abzuschaffen. Denn die hilft weder den privat-kommerziellen Medien noch ist sie nutzerfreundlich. Eine zeitliche Befristung f&uuml;r bestimmte Inhalte im Netz ist anachronistisch und sollte m&ouml;glichst schnell beseitigt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/120903_7_tageregelung.pdf\">DGB medien-newsletter [PDF &ndash; 196 KB]<\/a> (<a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/service\/newsletter\">den medien-newsletter k&ouml;nnen Sie hier abonnieren<\/a>)\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Siehe zur 7-Tage-Regelung: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3288\">Beschr&auml;nkung der Onlineangebote der Rundfunkanstalten: Zensur durch den Markt<\/a>&ldquo; und &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9147\">Online-Angebote der Rundfunksender &ndash; Geb&uuml;hren-Millionen f&uuml;r die Selbstzensur<\/a>&ldquo; &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12129\">Kostenlose Tagesschau App &ndash; Der Bundesverband deutscher Zeitungsverleger will das nicht<\/a>.&ldquo;<\/em> <\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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