{"id":14488,"date":"2012-09-20T08:48:16","date_gmt":"2012-09-20T06:48:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14488"},"modified":"2012-09-20T08:48:16","modified_gmt":"2012-09-20T06:48:16","slug":"hinweise-des-tages-1723","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14488","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert.<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14488#h01\">Dierk Hirschel:  Die Schuldenfrage ist eine Verteilungsfrage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14488#h02\">Steigende Schuldenst&auml;nde im Euroraum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14488#h03\">Deutsche Bank &ndash; Anshu Jain zieht die Strippen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14488#h04\">Es gibt keinen Widerspruch zwischen dem Markt und einem sozialen Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14488#h05\">Reiche in Deutschland: Wenn die Krise nicht arm macht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14488#h06\">Darstellungen der Verm&ouml;gensverteilung  in Deutschland &ndash; Realit&auml;tsverlust oder politisches Kalk&uuml;l?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14488#h07\">Kapituliert der Wohlfahrtsstaat? <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14488#h08\">Ausgestorbene Spezies &ndash; &bdquo;Loser&rdquo; Mittelstand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14488#h09\">Jutta Roitsch: Ein menschenw&uuml;rdiges Existenzminimum f&uuml;r alle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14488#h10\">Private Vorsorge sch&uuml;tzt nicht vor Altersarmut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14488#h11\">Frontalangriff auf Rentenkonzept der SPD und die &ldquo;Zuschussrente&rdquo; von von der Leyen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14488#h12\">Prek&auml;re Besch&auml;ftigung von Hochqualifizierten &ndash; Das Beispiel der Kulturberufe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14488#h13\">Ein Pl&auml;doyer auf den Klassenkampf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14488#h14\">Steuerzahlerbund stellt Schwarzbuch vor Rauschendes Fest der Steuerverschwendung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14488#h15\">Machos in Aktion<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14488#h16\">Reminiszenz: Milton Friedman im Spiegel vor 12 Jahren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14488#h17\">Zu guter Letzt: In aller Bescheidenheit<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14488&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Dierk Hirschel: Die Schuldenfrage ist eine Verteilungsfrage<\/strong><br>\nDer private Reichtum Westeuropas umfasst gigantische 27 Billionen Euro. Das Eldorado der europ&auml;ischen Reichen ist Deutschland. Die Albrechts, Quandts und Ottos dieser Republik &ndash; die 100 reichsten Deutschen &ndash; besitzen ein Verm&ouml;gen von 307 Milliarden Euro &ndash; ein Plus von sechs Prozent allein im letzten Jahr.[1] Alle deutschen Reichen und Superreichen sitzen auf einem 7,2 Billionen Euro hohem Verm&ouml;gensberg &ndash; Sach- und Geldverm&ouml;gen abz&uuml;glich Verbindlichkeiten&hellip;Hierzulande besitzt das reichste Promille &ndash; etwa 70.000 Personen &ndash; 23 Prozent des gesamten Nettoverm&ouml;gens. Dies entspricht einem Verm&ouml;gen von 1600 Milliarden Euro. Dem reichsten Prozent geh&ouml;rt mehr als ein Drittel&hellip;<br>\n&Ouml;ffentliche Armut und privater Reichtum sind zwei Seiten der gleichen Medaille. Schulden spiegeln immer Verm&ouml;gen wieder. Im letzten Jahrzehnt mehrten die Reichen ihr Verm&ouml;gen auf Kosten der Allgemeinheit. Daran tr&auml;gt die Politik gro&szlig;e Mitschuld.<br>\nIn der gro&szlig;en Finanzmarktkrise rettete der Staat die Banken und Unternehmen. Durch milliardenschwere Finanzhilfen und staatliche Garantien wurden die Verm&ouml;gensbesitzer vor gro&szlig;en Verlusten gesch&uuml;tzt. Gro&szlig;e Verm&ouml;gen mit Aktien-, Bank- und Staatanleihen profitierten davon besonders. Heute haben die Verm&ouml;genden die Krise hinter sich. Der staatliche Rettungseinsatz lie&szlig; die Staatsverschuldung explodieren. Allein die deutschen Staatsschulden stiegen um 400 Milliarden Euro. Drei Viertel davon kostete allein die Rettung von Hypo Real Estate, Commerzbank &amp; Co.<br>\nDie Schuldenquote der Eurol&auml;nder kletterte krisenbedingt von rund 66 Prozent auf &uuml;ber 85 Prozent. Europaweit bel&auml;uft sich die Zeche der Bankenrettung auf rund 1,6 Billionen Euro. Die Zinsen, die europ&auml;ische Kassenwarte f&uuml;r die Rettung auf Pump heute bezahlen, kassieren die Geretteten&hellip;<br>\nHierzulande senkte die Schr&ouml;der- und Merkel-Regierung kr&auml;ftig die Steuern. F&uuml;r Spitzenverdiener, Unternehmer, Verm&ouml;gende und Erben gab es mehr netto vom brutto. Topverdiener zahlen heute effektiv 30 Prozent, Kapitalbesitzer 25 Prozent und die Dax-Konzerne nur noch 24 Prozent Steuern. Die Gewinnsteuern machen weniger als ein F&uuml;nftel des gesamten Steueraufkommens aus. Dass das reichste Zehntel der Steuerpflichtigen &uuml;ber die H&auml;lfte der Einkommenssteuer zahlt, ist hierzu kein Widerspruch. Ihm geh&ouml;rt schlie&szlig;lich auch zwei F&uuml;nftel des zu versteuernden Einkommens&hellip;<br>\nDie niedrigeren Steuern z&uuml;ndeten nicht das angeblich erhoffte Investitionsfeuerwerk. Trotz h&ouml;herer Nettogewinne blieb die Investitionsquote historisch niedrig. Die Betriebe h&auml;uften lieber Geldverm&ouml;gen an. Durch die Steuergeschenke wuchs der &ouml;ffentliche Schuldenberg um insgesamt rund 380 Milliarden Euro. Das entspricht fast der H&auml;lfte der gesamten Neuverschuldung des letzten Jahrzehnts&hellip;<br>\nKurzum: Der Anstieg der Staatsverschuldung ist nicht das Ergebnis laxer Haushaltspolitik. Die Erz&auml;hlung von der Staatsschuldenkrise entpuppt sich bei n&auml;herer Betrachtung als &ouml;konomisches M&auml;rchen. Hierzulande sind die realen Staatsausgaben vor der Krise sogar gesunken. Der Schuldenanstieg resultierte allein aus politischer Reichtumspflege und den Folgen der Finanzmarktkrise. Das Gemeinwohl schrumpfte zugunsten steigender Verm&ouml;gen. Und jetzt sollen die Schuldenberge dadurch abgetragen werden, dass abh&auml;ngig Besch&auml;ftigte, Rentner und Arbeitslose den G&uuml;rtel enger schnallen.<br>\nDamit muss endlich Schluss sein. Die Schuldenfrage ist eine Verteilungsfrage. Der private Reichtum muss jetzt zum Abbau der Staatsschulden herangezogen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/17-2012\/++co++29d1a3e2-024d-11e2-9e8e-52540066f352\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Steigende Schuldenst&auml;nde im Euroraum<\/strong><br>\nIn diesem und im kommenden Jahr werden im Euroraum steigende Staatsschuldenst&auml;nde erwartet. Nur Griechenland werde in diesem Jahr seinen Schuldenstand um 4,7 Prozent verringern k&ouml;nnen, schreibt die Bundesregierung in ihrem als Unterrichtung (17\/10669) vorgelegten Bericht &uuml;ber die aktualisierten Stabilit&auml;ts- und Konvergenzprogramme 2011\/2012 der EU-Mitgliedstaaten. F&uuml;r Griechenland wird prognostiziert, dass der Schuldenstand von 165,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im vergangenen Jahr auf 160,6 Prozent in diesem Jahr sinken soll. F&uuml;r 2013 wird wiederum ein Anstieg auf 168 Prozent erwartet.<br>\nWie sich aus dem Bericht weiter ergibt, wird Belgien in diesem Jahr erstmals einen Schuldenstand &uuml;ber 100 Prozent des BIP haben: 100,5 Prozent werden prognostiziert nach 98,0 im Vorjahr. Der Schuldenstand soll 2013 weiter auf 100,8 Prozent steigen. Auch in Irland steigt der Schuldenstand von 108,2 auf 116,1 Prozent. F&uuml;r 2013 werden 120,2 Prozent erwartet. Diese Tendenz setzt sich in den Prognosen f&uuml;r Portugal und Spanien fort. So soll der portugiesische Staatsschuldenstand von 107,8 auf 113,9 Prozent in diesem Jahr steigen. 2013 sollen es 117,1 Prozent werden. F&uuml;r Spanien wird ein Anstieg von 68,5 auf 80,9 Prozent und 87 Prozent (2013) erwartet.<br>\nIn Italien soll der staatliche Schuldenstand zun&auml;chst von 120,1 auf 123,5 Prozent in diesem Jahr steigen und 2013 wieder auf 121,8 Prozent sinken. In Deutschland steigen die Staatsschulden von 81,2 auf 82,2 Prozent. 2013 soll sich der Trend umkehren und der Schuldenstand wieder auf 80,7 Prozent sinken.<br>\nDie EU-L&auml;nder au&szlig;erhalb der Eurozone k&ouml;nnen nach den Erwartungen der EU-Kommission in diesem Jahr ihre Schuldenst&auml;nde zum Teil deutlich reduzieren: Genannt werden Polen (-1,3 Prozent), Ungarn (-2,1 Prozent), Schweden (-2,8 Prozent) und D&auml;nemark (-5,6 Prozent).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2012_09\/2012_403\/05.html\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Vor allem in den s&uuml;deurop&auml;ischen L&auml;ndern wird gespart und gespart, aber auch in Deutschland wird Jahr f&uuml;r Jahr &bdquo;konsolidiert&ldquo;. Und trotzdem steigen die Schulden! Das beweist erneut: Sparabsicht ist eben nicht gleich Sparerfolg. Das beste Schuldenbek&auml;mpfungsprogramm ist und bleibt eine gute Konjunktur. Und die wird derzeit europaweit kaputtgespart.<\/em> <\/p>\n<p><strong>Dagegen:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Japan l&auml;sst die Notenpresse hei&szlig; laufen<\/strong><br>\nDie japanische Notenbank pumpt weitere Milliardensummen in die Wirtschaft des Landes. Die Bank of Japan (BoJ) teilte mit, dass sie ihr Programm zum Kauf von Wertpapieren deutlich aufstockt: um umgerechnet rund 97 Milliarden auf insgesamt etwa 778 Milliarden Euro&hellip;<br>\nDas Vorgehen gilt als Reaktion auf die schw&auml;chelnde Konjunktur. Als Exportnation sp&uuml;rt das Land zunehmend die Folgen der Schuldenkrise in Europa&hellip; Es sei zweifelhaft, ob das Land an die Wachstumsraten der ersten Jahresh&auml;lfte ankn&uuml;pfen k&ouml;nne, warnte Shirakawa. Im zweiten Quartal hatte die drittgr&ouml;&szlig;ten Volkswirtschaft der Welt lediglich um 0,2 Prozent zugelegt. Zu Jahresbeginn waren es noch 1,3 Prozent gewesen.<br>\nDie Entscheidung der japanischen Notenbank reiht sich ein das Vorgehen anderer gro&szlig;er Zentralbanken. Erst vorige Woche hatte die US-Notenbank Fed angek&uuml;ndigt, monatlich f&uuml;r 40 Milliarden Dollar Immobilienpapiere zu kaufen. Zuvor hatte die Europ&auml;ische Zentralbank beschlossen, ein weiteres Programm zum Kauf von Staatsanleihen kriselnder Euro-L&auml;nder zu starten, dessen Volumen unbegrenzt ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/japan-notenbank100.html\">Tagesschau<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu noch:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Von Japan lernen<\/strong><br>\n&bdquo;Wenigstens einen Teil der europ&auml;ischen Staatsschulden dem Markt zu entziehen, ist ein Schritt in die richtige Richtung.<br>\nEine relative Mehrheit der Deutschen misstraut ihm, der CSU-Generalsekret&auml;r Alexander Dobrindt bezeichnete ihn als &raquo;Falschm&uuml;nzer&laquo; und die Bild-Zeitung glaubt, dass er den Euro &raquo;krank&laquo; mache. Viel spricht also daf&uuml;r, dass Mario Draghi, der Pr&auml;sident der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB), so unrecht nicht haben kann. Tats&auml;chlich kehrt mit der am Donnerstag voriger Woche verk&uuml;ndeten Entscheidung der EZB, Staatsanleihen in dem von ihr als notwendig erachteten Ma&szlig; aufzukaufen, ein Mindestma&szlig; an Vernunft in die Euro-Politik zur&uuml;ck &ndash; mehr aber auch nicht. Wie st&uuml;mperhaft die bisherigen Improvisationen waren, belegen die mit jedem Sparprogramm und &raquo;Rettungspaket&laquo; steigenden Zinsen f&uuml;r Staatsanleihen angeblich zu hoch verschuldeter Staaten. Wird aus der Sicht der Investoren zu wenig gespart, haben sie kein Vertrauen, weil ein Zahlungsausfall wahrscheinlicher wird. Den Investoren ist aber auch nicht entgangen, dass die Sparprogramme eine Rezession verursachen. Deshalb fordern die Rating-Agenturen, dass die Staaten verst&auml;rkt sparen, aber gleichzeitig mit Konjunkturprogrammen f&uuml;r Wachstum sorgen. Sie sollen also gleichzeitig weniger Geld und mehr Geld ausgeben. F&uuml;r Logik ist der Markt nun mal nicht zust&auml;ndig&hellip;&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/artikel\/2012\/37\/46237.html\">Jungle World<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Deutsche Bank &ndash; Anshu Jain zieht die Strippen<\/strong><br>\nEin herzlicher H&auml;ndedruck, ein freundliches Winken &ndash; dann steigt Anshu Jain in die dunkle Limousine, die vor dem Ausw&auml;rtigen Amt auf ihn gewartet hat. Zur&uuml;ck bleibt Guido Westerwelle, deutscher Au&szlig;enminister, er steht auf der Treppe und l&auml;chelt noch immer.<br>\nDie Szene stammt von Ende August &ndash; und sie zeigt, dass Anshu Jain mittlerweile in der deutschen Politik angekommen ist. In den vergangenen Wochen und Monaten hatte der neue Co-Chef der Deutschen Bank ein enormes Pensum an Antrittsbesuchen absolviert. &ldquo;Ob Minister, Parteivorsitzende oder Fraktionschefs &ndash; Jain hat so ziemlich alle schon mal getroffen, die hier wichtig sind&rdquo;, hei&szlig;t es in Berlin. &hellip;<br>\nZwei gro&szlig;e Auftritte hat er in Berlin bereits absolviert, demn&auml;chst sollen weitere folgen. Anfang Juni, kurz nach seinem Amtsantritt, sprach Jain vor dem Wirtschaftsrat der CDU &ndash; mit seinen ersten &ouml;ffentlichen Worten auf Deutsch musste der Inder noch hart um das Vertrauen der Unternehmer und Politiker ringen. &hellip;<br>\nMit Westerwelle harmoniert Jain dem Vernehmen nach ohnehin ganz ausgezeichnet. Auch die Kanzlerin soll vom schnell denkenden Inder angetan sein. &ldquo;Die beiden haben sich vor Jahren beim Weltwirtschaftsgipfel in Davos kennengelernt&rdquo;, berichtet ein Insider. Sie h&auml;tten sich auf Anhieb prima verstanden. Seitdem spricht Jain immer wieder mit Merkel. Die Physikerin und den &Ouml;konom verbindet eine &auml;hnliche Denkweise. &ldquo;Beide sind n&uuml;chterne Rechner&rdquo;, sagt einer, der beide kennt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/deutsche-bank-und-politik-wie-jain-und-fitschen-die-macht-aufteilen-a-856728.html\">Spiegel-Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkungen J&uuml;rgen Karl:<\/strong> Damit wei&szlig; man welche Interessen h&ouml;chste Priorit&auml;t haben, damit steht der n&auml;chsten Bankenrettung nichts mehr im Weg. Dass die Deutsche Bank an ihrer Gesch&auml;ftspolitik etwas &auml;ndern will darf man getrost mit einem Lachen quittieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Es gibt keinen Widerspruch zwischen dem Markt und einem sozialen Europa<\/strong><br>\n&hellip;Wenn wir n&auml;mlich diese auf eine Haushalskonsolidierung zugeschnittenen Instrumente auf europ&auml;ischer Ebene implementieren, dann erh&ouml;ht sich der Druck auf alle Regierungen Sozialausgaben und Lohnerh&ouml;hungen zu reduzieren, obwohl damit die gesellschaftliche Gesamtnachfrage reduziert und im schlimmsten Fall eine Lohn-Preis Deflation in Gang gesetzt wird (Young\/Semmler 2011). N&auml;mlich diese finanzgetriebenen Prozesse sind Teil der sogenannten Finanzialisierung, die den Handlungsspielraum der Staaten der Logik der Finanzm&auml;rkte unterordnet. Alternativen zur L&ouml;sung der europ&auml;ischen Schulden- und Bankenkrise werden zunehmend medial tabuisiert und Diskussionen werden fast ausschlie&szlig;lich neoliberal konnotiert. Damit erreicht die Austerit&auml;tspolitik eine Autorit&auml;t und Legitimit&auml;t und wird dadurch handlungsm&auml;chtig (Heise 2011)&hellip;<br>\nDie Forderung nach einer demokratischen europ&auml;ischen Verfassung mit der Verankerung von sozialstaatlichen Rechten ist ein wichtiger Schritt, es bedeutet aber auch, dass es vorerst einer Diskussion bedarf, was unter einem sozialen Europa zu verstehen ist. Derzeit suggeriert der Begriff des Sozialen nur Kosten auf der Basis von Umverteilung. Ob wir &uuml;ber Pensionen und Renten, Kranken- und Pflegeversicherung, Bildung und Training, unsichere Arbeitsverh&auml;ltnisse, Ausbau der Kinderst&auml;tten oder Altersarmut diskutieren, es wird nur in den Kategorien von Kosten gedacht. Sogar der kleine Mann oder Frau auf der Stra&szlig;e ist davon &uuml;berzeugt, dass die Sozialsysteme zu teuer sind und wir unsdies in einer Zeit des demographischen Wandels nicht mehr leisten k&ouml;nnen&hellip;<br>\nSomit bedarf es einer Neubestimmung des Begriffs eines sozialen Europas&hellip;<br>\nWenn wir soziale Unsicherheit als regionales (und auch globales) public bad mit den entsprechenden Kosten zur Behebung dieser &Uuml;bels definieren, dann ist es im kollektiven Selbstinteresse der EU-Regierungen und der europ&auml;ischen Wirtschaft, Sicherheit nicht nur im milit&auml;rischen Sinne zu denken, sondern soziale Sicherheit als ein &ouml;ffentliches Gut bereit zu stellen, das Kooperation &uuml;ber die Grenzen hinweg erfordert. Denn soziale Sicherheit betrifft uns alle gleicherma&szlig;en und ist eine Voraussetzung f&uuml;r Wirtschaftsstabilit&auml;t. N&auml;mlich die Kosten, die erforderlich sind, um globale oder regionale public bads wie Armutsrisiken, Seuchen, Gewalt, Krankheiten, Arbeitslosigkeit und unsichere Arbeitsverh&auml;ltnisse zu beseitigen sind ein Vielfaches h&ouml;her als Investitionen in soziale Sicherheit. Diese m&uuml;ssen nicht gegen den Markt ausgespielt werden, sondern sind integraler Bestandteil einer funktionierenden europ&auml;ischen sowie auch globalen Wirtschaftsweise&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/17-2012\/++co++c8a5da42-019e-11e2-8936-52540066f352\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Reiche in Deutschland: Wenn die Krise nicht arm macht<\/strong><br>\nIn der allgegenw&auml;rtigen Krise, so k&ouml;nnte man annehmen, geht es f&uuml;r alle bergab. Und weil Reiche besonders viel Geld in Aktien, Wertpapiere und andere riskante Anlagen gesteckt haben, sollten sie in st&uuml;rmischen Zeiten auch &uuml;ber Geb&uuml;hr von Verlusten betroffen sein. Diese Einsch&auml;tzung ist aber falsch, wie aus zwei Berichten hervorgeht, die am Dienstag an die &Ouml;ffentlichkeit gekommen sind. Die Berichte sind dem Namen nach v&ouml;llig verschieden und drehen sich um die zwei Seiten der Medaille. Da ist auf der einen Seite der Armutsbericht der Bundesregierung, aus dem die S&uuml;ddeutsche Zeitung vorab zitiert, und auf der anderen Seite der &bdquo;Global Wealth Report&rdquo; des Versicherungskonzerns Allianz.<br>\nBeide berichte kommen zu dem Ergebnis, dass die Wohlhabenden von den Verwerfungen der Krise nicht betroffen sind. Sie werden h&ouml;chstens langsamer reich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wallstreetjournal.de\/article\/SB10000872396390443995604578004462924774922.html?mod=WSJDE_latestheadlines\">The Wall Street Journal<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Treffender als das Sprachrohr des Finanzkapitals kann man die Situation eigentlich nicht zusammenfassen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Darstellungen der Verm&ouml;gensverteilung  in Deutschland &ndash; Realit&auml;tsverlust oder politisches Kalk&uuml;l?<\/strong><br>\nImmer wieder ist zu h&ouml;ren und zu lesen, in Deutschland wachse die Kluft zwischen Arm und Reich, was eine gewisse Besorgnis signalisiert.1 So scheint es auch ein Interesse an Fragen wie z.B. &ldquo;Wie sozial gerecht ist Deutschland?&rdquo;2 zu geben. Dennoch ist heutzutage zu diesem Thema eine gewisse Gleichg&uuml;ltigkeit unverkennbar &ndash; und zwar gleicherma&szlig;en bei der Bev&ouml;lkerung wie bei unseren Politikern. Der Spruch, &ldquo;Arme und Reiche hat es schon immer gegeben&rdquo;, ist Legende, gerade so, als w&auml;re eine Kluft zwischen Arm und Reich normal, naturgegeben oder gar gottgewollt.<br>\nDie vorliegende Studie will sich vor diesem Hintergrund mit der Darstellung der Verm&ouml;gensverteilung in Deutschland in wissenschaftlichen Abhandlungen befassen und die Realit&auml;tsn&auml;he in diesen Darstellungen &uuml;berpr&uuml;fen. Dabei zeigt sich, dass diese Darstellungen bestenfalls das Prinzip der Ungleichverteilung von Verm&ouml;gen demonstrieren, aber mit der Realit&auml;t nicht einmal entfernte &Auml;hnlichkeit haben und somit entscheidend zur Fehlvorstellung in der &Ouml;ffentlichkeit &uuml;ber die Verm&ouml;gensverteilung beitragen&hellip;<br>\nZun&auml;chst ist an die Datengrundlage zu denken, nicht nur hinsichtlich der Genauigkeit der Bewertungen von Verm&ouml;gen, sondern auch hinsichtlich der Erfassung bzw. Nicht-Erfassung der Reichen in Deutschland. So hei&szlig;t es bei den EVS von vornherein, dass Haushalte mit monatlichen Nettoeinkommen von 18.000 &euro; und mehr erst gar nicht erfasst werden.13 Damit wird aber nichts anderes gesagt, als dass lediglich die breite Masse der Bev&ouml;lkerung abgebildet wird, nicht aber auch der tats&auml;chlich vorhandene Reichtum Einzelner in Deutschland. Eine auf solchen Daten gegr&uuml;ndete Darstellung der Verm&ouml;gensverteilung in Deutschland w&auml;re von vornherein eine bewusste T&auml;uschung.14<br>\nUnabh&auml;ngig von der Richtigkeit und Vollst&auml;ndigkeit der Datengrundlage erweist sich auch die Art der Darstellungen der Verm&ouml;gensverteilung als kritikw&uuml;rdig. Denn durch die Gruppierung der betrachteten Bev&ouml;lkerung in Dezile findet eine starke Relativierung bzw. Verharmlosung statt. Insbesondere im 10. Dezil wird durch die erforderlich Mittelwertberechnung der Verm&ouml;genswerte eine au&szlig;erordentliche starke Verkleinerung gerade des Verm&ouml;gens des reichsten B&uuml;rgers in Deutschland vorget&auml;uscht, so, als h&auml;tte der reichste Deutsche sich mit seinem Verm&ouml;gen in der Masse von immerhin 10 % der Bev&ouml;lkerung v&ouml;llig unsichtbar verstecken k&ouml;nnen&hellip;<br>\nAngesichts der sp&auml;rlichen Datenlage24 &uuml;ber die Verm&ouml;genswerte der reichsten B&uuml;rger in Deutschland, darf man es als gl&uuml;ckliche F&uuml;gung betrachten, dass ausgerechnet eine der Privatwirtschaft zugeneigte Zeitschrift wie das manager-magazin es sich nunmehr seit &uuml;ber zehn Jahren zur Aufgabe gemacht hat, einmal j&auml;hrlich ein Sonderheft &uuml;ber die &ndash; anf&auml;nglich 100, dann 300, inzwischen 500 &ndash; reichsten Deutschen mit Angaben zu den recherchierten Verm&ouml;genswerten herausgibt&hellip;<br>\nDer Wert des reichsten Deutschen betrug danach 17,5 Mrd. &euro;. Tragen wir nun das Verm&ouml;gen des reichsten Deutschen mit 17,5 Mrd. &euro; zum Vergleich in das Diagramm des DIW ein, so erhalten wir folgendes Bild:\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/120920_vermoegensvertreilung.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/120920_vermoegensvertreilung_small.png\" alt=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Mit den Daten des DIW und des manager-magazins f&uuml;r das Jahr 2007, die wir zusammenf&uuml;hren, erhalten wir eine Verm&ouml;gensverteilung in Deutschland, die sinnvoll nicht mehr in Dezilen dargestellt werden kann. Dieser Verm&ouml;gensverteilung wird allenfalls die Darstellung in einem Linien-Diagramm gerecht:<\/p>\n<p><strong>Abbildung 1<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/120920_abbildung_01.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/120920_abbildung_01_small.png\" alt=\"\"><\/a><\/p>\n<p><strong>Abbildung 2<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/120920_abbildung_02.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/120920_abbildung_02_small.png\" alt=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/documents\/publikationen\/73\/93785\/09-4-1.pdf\">DIW [PDF &ndash; 270 KB]<\/a><br>\nVergleicht man Abbildung 10 mit Abbildung 2, so kann man sich kaum des Eindrucks erwehren, dass &ndash; mit statistischen und darstellerischen Tricks und\/oder mit hingenommenen M&auml;ngeln der Datenerhebung &ndash; der &Ouml;ffentlichkeit eine Verm&ouml;gens- und Wohlstandsverteilung vorgegaukelt wird, die mit der Realit&auml;t absolut nichts mehr zu tun hat. Steckt hinter der Darstellung der Verm&ouml;gensverteilung in Dezilen nur ein geh&ouml;riger Realit&auml;tsverlust oder politisches Kalk&uuml;l, etwa um der &Ouml;ffentlichkeit die Wahrheit zu verschleiern? Wir wissen es nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kiwifo.de\/Darstellungen_der_Vermoegensverteilung.pdf\">Karlsruher Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung [PDF &ndash; 1.4 MB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Kapituliert der Wohlfahrtsstaat? <\/strong><br>\nZu Gast im Studio ist der Politikwissenschaftler Prof. Christoph Butterwegge von der Universit&auml;t K&ouml;ln. Er spricht mit Matthias Degen &uuml;ber die Altersarmut in Deutschland. Wie viele Menschen leben im Alter vom Existenzminimum und sind auf staatliche Hilfen angewiesen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/mediathek\/html\/regional\/2012\/09\/17\/einszueins.xml\">MEDIATHEK &ndash; WDR.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Ausgestorbene Spezies &ndash; &bdquo;Loser&rdquo; Mittelstand<\/strong><br>\nGeh&ouml;ren Sie zur Mittelschicht? Wahrscheinlich nicht. Denn nach Untersuchungen &uuml;ber die zu versteuernden Bruttoeinkommen in Deutschland ist die so genannte Mittelschicht so gut wie ausgestorben&hellip;<br>\nWie hoch ist nun aber eine mittlere Kaufkraft? Die Deutsche Bundesbank wei&szlig; ziemlich genau, wie viel Geld in Deutschland insgesamt vorhanden ist. Sie nennt die Menge des Geldes, das hier angesprochen ist, die Geldmenge M1&hellip;<br>\nDie Deutsche Bundesbank sammelt die st&auml;ndigen Meldungen der Kreditinstitute hierzu und ver&ouml;ffentlicht ihr Wissen jeden Monat in ihren &bdquo;Monatsberichten&rdquo;. Nach dem neuesten &bdquo;Monatsbericht Dezember 2007&Prime; betrug die Geldmenge M1 im Oktober 2007 ca. 940,0 Milliarden Euro&hellip;Die Geldmenge geteilt durch die Zahl der Haushalte ergibt somit die durchschnittliche Kaufkraft pro Haushalt, sie betr&auml;gt danach 23.993 Euro&hellip;Bei diesem Betrag handelt es sich auch nicht um ein Monats- oder Jahreseinkommen, sondern um das in dieser Sekunde vorhandene Geld&hellip;<br>\nWenn Sie also zur Mittelschicht geh&ouml;ren, dann verf&uuml;gt Ihr Haushalt in dieser Sekunde ungef&auml;hr &uuml;ber 23.993 Euro in Form von Bargeld und Girokontoguthaben. Wenn Sie weniger als diesen Betrag haben, dann geh&ouml;ren Sie zu den 95 Prozent der Verlierer in dieser Gesellschaft. Wenn Sie mehr haben, dann geh&ouml;ren Sie zu den Gewinnern. In Anlehnung an eine g&auml;ngige Definition geh&ouml;ren Sie zu den Armen in Deutschland, wenn Ihr Haushalt im Durchschnitt weniger als 12.000 &euro; Geld insgesamt hat. Nat&uuml;rlich muss so viel Geld nicht unbedingt in dieser Sekunde in ihrem Besitz sein. Es sollte aber zumindest im Monats- oder Jahresdurchschnitt zur Verf&uuml;gung stehen. Dann geh&ouml;ren Sie &ndash; unter dem Gesichtspunkt der Kaufkraft &ndash; tats&auml;chlich zur Mittelschicht&hellip;<br>\nSeit Ende der 1960er Jahre haben aber mindestens 95% der Bev&ouml;lkerung permanent an absoluter Kaufkraft verloren. Gemessen an der zur Verf&uuml;gung stehenden gesamten Geldmenge ist ihr Bruttoeinkommen von 1974 bis 1998 um fast 70% gefallen! Nur wenige Prozent der Bev&ouml;lkerung in Deutschland haben mit dem Geldmengenwachstum als &bdquo;echte Mittelschicht&rdquo; mitgehalten, w&auml;hrend lediglich ein paar Tausend Menschen in Deutschland, die zur &bdquo;Oberschicht&rdquo; geh&ouml;ren, sich vor Geld kaum noch retten k&ouml;nnen und gar nicht mehr wissen, wie sie es noch ausgeben sollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=11972\">Neue Rheinische Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Jutta Roitsch: Ein menschenw&uuml;rdiges Existenzminimum f&uuml;r alle<\/strong><br>\nNach dem Karlsruher Urteil: Wo bleibt die Abkehr von der bisherigen Asylpolitik?<br>\nZwanzig Jahre hat es gedauert, bis das Bundesverfassungsgericht der Politik ein vernichtendes Urteil ausgestellt hat: Das Asylbewerberleistungsgesetz aus dem Jahr 1993 verst&ouml;&szlig;t gegen die Menschenw&uuml;rde und das Sozialstaatsgebot und ist damit verfassungswidrig. Die Karlsruher Richter setzten in ihrem Spruch vom 18. Juli 2012  (BVerfG, 1BvL 10\/10) noch ein weiteres Signal, das zeigt, wie weit inzwischen ihr Misstrauen in die Politik gediehen ist. Der Erste Senat verf&uuml;gte eine &Uuml;bergangsregelung f&uuml;r alle, die unter das Gesetz fallen, r&uuml;ckwirkend vom 1. Januar 2011. Doch das Aufatmen, das vom Fl&uuml;chtlingsrat bis zu Pro Asyl nach diesem Urteil zu h&ouml;ren war, erweist sich als verfr&uuml;ht. Zu einer grundlegenden &Auml;nderung der Fl&uuml;chtlingspolitik sind bisher weder die Bundesregierung noch die bayerische oder nieders&auml;chsische Landesregierung bereit&hellip;<br>\nAus b&uuml;rgerrechtlicher Sicht l&auml;sst das Urteil nur eine L&ouml;sung zu: Das Asylbewerberleistungsgesetz ist abzuschaffen, ebenso menschenunw&uuml;rdige Praktiken in L&auml;ndern und Kommunen (Residenzpflicht, kein Recht auf Ausbildung und Arbeit, kein Bargeld, Lebensmittelpakete ohne R&uuml;cksicht auf Sitten, Gebr&auml;uche und Religionen).<br>\nF&uuml;r deutsche und ausl&auml;ndische Staatsangeh&ouml;rige, die hilfebed&uuml;rftig sind, gilt ein menschenw&uuml;rdiges Existenzminimum, wie es das Bundesverfassungsgericht zuerst in seinem Urteil vom 9. Februar 2010 f&uuml;r die Hartz IV-Empf&auml;nger und nun am 18. Juli f&uuml;r alle Menschen, die hier leben, begr&uuml;ndet hat. Wenn dar&uuml;ber hinaus ein Drittel der M&auml;nner, Frauen und Kinder, die unter das strittige Gesetz fallen, vor Kriegen geflohen sind, dann sollte die deutsche Gesellschaft aus eigener historischer Erfahrung ihnen eine Chance bieten, in diesem Land heimisch zu werden.<br>\nIm Kern ist dieses Urteil aus Karlsruhe eine Mahnung an die Gesellschaft insgesamt, ihre Haltung gegen&uuml;ber ausl&auml;ndischen Menschen, die hier gestrandet sind, zu &uuml;berpr&uuml;fen und ggf. zu korrigieren. Nur: Wo sind starke B&uuml;ndnispartner f&uuml;r die Organisationen, die sich um die Fl&uuml;chtlinge und die Asylbewerber k&uuml;mmern und zwanzig Jahre lang gegen Mauern der Abwehr angerannt sind?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/17-2012\/++co++621cea42-00c5-11e2-995b-52540066f352\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Private Vorsorge sch&uuml;tzt nicht vor Altersarmut<\/strong><br>\nDer Journalist Holger Balodis &uuml;ber die Fallstricke privater Altersvorsorge<br>\nWie in Deutschland zuk&uuml;nftig Menschen davor bewahrt werden k&ouml;nnen, im Alter ihren Lebensunterhalt nicht mehr bestreiten zu k&ouml;nnen, ist in diesen Wochen Thema intensiver politischer Debatten. Dabei wird immer auch auf die Notwendigkeit privater Altersvorsorge verwiesen. Die Journalisten Holger Balodis und Dagmar H&uuml;hne haben sich Privatrenten genauer angesehen. Sie stellen fest: &ldquo;Die von der Versicherungswirtschaft angebotenen Formen der Privatrente sowie Riester- und R&uuml;rup-Rente taugen nicht als Ersatz f&uuml;r die gesetzliche Rente. Im Gegenteil: Kunden verlieren Milliarden, weil private Rentenversicherungen systematisch zu ihrem Schaden konstruiert sind.&rdquo; In Neugier gen&uuml;gt erl&auml;utert Holger Balodis das Ergebnis der Recherche.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/sendungen\/neugier-genuegt\/s\/d\/19.09.2012-10.05\/b\/redezeit-private-vorsorge-schuetzt-nicht-vor-altersarmut.html\">WDR 5 Neugier gen&uuml;gt, Podcast<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Frontalangriff auf Rentenkonzept der SPD und die &ldquo;Zuschussrente&rdquo; von von der Leyen<\/strong><br>\nDas Institut f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) hat &hellip; auf der Bundespressekonferenz eine neue <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_imk_report_73_2012.pdf\">Analyse zur Rente vorgestellt [PDF &ndash; 1.2 MB]<\/a>. Das IMK fordert eine &ldquo;deutliche Anhebung des gesetzlichen Rentenniveaus&rdquo; und eine &ldquo;steuerfinanzierte Aufstockung gegen Altersarmut&rdquo;. Die Einf&uuml;hrung der Riester Rente, so das IMK weiter, war eine &ldquo;Fehlentscheidung&rdquo;. Damit sind Studie und Empfehlungen an die Politik des IMK auch ein Frontalangriff gegen das von SPD-Chef Sigmar Gabriel erst vor wenigen Tagen pr&auml;sentierte Rentenkonzept und die Zuschussrente von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen&hellip;<br>\nDas deutsche Rentenniveau liegt &ldquo;weit unter OECD-Durchschnitt&rdquo;. So betr&auml;gt die so genannte Bruttoersatzrate, die von der OECD f&uuml;r internationale Vergleiche berechnet wird und alle im jeweiligen Land obligatorischen Rentenversicherungen umfasst, bei deutschen Durchschnittsverdienern aktuell lediglich 42 Prozent, im OECD-Durchschnitt gut 57 Prozent. Das Alterssicherungsniveau von Geringverdienern, die laut Definition nur die H&auml;lfte des nationalen Durchschnittseinkommens verdienen, liegt in Deutschland so niedrig, dass Deutschland innerhalb der OECD-Staaten an letzter Stelle liegt&hellip;<br>\nF&uuml;r die Riesterrente stellt das IMK fest, dass sich diese nicht nur wenige Menschen leisten k&ouml;nnen, sondern auch die Rendite dieser &ldquo;kapitalgedeckten&rdquo; Produkte &ldquo;tendenziell geringer als die der umlagefinanzierten Rente&rdquo; ist.<br>\nWichtig hervorzuheben ist dabei, dass ohne die Riester-Reform die Beitragsbelastung f&uuml;r die Arbeitnehmer nur bei 13 Prozent l&auml;ge, Arbeitnehmer aber durch die nicht parit&auml;tisch finanzierte Riesterrente l&auml;ngerfristig 15 Prozent ihres Bruttoeinkommens f&uuml;r die Altersvorsorge aufwenden m&uuml;ssen: 11 Prozent als h&auml;lftigen Beitragssatz f&uuml;r die Gesetzliche Rentenversicherung und vier Prozent f&uuml;r die private Vorsorge. &ldquo;Ohne Riester-Reform w&auml;re der GRV-Beitragssatz nach wissenschaftlichen Prognosen bis 2030 um rund 26 Prozent gestiegen. Die &ndash; h&auml;lftige &ndash;  Belastung f&uuml;r die Arbeitnehmer l&auml;ge also bei nur 13 Prozent&rdquo;, so das Institut&hellip;<br>\nUm das umlagefinanzierte gesetzliche Rentensystem zu st&auml;rken, schlagen die Wissenschaftler vor\n<ul>\n<li>die so genannte Riester-Treppe aus der Rentenformel zu entfernen, die den Anstieg der gesetzlichen Rente d&auml;mpft; diese Riester-Treppe unterstellt, dass alle eine Riesterrente abschlie&szlig;en und so das sinkende gesetzliche Rentenniveau kompensiert wird.<\/li>\n<li>statt der F&ouml;rderung &ldquo;kapitalgedeckter&rdquo; Vorsorgeformen &hellip;sollen wenn es nach dem IMK geht &ldquo;gezielt die Renten von Geringverdienern und Personen mit unterbrochenen Erwerbsbiographien steuerfinanziert aufgestockt werden&hellip;<\/li>\n<li>Mittelfristig fordern die Forscher, &ldquo;das Niveau der GRV auf das durchschnittliche Rentenniveau in den OECD-L&auml;ndern anzuheben, das um 15 Prozentpunkte h&ouml;her liegt als das deutsche.&rdquo; Das w&uuml;rden heute durchschnittlich rund 400 Euro mehr monatlich f&uuml;r langj&auml;hrig versicherte M&auml;nner bedeuten, wie das IMK ausgerechnet hat, statt 1.152 Euro 1585 Euro. Um dies zu finanzieren, schl&auml;gt das IMK eine &ldquo;&uuml;ber viele Jahre verteilt in kleinen Schritten&rdquo; erh&ouml;hte Beitragss&auml;tze vor&hellip;<\/li>\n<li>Schlie&szlig;lich schl&auml;gt das IMK vor, die Beitragsbemessungsgrenzen anzuheben, &ldquo;wobei oberhalb der bisherigen Beitragsbemessungsgrenzen zus&auml;tzliche Rentenanspr&uuml;che nur noch unterproportional erworben w&uuml;rden.&rdquo; Au&szlig;erdem soll die geltende Entgeltumwandlung in der betrieblichen Alterssicherung zwar weiterhin steuerfrei gehalten werden, zuk&uuml;nftig aber mit Sozialbeitr&auml;gen belegt werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/?p=5489\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a> <\/p>\n<p><strong>Siehe dazu:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Auf dem Weg in die Altersarmut. Bilanz der Einf&uuml;hrung der kapitalgedeckten Riester-Rente<\/strong><br>\nDie Rentenreformen von 2001 und 2004 mit dem Verzicht auf die  Lebensstandardsicherung, der schrittweisen Senkung des Rentenniveaus und der gleichzeitigen Einf&uuml;hrung der freiwilligen Riester-Rente erweisen sich als problematisch: Es droht zunehmende Altersarmut.; Der Teilumstieg vom umlagefinanzierten gesetzlichen Rentensystem hin zur  kapitalgedeckten Riester-Rente h&auml;lt nicht, was er verspricht. Viele haben keinen Riester-Vertrag oder zahlen wenig ein.<br>\nFinanzmarkt- und Euro-Krise reduzieren die Renditen. Auch mit der Kapitaldeckung k&ouml;nnen die demographischen Risiken in der Altersvorsorge nicht begrenzt werden;  Die Politik muss handeln. Das gesetzliche Rentenniveau darf nicht weiter abgesenkt, sondern sollte auf das durchschnittliche Niveau in der OECD angehoben werden. Statt Riester-Vertr&auml;ge zu subventionieren sollten gezielt niedrige Renten steuerfinanziert angehoben und wieder eine vern&uuml;nftige Erwerbsunf&auml;higkeitsrente eingef&uuml;hrt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_imk_report_73_2012.pdf\">IMK Report Nr. 73 vom September 2012 von Heike Joebges, Volker Meinhardt, Katja Rietzler, Rudolf Zwiener [PDF &ndash; 1.2 MB]<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu auch noch:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Altersarmut: &bdquo;Die Riester-Reform war ein gro&szlig;er Fehler&ldquo;<\/strong><br>\n&bdquo;Das Ausma&szlig; der Altersarmut wird h&ouml;her ausfallen als von Ministerin von der Leyen prognostiziert und die vorgschlagenen Ma&szlig;nahmen gen&uuml;gen noch lange nicht, meint Rudolf Zwiener, Rentenexperte der gewerkschaftsnahen B&ouml;ckler-Stiftung. Schuld sind niedrige L&ouml;hne und die Riester-Rente&hellip;&ldquo; Interview von Timo Steppat<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.cicero.de\/kapital\/altersarmut-debatte-die-riester-reform-war-ein-grosser-fehler\/51846\">Cicero vom 13. September 2012<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Prek&auml;re Besch&auml;ftigung von Hochqualifizierten &ndash; Das Beispiel der Kulturberufe<\/strong><br>\nDie Pflege von Kultur im weitesten Sinne geh&ouml;rt zu den wichtigen Bereichen einer wissensbasierten Dienstleistungsgesellschaft. So ist im Abschlussbericht der Enquete Kommission &bdquo;Kultur in Deutschland&ldquo; ausgef&uuml;hrt, dass die Kulturwirtschaft sich zu einer Zukunftsbranche mit Wachstums- und Besch&auml;ftigungspotential entwickelt habe. &bdquo;Hier entstehen Arbeitspl&auml;tze und Wertsch&ouml;pfung &ndash; vor allem in Klein- und Kleinstunternehmen. Sie sind das Kraftzentrum der Kulturwirtschaft und der Beginn der Wertsch&ouml;pfungskette.&ldquo; (Kultur in Deutschland, 2007, S.7)&hellip;<br>\nDie Datenlage &uuml;ber die Einkommens- und Verm&ouml;gensverteilung ist in der Bundesrepublik im Vergleich zu anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern insgesamt sehr schlecht&hellip;<br>\nIn den einschl&auml;gigen Untersuchungen sind sich die ForscherInnen einig, dass der Kultursektor insgesamt von Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnissen gekennzeichnet sei, in denen die &bdquo;Normalarbeitsverh&auml;ltnisse&ldquo; auf der Grundlage eines unbefristeten Arbeitsvertrages kontinuierlich abnehmen&hellip;In weiten Teilen aller Kultursektoren dominieren jedoch befristete Arbeitsvertr&auml;ge, Teilzeitbesch&auml;ftigung und prek&auml;re Arbeitsverh&auml;ltnisse&hellip;<br>\nZum gro&szlig;en Teil ist die Zunahme der Selbstst&auml;ndigen im Kultursektor auf das Vorgehen vieler kulturwirtschaftlicher Unternehmen zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Bislang abh&auml;ngig Besch&auml;ftigte werden nicht weiter besch&auml;ftigt, ihnen wird eine Zusammenarbeit auf Vertragsbasis angeboten. F&uuml;r viele Besch&auml;ftigte ist dar&uuml;ber hinaus der Weg in die (prek&auml;re) Selbstst&auml;ndigkeit die einzige Alternative zur Arbeitslosigkeit&hellip;<br>\nEinige Merkmale lassen sich bei allen AlleindienstleisterInnen wiederfinden: sie verf&uuml;gen kaum &uuml;ber Betriebsverm&ouml;gen, sondern sind auf ihr &bdquo;Humankapital&ldquo; angewiesen&hellip;<br>\nDie Selbstst&auml;ndigkeit wird freiwillig oder unfreiwillig teuer erkauft. Der &Uuml;bergang in die Selbstst&auml;ndigkeit bringt in der Regel eine deutliche Einschr&auml;nkung in den Lebensverh&auml;ltnissen mit sich. Bot die abh&auml;ngige Besch&auml;ftigung immerhin noch in vollem Umfang die soziale Absicherung, d.h. die Arbeitslosen-, Kranken- und Rentenversicherung, so sind die Freiberuflichen daf&uuml;r selbst verantwortlich und h&auml;ufig angesichts ihres geringen Einkommens nicht in der Lage, die Kosten der sozialen Sicherung zu tragen. Ihnen droht der Abstieg in doppelter Hinsicht in die Armut&hellip;<br>\nEin gesellschaftlicher Handlungsbedarf zur Absicherung einen gro&szlig;en Zahl von freiberuflich t&auml;tigen Menschen ist dringend erforderlich; einmal um die aktuelle Lebens- und Arbeitssituation zu stabilisieren, aber auch um der Altersarmut vorzubeugen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/17-2012\/++co++7d6d110a-fc1f-11e1-ad9f-52540066f352\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ein Pl&auml;doyer auf den Klassenkampf<\/strong><br>\n&ldquo;Wir Demokraten denken, dieses Land funktioniert besser mit einer starken Mittelklasse, mit Aufstiegschancen f&uuml;r alle, die sich anstrengen.&rdquo; &ndash; Als Bill Clinton k&uuml;rzlich diesen Satz auf dem Parteitag der Demokraten sprach, da komprimierte er kurz und schmerzlos jenes Leitmotiv, dass &uuml;ber den Thatcherismus und seinen Nachfolger, den New Labour, auf ganz Europa &uuml;bertragen wurde. Dass wir nun alle Mittelschicht seien, dass es etwas wie eine Arbeiterschicht nicht mehr g&auml;be, war Thatchers Konzept &ndash; als dann nach 18 Jahren die Konservativen abdankten, mit Blair ein Mitglied der Arbeitspartei in das Haus 10 Downing Street zog, da verwarf man dieses Konzept nicht etwa, man &uuml;bernahm es.<br>\nJetzt liegt die deutsche Ausgabe von Owen Jones&rsquo; &ldquo;Chavs. The Demonization of the Working Class&rdquo; unter dem Titel &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/3940884790\/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3940884790&amp;linkCode=as2&amp;tag=adsinistram-21\">Prolls: Die D&auml;monisierung der Arbeiterklasse<\/a>&rdquo; vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2012\/09\/ein-pladoyer-auf-den-klassenkampf.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Steuerzahlerbund stellt Schwarzbuch vor Rauschendes Fest der Steuerverschwendung<\/strong><br>\n&ldquo;Politisches Versagen&rdquo; im Aufsichtsrat des Pannen-Flughafens Berlin-Brandenburg, unbenutzbare Br&uuml;cken und untaugliches Spielger&auml;t f&uuml;r Kinder: Der Bund der Steuerzahler stellt das S&uuml;ndenregister von Politik und Beh&ouml;rden vor. Aber sch&uuml;tzt der Verein mit seinem Register wirklich den gemeinen Steuerzahler?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/steuerzahlerbund-stellt-schwarzbuch-vor-das-rauschende-fest-der-steuerverschwendung-1.1472048\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J&uuml;rgen Karl:<\/strong> Den Lesern der NDS ist nat&uuml;rlich l&auml;ngst bekannt, dass es sich beim Bund der Steuerzahler um eine Lobbyorganisation des Mittelstandes handelt und nicht um eine Institution, die die Interessen aller Steuerzahler vertritt. Nat&uuml;rlich sind die aufgelisteten Beispiele und der gedankenlose Umgang der Verantwortlichen mit Steuergeldern mehr als &auml;rgerlich. Was mit dem Schwarzbuch suggeriert werden soll ist aber relativ leicht zu entlarven: Der Staat kann nicht mit Geld umgehen.Gegen die aberwitzigen Summen, die zur Rettung der Banken und Finanzmarktzocker ausgegeben wurden oder die Summe, die dem Gemeinwesen durch kriminellen Steuerbetrug der herrschenden Eliten entzogen werden sind diese dennoch fast nur Peanuts. Immerhin finden sich im Artikel der SZ kritische Anmerkungen zum Bund der Steuerzahler. Bei den Kollegen von SPON findet sich nat&uuml;rlich nichts dergleichen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Machos in Aktion<\/strong><br>\nEine belgische Studentin f&uuml;hlt sich auf der Stra&szlig;e bel&auml;stigt. Um das zu beweisen, filmt sie heimlich, wie sie angemacht wird. Das Video hat eine Debatte ausgel&ouml;st.<br>\nDas ist das gro&szlig;e Verdienst ihres Projekts: Begleitet von einer versteckten Kamera spaziert sie durch die Stra&szlig;en von Br&uuml;ssel, um zu filmen, wie sie von M&auml;nnern angemacht und bel&auml;stigt wird. Sie hatte es, wie sie erkl&auml;rt, selber ganz einfach satt, jeden Tag in ihrem Quartier auf der Stra&szlig;e von Unbekannten f&uuml;nf bis zehn Mal so bedr&auml;ngt und beleidigt zu werden&hellip;<br>\nDarum ist der Macho-Test auf der Stra&szlig;e, der die Zuschauer zu Augenzeugen macht, sehr n&uuml;tzlich&hellip;<br>\nWas der Film zeigt, ist ein Teil der Realit&auml;t. Peeters h&auml;tte aber (erg&auml;nzend) auch dokumentieren k&ouml;nnen, dass Einheimische sich in dieser Hinsicht auch nicht korrekter auff&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!98699\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Reminiszenz: Milton Friedman im Spiegel vor 12 Jahren<\/strong><br>\nSPIEGEL: Heute scheinen ausgerechnet die Sozialdemokraten Ihre besten Sch&uuml;ler zu sein, selbst ohne Beratervertrag. Die Regierung von Gerhard Schr&ouml;der senkt die Steuern, saniert den Haushalt und reformiert die Rente. &Uuml;berrascht Sie das?<br>\nFriedman: Es ist in der Tat erstaunlich, dass es linken Parteien leichter f&auml;llt, rechte Reformen durchzusetzen. Das ist nicht nur in Deutschland so, sondern in halb Europa oder in Neuseeland. Reagan und Thatcher als konservative Reformer waren eher eine Ausnahme.\n<p>SPIEGEL: Wie erkl&auml;ren Sie sich das?<br>\nFriedman: Ehrlich gesagt, bin ich selber etwas ratlos. Vielleicht k&ouml;nnen die Linken solch schwierige Reformen eher leisten, weil ihre W&auml;hler trotzdem bei der Stange bleiben, schlie&szlig;lich kommt f&uuml;r sie keine andere Partei in Frage. Das ist bei den Konservativen anders. Die jetzigen Reformen in Deutschland entsprechen eigentlich perfekt den Ideen der Regierung Kohl. Und dennoch musste erst Gerhard Schr&ouml;der kommen, um sie durchzusetzen.<\/p>\n<p>SPIEGEL: Gehen denn die Steuersenkungen in Deutschland aus Ihrer Sicht weit genug?<br>\nFriedman: Es ist immer richtig, die Steuern zu senken, in jedem Land der Welt, zu jedem Zeitpunkt, zu jedem beliebigen Anlass. Alle Steuern sind zu hoch, alle Regierungen sind zu fett. Sie sollten die Steuern runtertreiben, so tief es irgend geht.<\/p>\n<p>SPIEGEL: Welchen Steuersatz w&uuml;rden Sie denn empfehlen?<br>\nFriedman: 10, 15 Prozent. Keinesfalls viel h&ouml;her.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/print\/d-17541231.html\">Spiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Man sieht Milton Friedman und seine Chicago-Boys haben sich durchgesetzt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: In aller Bescheidenheit<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/120920_stuttmann.gif\" alt=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttmann-karikaturen.de\/karikaturen\/kari_20120918_Bescheidenheit_kol.gif\">Stuttmann Karikaturen<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-14488","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14488","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=14488"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14488\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14491,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14488\/revisions\/14491"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=14488"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=14488"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=14488"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}