{"id":14411,"date":"2012-09-12T09:05:28","date_gmt":"2012-09-12T07:05:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14411"},"modified":"2012-09-12T09:05:28","modified_gmt":"2012-09-12T07:05:28","slug":"hinweise-des-tages-1717","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14411","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14411#h01\">Eklat beim NSU-Ausschuss wegen Aktengeheimhaltung durch MAD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14411#h02\">Sch&auml;uble in der Defensive<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14411#h03\">Heiner Flassbeck: Arbeit im Markt oder Markt f&uuml;r Arbeit?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14411#h04\">Evonik-Chef Engel: Gro&szlig;banken in kleinere Teile zerlegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14411#h05\">CGZP-Urteil bringt fast 70 Millionen Euro nachtr&auml;gliche Rentennachzahlungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14411#h06\">Rentendebatte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14411#h07\">Studie: Grundsicherung erreicht viele arme Senioren nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14411#h08\">Emmas Enkel bei Tante Verdi<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14411#h09\">Lafontaines Lektion: Warum die Linke oft recht hat, es aber nur selten bekommt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14411#h10\">Robert von Heusinger: Was kann Euroland von den USA lernen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14411#h11\">Insel der Seligen &ndash; und der Scheinheiligen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14411#h12\">Ausbildungsreport 2012: Geltendes Recht in Betrieben einfordern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14411#h13\">OECD Bildungsbericht 2012<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14411#h14\">Sachsen: Geb&uuml;hren einf&uuml;hren, Uni-Demokratie aush&ouml;hlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14411#h15\">Verleihung des Adorno-Preises an Judith Butler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14411#h16\">Die Einfl&uuml;sterer &ndash; Wie Geld Politik macht &ndash; Im Schattenreich der Demokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14411#h17\">Zu guter Letzt: Volker Pispers: Erst kommt das Fressen  und dann die Doppelmoral<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14411&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Eklat beim NSU-Ausschuss wegen Aktengeheimhaltung durch MAD<\/strong><br>\nDie Geheimhaltung einer Akte des Milit&auml;rischen Abschirmdienstes (MAD) &uuml;ber den mutma&szlig;lichen Rechtsterrorristen Uwe Mundlos vor dem Untersuchungsausschuss, der Pannen und Fehlgriffe bei den Ermittlungen zu der dem &bdquo;Nationalsozialistischen Untergrund&ldquo; (NSU) angelasteten Mordserie durchleuchten soll, hat am Donnerstag einen Eklat provoziert. Der Vorsitzende Sebastian Edathy (SPD) und die f&uuml;nf Fraktionsobleute kritisierten scharf, dass sie von dem Dokument &uuml;ber eine Befragung von Mundlos w&auml;hrend seiner Bundeswehrzeit 1995 erst &bdquo;en passant&ldquo; (FDP-Sprecher Hartfrid Wolff) dank einer Anfrage des Gr&uuml;nen-Abgeordneten Christoph Str&ouml;bele bei der Regierung erfahren h&auml;tten. Nach dem Auffliegen des &bdquo;echten Skandals&ldquo; (SPD-Obfrau Eva H&ouml;gl) bestellte das Bundestagsgremium MAD-Pr&auml;sident Ulrich Birkenheier spontan f&uuml;r den heutigen Donnerstagnachmittag als Zeugen ein, damit er &bdquo;Rede und Antwort steht&ldquo; (Edathy), warum diese Unterlagen vom MAD zur&uuml;ckgehalten und zum Teil vernichtet wurden.<br>\nNach Erkenntnissen des Ausschusses waren &uuml;ber die Akte zur Befragung von Mundlos, der zusammen mit Uwe B&ouml;hnhardt und Beate Zsch&auml;pe vom NSU-Trio Ende der neunziger Jahre untergetaucht ist, auch die Regierung sowie der Verfassungsschutz in Th&uuml;ringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt und auf Bundesebene informiert. CDU-Obmann Clemens Binninger nannte die Geheimhaltung durch den MAD &bdquo;unerkl&auml;rlich&ldquo;, die f&uuml;r Edathy &bdquo;unentschuldbar&ldquo; ist. H&ouml;gl gab sich &bdquo;sprachlos&ldquo;, Wolff bezeichnete das Verhalten des Geheimdiensts der Bundeswehr als &bdquo;unglaublich&ldquo;. Gr&uuml;nen-Sprecher Wolfgang Wieland machte einen &bdquo;schwarzen Tag&ldquo; aus und kritisierte einen &bdquo;Vertrauensbruch&ldquo;, der &bdquo;Verschw&ouml;rungstheorien&ldquo; n&auml;hre. Linken-Obfrau Petra Pau zeigte sich &bdquo;&uuml;berrascht&ldquo;, wie umfangreich offenbar die Kenntnisse des MAD &uuml;ber die rechtsextremistische Szene in Th&uuml;ringen gewesen seien. Dort hatten B&ouml;hnhardt, Mundlos und Zsch&auml;pe im &bdquo;Th&uuml;ringer Heimatschutz&ldquo; vor ihrer NSU-Zeit mitgemischt.<br>\nLaut Gr&uuml;nen-Sprecher Wolfgang Wieland hat der MAD 1995 versucht, Mundlos, der als Soldat rechtsextremistisch aufgefallen sei, als Informanten anzuwerben. Str&ouml;bele fragte, ob dessen Verhalten bei der Bundeswehr &bdquo;auch etwas mit Waffen zu tun hatte&ldquo;.<br>\nVor der Vernehmung von MAD-Pr&auml;sident Birkenheier befasste sich der Ausschuss mit der dem NSU angelasteten Erschie&szlig;ung des Internetcafe-Betreibers Halit Yozgat im April 2006 in Kassel. Mit kritischen Fragen konfrontierten die Abgeordneten zun&auml;chst Andreas T., der als F&uuml;hrer von V-Leuten aus dem ausl&auml;nder- und rechtsextremistischen Spektrum im hessischen Verfassungsschutz auf mysteri&ouml;se Weise unmittelbar vor der Tat in dem Lokal war. Der Ex-Geheimdienstler, der inzwischen beim nordhessischen Regierungspr&auml;sidium arbeitet, war damals selbst unter Tatverdacht geraten, die Ermittlungen gegen ihn wurden jedoch eingestellt.<br>\nDer Zeuge erkl&auml;rte, er sei aus &bdquo;privaten Gr&uuml;nden&ldquo; in dem Cafe gewesen und habe von dem Mord nichts mitbekommen. Binninger zeigte sich verwundert, dass die T&ouml;tung von Yozgat an T. als einem in Sachen Observation erfahrenen Verfassungssch&uuml;tzer vorbeigegangen sein soll. Dazu der Zeuge: &bdquo;Diese Frage stelle ich mir auch immer wieder.&ldquo; Er habe jedoch keine Sch&uuml;sse geh&ouml;rt, nichts gesehen und auch keinen Pulverdampf gerochen. Er r&auml;umte indes ein, er k&ouml;nne verstehen, wenn jemand meine, &bdquo;das kann doch gar nicht sein, dass jemand am Tatort ist und nichts mitbekommt&ldquo;. Es sei auch ein &bdquo;Fehler&ldquo; gewesen, dass er nach dem Mord wegen seiner Pr&auml;senz in dem Lokal nicht von sich aus im Verfassungsschutz das Gespr&auml;ch gesucht habe. T. hatte sich anders als sonstige Kunden des Internetcafes zun&auml;chst auch nicht als Zeuge bei der Polizei gemeldet: Er habe &bdquo;Angst&ldquo; gehabt, &bdquo;dass das rauskommt&ldquo;.<br>\nZu dem Hinweis, bei der Durchsuchung seines Hauses sei auch rechtsextremes Schriftgut gefunden wurde, sagte der Ex-Geheimdienstler, mit diesem Gedankengut habe er sich in seiner Jugend befasst, sei davon aber sp&auml;ter abger&uuml;ckt: &bdquo;Ich bin kein Rechtsextremist und hatte nie Kontakt zu solchen Kreisen&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2012_09\/2012_388\/01.html\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> So sieht also der &ouml;ffentlich bekundete Aufkl&auml;rungswillen der &ouml;ffentlichen Beh&ouml;rden und Geheimdienste aus.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzung AM:<\/strong> Am 22. November 2011 habe ich <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11383\">geschrieben<\/a>: Ich glaube nichts von dem, was uns die politisch Verantwortlichen &uuml;ber die Bek&auml;mpfung des Rechtsterrorismus erz&auml;hlen.<\/em><\/p>\n<p><em>Spiegel Online <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/militaergeheimdienst-mad-wollte-nazi-killer-mundlos-als-quelle-werben-a-855180.html\">wiegelt mal wieder ab<\/a>:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n<strong>NSU-Untersuchungsausschuss<\/strong><br>\nGeheimdienst wollte Neonazi Mundlos anwerben<br>\nVon Matthias Gebauer<br>\nPer Zufall sind im NSU-Ausschuss neue Vorw&uuml;rfe gegen die Beh&ouml;rden aufgetaucht: Der Milit&auml;rgeheimdienst MAD f&uuml;hrte schon in den neunziger Jahren eine Akte zu einem sp&auml;teren Mitglied des Killer-Trios. Nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen wollte er Uwe Mundlos als Quelle im rechten Milieu anwerben.<\/p><\/blockquote>\n<p><em><strong>Dazu NDS-Leser WSch:<\/strong> Alles harmlos, keine Zusammenarbeit, laut SPON. Aber: Wenn die Akten doch vernichtet wurden &ndash; woher wei&szlig; SPON dann so genau, was drin stand??? Und wer hat es ihnen mit welchem Interesse gesteckt?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Sch&auml;uble in der Defensive<\/strong><br>\nAls ungerecht kritisiert die Linkspartei die Finanzplanung. &bdquo;Die Bundesregierung konsolidiert den Haushalt auf Kosten der Erwerbslosen&ldquo;, meint die arbeitsmarktpolitische Sprecherin Sabine Zimmermann. So habe Schwarz-Gelb bereits zwischen 2009 und 2011 die Mittel f&uuml;r die Arbeitsf&ouml;rderung um sieben Milliarden Euro &ndash; also um fast ein Drittel &ndash; auf 15,6 Milliarden Euro gek&uuml;rzt, w&auml;hrend die Arbeitslosigkeit nur um 13 Prozent gesunken sei. F&uuml;r 2013 seien weitere Einschnitte geplant. &bdquo;Besonders betroffen von diesem Missverh&auml;ltnis sind die arbeitslosen Hartz-IV-Bezieher&ldquo;, betont Zimmermann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/haushalt-im-bundestag-schaeuble-in-der-defensive,1472780,17219426.html\">FR<\/a>\n<p><strong>Siehe dazu:<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/120912_2.jpg\" alt=\"Die Haushaltsplanungen der Bundesregierung fu&#776;r 2013 und danach\" title=\"Die Haushaltsplanungen der Bundesregierung fu&#776;r 2013 und danach\"><\/p>\n<p><strong>Graphik: Gesamtetat fu&#776;r Leistungen der aktiven Arbeitsmarktpolitik in Milliarden Euro<\/strong><br>\n(Gesamtetat von SGB II und III, 2005-2012 Antwort der Bundesregierung auf die schriftliche Frage 8\/1999. 2013 nach dem Entwurf des Bundeshaushaltes und einer mittelfristigen Finanzeinscha&#776;tzung der BA, Stand April 2012)<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/dokumente.linksfraktion.net\/mdb\/4202416500.pdf\">Sabine Zimmermann, die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, &bdquo;Arbeitsmarktpolitik weiter auf Talfahrt&ldquo; [PDF &ndash; 80 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Heiner Flassbeck: Arbeit im Markt oder Markt f&uuml;r Arbeit?<\/strong><br>\nVortrag von Heiner Flassbeck (UNCTAD) bei der &ldquo;Ersten Pluralistischen Erg&auml;nzungsveranstaltung zur Jahrestagung des Vereins f&uuml;r Socialpolitik&rdquo; veranstaltet vom Arbeitskreis Real World Economics.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=q3tp7uS6ezY\">YouTube<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Evonik-Chef Engel: Gro&szlig;banken in kleinere Teile zerlegen<\/strong><br>\n&bdquo;Es kann nicht sein, dass ein grundlegender Wirtschaftssektor spekulative Gewinne privatisiert, aber gigantische Spekulationsverluste auf Kosten der Gesellschaft sozialisiert&ldquo;, sagte Engel mit Blick auf die Gro&szlig;-Banken und deren Investmentgesch&auml;fte. Es k&ouml;nne auch nicht sein, dass der Staat Banken aus &bdquo;ihrer selbstverschuldeten Existenzkrise&ldquo; rettet. Engel: &bdquo;Die extreme Bereicherung von wenigen, w&auml;hrend viele ihre Spargroschen f&uuml;rs Alter schwinden sehen, legt die Lunte an den sozialen Frieden.&ldquo; Sodann h&ouml;ren 1600 G&auml;ste vom Wirtschaftsf&uuml;hrer, was sich auch SPD-Parteichef Gabriel auf die Fahnen geschrieben hat: &bdquo;Die Politik muss Gro&szlig;banken in kleinere Teile zerlegen, in Einzelteile, deren m&ouml;gliches Scheitern gefahrlos f&uuml;r die Volkswirtschaft w&auml;re.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/wirtschaft\/evonik-chef-klaus-engel-glaubt-nicht-an-die-schuldenbremse-id7083043.html\">der Westen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Interessant auch das Zitat: &bdquo;Wenn eine Gesellschaft nicht den vielen helfen kann, die sozial bed&uuml;rftig sind, dann kann sie vielleicht bald auch nicht mehr die wenigen sch&uuml;tzen, die wohlhabend sind.&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>CGZP-Urteil bringt fast 70 Millionen Euro nachtr&auml;gliche Rentennachzahlungen<\/strong><br>\n69,3 Millionen Euro mussten Leiharbeitsfirmen, die Tarifvertr&auml;ge mit der CGZP (Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften f&uuml;r Zeitarbeit und Personalserviceagenturen) abgeschlossen hatten, bis zum 31. Juli 2012 an Rentenversicherungen nachzahlen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung (17\/10558) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen (17\/10473) hervor. Das Bundesarbeitsgericht hatte der CGZP die Tariff&auml;higkeit aberkannt. Abgeschlossene Tarifvertr&auml;ge mit ihr wurden somit ung&uuml;ltig.<br>\nLaut Angaben der Deutschen Rentenversicherung seien erst rund 1.700 der 3.200 betroffenen Unternehmen gepr&uuml;ft worden. Wie der Antwort weiter zu entnehmen ist, w&uuml;rden sich die Rentenanspr&uuml;che der Arbeitnehmer nur erh&ouml;hen, wenn Rentenbeitr&auml;ge auch tats&auml;chlich nachtr&auml;glich geleistet worden sind. &bdquo;Nach dem Sozialgesetzbuch wird aber zugunsten der Versicherten vermutet, dass bei ordnungsgem&auml;&szlig; gemeldeten Besch&auml;ftigungszeiten Beitr&auml;ge f&uuml;r das gemeldete Arbeitsentgelt wirksam gezahlt worden sind&ldquo;, hei&szlig;t es zudem in der Antwort der Bundesregierung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2012_09\/2012_386\/02.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Rentendebatte<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Ottmar Schreiner: &bdquo;Nur bedingt tauglich&ldquo;<\/strong><br>\nKein Nein zur Rente mit 67, kein Wille, das Rentenniveau zu stabilisieren: Der SPD-Linke Ottmar Schreiner kritisiert die Reformvorschl&auml;ge Sigmar Gabriels.<br>\nGabriel schl&auml;gt vor, das sinkende Rentenniveau &uuml;ber mehr Betriebsrenten aufzufangen. Kann das funktionieren?<br>\nIch halte das f&uuml;r eine Illusion. Selbst im Papier scheinen Zweifel durch, ob man fl&auml;chendeckend Betriebsrenten einf&uuml;hren kann. Wir wissen schon von der Riesterrente, dass ein kapitalgedecktes Verfahren weniger Ertr&auml;ge abwirft als das Umlageverfahren in der gesetzlichen Rentenkasse. Warum sollte das bei Betriebsrenten anders sein? In den USA hat die Kapitaldeckung dazu gef&uuml;hrt, dass Millionen von Renten entwertet wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Ottmar-Schreiner-zur-Rentendebatte\/!101416\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Es geht um die Systemfrage&rdquo;<\/strong><br>\nSPD-Urgestein Rudolf Dre&szlig;ler warnt vor weiterer Aush&ouml;hlung des Rentensystems<br>\nRudolf Dre&szlig;ler im Gespr&auml;ch mit Gerd Breker<br>\nF&uuml;r den SPD-Sozialpolitiker Rudolf Dre&szlig;er &ldquo;vers&uuml;ndigt&rdquo; sich seine eigene Partei am bisherigen Modell der Altersvorsorge: Die geplante Absenkung des Rentenniveaus auf 43 Prozent bedeute einen Systemwechsel, es drohe massenhafte Altersarmut. &ldquo;Eine Bombe kommt auf uns zu&rdquo;, warnt Dre&szlig;ler.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/interview_dlf\/1863484\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li>Siehe jetzt auch: <strong>Eckpunkte f&uuml;r ein Konzept zur Bew&auml;ltigung der rentenpolitischen Herausforderungen<\/strong><br>\nAltersarmut bek&auml;mpfen &ndash; Lebensleistung honorieren &ndash; Flexible &Uuml;berg&auml;nge in die Rente schaffen<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spd.de\/linkableblob\/75974\/data\/20120911_entwurf_rentenkonzept.pdf\">SPD [PDF &ndash; 210 KB]<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Studie: Grundsicherung erreicht viele arme Senioren nicht<\/strong><br>\nDie Einf&uuml;hrung der Grundsicherung im Alter sollte die Zahl &Auml;lterer senken, die aus Unkenntnis oder Scham auf Sozialleistungen verzichten. Doch &ldquo;verdeckte Armut&rdquo; ist unter Menschen mit niedriger Rente noch immer verbreitet, zeigt eine Untersuchung der Wirtschaftswissenschaftlerin Dr. Irene Becker. Die Forscherin geht davon aus, dass deutlich weniger als die H&auml;lfte der Anspruchsberechtigten &uuml;ber 65 auch tats&auml;chlich Leistungen der Grundsicherung beziehen.<br>\n&hellip;Aber bereits in den 1990er-Jahren war klar: Auf jeden Sozialhilfeempf&auml;nger k&ouml;nnte ein Sozialhilfeberechtigter kommen, der seine Anspr&uuml;che nicht einl&ouml;st. Und unter &Auml;lteren ist die verdeckte Armut besonders verbreitet.<br>\nDeshalb wurde 2003 die &ldquo;Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung&rdquo; eingef&uuml;hrt. Sozialhilfeempf&auml;nger im Rentenalter brauchen nun in der Regel nicht mehr zu f&uuml;rchten, dass das Amt sich das Geld bei ihren Kindern zur&uuml;ckholen k&ouml;nnte. Und die Rentenversicherung wurde verpflichtet, Kleinrentner auf ihren potenziellen Grundsicherungsanspruch aufmerksam zu machen.<br>\nDie Verteilungsforscherin Dr. Irene Becker hat die verdeckte Armut in Deutschland in mehreren von der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung gef&ouml;rderten wissenschaftlichen Projekten ausgeleuchtet. In einer aktuellen Auswertung untersucht sie nun, wie sich die verdeckte Armut unter &Auml;lteren seitdem entwickelt hat.* Ihr Fazit: Das Ziel des Gesetzes &ldquo;ist offenbar nicht erreicht worden.&rdquo;<br>\nBeckers Berechnungen beruhen auf Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) f&uuml;r das Jahr 2007. Aus den Zahlen der repr&auml;sentativen Befragung ergibt sich: Von gut einer Million Menschen ab 65 Jahren, denen damals Grundsicherung zustand, bezogen nur 340.000 tats&auml;chlich Leistungen. Die daraus abgeleitete &ldquo;Quote der Nichtinanspruchnahme&rdquo;, so der technische Begriff, betrug 68 Prozent. Selbst wenn &auml;ltere Menschen, die in ihrem Eigenheim wohnen, pauschal als nicht anspruchsberechtigt angenommen werden, liegt die Quote bei 57 Prozent&hellip;<br>\nBed&uuml;rftigkeit im Alter ist meist keine Folge g&auml;nzlich fehlender Rentenanspr&uuml;che; auch dies l&auml;sst sich aus dem SOEP ablesen. Die Rente reicht aber nicht, um die Bezieher auf das sozio-kulturelle Existenzminimum zu heben. Wer Grundsicherung im Alter bezieht, hat im Schnitt ein gesetzliches Alterseinkommen von 549 Euro brutto im Monat, bei den Anspruchsberechtigten ohne Grundsicherungsbezug sind es 610 Euro. Das entspricht 44 bzw. 49 Prozent des Ruhegeldes, das nicht bed&uuml;rftige Rentner im Durchschnitt erhalten.<br>\nIm Rahmen des SOEP wurden die Teilnehmer auch gefragt, ob sie sich finanziell mindestens alle zwei Tage eine warme Mahlzeit mit Fleisch, Fisch oder Gefl&uuml;gel leisten k&ouml;nnen. Von den verdeckt armen &Auml;lteren antworteten 8 Prozent mit Nein. In der nicht bed&uuml;rftigen Vergleichsgruppe sind es nur 0,6 Prozent.<br>\nDie nach wie vor hohe Dunkelziffer sei ein Grund, das Gesetz zur Grundsicherung im Alter noch einmal zu &uuml;berarbeiten, schreibt Becker. Die Rentenversicherung sollte sich st&auml;rker als bisher um Rentner mit geringen Eink&uuml;nften k&uuml;mmern und sie beim Antrag auf Grundsicherung unterst&uuml;tzen. Die im Vergleich zum Arbeitslosengeld II strengeren Vorschriften zur Verm&ouml;gensanrechnung sollten gelockert werden. Au&szlig;erdem sollte &ldquo;die Definition angemessenen Wohnraums &uuml;berdacht&rdquo; werden, empfiehlt die Wissenschaftlerin. Denn m&ouml;glicherweise beantragten viele bed&uuml;rftige &Auml;ltere auch deshalb keine Grundsicherung, weil sie f&uuml;rchten, das Amt k&ouml;nnte auf dem Umzug in eine billigere Wohnung bestehen. &ldquo;Ein Umzug im Alter ist aber besonders belastend und der damit verbundene Verlust sozialer Kontakte meist nachhaltig&rdquo;, so die Forscherin. Zudem liege es in der Verantwortung der gesamten Gesellschaft, Stigmatisierungen und Schuldzuweisungen zu vermeiden, damit sich mehr Menschen f&uuml;r ihren Rechtsanspruch auf Grundsicherung entscheiden.<br>\nIrene Becker: Finanzielle Mindestsicherung und Bed&uuml;rftigkeit im Alter. In: Zeitschrift f&uuml;r Sozialreform 2\/2012.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/14_40890.htm\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung<\/a>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.boeckler.de\/cps\/rde\/xbcr\/hbs\/impuls_grafik_2012_13_2_rdax_464x600.jpg\" alt=\"Verdeckte Armut im Alter\" title=\"Verdeckte Armut im Alter\"><\/p>\n<p>Quelle 2: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/hbs_showpicture.htm?id=40862&amp;chunk=1\">Infografik zum Download im B&ouml;ckler Impuls 13\/2012<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Emmas Enkel bei Tante Verdi<\/strong><br>\nKrise als Chance: Mit der Schlecker-Pleite hat die Gewerkschaft Verdi neue Themen und Partner entdeckt. N&auml;mlich die Nahversorgung der D&ouml;rfer und die Konsumenten.<br>\nAus ehemaligen Schleckerfilialen sollen B&uuml;rgerl&auml;den werden. Das hat man sich bei Verdi ausgedacht und das ist neu. Die Schleckerfrauen sollen dort eine Anstellung finden, die Kunden eine Einkaufsm&ouml;glichkeit und auch die B&uuml;rgermeister auf den D&ouml;rfern sind zufrieden. Ziel ist eine genossenschaftliche L&ouml;sung, damit sich auch viele Kunden beteiligen k&ouml;nnen. Beginnen will Verdi mit diesem Projekt in der N&auml;he von Stuttgart und zwar in den Orten Murr, Erdmannhausen und Bietigheim-Buch. Kunden und Besch&auml;ftigte k&ouml;nnten an einem Strang ziehen. So die Hoffnung der Gewerkschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/newsartikel\/2012\/09\/emmas-enkel-bei-tante-verdi\/\">Kontext Wochenzeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Lafontaines Lektion: Warum die Linke oft recht hat, es aber nur selten bekommt<\/strong><br>\nIn der Krise m&uuml;ssten linke Ideen und Argumente den Diskurs bestimmen. Doch nach wie vor dominieren jene Begriffe und Ideologien, die uns ins Verderben gef&uuml;hrt haben. Das liegt am strukturellen Ungleichgewicht der &Ouml;ffentlichkeit. Doch auch das l&auml;sst sich &auml;ndern&hellip;<br>\nVerm&ouml;gens- und Machtstrukturen erneuern und verst&auml;rken sich und stehen den als notwendig erkannten gesellschaftlichen Ver&auml;nderungen wie ein scheinbar un&uuml;berwindliches Hindernis gegen&uuml;ber. Heute rennt nicht nur die Linke gegen diese Mauer an. Auch die Staats- und Regierungschefs der gro&szlig;en Industriestaaten erfahren, dass ihre 2008 nach der Lehman-Pleite bekundete Absicht, die Finanzm&auml;rkte zu regulieren, an der wirklichen Machtverteilung in der Gesellschaft scheitert&hellip;<br>\nNicht nur die realen Machtstrukturen verhindern die Umsetzung linker Reformen in den Industriegesellschaften. Entscheidender ist, dass die Denk- und Urteilsstrukturen, denen wir unterworfen sind, der geistige &Uuml;berbau dieser Machtverh&auml;ltnisse sind&hellip;<br>\nEs gibt unz&auml;hlige Beispiele f&uuml;r eine abgegriffene Sprache, die die Macht des Bestehenden verst&auml;rkt&hellip; Ein Beispiel unserer Tage f&uuml;r die Macht der Begriffe ist, dass das Wort Bankenkrise aus dem &ouml;ffentlichen Diskurs &uuml;ber die sogenannte Euro-Krise verschwunden ist. Stattdessen wird nur noch von der Staatsschuldenkrise gesprochen. Der Bankenlobby ist es wieder einmal gelungen, die Politik auf die falsche Spur zu setzen&hellip;<br>\nZeitgeist, Sprache, Begriffsapparat und die realen Machtstrukturen stehen also der Durchsetzung linker Reformen im Wege&hellip;<br>\nSchon vor Jahren schrieb der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Rolf E. Breuer: &bdquo;Die gegenw&auml;rtige Struktur der globalen Finanzm&auml;rkte spiegelt den Wertekanon der westlichen Industriegesellschaft wider.&ldquo; Verantwortungslosigkeit, Ma&szlig;losigkeit, Untreue, Betrug und Selbstsucht geh&ouml;ren demnach zum Wertekanon unserer Zeit.<br>\nIn besonderem Ma&szlig;e ist die Linke von diesem Werteverfall betroffen. Hat sie sich doch von Anfang an als Widerstandsbewegung gegen die Zerst&ouml;rung von Zusammenhalt, Gemeinsinn, Solidarit&auml;t und N&auml;chstenliebe in der Gesellschaft verstanden. In einer Gegenwart, die von den &bdquo;Werten der Finanzm&auml;rkte&ldquo; bestimmt ist, wirkt die Linke mit ihrem Eintreten f&uuml;r mehr Gemeinschaft, Zusammenhalt und Solidarit&auml;t wie aus der Zeit gefallen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/lafontaines-lektion-warum-die-linke-oft-recht-hat-es-aber-nur-selten-bekommt-11885411.html\">FAZ<\/a>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Altkanzler preist seine Agenda<\/strong><br>\nZum Jubil&auml;um l&auml;sst sich Gerhard Schr&ouml;der f&uuml;r seine Agenda 2010 feiern. Oskar Lafontaine vermiest ihm die Party&hellip;<br>\nSchr&ouml;der behaupte, dank der Agenda 2010 gehe es Deutschland besser, sagt wenig sp&auml;ter Oskar Lafontaine, der in G&ouml;ttingen auf der alternativen &bdquo;Erg&auml;nzungsveranstaltung&ldquo; des Arbeitskreises Real World Economics spricht. Und genau das sei der Trick. &bdquo;Er sagt nicht, dass es den Menschen besser geht.&ldquo; Dadurch gerate v&ouml;llig aus dem Blick, wie es zum Beispiel Leiharbeitern oder Rentnern geht. Auf diese Weise k&ouml;nne er sich um die Probleme, die die Agenda-Politik geschaffen habe, herummogeln: sinkende Reall&ouml;hne, zu niedrige Renten, mehr Teilzeit statt ein h&ouml;heres Arbeitsvolumen, mehr Ungleichheit. Und mehr Ungleichheit bedeute mehr Ungl&uuml;ck.<br>\nUnd so lautet das Fazit des Linken-Politikers: Die Agenda 2010 und der neoliberale Zeitgeist haben die Menschen und die Gesellschaft ungl&uuml;cklicher gemacht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/agenda-2010-altkanzler-preist-seine-agenda,1472780,17218546.html\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Robert von Heusinger: Was kann Euroland von den USA lernen?<\/strong><br>\nLehre eins: Eine funktionierende W&auml;hrungsunion, die auf dem No-bailout zwischen den Mitgliedsstaaten aufbaut, braucht auf jeden Fall eine Bankenunion. Das haben die Politiker inzwischen erkannt. Die Bankenunion soll kommen und wird bei der Europ&auml;ischen Zentralbank angesiedelt. Im Fall von Bankschlie&szlig;ungen, Rekapitalisierung und Verstaatlichung &ndash; in allen F&auml;llen, in denen Steuergeld ins Spiel kommt, m&uuml;ssen auf europ&auml;ischer Ebene Institutionen geschaffen werden, die demokratisch legitimiert sind und im Idealfall vom Europ&auml;ischen Parlament kontrolliert werden. Ohne mehr Europa geht es hier nicht.<br>\nLehre zwei: Soll die W&auml;hrungsunion nicht nur funktionieren, sondern auch noch wirtschaftlich erfolgreich sein, braucht sie einen Ausgleichsmechanismus, der schrumpfenden L&auml;ndern Transfers zukommen l&auml;sst und boomenden L&auml;ndern etwas Wohlstand wegnimmt, damit der Boom nicht zur Blase wird. Solch ein antizyklischer Mechanismus kann eine gemeinsame Arbeitslosenversicherung sein. Besser noch w&auml;re ein Fonds, der mit konjunkturabh&auml;ngigen, europaweit erhobenen Steuern gef&uuml;ttert wird. Dieser Fonds teilt seine Mittel so zu, dass die in Relation zur Normalkonjunktur zu langsam wachsenden Staaten Hilfe bekommen. Auch hier braucht es dosiert mehr Europa.<br>\nLehre drei: Wie m&auml;chtig die Zentrale wird, h&auml;ngt von den politischen Pr&auml;ferenzen ab. Derzeit stehen Br&uuml;ssel etwa 1,3 Prozent der EU-weiten Wirtschaftsleistung zur Verf&uuml;gung, Washington hat rund 25 Prozent. Zum reibungslosen Funktionieren der W&auml;hrungsunion sollten f&uuml;nf bis sieben Prozent ausreichen. Wenn die makro&ouml;konomische Stabilisierung wie in den USA zu den Aufgaben der Zentrale geh&ouml;ren soll, m&uuml;sste es etwas mehr werden. Doch diese Stabilisierung kann auch &uuml;ber Koordinierung gel&ouml;st werden. In Ausnahmesituationen d&uuml;rfen die Euro-Staaten die Schuldengrenzen brechen, so sehen es die neuen Vertr&auml;ge vor. Wirksamer ist es mit Sicherheit in den USA gel&ouml;st.<br>\nLehre vier: Damit analog zu den USA die Staaten untereinander nicht haften und zahlen m&uuml;ssen, br&auml;uchte es eine starke Zentrale mit gemeinsamen Anleihen. So wie sie 1790 in der Spekulationskrise mit Staatsschulden vom ersten US-Finanzminister Alexander Hamilton geschaffen worden sind. Er wandelte die Schulden der einzelnen Staaten in Schulden der Zentrale um. Dadurch kann sich die US-Notenbank darauf beschr&auml;nken, die Schulden der Zentrale zu sichern. Und deshalb k&ouml;nnen die Bundesstaaten pleitegehen, ist die No-Bailout-Regel in den USA glaubw&uuml;rdig.<br>\nEuroland befindet sich im Vergleich mit den USA irgendwo kurz vor 1790. Der dauerhafte Rettungsschirm ESM und die M&ouml;glichkeit der Notenbank, unbegrenzt Anleihen kaufen zu k&ouml;nnen, sind in erster Linie Antworten auf die fehlende politische Union.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/schuldenkrise\/eurokrise-was-euroland-aus-den-dollar-krisen-lernen-kann,1471908,17217610.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Insel der Seligen &ndash; und der Scheinheiligen<\/strong><br>\nDie sich verschlechternden Verh&auml;ltnisse in S&uuml;deuropa f&uuml;hren zur Best&auml;tigung, dass die deutsche Politik fast alles richtig gemacht habe. Und diese Politik wird mit der Bundeskanzlerin identifiziert. So erkl&auml;ren sich ihre guten Umfragewerte&hellip;<br>\nTats&auml;chlich interessiert sich die Mehrheit der Deutschen weniger f&uuml;r die politischen Details der Eurokrise als f&uuml;r deren Ergebnisse, so ist zu vermuten. Sie k&ouml;nnten mit dem ESM gut leben, aber auch ohne ihn. Sie wollen n&auml;mlich vor allem eins: Es soll alles so bleiben, wie es ist. Die meisten W&auml;hler betrachten Deutschland als eine Insel der Seligen&hellip;<br>\nHier liegt die eigentliche Leistung der Bundeskanzlerin. In der Eurokrise konnte sie den Deutschen Stolz auf die eigene Leistung vermitteln &ndash; und versprach gleichzeitig Kurs zu halten. N&auml;mlich diese Insel vor den politischen Zumutungen Europas und der europ&auml;ischen Wirtschaftskrise zu sch&uuml;tzen&hellip;<br>\nViele Europ&auml;er halten diese Insel der Seligen allerdings f&uuml;r eine Insel der Scheinheiligen. Das spielt f&uuml;r diese deutsche Befindlichkeit allerdings keine Rolle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiesaussieht.de\/2012\/09\/11\/insel-der-seligen-und-scheinheiligen\/#more-3415\">wiesaussieht<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Ausbildungsreport 2012: Geltendes Recht in Betrieben einfordern<\/strong><br>\nNicht einmal jedes vierte Unternehmen bildet aus, vielen Betrieben mangelt es an der n&ouml;tigen Ausbildungsreife, um ein attraktiver Arbeitgeber zu sein und auch die Qualit&auml;t der Berufsschulen kann noch erheblich verbessert werden. Zu diesen Ergebnissen kommt der diesj&auml;hrige Ausbildungsreport des Deutschen Gewerkschaftsbundes. &bdquo;Gemessen an dem lauten Klagen der Arbeitgeber &uuml;ber einen Mangel an Auszubildenden hat sich &uuml;berraschend wenig getan. Die Probleme von Auszubildenden sind in den letzten Jahren leider nicht geringer geworden&ldquo;, erkl&auml;rte Ingrid Sehrbrock, stellvertretende DGB-Vorsitzende, zur Ver&ouml;ffentlichung des Ausbildungsreports 2012 am Dienstag in Berlin&hellip;<br>\nWenige Ver&auml;nderungen gab es im Ranking der 25 h&auml;ufigsten Ausbildungsberufe. Die besten Beurteilungen f&uuml;r die Qualit&auml;t der eigenen Ausbildung gab es erneut von angehenden Bank- und Industriekaufleuten sowie Mechatronikern. Auf den letzten drei R&auml;ngen sind wie im Vorjahr die Ausbildungsg&auml;nge f&uuml;r Fachverk&auml;ufer\/innen im Lebensmittelhandwerk, Restaurant- und Hotelfachleute gelandet. Die rote Laterne bleibt damit beim Hotel- und Gastst&auml;ttengewerbe.<br>\nEntsprechend hoch sind dort auch die Abbrecherquote sowie der Anteil an unbesetzten Stellen. Beispiel Restaurantfachleute: Fast jeder zweite Ausbildungsvertrag (47,6 Prozent) wird vorzeitig aufgel&ouml;st, ein Viertel der Ausbildungspl&auml;tze ist nicht besetzt. &bdquo;Es ist offensichtlich, dass zwischen der Ausbildungsqualit&auml;t auf der einen und der Abbrecherquote sowie dem Bewerbermangel auf der anderen Seite ein unmittelbarer Zusammenhang besteht. Nur Konsequenzen werden nicht gezogen&ldquo;, sagte Ingrid Sehrbrock.<br>\nSehr problematisch f&uuml;r die Auszubildenden ist die oft ungekl&auml;rte &Uuml;bernahmesituation. Zum Zeitpunkt der Befragung wusste ein gutes Viertel der Befragten (26,8 Prozent), dass sie &uuml;bernommen werden, knapp jeder Zehnte (8,7 Prozent) hatte bereits eine Absage. Die Mehrheit von fast zwei Dritteln (64,4 Prozent) wusste noch nicht, wie es nach der Ausbildung weitergeht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/presse\/++co++e19780d4-fbd9-11e1-ace1-00188b4dc422\">DGB<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Siehe unter dieser Quelle auch den Download zum Text des Ausbildungsreports und eine Zusammenfassung der wichtigsten Daten und Fakten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>OECD Bildungsbericht 2012<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>OECD-Indikatoren 2012 Deutschland<\/strong>\n<ul>\n<li>Deutschlands System der fr&uuml;hkindlichen Bildung ist recht gut ausgebaut: 96% der 4-J&auml;hrigen und 89% der 3-J&auml;hrigen nehmen in Deutschland an fr&uuml;hkindlicher Bildung teil. Deutschland liegt damit weit &uuml;ber den entsprechenden OECD-Durchschnittswerten von 79% bzw. 66%.<\/li>\n<li>Die Studienanf&auml;nger- und Abschlussquoten im Terti&auml;rbereich A sind in Deutschland im Steigen begriffen, liegen aber immer noch niedriger als im OECD-Durchschnitt. Den Sch&auml;tzungen zufolge werden voraussichtlich 42% der jungen Menschen in Deutschland im Verlauf ihres Lebens einen Studiengang im Terti&auml;rbereich A beginnen (OECD-Durchschnitt: 62%), und 30% werden einen solchen Studiengang abschlie&szlig;en (OECD-Durchschnitt: 39%). Dar&uuml;ber hinaus werden sch&auml;tzungsweise 21% der jungen Menschen in Deutschland voraussichtlich einen Bildungsgang im Terti&auml;rbereich B beginnen (OECD-Durchschnitt: 17%), und 14% werden voraussichtlich einen solchen Bildungsgang abschlie&szlig;en (OECD-Durchschnitt: 10%).<\/li>\n<li>20% der jungen Erwachsenen erreichen in Deutschland ein h&ouml;heres Bildungsniveau als ihre Eltern, wesentlich weniger als im OECD-Durchschnitt (37%). 22% der jungen Erwachsenen beenden ihre Ausbildung mit einem niedrigeren Bildungsabschluss als ihre Eltern, mehr als im OECD-Durchschnitt (13%).<\/li>\n<li>12,0% der 15- bis 29-J&auml;hrigen befinden sich weder in Besch&auml;ftigung noch in Bildung oder Ausbildung (Not in Education, Employment or Training &ndash; NEET), womit die Situation in Deutschland besser ist als im OECD-Durchschnitt (15,8%). Deutschland ist eines der wenigen L&auml;nder, in denen die NEET-Quote w&auml;hrend der weltweiten Rezession gesunken oder weitgehend unver&auml;ndert geblieben ist, und es ist das einzige Land, in dem die Erwerbslosenquoten f&uuml;r alle Bildungsniveaus gesunken sind.<\/li>\n<li>Bei Ber&uuml;cksichtigung sowohl der &ouml;ffentlichen als auch der privaten Ausgaben wendet Deutschland 5,3% seines BIP f&uuml;r die Bildung auf (alle Bildungsbereiche zusammengenommen), was einem Anstieg gegen&uuml;ber dem Niveau von 2005 (5,0%) entspricht, allerdings weniger ist als der OECD-Durchschnitt (6,2%). Auch der Anteil der Bildungsausgaben an den &ouml;ffentlichen Ausgaben insgesamt hat sich mit 10,5% im Vergleich zu 9,8% im Jahr 2005 erh&ouml;ht, liegt aber unter dem OECD-Durchschnitt (13,0%).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle 1: <a href=\"http:\/\/www.oecd.org\/berlin\/EAG2012%20-%20Country%20note%20-%20Germany_with%20KF_Final_GER.pdf\">OECD [PDF &ndash; 1.1 MB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.oecd.org\/edu\/highlights.pdf\">OECD: Education at a glance 2012 [PDF &ndash; 5.6 MB]<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.oecd.org\/berlin\/eag-2012-sum-de.pdf\">Zusammenfassung auf deutsch [PDF &ndash; 115 KB]<\/a> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Nicht nachvollziehbar ist, wie die OECD darauf kommt, dass in 89% der 3-J&auml;hrigen in Deutschland an fr&uuml;hkindlicher Bildung teilnehmen. Nach dem <a href=\"http:\/\/www.bildungsbericht.de\/index.html?seite=10215\">Bildungsbericht<\/a> besuchen 2011 21,5 % der unter 3-J&auml;hrigen eine Tageseinrichtung, in Westdeutschland sind es sogar nur 16,3%. Sieh auch die <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/presse\/++co++4a1851e2-fc02-11e1-8e98-00188b4dc422\">Kritik des DGB<\/a>:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;Die soziale Auslese bleibt die Achillesferse des deutschen Bildungssystems. Wie viele Bildungsberichte m&uuml;ssen eigentlich noch ver&ouml;ffentlicht werden, bis sich die Verantwortlichen in der Politik und im Bildungssystem endlich dem Problem der Bildungsarmut stellen? Wenn wir auch k&uuml;nftig den Fachkr&auml;ftebedarf in Deutschland decken wollen, m&uuml;ssen wir die sozialen Barrieren in unserem Bildungssystem beseitigen. Einen festen Sockel der Bildungsverlierer darf sich unsere Gesellschaft nicht leisten&hellip;&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Siehe auch noch die <a href=\"http:\/\/www.fzs.de\/aktuelles\/presse\/273455.html\">Kritik der Studierendenvertretung fzs<\/a> ..<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Deutschland schneidet im Vergleich schlecht ab<\/strong><br>\nLaut dem j&uuml;ngsten OECD-Bildungsbericht ist ein sozialer Aufstieg mit besserer Bildung hierzulande nach wie vor schwer. Nur 20 Prozent der J&uuml;ngeren schafften einen h&ouml;heren Bildungsabschluss als ihre Eltern. Im Schnitt der anderen Industrienationen seien es dagegen 37 Prozent.<br>\nEinige Jugendliche fallen unter das Bildungsniveau ihrer Eltern zur&uuml;ck. In Deutschland sind das laut OECD 22 Prozent, verglichen zu 13 Prozent im Vergleich anderer L&auml;nder. Besonders Gro&szlig;britannien, Frankreich, Italien und Polen verzeichneten hohe &ldquo;Bildungs-Aufsteigerraten&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wissen.dradio.de\/nachrichten.59.de.html?drn:news_id=135390\">Dradio Wissen<\/a><\/li>\n<li><strong>Hurrelmann: Hochschulen m&uuml;ssen sich st&auml;rker &ouml;ffnen<\/strong><br>\nBildungsforscher zur Zukunft des dualen Ausbildungssystems<br>\nDas deutsche Bildungssystem produziert mehr Bildungsabsteiger als -aufsteiger. Zu diesem Ergebnis kommt die OECD in ihrem aktuellen Bildungsbericht. Ein Grund hierf&uuml;r sei das duale Bildungssystem, so der Bildungsforscher Klaus Hurrelmann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/campus\/1863657\/\">DLF<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Sachsen: Geb&uuml;hren einf&uuml;hren, Uni-Demokratie aush&ouml;hlen<\/strong><br>\nIn Sachsen tobt ein Streit um das neue Hochschulgesetz: Die Regierungskoalition will Geb&uuml;hren f&uuml;r Langzeitstudenten einf&uuml;hren und studentische Mitbestimmung zu einer Freiwilligen-Veranstaltung machen. Studentenvertreter f&uuml;rchten, die Uni-Demokratie werde beschnitten.<br>\nZwei Aspekte des geplanten neuen Hochschulgesetzes sorgen f&uuml;r besonders viel &Auml;rger in Sachsen: zum einen die Einf&uuml;hrung von Geb&uuml;hren f&uuml;r Studenten, die die Regelstudienzeit um mehr als vier Semester &uuml;berziehen &ndash; 500 Euro sind hier vorgesehen, pro Student und Semester. Zum anderen eine &Auml;nderung, die zun&auml;chst b&uuml;rokratisch klingt, sich aber konkret auf den Alltag aller Studenten auswirken k&ouml;nnte. Es geht um die verfasste Studentenschaft, also die studentische Mitbestimmung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/unispiegel\/studium\/streit-um-hochschulgesetz-in-sachsen-a-855169.html\">Unispiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Einf&uuml;hrung einer Geb&uuml;hr f&uuml;r sog. Langzeitstudierende war schon einmal der T&uuml;r&ouml;ffner f&uuml;r die Einf&uuml;hrung allgemeiner Studiengeb&uuml;hren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Verleihung des Adorno-Preises an Judith Butler<\/strong><br>\nJudith Butler hat mit ihrer heutigen Rede in Frankfurt das Beste getan, was in solcher Situation m&ouml;glich ist. Sie hat die Motive ihrer &Uuml;berlegungen &ndash; auch zu Staat, Gewalt und Unterdr&uuml;ckung &ndash; eingebettet in moralphilosophische Reflexionen &uuml;ber den ber&uuml;hmten Satz von Theodor W. Adorno: &ldquo;Es gibt kein richtiges Leben im falschen&rdquo;. Es sind philosophische &Uuml;berlegungen, die gleichwohl in ganz konkrete Fragen der Biopolitik von Staaten und Kollektiven hineinreichen. Und es ist immer klar, dass zwischen dem abstrakten Universalismus in Denken und Handeln und den konkreten k&ouml;rperlichen Individuen in konkreten Situationen nicht getrennt werden darf. Insofern ist politisches Agieren immer und &uuml;berall: in der Sexualpraxis, der Au&szlig;enpolitik und der &hellip; Dankesrede. Distanznahme und Besinnung sind die performativen Qualit&auml;ten der Butler-Rede, Friedfertigkeit und Offenheit. Falls jemand eine politische Stellungnahme der Philosophin vermisst: Die Rede Judith Butlers zum Adorno-Preis ist eine solche.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/kommentar\/1863870\/\">DLF<\/a>\n<p><em>Siehe auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>&bdquo;Wir maskieren die Realit&auml;t&ldquo;<\/strong><br>\nAn dieser Stelle kann ich nur sagen, wenn wir uns nur erlauben, das als &bdquo;links&ldquo; zu bezeichnen, was wir als &bdquo;links&ldquo; akzeptieren, aneignen und unterst&uuml;tzen (das hei&szlig;t, wenn es mit unseren jeweils vorab festgelegten Kriterien von links &uuml;bereinstimmt), dann schlie&szlig;en wir aus unseren Beschreibungen und Diskussionens&auml;mtliche problematischen und auch giftigen Aspekte der Bewegungen aus, die sich selbst der Linken verbunden f&uuml;hlen oder sich auf linke Diskurse beziehen.<br>\nWenn ein normatives Ideal der Linken unsere Beschreibung der gegenw&auml;rtig existierenden Linken von vorneherein einengt, dann werden unsere Deskriptionen alles au&szlig;en vor lassen, was wir inakzeptabel finden. Wir verf&auml;lschen damit nicht nur, wir maskieren auch die Realit&auml;t mithilfe eines bereinigenden Ideals von der Linken.<br>\nDar&uuml;ber hinaus verlieren wir die unverzichtbare F&auml;higkeit, die unangemessenen oder offenkundig inakzeptablen Aspekte der Bewegungen zu kritisieren, die behauptete oder zum Teil tats&auml;chliche Verbindungen zur Linken haben oder Teile ihres Vokabulars verwenden. Wir m&uuml;ssen aber in der Lage sein, das ganze Spektrum der Bewegungen in den Blick zu nehmen, die linkes Vokabular und Strategien verwenden. Nur dann k&ouml;nnen wir verstehen, wie die Welt, in der wir leben, politisch organisiert ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Adorno-Preis-2012\/!101375\/\">taz<\/a><\/p>\n<p><em>Dazu noch:<\/em><\/p>\n<p><strong>&ldquo;Tief verletzt&rdquo;<\/strong><br>\nPhilosophin Judith Butler wehrt sich gegen Vorw&uuml;rfe<br>\nDie US-amerikanische Philosophin Judith Butler zeigt sich angesichts der Kritik gegen die bevorstehende Verleihung des Frankfurter Adorno-Preises an ihre Person &ldquo;tief verletzt&rdquo;. In der aktuellen Ausgabe der Wochenzeitung &ldquo;Die Zeit&rdquo; legt Butler ausf&uuml;hrlich dar, warum sie entgegen der Vorw&uuml;rfe nicht Hamas und Hisbollah unterst&uuml;tze, nicht zum Boykott gegen Israel aufgerufen habe und auch nicht antisemitisch eingestellt sei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.3sat.de\/page\/?source=\/kulturzeit\/themen\/164416\/index.html\">3sat<\/a><\/p>\n<p><em>Dazu noch:<\/em><\/p>\n<p><strong>&ldquo;Diese Antisemitismus-Vorw&uuml;rfe sind verleumderisch und haltlos&rdquo;<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/kultur\/literatur\/2012-08\/judith-butler-kritik-israel-antwort\">ZEIT Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die Einfl&uuml;sterer &ndash; Wie Geld Politik macht &ndash; Im Schattenreich der Demokratie<\/strong><br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.ardmediathek.de\/das-erste\/reportage-dokumentation\/exclusiv-im-ersten-die-einfluesterer?documentId=11693640\">ARD Exklusiv<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/reportage-dokumentation\/dokus\/sendung\/wdr\/2012\/die-einfluesterer-100.html\">ARD Informationen zur Sendung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Volker Pispers: Erst kommt das Fressen  und dann die Doppelmoral<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr2.de\/unterhaltung\/kabarett\/volker_pispers102.html\">WDR 2<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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