{"id":144892,"date":"2026-01-18T13:00:11","date_gmt":"2026-01-18T12:00:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=144892"},"modified":"2026-01-16T16:05:56","modified_gmt":"2026-01-16T15:05:56","slug":"blick-aus-dem-globalen-sueden-erst-beenden-wir-den-krieg-dann-bringen-wir-die-fabriken-wieder-in-gang","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=144892","title":{"rendered":"Blick aus dem Globalen S\u00fcden: \u201eErst beenden wir den Krieg, dann bringen wir die Fabriken wieder in Gang\u201c"},"content":{"rendered":"<p>W&auml;hrend die Industrialisierung f&uuml;r die L&auml;nder des Globalen S&uuml;dens nach wie vor oberste Priorit&auml;t hat, halten schuldenbedingte Austerit&auml;tspolitik, Konzern-Dominanz, Kriege und Sanktionen viele &auml;rmere Nationen in Abh&auml;ngigkeit und Unterentwicklung gefangen. Von <strong>Vijay Prashad<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nBei einer Konferenz der Organisation der Vereinten Nationen f&uuml;r industrielle Entwicklung (UNIDO) in Saudi-Arabien Mitte November 2025 <a href=\"https:\/\/www.ungeneva.org\/en\/news-media\/news\/2025\/11\/113229\/leave-no-one-behind-wealth-gap-widens-un-calls-new-industrial-deal\">sagte Basher Abdullah<\/a>, Berater des sudanesischen Ministeriums f&uuml;r Industrie und Handel:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Zun&auml;chst m&uuml;ssen wir den Krieg beenden. Dann m&uuml;ssen wir die Fabriken wieder in Gang bringen.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Seine &Auml;u&szlig;erung bezog sich auf den <a href=\"https:\/\/thetricontinental.org\/red-alert-21-sudan\/\">entsetzlichen B&uuml;rgerkrieg im Sudan<\/a>, h&auml;tte aber ebenso gut f&uuml;r viele L&auml;nder des Globalen S&uuml;dens gelten k&ouml;nnen, die sich entweder in einem bewaffneten Konflikt oder einem Handelskrieg befinden. F&uuml;r diese &auml;rmeren Nationen wurde Entwicklung zugunsten unmittelbarer Bedrohungen zur&uuml;ckgestellt. Jenseits des Horizonts von Waffen und Erpressung liegt jedoch die Notwendigkeit, sich eine m&ouml;gliche Zukunft vorzustellen.<\/p><p>Die UNIDO-Konferenz erkannte an, dass die Industrialisierung &bdquo;f&uuml;r die Erreichung der [UN-]Ziele f&uuml;r nachhaltige Entwicklung unerl&auml;sslich&ldquo; ist und dass daf&uuml;r ein &bdquo;neuer Industrievertrag&ldquo; erforderlich ist. Ein <a href=\"https:\/\/www.unido.org\/sites\/default\/files\/unido-publications\/2025-04\/IID%20Policy%20Brief%2021%20-%20Harnessing%20megatrends%20for%20sustianble%20growth.pdf\">Policy Brief der UNIDO<\/a> vom April 2025 identifiziert viele Hindernisse f&uuml;r eine Industrialisierung im Globalen S&uuml;den, darunter Defizite in der Infrastruktur, begrenzte technologische und wissenschaftliche Kapazit&auml;t, ein Mangel an gut ausgebildeten Arbeitskr&auml;ften und schwache logistische Netzwerke, einschlie&szlig;lich der digitalen Infrastruktur. Der Policy Brief verweist auch auf &bdquo;Megatrends&ldquo;, denen der Globale S&uuml;den folgen und sich anpassen muss, wie etwa die Digitalisierung und der Aufstieg der k&uuml;nstlichen Intelligenz, die Umgestaltung globaler Wertsch&ouml;pfungsketten, die Energiewende und demografische Ver&auml;nderungen. Diese Trends, so argumentiert der Policy Brief, bergen sowohl Risiken als auch M&ouml;glichkeiten. Aber woher werden die &auml;rmeren L&auml;nder die Investitionen f&uuml;r Infrastruktur, neue Qualifikationen und sauberere Industrien nehmen? Wie werden sie in der Lage sein, &auml;ltere, umweltsch&auml;dlichere Industriemodelle zu &uuml;berspringen und sich in moderne Produktionsketten zu integrieren?<\/p><p>Konferenzen wie die in Saudi-Arabien reflektieren selten die Zw&auml;nge, denen die &auml;rmeren L&auml;nder ausgesetzt sind, und die strukturelle Deindustrialisierung, die sie erlebt haben. Die Deindustrialisierung im Globalen S&uuml;den ist weder zuf&auml;llig noch das Ergebnis &bdquo;interner Effizienzprobleme&ldquo;, wie &Ouml;konomen des Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) <a href=\"https:\/\/papers.ssrn.com\/sol3\/papers.cfm?abstract_id=882291\">argumentieren<\/a>. Sie ist eine direkte Folge der Schuldenkrise der Dritten Welt, die Anfang der 1980er-Jahre ausbrach, und der Strukturanpassungsprogramme (SAPs), die vom IWF und der Weltbank in den 1980er- und 1990er-Jahren durchgesetzt wurden.<\/p><p>In den 1980er-Jahren beispielsweise erzwangen die Ma&szlig;nahmen des IWF Zollsenkungen, die die Textil- und Bekleidungsfabriken Ghanas billigen Importen aussetzten und zum <a href=\"https:\/\/academic.oup.com\/ser\/article\/22\/1\/81\/7153301\">Zusammenbruch<\/a> des einst florierenden Industrieg&uuml;rtels von Accra f&uuml;hrten. In Sambia f&uuml;hrten die SAPs in den 1990er-Jahren zur Privatisierung der Zulieferindustrien f&uuml;r Kupferminen und zum <a href=\"https:\/\/www.theigc.org\/sites\/default\/files\/2025-05\/Benshaul-Tolonen-and-Fernandez-Musso-Working-Paper-September-2024.pdf\">Abbau<\/a> lokaler Gie&szlig;ereien, Maschinenwerkst&auml;tten und Chemiefabriken, die die industrielle Basis im Kupferg&uuml;rtel bildeten.<\/p><p>Im brasilianischen Industriegebiet ABC <a href=\"https:\/\/nomadit.co.uk\/conference\/dsa2018\/paper\/42972\">s&uuml;dlich von S&atilde;o Paulo<\/a> und in den Fertigungsst&auml;tten der <a href=\"https:\/\/argentina3b.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/matias-kulfas-los-tres-kirchnerismos-cap-5-y-6.pdf\">Industriekorridore<\/a> des Gro&szlig;raums Buenos Aires veranlassten Sparma&szlig;nahmen in Zeiten der Verschuldung W&auml;hrungsabwertungen und die rasche Liberalisierung des Handels in den 1980er- und 1990er-Jahren die Automobil-, Metallverarbeitungs- und Textilfabriken dazu, Arbeitspl&auml;tze abzubauen, zu schlie&szlig;en oder ihren Standort zu verlagern, da die M&auml;rkte f&uuml;r billigere Importe ge&ouml;ffnet wurden.<\/p><p>&Uuml;berall im Globalen S&uuml;den wurden die peripheren Volkswirtschaften, die mit der Industrialisierung begonnen hatten, in das altbekannte Muster des Exports von Rohstoffen und Imports von Fertigprodukten zur&uuml;ckgesto&szlig;en &ndash; die eigentliche Struktur der neokolonialen Wirtschaft.<\/p><p>Kaum Beachtung findet auch die Gewalt &ndash; von Kriegen und Sanktionen &ndash;, die souver&auml;ne Staaten destabilisiert und die industriellen Bestrebungen der &auml;rmeren Nationen vereitelt. Konflikte zerst&ouml;ren die industrielle Infrastruktur und spalten und demoralisieren die Arbeiterklasse, die beide f&uuml;r die Entwicklung unerl&auml;sslich sind.<\/p><p>Nur wenige L&auml;nder des Globalen S&uuml;dens konnten sich gegen diese Angriffe auf ihre Souver&auml;nit&auml;t verteidigen und ihre industriellen Kapazit&auml;ten ausbauen.<\/p><p>Das bemerkenswerteste Beispiel ist Kuba, das trotz einer brutalen sechs Jahrzehnte andauernden Blockade seine industriellen Kapazit&auml;ten in den Bereichen Biotechnologie, medizinische Ger&auml;te und Pharmazeutika entwickeln konnte &ndash; ein Fall von sozialistischer Industrialisierung unter Belagerung.<\/p><p>Vietnam ist ein weiteres Beispiel: Obwohl es durch imperialistische Kriege verw&uuml;stet worden war, konnte es sich dennoch dank einer staatlich gelenkten Industriepolitik, die Produktionskapazit&auml;ten in den Bereichen Textilien, Elektronik und Schiffbau aufbaute, wieder erholen.<\/p><p>Das erfolgreichste Beispiel ist nat&uuml;rlich China, das staatliche Planung, dezentrale Regierungsf&uuml;hrung und &ouml;ffentliches Eigentum an den Schl&uuml;sselbereichen der Wirtschaft &ndash; einschlie&szlig;lich Finanzen und Technologie &ndash; einsetzte, um in den letzten vier Jahrzehnten ein industrielles Machtzentrum aufzubauen und 800 Millionen Menschen aus extremer Armut zu befreien. Zusammengenommen widersprechen diese Erfahrungen allen neoliberalen Entwicklungsrezepten, die den &auml;rmeren L&auml;ndern des Globalen S&uuml;dens verordnet wurden.<\/p><p>Industriepolitik ist nicht allein eine technische Aufgabe, sondern auch eine politische. Es geht darum, die Bedingungen f&uuml;r industrielle Entwicklung zu schaffen, indem man Souver&auml;nit&auml;t und das Recht auf Entwicklung geltend macht und durch Klassenkampf die Macht der Arbeiterklasse aufbaut.<\/p><p>Ein &bdquo;neuer Industrie-Deal&rdquo; kann nicht umgesetzt werden, wenn ein Land systematisch durch vom IWF diktierte Sparma&szlig;nahmen, multinationale Konzerne, die die Rohstoffgewinnung und den Export dominieren, sowie durch die Gewalt von Kriegen und Sanktionen aus der Bahn geworfen wird. Zusammen zerst&ouml;ren diese Kr&auml;fte die produktive Infrastruktur, verringern die Kapazit&auml;t des Staates und erzeugen eine prek&auml;re und politisch geschw&auml;chte Bauernschaft und Arbeiterklasse, wodurch demokratische Prozesse untergraben und Planungen unm&ouml;glich gemacht werden. Ohne Souver&auml;nit&auml;t kann es keinen neuen Industrie-Deal geben.<\/p><p>In den letzten Jahren hat das Tricontinental: Institute for Social Research eine <a href=\"https:\/\/thetricontinental.org\/towards-a-new-development-theory-for-the-global-south\/\">neue Entwicklungstheorie<\/a> f&uuml;r den Globalen S&uuml;den ausgearbeitet. In diesem Rahmen haben wir die folgenden Voraussetzungen f&uuml;r die Industrialisierung identifiziert:<\/p><ol>\n<li><strong>Arbeiter als zentrale Planer.<\/strong> Die Planung muss demokratisiert werden, wie im indischen Bundesstaat Kerala, der 1996 die People&rsquo;s Plan Campaign for Decentralised Planning ins Leben gerufen hat. Die Industrialisierung kann nur gelingen, wenn die Planung Beitr&auml;ge von Arbeiter- und Bauernorganisationen sowie anderen in den lokalen Gemeinschaften verwurzelten Volksgremien einbezieht.<\/li>\n<li><strong>Wiederherstellung der Souver&auml;nit&auml;t<\/strong>. Kriege m&uuml;ssen ein Ende haben, Sanktionen m&uuml;ssen aufgehoben werden, und Regierungen muss der Raum gegeben werden, staatliche Kapazit&auml;ten f&uuml;r eine langfristige Planung aufzubauen, einschlie&szlig;lich Investitionen in Infrastruktur, Transport und Logistik, die Produzenten und Verbraucher &uuml;ber Regionen hinweg verbinden und die Kosten der Entwicklung senken k&ouml;nnen.<\/li>\n<li><strong>&Uuml;berwindung der Abh&auml;ngigkeit<\/strong>. Um die Abh&auml;ngigkeit zu &uuml;berwinden, muss die staatliche Politik in der Lage sein, die heimische Industrie durch Z&ouml;lle und Subventionen zu sch&uuml;tzen, die Finanzm&auml;rkte durch Kapitalkontrollen zu regulieren und den Transfer von Technologie und Wissen sicherzustellen. Dies wird L&auml;ndern den Schritt von rohstoffexportierenden hin zu solchen Volkswirtschaften erm&ouml;glichen, die auf einer diversifizierten heimischen Produktion basieren.<\/li>\n<li><strong>Ausbau des &ouml;ffentlichen Eigentums<\/strong>. Strategische Wirtschaftssektoren &ndash; wie Land, Finanzen, Energie, Mineralien, Transport und Investitionsg&uuml;ter &ndash; m&uuml;ssen staatlich kontrolliert werden, um sicherzustellen, dass sie f&uuml;r die nationale Entwicklung und nicht f&uuml;r private Gewinne arbeiten. Staatliche Unternehmen und Institutionen k&ouml;nnen, wie Meng Jie und Zhang Zibin am Beispiel des chinesischen Hochtechnologiesektors <a href=\"https:\/\/thetricontinental.org\/wenhua-zongheng-2025-1-industrial-policy-chinese-characteristics\/\">gezeigt haben<\/a>, konkurrieren und einen &ouml;ffentlichen Markt schaffen, der die Effizienz steigert.<\/li>\n<li><strong>S&uuml;d-S&uuml;d-Kooperation aufbauen<\/strong>. L&auml;nder in Afrika, Asien und Lateinamerika m&uuml;ssen die Zusammenarbeit steigern &ndash; den Bandung-Geist wiederbeleben &ndash;, um die Rolle westlicher Monopolunternehmen und -strukturen in den Bereichen Finanzen und Technologie zu brechen.<\/li>\n<\/ol><p>Vor einem Jahrzehnt, auf dem Forum f&uuml;r chinesisch-afrikanische Zusammenarbeit (FOCAC) 2015 in Johannesburg, S&uuml;dafrika, diskutierten die chinesische Regierung und 50 afrikanische Regierungen &uuml;ber das Problem der wirtschaftlichen Entwicklung und Industrialisierung.<\/p><p>Seit 1945 liegt die Frage der Industrialisierung Afrikas auf dem Tisch, ist jedoch aufgrund der neokolonialen Struktur, die jede ernsthafte strukturelle Transformation verhindert hat, nicht vorangekommen. Die am st&auml;rksten industrialisierten L&auml;nder des afrikanischen Kontinents sind S&uuml;dafrika, Marokko und &Auml;gypten, aber der gesamte Kontinent <a href=\"https:\/\/www.unido.org\/sites\/default\/files\/unido-publications\/2023-12\/documents_Yearbook_2023_UNIDO_IndustrialStatistics_Yearbook_2023_Africa.pdf\">macht weniger als zwei Prozent der weltweiten Wertsch&ouml;pfung<\/a> im verarbeitenden Gewerbe und nur etwa ein Prozent des globalen Handels mit Fertigwaren aus.<\/p><p>Deshalb war es so wichtig f&uuml;r das FOCAC, die Industriepolitik ins Zentrum seiner Agenda zu stellen. Seine <a href=\"http:\/\/www.focac.org\/eng\/zywx_1\/zywj\/201512\/t20151225_7933575.htm\">Johannesburg-Erkl&auml;rung<\/a> von 2015 bekr&auml;ftigt, dass &bdquo;die Industrialisierung unabdingbar ist, um eine unabh&auml;ngige und nachhaltige Entwicklung Afrikas zu gew&auml;hrleisten&rdquo;.<\/p><p>Chinas industrielle Kapazit&auml;ten w&uuml;rden durch die Gr&uuml;ndung von Joint Ventures, Industrieparks, eines Kooperationsfonds und Mechanismen f&uuml;r den Technologie- und Wissenschaftstransfer in den Dienst von Afrikas Notwendigkeit zur Industrialisierung gestellt. Der Handel zwischen Afrika und China ist von zehn Milliarden US-Dollar im Jahr 2000 auf 282 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023 <a href=\"https:\/\/www.weforum.org\/stories\/2024\/06\/why-strong-regional-value-chains-will-be-vital-to-the-next-chapter-of-china-and-africas-economic-relationship\/\">gestiegen<\/a>. Im Jahr 2024 <a href=\"https:\/\/www.mfa.gov.cn\/wjbzhd\/202409\/t20240916_11491690.shtml\">wertete die chinesische Regierung<\/a> ihre Beziehungen zu den afrikanischen Staaten zu &bdquo;strategischen Partnerschaften&rdquo; auf. Dies erm&ouml;glicht eine verst&auml;rkte Zusammenarbeit.<\/p><p>Wir haben nun einen Testfall daf&uuml;r, ob die S&uuml;d-S&uuml;d-Zusammenarbeit eine souver&auml;ne Industrialisierung schaffen kann, die mit den alten Mustern der Pl&uuml;nderung und Abh&auml;ngigkeit bricht. Letztlich m&uuml;ssen afrikanische Regierungen, Arbeitnehmer und Bewegungen diese Verbindungen als Instrumente der Entwicklung nutzen, anstatt zuzulassen, dass sie zu einem weiteren Regime des ungleichen Austauschs werden.<\/p><p>All diese Debatten &uuml;ber Industrialisierung drehen sich um eine einfache Frage: Werden die Ressourcen des Globalen S&uuml;dens dazu genutzt, um einige wenige zu bereichern oder um das Leben vieler zu erhalten?<\/p><p>Als ich &uuml;ber das FOCAC las, erinnerte ich mich wieder an den nigerianischen Dichter Niyi Osundare (geb. 1947), dessen Buch &bdquo;The Eye of the Earth&ldquo; (1986) kraftvolle Gedichte &uuml;ber die Beziehung der Menschheit zur Natur enth&auml;lt. Ein Gedicht aus dieser Sammlung &ndash; &bdquo;Ours to Plough Not to Plunder&ldquo; (Unser, um zu pfl&uuml;gen, nicht zu pl&uuml;ndern) &ndash; wurde so ikonisch, dass es trotz der Unterdr&uuml;ckung durch die 1983 an die Macht gekommene Milit&auml;rregierung Generationen von nigerianischen Schulkindern gelehrt wurde. Hier sind die letzten beiden Strophen:<\/p><p>Unsere Erde ist ein unge&ouml;ffneter Kornspeicher,<br>\neine belebte Scheune in einem entlegenen, unerforschten Dschungel,<br>\nein fernes Juwel in rauem, ungl&uuml;cklichem Staub.<\/p><p>Diese Erde ist<br>\n<em>unser, um<\/em> sie zu bearbeiten, nicht zu verschwenden,<br>\n<em>unser, um<\/em> sie zu h&uuml;ten, nicht zu verst&uuml;mmeln.<br>\nDiese Erde ist <em>unser<\/em>, um zu pfl&uuml;gen, nicht zu pl&uuml;ndern.<\/p><p>Mit herzlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nVijay<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist der <a href=\"https:\/\/thetricontinental.org\/newsletterissue\/industrialisation-global-south\/\">51. Newsletter des Tricontinental: Institute for Social Research<\/a>, aus dem Englischen &uuml;bersetzt von <strong>Marta Andujo<\/strong>.<\/em><\/p><p><small>Titelbild: Eine Luftaufnahme der in Flammen stehenden Al-Arab Nachbarschaft in der Stadt Omdurma, Sudan &ndash; Quelle: Abd_Almohimen_Sayed \/ Shutterstock <\/small><\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<strong>Mehr zum Thema:<\/strong>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=142966\">Blick aus dem Globalen S&uuml;den: Hat die Generation Z keine politischen Bez&uuml;ge?<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=141577\">Blick aus dem Globalen S&uuml;den: Die Welt finanziert das US-Defizit<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=137472\">Der Globale S&uuml;den gegen Waffenlieferungen an Israel<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=130881\">Der Globale Norden hat im IWF neunmal mehr Stimmrecht als der Globale S&uuml;den<\/a>\n<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W&auml;hrend die Industrialisierung f&uuml;r die L&auml;nder des Globalen S&uuml;dens nach wie vor oberste Priorit&auml;t hat, halten schuldenbedingte Austerit&auml;tspolitik, Konzern-Dominanz, Kriege und Sanktionen viele &auml;rmere Nationen in Abh&auml;ngigkeit und Unterentwicklung gefangen. 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