{"id":143603,"date":"2025-12-14T09:00:25","date_gmt":"2025-12-14T08:00:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=143603"},"modified":"2025-12-12T15:38:11","modified_gmt":"2025-12-12T14:38:11","slug":"hinweise-der-woche-439","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=143603","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nBitte beachten Sie: Wir weisen in den Hinweisen des Tages ausschlie&szlig;lich auf kostenlose Artikel hin. Es kann im weiteren Verlauf trotzdem vorkommen, dass Sie auf Texte sto&szlig;en, die sich hinter einer Bezahlschranke befinden. Der Grund daf&uuml;r: Anbieter von Artikeln haben den kostenlosen Zugang nachtr&auml;glich eingeschr&auml;nkt oder\/und in kostenpflichtige Angebote umgewandelt.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=143603#h01\">Washingtons Wurmfortsatz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=143603#h02\">POLITICOs Wahnvorstellung br&ouml;ckelt: Belgien hilft nicht Russland &ndash; es versucht, Europa vor sich selbst zu retten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=143603#h03\">Politische Hohlk&ouml;pfe, kleine Kl&auml;ffer und &ldquo;pr&auml;ventive&rdquo; Kriegsgel&uuml;ste in der Nato<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=143603#h04\">&raquo;Massaker&laquo; begehen immer nur die anderen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=143603#h05\">Wehrpflicht in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=143603#h06\">Deutsche Konjunktur: Katastrophe mit und ohne Waffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=143603#h07\">Was der siebte Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung verschweigt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=143603#h08\">China ist gro&szlig;, Deutschland ist klein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=143603#h09\">Marc Chesney: &laquo;Ich bin w&uuml;tend&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=143603#h10\">Merz stellte Hunderte Strafantr&auml;ge &ndash; Hausdurchsuchung bei behinderter Rentnerin<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Washingtons Wurmfortsatz<\/strong><br>\nUm den geopolitischen Abstieg zu verhindern, brauchen Europas Nationalstaaten milit&auml;rische St&auml;rke jenseits der NATO &ndash; und den Ausgleich mit Russland. [&hellip;]<br>\nEs ist das Ende der absoluten globalen Vorherrschaft der USA. Dieses Projekt erkl&auml;ren die Autoren der Strategie unzweideutig f&uuml;r gescheitert. Der sogenannte Globalismus habe die Ressourcen Amerikas &uuml;berdehnt, das Land im Inneren geschw&auml;cht. Die Konsequenz daraus ist ein R&uuml;ckzug von der Rolle als globaler Polizist und Ordnungsmacht. Die Beziehungen zu China und zu Russland sollen entideologisiert werden, man bem&uuml;ht sich um Ausgleich, will in einer neuen multipolaren Ordnung zwar Primus inter Pares bleiben, nicht jedoch &uuml;berall gleichzeitig eingreifen. Weder die Ukraine noch Taiwan werden als essenzielle Konflikte betrachtet. Die Anne-Applebaum-Welt einer globalen Konfrontation zwischen Demokratien und Autokratien wird mit Fanfaren beerdigt. [&hellip;]<br>\nEuropa steht letztlich vor der Wahl einer v&ouml;lligen Unterwerfung unter Washingtons Diktat oder einer Flucht nach vorn in eine tats&auml;chliche geopolitische Unabh&auml;ngigkeit. F&uuml;r Letztere sind die europ&auml;ischen Eliten ideologisch denkbar schlecht vorbereitet. Bisher lautete die Strategie, den Machthaber in Washington durch Demutsgesten milde zu stimmen. Mehr als Verachtung und Marginalisierung sind dabei nicht herausgekommen. Statt an tats&auml;chlicher strategischer Autonomie zu arbeiten, m&auml;stete man die Auftragsb&uuml;cher der US-R&uuml;stungsindustrie. Die sicherheitspolitische Abh&auml;ngigkeit &ndash; und damit die Erpressbarkeit &ndash; wurde damit gr&ouml;&szlig;er, nicht kleiner.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ipg-journal.de\/rubriken\/aussen-und-sicherheitspolitik\/artikel\/washingtons-wurmfortsatz-8733\/\">IPG Journal<\/a>\n<p>dazu: <strong>Neue US-Sicherheitsstrategie: Respekt gegen&uuml;ber Rivalen, Geringsch&auml;tzung gegen&uuml;ber Vasallen<\/strong><br>\nDie neue Nationale Sicherheitsstrategie der USA versetzt die transatlantischen Hardliner in der EU in helle Aufregung. Nun r&auml;cht sich ihr traditionelles Vasallentum gegen&uuml;ber Washington, das von der Trump-Regierung nicht honoriert wird. Das EU-Establishment hat die Interessen der europ&auml;ischen B&uuml;rger an die USA verraten &ndash; und erntet nun die Konsequenzen.<br>\nDie USA, nach wie vor die milit&auml;risch st&auml;rkste Nation der Welt, haben eine neue Nationale Sicherheitsstrategie (NSS) verabschiedet. Typisch f&uuml;r die USA: Was Washington Sicherheit gibt, verunsichert zahlreiche Regierungen weltweit.<br>\nSo weit, so unspektakul&auml;r: Wer in Lateinamerika lebt, wird von der &ndash; inoffiziell in Washington in Anspielung an die &ldquo;Monroe-Doktrin&rdquo; bezeichnete &ndash; &ldquo;Donroe-Doktrin&rdquo;, die noch mehr Aggression und Dominanz des gro&szlig;en Aggressors im Norden des amerikanischen Kontinents verspricht, nicht &uuml;berrascht sein, aber sicher auch nicht erfreut. Wer in Taiwan lebt, kann sogar aufatmen, denn ein R&uuml;ckzug von Joe Bidens riskanter Politik gegen&uuml;ber China k&ouml;nnte das Land vor dem Schicksal der Ukraine bewahren.<br>\nDoch ironischerweise z&auml;hlen viele dieser verunsicherten Regierungen, typisch f&uuml;r das Amerika von Trump 2.0, zu offiziellen Verb&uuml;ndeten oder G&uuml;nstlingen der USA &ndash; also faktischen Klienten und Vasallen. Und das &ndash; um die Sache noch kurioser zu machen &ndash; ist gut so. Da viele Regierungen und Eliten, die sich von dieser neuen, Trump&rsquo;schen Version der US-amerikanischen nationalen Sicherheit beunruhigt f&uuml;hlen, dringend einen Realit&auml;tscheck ben&ouml;tigen, gilt: Je h&auml;rter, desto besser. F&uuml;r diejenigen, die in selbst verschuldeter Russophobie und Kriegshysterie versinken, kann jede Ern&uuml;chterung nur hilfreich sein. [&hellip;]<br>\nWenn die europ&auml;ischen Eliten von NATO und EU auch nur halbwegs rational w&auml;ren, w&uuml;rden sie jetzt eine 180-Grad-Wende in ihrer Au&szlig;enpolitik vollziehen und versuchen, sich mit Moskau zu vers&ouml;hnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/fromrussiawithlove.rtde.world\/meinung\/264190-neue-us-sicherheitsstrategie-respekt-gegenueber\/\">Tarik Cyril Amar in RT DE<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Der neue Transatlantikpakt<\/strong><br>\nDie neue Nationale Sicherheitsstrategie der Vereinigten Staaten zielt auf eine Neuformierung des transatlantischen B&uuml;ndnisses auf offen rassistischer, wom&ouml;glich faschistischer Basis. Wie es in dem Papier hei&szlig;t, das gegen Ende vergangener Woche ver&ouml;ffentlicht wurde, w&uuml;nschten die USA zur Erreichung ihrer globalen Ziele auch k&uuml;nftig europ&auml;ische Unterst&uuml;tzung. Allerdings m&uuml;sse dies auf neuer Grundlage geschehen. Weil die Staaten der EU aufgrund ihrer Immigration von einer &bdquo;zivilisatorischen Ausl&ouml;schung&ldquo; bedroht seien, m&uuml;sse Washington ihnen &bdquo;helfen&ldquo;, ihren &bdquo;gegenw&auml;rtigen Kurs zu korrigieren&ldquo;. Ausdr&uuml;cklich gelobt werden &bdquo;patriotische Parteien&ldquo;; zu diesen geh&ouml;rt etwa die AfD, die die Trump-Administration offen unterst&uuml;tzt hat. Aus den Regierungsparteien in Berlin kommen gemischte Reaktionen. Im Kern des US-Strategiepapiers steht weiterhin der gro&szlig;e Machtkampf gegen China. Diesen weitet die Trump-Administration nun explizit auf Lateinamerika aus. Die Fokussierung auf eine gest&auml;rkte wirtschaftliche und milit&auml;rische US-Pr&auml;senz auf dem Subkontinent bezeichnet das US-Strategiepapier als &bdquo;Trump-Zusatz&ldquo; zur Monroe-Doktrin, die Lateinamerika als alleinige US-Einflusssph&auml;re in Anspruch nimmt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/10228\">German Foreign Policy <\/a><\/p>\n<p>und: <strong>US-Sicherheitsstrategie: Alter Wein in neuen Schl&auml;uchen: Es kann nur Einen geben!<\/strong><br>\nWas die USA in Gestalt ihrer neuen Nationalen Sicherheitsstrategie vorlegten, ist eine atemberaubende Dokumentation ihres Machtanspruch. Geschrieben in einfacher Sprache, teilweise wolkig formuliert, steht doch unmissverst&auml;ndlich fest: Die Regeln, denen die USA angeblich folgen wollen, gelten allenfalls f&uuml;r andere und sind im &uuml;brigen reine Auslegungssache. Mit dieser Strategie legt die Trump-Administration einen intelligent gemachten und gleichzeitig durchaus heuchlerischen Neuaufguss dessen vor, was US-Politik nach 1990 erkl&auml;rterma&szlig;en immer war: Es kann nur ein Imperium geben.<br>\nWas die Trump-Administration jedoch klar erkennt: Die USA k&ouml;nnen im Augenblick nicht mehr, wie sie wollen. Weder national noch international. Sie brauchen eine Atempause zur Konsolidierung. Und sie brauchen &bdquo;Lastenteilung&ldquo;. Der US-Hegemonieanspruch bleibt bestehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/petraerler.substack.com\/p\/us-sicherheitsstrategie-alter-wein\">Petra Erler<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>POLITICOs Wahnvorstellung br&ouml;ckelt: Belgien hilft nicht Russland &ndash; es versucht, Europa vor sich selbst zu retten<\/strong><br>\nDie gro&szlig;e Farce des sp&auml;timperialen Europas besteht darin, dass Br&uuml;ssel jedes Mal, wenn es einen weiteren historischen Fehler selbst verschuldet, sofort einen ausl&auml;ndischen S&uuml;ndenbock sucht. Und so pr&auml;sentiert der EU-Chronist Politico seinen neuesten Fiebertraum: Belgien, das unentschlossenste und medikamenten&uuml;berdosierteste Land des Blocks habe sich irgendwie in &bdquo;Russlands wertvollstes Gut&ldquo; verwandelt. In Wirklichkeit war das einzige Gut, das Russland brauchte, die Arroganz der EU selbst.<br>\nBelgien tat lediglich das Undenkbare: Es sagte die Wahrheit.<br>\nWas Politico als geopolitische Intrige tarnt, ist in Wirklichkeit ein Eingest&auml;ndnis des EU-Wahnsinns. Die EU versucht, den gr&ouml;&szlig;ten staatlich sanktionierten Diebstahl von Staatsverm&ouml;gen in der modernen Geschichte zu inszenieren, einen direkten Angriff auf die Reserven der russischen Zentralbank, und erwartet daf&uuml;r Beifall, Einigkeit und moralische Ekstase. Stattdessen stellte Belgien die einzig vern&uuml;nftige Frage, die in Europa noch &uuml;brig war: &bdquo;Seid ihr alle v&ouml;llig von Sinnen?&ldquo; Politico zeichnet De Wever deshalb als exzentrisch, impulsiv und unberechenbar &ndash; dieselben Etiketten, die immer dann verwendet werden, wenn sich jemand dem imperialen Autopiloten widersetzt. Der eigentliche Skandal liegt jedoch darin, dass Br&uuml;ssel von ihm erwartete, die Nachkriegsfinanzordnung f&uuml;r ein weiteres Foto mit Selenskyj zu kippen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/antikrieg.com\/aktuell\/2025_12_07_politicoswahnvorstellungen.htm\">Antikrieg<\/a>\n<p>dazu: <strong>Berlin spielt va banque<\/strong><br>\nBundeskanzler Friedrich Merz und EU-Kommissionspr&auml;sidentin Ursula von der Leyen eskalieren den Druck auf Belgien, der EU den Zugriff auf die dort liegenden Auslandsguthaben der russischen Zentralbank freizugeben. Mindestens 90 Milliarden Euro sollen helfen, die Ukraine bis 2027 finanziell zu stabilisieren. Nach einem Gespr&auml;ch von Merz und von der Leyen mit Belgiens Ministerpr&auml;sident Bart De Wever am Freitagabend in Br&uuml;ssel nimmt sich die EU jetzt den Finanzdienstleister Euroclear vor, bei dem russische Guthaben im Wert von 185 Milliarden Euro liegen. Man k&ouml;nne die Sorgen des Unternehmens zerstreuen, &auml;u&szlig;ert die EU-Kommission. Euroclear-Chefin Val&eacute;rie Urbain bekr&auml;ftigt dagegen, dass jeder Zugriff auf russische Staatsgelder die Staatenimmunit&auml;t und damit das V&ouml;lkerrecht bricht. Euroclear erhalte bereits Anfragen anderer Zentralbanken, ob ihre Anlagen noch sicher seien. Das Unternehmen sei &bdquo;systemrelevant&ldquo;; z&ouml;gen zu viele Investoren ihre Guthaben ab, drohe eine Finanzkrise. Der US-&Ouml;konom Jeffrey Sachs warnt zudem, der von Merz und von der Leyen propagierte Schritt k&ouml;nne &bdquo;eine tiefe Krise innerhalb Europas&ldquo; ausl&ouml;sen; die Folgen k&ouml;nnten die EU spalten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/10230\">German Foreign Policy<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Finanzen: EU braucht Russen-Geld, um alten Kredit zur&uuml;ckzuzahlen<\/strong><br>\nSignifikante Teile des umstrittenen EU-Kredits gehen nicht als &bdquo;Hilfe&ldquo; in die Ukraine. Das Geld wird f&uuml;r die R&uuml;ckzahlung eines alten Kredits der G7 ben&ouml;tigt.<br>\nIn der Finanzwelt w&uuml;rde man von einem Schneeballsystem sprechen: Wenn ein Unternehmen Geld eines Investors verwendet, um seine Schulden bei einem fr&uuml;heren Geldgeber zu bezahlen, ist dieses Vorgehen in der Regel strafrechtlich relevant. Nach diesem Prinzip will die EU jedoch vorgehen, wenn sie ihren Zugriff auf eingefrorene russische Zentralbank-Verm&ouml;gen durchsetzt. Das US-Magazin Politico hat die entsprechende Vorlage der EU-Kommission gesehen. Demnach sieht der von der Beh&ouml;rde von Ursula von der Leyen vorgeschlagene Reparationskredit vor, dass &bdquo;45 Milliarden Euro des Gesamtpakets der R&uuml;ckzahlung eines im vergangenen Jahr an die Ukraine vergebenen G7-Kredits&ldquo; dienen sollen. 115 Milliarden Euro sollen zur Finanzierung der ukrainischen R&uuml;stungsindustrie verwendet werden. Lediglich 50 Milliarden Euro sollen f&uuml;r den Haushaltsbedarf Kiews herangezogen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/geopolitik\/eu-braucht-russen-geld-um-alten-kredit-zurueckzuzahlen-li.10009259\">Berliner Zeitung (Bezahlschranke)<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Die b&ouml;sen Belgier<\/strong><br>\nDie belgische Regierung wird in die Rolle eines EU-Parias gedr&auml;ngt, der mit seinem Widerstand gegen die &bdquo;Reparationsanleihe&ldquo; f&uuml;r die Ukraine Russland in die H&auml;nde spielt. Zu Unrecht. [&hellip;]<br>\nDer Hauptverantwortliche f&uuml;r diese Gemengelage ist der Bundeskanzler. Er hat seit sp&auml;testens Anfang Oktober immer wieder f&uuml;r die Reparationsanleihe getrommelt, ohne auch die damit verbundenen Risiken wirklich zu thematisieren. Weder hat er sich in der Substanz zu m&ouml;glichen Auswirkungen f&uuml;r den Bundeshaushalt noch zu den Einw&auml;nden der belgischen Regierung und von Euroclear ge&auml;u&szlig;ert. Euroclear-Chefin Val&eacute;rie Urbain hat diese in der F.A.Z. auf die Formel gebracht, dass &bdquo;freies Geld f&uuml;r die EU&ldquo; nicht existiere.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/eu-ukraine-hilfe-belgiens-ministerpraesident-wever-hat-recht-110800297.html\">FAZ<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Politische Hohlk&ouml;pfe, kleine Kl&auml;ffer und &ldquo;pr&auml;ventive&rdquo; Kriegsgel&uuml;ste in der Nato<\/strong><br>\nUnsere Zeit ist ja nicht mehr gepr&auml;gt vom langsamen oder gr&uuml;ndlichen Nachdenken &uuml;ber gestern, heute, morgen oder &uuml;bermorgen. Alles wird immer sofort bewertet oder kommentiert, politisch, medial. Entsprechend sind auch die spontanen Reaktionen. Sie wirken oft wie aus der H&uuml;fte geschossen, h&auml;ufig polarisierend, auf Krawall geb&uuml;rstet, und unendlich stromlinienf&ouml;rmig. Das gilt f&uuml;r die Politik, deren &bdquo;Hofberichterstattung&ldquo; aber auch f&uuml;r soziale Medien. Wer den politisch treffendsten (oder gemeinsten) Slogan erfindet, trendet, findet den Weg in Talk-Formate oder setzt &bdquo;Aufreger&ldquo;-Themen. So werden Politik, Geld und Meinung gemacht. Aber vor allem wird dadurch alles banalisiert, trivialisiert, regelrecht auf ein Narren-Niveau gebracht. So werden alle auf den Narren reduziert, nur nicht auf jenen, der bei Hofe einst das Privileg besa&szlig;, auch gewagte Wahrheiten verk&uuml;nden zu d&uuml;rfen.<br>\nSo ist es weniger peinlich, dass die EU-Au&szlig;enbeauftragte oder &bdquo;Chefdiplomatin&ldquo; keine Ahnung von der Rolle der Sowjetunion und China im Zweiten Weltkrieg hat.<br>\nSo ist es weniger peinlich, wenn deutsche Politiker auf dem internationalen Parkett seit 2022 regelm&auml;&szlig;ig straucheln. Man kann schon froh sein, wenn nach missgl&uuml;ckten Auftritten oder abgesagten Besuchen immer noch die Einsicht in anderen L&auml;ndern vorherrscht, dass man die Deutschen und ihre jeweilen Narren nicht verwechseln sollte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/petraerler.substack.com\/p\/politische-hohlkopfe-kleine-klaffer\">Petra Erler<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>NATO-Chef sch&uuml;rt Angst vor Krieg um des Kriegs willen<\/strong><br>\nNATO-Generalsekret&auml;r Mark Rutte hat die Mitgliedstaaten der transatlantischen Kriegsallianz zu verst&auml;rkten milit&auml;rischen Anstrengungen aufgerufen, um einen von Russland gef&uuml;hrten Krieg zu verhindern. Ein russischer Angriff k&ouml;nne &raquo;von einem Ausma&szlig; sein, wie es unsere Gro&szlig;eltern und Urgro&szlig;eltern erlebt haben&laquo;, sagte Rutte am Donnerstag auf einer Veranstaltung der &raquo;M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz&laquo; in Berlin. Zu viele NATO-Staaten sp&uuml;rten nicht die Dringlichkeit der Bedrohung in Europa. Sie m&uuml;ssten die Verteidigungsausgaben und die Produktion rasch erh&ouml;hen, um einen Krieg dieses Ausma&szlig;es zu verhindern. Wie Russland es bewerkstelligen soll, die NATO erfolgreich anzugreifen, wo es sich doch schon gegen die kleinere Ukraine seit Jahren in einen z&auml;hen Krieg verzettelt hat, erkl&auml;rte Rutte nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/514090.konflikt-in-osteuropa-nato-chef-sch%C3%BCrt-angst-vor-krieg-um-des-kriegs-willen.html\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Die NATO l&uuml;gt sich in den Krieg.<\/strong><br>\n&bdquo;Russland hat den Krieg nach Europa zur&uuml;ckgebracht&ldquo; und &bdquo;wir sind Russlands n&auml;chstes Ziel&ldquo;, behauptet NATO-Generalsekret&auml;r Mark Rutte in der Bayerischen Landesvertretung in Berlin. Vergessen ist da der v&ouml;lkerrechtswidrige Angriffskrieg der NATO auf Jugoslawien\/Serbien 1999 &ndash; der war in der Eigenwerbung des Milit&auml;rpakts freilich eine &bdquo;humanit&auml;re Intervention&ldquo;.<br>\nRuttes Kriegsmaxime 2025: &bdquo;Wir m&uuml;ssen auf ein Kriegsausma&szlig; vorbereitet sein, wie es unsere Gro&szlig;eltern und Urgro&szlig;eltern erlebt haben. Das kann jedes Heim betreffen. Zerst&ouml;rungen, Massenmobilisierungen, Millionen von Vertriebenen. Unendliches Leid und extreme Verluste.&ldquo;<br>\n&ndash; Was f&uuml;r ein brandgef&auml;hrlicher Irrsinn!<br>\nEntweder stellt Mark Rutte die Geschichte auf den Kopf wie schon die uns&auml;gliche EU-Au&szlig;enbeauftragte Kaja Kallas (&bdquo;Russland hat in den letzten 100 Jahren 19 L&auml;nder &uuml;berfallen&ldquo;) &ndash; oder er redet hier dem n&auml;chsten Angriffskrieg gen Moskau, Sankt Petersburg und Wolgograd das Wort &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/x.com\/SevimDagdelen\/status\/1999150371424334257\">Sevim Dagdelen via Twitter\/X<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&raquo;Massaker&laquo; begehen immer nur die anderen<\/strong><br>\nWelche Formulierungen w&auml;hlen deutsche Medien, um &uuml;ber Gewalttaten im Nahen Osten zu berichten? (&hellip;)<br>\nUntersucht wurden insgesamt 11.125 Beitr&auml;ge mit Nahost-Bezug, die zwischen dem 7. Oktober 2023 und dem 19. Januar 2025 &ndash; dem Beginn der zwischenzeitlichen Waffenruhe &ndash; auf den Websites dieser Medien erschienen sind. (&hellip;)<br>\n1015-mal war in den 15 darauffolgenden Monaten bei Bild, Spiegel, Tagesschau, Taz und Zeit von einem &raquo;Gegenangriff&laquo; oder einem &raquo;Gegenschlag&laquo; die Rede. In 806 F&auml;llen (79,4 Prozent) waren damit israelische Angriffe gemeint. Anders als die neutralere Bezeichnung &raquo;Angriff&laquo; verweist der Begriff &raquo;Gegenangriff&laquo; auf eine Vorgeschichte der Gewalttat und legitimiert sie damit ein St&uuml;ck weit. (&hellip;)<br>\nIn 11.125 Beitr&auml;gen und f&uuml;nfzehn Monaten Berichterstattung findet sich kein einziger Fall, in dem Bild, Spiegel, Tagesschau, Taz oder Zeit pal&auml;stinensische Gewalttaten als &raquo;Gegenangriff&laquo; oder &raquo;Gegenschlag&laquo; bezeichneten. Dabei h&auml;tten angesichts tausender israelischer Angriffe f&uuml;r die Redaktionen jede Menge Gelegenheiten bestanden, darauf folgende pal&auml;stinensische Gewalttaten sprachlich in den Kontext fr&uuml;herer Ereignisse zu setzen. Sie taten dies allerdings kein einziges Mal. Weder wurde der Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023 sprachlich als Reaktion auf vorangegangene israelische Gewalttaten oder die Umst&auml;nde von Besatzung und Blockade dargestellt, noch fand dies bei sp&auml;teren pal&auml;stinensischen Gewalttaten wie Raketenangriffen statt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/israel-gaza-hamas-gewalt-framing-medien%20\">Jacobin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wehrpflicht in Deutschland<\/strong><br>\nTrauen Journalisten sich in Deutschland nicht mehr, zu schreiben, was sie denken?<br>\nDer Guardian hat einen Artikel einer deutschen Journalistin ver&ouml;ffentlicht, der die Frage aufwirft, warum der nicht in Deutschland ver&ouml;ffentlicht wurde. [&hellip;]<br>\nEs ist be&auml;ngstigend, wie schnell sich das alles dreht, und einige Details sind schlicht verbl&uuml;ffend. In einer Nachahmung der &bdquo;Hunger Games&ldquo; hat das  Bundeskabinett vorgeschlagen, durch ein Losverfahren entscheiden zu lassen, wer f&uuml;r Deutschland k&auml;mpfen muss, falls sich nicht gen&uuml;gend junge Menschen freiwillig zur Armee melden. Im &bdquo;Presseclub&ldquo;, eine popul&auml;re TV-Sendung f&uuml;r aktuelle Themen, kam man zu dem Schluss, die Wehrpflicht sei gut f&uuml;r junge M&auml;nner, weil &ndash; festhalten &ndash; bei der Musterung die Musterungsoffiziere die Genitalien der jungen M&auml;nner inspizieren, was also wie eine kostenlose Untersuchung auf Prostatakrebs zu werten sei. Das geht &uuml;ber das blo&szlig;e propagieren einer Remilitarisierung hinaus, das sagt dem deutschen Volk: Wir halten euch f&uuml;r dumm, und wir behandeln euch auch so.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/anti-spiegel.ru\/2025\/trauen-journalisten-sich-in-deutschland-nicht-mehr-zu-schreiben-was-sie-denken\/\">Anti-Spiegel<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2025\/nov\/28\/germany-war-army-national-service-citizens-ukraine-europe\">The Guardian<\/a>\n<p>dazu: <strong>Tausende junger Menschen demonstrieren gegen Wehrpflicht<\/strong><br>\nDer neue Wehrdienst ist beschlossen: Freiwillig soll er vorerst sein, doch viele junge Menschen bef&uuml;rchten, dass es nicht dabei bleibt. Auch an vielen hessischen Orten haben Sch&uuml;ler protestiert. (&hellip;)<br>\nViele Jugendliche h&auml;tten das Gef&uuml;hl, an dem Entscheidungsprozess zur geplanten Wiedereinf&uuml;hrung der Wehrpflicht nicht beteiligt worden zu sein, sagte Landesschulsprecher Laurenz Spies vorab dem hr.<br>\nDas Bundesverteidigungsministerium habe kaum Jugendliche angeh&ouml;rt. &ldquo;Ein anderer Punkt ist, dass viele Jugendliche auch Angst vor einer Wehrpflicht haben und sich auch deshalb f&uuml;r diesen Protest entschieden haben&rdquo;, betonte Spies.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.hessenschau.de\/gesellschaft\/schulstreik-gegen-wehrpflicht-tausende-demonstrieren-in-hessen-v3,schulstreik-gegen-wehrpflicht-100.html%20\">hessenschau<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Wir verweigern, weil Frieden Mut braucht<\/strong><br>\nIn der Nacht von Donnerstag auf Freitag haben Unterst&uuml;tzer:innen der Kampagne Wir verweigern! Bundeswehrwerbung umgestaltet, um auf das Recht auf Kriegsdienstverweigerung aufmerksam zu machen und der Propaganda f&uuml;r Krieg und Gewalt etwas entgegenzusetzen.<br>\n&bdquo;F&uuml;r mich als junger Mensch ist es gruselig, &uuml;berall diese Werbung f&uuml;r Krieg zu sehen, f&uuml;r einen Krieg, in den mich der Staat mit der Wehrpflicht schicken will. Mein Leben ist nicht eure Ressource!&rdquo;, erkl&auml;rt eine beteiligte Person.<br>\nWir verweigern! ist eine Kampagne des Jugendkollektivs, einem Teil des Widerstandskollektivs. Sie rufen zur massenhaften Kriegsdienstverweigerung auf und leisten Widerstand gegen Aufr&uuml;stung und Wehrpflicht. Anfang September schrieben sie bei einer Farbaktion auf die Au&szlig;enwand der Bundestagskita: &raquo;Verpflichtet ihr auch eure Kinder zum T&ouml;ten?&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2025\/12\/wir-verweigern-weil-frieden-mut-braucht\/%20\">pressenza<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.G.:<\/strong> &bdquo;Der Frieden ist nicht alles, aber alles ist ohne den Frieden nichts.&ldquo; (Willy Brandt). Die Wahrheit, die wir uns jeden Tag bewusst machen m&uuml;ssen.<\/em><\/p>\n<p>und: <strong>Zur SPD-Propaganda f&uuml;r die Wehrpflicht: Erkl&auml;rb&auml;r Boris<\/strong><br>\nVerteidigungsminister Boris Pistorius wird sich im Gegensatz zu seinem US-Amtskollegen Peter Hegseth nie als Kriegsminister sehen. Einen Beleg lieferte er als Onkel Boris auf Instagram. Dort erkl&auml;rte er den Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;lern am Donnerstag vergangener Woche, warum sie ruhig gegen die Wiedereinf&uuml;hrung der Wehrpflicht streiken k&ouml;nnten, der Zwangsdienst aber dennoch komme. Es sei n&auml;mlich so, dass die gesamte Art, wie wir leben, ein Geschenk sei, das &bdquo;gegen die Feinde der Demokratie, aber auch nach au&szlig;en, verteidigt&ldquo; werden m&uuml;sse. Die alte Tante SPD hat den Menschen also ihr derzeitiges Leben geschenkt. O-Ton Pistorius: &bdquo;Ihr d&uuml;rft glauben, an was ihr wollt, ihr k&ouml;nnt lieben, wen ihr wollt, ihr k&ouml;nnt euch bewegen, wie ihr wollt und ihr k&ouml;nnt demonstrieren, f&uuml;r was immer ihr wollt.&ldquo; Wer dieses Leben aber auch in 30 Jahren noch haben wolle, m&uuml;sse auch daf&uuml;r eintreten. So sieht die sozialdemokratische Zukunftsvision 2025 aus. Hefte raus &ndash; Nachhilfestunde in Geschichte f&uuml;r Sozialdemokraten mit Ministerposten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/erklaerbaer-boris-4809831\/\">unsere zeit<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Deutsche Konjunktur: Katastrophe mit und ohne Waffen<\/strong><br>\nDer Auftragseingang bei der deutschen Industrie liegt weiter auf Rezessionsniveau. Die neuesten Zahlen f&uuml;r den Oktober, die das Statistische Bundesamt vorgestern ver&ouml;ffentlicht hat, zeigen, dass der &bdquo;Herbst der Reformen&ldquo; genau da verpufft, wo seine Wirkungen eigentlich erwartet werden. Der einzige &bdquo;Lichtblick&ldquo;: Im Bereich des sonstigen Fahrzeugbaus hat es einen enormen Zuwachs gegeben. Dazu schreibt das BMWI: &bdquo;Die Entwicklung der Auftragseing&auml;nge ist im Oktober erneut von Gro&szlig;auftr&auml;gen vor dem Hintergrund verteidigungswirtschaftlicher Beschaffungen gepr&auml;gt.&ldquo;<br>\nOhne solche Gro&szlig;auftr&auml;ge verharrt die deutsche Wirtschaft, wie das Original-Schaubild des Bundesamtes zeigt, weiter auf der Rezessionstalsohle. Damit hat die deutsche Wirtschaft bald das vierte Jahr einer rezessiven Entwicklung vollendet (die letzte Spitze &uuml;ber einem Wert von einhundert im Jahr 2022 ist der Wert von Januar 2022).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2025\/12\/07\/deutsche-konjunktur-katastrophe-mit-und-ohne-waffen\/\">Relevante &Ouml;konomik<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Die theoretische Leere im politischen Diskurs<\/strong><br>\nGegen einfache Parolen hilft nur &ouml;konomisches Handwerkszeug. Dieser Beitrag erkl&auml;rt, warum progressive Politik ohne Fundament in der Defensive bleibt &ndash; und wie ein moderner Keynesianismus sowohl Wirtschaft als auch Demokratie st&auml;rken kann. [&hellip;]<br>\nDer Streit dreht sich weniger um &ouml;konomische Theorie als um die Frage, wie viel Ungerechtigkeit politisch akzeptabel erscheint. Die sozial orientierten Parteistr&ouml;mungen beschr&auml;nken sich meist darauf, die Vorschl&auml;ge der liberal-konservativen Seite abzufedern, statt ihnen eine theoretisch tragf&auml;hige Alternative entgegenzustellen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/43-2025\/die-theoretische-leere-im-politischen-diskurs\/\">Makroskop (Bezahlschranke)<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Was der siebte Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung verschweigt<\/strong><br>\nB&auml;rbel Bas legte den Siebten Armuts- und Reichtumsbericht vor. Als Mitglied des wissenschaftlichen Gutachtergremiums kritisiert der Autor: Armut wird verharmlost und Reichtum verschleiert. Statt einer echten Problemanalyse liefert die Regierung reine Selbstbeweihr&auml;ucherung. [&hellip;]<br>\nDie herrschende Verteilungsschieflage wird verharmlost, wenn man Armut auf das Elend von Menschen in Entwicklungsl&auml;ndern verk&uuml;rzt, um sich dem Problem bei uns nicht stellen zu m&uuml;ssen. [&hellip;]<br>\nVerharmlosend wirkt auch der Begriff &ldquo;armutsgef&auml;hrdet&rdquo;, den die Bundesregierung favorisiert, weil es sich bei einem Monatseinkommen von weniger als 1.381 Euro (60 Prozent des mittleren Einkommens) f&uuml;r einen Alleinstehenden schlicht um Einkommensarmut handelt. [&hellip;]<br>\nMit der Altersarmut besch&ouml;nigt der Regierungsbericht ein k&uuml;nftig noch wachsendes Problem: [&hellip;]<br>\nDurch eine radikale Rentenreform, nach der immer h&auml;ufiger gerufen wird, d&uuml;rfte sich die Altersarmut kaum verringern, sondern eher verstetigen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/was-der-siebte-armuts-und-reichtumsbericht-der-bundesregierung-verschleiert_4b735b07-afe9-49c6-9e8c-408e5dcdb26c.html\">Christoph Butterwegge auf Focus Online<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Armut als Standard? Die Rentenreform und das Sozialstaatsgebot<\/strong><br>\nIm Streit um die Rente ist das Sozialstaatsgebot des Grundgesetzes aus dem Blickfeld geraten. Diese &bdquo;Ewigkeitsnorm&ldquo; gibt der Politik die Aufgabe, allen B&uuml;rgern im Alter ein menschenw&uuml;rdiges Leben zu erm&ouml;glichen. Das ist schon mit der Haltelinie von 48 Prozent ein gro&szlig;es Problem. [&hellip;]<br>\nDie vorherrschende Behauptung, mit einer Umstellung der Beitragsfinanzierung auf Kapitaldeckung k&ouml;nne man die nachwachsende Generation entlasten, ist absurd. Die in Werbekampagnen der Versicherungswirtschaft und von etlichen &Ouml;konomieprofessoren verk&uuml;ndete Behauptung, mit der Einzahlung in einen Kapitalfonds habe man die eigene Rente quasi vorfinanziert, ist Scharlatanerie. Altersrenten m&uuml;ssen immer aus der laufenden Wertsch&ouml;pfung bezahlt werden. Einen Geldspeicher gibt es nur in der Parallelwelt von Entenhausen.<br>\nDeshalb kann eine Umstellung der Alterssicherung auf Kapitaldeckung zur Entlastung der gesamten j&uuml;ngeren Generation unterm Strich gar nichts beitragen. Au&szlig;erdem w&uuml;rden dann Beitr&auml;ge in einen Kapitalstock abgef&uuml;hrt, der nicht nur die Renten finanzieren muss, sondern auch die Gewinnerwartungen der Finanzwirtschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/44-2025\/armut-als-standard-die-rentenreform-und-des-sozialstaatsgebot\/\">Makroskop<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Rentenstreit &ndash; Debattieren in postfaktischen Zeiten<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=143491\">NachDenkSeiten<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>China ist gro&szlig;, Deutschland ist klein<\/strong><br>\nWer mit absoluten Zahlen hantiert, muss immer vorsichtig sein. Gerade wird landauf landab gemeldet, dass der chinesische Handelsbilanz&uuml;berschuss mit 1000 Milliarden Dollar einen Rekord aufgestellt hat. Vielen Medien ist das eine gro&szlig;e Meldung wert (hier und hier) und der franz&ouml;sische Pr&auml;sident Macron erkl&auml;rt den Chinesen bei einem Besuch in China, dass ihr Handelsbilanz&uuml;berschuss nicht tragbar sei und droht ihnen mit europ&auml;ischen Handelsbeschr&auml;nkungen.<br>\n1000 Milliarden US-Dollar, das klingt wirklich nach viel. Aber wie gro&szlig; ist das chinesische Bruttoinlandsprodukt? 2025 d&uuml;rfte es etwa 19 200 Milliarden US-Dollar betragen (wenn man den Wert von 2024 mit 5 Prozent Zuwachs fortschreibt, Inflation gibt es praktisch nicht). Folglich liegt der Handelsbilanz&uuml;berschuss (ich spreche hier mal ausnahmsweise nicht von der Leistungsbilanz) bei etwa 5,2 Prozent des chinesischen BIP. Das ist nicht wenig.<br>\nDoch wie ist es mit Frankreichs Lieblingsnachbarland? Deutschland wies im vergangenen Jahr ein BIP von etwa 4500 Milliarden US-Dollar auf. Mit zwei Prozent Inflation fortgeschrieben, ergibt das etwa 4600 in diesem Jahr, ein reales Wachstum wird es nicht geben. Der deutsche Handelsbilanz&uuml;berschuss betrug 2024 etwa 230 Milliarden &euro; und folglich etwa 260 Milliarden US-$, das waren fast 5,8 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2025\/12\/10\/china-ist-gross-deutschland-ist-klein\/\">Relevante &Ouml;konomik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Marc Chesney: &laquo;Ich bin w&uuml;tend&raquo;<\/strong><br>\nDer Finanzkapitalismus entzieht den n&auml;chsten Generationen das Recht auf saubere Luft, sauberes Wasser und ein friedvolles Leben.<br>\nMarc Chesney ist emeritierter Finanzprofessor der Universit&auml;t Z&uuml;rich. Diesen Sommer ver&ouml;ffentlichte er sein neues Buch &laquo;STOPP &ndash; gegen Kasino Finanzwirtschaft und die Vermarktung der Natur&raquo;.<br>\nDie n&auml;chsten Generationen haben &ndash; wie wir &ndash; das Recht, saubere Luft zu atmen und sauberes Wasser zu trinken. Diese Forderung ist weder extrem noch radikal.<br>\nDoch die heutige Wirtschaft wird vom Finanzcasino sowie von BigTech und R&uuml;stungskonzernen beherrscht. Die n&auml;chsten Generationen haben das Nachsehen. Denn im Zentrum stehen gigantische unproduktive Wettgesch&auml;fte sowie ein riesiger Berg von Schulden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/wirtschaft\/kapitalmarkt\/marc-chesney-ich-bin-wuetend\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Merz stellte Hunderte Strafantr&auml;ge &ndash; Hausdurchsuchung bei behinderter Rentnerin<\/strong><br>\nFriedrich Merz hat seit 2021 Hunderte Strafantr&auml;ge wegen Beleidigungen gestellt. Teilweise nutzte er daf&uuml;r eine umstrittene Agentur. Dadurch kam es auch zu Hausdurchsuchungen &ndash; unter anderem bei einer schwerbehinderten Rentnerin.<br>\nBundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat nach Recherchen der &bdquo;Welt am Sonntag&ldquo; seit 2021 hunderte Strafantr&auml;ge wegen mutma&szlig;licher Beleidigungen gegen sich gestellt oder mitverfolgt. Dokumente aus Anwaltskanzleien, Ermittlungsakten und Gerichtsunterlagen belegen, dass der CDU-Politiker &ndash; damals noch Oppositionsf&uuml;hrer, sp&auml;ter Kanzlerkandidat und seit der Bundestagswahl Regierungschef &ndash; systematisch gegen Kritiker in sozialen Medien vorging.<br>\nBesonders brisant: Teils arbeitete Merz mit der Agentur &bdquo;So Done&ldquo; zusammen, die automatisiert das Internet nach Beleidigungen durchsucht und Anzeigen erstattet. Die Firma, gegr&uuml;ndet vom FDP-Politiker und Rechtsanwalt Alexander Brockmeier, bekommt die H&auml;lfte der eingetriebenen Gelder.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/merz-stellte-hunderte-strafantraege-hausdurchsuchung-bei-behinderter-rentnerin_741479ff-959e-4983-9745-787b8c58ffdd.html\">Focus Online<\/a>\n<p>dazu: <strong>Strafverfahren wegen Beleidigung des Bundeskanzlers: Wie Friedrich Merz eine Debatte zu verhindern versucht<\/strong><br>\nSchon als Oppositionsf&uuml;hrer hat der CDU-Politiker Ausk&uuml;nfte zu Ermittlungen wegen Beleidigung seiner Person verweigert. Als Kanzler setzt Friedrich Merz das fort, auch vor Gericht.<br>\nBundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ist darum bem&uuml;ht, keine Informationen &uuml;ber die Strafverfolgung von Beleidigungsdelikten gegen seine Person &ouml;ffentlich bekannt werden zu lassen. In einem Rechtsstreit vor dem Berliner Verwaltungsgericht teilen die vom Bundeskanzleramt beauftragten Rechtsanw&auml;lte mit, es bestehe &bdquo;kein gesteigertes &ouml;ffentliches Interesse&ldquo; an diesen Ermittlungsverfahren.<br>\nEin Eilantrag des Tagesspiegels von Mitte Juli, das Kanzleramt unverz&uuml;glich zu entsprechenden Ausk&uuml;nften zu verpflichten, sei deshalb abzuweisen, fordern die Merz-Anw&auml;lte. Ein Beschluss in der Sache soll nach Angaben des Gerichts noch bis Ende Dezember erfolgen (Az.: VG 27 L 254\/25).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/strafverfahren-wegen-beleidigung-des-bundeskanzlers-wie-friedrich-merz-eine-debatte-zu-verhindern-versucht-15030503.html\">Tagesspiegel<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Meinungsfreiheit in Russland und der Despot im Kanzleramt<\/strong><br>\nParadox ist dabei, dass ausgerechnet diejenigen in Deutschland, die Russland als Beispiel f&uuml;r eine despotische Diktatur anf&uuml;hren, selbst einen ma&szlig;geblichen Anteil daran haben, dass die deutschen Zust&auml;nde inzwischen weit despotischer und d&uuml;sterer sind als die russischen. Merz, Habeck und Strack-Zimmermann wissen offenkundig nicht, wodurch sich die Freiheit einer Gesellschaft begr&uuml;ndet und woran sie sich misst, sonst w&uuml;rden sie nichts in eine Richtung unternehmen, die genau diese Freiheit zur&uuml;ckbaut und ein Klima der Angst schafft: Man traut sich in Deutschland nicht mehr, offen seine Meinung zu sagen. Dieser Auffassung stimmt die Mehrheit der Deutschen inzwischen zu. Merz hat pers&ouml;nlich dabei mitgewirkt &ndash; der Despot sitzt nicht im Kreml, er sitzt im Kanzleramt.<br>\nDen Konsumenten des deutschen Mainstreams t&auml;te es gut, diese Tatsachen zur Kenntnis zu nehmen. Das Erwachen aus dem s&uuml;&szlig;en Propaganda-Traum von der deutschen &Uuml;berlegenheit gegen&uuml;ber Russland wird dann nicht ganz so drastisch und brutal.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/fromrussiawithlove.rtde.world\/meinung\/264286-meinungsfreiheit-in-russland-und-despot\/\">Gert Ewen Ungar auf RT DE<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. 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