{"id":143731,"date":"2025-12-29T12:00:17","date_gmt":"2025-12-29T11:00:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=143731"},"modified":"2025-12-29T15:32:48","modified_gmt":"2025-12-29T14:32:48","slug":"220-euro-stundenlohn-wie-deutsche-unternehmer-mit-inklusion-exklusive-profite-machen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=143731","title":{"rendered":"2,20 Euro Stundenlohn \u2013 Wie deutsche Unternehmer mit Inklusion exklusive Profite machen"},"content":{"rendered":"<p>Werkst&auml;tten f&uuml;r behinderte Menschen sollen den Sprung in ein geregeltes Berufsleben erm&ouml;glichen. In einem Bruchteil der F&auml;lle klappt das. Die allermeisten Betroffenen bleiben dagegen als billige Arbeitskr&auml;fte auf ihrer Stelle kleben &ndash; mit Hungerlohn und ohne Perspektive. Das nutzen ausgerechnet solche Firmen schamlos aus, die auf die Integration Benachteiligter pfeifen. Von <strong>Ralf Wurzbacher<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_2796\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-143731-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251217-Exklusive-Profite-mit-Inklusion-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251217-Exklusive-Profite-mit-Inklusion-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251217-Exklusive-Profite-mit-Inklusion-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251217-Exklusive-Profite-mit-Inklusion-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=143731-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251217-Exklusive-Profite-mit-Inklusion-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"251217-Exklusive-Profite-mit-Inklusion-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>In Krisenzeiten verlieren viele ihre Arbeit. Menschen mit k&ouml;rperlicher oder geistiger Beeintr&auml;chtigung sind oft die ersten, die es trifft. Die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) z&auml;hlte im Oktober &uuml;ber 185.000 Schwerbehinderte ohne Job, knapp 9.000 mehr als im Jahr davor und 20.000 mehr als 2023. Mit fast zw&ouml;lf Prozent war die Arbeitslosenquote 2024 nahezu doppelt so hoch wie die aller Erwerbspersonen im Land. Anl&auml;sslich der Vorlage des <a href=\"https:\/\/delivery-aktion-mensch.stylelabs.cloud\/api\/public\/content\/aktion-mensch-inklusionsbarometer-arbeit-2025.pdf?v=00914778\">&bdquo;Inklusionsbarometers Arbeit&ldquo;<\/a> der Aktion Mensch vor gut einem Monat befand deren Sprecherin Christina Marx: &bdquo;Der Missstand verfestigt sich weiter. Wir sehen uns mit einem drastischen R&uuml;ckschlag f&uuml;r die Inklusion auf dem Arbeitsmarkt konfrontiert.&ldquo;<\/p><p>Die Lage ist ernst. Behinderte schaffen schon in Normalzeiten sehr viel schwerer den Sprung ins Berufsleben. Und nach einer Entlassung f&auml;llt die R&uuml;ckkehr noch einmal schwerer, zumal in Phasen &ouml;konomischen Niedergangs. Ihre Abgangsrate aus der Arbeitslosigkeit lag 2024 bei unter drei Prozent, w&auml;hrend sie bei Menschen ohne Behinderung bei &uuml;ber sechs Prozent verblieb. Die deutsche Wirtschaft zeigte sich schon in der Vergangenheit nicht besonders eifrig, Menschen mit Handicap Arbeit zu geben, obwohl der Staat bis zu 75 Prozent ihrer Bezahlung &uuml;bernimmt. In den vergangenen Jahren ist ihre Bereitschaft weiter gesunken. Dabei h&auml;nge von ihren Einstellungs- und Besch&auml;ftigungsbem&uuml;hungen die weitere Entwicklung ab, bemerkte Marx und setzte hinzu: <a href=\"https:\/\/delivery-aktion-mensch.stylelabs.cloud\/api\/public\/content\/aktion-mensch-interview-christina-marx-zum-inklusionsbarometer-arbeit-25.pdf?v=cf9f1d0e\">&bdquo;Wir kommen nicht umhin, den Unternehmen regelrechten Widerstand zu attestieren.&ldquo;<\/a><\/p><p><strong>Pflichtverletzung leicht gemacht<\/strong><\/p><p>Nach dem 9. Sozialgesetzbuch m&uuml;ssen Unternehmen mit 20 oder mehr Besch&auml;ftigten mindestens f&uuml;nf Prozent Menschen mit Schwerbehinderung einstellen. Gem&auml;&szlig; Inklusionsbarometer sank die Quote unter allen der Bestimmung unterliegenden Firmen im Vorjahr auf 4,4 Prozent &ndash; den niedrigsten Stand seit 2013. Ein Verbund aus <em>S&uuml;ddeutscher Zeitung (SZ)<\/em>, dem inklusiven Magazin <em>Andererseits <\/em>und dem Informationsfreiheitsportal &bdquo;Frag den Staat&ldquo; hat im Rahmen einer <a href=\"https:\/\/fragdenstaat.de\/artikel\/exklusiv\/2025\/07\/das-fuehlt-sich-nach-ausbeutung-an\/\">umfassenden Recherche zum Thema<\/a> genauere Zahlen ermittelt. Demnach erf&uuml;llten im Jahr 2023 lediglich 38,6 Prozent der fraglichen Betriebe ihre Besch&auml;ftigungspflicht. In knapp 111.000 F&auml;llen geschah dies nur teilweise (35,4 Prozent) oder gar nicht (26 Prozent). Damit besch&auml;ftigt jeder vierte Arbeitgeber keinen einzigen Menschen mit Beeintr&auml;chtigung.<\/p><p>Eigentlich hat der Gesetzgeber f&uuml;r solche F&auml;lle vorgesorgt: Wer die Vorgaben verletzt, muss eine Ausgleichsabgabe an den Staat leisten. Das Geld wandert zu den Integrations&auml;mtern der L&auml;nder, die es wiederum zu gro&szlig;en Teilen an jene Betriebe weiterreichen, die ihren Pflichten nachkommen und Behinderte in Arbeit bringen. Beispielsweise flie&szlig;en die Mittel so in die Schaffung und Sicherung barrierefreier Ausbildungs- und Arbeitspl&auml;tze. Die Kompensationen belaufen sich, gestaffelt nach Betriebsgr&ouml;&szlig;e und Erf&uuml;llungsquote, <a href=\"https:\/\/www.rehadat-ausgleichsabgabe.de\/verstehen\/was-ist-die-ausgleichsabgabe\/\">auf 155 Euro bis 815 Euro monatlich<\/a>. Im Jahr 2022 h&auml;tten so insgesamt zirka 900 Millionen Euro zusammenkommen m&uuml;ssen. Tats&auml;chlich waren es aber 84 Millionen Euro weniger, weil es f&uuml;r Unternehmer einen Ausweg mehr gibt, um sich aus der Verantwortung zu stehlen.<\/p><p><strong>Moderne Arbeitssklaven<\/strong><\/p><p>Hier kommen die Werkst&auml;tten f&uuml;r behinderte Menschen (WfbM) ins Spiel. Offiziell sind sie Orte der F&ouml;rderung, Besch&auml;ftigung und Teilhabe. Ihr gesetzlicher Auftrag lautet, geeignete Kandidaten auf den allgemeinen Arbeitsmarkt vorzubereiten, sprich sie zu bef&auml;higen, an der Seite von Besch&auml;ftigten ohne Behinderung einer geregelten und gleichwertig bezahlten T&auml;tigkeit nachgehen zu k&ouml;nnen. Davon kann keine Rede sein. In der Praxis entpuppen sich die Einrichtungen vielmehr als Verwahranstalten f&uuml;r moderne Arbeitssklaven. Aktuell kommen bundesweit &uuml;ber 300.000 Personen, die als erwerbsgemindert gelten, in einer WfbM unter. Auch hier zeigt die Tendenz seit den 1990er-Jahren steil nach oben. Nach einer Erhebung des Bundesministeriums f&uuml;r Arbeit und Soziales (BMAS) wechselten 2023 zwischen 0,13 und 0,94 Prozent der in diesen Einrichtungen Angestellten in einen regul&auml;ren Job. Eine Befragung der Werkstattleitungen ergab ein Bundesmittel von 0,35 Prozent. Sprungbrett ins geregelte Berufsleben? Von wegen! Die allermeisten &ndash; 99,65 Prozent &ndash; bleiben auf ihrer Stelle kleben, nicht selten jahrzehntelang.<\/p><p>Dabei k&ouml;nnte nach Ansicht von Fachleuten wenigstens ein Drittel des fraglichen Personenkreises durchaus in der freien Wirtschaft oder im &ouml;ffentlichen Dienst Fu&szlig; fassen, also mithin mehr als 100.000. Dass das nicht passiert, hat im Wesentlichen mit der verkorksten Rechtslage zu tun, vorneweg dem Fehlen eines harten Sanktionsregimes mit Strafen, die Arbeitgebern bei Pflichtverletzung wirklich wehtun. Richtig absurd wird das System aber erst dadurch, dass es die Umgehung der Regeln sogar belohnt. Wie das? Man kann sich als Unternehmer auch vor den Ausgleichszahlungen dr&uuml;cken, indem man Auftr&auml;ge an die WfbM vergibt. Je nach Umfang reduziert sich so das Bu&szlig;geld beziehungsweise entf&auml;llt es ganz. Nicht nur werden so Ausgaben vermieden. Die Masche steigert sogar die Gewinne, weil der Auftraggeber seine Produktion zu niedrigsten Kosten auslagern kann. Oder er holt sich behinderte Menschen als billige Arbeitskr&auml;fte in die Fabrik, verliehen durch die WfbM. Auch das ist eine g&auml;ngige Praxis.<\/p><p><strong>Ausbeutung auf Staatskosten<\/strong><\/p><p>Besagte Recherchekooperation schilderte im Sommer den Fall eines Mannes, der in seiner Werkstatt Pappschachteln falten und mit Utensilien eines Vitamin-D-Testkits der Firma Cerascreen best&uuml;cken muss. Bei einer 30-Stunden-Woche erh&auml;lt er daf&uuml;r im Monat 260 Euro, was einem Stundensatz von unter 2,20 Euro entspricht. Von dem k&uuml;mmerlichen Verdienst bekommt er t&auml;glich auch noch 2,90 Euro f&uuml;r ein betriebsinternes Mittagessen abgezogen. Sein Existenzminimum sichern eine Erwerbsminderungsrente und ein Mietzuschuss. Die Betroffenen gelten rechtlich zumeist nicht als Arbeitnehmer, sondern als &bdquo;arbeitnehmer&auml;hnliche Personen&ldquo; in einem Reha- beziehungsweise Werkstattverh&auml;ltnis, womit ihnen auch die g&auml;ngigen Arbeits- und Mitbestimmungsrechte verwehrt bleiben. Nur in seltenen F&auml;llen wird Mindestlohn gezahlt. Wie das <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/play\/magazine\/frontal-das-magazin-100\/ausbeutung-behindertenwerkstatt-inklusion-arbeitsmarkt-behinderung-102\">ZDF-Magazin &bdquo;Frontal&ldquo;<\/a> im Juli 2024 berichtete, sind 93 Prozent der in WfbM T&auml;tigen auf staatliche Hilfe angewiesen.<\/p><p>2022 haben allein in Bayern 2.500 und damit etwa ein Zehntel aller abgabepflichtigen Betriebe ihre Ausgleichsschuld auf null gesenkt und nebenher ihre Profite durch den Einsatz spottbilliger Arbeitskr&auml;fte gemehrt. Ausbeutung? Nicht doch: <a href=\"https:\/\/archive.is\/20250725132634\/https:\/\/www.sueddeutsche.de\/projekte\/artikel\/wirtschaft\/unternehmen-inklusion-vermeiden-ausgleichsabgabe-gesetz-e166912\/#selection-559.154-559.259\">&bdquo;Wir sind stolz auf diese Partnerschaft und sehen sie als Beispiel daf&uuml;r, wie Wirtschaft und Inklusion Hand in Hand gehen k&ouml;nnen&ldquo;<\/a>, &auml;u&szlig;erte ein Cerascreen-Sprecher auf SZ-Anfrage. Und so werben ausgerechnet solche Unternehmen mit &bdquo;Vielfalt und Chancengleichheit&ldquo;, die ihre Werkstore f&uuml;r Menschen mit Behinderungen verrammeln. Die Integrations&auml;mter vertreten ebenfalls den Standpunkt, dass die Praxis einen wertvollen Beitrag leiste, um die Arbeitsf&auml;higkeit von Behinderten zu f&ouml;rdern.<\/p><p><strong>R&uuml;ge durch die UN<\/strong><\/p><p>Ein Systemfehler mehr: Die WfbM profitieren selbst vom Status quo. Sie beziehen staatliche F&ouml;rdergelder zur Deckung der Personal- und Betriebskosten, f&uuml;r die Qualifizierung und Begleitung der Mitarbeiter gibt es Betreuungserl&ouml;se, etwa Zuwendungen aus Ma&szlig;nahmen wie B&Uuml;WA (Begleiteter &Uuml;bergang Werkstatt auf den allgemeinen Arbeitsmarkt). Wenn Besch&auml;ftigte an Unternehmen verliehen werden (Au&szlig;enarbeitsplatz), kommen noch die Stundens&auml;tze von Firmenseite hinzu. Wechselt der Betroffene hingegen dauerhaft in ein festes Arbeitsverh&auml;ltnis, brechen alle diese Einnahmen weg. Ende November brachte der <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/wirtschaft\/werkstaetten-fuer-behinderte-menschen-sackgasse-statt-inklusion,V3TGZmQ\"><em>Bayerische Rundfunk<\/em><\/a> das Dilemma auf den Punkt: &bdquo;F&uuml;r Werkst&auml;tten ist es aus finanzieller Sicht langfristig unattraktiv, Mitarbeitende an den ersten Arbeitsmarkt abzugeben.&ldquo; Da k&ouml;nnte etwas dran sein. Noch einmal die Statistik: 0,35 Prozent schaffen den Absprung in die berufliche Eigenst&auml;ndigkeit &hellip;<\/p><p>Keine Frage: F&uuml;r bestimmte Menschen sind diese Einrichtungen von hohem Wert, weil sie sich eingebunden f&uuml;hlen, eine Aufgabe haben und so an Selbstwertgef&uuml;hl gewinnen. Das System mag gut gemeint sein, f&uuml;hrt die guten Absichten aber ad absurdum. In ihrer heutigen Form bef&ouml;rderten die WfbM &bdquo;Segregation und Exklusion. Sie sind deshalb nicht Teil eines inklusiven Arbeitsmarktes&ldquo;, hei&szlig;t es in einem <a href=\"https:\/\/www.institut-fuer-menschenrechte.de\/fileadmin\/Redaktion\/Publikationen\/Weitere_Publikationen\/DIMR_Menschenrechtliche_Eckpunkte_fuer_die_Reform_von_Werkstaetten_fuer_behinderte_Menschen__WfbM_.pdf\">Positionspapier des Deutschen Instituts f&uuml;r Menschenrechte<\/a>. &bdquo;Sie bieten auch nicht die M&ouml;glichkeit, einen angemessenen Lebensunterhalt durch Arbeit zu verdienen.&ldquo; Verwiesen wird auf die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen (UN), zu deren Umsetzung sich Deutschland verpflichtet hat. Vor zwei Jahren ergab eine Pr&uuml;fung durch den zust&auml;ndigen UN-Fachausschuss, dass hierzulande noch vieles im Argen liegt. Insbesondere die Werkst&auml;tten liefen den Intentionen und Zielen zuwider.<\/p><p><strong>Rendite vor Mensch<\/strong><\/p><p>Im Koalitionsvertrag von Union und SPD steht ein sch&ouml;ner Satz: &bdquo;Wir werden die Aufnahme einer Arbeit f&uuml;r Menschen mit Behinderungen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt verst&auml;rkt f&ouml;rdern.&ldquo; Ach ja? Mit ihrem Gesetz zur F&ouml;rderung eines inklusiven Arbeitsmarkts, das Anfang 2024 in Kraft trat, hatte die Ampelregierung immerhin der bis dahin g&auml;ngigen Finanzierung der Werkst&auml;tten &uuml;ber die Ausgleichszahlungen einen Riegel vorgeschoben. Seither kommen die Mittel ausschlie&szlig;lich der beruflichen Qualifizierung am ersten Arbeitsmarkt zugute. Allerdings plant die neue Regierung eine Rolle r&uuml;ckw&auml;rts und will &bdquo;die nachrangige F&ouml;rderung von Werkst&auml;tten und Wohnheimen f&uuml;r Werkstattbesch&auml;ftigte aus der Ausgleichsabgabe&ldquo; wieder erm&ouml;glichen. Au&szlig;erdem wolle man die Einrichtungen &bdquo;erhalten und reformieren&ldquo;.<\/p><p>&bdquo;Reform&ldquo; verhei&szlig;t in der Regel nicht Gutes und &bdquo;Erhalt&ldquo; klingt nach &bdquo;Weiter so&ldquo;. Von einer &Uuml;berwindung des &bdquo;Ablasshandels f&uuml;r Inklusion&ldquo; (&bdquo;Frag den Staat&ldquo;), einer Abkehr von der Verrechenbarkeit mit Auftragsvergaben oder deutlich strengeren Strafen findet sich im Koalitionsvertrag jedenfalls kein Wort. Man redet gerne und viel &uuml;ber Inklusion und Integration, aber unternimmt wenig bis gar nichts in puncto Umsetzung. Und so k&ouml;nnte das Projekt dasselbe Schicksal ereilen wie das Lieferkettengesetz, das das EU-Parlament auf ma&szlig;geblichen Druck Deutschlands gerade <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=142109\">&bdquo;zerbr&ouml;selt&ldquo;<\/a> hat &ndash; wegen zu viel B&uuml;rokratie und Wettbewerbsnachteilen. Womit sich einmal mehr bewahrheitete, was schon immer galt im Kapitalismus: Wichtiger als der Mensch ist allemal die Rendite.<\/p><p><small>Titelbild: KOTOIMAGES\/shutterstock.com<\/small><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg05.met.vgwort.de\/na\/d1189e01f2724e40b6941867842a5252\" alt=\"\" title=\"\" height=\"1\" width=\"1\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Werkst&auml;tten f&uuml;r behinderte Menschen sollen den Sprung in ein geregeltes Berufsleben erm&ouml;glichen. In einem Bruchteil der F&auml;lle klappt das. Die allermeisten Betroffenen bleiben dagegen als billige Arbeitskr&auml;fte auf ihrer Stelle kleben &ndash; mit Hungerlohn und ohne Perspektive. Das nutzen ausgerechnet solche Firmen schamlos aus, die auf die Integration Benachteiligter pfeifen. 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