{"id":14441,"date":"2012-09-14T09:00:32","date_gmt":"2012-09-14T07:00:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14441"},"modified":"2012-09-14T09:00:32","modified_gmt":"2012-09-14T07:00:32","slug":"hinweise-des-tages-1719","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14441","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14441#h01\">Dirk Hierschel &ndash; Reichtum verpflichtet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14441#h02\">Armutsgef&auml;hrdung in den meisten Bundesl&auml;ndern gestiegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14441#h03\">Neue Ideen, bitte!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14441#h04\">Auf dem Weg in die Altersarmut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14441#h05\">Die Finanzaufsicht komplexer M&auml;rkte &ndash; ein Frisbee-Spiel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14441#h06\">ESM-Urteil<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14441#h07\">Technokratie, N&auml;hrboden des Euroskeptizismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14441#h08\">Portugal &ndash; Troika bietet Atempause&hellip; f&uuml;r h&auml;rteren Sparkurs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14441#h09\">USA: Daten der Schande 2011<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14441#h10\">Gemeinschaftsw&auml;hrung mit Kreislaufkollaps<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14441#h11\">Borken hat mehr Babys als Bochum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14441#h12\">Erfolg f&uuml;r die Gewerkschaften: Europ&auml;ische Kommission zieht &bdquo;Monti II&ldquo;-Vorschlag zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14441#h13\">Tom Schimmeck &ndash; Und nun?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14441#h14\">Stuttgarter Autoren-Melange<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14441#h15\">The economics behind the killings of South African mine workers<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14441#h16\">Zu guter Letzt: Piratensalat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14441#h17\">Das Allerletzte: Unfassbar!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14441&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Dirk Hierschel &ndash; Reichtum verpflichtet<\/strong><br>\nDie Gewerkschaft ver.di hat zusammen mit Sozialverba&#776;nden und Nichtregierungsorganisationen eine Debatte u&#776;ber neue Reichensteuern angesto&szlig;en. In Zeiten hoher Staatsschulden will ver.di Reiche sta&#776;rker besteuern um die o&#776;ffentliche Armut zu lindern Im Mittelpunkt steht die Forderung nach einer Vermo&#776;gensabgabe<br>\nNeben Zustimmung gibt es auch Kritik Die Gewerkschaften wu&#776;rden u&#776;ber das Ziel hinausschie&szlig;en schrieb auch diese Zeitung. Eine Vermo&#776;gensabgabe schro&#776;pfe in Wirklichkeit nicht die Reichen sondern den Mittelstand. So wu&#776;rden Leistungstra&#776;ger bestraft und die Wirtschaft bescha&#776;digt. Was ist dran an dieser Kritik?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/Zeit_13_9_2012.pdf\">ZEIT [PDF &ndash; 165 KB]<\/a>\n<p>passend dazu: <strong>Jetzt Million&auml;re kr&auml;ftig besteuern<\/strong><br>\nNach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes zum ESM und Fiskalpakt wird die kr&auml;ftige Besteuerung von Million&auml;ren und Milliard&auml;ren immer dr&auml;ngender. Andernfalls drohen &uuml;ber Jahre hinweg massive Sozialk&uuml;rzungen. Aber, der Reihe nach.<br>\nIn der &ouml;ffentlichen Debatte stehen die Auflagen f&uuml;r den ESM, den europ&auml;ischen &bdquo;Rettungsschirm&ldquo;, im Vordergrund. Die Richter in Karlsruhe halten den ESM nur f&uuml;r verfassungsgem&auml;&szlig; wenn v&ouml;lkerrechtlich geregelt wird, dass der deutsche Anteil von 190 Milliarden Euro nicht &uuml;berschritten werden kann. Au&szlig;erdem muss eine umfassende Unterrichtung des Bundestages und Bundesrates gew&auml;hrleistet sein. Dies ist ein eindeutiger Gewinn f&uuml;r die Demokratie und insofern hat sich der Gang nach Karlsruhe f&uuml;r DIE LINKE gelohnt. Allerdings ist der Erfolg sehr begrenzt. Denn der ESM wird Hilfsgelder nur vergeben mit scharfen sozialen Auflagen, die wie im Falle Griechenlands zu brutalen sozialen Verschlechterungen f&uuml;hren und das Land &ouml;konomisch noch weiter in den Abgrund treiben. Weiterhin werden vor allem Banken gerettet ohne die wirklichen Ursachen der Eurokrise anzugehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.michael-schlecht-mdb.de\/jetzt-millionare-kraftig-besteuern.html\">Michael Schlecht<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Armutsgef&auml;hrdung in den meisten Bundesl&auml;ndern gestiegen<\/strong><br>\nDie Armutsgef&auml;hrdung der Menschen lag im Jahr 2011 in den meisten Bundesl&auml;ndern &uuml;ber dem Niveau des Jahres 2010. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, hatten Bremen mit 22,3 % und Mecklenburg-Vorpommern mit 22,2 % bundesweit die h&ouml;chsten Armutsgef&auml;hrdungsquoten.<br>\nIn Mecklenburg-Vorpommern ging die Armutsgef&auml;hrdungsquote um 0,2 %-Punkte auf 22,2 % leicht zur&uuml;ck. Daneben konnte nur Th&uuml;ringen einen R&uuml;ckgang der Quote gegen&uuml;ber dem Vorjahr erreichen (&ndash; 0,9 %-Punkte auf 16,7 %). Beide L&auml;nder haben damit den kontinuierlichen R&uuml;ckgang der letzten Jahre fortgesetzt und erreichten im Jahr 2011 jeweils den bisher niedrigsten Wert der Armutsgef&auml;hrdung. Demgegen&uuml;ber gab es in Berlin (21,1 %) und in Nordrhein-Westfalen (16,6 %) durch best&auml;ndige Anstiege der Armutsgef&auml;hrdung seit dem Jahr 2006 jeweils einen neuen H&ouml;chststand. Berlin wies im Jahr 2011 zudem die h&ouml;chste Ver&auml;nderungsrate von + 1,9 %-Punkten gegen&uuml;ber dem Vorjahr aus.<br>\nAuch im Ost- und Westvergleich gibt es weiterhin deutliche Unterschiede bei den Armutsgef&auml;hrdungsquoten. Hatten im Jahr 2011 im fr&uuml;heren Bundesgebiet (ohne Berlin) 14,0 % der Bev&ouml;lkerung ein erh&ouml;htes Armutsrisiko, waren in den neuen L&auml;ndern (einschlie&szlig;lich Berlin) 19,5 % der Menschen armutsgef&auml;hrdet.<br>\nDiese Ergebnisse gehen aus aktuellen Berechnungen auf Basis des Mikrozensus f&uuml;r das Jahr 2011 hervor, die von den Statistischen &Auml;mtern des Bundes und der L&auml;nder im Rahmen des Projekts &bdquo;Sozialberichterstattung der amtlichen Statistik&ldquo; durchgef&uuml;hrt wurden. Gem&auml;&szlig; der Definition der Europ&auml;ischen Union gelten Menschen als armutsgef&auml;hrdet, die mit weniger als 60 % des mittleren Einkommens (Median) der Gesamtbev&ouml;lkerung auskommen m&uuml;ssen. Nach den Ergebnissen des Mikrozensus 2011 galten im Jahr 2011 Einpersonen-Haushalte mit einem monatlichen Einkommen von weniger als 848 Euro als armutsgef&auml;hrdet. Die Grundlage der hier ver&ouml;ffentlichten Armutsgef&auml;hrdung ist die Armutsgef&auml;hrdungsschwelle auf Bundesebene (Bundesmedian), die f&uuml;r Bund und L&auml;nder einheitlich ist und somit einen regionalen Vergleich erm&ouml;glicht.<br>\nDiese und weitere Armuts- und Sozialindikatoren, zum Teil in tiefer regionaler Gliederung, sowie detaillierte methodische Erl&auml;uterungen zu den Datenquellen und den angewandten Berechnungsverfahren stehen im Internetangebot der Statistischen &Auml;mter des Bundes und der L&auml;nder zur Verf&uuml;gung. Dort finden sich auch Armutsgef&auml;hrdungsquoten, die auf Basis regional unterschiedlicher Armutsgef&auml;hrdungsschwellen ermittelt wurden. Das Informationsangebot wird regelm&auml;&szlig;ig aktualisiert und weiterentwickelt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2012\/09\/PD12_315_221.html;jsessionid=C59BC141080D3DB8D4EE214111736E1D.cae2\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<p>dazu: <strong>Kampf gegen Armut wichtiger als Wahlkampf<\/strong><br>\n&bdquo;Die anhaltend hohe Armut erfordert einen politischen Kurswechsel unabh&auml;ngig von Wahlterminen.&ldquo; Das erkl&auml;rte der Pr&auml;sident der Volkssolidarit&auml;t, Prof. Dr. Gunnar Winkler, am Donnerstag. Mit Blick auf die vom Statistischen Bundesamt gemeldete gestiegene Armutsgef&auml;hrdungsquote sagte er: &bdquo;Diese Zahlen belegen erneut, dass Armut f&uuml;r Millionen bittere Realit&auml;t ist. Sie zeigen auch, dass in Ostdeutschland mehr Menschen davon bedroht bzw. betroffen sind.&ldquo;<br>\nDie Zeit sei l&auml;ngst reif f&uuml;r einen Kurswechsel. Winkler erinnerte daran, dass Arbeitslosigkeit, Niedrigl&ouml;hne, prek&auml;re Besch&auml;ftigung und mangelhafte soziale Absicherung die Hauptursachen f&uuml;r Armut sind. Die Volkssolidarit&auml;t fordere endlich sp&uuml;rbare Aktivit&auml;ten, um Armut zu bek&auml;mpfen. &ldquo;Dazu geh&ouml;ren als dringende Ma&szlig;nahmen unter anderem eine deutliche Erh&ouml;hung des Regelsatzes f&uuml;r Leistungen der Grundsicherung bei Langzeitarbeitslosigkeit, im Alter und bei Erwerbsminderung sowie ein eigener bedarfsgerechter Regelsatz f&uuml;r Kinder. Die f&uuml;r 2013 angek&uuml;ndigten acht Euro mehr reichen nicht aus. Gefordert sind au&szlig;erdem Mindestl&ouml;hne, damit Arbeit wieder gerecht entlohnt wird. Das w&auml;re auch ein Beitrag gegen die drohende Altersarmut f&uuml;r Millionen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.volkssolidaritaet.de\/cms\/pressemitteilung_armut_statistik.html\">Vokssolidarit&auml;t<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Neue Ideen, bitte!<\/strong><br>\nStudentInnen aus zehn kritischen Hochschulgruppen dr&auml;ngen auf eine Wende in der Volkswirtschaftslehre.<br>\nNeue Ideen und neue B&uuml;cher sollen her.Vier Jahre nach der Pleite von Lehman Brothers merken nun auch die deutschen &Ouml;konomen, dass es so nicht weitergehen kann. Bei ihrer Jahrestagung in G&ouml;ttingen, gaben sich die 3.800 Mitglieder des Vereins f&uuml;r Socialpolitik (VfS), einen Ehrenkodex, der k&uuml;nftig ihre Finanzierungsquellen offenlegen soll. Vor allem junge Volkswirte beklagen aber noch ganz andere Missst&auml;nde in ihrem Fach, das einer &bdquo;geistigen Monokultur&ldquo; gleiche.<br>\nVWL-StudentInnen aus zehn kritischen Hochschulgruppen verfassten einen offenen Brief, in dem sie die Besetzung von 20 Prozent der Lehrst&uuml;hle mit alternativen &Ouml;konomen fordern. Grunds&auml;tzlich sollten abweichende Theorien, Methoden und Lehrb&uuml;cher mehr Platz im Studium finden.<br>\nVolkswirte m&uuml;ssten mehr Kontakt zu anderen Disziplinen suchen und viel st&auml;rker ihre eigene Rolle und ihre Grundannahmen hinterfragen, so die Forderung. 60 &Ouml;konomie-ProfessorInnen geh&ouml;ren zu den Erstunterzeichnern des Briefs. Auch sie kritisieren, die VWL habe vor lauter Mathe-Modellen ihren Kernauftrag vergessen, n&auml;mlich die Verteilung knapper Ressourcen f&uuml;r ein gutes Zusammenleben zu diskutieren.<br>\nParallel zum Treffen des VfS, in dem die Wirtschaftswissenschaftler aus Deutschland, &Ouml;sterreich und er Schweiz organisiert sind, fand erstmals eine &bdquo;Protesttagung&ldquo; statt. Ebenfalls in G&ouml;ttingen diskutierten Hunderte mit &Ouml;konomen wie Peter Bofinger und Heiner Flassbeck sowie dem ehemaligen Bundesfinanzminister Oskar Lafontaine (Die Linke) neue Ans&auml;tze in der VWL.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!101593\/\">taz<\/a>\n<p>dazu: <strong>Richard Werner: &Uuml;ber die Notwendigkeit einer Reform der Volkswirtschaftslehre<\/strong><br>\nVortrag von Richard Werner (University of Southampton) bei der &ldquo;Ersten Pluralistischen Erg&auml;nzungsveranstaltung zur Jahrestagung des Vereins f&uuml;r Socialpolitik&rdquo; veranstaltet vom Arbeitskreis Real World Economics.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=X6-FItgst4Y\">AK Real World Economics via You Tube<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Auf dem Weg in die Altersarmut<\/strong><br>\nBilanz der Einf&uuml;hrung der kapitalgedeckten Riester-Rente<br>\nMit den Rentenreformen von 2001 und 2004 wurde ein grunds&auml;tzlicher Zielwechsel f&uuml;r die gesetzliche Rente eingeleitet: Von der Sicherung des Lebensstandards im Rentenalter hin zur Beitragssatzstabilit&auml;t. So soll der Beitragssatz nur bis maximal 22 % im Jahr 2030 steigen. Ohne die Reformma&szlig;nahmen w&uuml;rde sich der Beitragssatz dagegen bis zum Jahr 2030 auf etwa 26 % erh&ouml;hen (Dedring et al. 2010). Folglich wird angesichts der absehbaren demographischen Entwicklung das Rentenniveau schrittweise sinken (siehe Infobox 1). Dar&uuml;ber hinaus reduzieren weitere Ma&szlig;nahmen, die sich nicht im Indikator Rentenniveau niederschlagen, die Rentenh&ouml;he: So werden Ausbildungszeiten in der Regel nicht mehr anerkannt, Zeiten der Arbeitslosigkeit geringer bewertet, und es werden Abschl&auml;ge bei vorzeitigem Rentenbezug vorgenommen. Das alles f&uuml;hrt dazu, dass die gesetzliche<br>\nRentenversicherung (GRV) k&uuml;nftig einen deutlich geringeren Teilbeitrag zu einem den Lebensstandard sichernden Alterseinkommen leistet.<br>\nZum Ausgleich der starken Absenkung des Rentenniveaus sollen die Besch&auml;ftigten entweder betrieblich und\/oder privat und ohne Arbeitgeberbeteiligung im Rahmen der neu eingef&uuml;hrten Riester-Rente vorsorgen, was in Abh&auml;ngigkeit von Familienstand und Einkommen sowohl durch staatliche Zusch&uuml;sse als auch durch Steuererleichterungen gef&ouml;rdert wird. Dar&uuml;ber hinaus werden weiterhin private und betriebliche Vorsorgeaufwendungen durch die Absetzbarkeit bei der Einkommenssteuer und durch die Steuer- und Sozialversicherungsfreiheit bei der &bdquo;Entgeltumwandlung&ldquo; gef&ouml;rdert.<br>\nDie wirtschafts- und sozialpolitischen Ziele dieser Reformen waren, die Kosten des gesetzlichen Rentensystems vor dem Hintergrund des demographischen Wandels zu reduzieren und die betriebliche Altersvorsorge verwendet. Dieser Teil wird direkt vom Bruttolohn abgezogen und mindert dadurch das steuer- und sozialversicherungspflichtige Einkommen und reduziert damit die Bemessungsgrundlage f&uuml;r die Rentenanpassung.<br>\nLohnnebenkosten zu senken, um die internationale Wettbewerbsf&auml;higkeit, sowie Wachstum und Besch&auml;ftigung zu steigern. Zugleich sollte &uuml;ber die Einf&uuml;hrung der kapitalgedeckten Riester-Rente eine ausreichende Alterssicherung gew&auml;hrleistet werden. Mit dem Teilumstieg vom Umlageverfahren zur Kapitaldeckung erhoffte man sich, dass im Einklang mit internationalen Empfehlungen h&ouml;here Renditen als im Umlageverfahren zu erzielen seien<br>\n(World Bank 1994 und die sp&auml;tere Relativierung durch Orszag und Stiglitz 1999).<br>\nEs ist aber mittlerweile fraglich, ob diese Ziele erreicht werden. Erste Bestandsaufnahmen der Rentenreformen und insbesondere der Riester-Rente zeigen, dass viele Versprechen bei weitem nicht eingel&ouml;st werden. Im Folgenden wird gezeigt, dass die kapitalgedeckte Rente keinesfalls geeignet ist, den Menschen ein sicheres Auskommen im Alter in Erg&auml;nzung zur gesetzlichen Rente zu garantieren.<br>\nBleiben die Reformen unver&auml;ndert in Kraft, werden erhebliche Teile der Erwerbsbev&ouml;lkerung in Altersarmut gleiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_imk_report_73_2012.pdf\">IMK Report [PDF &ndash; 1.2 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die Finanzaufsicht komplexer M&auml;rkte &ndash; ein Frisbee-Spiel<\/strong><br>\nDie Finanzkrise hat daran erinnert, wie abh&auml;ngig die Weltwirtschaft von einem gut funktionierenden Bankensektor und stabilen Finanzm&auml;rkten ist. Davon sind wir zur Zeit weit entfernt.<br>\nMit Basel III wird versucht, die Risiken einzud&auml;mmen, doch Beobachter &auml;u&szlig;ern zunehmend Zweifel, ob die dort formulierten Regeln eine angemessene Antwort auf die anstehenden Herausforderungen sind. International viel Beachtung finden in diesem Zusammenhang die Arbeiten von Andrew Haldane (Executive Director for Financial Stability, Bank of England). Er vergleicht &Ouml;kosysteme und Finanzsystem und zeichnet ein Bild gro&szlig;er Banken, die als &bdquo;super-spreader&ldquo; im Mittelpunkt weiter Netzwerke stehen. &Auml;hnlich einem Virus sind diese Banken in der Lage, in einer Finanzkrise Ansteckung zu verbreiten. Auf sie sollte sich daher das Hauptaugenmerk der Finanzaufsicht richten.<br>\nDas Problem, das Haldane dabei sieht, ist der Grad der Komplexit&auml;t des Systems. In seinem j&uuml;ngst in Jackson Hole pr&auml;sentierten Papier &bdquo;The Dog and the Frisbee&ldquo; pl&auml;diert er f&uuml;r eine Vereinfachung der Basel III-Regeln, um dieser Komplexit&auml;t Herr zu werden. In einem atemberaubenden Rundumschlag stellt er Verbindungen her zwischen den Grundz&uuml;gen der Komplexit&auml;tstheorie, dem Bounded-Rationality-Ansatz von Herbert Simon und den Argumenten der Verhaltens&ouml;konomen Daniel Kahneman and Amos Tversky, und verweist auf Beispiele aus ganz unterschiedlichen Bereichen wie Sport und Medizin.<br>\nSein Argument lautet: In komplexen Systemen ben&ouml;tigen Entscheidungstr&auml;ger viel zu viele Informationen, um mit Feinsteuerung auf Fehlentwicklungen zu reagieren. Auch der Hund, der einen Frisbee f&auml;ngt &ndash; ein durchaus komplexes Unterfangen, dessen Erfolg von einer Vielzahl von Einfl&uuml;ssen wie Geschwindigkeit und Windverh&auml;ltnissen abh&auml;ngt &ndash; , wendet nicht die Newtonschen Bewegungsgesetze an, sondern l&auml;uft, wie Untersuchungen gezeigt haben, instinktiv einer einfachen Verhaltensregel folgend dem Frisbee entgegen. Entsprechend erlauben einfache Regeln der Finanzaufsicht, Krisen unter Kontrolle zu bekommen.<br>\nOb diese Sicht jedoch zutrifft, h&auml;ngt unter anderem davon ab, was unter Komplexit&auml;t zu verstehen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/carta.info\/48294\/die-finanzaufsicht-komplexer-markte-ein-frisbee-spiel\/\">Carta<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>ESM-Urteil<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Karlsruher Albernheiten<\/strong><br>\nDie Verfassungsrichter sind sich treu geblieben. Mit dem Urteil zum Euro-Rettungsschirm ESM verfolgen sie ihre eingeschlagene Linie. Allerdings wirken die Auflagen in Teilen absurd. [&hellip;]<br>\nDass f&uuml;r diesen arg konstruierten Fall der deutsche Finanzminister nach der Logik des Zustimmungsgesetzes ohnehin den Bundestag befragen m&uuml;sste, ignorieren die Richter. Sie sagen lieber noch einmal: Bei einer Erh&ouml;hung der Risiken muss der Bundestag zustimmen. Sie stellen die Bundestagsabgeordneten so als Trottel dar, die im Zweifel nicht selbst aufpassen k&ouml;nnen.<br>\nW&auml;hrend die Richter den Abgeordneten keine ordentliche Vertragslekt&uuml;re zutrauen, &uuml;berantworten sie ihnen die politische und wirtschaftliche Entscheidung &uuml;ber die 190 Mrd. Euro.[&hellip;]<br>\nMit dem Urteil k&ouml;nnen alle Beteiligten offenbar gut leben. Die Kl&auml;ger werden trotz erwiesener Erfolglosigkeit weiter klagen und jedes Mal behaupten, ihre demokratischen Rechte w&uuml;rden verletzt. Dabei wird dieser Punkt regelm&auml;&szlig;ig abgewiesen. Noch einmal hat das Gericht den Bundestag gest&auml;rkt. Wem die breite Mehrheit dort f&uuml;r die Rettungsschirme nicht passt, muss andere Parteien w&auml;hlen. Das aber scheinen die B&uuml;rger nicht zu wollen. Ihnen reicht das Gef&uuml;hl, dass Karlsruhe aufpasst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/konjunktur\/:esm-urteil-karlsruher-albernheiten\/70089532.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=\/meinungshungrige\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Der Satz &bdquo;Wem die breite Mehrheit dort f&uuml;r die Rettungsschirme nicht passt, muss andere Parteien w&auml;hlen&ldquo; trifft voll ins Schwarze!<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Fallstricke des ESM-Urteils<\/strong><br>\nDas Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum ESM ist an den Finanzm&auml;rkten weithin mit Erleichterung aufgenommen worden und wird von der Bundesregierung als Best&auml;tigung ihres Kurses gewertet. Es enth&auml;lt aber eine Passage, die noch eine Menge &Auml;rger bereiten k&ouml;nnte.  Denn das Gericht hat entschieden, sich auch mit den Aktionen der EZB zu besch&auml;ftigen. [&hellip;]<br>\nNach meinem Verst&auml;ndnis kann das Gericht aber dennoch zu einem Urteil kommen und zum Beispiel die Bundesregierung auffordern, die EZB vor dem Europ&auml;ischen Gerichtshof zu verklagen. Auch wenn diese Klage abgewiesen w&uuml;rde, w&auml;re das Anleiheprogramm in Deutschland politisch kaum noch haltbar, wenn es vom h&ouml;chsten Gericht als rechtswidrig qualifiziert w&uuml;rde.<br>\nSeit die EZB entschieden hat, unbegrenzt Anleihen zu kaufen, hat der ESM an Bedeutung verloren. Man braucht ihn noch als H&uuml;lle um Konditionalit&auml;t zu erzwingen, aber das Geld kommt von der EZB. Wenn das Gericht die EZB stoppen w&uuml;rde, dann ist das daher viel dramatischer als die rote Ampel f&uuml;r den ESM.<br>\nIch bin mir nicht sicher, dass sich alle dessen bewusst sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2012\/09\/13\/die-fallstricke-des-esm-urteils_5215\">ZEIT Herdentrieb<\/a><\/li>\n<li><strong>Auflagen zum Euro-Rettungsschirm wirken krisenversch&auml;rfend<\/strong><br>\nver.di begr&uuml;&szlig;t die Klarstellungen in der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum Euro-Rettungsschirm ESM, sieht die inhaltliche Ausgestaltung der Auflagen durch den ESM aber sehr kritisch. [&hellip;]<br>\nDeswegen fordere ver.di, den ESM k&uuml;nftig mit einer Banklizenz auszustatten und somit direkt &uuml;ber die Zentralbank zu finanzieren.<br>\n&Auml;u&szlig;erst kritisch sieht ver.di die mit dem EFSF und k&uuml;nftig mit dem ESM verkn&uuml;pften Auflagen zur Gestaltung der Wirtschaftspolitik in den betroffenen L&auml;ndern. Dabei handele es sich ausschlie&szlig;lich um neoliberale Strukturreformen. &bdquo;Die Zerschlagung der s&uuml;deurop&auml;ischen Fl&auml;chentarifvertragssysteme, der massive Personalabbau im &ouml;ffentlichen Dienst, die Demontage armutsfester Alterssicherungssysteme und die Privatisierung &ouml;ffentlicher G&uuml;ter versch&auml;rfen nur die aktuelle Krise&ldquo;, sagte Bsirske. Der Rettungsschirm lindere somit lediglich die Refinanzierungsprobleme der Krisenstaaten, verhindere aber gerade durch die Auflagen eine nachhaltige wirtschaftliche Erholung und damit ein Ende der Krise.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.verdi.de\/themen\/nachrichten\/++co++22bd55c4-fcda-11e1-7049-52540059119e\">Verdi<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Technokratie, N&auml;hrboden des Euroskeptizismus<\/strong><br>\nHerman Van Rompuy und Mario Monti fordern einen Sondergipfel gegen den &bdquo;spalterischen Populismus&ldquo;. Doch zu einem Zeitpunkt, an dem das Demokratiedefizit in der Funktionsweise der Union immer heftiger in die Kritik ger&auml;t, sei dieser Vorschlag denkbar deplatziert, meint ein spanischer Politologe. [&hellip;]<br>\nAnstatt Populisten und Euroskeptiker anzugreifen, t&auml;ten die Entscheidungstr&auml;ger der Union besser daran, sie mit einer Verbesserung des demokratischen Systems zum Schweigen zu bringen. Auf lange Sicht w&auml;re es bedauerlich, wenn uns Demokraten nur die Wahl zwischen Populisten und europhilen Technokraten lie&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.presseurop.eu\/de\/content\/article\/2681341-technokratie-naehrboden-des-euroskeptizismus?xtor=RSS-18\">El Pais via Presseurop<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Portugal &ndash; Troika bietet Atempause&hellip; f&uuml;r h&auml;rteren Sparkurs<\/strong><br>\nPortugal begreift, dass den Menschen 2013 noch tiefer in die Tasche gegriffen werden wird als 2012. W&auml;hrend die Troika aus EZB, EU und IWF dem Land ein zus&auml;tzliches Jahr zum Erreichen des Defizitziels von 3 Prozent einr&auml;umt, verabschiedet die Regierung neue Sparma&szlig;nahmen.<br>\nAm 7. September &uuml;berraschte Ministerpr&auml;sident Passos Coelho mit der Ank&uuml;ndigung einer Erh&ouml;hung der Sozialversicherungsbeitr&auml;ge f&uuml;r Arbeitnehmer um 7 Prozent, w&auml;hrend gleichzeitig der Arbeitgeberanteil 5,75 Prozent gesenkt wird. Und dann gab Finanzminister Vitor Gaspar am 11. September dreizehn weitere Sparma&szlig;nahmen bekannt. Darunter Rentenk&uuml;rzungen, eine beschleunigte Reduzierung der Besch&auml;ftigten im &ouml;ffentlichen Dienst, eine Erh&ouml;hung der Einkommenssteuer, sowie einen Anstieg um 1,1 Prozent der Sozialversicherungsbeitr&auml;ge f&uuml;r Selbstst&auml;ndige.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.presseurop.eu\/de\/content\/news-brief\/2680191-troika-bietet-atempause-fuer-haerteren-sparkurs?xtor=RSS-18\">Presseurop<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>USA: Daten der Schande 2011<\/strong><br>\nGestern ver&ouml;ffentlichte das U.S. Census Bureau, das statistische Bundesamt der USA, seinen j&auml;hrlichen Bericht zum Stand der Einkommen, der Armut und den der Krankenversicherten f&uuml;r das Jahr 2011. Diese Daten sind wie jedes Jahr ein Beleg f&uuml;r ein degeneriertes System. Die offizielle Armutsquote sank zwar im Jahr 2011 auf 15,0%, nach 15,1% in 2010, aber diese Daten sind nicht wirklich konsistent, was auch dem US-Wahljahr geschuldet sein d&uuml;rfte. Besch&auml;mende 46,247 Millionen US-B&uuml;rger mussten 2011 unter der Armutsgrenze leben, die zweith&ouml;chste Zahl seit Beginn der Datenerhebung vor 53 Jahren! Erweitert man die offizielle Armutsgrenze auf 125% sind sogar 60,949 Millionen von Armut betroffen, der h&ouml;chste Stand seit 1959 und ein Anteil von 19,8% an der Gesamtbev&ouml;lkerung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.querschuesse.de\/usa-daten-der-schande-2011\/\">Querschuesse<\/a>\n<p>passend dazu: <strong>U.S. Income Gap Rose, Sign of Uneven Recovery<\/strong><br>\nhe income gap between the wealthiest 20 percent of American households and the rest of the country grew sharply in 2011, the Census Bureau reported, as an overwhelming majority of Americans saw no gains from a weak economic recovery in its second full year.<br>\nIncome for the top fifth of American households rose by 1.6 percent last year, driven by even larger increases for the top 5 percent of households, said David Johnson, the Census Bureau official who presented the findings. All households in the middle of the scale saw declines, while those at the very bottom stagnated.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2012\/09\/13\/us\/us-incomes-dropped-last-year-census-bureau-says.html?_r=1\">New York Times<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Gemeinschaftsw&auml;hrung mit Kreislaufkollaps<\/strong><br>\nOhne Kurswechsel hat der Euro keine Chance mehr<br>\nSchon vor dem EU-Gipfel Ende Juni war klar: Auch 2012 w&uuml;rde der Euroraum wieder vor einem Krisensommer stehen. War es im vergangenen Jahr das sichtbare Scheitern des ersten Rettungspakets f&uuml;r Griechenland, so sind die Brandherde inzwischen deutlich zahlreicher geworden: Spanien und Zypern haben noch im Juni die bereits vorab angek&uuml;ndigten Antr&auml;ge auf Hilfszahlungen gestellt &ndash; dem spanischen Antrag hat der Deutsche Bundestag dann in einer Sondersitzung im Juli zugestimmt. Die neue griechische Regierung hat unmittelbar nach ihrem Amtsantritt angek&uuml;ndigt, die Auflagen aus dem zweiten Hilfspaket nachverhandeln zu wollen und die italienische Wirtschaft rutschte in der ersten Jahresh&auml;lfte immer tiefer in die Rezession, w&auml;hrend gleichzeitig die Anleihezinsen f&uuml;r das Land stiegen und stiegen. Und: Zwischenzeitlich geriet erstmals auch die gemeinsame W&auml;hrung, der Euro, sichtbar unter Druck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/id\/ipa\/09322.pdf\">Friedrich Ebert Stiftung [PDF &ndash; 110 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Borken hat mehr Babys als Bochum<\/strong><br>\nDie Geburtenrate in Deutschland liegt seit Jahrzehnten ziemlich konstant bei 1,4 Kindern pro Frau. Doch es gibt Gegenden, wo die Rate genauso konstant h&ouml;her ist &ndash; und das hat nicht nur mit Geld zu tun. [&hellip;]<br>\nEs sind aber auch andere Faktoren als Spielpl&auml;tze, Jugendzentren und Kitas, die daf&uuml;r sorgen, dass im Kreis Borken bislang mehr Kinder geboren werden als anderswo im Land. &ldquo;Durch die Kirche haben wir hier einen bestimmten Wertekanon, der wom&ouml;glich ausgepr&auml;gter ist als in anderen Regionen&rdquo;, spekuliert der B&uuml;rgermeister.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/geburtenrate-in-borken-werden-mehr-kinder-geboren-als-in-bochum-a-854409.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Die SPIEGEL-Online-Expertin f&uuml;r demographische Fragen, Lisa Erdmann, ist <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10259#h08\">einmal mehr<\/a> auf der Suche nach dem Mysterium der unterschiedlichen Geburtenziffern. Da &ouml;konomische Aspekte in Erdmanns Welt keine Rolle spielen, ist sie nun im Kreis Borken auf die fruchtbare Wirkung des christlichen Glaubens gesto&szlig;en. Hallelujah! Auf die naheliegendste L&ouml;sung f&uuml;r die unterschiedlichen Geburtenziffern in Bochum und Borken kommt Frau Erdmann nicht &ndash; Bochum hat mit 44,6 Jahren ein deutlich h&ouml;heren Altersschnitt als der Kreis Borken mit 40,2 Jahren &ndash; und das liegt weniger an der Kirche, sondern mehr an den <a href=\"http:\/\/www.uni-muenster.de\/imperia\/md\/content\/hausderniederlande\/zentrum\/projekte\/niederlandenet\/dossiers\/grenzpendler\/berichtgrenzpendlerzahlen2005.pdf\">hohen Pendlerzahlen [PDF]<\/a> zwischen dem Kreis Borken und den angrenzenden Niederlanden. Wenn man diese Faktoren mit einbezieht, k&auml;me man jedoch nicht darum herum, sozio-&ouml;konomische Gr&uuml;nde f&uuml;r die unterschiedlichen Geburtenziffern zu finden &ndash; und auf diesem Auge ist Frau Erdmann bekanntlich blind.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Erfolg f&uuml;r die Gewerkschaften: Europ&auml;ische Kommission zieht &bdquo;Monti II&ldquo;-Vorschlag zur&uuml;ck<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Kommission zieht ihren Entwurf f&uuml;r die sogenannte Monti-II-Verordnung zur&uuml;ck. Ein Erfolg f&uuml;r die Gewerkschaften, denn der Vorschlag h&auml;tte weitreichende Folgen auch f&uuml;r das nationale Streikrecht gehabt. Die deutschen und europ&auml;ischen Gewerkschaften setzen sich weiter ein f&uuml;r eine Soziale Fortschrittsklausel in den Europ&auml;ischen Vertr&auml;gen.<br>\nDer DGB begr&uuml;&szlig;t die Ank&uuml;ndigung der Europ&auml;ischen Kommission, den sogenannten &ldquo;Monti II&ldquo;-&shy;Vor&shy;schlag*) zur&uuml;ckzuziehen. Die Kommission hatte die Verordnung als Reaktion auf massive Kritik in Folge der umstrittenen Urteile des Europ&auml;ischen Gerichtshofes (Laval, Viking, R&uuml;ffert, Kommission gegen Luxemburg) vorgeschlagen. Damit sollte Rechtssicherheit geschaffen werden f&uuml;r das Spannungsverh&auml;ltnis zwischen wirtschaftlichen Grundfreiheiten und sozialen Grundrechten &ndash; insbesondere dem Streikrecht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++f96f8b96-fcd0-11e1-8281-00188b4dc422\">DGB<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Tom Schimmeck &ndash; Und nun?<\/strong><br>\nBr&uuml;der, zur Sonne, zur&hellip; Kassen&auml;rztlichen Vereinigung? Da zuckt der Leser. Tats&auml;chlich aber birgt der aktuelle &Auml;rzteprotest ein paar Lektionen auch f&uuml;r uns Geringverdiener. Von den &Auml;rzten lernen hei&szlig;t Siegen lernen.<br>\nVerhandlungsabbruch, Protest, Ultimatum, Klage, Streik. Der Kampf der niedergelassenen &Auml;rzte um mehr Geld kommt wuchtig daher. Standesvertreter &uuml;berbieten sich in Verbalradikalismus. Die Krankenkassen, dr&ouml;hnt Bundes&auml;rztekammer-Pr&auml;sident Frank Ulrich Montgomery, bildeten ein &bdquo;v&ouml;llig verantwortungsloses Machtkartell&ldquo;, das versuche, die &Auml;rzte &bdquo;unter seine Knute zu zwingen&ldquo;. Er verspricht einen &bdquo;hei&szlig;en Herbst&ldquo;. Klaus Reinhardt, Vorsitzender des Hartmannbundes, gei&szlig;elt die &bdquo;unversch&auml;mten Forderungen&rdquo; der Kassen und eine &bdquo;Zersetzung unseres Gesundheitssystems&ldquo;. Dirk Heinrich, Oberhaupt des Verbandes der niedergelassenen &Auml;rzte, schimpft &uuml;ber ein &bdquo;verheerendes Signal&ldquo; und will auf die Stra&szlig;e gehen. Andreas K&ouml;hler, Chef der Kassen&auml;rztlichen Bundesvereinigung (KBV), die elf Prozent mehr Geld f&uuml;r 2013 gefordert hatte, erkl&auml;rt die Stimmung in der &Auml;rzteschaft f&uuml;r &bdquo;hochexplosiv&ldquo;. Die Nation, schallt es aus seiner KBV, sei &bdquo;auf dem Weg in eine Kassenr&auml;terepublik&ldquo;. Es gehe um die &bdquo;Machtfrage&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/17-2012\/++co++79faff08-fc21-11e1-980e-52540066f352\">DGB Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Stuttgarter Autoren-Melange<\/strong><br>\nDie Schlacht um Stuttgart 21 ist geschlagen, dachte sich Wolfgang Schuster nach der Volksabstimmung Ende 2011. Jetzt fehle nur noch der wissenschaftliche Segen f&uuml;r den Kampf, den er seit 16 Jahren als Oberb&uuml;rgermeister gef&uuml;hrt hat. Ein Buch, das die Deutungshoheit &uuml;bernimmt. Noch vor Weihnachten soll die Stuttgarter Melange erscheinen. Herausgeber: Noch-OB Wolfgang Schuster und Professor Frank Brettschneider.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/newsartikel\/2012\/09\/stuttgarter-autoren-melange\/\">Kontext Wochenzeitung<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>R&uuml;ckzug, oder: Jetzt erst recht<\/strong><br>\nDas Volk hat Stuttgart 21 gewollt. Sagen die Volksvertreter. Der Konfliktforscher Dieter Rucht ist anderer Meinung. F&uuml;r ihn war die Volksabstimmung ein Mittel zur Verhinderung direkter Demokratie. Was Wunder, dass sein Aufsatz in Professor Brettschneiders S-21-Apologie keinen Platz fand. Kontext ver&ouml;ffentlicht Ruchts Text in leicht gek&uuml;rzter Form.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/newsartikel\/2012\/09\/rueckzug-oder-jetzt-erst-recht\/\">Kontext Wochenzeitung<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>The economics behind the killings of South African mine workers<\/strong><br>\n&ldquo;We were only tolerated simply because our cheap labour is needed.&rdquo; (Steve Biko)<br>\nThe killings of 34 demonstrating mine workers in South Africa last month has several background factors, but two of them stand out: police brutality and the exploitation of workers. And they are interlinked.<br>\nThe aggressiveness of the security forces&rsquo; represent the conditioning produced by the governmentality of national and international elites. Thus, the assault in Marikana, South Africa is not an isolated event, it&rsquo;s a global phenomenon. One major difference is the explicitness of this event &ndash; workers usually perish in silence due to, for instance, poor health or social violence, away from the cameras.<br>\nThe economics behind this governmentality propose that the labour market has to be &ldquo;flexible&rdquo; to the demands of &ldquo;the market&rdquo;. In other words,  workers have to endure low incomes and poor working conditions, especially if they are easily replaced with others from the abundant labour supply. The current standstill at the Marikana mines is due to this confrontation. The striking workers threaten those that are willing to work at prevailing rates. Thus, this economics rationale also push workers to clash with each other.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/rwer.wordpress.com\/2012\/09\/13\/the-economics-behind-the-killings-of-south-african-mine-workers\/\">Real World Economics Review<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Piratensalat<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/beitrag\/video\/1726294\/Piratensalat#\/beitrag\/video\/1726294\/Piratensalat\">ZDF Heute-Show<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Das Allerletzte: Unfassbar!<\/strong><br>\nWir wissen nicht, was &ldquo;Bild&rdquo;-Redakteure an der Stelle, an der bei anderen Menschen ein Herz schl&auml;gt, tragen &mdash; vielleicht ein St&uuml;ck Kohle, vielleicht aber auch irgendein spezielles Organ, das ihnen hilft Emp&ouml;rung zu heucheln, wie heute auf Seite 3:\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/Unfassbar.jpg\" alt=\"BILD Wasserflasche\" title=\"BILD Wasserflasche\"><\/p>\n<p>[&hellip;] Sich derart am Leid anderer zu weiden, mag sch&auml;big sein, aber es ist sicherlich eintr&auml;glicher als das Entleeren von Wasserflaschen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bildblog.de\/42037\/unfassbar-2\/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+bildblog+%28BILDblog%29\">Bildblog<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-14441","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14441","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=14441"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14441\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14444,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14441\/revisions\/14444"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=14441"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=14441"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=14441"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}