{"id":14379,"date":"2012-09-07T15:43:39","date_gmt":"2012-09-07T13:43:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14379"},"modified":"2012-09-07T15:43:39","modified_gmt":"2012-09-07T13:43:39","slug":"hinweise-des-tages-ii-76","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14379","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14379#h01\">Jens Berger &ndash; Vorbild Island<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14379#h02\">Thomas Fricke &ndash; Der ESM und die Demokratiew&auml;chter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14379#h03\">Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14379#h04\">Europaparlament geht auf Konfrontation mit Merkel-Kurs und fordert Schuldentilgungsfonds und F&ouml;rderung von nachhaltigem Wachstum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14379#h05\">Kenneth Rogoff &ndash; Die Aufr&uuml;stung in der Finanzwirtschaft muss enden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14379#h06\">Paul Krugman: &bdquo;Der Euro war ein romantisches Hirngespinst&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14379#h07\">Joseph Stiglitz &ndash; Was auch Romney kapieren muss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14379#h08\">Simon Johnson &ndash; Was die USA unter &ldquo;fiskalkonservativ&rdquo; verstehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14379#h09\">Keinen Ablasshandel mit Steuerhinterziehern!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14379#h10\">Frankreichs Reiche steigen besser aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14379#h11\">Ein Ethikkodex f&uuml;r &Ouml;konomen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14379#h12\">Rente und Altersarmut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14379#h13\">Die &bdquo;Schleckerisierung&ldquo; der Lufthansa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14379#h14\">Einkommensunterschiede bei tariflicher Bezahlung in der Altenhilfe bis zu 38 Prozent<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14379#h15\">Geheimsache Kriegshilfe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14379#h16\">F&uuml;r eine offene, lebendige Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14379#h17\">B&auml;uchlings<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14379&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Jens Berger &ndash; Vorbild Island<\/strong><br>\nIsland, das die internationale Bankenkrise als Erstes traf, war so etwas wie der Kanarienvogel in der Goldmine des Finanzsystems. Bergleute hatten den Vogel einst eingesetzt, um vor t&ouml;dlichen Gasen im Schacht zu warnen.<br>\nAngelockt von hohen Zinsen pumpten internationale Banken, Fonds und Kleinanleger &uuml;ber Jahre hinweg Milliardensummen in das weitestgehend deregulierte Bankensystem der 300.000-Seelen-Insel. Am Vorabend der Krise hatten die drei gr&ouml;&szlig;ten Banken des Landes eine Bilanzsumme, die dem Neunfachen der Wirtschaftskraft des Landes entsprach.<br>\nIslands Gesch&auml;ftsmodell, langfristig vergebene Kredite kurzfristig zu refinanzieren, platzte jedoch in der Finanzkrise. Eigentlich h&auml;tte der isl&auml;ndische Kanarienvogel im Herbst 2008 am aufsteigenden Gemisch aus toxischen Wertpapieren ersticken m&uuml;ssen. Er zwitschert heute jedoch wieder munter und rettete sein Leben auf eine eher unkonventionelle Art und Wiese. Island lie&szlig; seine Banken pleitegehen, k&uuml;rzte keine wichtigen Staatsausgaben und rettete seine B&uuml;rger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!101198\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Thomas Fricke &ndash; Der ESM und die Demokratiew&auml;chter<\/strong><br>\nDie Kl&auml;ger poltern, Europas Dauerrettungsschirm schr&auml;nke nationales Budgetrecht ein. Damit malen sie ein arg romantisches Bild von der Macht von Abgeordneten in Krisenzeiten.<br>\nDie Buchstabenkombi hat das Zeug, zum Reizwort des Jahres zu werden. Gemeint ist der ESM, jener europ&auml;ische Sicherungsmechanismus, gegen den es so viele Klagen gibt. Und &uuml;ber den das Bundesverfassungsgericht kommenden Mittwoch urteilt.<br>\nF&uuml;r die Kl&auml;ger kommen mit dem ESM &ldquo;unkalkulierbare Risiken&rdquo; auf Deutschland zu. Werde das Geld f&uuml;r angeschlagene L&auml;nder abgerufen, seien das f&uuml;r uns Ausgaben. Und die Entscheidung &uuml;ber Ausgaben wie Einnahmen m&uuml;sse &ldquo;in der Hand des Bundestags bleiben&rdquo;.<br>\nKlingt in der Tat demokratiefeindlich, klar. Die Frage ist nur, welche Wahl unsere Abgeordneten h&auml;tten, wenn es den ESM als Sicherung nicht g&auml;be &ndash; wie viele Risiken und unkalkulierbare Ausgaben es dann g&auml;be. Und ob das tiefere Problem nicht in der De-facto-Macht von Leuten an den Finanzm&auml;rkten liegt, die jahrelang wie blind in L&auml;nder investiert haben, um dann panisch wegzulaufen, der Herde hinterher &ndash; was gew&auml;hlte Politiker zu Entscheidungen dr&auml;ngt, die mit Budgethoheit so viel zu tun haben wie Tante Erna mit Speeddating. [&hellip;]<br>\nNat&uuml;rlich hinterl&auml;sst all das ein schlechtes Gef&uuml;hl demokratischer Ohnmacht. Nur hilft es relativ wenig, deshalb jetzt die Feuerwehr abzuschaffen, nur weil die auch vieles nass macht. Da sollten sich unsere Abgeordneten und Richter eher &uuml;berlegen, ob das tiefere Problem und Demokratieloch nicht darin liegt, dass wankelm&uuml;tige Finanzm&auml;rkte binnen Tagen die Zinsen auf Staatsanleihen eines Landes hochschie&szlig;en lassen, damit parlamentarisch verabschiedete Budgets pulverisieren und die aufgescheuchten Regierungen zu Notprogrammen n&ouml;tigen k&ouml;nnen, die dann durch Parlamente gepeitscht werden &ndash; um die heiligen M&auml;rkte zu bes&auml;nftigen. So wie es demokratisch gew&auml;hlte Abgeordnete aus Krisenl&auml;ndern auf entw&uuml;rdigende Art derzeit erleben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:kolumne-thomas-fricke-der-esm-und-die-demokratiewaechter\/70087061.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=\/politik\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Eurokrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Axel Troost, Euro-Krise und kein Ende &minus; Wege aus der Krise<\/strong><br>\nFolienvortrag auf der Fraktionsklausur der Bundestagsfraktion am 4. September 2012<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/120907_hinweise_ii_euro-krise_september_2012_klausur_bundestagsfraktion.pdf\">Axel Troost [PDF &ndash; 537.3 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>What&rsquo;s really happening in Greece?<\/strong><br>\nWell, It&rsquo;s Draghi-day today. According to expectations, he will announce that countries like Greece will have to stick to the deals. But can they?<br>\n<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/120907_h2_whatsreally.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/120907_h2_whatsreally_small.png\" alt=\"\"><\/a><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/rwer.wordpress.com\/2012\/09\/06\/whats-really-happening-in-greece\/\">Real World Economics Review<\/a><\/li>\n<li><strong>The Consequences of Austerity Policies in Portugal<\/strong>\n<ul>\n<li>The main characteristics of the Portuguese economy since 2000 are low growth, a rising current account deficit and indebtedness. In the period 2000&ndash;2007 Portuguese GDP increased at an annual average rate of 1.4 per cent. The current account deficit, which was 3.5 per cent of GDP in 1995, quickly deteriorated under the EMU to reach 12.5 per cent in 2008<\/li>\n<li>The shift from fiscal stimulus to austerity took place in March 2010. In April 2011, assistance was requested from the EU and in the same month a Memorandum of Understanding was negotiated with the troika. Austerity and structural adjustment policies were geared towards reducing the government deficit and debt and rebalancing the current account by cutting wages (&raquo;internal devaluation&laquo;).<\/li>\n<li>The austerity measures adopted since March 2010 are having a strong recessionary impact. Unemployment rates have climbed to unprecedented heights, reaching 15.6 per cent in the first quarter of 2012. Youth unemployment (15&ndash;24) has reached 36.2 per cent. Nominal wages contracted by 3.9 per cent between the third quarter of 2010 and the first quarter of 2012.<\/li>\n<li>As it is becoming clear that austerity will fail to deliver its promises &ndash; the deficit is out of control and the public debt keeps growing &ndash; clear signs of what the IMF call &raquo;reform fatigue&laquo; are discernible. However, this discontent tends to take the form, not of the emergence of a political alternative, but rather of the increasing alienation of the public from what it perceives as a corrupt and dishonest political class.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/id-moe\/09311.pdf\">Friedrich Ebert Stiftung [PDF &ndash; 206 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Europaparlament geht auf Konfrontation mit Merkel-Kurs und fordert Schuldentilgungsfonds und F&ouml;rderung von nachhaltigem Wachstum<\/strong><br>\nDas Plenum des Europ&auml;ischen Parlaments hat heute dem Ausschuss f&uuml;r Wirtschaft- und W&auml;hrung (ECON) das Mandat zu den Trilog-Verhandlungen mit Rat und Kommission zum Economic Governance-Double Pack (&ldquo;Two-Pack&rdquo;) erteilt. Die erste Verordnung (Ferreira-Bericht) gestaltet die Regeln f&uuml;r die Mitgliedsstaaten im Defizitverfahren aus. Die zweite definiert erstmals Regeln f&uuml;r L&auml;nder unter den Rettungsschirmen wie Griechenland, Portugal und Irland (Gauz&egrave;s-Bericht)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sven-giegold.de\/2012\/euro-europaparlament-geht-auf-konfrontation-mit-merkel-kurs-und-fordert-schuldentilgungsfonds-und-forderung-von-nachhaltigem-wachstum\/\">Sven Giegold<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Diese Entwicklung l&auml;sst hoffen. Leider wird &bdquo;Europa&ldquo; nicht durch das Europaparlament, sondern durch die demokratisch wesentlich schlechter legitimierte EU-Kommission regiert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Kenneth Rogoff &ndash; Die Aufr&uuml;stung in der Finanzwirtschaft muss enden<\/strong><br>\nViele Menschen stellen sich die Frage, ob Regulierungsbeamte und Gesetzgeber eigentlich die Fehler im Finanzsystem behoben haben, die die Welt fast an den Rand einer zweiten gro&szlig;en Depression gebracht h&auml;tten. Die kurze Antwort lautet: Nein.<br>\nZwar ist die Wahrscheinlichkeit einer unmittelbaren Wiederholung der finanziellen Kernschmelze von 2008 ist dadurch stark reduziert, dass sich die meisten Investoren, Regulierungsbeamten, Konsumenten und sogar Politiker an diese finanzielle Nahtoderfahrung noch eine Weile erinnern werden. Daher kann es noch eine Weile dauern, bis die Sorglosigkeit wieder voll zuschl&auml;gt.<br>\nAber abgesehen davon hat sich fundamental wenig ge&auml;ndert. Die nach der Krise eingef&uuml;hrten Gesetze und Regulierungsma&szlig;nahmen waren haupts&auml;chlich Flickschusterei, um den Status Quo beibehalten zu k&ouml;nnen. Politiker und Regulierer haben weder den politischen Mut noch die intellektuelle &Uuml;berzeugung, die f&uuml;r die R&uuml;ckkehr zu einem viel klareren und ehrlicheren System erforderlich sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/ending-the-financial-arms-race-by-kenneth-rogoff\/german\">Project Syndicate<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Paul Krugman: &bdquo;Der Euro war ein romantisches Hirngespinst&ldquo;<\/strong><br>\nWas die Einheitsw&auml;hrung momentan ausbadet? Ihre Konstruktionsfehler. Und &uuml;berstehen wird Europa diese Krise nur, wenn es einen Hauch Inflation zul&auml;sst und sich nicht weiterhin ausschlie&szlig;lich an Sparma&szlig;nahmen klammert. Das zumindest meint der Nobelpreistr&auml;ger f&uuml;r Wirtschaftswissenschaften.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.presseurop.eu\/de\/content\/article\/2647661-paul-krugman-der-euro-war-ein-romantisches-hirngespinst?xtor=RSS-18\">L&acute;Express via Presseurop<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Joseph Stiglitz &ndash; Was auch Romney kapieren muss<\/strong><br>\nDie Reichen einer Gesellschaft d&uuml;rfen sich nicht um die Finanzierung des Staates herummogeln. Sonst wird die Marktwirtschaft als System nicht &uuml;berleben. [&hellip;]<br>\nAber &ouml;ffentliche G&uuml;ter kosten Geld, und es ist wichtig, dass jeder sich angemessen an ihrer Finanzierung beteiligt. Dar&uuml;ber, was dies bedeutet, kann man zwar unterschiedlicher Meinung sein, aber diejenigen an der Spitze der Einkommenspyramide, die 15 Prozent ihres angegebenen Einkommens versteuern (Geld in Steueroasen wie den Kaimaninseln und anderen muss den US-Beh&ouml;rden nicht bekannt gegeben werden), zahlen sicher keinen angemessenen Beitrag. Ein altes Sprichwort besagt, dass ein Fisch vom Kopf her zu stinken beginnt. Wenn Pr&auml;sidenten und ihre Angeh&ouml;rigen keine fairen Steuern zahlen, wie k&ouml;nnen wir dann erwarten, dass es alle anderen tun? Und wenn es keiner tut, wie k&ouml;nnen wir dann die &ouml;ffentlichen G&uuml;ter finanzieren, die wir brauchen?<br>\nVoraussetzung f&uuml;r das Steuersystem in Demokratien ist ein Geist von Vertrauen und Zusammenarbeit. W&uuml;rde jeder so viel Zeit und Ressourcen in die Vermeidung von Steuern stecken wie die Reichen, w&uuml;rde das Steuersystem entweder zusammenbrechen, oder es m&uuml;sste viel mehr &Uuml;berwachung und Zwang geben. Beide Alternativen sind nicht akzeptabel. Eine Marktwirtschaft kann nicht funktionieren, wenn jede Vereinbarung gesetzlich durchgesetzt werden muss. Sie kann nur &uuml;berleben, wenn das System allgemein als fair wahrgenommen wird. Neue Forschungen haben ergeben, dass die Ansicht, das Wirtschaftssystem sei unfair, sowohl Zusammenarbeit als auch Initiative unterminiert. Immer mehr Amerikaner glauben, ihr Wirtschaftssystem sei unfair. Diese wahrgenommene Ungerechtigkeit spiegelt sich im Steuersystem.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/konjunktur\/:top-oekonomen-joseph-stiglitz-was-auch-romney-kapieren-muss\/70086146.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=\/meinungshungrige\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Simon Johnson &ndash; Was die USA unter &ldquo;fiskalkonservativ&rdquo; verstehen<\/strong><br>\nPolitisch ist es egal, wie hoch die Schulden sind: Das ist ein reaganscher Leitsatz der &bdquo;Fiskalkonservativen&ldquo;. Das seltsame Ergebnis: Wenn die Welt instabil wird, fl&uuml;chtet sie in Dollar &ndash; selbst wenn die USA der Grund f&uuml;r die Instabilit&auml;t sind.<br>\nIn den meisten L&auml;ndern bedeutet &ldquo;fiskalkonservativ&rdquo; zu sein, sich viele Gedanken &uuml;ber das Haushaltsdefizit und den Schuldenstand zu machen und diese Themen ganz oben auf die politische Agenda zu setzen. In vielen L&auml;ndern der Eurozone sind diese &ldquo;Fiskalkonservativen&rdquo; heute eine m&auml;chtige Gruppe. Sie besteht darauf, dass die Staatseinnahmen gest&auml;rkt und die Ausgaben unter Kontrolle gebracht werden m&uuml;ssen. Auch in Gro&szlig;britannien zeigen sich in letzter Zeit f&uuml;hrende (Fiskal-) Konservative willens, Steuern zu erh&ouml;hen und zuk&uuml;nftige Ausgaben zu begrenzen.<br>\nDie Vereinigten Staaten funktionieren v&ouml;llig anders. Den &ldquo;fiskalkonservativen&rdquo; Politikern dort ist es wichtiger, Steuern zu senken, unabh&auml;ngig von den Auswirkungen auf das US-Haushaltsdefizit und die Gesamtsumme der ausstehenden Schulden. Einer dieser Politiker ist Paul Ryan, republikanischer Anw&auml;rter auf das Amt des Vizepr&auml;sidenten, der sich neben dem Pr&auml;sidentschaftskandidaten Mitt Romney im November zur Wahl stellt.<br>\nDie amerikanischen Politiker waren aber nicht immer so. 1960 zum Beispiel schlugen die Berater von Pr&auml;sident Dwight D. Eisenhower vor, die Steuern senken, um den Weg f&uuml;r seinen Vizepr&auml;sidenten Richard Nixon zum Pr&auml;sidenten zu ebnen. Eisenhower lehnte das ab. Zum Teil, weil er Nixon nicht besonders mochte oder vertraute. Vor allem aber, weil er seinem Nachfolger einen ausgeglicheneren Haushalt hinterlassen wollte.<br>\nWarum scheren sich US-Fiskalkonservative im Vergleich zu ihren Kollegen in anderen L&auml;ndern heutzutage so wenig um ihre Staatsschulden?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/:top-oekonomen-was-die-usa-unter-fiskalkonservativ-verstehen\/70085636.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=\/meinungshungrige\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Keinen Ablasshandel mit Steuerhinterziehern!<\/strong><br>\nDas politische Gezerre um das deutsch&ndash;schweizerische  Steuerabkommen wird immer grotesker. Nun hat die Justizministerin den neuesten Gipfel der Ungeheuerlichkeiten erklommen.<br>\nSie erw&auml;gt eine Gesetzesinitiative, um der deutschen Finanzverwaltung den Ankauf von Datentr&auml;gern mit gestohlenen Bankdaten zu untersagen. Damit soll ein wichtiges Druckmittel gegen&uuml;ber Steuerhinterziehern verboten werden, das durch h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung ausdr&uuml;cklich gebilligt wurde. Durch den Ankauf solcher CDs sind in den vergangenen Jahren rund zwei Milliarden Euro in die &ouml;ffentlichen Kassen gesp&uuml;lt worden. Nicht zu ermessen ist die abschreckende  Wirkung dieser CD-K&auml;ufe.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/120907_h2_kt.jpeg\" alt=\"\"><\/p>\n<p>Keine Frage: Anstatt sich auf illegal beschaffte Daten verlassen zu m&uuml;ssen, w&auml;re es die bessere L&ouml;sung, daf&uuml;r zu sorgen, die Gelegenheiten f&uuml;r Hinterziehungsdelikte von vornherein zu minimieren und die Finanzverwaltung zu bef&auml;higen, ihren Pflichten gr&uuml;ndlicher nachzukommen. Aber genau das geschieht nicht. Nach wie vor k&ouml;nnen deutsche Steuerhinterzieher in der Schweiz anonym bleiben, denn in den deutschen Finanz&auml;mtern m&uuml;ssten dringend tausende Stellen besetzt werden. Dies sind auch ma&szlig;gebliche Gr&uuml;nde daf&uuml;r, dass Deutschland und die Schweiz fragw&uuml;rdige Spitzenpl&auml;tze im internationalen Ranking der Schattenfinanzpl&auml;tze des Netzwerks Steuergerechtigkeit einnehmen (siehe Abbildung). Wer nur den Datenankauf verbieten will, ohne die Defizite im Vollzug und im Steuerrecht gr&uuml;ndlich anzugehen, m&uuml;nzt Recht zu Unrecht um.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++6bbdae12-f8cb-11e1-ab99-00188b4dc422\">DGB klartext<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Frankreichs Reiche steigen besser aus<\/strong><br>\nEine geplante neue Steuer f&uuml;r reiche Franzosen wird einer Zeitung zufolge nicht so belastend ausfallen wie erwartet. Pr&auml;sident Francois Hollande hatte im Wahlkampf versprochen, auf Jahreseink&uuml;nfte &uuml;ber eine Million Euro eine Steuer von 75 Prozent zu erheben.<br>\nWie &ldquo;Le Figaro&rdquo; nun am Donnerstag ohne Angaben von Quellen berichtete, soll f&uuml;r die neue Abgabe nur das Einkommen, nicht jedoch Eink&uuml;nfte aus Kapitalertr&auml;gen ber&uuml;cksichtigt werden. Auch sollten bestehende Abgaben verrechnet und nicht zus&auml;tzlich erhoben werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1345166432243\/Abschwaechung-von-Frankreichs-neuer-Reichensteuer\">derStandard.at<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Man h&auml;tte sich denken k&ouml;nnen, dass Hollande in Sachen Reichensteuer &bdquo;den Steinbr&uuml;ck macht&ldquo; und die einzigen Einkommen, die wirklich anstrengungslos sind, n&auml;mlich die Kapitalertr&auml;ge, steuerlich besser stellt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ein Ethikkodex f&uuml;r &Ouml;konomen<\/strong><br>\nDas Ansehen der etablierten &Ouml;konomen ist seit der Wirtschaftskrise angekratzt: Statt zu warnen, haben viele Volkswirte die Krise durch ihre unkritische Haltung zum Markt verst&auml;rkt. Nun soll ein Ehrenkodex f&uuml;r Transparenz sorgen. [&hellip;]<br>\nWenn Arbeitgeber-Stiftungen oder Finanzh&auml;user eine gr&ouml;&szlig;ere Rolle bei der F&ouml;rderung spielen, beeinflussen sie zumindest die Themen, &uuml;ber die geforscht und in der &Ouml;ffentlichkeit diskutiert wird.<br>\nSo ist der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, die von Metall-Arbeitgebern finanziert wird, die Liberalisierung ein Herzensanliegen. Solche Arbeitgeber-Stiftungen werden kaum jemand f&ouml;rdern, der sich schon oft f&uuml;r sch&auml;rferen K&uuml;ndigungsschutz oder h&ouml;here L&ouml;hne eingesetzt hat, sagt der Berliner Volkswirtschafts-Professor Sebastian Dullien. Versicherungskonzerne sponsern Volkswirte, die die private Altersvorsorge gut hei&szlig;en. All das hat die Skepsis gegen&uuml;ber &Ouml;konomen wachsen lassen. [&hellip;]<br>\nDer Ethikkodex geht freilich nicht allen Forschern weit genug. &bdquo;Er schafft zwar einen Schritt zu mehr Transparenz&ldquo;, sagt der Volkswirt Dullien. &bdquo;Bei den meisten F&auml;llen finanzieller Vorteilnahme oder Abh&auml;ngigkeit geht er aber ins Leere.&ldquo; So erhielten &Ouml;konomen, die sich f&uuml;r eine kapitalgedeckte Rentenversicherung einsetzen, von Versicherungen schon mal vier- oder f&uuml;nfstellige Honorare f&uuml;r Vortr&auml;ge. Um hier mehr Transparenz zu schaffen, m&uuml;ssten Volkswirte die H&ouml;he ihrer Zuwendungen f&uuml;r Vortr&auml;ge oder Beratungen nennen, ebenso wie die H&ouml;he der Drittmittel f&uuml;r Forschungen.<br>\nDer Volkswirt Sebastian Thieme, der sich in der Berliner Denkfabrik f&uuml;r Wirtschaftsethik engagiert, findet es lobenswert, dass der Verein f&uuml;r Socialpolitik den Kodex entwickelt hat. Allerdings seien die Forderungen oft zu unpr&auml;zise. Zudem sei unklar, wie Fehlverhalten bestraft werde.<br>\nEin Grundproblem der deutschen Volkswirtschaftslehre ist auch vier Jahre nach Beginn der Finanzkrise ihre einseitige Ausrichtung: Der Mainstream ist marktliberal. Kann der Kodex diese &bdquo;dogmatische Verkrustung&ldquo;, die kritische &Ouml;konomen wie Thieme beklagen, aufbrechen? Der Volkswirt verweist darauf, dass der Kodex von Forschern Fairness verlangt. &bdquo;Optimisten m&ouml;gen darin ein kleines Abr&uuml;cken vom Markt-Dogmatismus erblicken.&ldquo; Denn Fairness bedeute, &bdquo;auch alternative Sichtweisen als gleichberechtigt zuzulassen&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/ethik-in-der-wirtschaft-ein-ethikkodex-fuer-oekonomen,1472780,17189496.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Rente und Altersarmut<\/strong><br>\nFaktisch wurde mit der Pr&auml;ferenz f&uuml;r kapitalgedeckte Renten der Abschied vom Ziel der Lebensstandardsicherung eingeleitet, wie sie seit der Reform 1957 pr&auml;gend f&uuml;r die Rentenpolitik war. Die Eingriffe in die Rentenformel hatten zur Folge, dass die Bestands- wie die Zugangsrenten in ihrer H&ouml;he nicht mehr dem allgemeinen Einkommenstrend der aktiven Lohnabh&auml;ngigen folgen, sondern einen zunehmend gro&szlig;en Abstand haben. Im Ergebnis wird das Nettorentenniveau vor Steuern kontinuierlich &ndash; nach den Projektionen der Bundesregierung bis 2022 auf 46,2% &ndash; sinken; und f&uuml;r 2030 ist im Gesetz eine Niveau-Untergrenze von 43% fixiert.<br>\nDie Konsequenz dieser Entwicklung: Seit dem Jahr 2000 sinken die von der deutschen Gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) ausgezahlten individuellen Betr&auml;ge f&uuml;r m&auml;nnliche Neurentner. Wer heute in Rente geht, erh&auml;lt im Schnitt 7% weniger als jemand, der noch vor zehn Jahren in den Ruhestand wechselte. Wer im Jahr 2000 erstmalig eine Altersrente f&uuml;r langj&auml;hrig Versicherte erhielt, dem wurden durchschnittlich 1021 Euro pro Monat aus der Rentenkasse &uuml;berwiesen. Bis 2011 ist der durchschnittliche Zahlbetrag f&uuml;r diese Rentenart bei Neurentnerinnen und Neurentnern auf 953 Euro gesunken. Diese Zahlbetr&auml;ge sanken in den letzten Jahren zudem durch den Bezug einer Rente vor der Regelaltersgrenze und den damit verbundenen Abschl&auml;gen.<br>\n2010 bezogen knapp 674.000 Versicherte erstmals eine Altersrente. 47,5% von ihnen oder fast 320.000 mussten dabei Abschl&auml;ge in Kauf nehmen, weil sie nicht bis zum 65. Lebensjahr, der Regelaltersgrenze, arbeiteten &ndash; dies sicherlich nicht zuletzt durch den wachsenden Leistungsdruck in den Betrieben. F&uuml;nf Jahre vorher waren es noch 41,2%, Im Jahr 2000 nur 14,5%. Auch die H&ouml;he der Abschl&auml;ge legte im vorigen Jahrzehnt kr&auml;ftig um knapp 80 Euro auf den aktuellen Wert von 113 Euro zu. Ein Rentner, der 45 Jahre lang das Durchschnittseinkommen aller Versicherten bezog, erh&auml;lt heute eine Monatsrente von 1.236 Euro. Im Durchschnitt gingen die Fr&uuml;hrentner drei Jahre und zwei Monate vorher in Ruhestand.<br>\nBei den Ruhest&auml;ndlern, die eine Erwerbsminderungsrente beziehen, ist die Entwicklung nach den Statistiken der Rentenversicherung noch dramatischer: Bei ihnen stieg der Anteil der NeurentnerInnen, denen Geld abgezogen wird, von 39,7% im Jahr 2001 auf 96,3% im Jahr 2010. Damit musste in diesem Jahr fast jeder der fast 183.000 neu hinzugekommenen Erwerbsminderungs-RentnerInnen Einbu&szlig;en beim gesetzlichen Ruhegeld verkraften. Die Folge: Die Zahlbetr&auml;ge bei den Renten wegen voller Erwerbsminderung sind seit 2000 bis 2011 in Westdeutschland um 14,4 Prozent von durchschnittlich 743 Euro auf 636 Euro und in Ostdeutschland um 12,3 Prozent von 717 Euro auf 629 Euro gesunken. Das sind Betr&auml;ge, mit denen nicht einmal das Niveau der Grundsicherung bei Erwerbsminderung f&uuml;r 18 bis 64-J&auml;hrige in H&ouml;he von durchschnittlich 642 Euro erreicht wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/rente-und-altersarmut\/\">Sozialismus aktuell<\/a>\n<p><strong>passend dazu: Von der Leyen nimmt Kritik an<\/strong><br>\nArbeitsministerin von der Leyen r&auml;umte unterdessen ein, dass die von ihr vorgeschlagene Zuschussrente nur einen kleinen Teil des Rentenproblems l&ouml;sen kann. Sie verstehe, wenn Bundeskanzlerin Merkel diesen Teil auf zehn Prozent beziffere, sagte Frau von der Leyen im ZDF. Es handele sich aber um den ersten dringendsten Schritt, der die Gerechtigkeitsfrage f&uuml;r Geringverdiener l&ouml;se und die M&uuml;tter besserstelle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/nachrichten\/201209070900\/3\">DLF<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die &bdquo;Schleckerisierung&ldquo; der Lufthansa<\/strong><br>\nDie Gewerkschaft f&uuml;rchtet dass mit Zeitarbeit und Auslagerung der Beruf des Flugbegleiters zum Billig-Job verkommt. Und Lufthansa hat schon Fakten geschaffen. Seit drei Monaten fliegt der Kranich vom Berliner Flughafen mit Kabinenpersonal, das &uuml;ber die Zeitarbeitsfirma Aviation Power eingestellt wurde. An dieser Gesellschaft ist Deutschlands gr&ouml;&szlig;te Fluglinie selbst mit 49 Prozent beteiligt. In sechs Maschinen sollen k&uuml;nftig 240 Leih-Stewardessen zum Einsatz kommen; 170 seien bereits eingestellt worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/leiharbeit-der-flugbegleiter-die--schleckerisierung--der-lufthansa,1472780,17060872.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Einkommensunterschiede bei tariflicher Bezahlung in der Altenhilfe bis zu 38 Prozent<\/strong><br>\nDie tarifliche Verg&uuml;tung von Mitarbeitern in Altenhilfeeinrichtungen ist sehr unterschiedlich. F&uuml;r die gleiche T&auml;tigkeit liegen die Jahresgeh&auml;lter je nach Tarifvertrag um bis zu 38 Prozent auseinander. Das geht aus einer umfangreichen Berechnung der Fachzeitschrift Wohlfahrt Intern hervor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wohlfahrtintern.de\/NewsDetails.1676.0.html?&amp;cHash=6124f74c50da6e53cd47ecaa07dc912b&amp;tx_ttnews[tt_news]=2182\">Wohlfahrt intern<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Geheimsache Kriegshilfe<\/strong><br>\nOffenbar ist die Bundesregierung tiefer in den syrischen B&uuml;rgerkrieg verwickelt, als bislang bekannt. Darauf lassen ihre Antworten &ndash; oder besser gesagt: Nichtantworten &ndash; auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion &uuml;ber &raquo;Aktivit&auml;ten der Freien Syrischen Armee in Deutschland&laquo; schlie&szlig;en. Ob der Bundesregierung Spendensammlungen zugunsten der Freien Syrischen Armee oder anderer bewaffneter syrischer Oppositionsgruppen in Deutschland bekannt seien, wollte die Linksfraktion wissen. Doch die Regierung verweigert eine &ouml;ffentliche Auskunft und verweist auf die Geheimschutzstelle des Parlaments. In diese haben Abgeordnete nur unter dem Siegel der Verschwiegenheit Einblick. Auch ihre Erkenntnisse &uuml;ber aus Deutschland stammende K&auml;mpfer und illegale deutsche Waffenlieferungen f&uuml;r bewaffnete syrische Oppositionsgruppen will die Bundesregierung nicht &ouml;ffentlich machen. Diese werden unter Verweis auf das &raquo;Staatswohl&laquo; als geheime Verschlu&szlig;sache eingestuft, da &raquo;ihre Ver&ouml;ffentlichung R&uuml;ckschl&uuml;sse auf die Erkenntnislage&laquo; der Geheimdienste zulie&szlig;e.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/09-07\/043.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>F&uuml;r eine offene, lebendige Gesellschaft<\/strong><br>\nClaus Leggewie und Horst Meier legen ein Manifest f&uuml;r eine neue Sicherheitsarchitektur vor<br>\nUm es gleich vorweg zu sagen: Dieses kleine und dennoch gewaltige B&uuml;chlein hat das Zeug, zum Manifest einer neuen linken und linksliberalen B&uuml;rgerrechtspolitik zu werden. Mit leidenschaftlicher Sprache und sachlicher Emp&ouml;rung rechnen Claus Leggewie und Horst Meier mit einer aus dem Kalten Krieg stammenden Sicherheitsarchitektur ab. Ausgangspunkt ihrer &Uuml;berlegungen sind die Skandale und Vertuschungen des Verfassungsschutzes, dieser ganz und gar nutzlosen, gef&auml;hrlichen und ein unkontrollierbares Eigenleben f&uuml;hrenden Institution.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/237661.fuer-eine-offene-lebendige-gesellschaft.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>B&auml;uchlings<\/strong><br>\nDie Losungen rechter Parteien und Kandidaten, der angerechteten Mitte und der Presse, klingen einfach, zielgerichtet und suggerieren, dass man ganz genau wisse, worauf es ankomme. Progressive Slogans, manchmal auch als linke Parolen verortet, wirken hingegen oft kompliziert, vertrackt und verkopft und n&ouml;tigen dem Zuh&ouml;rer Anstrengung und hohe Aufmerksamkeit ab. Es verwundert nicht, dass das, was die rechtskonservativ modifizierte Mitte der Gesellschaft h&ouml;ren will, aus dem &Auml;ther von rechten Gedankenkonstrukteuren kommt. Um fair zu bleiben sei noch darauf hingewiesen, dass rechte Positionen nicht zwangsl&auml;ufig konservativ sind &ndash; sie &auml;u&szlig;ern sich heute weitestgehend &uuml;ber neoliberale Kan&auml;le. Solche rechtsliberalen Parolen sprechen den Bauch an, sparen den Kopf aus. Sie bauen ihre L&ouml;sungsversuche und politischen Botschaften auf Bauchgef&uuml;hl, inzwischen linke Modelle den Kopf bem&uuml;hen und somit als Stichwortgeber f&uuml;r &ouml;ffentliche Debatten quasi vollst&auml;ndig ausscheiden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2012\/09\/bauchlings.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-14379","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14379","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=14379"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14379\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14384,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14379\/revisions\/14384"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=14379"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=14379"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=14379"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}