{"id":1448,"date":"2006-07-27T11:30:41","date_gmt":"2006-07-27T09:30:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/v2\/?p=1448"},"modified":"2016-02-01T11:37:33","modified_gmt":"2016-02-01T10:37:33","slug":"iat-bei-einem-mindestlohn-von-750-e-hatten-46-millionen-anspruch-auf-lohnerhohungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=1448","title":{"rendered":"IAT: Bei einem Mindestlohn von 7,50 \u20ac h\u00e4tten 4,6 Millionen Anspruch auf Lohnerh\u00f6hungen"},"content":{"rendered":"<p>Auf die Unternehmen k&auml;men 10 bis 12 Milliarden Euro Zusatzkosten zu, von denen allerdings auch der Staat &uuml;ber Steuereinnahmen sowie 3,7 bis 4,2 Milliarden Euro Mehreinnahmen f&uuml;r die Sozialversicherungen profitieren w&uuml;rde. <a href=\"http:\/\/iat-info.iatge.de\/aktuell\/presse\/2006\/060726.html\" title=\"Externer Link zu http:\/\/iat-info.iatge.de\/aktuell\/presse\/2006\/060726.html\">Zu diesen Ergebnissen<\/a> kommen die Arbeitsmarktforscher Dr. Claudia Weinkopf und Thorsten Kalina vom Forschungsschwerpunkt &ldquo;Flexibilit&auml;t und Sicherheit&rdquo; des Instituts Arbeit und Technik (IAT\/Gelsenkirchen) in einer Modellrechnung auf Basis des Sozio&ouml;konomischen Panels f&uuml;r 2004.<br>\n<!--more--><br>\nNach den Berechnungen arbeiten 14,6 Prozent aller Besch&auml;ftigten in Deutschland zu Stundenl&ouml;hnen unter 7,50 Euro. <\/p><p>Durch den Mindestlohn w&uuml;rden vor allem die Einkommen von Besch&auml;ftigten in den unteren Lohngruppen steigen, die meist in bescheidenen Einkommensverh&auml;ltnissen leben und die Einkommenssteigerung unmittelbar in den Konsum umsetzen. Den eventuell steigenden Preisen st&uuml;nde also eine mindestens gleich hohe Steigerung der Kaufkraft entgegen. <\/p><p>Vor allem kleine Unternehmen w&auml;ren vom Mindestlohn betroffen: In Kleinstbetrieben (unter 5 Besch&auml;ftigte) h&auml;tte jeder Dritte Anspruch auf eine Lohnerh&ouml;hung. Mit zunehmender Betriebsgr&ouml;&szlig;e geht dieser Anteil deutlich zur&uuml;ck, so dass in Gro&szlig;betrieben (200 bis 2.000 Besch&auml;ftigte) nur noch jeder Zehnte bzw. in Betrieben mit mehr als 2.000 Besch&auml;ftigten jeder 13. Besch&auml;ftigte den Mindestlohn bekommen w&uuml;rde. <\/p><p>Die Einf&uuml;hrung eines Mindestlohns w&uuml;rde sich vor allem im Dienstleistungssektor auswirken, wo fast 80 Prozent der Mindestlohn-Berechtigten arbeiten. <\/p><p>Bereits heute muss der Staat in erheblichem Umfang Niedrigstl&ouml;hne subventionieren, stellen die Arbeitsmarktforscher fest. Im September 2005 bezogen gut 900.000 Erwerbst&auml;tige erg&auml;nzende Leistungen der Grundsicherung (Hartz IV), weil ihr eigenes Einkommen nicht ausreichte, um ihren Bedarf zu decken &ndash; davon rund 280.000 Vollzeitbesch&auml;ftigte. Dr. Claudia Weinkopf: <\/p><blockquote><p>Das zeigt, wie wichtig die Einf&uuml;hrung eines gesetzlichen Mindestlohnes in Deutschland ist. Denn ohne eine gesetzlich fixierte Untergrenze besteht die Gefahr, dass Unternehmen die &ldquo;Ausfallb&uuml;rgschaft&rdquo; des Staates zunehmend nutzen, um L&ouml;hne weiter abzusenken.<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf die Unternehmen k&auml;men 10 bis 12 Milliarden Euro Zusatzkosten zu, von denen allerdings auch der Staat &uuml;ber Steuereinnahmen sowie 3,7 bis 4,2 Milliarden Euro Mehreinnahmen f&uuml;r die Sozialversicherungen profitieren w&uuml;rde. <a href=\"http:\/\/iat-info.iatge.de\/aktuell\/presse\/2006\/060726.html\" title=\"Externer Link zu http:\/\/iat-info.iatge.de\/aktuell\/presse\/2006\/060726.html\">Zu diesen Ergebnissen<\/a> kommen die Arbeitsmarktforscher Dr. Claudia Weinkopf und Thorsten Kalina vom Forschungsschwerpunkt &ldquo;Flexibilit&auml;t und Sicherheit&rdquo; des Instituts<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=1448\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[141,132,30],"tags":[290,317,1026],"class_list":["post-1448","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-arbeitsmarkt-und-arbeitsmarktpolitik","category-ungleichheit-armut-reichtum","category-wirtschaftspoliik-und-konjunktur","tag-binnennachfrage","tag-mindestlohn","tag-soep"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1448","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1448"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1448\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":30758,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1448\/revisions\/30758"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1448"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1448"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1448"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}