{"id":144681,"date":"2026-01-12T11:00:47","date_gmt":"2026-01-12T10:00:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=144681"},"modified":"2026-01-12T12:07:39","modified_gmt":"2026-01-12T11:07:39","slug":"ein-haus-der-hoffnung-in-der-schlossstrasse-ort-taeglichen-kampfes-um-die-wuerde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=144681","title":{"rendered":"Ein Haus der Hoffnung in der Schlossstra\u00dfe \u2013 Ort t\u00e4glichen Kampfes um die W\u00fcrde"},"content":{"rendered":"<p>Schlossstra&szlig;e. Die Adresse klingt wie gute Gegend, bessere Gesellschaft. In einer etwas anderen Schlossstra&szlig;e mitten in der deutschen Provinz findet sich hingegen ein anderes, ein besonderes Domizil fern feiner Umst&auml;nde. Es ist trotzdem ein Ort der Hoffnung und der W&uuml;rde f&uuml;r Menschen, die nicht auf der Sonnenseite leben. Sie finden ein soziales Haus vor, in dem eine Suppenk&uuml;che, ein Tagestreff, eine Tafel-Ausgabestelle, eine Kleiderkammer untergebracht sind. Das Haus ist stets gut besucht. Mitarbeiter und Helfer sind f&uuml;r ihre Bed&uuml;rftigen im Einsatz, f&uuml;r sie da und auch f&uuml;r sich selbst &ndash; sind sie teils doch ebenso, wie k&uuml;hl im Amtsdeutsch gesagt wird, &bdquo;sozial schwach&ldquo;. Ihr Engagement, ihr Kampf dreht sich nicht nur um Menschen. Sie stemmen sich gegen K&uuml;rzungen, gegen Befristungen von Ma&szlig;nahmen, gegen &Uuml;berforderungen, gegen Ausgrenzung aus der Leistungsgesellschaft und f&uuml;r mehr Achtung vonseiten der Politik. Die Folgen deren best&auml;ndiger asozialer Ausrichtung wehren die Leute in der Schlossstra&szlig;e ab, so gut sie k&ouml;nnen. Entspannung? Die ist nicht in Sicht. Doch sie machen weiter. Ein Beitrag von <strong>Frank Blenz<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Auf den ersten Blick &ndash; ein ganz normaler Ort der Begegnung<\/strong><\/p><p>Unweit des Schlosshangs im vogtl&auml;ndischen Plauen, einst weltbekannt f&uuml;r textile Spitze, verl&auml;uft etwas absch&uuml;ssig die Schlossstra&szlig;e. Nach einigen Hundert Metern stadtausw&auml;rts, recht entfernt vom Stadtzentrum, findet sich ein Haus mit freundlichem Anstrich und einer breiten Seitenfassade, auf der die zugegeben etwas sperrige, institutionelle Bezeichnung &bdquo;Soziales Kompetenzzentrum&ldquo; steht. Die Menschen, die hier ein und aus gehen, sagen &bdquo;Tafel&ldquo;. Viele kommen nicht freiwillig, sie f&uuml;hrt die Not her. Anderen ist dieser Ort ein St&uuml;ck Heimat, Arbeitsplatz, sozialer Anlaufpunkt.<\/p><p>Orte wie dieser St&uuml;tzpunkt der Tafel gibt es im reichen Land viele, inzwischen fast 1.000, Tendenz steigend (siehe Screenshot Statista). Und das, obwohl die Tafeln des Landes massive Probleme haben und permanent (zynischerweise) um Unterst&uuml;tzung f&uuml;r ihre T&auml;tigkeit betteln.<\/p><div class=\"imagewrap\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/260112-tafel.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/div><p>Statt Prachtstra&szlig;enatmosph&auml;re erleben Besucher wie Gastgeber in der Schlossstra&szlig;en-Adresse wochent&auml;glich anderes: Stunden der Hoffnung, der Zuwendung, der Hilfe, der Solidarit&auml;t in zunehmend kalten Zeiten. Die Bed&uuml;rftigen wissen: Hier bekommen sie (noch) Essenspakete, Kleidung, M&ouml;bel. Hier k&ouml;nnen sie Mittag essen, einen Kaffee schl&uuml;rfen oder im Tagestreff sitzen, reden und ein paar Stunden der Ruhe und Freundlichkeit erleben.<\/p><p>Auf zwei Etagen herrscht reges Treiben. Im Erdgeschoss befindet sich die Ausgabestelle der Tafel. Die ist, nebenbei gesagt, die gr&ouml;&szlig;te regionale Tafel im Freistaat Sachsen. In den Nebenr&auml;umen des Hauses bereiten die Tafel-Mitarbeiter akkurat die Waren f&uuml;r ihre &bdquo;Kunden&ldquo; vor. Sie sortieren Lebensmittel und andere Waren des t&auml;glichen Bedarfs, die in der Stadt und der Umgebung zuvor gesammelt wurden. Im Vorraum harren Menschen aus, um Lebensmittelpakete zu erhalten. Die Stimmung f&uuml;hlt sich wie eine Mischung aus Traurigkeit, Hoffnung, Scham, Wut an. Den Menschen ist anzumerken, dass sie sich Gedanken machen: In welcher Lage bin ich? Was wird werden?<\/p><p>In der ersten Etage steht eine T&uuml;r weit offen zu einem gro&szlig;en Raum voller gut sortierter, wenngleich gebrauchter Sachen &ndash; die Kleiderkammer. Die Kammer ist ein sch&ouml;nes, gro&szlig;es Zimmer, gestaltet wie eine Boutique. Zwei Frauen begr&uuml;&szlig;en ihre Kunden und beraten, als w&auml;re die Kleiderkammer ein Laden in einer schicken Einkaufsstra&szlig;e. Wer hier verweilt, erh&auml;lt Zuwendung und das Gef&uuml;hl der Wertsch&auml;tzung. Frauen schauen sich um, st&ouml;bern seelenruhig in den Regalen und begutachten Blusen, Kleider, Kindersachen. Neben dem &bdquo;kleinen Laden&ldquo; gelangt der Besucher schlie&szlig;lich in den Tagestreff, ein ebenfalls liebevoll eingerichteter Raum. Hier ist die Suppenk&uuml;che. Es gibt gutes Essen f&uuml;r ganz wenig Geld und freundliche Worte f&uuml;r die G&auml;ste. Eine Frau mit Kittelsch&uuml;rze schenkt Getr&auml;nke aus und bringt das Essen aus der K&uuml;che direkt an die Tische. Aus der K&uuml;che ruft eine K&ouml;chin: &bdquo;Und, schmeckt&lsquo;s?&ldquo;. Im Tagestreff finden auch Veranstaltungen statt, Schulungen, kleine Festivit&auml;ten oder wie vor Kurzem eine &bdquo;kleine Gr&uuml;ne Woche&ldquo;, bei der die internationale (!) K&uuml;chenbrigade ein Men&uuml; zauberte, das mit feinen Restaurants mithalten konnte.<\/p><blockquote><p>\n    <em>Vorspeise<\/em><br>\n    <em>Karotten-Mango-Suppe<\/em><br>\n    <em>mit Knusperstange<\/em><\/p>\n<p>    <em>Hauptgang<\/em><br>\n    <em>Zitronen-H&auml;hnchenbrust<\/em><br>\n    <em>auf Auberginen-Paprika-Gem&uuml;se<\/em><br>\n    <em>mit S&uuml;&szlig;kartoffelecken aus dem Ofen<\/em><\/p>\n<p>    <em>&hellip;und zum Abschluss:<\/em><br>\n    <em>etwas S&uuml;&szlig;es von unserem bunten Nachspeisen-Buffet<\/em><\/p>\n<p>    <em>(Quelle: Tafel Plauen)<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Beeindruckende wie bedr&uuml;ckende Statistiken geleisteter Hilfsbereitschaft<\/strong><\/p><p>2026. Und wieder ist ein Jahr geschafft, atmen die Tafel-Leute durch. Ein weiteres Jahr der Hilfsbereitschaft, der Hilfe zur Selbsthilfe. Ein Jahr liegt hinter ihnen, in dem Hoffnung geweckt und ein bisschen erf&uuml;llt wurde, etwas weniger Not zu erleben und in der Gesellschaft vielleicht einen w&uuml;rdigen Platz einger&auml;umt zu bekommen. Menschen in diesem Haus hoffen immer noch, vielleicht auf die Aussicht auf ein besseres Leben.<\/p><p>Auf ihre Art sorgen sie f&uuml;r W&uuml;rde in einem mindestens nicht leichten Leben. Diese Leute des Kompetenzzentrums, deren Tr&auml;ger der Verein Arbeitsloseninitiative (ALI) ist, blicken auf beeindruckende wie bedr&uuml;ckende statistische Zahlen. Die Chefin der Einrichtung, Konstanze Schumann, liefert sie: Es kamen 2025 an gesammelten Lebensmitteln 781.460 Kilogramm zusammen, die an 51.302 Personen ausgegeben wurden. F&uuml;r die Kleiderkammer wurden 42.700 Kilogramm bzw. 43.002 Teile angenommen und an 3.988 &bdquo;registrierte Kunden&ldquo; ausgegeben. Im Bereich der M&ouml;belausgabe waren es 2.003 Teile, und im Tagestreff wurden zum Mittagessen 9.488 Portionen f&uuml;r 2.254 frohe und dankbare G&auml;ste zubereitet. Derlei Zahlen kommen Jahr f&uuml;r Jahr zusammen. Der Bedarf nimmt nicht ab, beobachtet Schumann, die in ihr Archiv zur&uuml;ckblickt. Es sind Zahlen, die in etwa auch im neuen Jahr 2026 erreicht werden d&uuml;rften: So wurden zum Beispiel im Jahr 2022 37.440 Warenk&ouml;rbe (Waren des t&auml;glichen Bedarfs) in der Tafel verteilt. 112.325 Familienmitglieder wurden damit versorgt. Schumann denkt laut: &bdquo;So viele Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind.&ldquo;<\/p><p><strong>Perspektive auf Zeit im Haus der Hoffnung &ndash; Beifall aus der etablierten Gesellschaft<\/strong><\/p><p>Die Plauener Tafel, das Kompetenzzentrum, weitere Au&szlig;enstellen in der Region &ndash; zusammen wirken hier an die 120 Menschen, ehrenamtlich, hauptamtlich, nebenberuflich bzw. in berufliche Ma&szlig;nahmen untergekommen, die befristet sind. Schumann sagte bei einem Pressegespr&auml;ch kurz vor den Feiertagen, dass sie immer schon weiterdenke, welche Anschlussma&szlig;nahmen f&uuml;r ihre Leute beantragt werden k&ouml;nnten. Perspektive, Stetigkeit sieht anders aus. Doch wollen gerade diese Menschen nicht klagen. Im Rahmen einer Besch&auml;ftigungsma&szlig;nahme f&uuml;r Menschen mit Behinderungen gelang es Schumann, zwei Betroffene im Haus unterzubringen. Eine Frau um die 50 arbeitet in der Kleiderkammer, ein Mann mittleren Alters arbeitet als Beifahrer auf einem der Transporter der Tafel, mit denen wochentags die Waren von Spendern eingesammelt werden. Die Plauener Tafel-Brigade ist froh &uuml;ber jede Spende und freute sich jetzt &uuml;ber einen neuen G&ouml;nner. Gerade hat in Plauen ein richtig gro&szlig;er neuer Supermarkt er&ouml;ffnet, geradezu euphorisch von der Kommunalpolitik als Beispiel f&uuml;r funktionierende Wirtschaftsf&ouml;rderung gelobt. Die Zusammenarbeit zwischen Tafel und Supermarkt wurde sehr zur Erleichterung von Konstanze Schumann und ihren Mitstreitern vereinbart. Doch die Sorgen werden nicht kleiner &hellip;<\/p><p>Auf den ersten Blick sieht die t&auml;gliche Hilfe klasse aus. Besucher aus der Politik loben und finden ganz toll, was da geleistet wird. Die Politik verl&auml;sst sich aber schlicht nur auf die Sozialarbeiter, die Ehrenamtler wie die Profis. Ja, ja &ndash; Ehrenamt, wie bist Du wichtig. Sie wissen genau: Selbst wenn der G&uuml;rtel enger geschnallt wird, geht es doch irgendwie weiter. Und die Akteure? Sie k&auml;mpfen, was bleibt ihnen anderes &uuml;brig? Sie agieren tapfer.<\/p><p><strong>Leiser Hilferuf an Presse und Verantwortliche in der Politik<\/strong><\/p><p>Wenn, wie gerade wieder, massiv an der Wohlstandsgesellschaft gek&uuml;rzt wird, werden Menschen am Rand noch etwas mehr benachteiligt, Tafel-Chefin Schumann kann ein Lied davon singen. Sie z&auml;hlt auf. So gibt es massive Probleme f&uuml;r die Mitstreiter der Kleiderkammer, f&uuml;r die Fahrer, beim Unterhalt des Hauses selbst. Weil in der Stadt und der Region zunehmend Altkleider-Container eingespart werden, stellen B&uuml;rger ihre alte Kleidung der Tafel vor die T&uuml;r, obwohl das meiste nicht mehr tragef&auml;hig ist. Die Tafel wird als M&uuml;llhalde benutzt. Mehr noch, so Schumann: &bdquo;Wir packen die Sachen halt in S&auml;cken zusammen, um sie im st&auml;dtischen Werkstoffhof abzugeben. Das aber ist teuer. Kostenpunkt je Sack: f&uuml;nf Euro. Wir packen viele S&auml;cke in einer Woche &hellip; Auf diesen Kosten bleiben wir sitzen. Und das Geld fehlt den Bed&uuml;rftigen und unserem Gesch&auml;ftsbetrieb.&ldquo; Bisher konnte mit kommunalen Verantwortlichen nicht vereinbart werden, dass die Tafel entlastet wird &ndash; vom M&uuml;ll und von finanziellen sowie Arbeitsbelastungen.<\/p><p>Das Thema Finanzierung ist st&auml;ndiger Begleiter, auch bei den Zulagen. Schumann: &bdquo;In Th&uuml;ringen erhalten Einrichtungen der Tafeln mehr als eine Million Euro an Unterst&uuml;tzung, in Sachsen sind es 400.000 &hellip;&ldquo; Dem nicht genug, auch bei den Ehrenamtlern selbst wird gespart, oder n&uuml;chtern gesagt, sie werden kurzgehalten. &bdquo;Jedes Jahr gibt es einen Tag des Ehrenamtes mit viel Beifall. Doch die Ehrenamtspauschale bleibt seit Jahren bei 40 Euro pro Monat. Und ausgezahlt wird diese Pauschale nur elf Mal im Jahr. Der zw&ouml;lfte Monat &ndash; tja, da wird gesagt: Da haben die Leute ja Urlaub.&ldquo; 40 Euro sind f&uuml;r Mitstreiter der Tafel, sie sind selbst nicht wohlhabend, viel Geld. Manch einer bezahlt davon auch noch die Fahrt mit den &ouml;ffentlichen Verkehrsmitteln zum Ehrenamtsdienst, den sie mehr als elf Monate leisten &hellip;<\/p><p>Ein weiteres Problem: Um bed&uuml;rftige Menschen mit Lebensmitteln zu versorgen, braucht es entsprechende Mengen an Waren, meist Spenden von B&uuml;rgern oder von M&auml;rkten. Doch gerade die Unternehmen schauen zunehmend auf ihre Kosten und Ertr&auml;ge. &bdquo;Die Superm&auml;rkte kalkulieren hart, es ist mitunter ein Wunder, dass wir noch so viel bekommen&ldquo;, sagt Schumann.<\/p><p><strong>Das Schulterzucken der Staatsbediensteten<\/strong><\/p><p>Das Aufz&auml;hlen der Probleme offenbart, dass soziale Einrichtungen und sozial t&auml;tige Menschen nicht die notwendige und unserer Wertegesellschaft angemessene Wertsch&auml;tzung und Aufmerksamkeit erhalten. Das geht so weit, dass sich der Staat einfach auf ehrenamtliches Engagement verl&auml;sst. Dazu fand sich in einem Beitrag des <em>Norddeutschen Rundfunks (NDR)<\/em>:<\/p><blockquote><p><em>R&uuml;diger Schuch, Pr&auml;sident der Diakonie, warnt indes davor, dass sich der Staat zu sehr auf solche ehrenamtlichen Initiativen verl&auml;sst: &bdquo;Nicht akzeptabel ist, wenn sozialstaatliche Stellen Menschen in Notlagen an Tafeln verweisen. Diese k&ouml;nnen als ehrenamtliche Angebote punktuell entlasten, sind aber kein Instrument der Existenzsicherung.&ldquo;<\/em><\/p><\/blockquote><p>Zwar beklagt ein etablierter Pr&auml;sident einer karitativen Einrichtung das Verhalten. Doch der Vorsitzende der Tafel Deutschland, Andreas Steppuhn, sieht das Problem deutlicher: die Verstetigung der Armut als akzeptierter, hingenommener Teil unserer Gesellschaft. Es gibt halt Sieger und Verlierer &hellip; Tafelchef Steppuhn wei&szlig; sehr wohl, was wir in Deutschland brauchen, und nennt Eckdaten einschlie&szlig;lich bezahlbaren Wohnens:<\/p><blockquote><p>\n    <em>Der Tafel-Vorsitzende Steppuhn sieht in der anhaltenden Armut eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. &bdquo;Wir brauchen sozialpolitische Ma&szlig;nahmen, die sich wirklich um soziale Gerechtigkeit bem&uuml;hen: armutsfeste L&ouml;hne, Renten und Sozialleistungen&ldquo;, forderte er von der Politik. Besonders wichtig sei zudem mehr bezahlbarer Wohnraum, da die Wohnungsknappheit einer der &bdquo;Armutsbeschleuniger unserer Zeit&ldquo; sei.<\/em><\/p>\n<p>    <em>(Quelle: <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/hamburg\/mehr-als-20-obdachlose-auf-hamburgs-strassen-gestorben,obdachlosigkeit-136.html\">NDR<\/a>)<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Stimmt, das darf in einem reichen Land wie Deutschland nicht sein<\/strong><\/p><p>Konstanze Schumann und ihre vielen Mitstreiter im Sozialen Kompetenzzentrum Plauen und Vogtland sind &ndash; wortreiche, richtige Statements hin oder her &ndash; t&auml;glich damit konfrontiert, weiterzumachen und sich den Problemen zu stellen. Sie packen Essenspakete, sie kochen Essen, sie h&ouml;ren zu, sie helfen, sie sorgen f&uuml;r etwas W&uuml;rde f&uuml;r die Menschen im Haus in der Schlossstra&szlig;e. Und ja, sie k&ouml;nnen best&auml;tigen, was &bdquo;ihr&ldquo; Deutschland-Tafel-Chef sagt:<\/p><blockquote><p>\n    <em>Steppuhn berichtet zudem, dass sich die gesellschaftliche Rolle der Tafeln im Laufe der Zeit stark ver&auml;ndert habe: &bdquo;Die urspr&uuml;ngliche Idee der Tafeln war, Menschen mit geretteten Lebensmitteln zu unterst&uuml;tzen, damit der Geldbeutel an anderer Stelle entlastet wird &ndash; damit man sich etwa mal einen Kinobesuch leisten kann&ldquo;, sagte er. Nun sei die Tafel f&uuml;r einige Menschen allerdings &uuml;berlebenswichtig. &bdquo;Wir wissen von Kundinnen und Kunden, die zugunsten ihrer Kinder auf Mahlzeiten verzichten &ndash; die ohne Tafeln nicht w&uuml;ssten, wie sie &uuml;ber die Runden kommen. Das darf in einem reichen Land wie Deutschland nicht sein.&ldquo;<\/em><\/p>\n<p>    <em>(Quelle: <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/hamburg\/mehr-als-20-obdachlose-auf-hamburgs-strassen-gestorben,obdachlosigkeit-136.html\">NDR<\/a>)<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Stimmt Herr Steppuhn, das darf in einem reichen Land wie Deutschland nicht sein. Ist aber so. Warum wohl?<\/p><p><small>Titelbild: Redaktion93\/shuttestock.com<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schlossstra&szlig;e. Die Adresse klingt wie gute Gegend, bessere Gesellschaft. In einer etwas anderen Schlossstra&szlig;e mitten in der deutschen Provinz findet sich hingegen ein anderes, ein besonderes Domizil fern feiner Umst&auml;nde. Es ist trotzdem ein Ort der Hoffnung und der W&uuml;rde f&uuml;r Menschen, die nicht auf der Sonnenseite leben. 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