{"id":14341,"date":"2012-09-06T08:30:48","date_gmt":"2012-09-06T06:30:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14341"},"modified":"2012-09-06T09:59:28","modified_gmt":"2012-09-06T07:59:28","slug":"hinweise-des-tages-1713","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14341","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL\/JB) Mehr<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert.<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14341#h01\">Rentenpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14341#h02\">Europ&auml;ischer Bankensozialismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14341#h03\">M&ouml;gliches Zerbrechen der Euro-Zone &ldquo;Katastrophe f&uuml;r die Jugend&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14341#h04\">Die Banken und das Geld der Anderen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14341#h05\">Goldman Sachs &ndash; eine Bank greift nach der Macht?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14341#h06\">Die &Ouml;konomie in der Verweigerung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14341#h07\">Angela Merkel wechselt die Seiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14341#h08\">Geldpolitik in der Krise: Deutschland braucht die Inflation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14341#h09\">Eurozone demands six-day week for Greece<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14341#h10\">Das M&auml;rchen von den Griechen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14341#h11\">Fortschritt &ldquo;Made in Spain&rdquo; &ndash; Spanische Forschung und Technologie f&uuml;r das 21. Jahrhundert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14341#h12\">Werner R&uuml;gemer:Der Ruin der Kommunen: Ausverkauft und totgespart<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14341#h13\">Fabrik Krankenhaus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14341#h14\">Lufthansa-Streik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14341#h15\">S&auml;chsische Bildungs-Sparpolitik: Schulpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion zur&uuml;ckgetreten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14341#h16\">Die Lehre soll nicht f&uuml;r die Elite bluten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14341#h17\">Das Letzte: Aktuelle Rentenentwicklung, Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14341&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Rentenpolitik<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Rente und Altersarmut<\/strong><br>\nTrotz Warnungen der Sozialverb&auml;nde, Gewerkschaften und linken Parteien hat die schwarz-gelbe Bundesregierung l&auml;ngere Zeit das Thema Altersarmut hartn&auml;ckig ignoriert. Jetzt warnt Bundesarbeitsministerin von der Leyen vor einem sich deutlich abzeichnenden Anstieg der Altersarmut in Deutschland und sieht die Legitimit&auml;t des Rentensystems in Gefahr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/rente-und-altersarmut\/%20\">Sozialismus Aktuell<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Rente ist keine Frage der Demografie&rdquo;<\/strong><br>\n(tagesschau.de-Interview mit Sozialforscher Prof. Dr. Christoph Butterwege)<br>\nWegen ihrer geplanten Zuschussrente steht Ursula von der Leyen unter Dauerbeschuss. Als Mittel gegen Altersarmut helfe dieses Modell nicht, sagt auch Sozialforscher Butterwegge gegen&uuml;ber tagesschau.de: &ldquo;Das ist reine Augenwischerei.&rdquo; Und mit Demografie habe das Rentenproblem schon gar nichts zu tun.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/altersarmut132.html\">Tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.K.:<\/strong> Interessant, dass die tagesschau.de-Redaktion wenigstens durch einen Interview-Beitrag die tats&auml;chliche Rentenproblematik thematisiert, n&auml;mlich als Verteilungsproblem zwischen Arm und Reich. Vielleicht wird dies ja irgendwann auch redaktionell aufgegriffen. Wendet man dagegen die absurde Argumentation an, dass durch die demographischen Entwicklung Altersarmut verursacht wird, dann kann man das gleich auf den Armutsbegriff insgesamt ausdehnen. Und wenn man das betrachtet, sollte eigentlich klar sein, dass dies einfach nicht stimmen kann, wenn der gesamtgesellschaftliche Reichtum w&auml;chst. Armut ist und bleibt ein Verteilungsproblem, dass man politisch hervorruft oder politisch l&ouml;st.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Europ&auml;ischer Bankensozialismus<\/strong><br>\nDie Finanzkrise feiert in diesem Jahr ihr f&uuml;nfj&auml;hriges Jubil&auml;um und scheint kein Ende zu nehmen. Im Gegenteil: Immer mehr Staaten geraten in ihren Sog, ja sogar vom Endspiel um den Euro ist allenthalben die Rede.<br>\nDie Politik &uuml;bt sich in immer hektischeren Gipfeln, auf denen &ndash; so k&ouml;nnte man meinen &ndash; immer Gr&ouml;&szlig;eres beschlossen wird. Auch der j&uuml;ngste Gipfel hat erneut deutlich gemacht: Die Schnellsch&uuml;sse und Volten der Politik h&auml;ufen sich in einem derartigen Tempo, dass man zunehmend die &Uuml;bersicht verliert, wer hier eigentlich was macht und wie viel das wen kosten kann. Die dort gefallenen Beschl&uuml;sse sehen unter anderem eine direkte Rekapitalisierung von Banken durch den Europ&auml;ischen Stabilit&auml;tsmechanismus (ESM) vor.<br>\nDar&uuml;ber hinaus soll bis zum Ende des Jahres eine neue europ&auml;ische Bankenaufsicht eingerichtet und zugleich der Zugang der Staaten zu den EU-Rettungsschirmen erleichtert werden. Die Hoffnung, auf diese Weise den Teufelskreis aus angeschlagenen Banken und maladen Staatsfinanzen zu durchbrechen, k&ouml;nnte sich jedoch als tr&uuml;gerisch erweisen&hellip;&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2012\/august\/europaeischer-bankensozialismus%20\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik vom August 2012<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>M&ouml;gliches Zerbrechen der Euro-Zone &ldquo;Katastrophe f&uuml;r die Jugend&rdquo;<\/strong><br>\nDie Arbeitsorganisation der Vereinten Nationen warnt vor einem Zerbrechen der Euro-Zone. Ein Austritt Griechenlands w&uuml;rde die Zahl der Erwerbslosen drastisch in die H&ouml;he treiben. Besonders betroffen &hellip;die ILO warnt dringend vor den dramatischen Folgen, die ein Austritt Griechenlands f&uuml;r den einfachen Arbeitnehmer haben k&ouml;nnte. &ldquo;Die durchschnittliche Arbeitslosigkeit in den 17 Staaten w&uuml;rde auf 13 Prozent steigen&rdquo;, sagte ILO-Volkswirt Ekkehard Ernst der S&uuml;ddeutschen Zeitung.<br>\nEnde des vergangenen Jahres seien es gut zehn Prozent gewesen. Auch Deutschland k&auml;me bei einem Austritt der Griechen l&auml;ngst nicht so ungeschoren davon wie oftmals vermutet. Immerhin w&uuml;rde sich die Arbeitslosenrate 2014 im Vergleich zu 2011 um gut 26 Prozent auf neun Prozent erh&ouml;hen und &uuml;ber Jahre auf diesem Niveau verharren&hellip;. Besonders dramatische Konsequenzen w&uuml;rde ein griechischer Ausstieg aus der Euro-Zone f&uuml;r die ohnehin schon von der Krise gesch&uuml;ttelten L&auml;nder Spanien und Portugal mit sich bringen. So erwartet Ernst in Spanien in diesem Fall f&uuml;r das Jahr 2014 eine Arbeitslosenquote von 27,7 Prozent. Die Jugendarbeitslosigkeit unter den 15- bis 24-J&auml;hrigen w&uuml;rde sogar auf 51,3 Prozent ansteigen. Auch in Portugal werde die Zahl der Jobsuchenden im Vergleich zum Jahr 2011 um gut sechs Prozent h&ouml;her liegen, sagte Ernst.<br>\n&hellip;Denn die Auswirkungen eines griechischen Exits muten nahezu harmlos an, wenn man sie mit den Folgen eines vollst&auml;ndigen Crashs der Euro-Zone vergleicht. Nach den ILO-Rechnungen w&uuml;rde die Arbeitslosenquote in Deutschland 2014 auf 11,3 Prozent steigen und &uuml;ber die folgenden Jahre da verharren. Ende des vorigen Jahres lag sie bei 7,1 Prozent. Frankreich m&uuml;sste fast 17 Prozent Arbeitslosigkeit ertragen, Spanien sogar 36,9 Prozent. &hellip;Die ILO pocht deshalb auf eine Art Besch&auml;ftigungsgarantie f&uuml;r Jugendliche. Nach sp&auml;testens sechs Monaten Arbeitslosigkeit soll ihnen ein Ausbildungsplatz oder eine Besch&auml;ftigung angeboten werden, die aus staatlichen Mitteln finanziert wird. Kosten werde dies pro Mitgliedsstaat maximal 0,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Ernst: &ldquo;Das ist nicht wenig, aber im Vergleich zu den Kosten der Bankenrettung nicht viel.&rdquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/moegliches-zerbrechen-der-euro-zone-katastrophe-fuer-die-jugend-1.1455003\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die Banken und das Geld der Anderen<\/strong><br>\nDie Banken wollen am liebsten noch mehr Schulden auf die R&uuml;cken der Anderen h&auml;ufen. Das gilt auch f&uuml;r die Deutsche Bank, die sich r&uuml;hmt, ohne Staatshilfe durch die Krise gekommen zu sein. Dabei profitieren die Institute jeden Tag von den teuren Rettungsaktionen der Staatengemeinschaft. Ihre Verluste w&auml;ren gewaltig, wenn die Regierungen die M&auml;rkte sich selbst &uuml;berlassen w&uuml;rden.<br>\nVerst&auml;ndlich daher, dass der Co-Chef der Deutschen Bank vor einer Renationalisierung hierzulande warnt. Die Deutschen d&uuml;rften &bdquo;keine neuen Mauern&ldquo; aufbauen, sagt J&uuml;rgen Fitschen und spricht damit geschickt die alten &Auml;ngste vor einer Isolierung an. Auch sein Vorg&auml;nger Josef Ackermann hatte in flammenden Reden eindringlich f&uuml;r eine &bdquo;Rettung&ldquo; Griechenlands geworben. Wer davon profitiert, sagte er seinerzeit ganz offen: Es sind die Banken. Sie h&auml;tten &bdquo;Milliarden im Feuer&ldquo;.<br>\nAn neuen Horrorszenarien basteln auch diesmal die Banken kr&auml;ftig mit. Hypo-Vereinsbank-Chef Weimer etwa rechnet vor, dass ein Zerfall der Eurozone zwischen 1.500 bis 3.300 Milliarden Euro kosten w&uuml;rde&hellip;<br>\nSicher stehen Banken mit Fehlern nicht alleine da. Aber mit ihren undurchsichtigen, hochkomplexen Finanzprodukten, mit ihren Transaktionen am Rande der Legalit&auml;t, den Manipulationen und der mangelnden internen Kontrolle haben sie gewaltig dazu beigetragen.<br>\nVielleicht w&auml;re allein diese Einsicht der erste Schritt dahin, den Mund etwas weniger voll zu nehmen, wenn es um das Geld der Anderen geht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blogs.wallstreetjournal.de\/die_seite_drei\/2012\/09\/05\/die-banken-und-das-geld-der-anderen\/\">The Wall Street Journal<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Bemerkenswert bankenkritisch f&uuml;r das WSJ.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Goldman Sachs &ndash; eine Bank greift nach der Macht?<\/strong><br>\nNur zehn Marktteilnehmer sind f&uuml;r fast 75 Prozent des CDs-Volumens weltweit verantwortlich. Andere sprechen von nur f&uuml;nf Banken, die sogar 88 Prozent des CDs-Marktes beherrschen. Das sogenannte Banken-Oligopol: Goldman Sachs, JPMorgan Case, Barclays, die deutsche Bank und Morgan Stanley. Vielleicht ist das sogar ein Kartell? Nicht wenige Rechts- und Finanz-Experten hegen diesen Verdacht. Eine kleine Gruppe von systemrelevanten Finanzunternehmen h&auml;lt sich beim CDs-Gesch&auml;ft gegenseitig bei Laune &ndash; sie betreiben Ringelreihen mit Wetten.<br>\nAus der Finanzkrise geht die Investmentbank gest&auml;rkt und als Gewinner hervor. Nachdem es einen Machtwechsel in den USA gab und Barack Obama zum Pr&auml;sident ernannt wurde, will er Reformen durchsetzen, auch im Finanzsystem. Doch er konnte sich nicht durchsetzen. Insbesondere Goldman Sachs ist in der US-Gesetzesmaschinerie bestens vernetzt und versteht es, die eigenen Interessen durchzusetzen.<br>\nEx-Goldman Sachs Leute sitzen und sa&szlig;en an den Schaltstellen der Macht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/me-magazine.info\/2012\/09\/05\/goldman-sachs-eine-bank-greift-nach-der-macht\/\">me-magazine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die dort aufgef&uuml;hrte Liste der Ex-Goldman-Sachs-Mitarbeiter in wichtigen Positionen ist aufschlussreich.<\/em><br>\n<em>Siehe dazu auch nochmals <a href=\"http:\/\/videos.arte.tv\/de\/videos\/goldman-sachs-eine-bank-lenkt-die-welt--6894428.html\">&bdquo;Goldman Sachs &ndash; Eine Bank lenkt die Welt&ldquo; ARTE-TV<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die &Ouml;konomie in der Verweigerung<\/strong><br>\nKurz bevor er aus dem Amt des Pr&auml;sidenten der Europ&auml;ischen Zentralbank ausschied, monierte Jean-Claude Trichet in einem Anfall von Ver&auml;rgerung: &bdquo;Als politischer Entscheidungstr&auml;ger halte ich die in der Krise die verf&uuml;gbaren  [Wirtschafts- und Finanz-] Modelle nur f&uuml;r bedingt hilfreich. Ich w&uuml;rde sogar noch weiter gehen: angesichts der Krise f&uuml;hlten wir uns von den herk&ouml;mmlichen Instrumenten im Stich gelassen.&ldquo; George Soros hat das Institute for New Economic Thinking (INET) mit gro&szlig;z&uuml;gigen Mitteln ausgestattet. Auch die Bank of England versucht, neue Ideen anzuregen.  Mittlerweile sind die Protokolle einer von ihr organisierten Konferenz, unter dem provokanten Titel What&rsquo;s the Use of Economics? (Wozu ist die &Ouml;konomie gut?) erschienen.<br>\nEinige der Empfehlungen dieser Konferenz sind einfach und konkret. So sollte beispielsweise mehr Wirtschaftsgeschichte gelehrt werden. Wir alle haben guten Grund dankbar zu sein, dass Chef der US Federal Reserve, Ben Bernanke, kein Spezialist f&uuml;r die Feinheiten der dynamisch stochastischen allgemeinen Gleichgewichtsmodelle ist, sondern ein Experte auf dem Gebiet der Gro&szlig;en Depression und der fehlerbehafteten politischen Reaktionen darauf. Zahlreiche Konferenzteilnehmer waren sich einig, dass das Studium der &Ouml;konomie in einen breiteren politischen Kontext gesetzt und der  Rolle der Institutionen mehr Augenmerk geschenkt werden m&uuml;sse. Au&szlig;erdem sollte den Studierenden etwas Demut vermittelt werden. Die Modelle, mit denen man sie immer noch konfrontiert, haben zwar einen gewissen Erkl&auml;rungswert, aber nur innerhalb eingeschr&auml;nkter Parameter. Und aus schmerzvoller Erfahrung wissen wir, dass sich die Wirtschaftsakteure wom&ouml;glich nicht so verhalten wie in den Modellen prognostiziert.<br>\nDennoch steht nicht fest, dass eine Mehrheit der &Ouml;konomen diese bescheidenen Vorschl&auml;ge &uuml;berhaupt akzeptiert. Die so genannte &bdquo;Chicagoer Schule&ldquo; hat ihren auf rationalen Erwartungen beruhenden Ansatz massiv verteidigt und dem Ansinnen, wonach ein Umdenken n&ouml;tig sei, eine Absage erteilt. &Ouml;konomie-Nobelpreistr&auml;ger Robert Lucas argumentierte, dass die Krise deshalb nicht prognostiziert wurde, weil die &ouml;konomische  Theorie besagt, dass solche Ereignisse eben nicht prognostiziert werden k&ouml;nnen. Es ist also alles gut. Eugene Fama von der Universit&auml;t Chicago beschreibt den Gedanken, wonach die Finanztheorie falsch l&auml;ge, als &bdquo;Fantasie&ldquo; und meint, dass &bdquo;Finanzm&auml;rkte und Finanzinstitutionen vielmehr Opfer als Ursache der Rezession&ldquo; seien.  Und der von ihm vertretenen Effizienzmarkthypothese kann die Schuld nicht in die Schuhe geschoben werden, weil &bdquo;die meisten Investitionen von aktiven Managern get&auml;tigt werden, die nicht glauben, dass die M&auml;rkte effizient seien.&ldquo; Das entspricht einer Strategie, die man als Verteidigung durch &bdquo;Irrelevanz&ldquo; bezeichnen k&ouml;nnte. Finanztheoretiker k&ouml;nnen nicht verantwortlich gemacht werden, weil sie in der realen Welt von niemandem beachtet werden!<br>\nGl&uuml;cklicherweise streben andere Mitglieder der Profession durchaus nach Relevanz. Sie wurden durch die Ereignisse der letzten f&uuml;nf Jahre gel&auml;utert, als die Preisbewegungen, die laut der Modelle einmal in einer Million Jahre eintreten, mehrmals pro Woche beobachtet wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/economics-in-denial-by-howard-davies\/german\">Project Syndicate<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Empfehlungen der oben genannten Konferenz sind etwas entt&auml;uschend. Der R&uuml;ckblick auf vergangene Finanzkrisen oder die Kritik an der Praktikabilit&auml;t von Modellen sind l&auml;ngst Bestandteil kritischer &Ouml;konomie. Gern h&auml;tte man auch Genaueres &uuml;ber die neuen Ans&auml;tze zur Messung und &Uuml;berwachung von Risiken in den Finanzm&auml;rkten erfahren. Wirklich sch&ouml;n entlarvend die Verteidigungsstratgie der alten (und immer noch geltenden?) Mainstream&ouml;konomie.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Angela Merkel wechselt die Seiten<\/strong><br>\nDer Mahner ohne Macht, Jens Weidmann, steht bald ganz alleine da. Denn auch die Bundeskanzlerin schl&auml;gt sich immer mehr auf die Seite von Draghi. Der Italiener bastelt gerade an einem neuen Ankaufprogramm f&uuml;r Staatsanleihen aus den Schuldnerl&auml;ndern, dessen Einzelheiten am Donnerstag verk&uuml;ndet werden. Will sie die Euro-Zone stabilisieren, hat sie kaum noch Alternativen. F&uuml;r weitere Rettungspakete fehlt ihr die politische Mehrheit. In eine von Br&uuml;ssel regierte &ldquo;Politische Union&rdquo; m&ouml;gen ihr weder die Deutschen noch die anderen Europ&auml;er folgen. Wenn sie den Euro aus &Uuml;berzeugung und Kalk&uuml;l (die Kosten eines Scheiterns w&auml;ren gigantisch) retten will, ist sie auf Draghi und dessen Ankaufprogramm ohne Limit angewiesen. Dass damit die Grenzen zwischen Geld- und Finanzpolitik vollends verwischen und die Unabh&auml;ngigkeit der EZB besch&auml;digt wird, nimmt sie in Kauf. Vermutlich ist der Euro anders nicht zu retten. Wenn es brennt, muss man erst einmal l&ouml;schen. Nur: Die Sch&auml;den durch das L&ouml;schwasser k&ouml;nnten das ganze Haus ruinieren. Oder anders: L&auml;sst sich die EZB zur Staatsfinanzierung missbrauchen, ist ihre Glaubw&uuml;rdigkeit als unabh&auml;ngige W&auml;hrungsh&uuml;terin dahin. Die Risse im Fundament der W&auml;hrungsunion lassen sich mit dem Kauf von Staatsanleihen ohnehin nicht kitten. Mit Geld kann man zwar Zeit, aber keine Wettbewerbsf&auml;higkeit kaufen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/meinung\/kommentare\/kommentar-angela-merkel-wechselt-die-seiten\/7086772.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Zum angedachten R&uuml;cktritt von Jens Weidmann gibt es nur Spekulationen. Warum sollte er? Frau Merkel w&uuml;rde wieder einen Bundesbanker deutscher Tradition aus dem Hut zaubern. Da kann Weidmann auch bleiben. Es w&auml;re doch ziemlich naiv anzunehmen, dass er nicht w&uuml;sste, welche Funktion er als Hardliner in der EZB f&uuml;r die deutsche Innen-, Au&szlig;en- und Wirtschaftspolitik spielt bzw. spielen soll: Der weitere Ankauf von Staatsanleihen wie auch andere Ma&szlig;nahmen erfolgen zu Bedingungen der st&auml;rksten, europ&auml;ischen Wirtschaftsmacht Deutschland. Dass der Euro nur noch &uuml;ber diesen Ankauf zu retten ist, wei&szlig; selbst der Journalist des Handelsblattes, sowenig es ihm gef&auml;llt. Zu den Nebenwirkungen sollte er deshalb nach Amerika, Japan oder UK schauen. Es w&auml;re sch&ouml;n, wenn die EZB nicht nur an ihre eigene Rettung und an die des Euros denken w&uuml;rde, sondern endlich erwachsen werden und sich klar machen w&uuml;rde, dass ihre Rede von der Unabh&auml;ngigkeit Unsinn ist. Sie h&auml;ngt vom Wohl und Wehe der B&uuml;rger der W&auml;hrungsunion ab. Nicht nur Geldwertstabilit&auml;t, sondern auch Wachstum und Besch&auml;ftigung sind die Ziele, die eine Notenbank zu verfolgen hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Geldpolitik in der Krise: Deutschland braucht die Inflation<\/strong><br>\nEZB-Chef Mario Draghi steht wegen seiner Rolle in der Euro-Krise in der Kritik. Vor allem bei den Deutschen w&auml;chst die Angst vor der gro&szlig;en Inflation &ndash; zu Unrecht, wie das Beispiel Japan zeigt. Eine Teuerung von vier Prozent w&auml;re durchaus sinnvoll.<br>\nEin Kommentar von Wolfgang M&uuml;nchau<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,854001,00.html\">Spiegel-Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Eurozone demands six-day week for Greece<\/strong><br>\nGovernment in Athens under pressure to introduce a six-day working week as part of the terms for a second bailout<br>\nGreece&rsquo;s eurozone creditors are demanding that the government in Athens introduce a six-day working week as part of the stiff terms for the country&rsquo;s second bailout.<br>\nThe demand is contained in a leaked letter from the &ldquo;troika&rdquo; of the country&rsquo;s lenders, the European commission, European Central Bank, and International Monetary Fund. In the letter, the officials policing Greece&rsquo;s compliance with the austerity package imposed in return for the bailout insist on radical labour market reforms, from minimum wages to overtime limits to flexible working hours, that are likely to worsen the standoff between the government and organised labour in Greece.<br>\nAfter a long delay caused by months of political paralysis in Greece, the troika inspectors return to Athens this week to scrutinise Greek observance of its bailout terms. They are expected to deliver a verdict next month that will determine whether Greece is ultimately allowed to remain in the single currency.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.guardian.co.uk\/business\/2012\/sep\/04\/eurozone-six-day-week-greece\">The Guardian<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Das M&auml;rchen von den Griechen<\/strong><br>\nVon&nbsp;Stephan Kaufmann<br>\nDie Geschichte der griechischen Krise wird sehr einseitig beschrieben. Europa ist gut, Athen ist b&ouml;se. Europa muss sein Sorgenkind erziehen &ndash; oder es aus dem Euro werfen. Es geht um &bdquo;L&uuml;gen&ldquo;, &bdquo;Sorgen&ldquo; und der teuren &bdquo;Rettung&ldquo;. Dahinter verbergen sich knallharte Interessen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/finanzkrise\/euro-krise-das-maerchen-von-den-griechen,10808234,17172592.html\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Fortschritt &ldquo;Made in Spain&rdquo; &ndash; Spanische Forschung und Technologie f&uuml;r das 21. Jahrhundert<\/strong><br>\nBesonders leichte Z&uuml;ge, speicherbare Solarenergie oder innovative Forschung zur Bek&auml;mpfung von Aids &ndash; auf diesen Feldern sind Spaniens Forscher ganz weit vorne. Staatliche Sparma&szlig;nahmen k&ouml;nnten jedoch manch vielversprechendes Projekt gef&auml;hrden. Wegen technischer Probleme musste beispielsweise die Deutsche Bahn bei vielen ihrer Triebwagen die aktive Neigetechnik abschalten &ndash; die Z&uuml;ge konnten deshalb oft den Fahrplan nicht mehr einhalten. Bei der spanischen Staatsbahn dagegen sind Z&uuml;ge mit der &ldquo;Talgo pendular&rdquo; Technik seit mehr als drei&szlig;ig Jahren praktisch st&ouml;rungsfrei im Einsatz. &ndash; Im Zuge der Sparma&szlig;nahmen hat die neue Regierung allerdings gerade die Haushaltsmittel f&uuml;r Forschung, Entwicklung und Innovation drastisch gek&uuml;rzt &ndash; das sei strategisch kurzsichtig klagt die Wissenschaftsgemeinde. Javier Martinez-Picado macht sich aber wenig Hoffnungen auf eine Korrektur:&rdquo;Ich denke, die wenigsten Leute nehmen Forschung von sich aus als etwas Wichtiges wahr. Wenn man das Thema auf den Tisch bringt, stimmen alle zu, dass sie wichtig ist, und kein Politiker w&uuml;rde widersprechen, denn das w&auml;re politisch unkorrekt. Aber so ganz spontan ist es bestimmt nichts, was die Wahlentscheidung der Menschen beeinflusst. Sehr, sehr wenige Leute stellen da die Frage&rsquo; wie steht es in diesem Land eigentlich um die Forschung?&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2012\/08\/21\/dlf_20120821_1840_c3452a66.mp3\">Deutschlandfunk <\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Werner R&uuml;gemer:Der Ruin der Kommunen: Ausverkauft und totgespart<\/strong><br>\nW&auml;hrend die Zumutungen des europ&auml;ischen Spardiktats in Griechenland weit weg scheinen, &auml;chzen auch hierzulande viele St&auml;dte und Gemeinden unter dem vermeintlichen Sachzwang leerer Kassen. Ein Ausweg aus dem Teufelskreis ist derzeit jedoch nicht erkennbar: Weil die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben in den Kommunen immer weiter auseinanderklafft, steigen die Schulden immer weiter an. Diese fatale Finanznot gr&uuml;ndet jedoch auf keinem Naturgesetz, sondern ist Folge politischen Handelns&hellip;&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2012\/august\/der-ruin-der-kommunen-ausverkauft-und-totgespart\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik vom August 2012<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Fabrik Krankenhaus<\/strong><br>\nDie Krankenh&auml;user befinden sich seit Jahren in einem harten Konkurrenzkampf, l&auml;ngst hat sich auch hier die Wettbewerbslogik durchgesetzt. Doch was sich &ouml;konomisch auszahlt, ist nicht immer gut f&uuml;r die Patienten. Einerseits f&uuml;hren &Auml;rzte immer &ouml;fter nicht notwendige, aber f&uuml;r die Krankenh&auml;user lukrative medizinische Behandlungen durch, andererseits droht gerade auf dem Land der Abbau einer fl&auml;chendeckenden Grundversorgung. An die Stelle einer am Patienten orientierten Versorgung tritt zunehmend eine an betriebswirtschaftlichen Kriterien ausgerichtete Krankenhaus&ouml;konomie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2012\/september\/fabrik-krankenhaus\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Lufthansa-Streik<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wirtschaftsjuristin warnt vor neuer Lust am Streiken<\/strong><br>\nDer Standort Deutschland l&auml;uft nach Ansicht der Frankfurter Arbeitsrechtlerin Amelie Bernardi von der Kanzlei FPS Gefahr &bdquo;kaputt gestreikt&ldquo; zu werden. Grund f&uuml;r ihre Bef&uuml;rchtungen sei die neue Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts. Seit 2010 m&uuml;ssen sich gro&szlig;e Arbeitgeber wie die Lufthansa demnach im Konfliktfall nicht mehr nur mit einer gro&szlig;en Gewerkschaft auseinandersetzen. Auch kleine Spartengewerkschaften wie die Ufo d&uuml;rfen zum Arbeitskampf aufrufen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wirtschaft.t-online.de\/wirtschaftsjuristin-warnt-vor-neuer-lust-am-streiken\/id_59197942\/index\">t-online-News<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.H.:<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.fps-law.de\/anwaeltenotare\/anwaelte\/ameliebernardi.html\">Frau Bernardi<\/a> hat bereits einige Arbeitgeber beim Abschluss von Betriebsvereinbarungen beraten. Die Frage, wem sie nahe steht, ist damit hinreichend beantwortet. Erstaunlich ist trotzdem, mit welcher Dreistigkeit hier nach dem Gesetzgeber gerufen wird und das alles unter dem Deckmantel, den Standort Deutschland sch&uuml;tzen zu wollen. Nach dem Schutz der Arbeitnehmer fragt ja ohnehin niemand!<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung MB:<\/strong> Ohne eine vorgefertigte Meinung &uuml;ber eine Anwaltskanzlei haben zu wollen, geben wir <a href=\"http:\/\/www.fps-law.de\/kompetenzfelder\/detail\/arbeitsrecht.html?PHPSESSID=b6717554f6e59b38d9b604488f20e95f\">einen Auszug aus den Kompetenzfeldern<\/a> der Kanzlei FPS wider: &bdquo;Die Soziet&auml;t ist sowohl im kollektiven als auch im individuellen Arbeitsrecht t&auml;tig und ber&auml;t Mandanten im Transaktions- und Restrukturierungsbereich. Beispielsweise begleiten wir Reorganisationen, Betriebsstilllegungen oder die Errichtung von Transfer- und Besch&auml;ftigungsgesellschaften.&ldquo; Bilden Sie sich bitte selbst ein Urteil.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Untersch&auml;tzte Saftschubsen<\/strong><br>\nChaos im Luftraum und auf dem Boden, 200 gestrichene Fl&uuml;ge, Hunderte gestrandete Passagiere und Verluste in Millionenh&ouml;he &ndash; eine erste Bilanz des Streiks der Flugbegleiter vom Freitag zeigt, dass die Lufthansa ihre &ldquo;Saftschubsen&rdquo; untersch&auml;tzt hat. Nach drei Jahren ohne Gehaltserh&ouml;hungen und der Drohung, sie durch Leiharbeiter zu ersetzen, war das Kabinenpersonal der Kranichlinie reif f&uuml;r den berechtigten Ausstand. Unabh&auml;ngige Flugbegleiter Organisation (UFO) hat nun dreizehn Monate erfolglos mit Lufthansa verhandelt und zum Streik aufgerufen. W&uuml;sste die Belegschaft wenigstens, f&uuml;r welche mittelfristige Perspektive sie abermals auf ihre berechtigten Forderungen verzichten sollte, w&auml;re allen Beteiligten gedient. Genau das scheint diesmal unm&ouml;glich, es ist ein Dilemma. Die defizit&auml;re Lufthansa kann nirgends mehr sparen als an den Personalkosten, die mit 22 Prozent der Betriebsausgaben wesentlich h&ouml;her liegen als bei der Konkurrenz. Wobei wiederum vom guten Ruf der Airline kaum etwas &uuml;brig bliebe, wendete sie durch die Anstellung von schlecht bezahltem Kabinenpersonal die gleichen Methoden an wie die billige Konkurrenz. Weil aber das Problem nicht allein auf die Lufthansa beschr&auml;nkt ist, bleibt die UFO-Politik der kleinen Nadelstiche unverst&auml;ndlich und kurzsichtig. Warum besinnt sie sich nicht auf ihr Potenzial? Da geht doch viel mehr. Immerhin hat die UFO rund 10.000 Mitglieder, von Air Berlin &uuml;ber LTU oder Condor bis hin zur Flugbereitschaft der Bundesluftwaffe. Damit lie&szlig;en sich ganz andere Turbulenzen gegen den Trend zum Billigpersonal verursachen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2012%2F09%2F01%2Fa0177&amp;cHash=a90630f3676fad802af0e4559a7dfc72\">taz<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=a2&amp;dig=2012%2F09%2F01%2Fa0132&amp;cHash=ab360f5d403cd9f18320ee1e47d349ae\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Frage bleibt, wie sich die Lufthansa der Konkurrenz durch Billigflieger und asiatischer Airlines erwehren kann. Andererseits sind deren L&ouml;hne hierzulande nicht existenzsichernd. Also demn&auml;chst bei &ldquo;Emirates&rdquo;?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>S&auml;chsische Bildungs-Sparpolitik: Schulpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion zur&uuml;ckgetreten<\/strong><br>\nDer deutsche Bildungsprimus hat ein Problem. Er hat zu lange gespart und auf Verschlei&szlig; gefahren. Noch im Januar hat die S&auml;chsische Staatsregierung so getan, als g&auml;be es &uuml;berhaupt keine Probleme. Am 20. M&auml;rz trat dann Roland W&ouml;ller vom Amt des Kultusministers zur&uuml;ck, weil er den Sparkurs auf Kosten von Lehrern und Sch&uuml;lern nicht mehr mittragen wollte. Nun ist auch der bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion von seinem Amt zur&uuml;ckgetreten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.l-iz.de\/Bildung\/Leipzig%20bildet\/2012\/09\/Schulpolitischer-der-CDU-tritt-zurueck.html\">Leipziger Internet-Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die Lehre soll nicht f&uuml;r die Elite bluten<\/strong><br>\nDie Universit&auml;ten Freiburg, G&ouml;ttingen und Karlsruhe haben ihren Exzellenzstatus und viele Millionen Euro verloren. Studenten und Professoren f&uuml;rchten nun um K&uuml;rzungen bei der Lehre und den Fachbereichen. Die L&ouml;sungssuche gestaltet sich schwierig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/studium\/elite-unis-die-lehre-soll-nicht-fuer-die-elite-bluten,5027854,17010332.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Das Letzte: Aktuelle Rentenentwicklung, Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion<\/strong><br>\nVorbemerkung der Fragesteller<br>\nBest&auml;ndig sinkende Renten, steigende Zahlen in der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung sowie bei den minijobbenden Menschen im Rentenalter haben eines gemeinsam: Sie sind dieVorboten einer neuen Altersarmut. Vorbemerkung der Bundesregierung Die Vorbemerkung der Fragesteller im Hinblick auf &bdquo;best&auml;ndig sinkende Renten&ldquo; kann sich nicht auf die Bundesrepublik Deutschland beziehen. In der Bundesrepublik Deutschland sind Rentenk&uuml;rzungen gesetzlich ausgeschlossen&hellip;\n<blockquote><p>&bdquo;In fast allen Abgrenzungen zeigt sich der seit Langem bekannte Sachverhalt, dass die in der Statistik ausgewiesenen durchschnittlichen Rentenzahlbetr&auml;ge gegen&uuml;ber dem Jahr 2000 deutlich zur&uuml;ckgegangen sind. Eine r&uuml;ckl&auml;ufige Entwicklung des durchschnittlichen Rentenzahlbetrags ist jedoch nicht gleichbedeutend mit einer r&uuml;ckl&auml;ufigen Entwicklung des Wohlstands der neu zugehenden Rentnerinnen und Rentner, denn die Renten der gesetzlichen Rentenversicherung tragen je nach Haushalt in unterschiedlichem Ausma&szlig; zum gesamten Alterseinkommen bei.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Hat nun ein Haushalt ein h&ouml;heres Einkommen, wenn nur einer der Rentenbezieher weniger Rente ausbezahlt bekommt? Der Volksmund w&uuml;rde sagen: &bdquo;Verscheissern kann ich mich selbst&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL\/JB) Mehr<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-14341","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14341","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=14341"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14341\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14357,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14341\/revisions\/14357"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=14341"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=14341"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=14341"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}