{"id":144158,"date":"2026-01-01T12:00:45","date_gmt":"2026-01-01T11:00:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=144158"},"modified":"2025-12-23T11:38:41","modified_gmt":"2025-12-23T10:38:41","slug":"westliche-doppelmoral-usa-heben-caesar-sanktionen-gegen-syrien-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=144158","title":{"rendered":"Westliche Doppelmoral \u2013 USA heben Caesar-Sanktionen gegen Syrien auf"},"content":{"rendered":"<p>Die &bdquo;&Auml;ra des Schmerzes&ldquo; sei nun vorbei und stattdessen habe die &bdquo;&Auml;ra des Wiederaufbaus&ldquo; begonnen. So pathetisch wie zynisch, ganz im Stil seines US-amerikanischen &bdquo;Kollegen&ldquo; Donald Trump, kommentierte der einst per US-Kopfgeld gesuchte Anf&uuml;hrer des syrischen Ablegers von al-Qaida, Abu Muhammad al-Dscholani, der inzwischen unter seinem b&uuml;rgerlichen Namen Ahmad al-Scharaa auftritt, die am vergangenen Donnerstag erfolgte Aufhebung der US-amerikanischen Sanktionen gegen Syrien. [<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>] Zuvor hatten bereits das US-Repr&auml;sentantenhaus und der Senat dem Ende der &bdquo;Strafma&szlig;nahmen&ldquo; zugestimmt &ndash; gut ein Jahr nach dem Sturz der Regierung Assad durch den al-Qaida-Ableger Hayat Tahrir al-Scham (HTS). Die US-Administration vervollkommnet mit der endg&uuml;ltigen Aufhebung der Sanktionen ihre Doppelmoral im Umgang mit Syrien, dessen selbst ernannte Regierung nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen regelm&auml;&szlig;ig Minderheiten verfolgt, entf&uuml;hrt, dem&uuml;tigt, foltert, vergewaltigt und t&ouml;tet. Ein Artikel von <strong>Wiebke Diehl<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nSchon seit ihrer Macht&uuml;bernahme am 8. Dezember 2024 werden die HTS-Milizen vom Westen hofiert und als &bdquo;bessere Alternative&ldquo; zur Regierung Assad dargestellt. W&auml;hrend seiner Reise in die USA &ndash; Treffen mit Pr&auml;sident Trump im Wei&szlig;en Haus inklusive &ndash; durfte der selbst ernannte syrische &bdquo;Pr&auml;sident&ldquo; gar Basketball mit dem Kommandeur des f&uuml;r den Nahen und Mittleren Osten zust&auml;ndigen US Central Command (CENTCOM) und mit dem Kommandeur der Anti-IS-Koalition, die offiziell Terrorgruppen wie Dscholanis HTS bek&auml;mpft, spielen. Die EU hat bereits im Mai einen Gro&szlig;teil ihrer Syrien-Sanktionen aufgehoben. Genau wie im Fall der USA blieben allerdings die &bdquo;Strafma&szlig;nahmen&ldquo; gegen die Regierung Assad und mit ihr verbundene Personen bestehen. Im Juli hob die US-Administration die Einstufung der HTS als ausl&auml;ndische Terrororganisation auf. Am 7. Oktober strich der UN-Sicherheitsrat al-Dscholani und seinen Innenminister Anas Khattab, die sich beide schwerster Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen schuldig gemacht haben sollen, von der Liste der speziell genannten globalen Terroristen. Nur China enthielt sich. [<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>]<\/p><p>Begr&uuml;ndet wird die Beendigung des Sanktionsregimes, mit dem fast 15 Jahre lang insbesondere die Zivilbev&ouml;lkerung Syriens gequ&auml;lt wurde, mit dem Leid ebenjener Syrerinnen und Syrer, mit der humanit&auml;ren Lage im Land und mit der Notwendigkeit, einem Wiederaufbau des Landes den Weg zu bereiten. Dass eine Verhinderung syrischer Wiederaufbaubem&uuml;hungen eines der deklarierten Ziele der Sanktionen war, wird dabei geflissentlich verschwiegen &ndash; genau wie der Fakt, dass es die &bdquo;Strafma&szlig;nahmen&ldquo; waren, die Millionen von Menschen in eine fatale humanit&auml;re Lage gest&uuml;rzt haben. Schlie&szlig;lich kann zwar von Menschenrechten und Demokratie [<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>] im &bdquo;neuen&ldquo; Syrien keine Rede sein. Solange sich die Dschihadisten aber an ihr Versprechen, Israel und US-Interessen nicht anzugreifen, halten und der fortschreitenden israelischen Besatzung in Syrien, das in den Gro&szlig;-Israel-Fantasien der rechtsextremen Regierung Israels und ihrer W&auml;hlerschaft in der Siedlerbewegung eine wichtige Rolle spielt, weiter tatenlos zusehen, d&uuml;rfen beide Augen zugedr&uuml;ckt werden.<\/p><p>W&auml;hrend der Westen und seine arabischen, t&uuml;rkischen und israelischen Verb&uuml;ndeten seit 2011 in Syrien angeblich Demokratie und Menschenrechte umsetzen wollten, ging es in Wahrheit um Regime Change. [<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>] Weil sich die Regierung Assad weigerte, die israelische Annexion der Golanh&ouml;hen hinzunehmen, die &bdquo;Achse des Widerstands&ldquo;, bestehend aus dem Iran, der libanesischen Hisbollah, der schiitisch-irakischen Volksverteidigungskr&auml;fte und sp&auml;ter auch der jemenitischen Ansarollah (&bdquo;Huthis&ldquo;), genau wie pal&auml;stinensische Widerstandsorganisationen unterst&uuml;tzte, sollte sie gest&uuml;rzt werden. Hinzu kam, dass sich Damaskus auch sonst den geopolitischen Interessen des Westens und seiner Verb&uuml;ndeten, wie etwa dem Bau einer Gaspipeline &uuml;ber syrisches Staatsgebiet, die Gas aus Katar bis nach Europa leiten sollte, entgegenstellte.<\/p><p>Neben der Bewaffnung, dem Training und der politischen und logistischen Unterst&uuml;tzung gr&ouml;&szlig;tenteils aus dem Ausland eingeschleuster dschihadistischer bewaffneter Banden sowie der Instrumentalisierung humanit&auml;rer Hilfe, die nur in Gebieten geleistet wurde, die nicht unter Kontrolle der Regierung standen, sollte der Wirtschaftskrieg gegen Syrien dazu f&uuml;hren, das Leid der Bev&ouml;lkerung so weit zu erh&ouml;hen, dass sie sich &ndash; so die Hoffnung &ndash; gegen ihre Regierung auflehnen w&uuml;rde.<\/p><p>Obwohl bekannt ist, dass genau dies eigentlich nie funktioniert, sondern die Bev&ouml;lkerung in sanktionierten L&auml;ndern im Gegenteil n&auml;her an ihre Regierung r&uuml;ckt, w&auml;hrend sich die Menschenrechtslage verschlechtert und politische Repression zunimmt statt unterbunden zu werden, wurde eine fatale humanit&auml;re Lage &uuml;ber Jahre hinweg bef&ouml;rdert und versch&auml;rft. In einem umfangreichen Bericht kam der damalige UN-Sonderberichterstatter f&uuml;r die negativen Auswirkungen einseitiger Zwangsma&szlig;nahmen, Idriss Jazairy, im Jahr 2018 zu dem Schluss, die Sanktionen h&auml;tten einen h&ouml;heren Anteil am Leid der syrischen Bev&ouml;lkerung als der Krieg. Er stellte zudem fest, dass die Wahrung der Menschenrechte in Syrien unter dem Sanktionsregime nicht m&ouml;glich sei. [<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>] Jazairys Amtsnachfolgerin Alena Douhan best&auml;tigte dies Jahre sp&auml;ter.<\/p><p>Auch f&uuml;r Syrien ist die mangelnde Wirksamkeit der Sanktionen, was ihr eigentliches Ziel, n&auml;mlich den Regime Change, angeht, genauso belegt wie die Tatsache, dass die &bdquo;Strafma&szlig;nahmen&ldquo; fatale Auswirkungen auf die Zivilbev&ouml;lkerung haben.<\/p><p>Im Mai 2016 kam eine von der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) ver&ouml;ffentlichte Analyse mit dem Titel &bdquo;The Role of the EU in the Syrian conflict&ldquo; [<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>] zu dem Schluss, die von der Europ&auml;ischen Union gegen Syrien verh&auml;ngten Sanktionen h&auml;tten nicht nur ihr deklariertes Ziel, die Politik der Regierung von Baschar Al-Assad zu beeinflussen und den syrischen Pr&auml;sidenten zum R&uuml;cktritt zu zwingen, komplett verfehlt. Vielmehr h&auml;tten sie das Gegenteil bewirkt, indem sie einen &bdquo;systematischen Zusammenbruch und Kollaps der Grundfesten der syrischen Wirtschaft, Infrastruktur und Institutionen&ldquo; verursacht, Armut und Arbeitslosigkeit verst&auml;rkt, den Frieden im Land erschwert, islamistische Banden wie die Entstehung einer Kriegs&ouml;konomie beg&uuml;nstigt und letztlich die Macht der und die Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Regierung gefestigt h&auml;tten. Auch die Denkfabrik European Council on Foreign Relations ist im Jahr 2019 zu dem Schluss gekommen, &bdquo;der Westen&ldquo; f&uuml;hre &bdquo;Krieg (&hellip;) gegen die syrische Wirtschaft&ldquo;. Die syrische Zivilbev&ouml;lkerung werde von den Sanktionen, die als &bdquo;inhuman und zerst&ouml;rerisch&ldquo; sowie als &bdquo;wahllose und willk&uuml;rliche&ldquo; Bestrafung bezeichnet werden, hart getroffen. Ein syrischer Offizieller wird mit den Worten zitiert, der wirtschaftliche Krieg sei viel schlimmer als der milit&auml;rische. Genau wie die FES schlussfolgert auch der ECFR, die Sanktionen h&auml;tten keinerlei Einfluss auf die syrische Regierung und deren Handeln gehabt, stattdessen aber z.B. im Gesundheitswesen enormen Schaden angerichtet. [<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>]<\/p><p>Auch internationale Organisationen wie die UN-Wirtschafts- und Sozialkommission f&uuml;r Westasien (UN-ESCWA), das Weltern&auml;hrungsprogramm (WFP) oder die Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben festgestellt, dass unter den Syrien-Sanktionen insbesondere die Zivilbev&ouml;lkerung gelitten hat.<\/p><p>Die Wirtschaft Syriens, das im Jahr 2011 bereits seit &uuml;ber drei Jahrzehnten unter US-amerikanischen Sanktionen stand, hat unter den seit Beginn des Kriegs massiv versch&auml;rften US-amerikanischen und EU-&bdquo;Zwangsma&szlig;nahmen&ldquo; erheblich gelitten. Die Sanktionen richteten sich zun&auml;chst gegen Institutionen und Akteure des Milit&auml;r- und Sicherheitsapparats, gegen das zivilpolitische Establishment und seine Verb&uuml;ndeten in der Wirtschaft sowie &ndash; und hier wurden erhebliche und vielschichtige Auswirkungen auf die Zivilbev&ouml;lkerung erzielt &ndash; gegen die drei miteinander verkn&uuml;pften Wirtschaftssektoren des &Ouml;l- bzw. Energie-Sektors, des Finanzsektors und des &ouml;ffentlichen Sektors. Auch die Entwicklungszusammenarbeit wurde ausgesetzt. Besonders das &Ouml;lembargo hat die syrische Wirtschaft erheblich beeintr&auml;chtigt, da die &Ouml;lexporte in die EU vor dem Krieg etwa 20 Prozent des syrischen BIP ausmachten. Die sektoralen Sanktionen wurden bereits im Herbst 2011 und im Fr&uuml;hjahr 2012 verh&auml;ngt. Im Finanzbereich sorgten direkte Sanktionen gegen den Bankensektor als auch solche gegen Dienstleistungen wie Frachtfl&uuml;ge und die Bereitstellung von Versicherungen und R&uuml;ckversicherungen daf&uuml;r, dass die F&auml;higkeit des syrischen Staates zu internationalen Transaktionen erheblich behindert wurde.<\/p><p>Die jetzt aufgehobenen, in weiten Bereichen extraterritorialen &bdquo;Caesar-Sanktionen&ldquo;, die im Jahr 2019 verh&auml;ngt wurden, brachten die syrische Wirtschaft zum Einsturz, lie&szlig;en die syrische Lira kollabieren und verhinderten den Wiederaufbau des vom Krieg zerst&ouml;rten Landes. Die syrische Bev&ouml;lkerung st&uuml;rzten sie in tiefe Armut. Der &bdquo;Caesar-Act&ldquo; hatte zum Ziel, Syrien finanziell vollst&auml;ndig zu isolieren. All diejenigen, die Gesch&auml;fte mit dem Land und seinen Institutionen machten, wurden ins Visier genommen, ganz besonders die Bau- und Energiebranche. Die f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung lebensnotwendige Infrastruktur konnte nicht wieder aufgebaut bzw. in Stand gehalten werden, weil die notwendigen Materialien und Maschinen nicht zur Verf&uuml;gung standen. Sogar einfache Instandhaltungsma&szlig;nahmen waren nicht mehr m&ouml;glich. In vorauseilendem Gehorsam und aus Sorge vor dem Verlust ihrer Gesch&auml;fte auf dem US-amerikanischen Markt, oder weil das Sanktionsgeflecht zu undurchsichtig war, verweigerten Unternehmen den Handel mit Syrien selbst in denjenigen Bereichen, die von den Sanktionen &ndash; etwa aus humanit&auml;ren Gr&uuml;nden &ndash; ausgenommen waren. Hilfsorganisationen beklagten, ihre Arbeit nicht mehr verrichten zu k&ouml;nnen. Ihre Mitarbeiter konnten teilweise noch nicht einmal Konten er&ouml;ffnen oder Handyvertr&auml;ge abschlie&szlig;en.<\/p><p>Die Wirtschaftssanktionen haben Syrien in eine schwere Krise gest&uuml;rzt und die Inflation massiv angeheizt. Die Menschen konnten lebenswichtige G&uuml;ter nicht mehr bekommen, die Preise f&uuml;r Nahrungsmittel, Medikamente und Brennstoffe stiegen um bis zu mehrere Hundert Prozent. Die Arbeitslosenrate erh&ouml;hte sich rapide, die Geh&auml;lter sanken &ndash; innerhalb weniger Jahre verringerte sich etwa das Gehalt eines durchschnittlichen Angestellten von 200 auf nur noch 20 US-Dollar. 90 Prozent der Bev&ouml;lkerung lebte zum Zeitpunkt des gewaltsamen Sturzes der Regierung Assad schon seit Jahren unter der Armutsgrenze &ndash; und das in einem Land, in dem vor Beginn des Krieges im Jahr 2011 weniger als ein Prozent der Bev&ouml;lkerung von bitterer Armut betroffen war. Die Beschr&auml;nkungen im Energiesektor haben die Treibstoff- und Stromknappheit versch&auml;rft und die Belastung der Wassersysteme, der Lebensmittelversorgungsketten und der Gesundheitseinrichtungen versch&auml;rft.<\/p><p>Auch das syrische Gesundheitssystem hat ganz erheblich unter dem Sanktionsregime gelitten. Nicht nur konnten europ&auml;ische oder US-amerikanische Medikamente, etwa zur Behandlung von Krebserkrankungen, oder spezielle Antibiotika nicht mehr eingef&uuml;hrt werden. Syrien, das vor dem Krieg 90 Prozent seiner Medikamente selbst hergestellt hatte, gingen auch die hierf&uuml;r ben&ouml;tigten Rohstoffe aus.<\/p><p>Nicht umsonst haben die Vereinten Nationen die Sanktionspolitik gegen Syrien nie unterst&uuml;tzt, geschweige denn beschlossen. Mehrere ihrer Unterorganisationen haben festgestellt, dass die Sanktionen das Leid der Zivilbev&ouml;lkerung v&ouml;llig unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig erh&ouml;ht und das Leisten humanit&auml;rer Hilfe erheblich erschwert haben. Die &bdquo;Strafma&szlig;nahmen&ldquo; gegen Syrien hatten nie eine v&ouml;lkerrechtliche Legitimation. Sie waren immer Waffe in einem Krieg, der zeitgleich mit milit&auml;rischer Intervention, der Instrumentalisierung humanit&auml;rer Hilfe und dem Versuch, Syrien wirtschaftlich in die Knie zu zwingen, gef&uuml;hrt wurde.<\/p><p>Dass die schweren Wirtschaftssanktionen der USA jetzt aufgehoben werden, nachdem die EU es bereits vor Monaten vorgemacht hat, zeigt die ganze Doppelmoral westlicher Interventionspolitik, die vorgibt, Demokratie und Menschenrechte f&ouml;rdern zu wollen, tats&auml;chlich aber eigene geopolitische Interessen verfolgt. Im vergangenen Juni ver&ouml;ffentlichte die Nachrichtenagentur <em>Reuters<\/em> eine Recherche, [<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>] die sich auf Aussagen von &uuml;ber 200 Familien, 40 &bdquo;Sicherheitskr&auml;ften&ldquo; und K&auml;mpfern sowie auf verifizierte Videos und interne Chatprotokolle st&uuml;tzt und zu dem Schluss kommt, dass es sich bei denjenigen, die in mehreren breit angelegten Massakern Tausende Alawiten, Drusen und Christen umgebracht haben sollen, keinesfalls um einige au&szlig;er Kontrolle geratene K&auml;mpfer handelte. Vielmehr f&uuml;hre deren Befehlskette direkt zu Kommandeuren, die zum Zeitpunkt der Massaker im Dienst der syrischen &bdquo;Regierung&ldquo; standen. Der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Hassan Abdel-Ghani, pers&ouml;nlich habe die Banden &uuml;ber eine Telegram-Gruppe gesteuert. Die Vereinten Nationen haben sich ebenfalls in mehreren Berichten hoch besorgt gezeigt &ndash; nicht zuletzt wegen gezielter Entf&uuml;hrungen, dem Verschwindenlassen, Zwangsverheiratungen von und geschlechtsspezifischer Gewalt gegen syrische Frauen und M&auml;dchen, insbesondere aus der alawitischen Gemeinschaft. Explizite Erw&auml;hnung fand auch, dass unter den T&auml;tern &bdquo;Sicherheitskr&auml;fte&ldquo; und andere Personen mit Verbindungen zur syrischen &bdquo;Regierung&ldquo; seien. [<a href=\"#foot_9\" name=\"note_9\">9<\/a>]<\/p><p><small>Titelbild: Flag of Syria (2025) \/ <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Datei:Flag_of_the_Syrian_revolution_(small_stars).svg\">Wikimedia Commons<\/a><\/small><\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<p><strong>Mehr zum Thema:<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=143515\">Syrien: Wunsch und Wirklichkeit<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=139712\">Syrien bei der UN-Generalversammlung &ndash; Roter Teppich f&uuml;r langj&auml;hrigen Al-Qaida-Gesandten<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=136055\">Die Aufhebung der Sanktionen gegen Syrien offenbart ihre grausame Absicht<\/a><\/p>\n<\/div><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><small>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article69466d4e9e26af2331f4424d\/caesar-act-aera-des-wiederaufbaus-hat-begonnen-usa-heben-sanktionen-gegen-syrien-komplett-auf.html\">&bdquo;Caesar Act&ldquo;: &bdquo;&Auml;ra des Wiederaufbaus&ldquo; hat begonnen &ndash; USA heben Sanktionen gegen Syrien komplett auf &ndash; WELT<\/a><\/small><\/p><p><small>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/amerika\/sanktionen-al-scharaa-aufgehoben-100.html\">UN-Sanktionen gegen Syriens &Uuml;bergangspr&auml;sident al-Scharaa aufgehoben | tagesschau.de<\/a><\/small><\/p><p><small>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.newsweek.com\/syrias-election-farce-when-the-world-claps-for-a-scripted-sham-opinion-10850163\">https:\/\/www.newsweek.com\/syrias-election-farce-when-the-world-claps-for-a-scripted-sham-opinion-10850163<\/a> <\/small><\/p><p><small>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/513549.syrien-ziel-erreicht.html\">Syrien: Ziel erreicht, Tageszeitung junge Welt, 06.12.2025<\/a><\/small><\/p><p><small>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.ohchr.org\/en\/statements-and-speeches\/2018\/05\/end-mission-statement-special-rapporteur-negative-impact-unilateral?LangID=E&amp;NewsID=23094\">End of mission statement of the Special Rapporteur on the negative impact of unilateral coercive measures on the enjoyment of human rights to the Syrian Arab Republic, 13 to 17 May 2018 | OHCHR<\/a><\/small><\/p><p><small>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.fes-europe.eu\/fileadmin\/public\/editorfiles\/events\/Maerz_2016\/FES_LSE_Syria_Turkmani_Haid_2016_02_23.pdf\">https:\/\/www.fes-europe.eu\/fileadmin\/public\/editorfiles\/events\/Maerz_2016\/FES_LSE_Syria_Turkmani_Haid_2016_02_23.pdf<\/a> <\/small><\/p><p><small>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] <a href=\"https:\/\/ecfr.eu\/article\/commentary_the_economic_war_on_syria_why_europe_risks_losing\/\">The economic war on Syria: Why Europe risks losing &ndash; European Council on Foreign Relations<\/a><\/small><\/p><p><small>[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/investigations\/syrian-forces-massacred-1500-alawites-chain-command-led-damascus-2025-06-30\/\">Syrische Truppen massakrierten 1.500 Alawiten. Die Befehlskette f&uuml;hrte nach Damaskus. | Reuters<\/a><\/small><\/p><p><small>[<a href=\"#note_9\" name=\"foot_9\">&laquo;9<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.ohchr.org\/en\/press-releases\/2025\/07\/syria-un-experts-alarmed-targeted-abductions-and-disappearances-alawite\">https:\/\/www.ohchr.org\/en\/press-releases\/2025\/07\/syria-un-experts-alarmed-targeted-abductions-and-disappearances-alawite<\/a> <\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die &bdquo;&Auml;ra des Schmerzes&ldquo; sei nun vorbei und stattdessen habe die &bdquo;&Auml;ra des Wiederaufbaus&ldquo; begonnen. So pathetisch wie zynisch, ganz im Stil seines US-amerikanischen &bdquo;Kollegen&ldquo; Donald Trump, kommentierte der einst per US-Kopfgeld gesuchte Anf&uuml;hrer des syrischen Ablegers von al-Qaida, Abu Muhammad al-Dscholani, der inzwischen unter seinem b&uuml;rgerlichen Namen Ahmad al-Scharaa auftritt, die am vergangenen Donnerstag<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=144158\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":139713,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,171],"tags":[881,3212,3360,2102,2175,305,2490,1553,639,1556,1019],"class_list":["post-144158","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-militaereinsaetzekriege","tag-armut","tag-doppelte-standards","tag-europaeische-union","tag-geostrategie","tag-interventionspolitik","tag-menschenrechte","tag-staatsterrorismus","tag-syrien","tag-uno","tag-usa","tag-wirtschaftssanktionen"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/250925-Syrien-vereinten-nationen.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/144158","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=144158"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/144158\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":144164,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/144158\/revisions\/144164"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/139713"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=144158"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=144158"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=144158"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}