{"id":143161,"date":"2025-12-05T08:40:29","date_gmt":"2025-12-05T07:40:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=143161"},"modified":"2025-12-05T08:40:29","modified_gmt":"2025-12-05T07:40:29","slug":"hinweise-des-tages-4992","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=143161","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nBitte beachten Sie: Wir weisen in den Hinweisen des Tages ausschlie&szlig;lich auf kostenlose Artikel hin. Es kann im weiteren Verlauf trotzdem vorkommen, dass Sie auf Texte sto&szlig;en, die sich hinter einer Bezahlschranke befinden. Der Grund daf&uuml;r: Anbieter von Artikeln haben den kostenlosen Zugang nachtr&auml;glich eingeschr&auml;nkt oder\/und in kostenpflichtige Angebote umgewandelt.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=143161#h01\">&bdquo;Pflicht zum Generalstreik&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=143161#h02\">Endspiel: Eskalation und Verhandlungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=143161#h03\">NATO und EU auf Kriegskurs: Kein Gas kaufen &ndash; Waffen liefern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=143161#h04\">Lizenz zum T&ouml;ten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=143161#h05\">Koloniale Phantasie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=143161#h06\">&bdquo;Drecksarbeit&ldquo; im Mittleren und Nahen Osten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=143161#h07\">Parit&auml;tischer Armutsbericht: Arme werden &auml;rmer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=143161#h08\">Arbeitslosengeld-Ausgaben 2012 bis November 2025 &ndash; Anstieg um 9,6 Milliarden Euro in den letzten 36 Monaten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=143161#h09\">Die Einkommensverteilung ist nicht das Problem: Eine Bestandsaufnahme der ersten H&auml;lfte der<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=143161#h10\">Krankenkassen zahlen bis zu einem knappen F&uuml;nftel ihres Geldes f&uuml;r versicherungsfremde Leistungen &ndash; mehr Steuerfinanzierung n&ouml;tig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=143161#h11\">Zuchtmeister Staat: Zur semantischen Entgleisung im Sozialrecht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=143161#h12\">Ausbildungsmarkt: H&uuml;rden abbauen, Betriebstore &ouml;ffnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=143161#h13\">Der Traum vom Medizinstudium<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=143161#h14\">Trag&ouml;die bei Amazon in Erfurt: Tod in der Fr&uuml;hschicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=143161#h15\">Zug um Zug: Wie Europa mit der Bahn&shy;industrie den Weg in eine sozial-&ouml;kologische Wirtschafts&shy;politik findet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=143161#h16\">Schweden: Wie Sch&uuml;ler mit Foodwaste besser essen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&bdquo;Pflicht zum Generalstreik&ldquo;<\/strong><br>\nW&auml;hrend die Bundesregierung weiter an der schrittweisen Reaktivierung der Wehrpflicht arbeitet, nehmen die Antr&auml;ge auf Kriegsdienstverweigerung schon jetzt deutlich zu. Seit dem Aussetzen der Wehrpflicht in Friedenszeiten im Jahr 2011 war das Thema in den Hintergrund ger&uuml;ckt; nur relativ wenige bereits aktive Soldaten und Reservisten hatten verweigert. Dabei war die Bewegung der Kriegsdienstverweigerer schon immer ein Teil der deutschen Gesellschaft. Ende der 1980er verweigerten j&auml;hrlich knapp 80.000 junge M&auml;nner den Wehrdienst. Eine zentrale Jubil&auml;umsfeier zum 25-j&auml;hrigen Bestehen der Bundeswehr im Jahr 1980, die zugleich die erste &ouml;ffentliche Rekrutenvereidigung in der Bundesrepublik war, wurde von der Bev&ouml;lkerung mit heftigem Protest begleitet. Bereits Ende der 1940er hatten sich fr&uuml;he Ans&auml;tze einer neuen Friedensbewegung formiert und sich gegen die Remilitarisierung der Bundesrepublik gewandt. Zu den ersten prominenten Bef&uuml;rworterinnen der Kriegsdienstverweigerung schon in der Weimarer Republik geh&ouml;rte die Radikale Pazifistin und Feministin Helene St&ouml;cker. Neben der individuellen Verweigerung forderte sie im Falle einer Mobilmachung den Generalstreik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/10227\">German Foreign Policy<\/a>\n<p>dazu: <strong>Freiwilliger Milit&auml;rdienst: eine tr&uuml;gerische Normalit&auml;t und eine engstirnige Antwort<\/strong><br>\nDer Pr&auml;sident der Republik pr&auml;sentiert seinen &bdquo;freiwilligen nationalen Milit&auml;rdienst&ldquo; als eine Ma&szlig;nahme des gesunden Menschenverstands. Da die Welt gef&auml;hrlich sei, m&uuml;sse man die Jugend darauf vorbereiten, Waffen zu tragen. So lautet die Schlussfolgerung. Das ist die geforderte &bdquo;Verantwortung&ldquo;. Aber hinter dieser Fassade des &bdquo;Realismus&ldquo; verbirgt sich eine einfache Wahrheit: Dieser Dienst bereitet nicht auf den Frieden vor. Er bereitet auf den Krieg vor. Vor allem verankert er ihn in den K&ouml;pfen. Und genau deshalb muss man ihn ablehnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2025\/12\/freiwilliger-militaerdienst-eine-truegerische-normalitaet-und-eine-engstirnige-antwort\/\">pressenza<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>&bdquo;Schulstreik gegen Wehrpflicht&ldquo; &ndash; Lehrerverband droht mit &bdquo;erzieherischen Ma&szlig;nahmen&ldquo;<\/strong><br>\n&bdquo;Wer gegen die Reaktivierung der Wehrpflicht demonstrieren m&ouml;chte, kann dies jederzeit au&szlig;erhalb der Unterrichtszeit tun&ldquo;, sagte Verbandspr&auml;sident Stefan D&uuml;ll dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Wer unentschuldigt dem Unterricht fernbleibe und Gespr&auml;chsangebote ausschlage, m&uuml;sse &bdquo;mit erzieherischen Ma&szlig;nahmen bis hin zu einem Verweis&ldquo; rechnen. &hellip;<br>\nAufgabe der Schule sei es, sachlich &uuml;ber die sicherheitspolitische Lage, Rechtsgrundlagen und den gesellschaftlichen Kontext &ndash; insbesondere die Bedrohung durch Russland &ndash; zu informieren, so D&uuml;ll.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article69313538385250ff9e53a4a0\/schulstreik-gegen-wehrpflicht-lehrerverband-warnt-vor-erzieherischen-massnahmen.html%20\">Welt Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Carsten Weikamp:<\/strong> Niemand wird &ldquo;unentschuldigt&rdquo; fehlen. &ndash; Diese Auffassung des Lehrerverbands bzw. seines Pr&auml;sidenten IST nach meinem Empfinden hinreichende Entschuldigung f&uuml;r das Fernbleiben vom Unterricht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Endspiel: Eskalation und Verhandlungen<\/strong><br>\nW&auml;hrend Trump mit Moskau &uuml;ber Frieden aushandelt, z&uuml;ndeln Kiew und Br&uuml;ssel weiter. Die NATO bereitet den gro&szlig;en Schlag vor &ndash; und nennt ihn &bdquo;Verteidigung&ldquo;.<br>\nW&auml;hrend in Moskau &uuml;ber ein Ende des Ukraine-Krieges verhandelt wird, versuchen sowohl das Regime in Kiew als auch die europ&auml;ischen Spitzen von NATO und EU die absolute Eskalation, um den Krieg doch noch f&uuml;r sich entscheiden zu k&ouml;nnen. So hat die Ukraine durch Terrorangriffe auf russische &Ouml;ltanker vor der t&uuml;rkischen K&uuml;ste im Schwarzen Meer und auf einen Tanker mit russischem &Ouml;l vor Senegal eine neue Phase des Krieges eingel&auml;utet. Auch die Angriffe am 30. November auf russische &Ouml;lterminals sprechen eine deutliche Sprache. Der Traum, Russland doch noch ruinieren zu k&ouml;nnen, ist offenbar l&auml;ngst nicht ausgetr&auml;umt. Kaum vorstellbar im &Uuml;brigen, dass die ukrainischen Angriffe mit Unterwasserdrohnen ohne die t&auml;tige Mithilfe von NATO-Mitgliedstaaten m&ouml;glich gewesen w&auml;ren. Die ukrainische F&uuml;hrung und ihre Unterst&uuml;tzer in der NATO setzen angesichts der prek&auml;ren milit&auml;rischen Lage nach dem Fall der Kleinstadt Pokrowsk auf eine Ausweitung der Kampfzone.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/kolumnen\/dagdelen-direkt\/endspiel-eskalation-und-verhandlungen\/\">Overton Magazin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>NATO und EU auf Kriegskurs: Kein Gas kaufen &ndash; Waffen liefern<\/strong><br>\nWer einst dachte, dass die Europ&auml;ische Union einen eigenen, von den nationalen Interessen ihrer L&auml;nder bestimmten Kurs fahren w&uuml;rde, der hatte falsch gedacht. Anonyme Vertreter der Regierungen der Mitgliedstaaten und des Europaparlaments wollen die Einfuhr von russischem Erdgas bis sp&auml;testens Ende 2027 komplett einstellen. Die EU ist eigentlich voller Gremien, die normalerweise debattieren und dann abstimmen. Aber im Kampf gegen Russland wird nicht mal die Fassade aufrechterhalten: Es sind nur anonyme &bdquo;Vertreter&ldquo;, die gegen preiswertes Gas aus Russland sind, obwohl es der nationalen Volkswirtschaft schadet. Will keiner seinen Namen nennen, weil die EU-Bev&ouml;lkerung eines Tages Rechenschaft fordern k&ouml;nnte? Hat man Angst, dass auf diese &bdquo;Vertreter&ldquo; mit Fingern gezeigt wird, die den USA ihr umweltsch&auml;dliches und teures Fracking-Gas abkauften?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rationalgalerie.de\/home\/nato-und-eu-auf-kriegskurs\">Rationalgalerie<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Lizenz zum T&ouml;ten<\/strong><br>\nDer Niedergang des V&ouml;lkerrechts ist mit dem War on Terror eng verkn&uuml;pft. Heute ist der Terrorvorwurf weltweit ein Mittel der Entrechtung.<br>\nErstaunlich viele Menschen meinen, es sei vom V&ouml;lkerrecht gedeckt, Terrorverd&auml;chtige zu t&ouml;ten. Dabei gibt es nicht einmal eine international vereinbarte Definition, was Terrorismus ist, obwohl dar&uuml;ber jahrelang konferiert wurde. Woher also der Glaube, mit dem Terrorvorwurf werde eine Lizenz zum T&ouml;ten erteilt? Weil es so seit fast einem Vierteljahrhundert gehandhabt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Ist-es-vom-Voelkerrecht-gedeckt-Terror-Verdaechtige-zu-toeten\/!6134466\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Koloniale Phantasie<\/strong><br>\nDie Mitte November verabschiedete Resolution 2803 des UN-Sicherheitsrates zu Gaza hat dramatische Konsequenzen f&uuml;r das Selbstbestimmungsrecht der Pal&auml;stinenser:innen.<br>\nIn der Nacht vom 17. November verabschiedete der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen die Resolution 2803 (2025) mit 13 Ja- und keinen Gegenstimmen. China und Russland enthielten sich. Diese Resolution kodifiziert den 20-Punkte-Plan von US-Pr&auml;sident Donald Trump f&uuml;r Gaza, der die Schaffung einer internationalen Stabilisierungstruppe (ISF) vorsieht und, so der Wortlaut, &ldquo;endlich (die Voraussetzungen) f&uuml;r einen glaubw&uuml;rdigen Weg zur Selbstbestimmung und Staatlichkeit der Pal&auml;stinenser schaffen k&ouml;nnte.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.medico.de\/blog\/koloniale-phantasie-20293\">medico<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&bdquo;Drecksarbeit&ldquo; im Mittleren und Nahen Osten<\/strong><br>\nRezension: In seinem neuen Buch &uuml;ber die Spannungslage im Nahen Osten nimmt Michael L&uuml;ders mit gro&szlig;er Sach- und Detailkenntnis zun&auml;chst das aktuelle Geschehen insbesondere im Iran, aber auch im Irak und Jemen, unter die Lupe, bevor er &uuml;berschwenkt zum Gaza-Krieg, zu Israel und Pal&auml;stina, unter Bezugnahme auf die neuesten Entwicklungen in Syrien und im Libanon. F&uuml;r jeden, der die Geschehnisse in dieser Weltregion verstehen will, bietet dieses Buch mit seinem pr&auml;zisen Blick auf die Konflikte eine schl&uuml;ssige geopolitische Analyse der politischen Umbr&uuml;che, deren Entwicklung mit ungewissem Ende noch lange nicht abgeschlossen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gela-news.de\/drecksarbeit-im-mittleren-und-nahen-osten\">Gela-News<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Parit&auml;tischer Armutsbericht: Arme werden &auml;rmer<\/strong><br>\nEinkommensarme Menschen haben in den vergangenen Jahren an Kaufkraft verloren. Insgesamt ist fast jede sechste Person in Deutschland von Armut betroffen.<br>\nEinkommensarme Menschen sind in den vergangenen Jahren &auml;rmer geworden, so das Ergebnis des neuen Parit&auml;tischen Armutsberichtes. W&auml;hrend das mittlere Einkommen von Personen unterhalb der Armutsgrenze im Jahr 2020 noch bei 981 Euro im Monat lag, waren es im Jahr 2024 preisbereinigt nur noch 921 Euro.<br>\n&bdquo;Die Zahlen belegen, was viele Menschen mit geringem Einkommen schon lange im Alltag sp&uuml;ren: Die Armen werden &auml;rmer&ldquo;, so Joachim Rock, Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Parit&auml;tischen Gesamtverbandes. &bdquo;Die Kaufkraftverluste der vergangenen Jahre versch&auml;rfen die ohnehin schon schwierige finanzielle Lage von Millionen Betroffenen. Die neue Bundesregierung muss die Bek&auml;mpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung jetzt ganz oben auf die Agenda setzen!&ldquo; Der Parit&auml;tische sieht neben besseren Erwerbseinkommen insbesondere Handlungsbedarf bei der Bek&auml;mpfung von Wohn- und Familienarmut, der St&auml;rkung der Rentenversicherung und dem Ausbau der Grundsicherung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.der-paritaetische.de\/alle-meldungen\/paritaetischer-armutsbericht-2025\/\">der Parit&auml;tische<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Arbeitslosengeld-Ausgaben 2012 bis November 2025 &ndash; Anstieg um 9,6 Milliarden Euro in den letzten 36 Monaten<\/strong><br>\nIn den 12 Monaten von Dezember 2024 bis November 2025 wurden von der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) f&uuml;r das beitragsfinanzierte Arbeitslosengeld (SGB III) insgesamt 26,153 Milliarden Euro ausgegeben, 4,238 Milliarden Euro (19,3 Prozent) mehr als in den 12 Monaten ein Jahr zuvor (Dezember 2023 bis November 2024: 21,914 Milliarden Euro). (1) (siehe BIAJ-Abbildung unten)<br>\nIm monatlichen Vorjahresvergleich stiegen die Arbeitslosengeldausgaben in den drei Jahren nach November 2022 in jedem der 36 Monate (Dezember 2022 bis November 2025). In diesen 36 Monaten nach November 2022 stieg die 12-Monatssumme der Arbeitslosengeldausgaben um 9,610 Milliarden Euro (58,1 Prozent), von 16,543 Milliarden Euro (Dezember 2021 bis November 2022) auf die oben genannten 26,153 Milliarden Euro (Dezember 2024 bis November 2025).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/biaj.de\/archiv-kurzmitteilungen\/2162-arbeitslosengeld-ausgaben-2012-bis-november-2025-anstieg-um-9-6-milliarden-euro-in-den-letzten-36-monaten.html\">BIAJ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die Einkommensverteilung ist nicht das Problem: Eine Bestandsaufnahme der ersten H&auml;lfte der <\/strong><br>\nVerteilungsfragen treten in der aufgeheizten wirtschaftspolitischen Debatte wieder in den Vordergrund. Auf Seiten der Arbeitnehmer wird dar&uuml;ber ger&auml;tselt, ob sich die Gewerkschaften in den vergangenen turbulenten Jahren mit Corona und ungewohnt hohen Preissteigerungsraten angemessen geschlagen haben. Auf der Seite der Arbeitgeber wird &ndash; wieder einmal &ndash; beklagt, dass die Arbeitskosten zu hoch sind. Es ist an der Zeit, ein Fazit der ersten H&auml;lfte der 20er Jahre zu ziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2025\/12\/04\/die-einkommensverteilung-ist-nicht-das-problem-eine-bestandsaufnahme-der-ersten-haelfte-der-20er-jahre\/\">Relevante &Ouml;konomik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Krankenkassen zahlen bis zu einem knappen F&uuml;nftel ihres Geldes f&uuml;r versicherungsfremde Leistungen &ndash; mehr Steuerfinanzierung n&ouml;tig<\/strong><br>\nKnapp 58 Milliarden Euro zahlen die Krankenkassen der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) im Jahr f&uuml;r Leistungen, die vollst&auml;ndig oder anteilig versicherungsfremd sind. Das ergibt eine neue Studie des Berliner IGES Instituts, die das Institut f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung gef&ouml;rdert hat. Damit flossen 2024 rund 18 Prozent der GKV-Gesamtausgaben in Aufgaben, die einen hohen gesellschaftlichen Nutzen stiften, von dem aber nicht nur die Beitragszahlenden profitieren, und der daher breiter finanziert werden sollte. Das geschieht bislang nur zu einem relativ geringen Anteil. Denn den 58 Milliarden Euro Ausgaben stehen so genannte Bundeszusch&uuml;sse aus Steuermitteln von lediglich 14,5 Milliarden Euro an die GKV gegen&uuml;ber.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/pressemitteilungen-2675-versicherungsfremde-leistungen-73331.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Zuchtmeister Staat: Zur semantischen Entgleisung im Sozialrecht<\/strong><br>\nEin neuer Gesetzentwurf zu den B&uuml;rgergeld-Sanktionen soll am 10. Dezember das Kabinett passieren. Was darin steht, ist nicht blo&szlig; sozialpolitisch fragw&uuml;rdig &ndash; es ist ein Angriff auf das Menschenbild des Grundgesetzes. Und m&ouml;glicherweise mehr als das.<br>\nEin Blick auf den Entwurf gen&uuml;gt, um zu erkennen: Hier geht es nicht um Verwaltung, sondern um Anthropologie. Die geplanten Regelungen &ndash; von Sanktionen bereits nach dem ersten verpassten Termin bis zur faktischen Pflicht zur pers&ouml;nlichen Vorsprache psychisch erkrankter Menschen &ndash; markieren eine semantische und strukturelle Verschiebung im Verh&auml;ltnis zwischen Staat und B&uuml;rger. Was administrativ klingt, ist in Wahrheit eine Disziplinierungsagenda. Was als F&uuml;rsorge verkauft wird, ist ein R&uuml;ckfall in obrigkeitsstaatliche Muster.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/hpd.de\/artikel\/zuchtmeister-staat-zur-semantischen-entgleisung-im-sozialrecht-23588\">hpd<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Ausbildungsmarkt: H&uuml;rden abbauen, Betriebstore &ouml;ffnen<\/strong><br>\nBei der dualen Ausbildung dr&uuml;ckt ordentlich der Schuh. Zu wenige Betriebe bilden noch aus, die schulische Berufsorientierung hilft den Jugendlichen kaum. Es braucht in Niedersachsen endlich ein Ankerfach sowie einen Ausbildungsfonds, in den alle Betriebe einzahlen, die nicht ausbilden, meint das #schlaglicht 38\/2025.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/niedersachsen.dgb.de\/schlaglicht\/++co++449dbdba-d0fb-11f0-b2da-1d4fff3a0181\">DGB Niedersachsen #schlaglicht<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Der Traum vom Medizinstudium<\/strong><br>\nDer &Auml;rztemangel in Deutschland versch&auml;rft sich, viel mehr Mediziner:innen m&uuml;ssten ausgebildet werden. Interessierte junge Menschen gibt es viele &ndash; Studienpl&auml;tze sind allerdings Mangelware. Wer Geld hat, geht ins Ausland.<br>\nVierzigtausend Menschen bewerben sich jedes Jahr in Deutschland um einen Studienplatz in der Medizin, nur ein Viertel davon bekommt tats&auml;chlich einen. Darum haben Universit&auml;ten im Ausland, zum Beispiel in Ungarn, Rum&auml;nien oder Polen, Hochkonjunktur. Fast jede:r zehnte deutsche Medizinstudierende absolviert mittlerweile das Studium im Ausland und fast immer wird das privat bezahlt.<br>\nGleichzeitig spitzt sich der &Auml;rztemangel immer weiter zu. Das deutsche Gesundheitssystem ist also auf Mediziner:innen angewiesen, die im Ausland ausgebildet wurden. Wieso schaffen die Bundesl&auml;nder nicht mehr Studienpl&auml;tze f&uuml;r Medizin?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/radio\/wdr5\/sendungen\/neugier-genuegt\/feature-der-traum-vom-medizinstudium--100.html%20\">WDR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Deutschland steuert nicht sehenden Auges auf einen gravierenden &Auml;rztemangel zu, sondern er wird vors&auml;tzlich verursacht. Wie beschrieben, gibt es viermal so viele Bewerber wie Studienanf&auml;nger, denn &ldquo;Studienpl&auml;tze sind [&hellip;] Mangelware&rdquo;. Der Mangel an &Auml;rzten wird geschaffen &ndash; nat&uuml;rlich, weil die Ausbildung von &Auml;rzten relativ teuer ist. Wie kann eine Gesellschaft das schon seit Jahrzehnten dulden, dass aus Kostengr&uuml;nden mit dem Leben und der Daseinsvorsorge von Menschen derma&szlig;en geschludert wird, nur damit die &ldquo;eingesparten&rdquo; Milliarden als Steuergeschenke an Verm&ouml;gende und Gro&szlig;unternehmen verschleudert werden k&ouml;nnen?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Trag&ouml;die bei Amazon in Erfurt: Tod in der Fr&uuml;hschicht<\/strong><br>\nMitte November bricht in einem Amazon-Lager in Erfurt ein Mitarbeiter zusammen und stirbt. Verdi gibt Amazon Mitschuld, Amazon wiegelt ab. [&hellip;]<br>\nAm Morgen des 17.11. erschien der Mann zu seiner Fr&uuml;hschicht, sie beginnt in der Regel um 6 Uhr. Er soll f&uuml;r das sogenannte &bdquo;Picken&ldquo; zust&auml;ndig gewesen sein, hat also Waren aus dem Lager f&uuml;r Bestellungen zusammengesucht. Unter den Mitarbeitern gilt dies als besonders anstrengende Aufgabe.<br>\nIm Laufe seiner Schicht meldete er seinem Vorgesetzten, dass er sich unwohl f&uuml;hle. So geht es aus Berichten von Mitarbeitern hervor, Amazon best&auml;tigt das gegen&uuml;ber der taz. Was danach passierte, dar&uuml;ber gehen die Erz&auml;hlungen auseinander.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Tragoedie-bei-Amazon-in-Erfurt\/!6135223\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Zug um Zug: Wie Europa mit der Bahn&shy;industrie den Weg in eine sozial-&ouml;kologische Wirtschafts&shy;politik findet<\/strong><br>\nDie EU-Kommission hat nun einen Plan vorgelegt, wie sie die wichtigsten europ&auml;ischen St&auml;dte mit Hochgeschwindigkeitsz&uuml;gen verbinden will. Nahezu zeitgleich wurden in &Ouml;sterreich erstmals chinesische Z&uuml;ge zugelassen. Diese Entwicklungen zeigen: Europa braucht eine Wirtschaftsstrategie f&uuml;r die Bahnindustrie. Der Sektor bietet alles, was es f&uuml;r eine soziale und &ouml;kologische Mobilit&auml;tswende braucht &ndash; wenn die EU ihre Technologief&uuml;hrerschaft dazu strategisch nutzt und daf&uuml;r aktiv plant.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.awblog.at\/Wirtschaft\/Bahnindustrie-sozial-oekologische-Wirtschaftspolitik\">A&amp;W blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Schweden: Wie Sch&uuml;ler mit Foodwaste besser essen<\/strong><br>\nSchwedische Schulen servieren Gratisfr&uuml;hst&uuml;ck aus Foodwaste &ndash; und zeigen, wie gesunde Ern&auml;hrung und Nachhaltigkeit zusammengehen.<br>\nAn der Mariebergsskolan in Karlstad beginnen Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler ihren Tag seit 2018 mit einem gesunden Fr&uuml;hst&uuml;ck an der &laquo;Energy-Bar&raquo; der Schulkantine. Es gibt zum Beispiel Ingwer-Shots, frischen Saft, Golden Milk und Overnight-Oats &ndash; eine M&uuml;esli-Variante, die &uuml;ber Nacht quillt.<br>\nDas attraktive Angebot sorgt nicht nur daf&uuml;r, dass Kinder und Jugendliche ges&uuml;nder essen, sondern leistet auch einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft. Obst und Gem&uuml;se werden von lokalen Superm&auml;rkten gespendet, um Lebensmittelverschwendung zu minimieren. Die Jugendlichen bleiben nun h&auml;ufiger in der Schule, statt zum Kiosk zu gehen. Sie essen ges&uuml;nder und sind aufgeschlossener gegen&uuml;ber neuen Geschm&auml;ckern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/gesundheit\/public-health\/schweden-wie-schueler-mit-foodwaste-besser-essen\/\">Infosperber<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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