{"id":144866,"date":"2026-01-16T11:55:35","date_gmt":"2026-01-16T10:55:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=144866"},"modified":"2026-01-16T14:25:07","modified_gmt":"2026-01-16T13:25:07","slug":"sechs-punkte-zur-einordnung-der-unruhen-im-iran","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=144866","title":{"rendered":"Sechs Punkte zur Einordnung der Unruhen im Iran"},"content":{"rendered":"<p>Der indische Historiker <strong>Vijay Prashad<\/strong> liefert sechs Punkte f&uuml;r die Diskussion, um die Situation im Iran inmitten von Protesten, Gewalt und Drohungen einer milit&auml;rischen Intervention aus Washington besser zu verstehen.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_590\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-144866-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260116_Sechs_Punkte_zur_Einordnung_der_Unruhen_im_Iran_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260116_Sechs_Punkte_zur_Einordnung_der_Unruhen_im_Iran_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260116_Sechs_Punkte_zur_Einordnung_der_Unruhen_im_Iran_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260116_Sechs_Punkte_zur_Einordnung_der_Unruhen_im_Iran_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=144866-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260116_Sechs_Punkte_zur_Einordnung_der_Unruhen_im_Iran_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"260116_Sechs_Punkte_zur_Einordnung_der_Unruhen_im_Iran_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Der Iran befindet sich in Aufruhr. Im ganzen Land kommt es zu Protesten unterschiedlichen Ausma&szlig;es, wobei die Gewalt zunimmt und sowohl Demonstranten als auch Polizisten in der Leichenhalle enden.<\/p><p>Was als Arbeitsniederlegungen und Proteste gegen die Inflation begann, vereinte eine Reihe von Unzufriedenen, darunter Frauen und junge Menschen, die von einem System frustriert sind, das ihnen ihren Lebensunterhalt nicht sichern kann.<\/p><p>Der Iran steht unter lang anhaltender wirtschaftlicher Belagerung und wurde von Israel und den USA nicht nur innerhalb seiner Grenzen, sondern in ganz Westasien (einschlie&szlig;lich seiner diplomatischen Enklaven in Syrien) direkt angegriffen. Der von den USA gef&uuml;hrte Wirtschaftskrieg hat die Situation f&uuml;r diesen Aufruhr geschaffen, aber der Aufruhr richtet sich nicht gegen Washington, sondern gegen die Regierung in Teheran.<\/p><p>Es gibt Berichte, dass der israelische Geheimdienst eine Rolle bei den Protesten spielt, etwa in der israelischen Mainstream-Zeitung <em>Haaretz<\/em> vom Oktober 2025 &uuml;ber <a href=\"https:\/\/www.haaretz.com\/israel-news\/security-aviation\/2025-10-03\/ty-article-magazine\/.premium\/the-israeli-influence-operation-in-iran-pushing-to-reinstate-the-shah-monarchy\/00000199-9f12-df33-a5dd-9f770d7a0000\">israelische &bdquo;Einflussoperationen mit dem Ziel, Reza Pahlavi als Schah von Iran zu installieren&ldquo;<\/a>. Und die USA haben den Demonstranten <a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2026\/01\/10\/us\/politics\/trump-iran-strikes.html\">offen gesagt<\/a>, dass sie Teheran bombardieren w&uuml;rden, wenn die Gewalt der Regierung zunimmt.<\/p><p>Im vergangenen Jahr kam es zu Protesten in zw&ouml;lf &Ouml;lraffinerien in South Pars, wo 5.000 Leiharbeiter der Gewerkschaft der Gasraffineriearbeiter von Buschehr am 9. Dezember in Asaluyeh mit ihren Familien demonstrierten, um h&ouml;here L&ouml;hne und bessere Arbeitsbedingungen zu fordern. Als sie ihren Kampf vor das nationale Parlament in Teheran brachten, wo sie ein Ende des Vertragsarbeitssystems forderten, nutzten die Israelis und die USA diese aufrichtigen Proteste, um zu versuchen, einen legitimen Kampf in eine potenzielle Regime-Change-Operation zu verwandeln.<\/p><p>Um zu verstehen, was gerade geschieht, hier sechs Punkte, die historisch wichtig sind und im Geiste der Diskussion angeboten werden.<\/p><p>Seit 1979 spielt der Iran eine sehr wichtige Rolle in der Bewegung gegen die Monarchien in der arabischen und muslimischen Welt und ist ein wichtiger Verteidiger des pal&auml;stinensischen Kampfes. Der Iran ist kein Unbekannter, wenn es um ausl&auml;ndische Einmischung geht, angefangen bei der britischen Kontrolle &uuml;ber das iranische &Ouml;l ab 1901, dem anglo-russischen Abkommen von 1907, das den Iran in Einflusssph&auml;ren aufteilte, den Staatsstreich von 1921, der Reza Khan auf den Thron brachte, den Staatsstreich von 1953, der seinen Sohn Mohammed Reza Schah Pahlavi auf dem Thron installierte, und schlie&szlig;lich den hybriden Krieg gegen die iranische Revolution von 1979 bis heute. Hier sind die sechs Punkte:<\/p><ol>\n<li>\n    Die iranische Revolution von 1978 bis 1979 st&uuml;rzte die Herrschaft des Schahs von Iran, Reza Pahlavi, und m&uuml;ndete aufgrund der St&auml;rke des religi&ouml;sen Klerus und seiner politischen Formationen im April 1979 in der Gr&uuml;ndung der Islamischen Republik, deren Verfassung im Dezember 1979 in Kraft trat.\n<p>    Die anderen Str&ouml;mungen der Revolution (von der kommunistischen Linken bis zu den Liberalen) sahen sich weitgehend an den Rand gedr&auml;ngt und wurden in einigen F&auml;llen sogar unterdr&uuml;ckt.<\/p>\n<p>    Die Demonstration am Internationalen Frauentag im M&auml;rz 1979 in Teheran folgte auf die Einschr&auml;nkungen der Frauenrechte (insbesondere gegen die Politik der Hijab-Pflicht) und zwang die Regierung, die Forderungen der Proteste zu akzeptieren &ndash; doch dies war nur ein kurzfristiger Erfolg, da 1983 ein Gesetz zur Hijab-Pflicht verabschiedet wurde.\n<\/p><\/li>\n<li>\n    Die Revolution folgte auf den Milit&auml;rputsch von Zia ul-Haq in Pakistan 1977, die Saur-Revolution in Afghanistan (August 1978), die Gr&uuml;ndung der Sozialistischen Partei Jemens (Oktober 1978), die die Demokratische Volksrepublik Jemen in den sowjetischen Einflussbereich brachte und zum Nord-S&uuml;d-Krieg in Jemen (Februar bis M&auml;rz 1979) f&uuml;hrte, sowie die Macht&uuml;bernahme durch Saddam Hussein im Irak im Juli 1979.\n<p>    Die gesamte Region S&uuml;dwest- und Zentralasien geriet in politische Umw&auml;lzungen. Einige dieser Entwicklungen (Pakistan, Irak) boten den USA Vorteile, w&auml;hrend andere (Afghanistan, Iran, Jemen) ihren Zielen in der Region zuwiderliefen. Sehr schnell versuchten die USA, ihre Vorrangstellung auszunutzen, indem sie versuchten, die Islamische Republik Iran, die Demokratische Volksrepublik Jemen und die Demokratische Republik Afghanistan zu st&uuml;rzen.\n<\/p><\/li>\n<li>\n    Der Druck seitens der USA auf diese Prozesse f&uuml;hrte in allen drei L&auml;ndern zu einer kriegs&auml;hnlichen Situation: Die USA und ihre Verb&uuml;ndeten am Golf dr&auml;ngten den Irak im September 1980 zu einer unprovozierten Invasion des Iran, wodurch ein Krieg begann, der bis 1988 andauerte; die arabischen Golfstaaten dr&auml;ngten den Nordjemen nach der Ermordung von Salim Rubaya Ali (einem Maoisten, der &uuml;ber die Vereinigung der beiden Jemens verhandelte) zur Invasion des S&uuml;djemen; und schlie&szlig;lich begannen die USA in Afghanistan, die Mudschaheddin zu finanzieren, um eine Mordkampagne gegen Kader der Demokratischen Volkspartei Afghanistans zu starten.\n<p>    Iran, Afghanistan und Jemen sahen ihre sozialen Projekte durch die Angriffe, denen sie von au&szlig;en ausgesetzt waren, eingeschr&auml;nkt. Afghanistan st&uuml;rzte in &uuml;ber 40 Jahre schrecklicher Gewalt und Krieg, auch wenn die Demokratische Republik Afghanistan 18 Jahre lang bestehen blieb; die marxistische Regierung im S&uuml;djemen blieb bis 1990, war jedoch nur noch ein blasser Schatten ihrer eigenen Erwartungen; der Iran erlebte unterdessen, dass seine Islamische Republik eine harte Sanktionspolitik &uuml;berstand, die auf das Ende des Krieges mit dem Irak (1988) folgte.\n<\/p><\/li>\n<li>\n    Die Islamische Republik war mit mehreren gro&szlig;en Herausforderungen nacheinander konfrontiert:\n<p>    Die gr&ouml;&szlig;te Herausforderung kam vom US-Imperialismus, der nicht nur den Krieg im Irak voll und ganz angetrieben hat, sondern auch Initiativen der ehemaligen iranischen Eliten zur Wiederherstellung ihrer Herrschaft sowie israelische Versuche zur Untergrabung der Islamischen Republik (einschlie&szlig;lich direkter Angriffe auf den Iran, Sabotageaktionen und Attentate auf wichtige Pers&ouml;nlichkeiten aus Wissenschaft und Milit&auml;r) unterst&uuml;tzt hat.<\/p>\n<p>    Es sind die USA und Israel, die systematisch versuchen, die Macht des Iran in der Region zu untergraben, etwa durch die Ermordung von General Qassem Soleimani im Jahr 2020, den harten Angriff auf die Hisbollah w&auml;hrend des israelischen V&ouml;lkermords und die Ermordung von Sayyed Hassan Nasrallah im Jahr 2024 sowie den Sturz der Regierung in Syrien im Dezember 2024 und die Einsetzung des ehemaligen Al-Qaida-Chefs als Pr&auml;sident in Damaskus.<\/p>\n<p>    Die alten iranischen Eliten, angef&uuml;hrt zun&auml;chst vom Schah bis zu seinem Tod 1980 und dann von seinem Sohn, dem sogenannten Kronprinzen Reza Pahlavi, schlossen sich mit den Europ&auml;ern und den USA zusammen, um ihre Herrschaft wiederherzustellen. Es ist wichtig, zu wissen, dass der Schah zwar seit 1941 auf dem Pfauenthron sa&szlig;, aber von 1951 bis 1953 gezwungen war, eine demokratische Regierung zu akzeptieren &ndash; die von westlichen Geheimdiensten gest&uuml;rzt wurde, woraufhin der Schah ermutigt wurde, von 1953 bis zur Revolution von 1978\/79 eine absolute Herrschaft auszu&uuml;ben.<\/p>\n<p>    Der Schah-Block wollte stets wieder an die Macht im Iran zur&uuml;ckkehren. W&auml;hrend die Gr&uuml;ne Bewegung von 2009 nur einen sehr geringen monarchistischen Anteil hatte, repr&auml;sentierte sie die herrschenden Klassen, die politische Reformen gegen die eher volksnahe Pr&auml;sidentschaft von Mahmoud Ahmadinejad wollten.<\/p>\n<p>    Es ist aufschlussreich, dass die USA den Sohn des Schahs, der in Los Angeles lebt, als Symbolfigur des aktuellen Aufruhrs &bdquo;ausgew&auml;hlt&ldquo; haben.<\/p>\n<p>    Es gab Einschr&auml;nkungen der transformativen Sozialagenda der Republik, da sie Teile der alten Elite tolerierte, ihnen erlaubte, ihr Eigentum zu bewahren, und damit die Bildung eines Klassensystems zulie&szlig;, von dem Teile dieser Eigentumsbesitzer und eine aufstrebende Mittelschicht profitierten.<\/p>\n<p>    Nach dem Tod von Ayatollah Khomeini im Juni 1989 und dem Ende des Iran-Irak-Krieges &uuml;bernahm die Regierung gro&szlig;e Teile der Strukturanpassungsma&szlig;nahmen des Internationalen W&auml;hrungsfonds, die &ndash; in der einen oder anderen Form &ndash; jahrzehntelang in Kraft blieben (die Politik wurde von Mohsen Nourbaksh vorangetrieben, der von 1989 bis 1994 Wirtschaftsminister und dann von 1994 bis 2003 Chef der Zentralbank war).<\/p>\n<p>    Die Wirtschaft wurde 1979 nicht nach sozialistischen Grunds&auml;tzen organisiert, aufgrund der Erfordernisse der Kriegswirtschaft und des Bekenntnisses zur islamischen Sozialf&uuml;rsorge hatten der Staat und die &ouml;ffentliche Planung jedoch eine starke Rolle eingenommen. Nourbaksh konnte den Staat nicht vollst&auml;ndig abbauen, aber er f&uuml;hrte eine W&auml;hrungs- und Bankenreform durch und integrierte den Iran vorsichtig in die Weltwirtschaft.<\/p>\n<p>    Die Klassenunterschiede und die schwierigen Lebensbedingungen f&uuml;r die Mehrheit der Iraner versch&auml;rften sich aufgrund der kombinierten Auswirkungen des Sanktionsregimes der USA und Europas, der milit&auml;rischen Drohungen der USA und Israels (die zu hohen Milit&auml;rausgaben im Iran gef&uuml;hrt haben &ndash; mit etwa 2,5 Prozent des BIP sind diese jedoch immer noch deutlich niedriger als die zw&ouml;lf Prozent w&auml;hrend der Herrschaft des Schahs) und der neoliberalen Politik, die von den zunehmend neoliberalen Finanzministern der Regierung verfolgt wurde (wie Ali Tayebnia von 2013 bis 2017 und Ali Madanizadeh von 2025).<\/p>\n<p>    Dies f&uuml;hrte zu Zyklen wirtschaftlicher Proteste: 2017 bis 2018 (wegen Inflation und Subventionsk&uuml;rzungen), 2019 (wegen Erh&ouml;hung der Kraftstoffpreise), 2025 (von B&auml;ckern) und 2025 bis 2026 (wegen steigender Inflation und Kollaps des iranischen Rial).\n<\/p><\/li>\n<li>\n    W&auml;hrend die aktuellen Proteste gr&ouml;&szlig;tenteils durch den Rekordkurs des Rial gegen&uuml;ber dem US-Dollar und eine Inflationsrate von 60 Prozent bei Lebensmitteln ausgel&ouml;st wurden, deutet der &Uuml;bergang von Arbeitsstreiks in South Pars zu koordinierter Gewalt in den St&auml;dten auf eine umfassendere Intervention hin.\n<p>    Die Regierung hat Teile des Import-Export-Sektors beg&uuml;nstigt, die im Rahmen der Sanktionen t&auml;tig waren, um die Rohstoffexporteure auf Kosten der Importeure zu unterst&uuml;tzen &ndash; eine Situation, die nicht leicht zu korrigieren ist.<\/p>\n<p>    Der pl&ouml;tzliche W&auml;hrungsabfall um 30 bis 40 Prozent ist jedoch ein klassisches Anzeichen f&uuml;r externe Finanzmanipulationen.<\/p>\n<p>    Was also als Protest von Unternehmern gegen die Zentralbank begann, verwandelte sich bald in einen gewaltt&auml;tigen, von oben nach unten gesteuerten Angriff auf das Staatsgef&uuml;ge. Die &bdquo;Proteste&rdquo; verwandelten sich &uuml;ber Nacht von friedlichen Versammlungen in hochintensive Sabotageakte in den St&auml;dten, die zum Tod von etwa 100 Polizeibeamten f&uuml;hrten. Berichten zufolge wurden einige Polizisten lebendig verbrannt, ein Mitglied der Sicherheitskr&auml;fte enthauptet und ein Krankenhaus in Brand gesteckt, wobei eine Krankenschwester ums Leben kam.<\/p>\n<p>    Der Einsatz von Kleinwaffen aus n&auml;chster N&auml;he gegen Zivilisten deutet ebenfalls auf den Versuch hin, die Spannungen im Land zu maximieren und einen Vorwand f&uuml;r eine ausl&auml;ndische Intervention zu schaffen.<\/p>\n<p>    Die geopolitische Orchestrierung hinter dem Chaos wurde unbestreitbar, als das US-Au&szlig;enministerium und der Mossad die Gewalt offen und in Echtzeit bejubelten. Nachdem die Beh&ouml;rden den Internetzugang unterbrochen hatten, verloren die Proteste deutlich an Kraft, was die Spontaneit&auml;t der Bewegung in Frage stellt und die These best&auml;tigt, dass eine Destabilisierungsstrategie im Spiel ist, die versucht, von der aktuellen internationalen Lage zu profitieren.\n<\/p><\/li>\n<li>\n    Die Opposition ist auf die Stra&szlig;e gegangen, erkennt jedoch, dass sie nicht die Kraft hat, die Macht zu &uuml;bernehmen. Es gibt Berichte &uuml;ber Einmischungen der USA und Israels, und es hilft der Opposition nicht, dass der Sohn des Schahs sowohl die Protestaktionen f&uuml;r sich beansprucht als auch sich selbst als deren Nutznie&szlig;er sieht.\n<p>    Mit Trump an der Spitze des Hyperimperialismus und Israel in einer Phase, die es als endlose Siegesstr&auml;hne empfindet, ist es unm&ouml;glich, zu wissen, was diese gef&auml;hrlichen Cliquen tun werden.<\/p>\n<p>    Mit dem Nachlassen der Mobilisierungen, das eintreten wird, k&ouml;nnten die USA und Israel die Situation ausnutzen, um Teheran und andere St&auml;dte mit massiverer Gewalt als im Juni 2025 anzugreifen.<\/p>\n<p>    Dies sollte nicht nur f&uuml;r die Menschen im Iran, von denen die gro&szlig;e Mehrheit keinen Angriff auf ihr Land w&uuml;nscht, sondern auch f&uuml;r die Menschen im Globalen S&uuml;den Grund zur Sorge sein &ndash; sie werden sich nach Venezuela und dem Iran als n&auml;chstes Ziel wiederfinden.<\/p>\n<p>    Die Bev&ouml;lkerung hat mit realen Problemen zu k&auml;mpfen, aber diese Probleme werden nicht durch Luftangriffe der USA und Israels gel&ouml;st werden. Die Iraner m&uuml;ssen ihre Probleme selbst l&ouml;sen. Das Sanktionsregime und die Androhung von Gewalt tun nichts, um dies zu erm&ouml;glichen.<\/p>\n<p>    Im Westen, wo Demonstranten geschlagen und sogar get&ouml;tet werden, weil sie die Pal&auml;stinenser unterst&uuml;tzen und gegen die Einwanderungspolitik protestieren, ist es leicht, &bdquo;Solidarit&auml;t mit den Iranern&rdquo; zu sagen. Und irgendwie scheint es viel schwieriger zu sein, &bdquo;Beendet die Sanktionen&rdquo; zu fordern und damit dem iranischen Volk zu erm&ouml;glichen, selbst &uuml;ber seine Zukunft zu entscheiden.\n<\/p><\/li>\n<\/ol><p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"560\" height=\"315\" src=\"\" title=\"YouTube video player\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/YtuKDxZi5EI?si=snFKArCd51g2b93t\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p><p><em>Der Beitrag ist im Original <a href=\"https:\/\/peoplesdispatch.org\/2026\/01\/13\/six-points-to-navigate-the-turmoil-in-iran\/\">bei Peoples Dispatch erschienen<\/a>, aus dem Englischen &uuml;bersetzt von Marta Andujo.<\/em><\/p><p><small>Titelbild: Tomas Ragina \/ Shutterstock<\/small><\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<strong>Mehr zum Thema:<\/strong>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=144785\">Iran: Blut und &Ouml;l<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=134995\">&Uuml;bersetzung von &bdquo;Krieg gegen den Iran&ldquo; von Craig Murray<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=134964\">Eine v&ouml;lkerrechtliche Einordnung des bisherigen Krieges zwischen Israel, USA und dem Iran<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=115655\">Iran, ein Koloss auf t&ouml;nernen F&uuml;&szlig;en<\/a>\n<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der indische Historiker <strong>Vijay Prashad<\/strong> liefert sechs Punkte f&uuml;r die Diskussion, um die Situation im Iran inmitten von Protesten, Gewalt und Drohungen einer milit&auml;rischen Intervention aus Washington besser zu verstehen.<\/p>\n<p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":144867,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,107,60,205],"tags":[2116,1740,282,2102,2564,365,2175,951,1557,1156,1418,2283,1556,1019],"class_list":["post-144866","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-audio-podcast","category-innere-sicherheit","category-neoliberalismus-und-monetarismus","tag-agent-provocateur","tag-arbeitsbedingungen","tag-buergerproteste","tag-geostrategie","tag-gewalt","tag-inflation","tag-interventionspolitik","tag-iran","tag-israel","tag-leiharbeit","tag-regime-change","tag-revolution","tag-usa","tag-wirtschaftssanktionen"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/shutterstock_2722195119.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/144866","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=144866"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/144866\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":144912,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/144866\/revisions\/144912"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/144867"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=144866"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=144866"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=144866"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}