{"id":14319,"date":"2012-09-04T08:31:58","date_gmt":"2012-09-04T06:31:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14319"},"modified":"2012-09-04T08:31:58","modified_gmt":"2012-09-04T06:31:58","slug":"hinweise-des-tages-1711","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14319","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (MB\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14319#h01\">Der &ouml;konomische Putsch &ndash; oder was hinter den Finanzkrisen steckt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14319#h02\">Rentenpl&auml;ne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14319#h03\">Goldman Sachs &ndash; Eine Bank lenkt die Welt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14319#h04\">Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14319#h05\">Lucas Zeise: Streit um Geldsch&ouml;pfungsmaschine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14319#h06\">Albrecht von Lucke: Die Politisierung Europas<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14319#h07\">Rollenspiele der Euro-Retter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14319#h08\">Zwei Alternativen zur Geldschwemme<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14319#h09\">Exportauftr&auml;ge brechen ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14319#h10\">Jungen Menschen ohne Ausbildung droht ein Leben in prek&auml;ren Verh&auml;ltnissen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14319#h11\">&ldquo;Fl&uuml;chten! Wie kann man weg von hier?&rdquo; &ndash; Vom Leben in deutschen Armutszonen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14319#h12\">Milliarden-Entlastung f&uuml;r die Industrie durch Energiesteuer-Nachl&auml;sse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14319#h13\">Wissenschaftler in der Grauzone<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14319#h14\">Sarrazin, H&ouml;hler, Spitzer: Ist der deutsche Buchmarkt reaktion&auml;r geworden?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14319#h15\">Ein Gesetz aus dem Hause Springer &ndash; Das Bundeskabinett bringt das Leistungsschutzrecht auf den Weg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14319#h16\">Der Politikwissenschaftler Hans See im Gespr&auml;ch mit Michael Langer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14319#h17\">Rassismus im deutschen Kinderfernsehen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14319&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Der &ouml;konomische Putsch &ndash; oder was hinter den Finanzkrisen steckt<\/strong><br>\nSpekulationsattacken auf ganze Volkswirtschaften, Finanzagenturen, die Regierungen in die Knie zwingen, und die feste Behauptung, es g&auml;be keine Alternative: Europa befindet sich im Wirtschaftskrieg. Wie entstand dieses unumst&ouml;&szlig;lich scheinende System?<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/sendungen\/dok-5\/s\/d\/26.08.2012-11.05.html\">WDR 5<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/gffstream-7.vo.llnwd.net\/c1\/m\/1345976038\/radio\/dok5_feature\/wdr5_dok_5_das_feature_20120826_1200.mp3\">Die Sendung <\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Rentenpl&auml;ne<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Stellungnahme der Deutschen Rentenversicherung Bund zu aktuellen Medienberichten &uuml;ber Altersarmut<\/strong><br>\nMit den Rentenreformen von 2001 und 2004 hat der Gesetzgeber eine langfristige Senkung des Rentenniveaus eingeleitet, um die Beitragsbelastung der k&uuml;nftigen Erwerbst&auml;tigen zu begrenzen. Zugleich wurden staatliche F&ouml;rderma&szlig;nahmen eingef&uuml;hrt, mit denen der Aufbau einer individuellen erg&auml;nzenden kapitalgedeckten Altersvorsorge subventioniert wird. Damit soll gezielt auch Arbeitnehmern mit niedrigen Einkommen der Aufbau einer kapitalgedeckten Zusatzvorsorgeerm&ouml;glicht werden. Sofern Versicherte diese F&ouml;rderung nutzen, wird &ndash; nach den Berechnungen der Bundesregierung, wie sie im Rentenversicherungsbericht 2011 ver&ouml;ffentlicht wurden &ndash; im Alter zwar ihr Rentenniveau geringer, das Niveau ihrer Alterseink&uuml;nfte aus gesetzlicher Rente und Zusatzvorsorge insgesamt aber sogar h&ouml;her ausfallen als heute. Das Rentenniveau (vor Steuern) sinkt danach zwar im Zeitraum von 2008 bis 2025 von 50,5 Prozent auf 46,2 Prozent, das Versorgungsniveau (vor Steuern) einschlie&szlig;lich Riester-Rente steigt aber auf 51,3 Prozent an (&Uuml;bersicht B 8 im Rentenversicherungsbericht 2011).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.presseportal.de\/pm\/50838\/2318546\/stellungnahme-der-deutschen-rentenversicherung-bund-zu-aktuellen-medienberichten-ueber-altersarmut\">Deutsche Rentenversicherung Bund<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein schlagendes Beispiel daf&uuml;r, wie die Deutsche Rentenversicherung Bund &ndash; entgegen der Eigenwerbung &ndash; gerade kein &bdquo;zuverl&auml;ssiger Partner f&uuml;r Millionen Versicherte und Rentner&ldquo; ist, sondern ein Sprachrohr seiner Aufsichtsbeh&ouml;rde, n&auml;mlich dem Bundesministerium f&uuml;r Arbeit und Soziales. Was meint eigentlich die durch die Sozialwahlen bestimmte Vertreterversammlung, in der z.B. ver.di und die IG Metall vertreten sind und die als Selbstverwaltungsorgan fungiert, zu dieser offenen Werbung f&uuml;r die Riester-Rente?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>CDU-Politiker Jens Spahn zu den Rentenpl&auml;nen Ursula von der Leyens: &bdquo;Von der gesetzlichen Rente habt Ihr nicht mehr so viel zu erwarten&ldquo;<\/strong><br>\nDie Bundesarbeitsministerin will Geringverdienern die Rente bis zur H&ouml;he der Grundsicherung bezuschussen und warnt eindringlich vor Altersarmut. Jens Spahn (CDU) kritisiert die Rechnungsgrundlage seiner Parteikollegin und die Idee, die Rentenversicherung in eine Sozialleistung umzuwandeln. Wer mehr Rente wolle, m&uuml;sse privat vorsorgen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/interview_dlf\/1856205\/\">Deutschlandradio (Text)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2012\/09\/03\/dlf_20120903_0815_84994df0.mp3\">Deutschlandradio <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.M.:<\/strong> Herr Spahn war zum Ende des Interviews zur Rentendebatte entwaffnend ehrlich, dass es haupts&auml;chlich um Verkaufsf&ouml;rderung f&uuml;r private Rentenvertr&auml;ge geht: &bdquo;Wer mehr will, wird auch in Zukunft umso mehr privat vorsorgen  m&uuml;ssen, und deswegen ist die Debatte gerade auch so gut, weil sie J&uuml;ngeren noch mal deutlich macht, von der gesetzlichen Rente habt ihr  nicht mehr so viel zu erwarten, sorgt privat vor.&ldquo;<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung MB:<\/strong> Die Moderatorin h&auml;tte ein, zwei Aussagen aufgreifen und Jens Spahn in Erkl&auml;rungsnot bringen k&ouml;nnen. &bdquo;Da muss man auch mal auf die Summen schauen. &hellip; Das Problem ist vor allem Niedriglohn, niedrige Qualifikation &hellip;&ldquo; Wie viele Politiker\/innen aus wie vielen politischen Parteien sagten vor zehn \/ f&uuml;nzehn Jahren in jedes Mikrofon, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12725\">wir br&auml;uchten einen Niedriglohnsektor<\/a> und wer hat jetzt die Konsequenzen zu tragen? Diese Frage f&auml;llt der Moderatorin genau so wenig ein wie eine Reaktion auf die Aussage, dass vor Allem Arbeitgeber bei den Lohnnebenkosten entlastet werden sollen, w&auml;hrend die &bdquo;Entlastung&ldquo; f&uuml;r die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer 30 Cent pro &euro; 100,00 sozialversicherungspflichtigem Einkommen bedeutet.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Von der Leyens Armutsrente ein PR-Gag und soziale Nullnummer<\/strong><br>\nDas einzig ehrliche an dem Gesetzentwurf der Bundesministerin f&uuml;r Arbeit und Soziales, Ursula von der Leyen, ist die Bezeichnung: &bdquo;Armutsrente&ldquo;. Es ist schon ein Armutszeugnis, dass die Politik sich da ausstellt, wenn Menschen nach drei&szlig;ig, f&uuml;nfunddrei&szlig;ig Jahren Vollerwerbst&auml;tigkeit nicht gen&uuml;gend Rente bekommen, um damit im Alter ein menschenw&uuml;rdiges Leben zu f&uuml;hren. Ministerin von der Leyen will diese Menschen mit einer Aufstockung ihrer Rentenbez&uuml;ge bis auf 850 Euro abspeisen. Sie errichtet daf&uuml;r aber so hohe H&uuml;rden, dass die meisten Alten, die eigentlich f&uuml;r diese Zusatzrente in Frage k&auml;men, gar nicht alle Kriterien erf&uuml;llen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/spiegelkabinett-blog.blogspot.de\/2012\/09\/von-der-leyens-armutsrente-ein-pr-gag.html\">Spiegelkabinett<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Die Antwort auf die Frage &bdquo;Wie kann es sonst sein, dass in einer Gesellschaft, die immer mehr, durch eine st&auml;ndig wachsende Produktivit&auml;t erzeugt wird, diese Menschen im Alter nicht einmal so viel Rente bekommen, um sich ein anst&auml;ndiges Dach &uuml;ber dem Kopf und eine vern&uuml;nftige, gesunde Ern&auml;hrung erlauben zu k&ouml;nnen? Wo sind sie die Millionen und Milliarden von Euro, die unsere Volkswirtschaft Jahr f&uuml;r Jahr erwirtschaftet?&ldquo; ist ganz einfach zu beantworten. Es ist politisch so gewollt. <\/em><br>\n<em>Und sollte diese Zuschussrente wirklich jemals kommen, w&uuml;rde eine wachsende Hartz-IV-&auml;hnliche Pr&uuml;f- und Verteilungsb&uuml;rokratie so viele finanzielle und personelle Mittel in Anspruch nehmen, dass nach einiger Zeit mit noch gr&ouml;&szlig;erer &Uuml;berzeugung festgestellt werden k&ouml;nnte, dass die gesetzliche Rente nicht zukunftsf&auml;hig sei und weiter auf kommerzielle Altersvorsorge umgestellt werden m&uuml;sse.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Bundesarbeitsgericht (BAG) Urteil (3 AZR 11\/10) interpretiert betriebliche Altersversorgungszusagen in einem neuen Licht Trotz Betriebsrentenzusage zum 65. Lebensjahr Rentenzahlung erst ab 67<\/strong><br>\n&bdquo;Am 15.05.2012 hat das Bundesarbeitsgericht in seinem Urteil (3 AZR 11\/10) entschieden das Altersrentenleistungen aus einer betrieblichen Altersversorgung unter bestimmten Voraussetzungen erst mit dem Erreichen des 67. Lebensjahres gezahlt werden m&uuml;ssen. Dies gilt auch wenn diese formal zum 65. Lebensjahr zugesagt wurde. Das Urteil wirkt auf alle Zusagen, die bereits vor Einf&uuml;hrung der Regelaltersgrenze von 67 Jahren in der gesetzlichen Rentenversicherung erteilt wurden, d.h. mit Einf&uuml;hrung des RV-Altersgrenzenanpassungsgesetz (Regelung der stufenweisen Anpassung) am 20.04.2007&hellip;&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bpav.de\/index.php\/blog\/item\/43-bundesarbeitsgericht-bag-urteil-3-azr-11-10-interpretiert-betriebliche-altersversorgungszusagen-in-einem-neuen-licht-trotz-betriebsrentenzusage-zum-65-lebensjahr-rentenzahlung-erst-ab-67\">BPAV Unternehmensberatung<\/a> \n<p><strong>Siehe dazu: Abl&ouml;sung einer Versorgungsordnung &ndash; Drei-Stufen-Schema &ndash; Anhebung der gesetzlichen Regelaltersgrenze &ndash; Umstellung laufender Rentenleistungen auf Kapitalleistung<\/strong><br>\n<a href=\"http:\/\/juris.bundesarbeitsgericht.de\/cgi-bin\/rechtsprechung\/document.py?Gericht=bag&amp;Art=en&amp;sid=4c9d839b2023e6fb570bc766a678f08b&amp;nr=15993&amp;pos=0&amp;anz=1\">Das Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom 15.5.2012 (3 AZR 11\/10)<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Kurswechsel in der Rentenpolitik statt Zuschussrente notwendig<\/strong><br>\n&bdquo;Um Altersarmut f&uuml;r Millionen zu verhindern, ist eine andere Rentenpolitik notwendig&ldquo;, sagte der Pr&auml;sident der Volkssolidarit&auml;t, Prof. Dr. Gunnar Winkler, am Montag. &bdquo;Die ministeriellen Erkenntnisse &uuml;ber die drohende Altersarmut f&uuml;r die k&uuml;nftigen Rentnergenerationen sind nichts Neues. Auch die falschen Schlussfolgerungen sind nicht neu. Interessant daran ist nur, dass die drohende Gefahr der Altersarmut nun vom Bundesarbeitsministerium best&auml;tigt wird.&ldquo; Es klinge fast, als warne Ministerin Ursula von der Leyen vor den Folgen ihrer eigenen Politik und der ihrer Vorg&auml;nger.<br>\nWinkler sagte weiter: &ldquo;Es bleibt dabei: Die vorgeschlagene Zuschussrente ist kein wirksamer Beitrag, um Altersarmut zu bek&auml;mpfen oder gar zu verhindern. Viele k&uuml;nftige Rentner werden die Zugangsvoraussetzungen nicht erf&uuml;llen. Und wenn doch, wird das Ergebnis in den meisten F&auml;llen entt&auml;uschend ausfallen.&rdquo;<br>\nDer Kurs, das Leistungsniveau der gesetzlichen Rente weiter zu senken, m&uuml;sse endlich korrigiert werden, forderte der Verbandspr&auml;sident. &ldquo;Die Volkssolidarit&auml;t fordert erneut, in der Gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) zum Prinzip der Lebensstandardsicherung zur&uuml;ckzukehren statt weiter an dem Dogma der Beitragssatzstabilit&auml;t festzuhalten. Die K&uuml;rzungsfaktoren bei den Rentenanpassungen m&uuml;ssen weg. Ansonsten werden auch dringend notwendige Einzelma&szlig;nahmen gegen Altersarmut kaum greifen.&rdquo;<br>\nDer Reformbedarf im Bereich der Alterssicherung gehe weit &uuml;ber die GRV hinaus, betonte der Verbandspr&auml;sident. Es entscheide sich in der Erwerbsphase, ob eine Alterssicherung im Einzelfall gut, weniger gut oder schlecht ausf&auml;llt. &ldquo;Vor allem Zeiten der Arbeitslosigkeit, Niedriglohnbesch&auml;ftigung, versicherungsfreie Minijobs, Leiharbeit, Werksvertr&auml;ge und die Lohndiskriminierung von Frauen f&uuml;hren verst&auml;rkt zu L&uuml;cken in Erwerbsbiografien und zu niedrigen Rentenanspr&uuml;chen.&rdquo; Dieser Entwicklung k&ouml;nne nur begrenzt &uuml;ber die Rente entgegengewirkt werden.<br>\n&ldquo;Die GRV kann kein Reparaturbetrieb f&uuml;r Fehlsteuerungen am Arbeitsmarkt sein&rdquo;, machte Winkler klar. &ldquo;Ohne eine aktive Arbeitsmarktpolitik, ohne einen gesetzlichen Mindestlohn, ohne die Aufhebung der Versicherungsfreiheit f&uuml;r Minijobs, ohne effektive Schritte zum Abbau der Lohndiskriminierung von Frauen und ohne wirksame Ma&szlig;nahmen f&uuml;r mehr versicherungspflichtige Besch&auml;ftigung f&uuml;r &auml;ltere Arbeitnehmer werden die Renten f&uuml;r viele k&uuml;nftig zu niedrig ausfallen. Ohne einen dringenden Kurswechsel wird Altersarmut eine bittere Realit&auml;t f&uuml;r Millionen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.volkssolidaritaet.de\/cms\/pressemitteilung_altersarmut_zuschussrente.html\">Volkssolidarit&auml;t<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Goldman Sachs &ndash; Eine Bank lenkt die Welt<\/strong><br>\nDie amerikanische Investmentbank Goldman Sachs ist in den letzten Jahren zum Symbol f&uuml;r Ma&szlig;losigkeit und ausufernde Spekulationen im Finanzbereich geworden. Der Dokumentarfilm gibt Einblicke in die Mechanismen der finanziellen und politischen Machenschaften der Bank.<br>\nDie amerikanische Investmentbank Goldman Sachs ist in den letzten Jahren zum Symbol f&uuml;r Ma&szlig;losigkeit und ausufernde Spekulationen im Finanzbereich geworden. Ihre Gesch&auml;fte mit der Zahlungsunf&auml;higkeit amerikanischer Privathaushalte haben sie zwar an den Rand des Bankrotts gebracht, aber letztlich wurde sie dank ihrer politischen Verbindungen vor dem Aus bewahrt. Auch gegen den Euro soll Goldman Sachs spekuliert haben und an der Wirtschaftskrise Griechenlands nicht unbeteiligt sein. Der Dokumentarfilm gibt Einblicke in die Mechanismen der finanziellen und politischen Machenschaften der Bank.<br>\nSeit f&uuml;nf Jahren steht die amerikanische Investmentbank Goldman Sachs f&uuml;r s&auml;mtliche Exzesse und Entgleisungen der Finanzspekulation. Durch hochspekulative Gesch&auml;fte mit der Zahlungsunf&auml;higkeit der amerikanischen Privathaushalte konnte sich die Bank an der aktuellen Finanzkrise bereichern und wurde dank ihrer politischen Verbindungen selbst vor dem Bankrott bewahrt. Als die amerikanische Krise &uuml;ber den Atlantik nach Europa schwappte, wurde Goldman Sachs zu einem der Protagonisten der Euro-Krise: Die Bank soll gegen die europ&auml;ische Einheitsw&auml;hrung spekuliert und die griechische Staatsschuldenbilanz mit Hilfe komplexer und undurchsichtiger W&auml;hrungsgesch&auml;fte gesch&ouml;nt haben. Als die europ&auml;ischen Regierungen nacheinander dem Zorn der W&auml;hler zum Opfer fielen, nutzte Goldman Sachs die Gunst der Stunde, um ihr komplexes Einflussgeflecht auf den alten Kontinent auszuweiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.arte.tv\/de\/Programm\/244,broadcastingNum=1445088,day=4,week=36,year=2012.html\">arte<\/a>\n<p><em><strong>Sendetermine:<\/strong> arte am Dienstag, den 4. September 2012 um 20.15 Uhr und am 19.09.2012 um 10:25<\/em><\/p>\n<p><strong>passend dazu: Der talentierte Mr. Goldman Sachs<\/strong><br>\nGoldman Sachs sichert sich Regierungs&auml;mter und Notenbankposten. Wie gro&szlig; die Widerspr&uuml;che sind, zeigt sich an EZB-Chef Mario Draghi [&hellip;]<br>\nSich vor Goldmans Macht zu f&uuml;rchten, ist wiederum angesichts der Faktenlage angebracht. Beginnen wir mit den Politikern, die in der Vergangenheit f&uuml;r die Bank t&auml;tig waren. Italiens amtierender Premierminister Mario Monti war Berater, die ehemaligen US-amerikanischen Finanzminister Robert Rubin (1995-1999) und Henry Paulson (2006-2009) sa&szlig;en im Vorstand der Bank. Jon Corzine, ehemals Gouverneur von New Jersey, war wie Paulson sogar Chef der Bank.<br>\nDann kommen die Notenbanker. Mario Draghi, Chef der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB), war zuvor Vizepr&auml;sident des Europa-Gesch&auml;fts der Bank (2002-2005). In seiner Rolle als W&auml;hrungsh&uuml;ter muss er das Vertrauen in den durch Griechenland ersch&uuml;tterten Euro zur&uuml;ckgewinnen. Doch ausgerechnet sein ehemaliger Arbeitgeber hat Athen 2001 geholfen, durch Verschleierung der wahren Finanzsituation &uuml;berhaupt Mitglied des Euroclubs zu werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1345165817702\/Der-talentierte-Mr-Goldman-Sachs\">derStandard.at<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Eurokrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&bdquo;Die Bazooka geht nach hinten los&ldquo;<\/strong><br>\nBayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) spricht sich gegen eine Banklizenz f&uuml;r den Rettungsfonds ESM aus. In einem F.A.Z.-Gastbeitrag bedauert er, dass sich &bdquo;auch mein Parteifreund Wolfgang Kubicki den Apologeten der Bazooka-Theorie&ldquo; angeschlossen hat. [&hellip;]<br>\nRichtig ist deshalb eine andere Theorie. Die &bdquo;Bazooka&ldquo; w&uuml;rde nur nach hinten losgehen. Internationale Anleger werden in die europ&auml;ischen Krisenl&auml;nder nur dann wieder Vertrauen fassen, wenn die zugrundeliegenden strukturellen Probleme durch Preissenkungen &uuml;berzeugend und nachhaltig angegangen und sukzessive beseitigt werden. Die H&ouml;he der n&ouml;tigen Preisanpassungen wird je nach Studie in Griechenland auf 30 Prozent, in Portugal auf 35, in Spanien auf 20 und in Italien auf zehn bis 15 Prozent gesch&auml;tzt. [&hellip;]<br>\nGleichzeitig schw&auml;chten wir mit einer Banklizenz f&uuml;r den ESM die Anreize f&uuml;r die Krisenl&auml;nder, die zwingend n&ouml;tigen wirtschaftlichen und strukturellen Reformen einzuleiten und durchzuhalten. Wie soll ein Regierungschef eines betroffenen Landes seine Landsleute denn davon &uuml;berzeugen, harte, aber notwendige Reformen durchzuhalten, wenn in Br&uuml;ssel vermeintlich Geld bis zum Abwinken nur darauf wartet, abgerufen zu werden?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/europaeische-union\/gastbeitrag-die-bazooka-geht-nach-hinten-los-11877430.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Was Martin Zeil in der FAZ schreibt, ist reichlich grotesk. Wie hoch w&auml;re denn die Staatsschuldenquote der s&uuml;deurop&auml;ischen L&auml;nder, wenn Zeils &bdquo;Preisanpassungen&ldquo; (gemeint sind damit Lohnsenkungen) umgesetzt w&uuml;rden? Zeil pl&auml;diert daf&uuml;r, die Wirtschaftskraft der s&uuml;deurop&auml;ischen L&auml;nder implodieren zu lassen. Im Endeffekt will Zeil die Effekte eines Euroaustritts dieser L&auml;nder durch Lohnsenkungen antizipieren. Seine Argumentation, dass dadurch die &bdquo;internationalen Anleger&ldquo; wieder &bdquo;Vertrauen fassen&ldquo; w&uuml;rden, ist &ouml;konomisch komplett unrealistisch. Es ist wirklich erstaunlich, dass viele W&auml;hler der FDP immer noch eine wie auch immer geartete Wirtschaftskompetenz zugestehen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Do it yourself im griechischen Gesundheitswesen<\/strong><br>\nDas griechische Gesundheitssystem war schon von der Krise von Korrup&shy;tion und &raquo;Fakellaki&laquo; (eine griechische Verniedlichungsform f&uuml;r einen Um&shy;schlag &ndash; in dem Geld steckt) gepr&auml;gt. Ohne private Zuzahlung lief kaum etwas im Krankenhaus oder beim Arzt. Im Zuge der Krise hat sich die Lage aber noch mal extrem versch&auml;rft. Es gibt viele und hohe Zuzahlung, die im Zuge der Krise gesetzlich beschlossen worden sind. F&uuml;r viele verarmte GriechInnen ist Gesundheitsversorgung unbezahlbar geworden. Darauf reagieren inzwischen Besch&auml;ftigte &ndash; nicht nur in Krankenh&auml;usern &ndash; mit Eigeninitiative, die bis zu Besetzungen geht. Anna Leder stellt uns verschieden solcher Projekte aus dem Gesundheitswesen vor und unten findet Ihr die Ank&uuml;ndigung einer Solidarit&auml;tsreise nach Griechenland, um aktive und im Widerstand Besch&auml;ftigte zu treffen und mit ihnen &uuml;ber die aktuelle Lage und Perspek&shy;tiven zu diskutieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksnet.de\/de\/artikel\/27846\">express via linksnet<\/a><\/li>\n<li><strong>Verwaiste Riesenbauten in Valencia &ndash; Desastr&ouml;se Stadtpolitik und leere Kassen<\/strong><br>\n62 Milliarden Euro Schulden dr&uuml;cken die Region Valencia und die Stadt Valencia selbst gilt mit ihren exorbitanten Kulturbauten als Musterbeispiel f&uuml;r Verschwendung. Zwei Lokaljournalisten entdecken in der Krise ihre Chance und veranstalten alternative Stadtf&uuml;hrungen auf der &ldquo;Route der Verschwendung&rdquo;. F&uuml;nfzehn solcher &ldquo;Orte der Verschwendung&rdquo; zeigen Teresa Galindo und ihr Partner Miguel &Aacute;ngel Ferr&iacute;s ihren G&auml;sten bei diesem eigenartigen Stadtrundgang. Dabei geht es den beiden nicht nur um Kritik an der gigantomanischen Planung der konservativen B&uuml;rgermeisterin Rita Barber&agrave;. Sie regiert hier seit &uuml;ber 20 Jahren. &ldquo;Valencia biete eine Gesamtschau aller Krankheitssymptome der Krise in Spanien,&rdquo; sagt der Journalist und P&auml;dagoge. &ldquo;Zum Beispiel Korruption: 20 Prozent der konservativen Parlamentarier sind in Gerichtsverfahren verstrickt. Zum Beispiel die Vergabe von Krediten ohne ausreichende Sicherheiten. Mit gro&szlig;z&uuml;gigen und undurchsichtigen Darlehen finanzierten die einheimischen Sparkassen Caja del Mediterraneo und Bancaja den Bauboom und Immobilienspekulationen. Bancaja ist inzwischen Teil der Pleitebank Bankia.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/podcast-mp3.dradio.de\/podcast\/2012\/08\/30\/dlf_20120830_0919_14628ebf.mp3\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Man mag gar nicht mehr auf solche Skandale hinweisen, wird doch nicht nur hierzulande von bestimmten Politikern und Medien meist das ganze Land in &ldquo;Sippenhaft&rdquo; genommen, siehe die B&uuml;rger Griechenlands. Vor allem wird dar&uuml;ber verdr&auml;ngt, dass in den Zentren des westlichen Finanzkapitals mit der exzessiven Deregulierung des Finanzsektors die Grundlage f&uuml;r die Freisetzung weitaus gr&ouml;&szlig;erer krimineller Energien geschaffen wurde. Nur, dass sich im Gegensatz zu den durchsichtigen Strategien von Lokalpolitikern die Netzwerke von Politik und Finanzkapital in der Ebene dar&uuml;ber als undurchsichtiger Dschungel erweisen. Und Banken sich nicht nur mit dreistelligen Millionenbetr&auml;gen von Anklagen freikaufen k&ouml;nnen, sondern gar &uuml;ber diverse Rettungsschirme vor den Folgen ihres Handelns bewahrt werden. Man k&ouml;nnte im Gegensatz zu den korruptionsanf&auml;lligen spanischen Lokalpolitikern (und anderswo) von systemrelevanten Kriminellen sprechen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Siehe auch den Beitrag: Sparkassenpleite in Spanien: Keiner will&rsquo;s gewesen sein<\/strong><br>\nArbeitsmarktreform, Schuldenbremse, K&uuml;rzungen &ndash; die neue konservative Regierung Spaniens hat eigentlich alles umgesetzt, was Br&uuml;ssel verlangte. Dennoch steckt Spanien steckt tief in der Krise, auch wegen einer Pleiteserie seiner Sparkassen. Eigentlich sollte sie vor einen Untersuchungsausschuss, so wie der Fall der Lehmann-Brothers vor den US-Kongress kam.  Das forderten alle Fraktionen im Parlament &ndash; mit Ausnahme der gr&ouml;&szlig;ten, der Volkspartei. Sie hat die absolute Mehrheit und stimmte dagegen. Lange Zeit sah es so aus, als sollte es dabei bleiben. Nachdem jedoch auch der Nationale Gerichtshof Strafanzeigen wegen der Pleiten mehrerer Sparkassen zugelassen hat, konnte sich die Volkspartei nicht mehr verweigern. Sie lie&szlig; zu, dass wenigstens einige Politiker und Bankenchefs vor dem Wirtschaftsausschuss des Parlaments aussagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2012\/07\/27\/dlf_20120727_0918_dc6b2ded.mp3\">Deutschlandfunk <\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>R&uuml;ckschau: Das Idyll und der Tod<\/strong><br>\nDie Fotografin Eva Leitolf zeigt die Selbstmordstr&auml;nde von Griechenland<br>\nSelbstt&ouml;tung ist in Griechenland zwar ein Tabu. Trotzdem hat sich die Selbstmordrate seit der Euro-Krise mehr als verdreifacht und einige der Lebensm&uuml;den suchen sich f&uuml;r ihren Selbstmord einen ganz bestimmten Ort aus: das Meer, die Stelle am Strand, die f&uuml;r sie Heimat war. Str&auml;nde, an denen wir gerne Urlaub machen&hellip;<br>\n20. April 2012 &ndash; ein Strand in der N&auml;he der Kleinstadt Psachna. Ein Bauer schie&szlig;t sich in den Bauch und stirbt. Sein Land soll verpf&auml;ndet werden. Im Polizeibericht steht sp&auml;ter: Tod durch Ertrinken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/ttt\/beitrag_dyn~uid,2uxv2d0wdf4s7mmd~cm.asp\">Das Erste ttt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Lucas Zeise: Streit um Geldsch&ouml;pfungsmaschine<\/strong><br>\nJens Weidmanns Antlitz prangte in der vergangenen Woche auf dem Titelblatt des Spiegel. Daneben die unpassende &Uuml;berschrift &raquo;Aufstand der Bundesbank&laquo;. Das ist kein Aufstand. Vielmehr verteidigt die Bundesbank das Staatsfinanzierungsverbot, das auf ihr Betreiben in die Euro-Vertr&auml;ge hineingedoktert wurde. Das war damals eine Ma&szlig;nahme, um die Rechte der Parlamente einzuschr&auml;nken, &uuml;ber das Staatsbudget zu bestimmen, so wie man heute mit Schuldenbremse und Fiskalpakt auf diesem Weg schon zwei Schritte weiter ist. Weidmann wei&szlig; allerdings auch, da&szlig; die Alternative, die Finanzierung der Staatshaushalte &uuml;ber die Finanzm&auml;rkte, nicht mehr funktioniert. Das gilt nicht nur f&uuml;r S&uuml;deuropa sondern auch f&uuml;r so seri&ouml;se kapitalistische Staaten wie die USA, Japan oder Gro&szlig;britannien. Diese drei lassen denn auch seit Ausbruch der Finanzkrise einen wachsenden Teil ihrer Staatsschulden direkt von der staatseigenen Notenbank finanzieren. Solange das alle gr&ouml;&szlig;eren Staaten so machen, fliehen die noch liquiden Investoren nicht aus dem Dollar, dem Yen und dem Pfund? Sollen sie etwa Euro kaufen? Also schmiert keine W&auml;hrung ab, weil alle (au&szlig;er ein paar Exoten wie der Schweizer Franken oder die norwegische Krone) fundamental schwach sind.<br>\nWeidmann wird deshalb ganz brav amen sagen, wenn Mario Draghi am kommenden Donnerstag sein Anleiheaufkaufprogramm pr&auml;sentiert. Die Euro-Vertr&auml;ge lassen den beiden angeblich streitenden Zentralbankern ein gro&szlig;es Schlupfloch. Die Zentralbank mu&szlig; schlie&szlig;lich auch laut Vertrag daf&uuml;r sorgen, da&szlig; ihre Geldpolitik wirkt. Was nichts anderes hei&szlig;t, als da&szlig; ihre niedrigen Leitzinsen &uuml;berall im Eurogebiet auch durchgesetzt werden m&uuml;ssen. Ohne den Kauf von Staatsanleihen durch die Zentralbank funktioniert das mitten in der Finanzkrise schon gar nicht. Wir wohnten also einem Scheingefecht bei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/09-01\/025.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Irritierend ist nur, warum das auch der Kanzlerin angelastete Einknicken ihres fr&uuml;heren Adlatus von dieser akzeptiert wird. Immerhin meinte sie unl&auml;ngst, dass sie &bdquo;Jens Weidmann nat&uuml;rlich als unserem Bundesbanker den R&uuml;cken st&auml;rkt, dass er m&ouml;glichst viel Einfluss auch innerhalb der EZB hat&ldquo;. Offensichtlich f&auml;hrt die Angela Merkel wieder einmal zweispurig, denn andererseits unterst&uuml;tzt sie das Vorhaben Draghis mit den &uuml;blichen vagen Worten: &bdquo;Ich habe nach wie vor Vertrauen, dass die EZB auf der Grundlage ihres Mandats ihre Beschl&uuml;sse f&auml;llt&ldquo;. Die Kanzlerin ist offensichtlich der Auffassung, dass sie aus innenpolitischen Gr&uuml;nden (Wahlen) nicht offen f&uuml;r den Aufkauf von Staatsanleihen durch die EZB pl&auml;dieren kann. Ich muss gestehen, dass ich mir nicht im Klaren war, wie stark die jede Hilfe f&uuml;r die Krisenstaaten, auch &uuml;ber den Kauf von Staatsanleihen, von der Bev&ouml;lkerung abgelehnt wird. Ein Blick auf die Lesermeinungen zum Artikel &ldquo;Weidmanns Schlacht&rdquo; in der FAZ wie auch ein Blick in die letzten Umfragen hat mich eines Besseren belehrt: Kein einziger <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/schuldenkrise-weidmanns-schlacht-11875913.html?selectedTab=comments#comments\">kritischer Kommentar zur Position Weidmanns<\/a>.<\/em><br>\n<em>Wahrscheinlich wird die Kanzlerin ihre zweideutige Haltung sp&auml;ter einmal damit rechtfertigen, dass bis zuletzt der Druck aufrecht gehalten werden musste, um diese Hilfe &auml;u&szlig;ert restriktiv zu konditionieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Albrecht von Lucke: Die Politisierung Europas<\/strong><br>\nIn der Frage der europ&auml;ischen Integration sind wir an einem entscheidenden Punkt angelangt. L&auml;ngst ist die Krise weit mehr als eine der W&auml;hrung. &bdquo;Die Spannungen, die in den letzten Jahren die Eurozone begleiten, tragen bereits die Z&uuml;ge einer psychologischen Aufl&ouml;sung Europas&ldquo;, brachte es Italiens Ministerpr&auml;sident Mario Monti auf den Punkt. Wenn der Euro zu einem Faktor des europ&auml;ischen Auseinanderdriftens werde, dann seien auch &bdquo;die Grundlagen des Projekts Europa zerst&ouml;rt&ldquo;. Tats&auml;chlich droht die Europ&auml;ische Union immer mehr aus einem Projekt der Entnationalisierung zu einem Prozess der Renationalisierung zu werden. Trauriger H&ouml;hepunkt dieser Entwicklung, jedenfalls in der deutschen Debatte, war die Forderung von CSU-Umweltminister Markus S&ouml;der, man m&uuml;sse &bdquo;an Athen ein Exempel statuieren&ldquo;. Denn: &bdquo;Irgendwann muss jeder bei Mama ausziehen, und die Griechen sind jetzt so weit.&ldquo; Billiger k&ouml;nnen Ressentiments wohl kaum zu Wahlkampfzwecken instrumentalisiert werden. Damit ist der Jargon der &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung gegen die &bdquo;Pleite-Griechen&ldquo; endg&uuml;ltig in der Politik angekommen. Dabei geht es heute l&auml;ngst nicht mehr um die Zukunft Griechenlands, sondern ganz Europas. Wie dramatisch die Spaltungen inzwischen geworden sind, zeigte sich zuletzt auf dem Br&uuml;sseler EU-Gipfel Ende Juni, bei dem sich der neue franz&ouml;sische Pr&auml;sident Fran&ccedil;ois Hollande auf die Seite der S&uuml;dl&auml;nder Spanien und Italien schlug. Dieser Bruch mit dem deutsch-franz&ouml;sischen Tandem stellt eine historische Z&auml;sur dar. Indem Hollande nun auf die franz&ouml;sisch-italienische Partnerschaft setzt, erleben wir eine fatale Frontstellung zwischen Nord und S&uuml;d. Gleichzeitig mehren sich auch im S&uuml;den national-chauvinistische Stimmen, macht etwa Berlusconis Tageszeitung &bdquo;Il Giornale&ldquo; mit der &Uuml;berschrift &bdquo;Viertes Reich&ldquo; auf &ndash; unter einem Bild Angela Merkels mit Nazi-Gru&szlig;. Erstmals seit 1989 ist Deutschland nicht mehr &bdquo;nur noch von Freunden umzingelt&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2012\/september\/die-politisierung-europas?print\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Rollenspiele der Euro-Retter<\/strong><br>\nJ&ouml;rg Asmussen und Jens Weidmann haben ein gemeinsames Ziel: die Euro-Rettung. Doch das einstige Dream-Team streitet &uuml;ber den Weg, die Positionen von EZB und Bundesbank scheinen unvereinbar. Schon machen R&uuml;cktrittsdrohungen die Runde. Alles nur ein gro&szlig;er Bluff im politischen Machtpoker?&hellip;<br>\nShowdown ist an diesem Donnerstag. Dann wird der EZB-Rat &uuml;ber die Bedingungen f&uuml;r weitere Staatsanleihek&auml;ufe abstimmen. Die Fronten sind verh&auml;rtet. Asmussen und Weidmann werden wohl gegeneinander stimmen. Ist das das Ende der Freundschaft, wie &ldquo;Bild&rdquo; bereits spekulierte? &ldquo;Wir reden miteinander, nicht &uuml;bereinander&rdquo;, wehrt Asmussen ab.<br>\n&hellip; Da ist auf der einen Seite die Bundesbank, in deren oberen R&auml;ngen viele Hardliner sitzen, die die deutsche Position vertreten. Sie werten die Euro-Rettungsaktionen der letzten Jahre als Versto&szlig; gegen Vertr&auml;ge und Prinzipien. Auf der anderen Seite stehen die Vertreter der &ldquo;S&uuml;dl&auml;nder&rdquo; in der EZB, die auf die US-Notenbank Fed schielen und deren gro&szlig;z&uuml;gige Geldpolitik kopieren wollen. Sie wollen, dass die Zinsen auf Staatsanleihen in Spanien und Italien sinken, um den Regierungen das Leben zu erleichtern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:agenda-rollenspiele-der-euro-retter\/70084912.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Zwei Alternativen zur Geldschwemme<\/strong><br>\nMit billigem Geld versuchen die Notenbanken, die Finanzkrise zu lindern. Diese Woche will die Europ&auml;ische Zentralbank mit einem neuen Anleihenkauf-Programm nachlegen. Doch die Geldflut sch&uuml;rt bei B&uuml;rgern und bei Experten Zweifel am bestehenden W&auml;hrungssystem. Sie fordern Alternativen. [&hellip;]<br>\nDas Papiergeld, das wir heute in den H&auml;nden halten, das Guthaben auf unserem Bankkonto &ndash; all das hat nur einen virtuellen Wert. Sobald die Menschen den Glauben daran verlieren, lassen sich die Scheine gegen nichts mehr eintauschen.<br>\nDas war nicht immer so: In mehreren Phasen der Geschichte war der Wert des Geldes an Gold gebunden &ndash; also an ein Edelmetall, das von sich aus schon einen Materialwert besitzt und dessen Vorkommen nat&uuml;rlich begrenzt sind. [&hellip;]<br>\nViele Experten und Politiker wollen deshalb zur&uuml;ck zum alten System der Goldkopplung &ndash; und halten dies auch f&uuml;r machbar. &ldquo;Nat&uuml;rlich w&auml;re es m&ouml;glich, zu einem Goldstandard zur&uuml;ckzukehren&rdquo;, sagt Thorsten Polleit, Chefvolkswirt beim Edelmetallh&auml;ndler Degussa und Honorarprofessor an der Frankfurt School of Finance &amp; Management. &ldquo;Das ist eine grunds&auml;tzliche Entscheidung &uuml;ber die Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/goldstandard-und-vollgeld-zweifel-am-finanzsystem-a-853621-3.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Der Chefvolkswirt des Edelmetallh&auml;ndlers Degussa macht Stimmung f&uuml;r eine Goldkopplung? Seinen Arbeitgeber wird dies freuen. Wer &uuml;brigens glaubt, dass ausgerechnet der Goldpreis ein wie auch immer seri&ouml;ser Index sei, der nicht durch Spekulationen manipuliert wird, sollte sich einmal ins Ged&auml;chtnis rufen, dass man bei der gr&ouml;&szlig;ten Terminb&ouml;rse f&uuml;r Goldkontrakte mit einem Einsatz von 6.750 US$ auf Kontrakte im Volumen von 100 Unzen (also zu einem derzeitigen Marktwert von 170.000 US$) erwerben bzw. ver&auml;u&szlig;ern darf. Dies entspricht einem Hebel von 1:25 &ndash; damit z&auml;hlen die Goldh&auml;ndler zur Champions League der Spekulanten. Der Goldpreis wird also durch just die Instrumentarien gepusht, die man beim Fiat-Geldsystem kritisiert. Ein Goldstandard, also ein staatlich fixierter Goldpreis, h&auml;tte zumindest einen Vorteil &ndash; der hoch spekulative Goldmarkt m&uuml;sste schlie&szlig;en und es k&ouml;nnten keine Kleinanleger mehr abgezockt werden.<\/em><\/p>\n<p><strong>passend dazu: Goldinvestments &ndash; Die &auml;lteste Spekulationsblase der Welt<\/strong><br>\nGold, die bew&auml;hrteste Krisenw&auml;hrung der Menschheit? Stimmt, aber deswegen noch lange keine gute Form der Geldanlage. Der Preis schwankt stark, Zinsen gibt es keine &ndash; und die Erfahrung lehrt: Wenn es wirklich hart auf hart kommt, wird Goldbesitz ohnehin verboten. [&hellip;]<br>\nGold erh&auml;lt also seinen Wert allein durch den Glauben der Menschen an seinen Wert. Deutlicher gesagt: Der Goldpreis ist beinahe zu 100 Prozent eine Spekulationsblase. Er ist sogar die &auml;lteste Spekulationsblase der Welt. Doch gerade dieser Umstand, dass es sich um die &auml;lteste Spekulationsblase der Welt handelt, stellt auch das wichtigste Argument f&uuml;r Gold dar. Keine andere Blase hat schon so lange Bestand. Trotz der enormen Preisschwankungen hat Gold &uuml;ber die Jahrtausende immer einen gewissen Wert behalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/service\/warum-gold-in-der-euro-krise-keine-gute-geldanlage-ist-a-852928.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Exportauftr&auml;ge brechen ein<\/strong><br>\nDie Exportwirtschaft gilt als St&uuml;tze der deutschen Konjunktur. Doch nun bekommt die Branche die Folgen der Euro-Krise und der weltweiten Wirtschaftsflaute zu sp&uuml;ren. Die Auftr&auml;ge der deutschen Exporteure fielen im August so stark wie seit &uuml;ber drei Jahren nicht mehr, teilte das Markit-Institut mit. &ldquo;Besonders markant ging die Zahl der Bestellungen aus S&uuml;deuropa zur&uuml;ck&rdquo;, hie&szlig; es.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/export-auftraege-im-august-laut-markit-eingebrochen-a-853565.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Jungen Menschen ohne Ausbildung droht ein Leben in prek&auml;ren Verh&auml;ltnissen<\/strong><br>\nAm 1. September hat das neue Ausbildungsjahr begonnen. Die Arbeitgeber und die Politik sind sich einig: F&uuml;r junge Auszubildende ist die Situation rosig. Der immer wieder hei&szlig; diskutierte Fachkr&auml;ftemangel hat die Betriebe erreicht und viele Unternehmen suchen h&auml;nderingend nach Auszubildenden. Trotzdem sind immer noch 2,2 Millionen Menschen im Alter zwischen 20 und 34 ohne eine abgeschlossene Berufsausbildung. Der deutsche Gewerkschaftsverband DGB hat &uuml;ber diese Gruppe eine neue Studie ver&ouml;ffentlicht. Telepolis sprach mit dem Leiter der Abteilung Bildungspolitik und Bildungsarbeit des DGB und Studienautoren Matthias Anbuhl &uuml;ber die Probleme dieser Menschen, einen Ausbildungsplatz zu finden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/37\/37557\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&ldquo;Fl&uuml;chten! Wie kann man weg von hier?&rdquo; &ndash; Vom Leben in deutschen Armutszonen<\/strong><br>\nIn den letzten zehn Jahren erlebten Frankreich, die Niederlande und Gro&szlig;britannien heftige Gewaltausbr&uuml;che in heruntergekommenen Stadtteilen. Auch in Deutschlands Gro&szlig;st&auml;dten sind ausgedehnte Armutszonen entstanden. Am Rand des Existenzminimums oder darunter leben dort etwa f&uuml;nf Millionen Menschen, unter ihnen viele mit Migrationshintergrund. Gerade der Alltag der Kinder und Jugendlichen ist von Aggressivit&auml;t und Perspektivlosigkeit gepr&auml;gt. Das Bund-L&auml;nder-Programm &ldquo;Soziale Stadt&rdquo;, das eine Aufwertung der Armutszonen versuchte, wird seit einiger Zeit massiv &ldquo;zur&uuml;ckgefahren&rdquo;. Eine Eskalation wird allm&auml;hlich wahrscheinlicher.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2012\/08\/06\/drk_20120806_1930_14d97b7b.mp3\">Deutschlandfunk <\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/download\/172294\/\">Deutschlandfunk [PDF &ndash; 75.8 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Milliarden-Entlastung f&uuml;r die Industrie durch Energiesteuer-Nachl&auml;sse<\/strong><br>\nDie Entlastung der Wirtschaft durch Verg&uuml;nstigungen bei der Energiebesteuerung hat im vergangenen Jahr rund 4,3 Milliarden Euro betragen. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung (17\/10515) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen (17\/10420) hervor. Darin verweist die Bundesregierung darauf, dass es sich bei den Angaben noch nicht um die endg&uuml;ltigen Zahlen f&uuml;r das vergangene Jahr handelt.<br>\nIn ihrer Antwort erkl&auml;rt die Bundesregierung, dass den Unternehmen des Produzierenden Gewerbes der sogenannte Spitzenausgleich bei der Energie- und der Stromsteuer ab 2013 nur noch dann gew&auml;hrt werden soll, &bdquo;wenn diese ambitionierte Effizienzanforderungen erf&uuml;llen&ldquo;. Der Spitzenausgleich wurde nach Angaben der Regierung von Rot-Gr&uuml;n im Rahmen der &ouml;kologischen Steuerreform eingef&uuml;hrt, um den Erhalt der internationalen Wettbewerbsf&auml;higkeit insbesondere von energieintensiven Unternehmen sicherzustellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2012_09\/2012_378\/01.html\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das sog. &bdquo;Bildungs- und Teilhabepaket&ldquo; hat einen Umfang von 778 Mio. Euro, bei den Hartz-IV-Empf&auml;nger(inne)n hat man die Ausgaben f&uuml;r Haustiere, Schnittblumen und Zimmerpflanzen gestrichen, bei der Industrie gew&auml;hrt man gro&szlig;z&uuml;gige Steuernachl&auml;sse.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wissenschaftler in der Grauzone<\/strong><br>\nDer Markt f&uuml;r wissenschaftliche Politikberatung ist lukrativ. Doch oft wird nicht deutlich, ob der Wissenschaftler als Berater auftritt oder als Lobbyist.<br>\nDie Politik ist f&uuml;r die Wissenschaft kein neues Thema. Seit Forschergenerationen untersuchen Politikwissenschaftler die Machtstrukturen von Staaten und Parteien. Neu ist dagegen der Drang der Wissenschaft, mit ihrer Expertise am lukrativen Markt der Politikberatung zu partizipieren.<br>\nDas Dilemma: Das Staats-Consulting ist hochgradig von interessegeleitetem Lobbyismus durchsetzt. Leitlinien f&uuml;r eine unabh&auml;ngige wissenschaftliche Politikberatung sind erst im Entstehen.<br>\n&bdquo;Die wissenschaftliche Politikberatung wird von Politikern, &Ouml;ffentlichkeit und Medien gleicherma&szlig;en mit &uuml;bersteigerten Erwartungen konfrontiert wie mit unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;iger Kritik &uuml;berzogen&ldquo;, urteilt der Bielefelder Soziologe Peter Weingart. Zwar gebe es durchaus die spektakul&auml;ren Beratungsf&auml;lle wie zu Klimawandel, Schweinegrippe und gr&uuml;ner Gentechnik, die es mit kontroversen Positionen in die Schlagzeilen schaffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!100684\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Sarrazin, H&ouml;hler, Spitzer: Ist der deutsche Buchmarkt reaktion&auml;r geworden?<\/strong><br>\nB&uuml;cher, die als Bestseller angelegt sind, verkaufen sich nur mit steilen Thesen. Das war schon immer so. Neu ist aber, dass die j&uuml;ngsten Bestseller alle in die gleiche Richtung tendieren: Bildungswutb&uuml;rger fl&uuml;chten in eine vermeintlich bessere Vergangenheit. [&hellip;]<br>\nAlle diese Bestseller-Autoren verfolgen &ndash; auf unterschiedlichen Gebieten (Gesellschaft, Politik, Familie) &ndash; ein Leitbild von vorgestern, und die Buchverlage, die einmal f&uuml;r Fortschritt und Moderne und Aufbruch und &Ouml;ffnung standen, schenken diesen gedanklichen &bdquo;Modernisierungsverlierern&ldquo; au&szlig;erordentlich viel Raum und Aufmerksamkeit.<br>\nDie R&uuml;ckw&auml;rtsgewandtheit der w&uuml;tenden deutschen Bildungsb&uuml;rger (die in der R&uuml;ckw&auml;rtsgewandtheit mancher Talkshow-Moderatoren einen idealen Transmissionsriemen finden, weil diese dem gleichen Milieu entstammen) ist f&uuml;r die &uuml;bergro&szlig;e Mehrheit der Menschen nur beschr&auml;nkt unterhaltsam oder n&uuml;tzlich, denn die kulturpessimistische Dauerklage dar&uuml;ber, dass die Welt nicht mehr so ist, wie sie im 19. und 20. Jahrhundert in einer bestimmten kleinen Schicht vielleicht einmal war, hat etwas Erm&uuml;dendes und Verzagtes.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/carta.info\/47928\/sarrazin-hohler-spitzer-ist-der-deutsche-buchmarkt-reaktionar-geworden\/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+carta-standard-rss+%28Carta%29\">Carta<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Ein Gesetz aus dem Hause Springer &ndash; Das Bundeskabinett bringt das Leistungsschutzrecht auf den Weg<\/strong><br>\nDeutschlands Verleger haben seit knapp vier Jahren ein Herzensanliegen. Sie m&ouml;chten daran mitverdienen, wenn Inhalte, die sie ins Netz gestellt haben, von anderen dazu genutzt werden, um ein Gesch&auml;ft zu machen. Ihr Schl&uuml;ssel zur L&ouml;sung: das Leistungsschutzrecht. Lange von ihnen angemahnt, hat der Entwurf nun in der dritten &Uuml;berarbeitung das Bundeskabinett passiert. In den Entw&uuml;rfen eins und zwei sollten vor allem Blogger und Suchmaschinenbetreiber den Verlegern Geld in die Kassen zahlen, der Entwurf Nummer drei zielt auch auf gewerbliche Anbieter von Diensten ab, &ldquo;die Inhalte entsprechend aufbereiten&rdquo;. Eine schwierige Materie und ein schwieriges Gesetz. Thomas Hoeren, Medienjurist und Professor an der Universit&auml;t M&uuml;nster, erkl&auml;rt im Gespr&auml;ch mit Brigitte Baetz, was er vom Leistungsschutzrecht h&auml;lt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/podcast-mp3.dradio.de\/podcast\/2012\/09\/01\/dlf_20120901_1706_11303f47.mp3\">Deutschlandfunk <\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Der Politikwissenschaftler Hans See im Gespr&auml;ch mit Michael Langer<\/strong><br>\nHans See ist emeritierter Professor f&uuml;r Politikwissenschaft, Sozialpolitik und Wirtschaftskriminologie. Bis 1999 lehrte er an der Fachhochschule Frankfurt am Main. See ist Autor zahlreicher B&uuml;cher (&bdquo;Kapital-Verbrechen&ldquo;) und Gr&uuml;nder des gemeinn&uuml;tzigen Vereins Business Crime Control, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, &uuml;ber die Strukturen und Gefahren von Wirtschaftsverbrechen aufzukl&auml;ren.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/playlist\/dlf_zwischentoene\/1822401\/\">Deutschlandradio (Einleitungstext)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2012\/07\/29\/dlf_20120729_1330_1d9c7de9.mp3\">Deutschlandradio (Teil 1) <\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2012\/07\/29\/dlf_20120729_1410_805c9569.mp3\">Deutschlandradio (Teil 2) <\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Rassismus im deutschen Kinderfernsehen<\/strong><br>\nEin befreundeter schwarzer Vater &auml;u&szlig;erte neulich mir gegen&uuml;ber seinen Unmut &uuml;ber das deutsche Kinderfernsehen: Wann immer man in einer Kinderserie von ARD und ZDF, mit echten Schauspielern, ein schwarzes Gesicht sieht, kann man sicher sein, dass der betreffende Charakter fr&uuml;her oder sp&auml;ter &bdquo;Mist baut&ldquo;. So werden die Kinder schon fr&uuml;h darauf konditioniert zu lernen, dass Schwarze Versager und Verbrecher sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.scilogs.de\/wblogs\/blog\/die-sankore-schriften\/psychologie\/2012-07-11\/rassismus-im-deutschen-kinderfernsehen\">Scilogs<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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