{"id":144951,"date":"2026-01-19T09:00:01","date_gmt":"2026-01-19T08:00:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=144951"},"modified":"2026-01-19T15:56:19","modified_gmt":"2026-01-19T14:56:19","slug":"eine-reise-in-das-heutige-belarus-und-seine-schreckliche-vergangenheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=144951","title":{"rendered":"Eine Reise in das heutige Belarus und seine schreckliche Vergangenheit"},"content":{"rendered":"<p>Belarus ist eine Reise wert, weil sie in ein sch&ouml;nes Land mit vielen Seen und W&auml;ldern, wundersch&ouml;nen und interessanten St&auml;dten und freundlichen Menschen f&uuml;hrt, aber auch die Augen &ouml;ffnen kann f&uuml;r die unvorstellbaren Kriegsverbrechen der deutschen Wehrmacht w&auml;hrend der Besatzungszeit 1941-1944. Von <strong>Klaus-Dieter Kolenda<\/strong> und <strong>Jan Gorski<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><p><strong>Motto:<\/strong><\/p><blockquote><p>\n    Der Frieden ist nicht alles, aber alles ist ohne Frieden nichts.<br>\n    (Willy Brandt)\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Vorbemerkungen<\/strong><\/p><p>Die Autoren sind zwei &auml;ltere M&auml;nner, die Ende September 2025 f&uuml;r eine Woche nach Belarus gereist sind, um sich in diesem Land umzusehen, &uuml;ber das und deren Geschichte man in der &Ouml;ffentlichkeit bei uns nur wenig wei&szlig; und seit l&auml;ngerer Zeit auch nicht viel Gutes h&ouml;rt, au&szlig;er, dass man dort f&uuml;r die Einreise kein Visum braucht. Das Land wird in Deutschland auch Wei&szlig;russland genannt [<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>].<\/p><p>Jan Gorski, der Koautor dieses Berichtes, wurde 1949 in Belarus in einem Dorf in der N&auml;he von Witebsk geboren, lebt heute in Deutschland und ist seit vielen Jahren Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Deutscher West-Ost-Gesellschaften (BDWO).<\/p><p>Der BDWO ist ein Zusammenschluss von mehr als 70 Vereinigungen und Initiativen, die sich f&uuml;r die Vertiefung der Beziehungen zu den Menschen in den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion einsetzt, wozu auch Belarus geh&ouml;rt, z.B. durch &bdquo;B&uuml;rgerbegegnungen zwischen West und Ost, Durchf&uuml;hrung von kulturellen Veranstaltungen und Vortr&auml;gen zu politischen, sozialen und wirtschaftlichen Themen und Verbreitung von Informationen, die ein differenziertes Bild des jeweiligen Partnerlandes zeichnen&ldquo; [<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>]. <\/p><p>Da der Koautor auch &uuml;ber ausgezeichnete russische und belarussische Sprachkenntnisse verf&uuml;gt, hatten wir keine Probleme, uns mit den Menschen, die wir bei unserem Besuch in Belarus trafen, zu verst&auml;ndigen.<\/p><p>In dem Dorf, in dem er nach dem 2. Weltkrieg geboren wurde, hat sich im Herbst 1943 die folgende Untat zugetragen: Deutsche Soldaten &uuml;berfielen dieses Dorf eines Morgens und haben viele seiner m&auml;nnlichen Familienmitglieder, alles Zivilisten, erschossen und deren H&auml;user in Brand gesteckt. Nur sein Gro&szlig;vater &uuml;berlebte, weil dessen Haus etwas abseits stand. Die weiblichen Familienmitglieder, darunter auch seine Mutter und Gro&szlig;mutter, wurden nicht erschossen und haben sich anschlie&szlig;end in den umliegenden W&auml;ldern versteckt. <\/p><p><strong>Belarus heute<\/strong><\/p><p>Obwohl f&uuml;r eine Touristenreise nach Belarus, wie schon gesagt, kein Visum erforderlich ist, sind aktuelle Reiseberichte &uuml;ber dieses Land in deutschsprachigen Medien kaum zu finden. Das ist angesichts der &uuml;berwiegend negativen Berichterstattung &uuml;ber Belarus auch nicht verwunderlich. <\/p><p>Umso erfreulicher ist ein vierteiliger, sehr informativer Reisebericht &uuml;ber den Besuch mehrerer Provinzhauptst&auml;dte von Belarus, der 2025 im Schweizer Politblog <em>Globalbridge<\/em> erschienen ist [<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>][<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>][<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>][<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>]. Autor ist der Journalist Stefano di Lorenzo, ein geb&uuml;rtiger Italiener, der derzeit in Russland lebt. Sein Reisebericht zeigt anschaulich, was f&uuml;r ein sch&ouml;nes Land mit wundersch&ouml;nen St&auml;dten wie z. B. Witebsk, Grodno, Mogilew und Brest Belarus heute ist. <\/p><p>Belarus ist ein Binnenland in Osteuropa mit ca. 60 Prozent der Fl&auml;che Deutschlands und 9,1 Millionen Einwohnern, ist also relativ d&uuml;nn besiedelt. In der Hauptstadt Minsk leben etwa 2 Millionen Einwohner. Das Binnenland grenzt an Polen, Litauen, Lettland, die Russische F&ouml;deration und die Ukraine.<\/p><p>Da Flugreisen nach Belarus derzeit von der EU sanktioniert sind, kann Minsk von Hamburg aus nicht direkt angeflogen werden. Deshalb sind wir zun&auml;chst in die litauische Hauptstadt Vilnius geflogen, die 30 km von der belarussischen Grenze entfernt ist. Von dort ging es weiter mit dem Linienbus nach Minsk, der Hauptstadt von Belarus, die fast genau in der Mitte des Landes liegt. Wenn man von l&auml;ngeren Aufenthalten an der litauisch-belarussischen Grenze (bis zu jeweils 3 bis 4 Stunden) einmal absieht, waren die Busfahrten unproblematisch. <\/p><p>Nach dem Untergang der Sowjetunion wurde Belarus 1991 zum ersten Mal in seiner Geschichte ein selbstst&auml;ndiger Staat. <\/p><p>1994 wurde Alexander Lukaschenko mit einem ausgesprochen sozialen Programm mit 80,1 Prozent der abgegebenen W&auml;hlerstimmen zum Pr&auml;sidenten gew&auml;hlt. Deshalb hat Belarus im Vergleich mit den anderen postsowjetischen L&auml;ndern laut Wikipedia ein &bdquo;einzigartiges&ldquo; Sozialsystem [<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>]. Einzelheiten zu dieser Einsch&auml;tzung sucht man dort aber vergebens. <\/p><p>Deshalb sei hier die folgende Erl&auml;uterung nach Auskunft unserer Gespr&auml;chspartner in Belarus wiedergegeben. In der Wirtschafts- und Sozialpolitik versucht Belarus, die entsprechenden Institutionen des sowjetischen Vorbilds beizubehalten. Das bedeutet u. a.: keine oder nur ganz wenige Privatisierungen von gro&szlig;en Produktionsbetrieben, keine Oligarchen, Recht auf Arbeit, geringe Arbeitslosigkeit, kostenlose Gesundheitsversorgung und Schul- und Universit&auml;tsausbildung, sichere Renten und relativ hohe Staatsausgaben f&uuml;r die soziale Sicherung.<\/p><p>2020 kam es zu einer &bdquo;Revolution&ldquo; in Belarus [<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>]. Im Grunde war das wohl eher eine von au&szlig;en gesteuerte &bdquo;Farbrevolution&ldquo;, die aber nicht (wie die zwei entsprechenden Maidan-Revolutionen in der Ukraine) erfolgreich war, weil, wie Meinungsumfragen aus dieser Zeit gezeigt haben, die Mehrheit der Bev&ouml;lkerung nicht prowestlich eingestellt war, und das h&auml;ngt nat&uuml;rlich auch mit der Politik von Lukaschenko (siehe oben) zusammen.<\/p><p>Die damalige Gegenkandidatin von Lukaschenko, Swetlana Tichanowskaja, hat sich aber als Wahlsiegerin erkl&auml;rt und von Wahlbetrug gesprochen, freilich ohne Beweise, und lebt jetzt im Exil in Polen. Seitdem besteht der Konfrontationskurs der EU gegen&uuml;ber Lukaschenko. Dieser wird von der EU nicht als Pr&auml;sident anerkannt.<\/p><p>Im Gegensatz dazu versuchten die USA in der letzten Zeit, mit politischen Zugest&auml;ndnissen Keile zwischen Moskau und Minsk zu treiben, Trump bezeichnete 2025 Lukaschenko als &bdquo;einen hochangesehenen Pr&auml;sidenten&ldquo; [<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>].<\/p><p>Auch wenn das Verh&auml;ltnis Belarus-Russland nicht immer reibungslos war, hat Lukaschenko seit Beginn des Ukraine-Krieges 2022 einen engen Schulterschluss mit Moskau vollzogen. 2024 ist Belarus bei der vollzogenen Versch&auml;rfung der Nukleardoktrin Russlands mit unter den russischen Nuklearschirm geschl&uuml;pft.<\/p><p>Die westlichen Anbindungsbestrebungen von Seiten der EU und zuletzt die von Trump haben stets die Tatsache ignoriert, dass die klare Mehrheit der belarussischen Bev&ouml;lkerung prorussisch eingestellt ist. 2019 sprachen sich rund zwei Drittel f&uuml;r eine verst&auml;rkte Zusammenarbeit mit Russland aus, nur knapp ein Drittel w&uuml;nschte sich eine engere Zusammenarbeit mit Deutschland [<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>].<\/p><p>Zur wirtschaftlichen Situation ist zu sagen, dass Belarus zwar &uuml;ber nur wenige Rohstoffe au&szlig;er Kalivorkommen verf&uuml;gt, wobei dessen Export als Kalid&uuml;nger unter Sanktionen von Seiten der EU steht. Aber das Land hat seit Sowjetzeiten eine entwickelte Maschinenbau- und Elektroindustrie und produziert z. B. Traktoren, Autobusse und K&uuml;hlschr&auml;nke, vor allem f&uuml;r den russischen Markt. <\/p><p>Auch wenn das Land &uuml;ber keine gro&szlig;en &Ouml;lvorkommen verf&uuml;gt, stellt die Petrochemie doch einen weiteren bedeutenden Wirtschaftszweig dar. Weiterhin ist interessant, dass der Anteil der IT mittlerweile ca. 6 Prozent der Wirtschaftsleistung betr&auml;gt, der etwa so gro&szlig; ist wie der der Landwirtschaft. <\/p><p><strong>Minsk <\/strong><strong>heute<\/strong><\/p><p>Auf unserer Reise nach Belarus haben wir uns diesmal auf den Besuch von Minsk und dessen Umgebung konzentriert, planen aber bei unserem n&auml;chsten Besuch, angeregt durch die Reiseberichte in <em>Globalbridge<\/em> [<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>][<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>][<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>][<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>], auch einigen Provinzhauptst&auml;dten einen Besuch abzustatten, wie z. B. Witebsk im n&ouml;rdlichen oder Grodno im westlichen Belarus. <\/p><p>Minsk ist heute eine h&ouml;chst eindrucksvolle gr&uuml;ne Zwei-Millionen-Stadt, die sich hinter St&auml;dten wie Hamburg und Berlin nicht verstecken muss, mit einer gro&szlig;en Zahl von schmucken Hochhaus-Neubauvierteln, die vor allem in den letzten 20 Jahren gebaut worden sind, und vielen gepflegten Parks, gro&szlig;en und sch&ouml;n angelegten breiten Stra&szlig;en mit dichtem Autoverkehr und einem umfangreichen Bus- und U-Bahnnetz [<a href=\"#foot_9\" name=\"note_9\">9<\/a>]. Auf den Stra&szlig;en sieht man in der Regel modisch gekleidete und gesch&auml;ftige Menschen, die einem freundliche Auskunft geben, wenn man sie anspricht. <\/p><p>In den schmucken Hochh&auml;usern wohnen (wie auch in Russland) zu einem gro&szlig;en Teil die Wohnungsbesitzer, Mietverh&auml;ltnisse sind seltener. Viele Familien in Belarus besitzen zus&auml;tzlich eine Datscha auf dem Lande. <\/p><p>Minsk ist eine ausgesprochen saubere und gepflegte Stadt und die Kulturmetropole von Belarus: Es gibt eine gro&szlig;e Zahl von Museen, 20 Theater, viele Hochschulen und auch eine ganze Reihe neuer orthodoxer Kirchen in den Stadtteilen. <\/p><p>Was man nicht sieht sind Bettler, Obdachlose und Graffitis.<\/p><p><strong>Belarus 1941-1944<\/strong><\/p><p>Belarus war w&auml;hrend des 2. Weltkriegs von 1941 bis 1944 von der deutschen Wehrmacht besetzt. Es entwickelte sich in Folge der Besatzung ein unerbittlicher und grausamer Partisanenkrieg, in dem tausende D&ouml;rfer mit ihren Einwohnern vernichtet wurden.<\/p><p>Von den etwa 9 Millionen Einwohnern von Belarus 1941 sind im 2. Weltkrieg nach den neuesten Zahlen mindestens 3 Millionen ermordet worden. Ein gro&szlig;er Teil davon waren Juden, denn w&auml;hrend der Zarenzeit war Belarus das Hauptsiedlungsgebiet der j&uuml;dischen Bev&ouml;lkerung im russischen Reich.<\/p><p>Belarus hat von allen Sowjetrepubliken w&auml;hrend des 2. Weltkriegs, der insgesamt mindestens 27 Millionen Todesopfer in der Sowjetunion gefordert hat, relativ zur Bev&ouml;lkerung die meisten Opfer gehabt und hat am meisten gelitten. Die belarussische Geschichtsschreibung spricht heute von einem &bdquo;V&ouml;lkermord&ldquo;, der sich w&auml;hrend der deutschen Besatzung ereignet hat, und das wahrscheinlich zu Recht.<\/p><p>Nach der neuesten wissenschaftlichen Dokumentation &uuml;ber den &bdquo;Genozid an der belarussischen Bev&ouml;lkerung&ldquo; w&auml;hrend der Nazi-Besatzung von 1941 bis 1944 werden heute folgende Zahlen f&uuml;r Belarus genannt [<a href=\"#foot_10\" name=\"note_10\">10<\/a>]: <\/p><ul>\n<li>mehr als 3 Millionen Zivilisten und Kriegsgefangene wurden umgebracht;<\/li>\n<li>mehr als 377.000 Zivilisten wurden unter Todesdrohungen zur Zwangsarbeit nach Deutschland verfrachtet und viele von ihnen sind durch untragbare Arbeitsbedingungen, Auszehrung und Folter zu Tode gekommen;<\/li>\n<li>209 St&auml;dte wurden zerst&ouml;rt und verbrannt, eingeschlossen Minsk, Gomel, Witebsk, Polotsk, Orsha, Borisov und Slutsk;<\/li>\n<li>mehr als 9.200 D&ouml;rfer und Siedlungen wurden zerst&ouml;rt und verbrannt, eingeschlossen 5.295 Siedlungen, die von der Nazi-Wehrmacht mit der gesamten oder einem Teil der Bev&ouml;lkerung vernichtet wurden;<\/li>\n<li>mehr als 1.270.000 Geb&auml;ude in St&auml;dten und D&ouml;rfern wurden zerst&ouml;rt. <\/li>\n<\/ul><p><strong>Chatyn<\/strong><\/p><p>60 Kilometer n&ouml;rdlich von Minsk liegt Chatyn. Es ist die Nationale Gedenkst&auml;tte von Belarus, die wir mit gro&szlig;er Anteilnahme und Ersch&uuml;tterung besucht haben. Sie soll an die von der deutschen Wehrmacht zerst&ouml;rten 9.200 belarussischen D&ouml;rfer erinnern.<\/p><p>Das h&ouml;chst eindrucksvolle Mahnmal gibt das Dorf Chatyn wieder [<a href=\"#foot_11\" name=\"note_11\">11<\/a>]. Auf einer 50 Hektar gro&szlig;en Fl&auml;che erkennt man Stra&szlig;en und 26 Steinquader, wo einst Wohnh&auml;user standen. Auf dem Gel&auml;nde rundherum stehen wie Kamine aussehende Obelisken. Sie tragen Bronzetafeln mit den Namen der ehemaligen Bewohner des jeweiligen Hauses sowie eine Gedenkglocke, die jede Minute l&auml;utet. Aschfarbige Betonplatten weisen die Wege. <\/p><p>Im Zentrum der k&uuml;nstlerisch sehr gelungenen anspruchsvollen Komposition steht die sechs Meter hohe Bronzeskulptur von Jossif Kaminsky, dem einzigen Erwachsenen, der das Massaker in Chatyn &uuml;berlebt hat und seinen toten Sohn auf den Armen tr&auml;gt.<\/p><p>Von den 9.200 zerst&ouml;rten D&ouml;rfern und Siedlungen in Belarus in den Jahren 1941 bis 1944 wurden wahrscheinlich Hunderte zusammen mit dem gr&ouml;&szlig;ten Teil oder der gesamten Bev&ouml;lkerung wie in Chatyn verbrannt. Deshalb wurde in den 1960er-Jahren Chatyn als Standort der Nationalen Gedenkst&auml;tte ausgew&auml;hlt.<\/p><p>&bdquo;Ich bin aus einem verbrannten Dorf&ldquo; ist der Titel einer 1975 erstmals in Buchform ver&ouml;ffentlichten dokumentarischen Sammlung von Erinnerungen von Zeitzeugen an die Zerst&ouml;rung belarussischer D&ouml;rfer durch deutsche Soldaten w&auml;hrend des 2. Weltkriegs, des &bdquo;Gro&szlig;en Vaterl&auml;ndischen Krieges&ldquo;, die von den belarussischen Schriftstellern Ales Adamowitsch, Janka Bryl und Uladsimir Kalesnik gesammelt und zusammengestellt wurden [<a href=\"#foot_12\" name=\"note_12\">12<\/a>]. <\/p><p>2024 erschien diese Sammlung in deutscher &Uuml;bersetzung von Thomas Weiler unter dem Titel &bdquo;Feuerd&ouml;rfer&ldquo; im Aufbau Verlag, die 2025 mit dem Preis der Leipziger Buchmesse\/&Uuml;bersetzung ausgezeichnet wurde [<a href=\"#foot_13\" name=\"note_13\">13<\/a>]. <\/p><p>Das Buch enth&auml;lt ausschlie&szlig;lich Zeugnisse von Menschen, die die Trag&ouml;die der Zerst&ouml;rung ihres Dorfes und die Ermordung ihrer Verwandten und Mitbewohner pers&ouml;nlich erlebt haben. Um Zeitzeugen zu befragen, bereisten die Autoren 147 D&ouml;rfer in 35 Bezirken von Belarus mit einem Tonbandger&auml;t und zeichneten in den Jahren 1970 bis 1973 die Erinnerungen von mehr als 300 direkt an den Ereignissen Beteiligten auf. <\/p><p>Auf den Seiten 470 und 471 dieses ersch&uuml;tternden Dokumentarberichts [<a href=\"#foot_13\" name=\"note_13\">13<\/a>] findet sich die Schilderung des oben erw&auml;hnten Jossif Jossifawitsch Kaminsky, dem einzigen &uuml;berlebenden Bewohner des ehemaligen Dorfes Chatyn im Rayon Lahojsk, im Bezirk Minsk:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Mich haben sie in diesen Stall gebracht &hellip; Die Tochter, der Sohn und die Frau &ndash; sie waren schon da. Und so viele Menschen. Ich sag zu meiner Tochter: &bdquo;Wieso habt ihr euch nichts angezogen?&ldquo; &bdquo;Die haben uns die Kleider vom Leib gerissen&ldquo;, sagt die Tochter.<\/p>\n<p>Ja, sie treiben die Leute in den Stall und sperren ab, treiben sie rein und sperren ab. So viel Menschen hatten sie hineingepfercht, man bekam keine Luft mehr, bekam die Arme nicht mehr frei. Die Leute schreien, die Kinder dort; freilich, bei den vielen Menschen und dieser Angst. Heu gab es dort, Stroh, noch als Futter f&uuml;r die K&uuml;he. Oben haben sie den Stall dann in Brand gesteckt. Oben angesteckt, das Dach brennt, das Feuer f&auml;llt auf die Menschen herunter, Heu und Stroh fangen Feuer, die Leute ersticken, es war so eng, dass man keine Luft mehr bekam. Keine Luft bekam man. Ich sag zu meinem Sohn: &bdquo;Stemm dich gegen die Wand, mit H&auml;nden und F&uuml;&szlig;en, stemm dich dagegen &hellip;&ldquo;.<\/p>\n<p>Da ging auf einmal die T&uuml;r auf. Sie ging auf, aber die Leute gehen nicht raus. Was ist los? Da schie&szlig;en sie, sie schie&szlig;en da, hei&szlig;t es. Aber es herrscht ein Geschrei, dass man das Schie&szlig;en, das Rattern gar nicht h&ouml;rt. Freilich, Menschen verbrennen, Feuer von oben, dann noch die Kinder &ndash; ein Geschrei, dass &hellip; .Ich sag meinem Sohn: &bdquo;&Uuml;ber die K&ouml;pfe weg, &uuml;ber die K&ouml;pfe musst du!&ldquo;<\/p>\n<p>Ich setze ihn oben ab. Ich bin selber unten lang, durch die Beine. Und die Toten fielen auf mich. Auf mich drauf fielen die Toten, und ich krieg keine Luft. Aber ich ruderte mit den Armen &ndash; damals war ich noch kr&auml;ftiger &ndash; ich kroch weiter. Kaum war ich an der T&uuml;r, das kam das Dach herunter, das Feuer auf alle herab &hellip; .Mein Sohn war auch noch herausgekommen, nur am Kopf hatte er sich ein bisschen versengt, die Haare angebrannt. Er kam noch 5 Meter weit, dann legten sie ihn um. Tote lagen auf ihm &ndash; mit dem Maschinengewehr waren sie alle &hellip;<\/p>\n<p>&bdquo;Steh auf, sag ich, sie sind weg, sie sind jetzt weg!&ldquo;<\/p>\n<p>Ich wollte ihn herausziehen, aber seine Ged&auml;rme waren schon &hellip; Er fragte nur noch, ob die Mutter am Leben ist.<\/p>\n<p>Dass niemand, der auf Erden ist, so ein Elend sehen und erleben muss, das gebe Gott &hellip;&ldquo;<\/p><\/blockquote><p><strong>Elim Klimov&rsquo;s Film &bdquo;Komm und sieh&ldquo;<\/strong><\/p><p>Das Massaker von Chatyn war von Ales Adamowitsch bereits 1971 in seinem Roman &bdquo;Die Erz&auml;hlung von Chatyn&ldquo; behandelt worden, der sp&auml;ter als Grundlage f&uuml;r das Drehbuch zu dem Film &bdquo;Komm und sieh&ldquo; [<a href=\"#foot_14\" name=\"note_14\">14<\/a>] diente. <\/p><p>Der Film von Elim Klimov aus dem Jahre 1985 gilt als einer der letzten gro&szlig;en Meisterwerke des Sowjetkinos [<a href=\"#foot_15\" name=\"note_15\">15<\/a>] und ist nach Einsch&auml;tzung von Jochen Hellbeck, dem deutsch-US-amerikanischen Historiker und Autor eines neuen Buches &uuml;ber den deutschen Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion, der vielleicht ersch&uuml;tterndste Antikriegsfilm aller Zeiten [<a href=\"#foot_16\" name=\"note_16\">16<\/a>]. Ein Trailer dieses Films kann hier [<a href=\"#foot_17\" name=\"note_17\">17<\/a>] aufgerufen werden. <\/p><p><strong>Minsk 1941 bis 1945<\/strong><\/p><p>Minsk war am Ende des 2. Weltkriegs v&ouml;llig zerst&ouml;rt und der gr&ouml;&szlig;te Teil der Einwohner entweder ermordet oder geflohen. Am Ende waren von den ca. 240.000 Einwohnern in dieser Stadt vor dem Krieg noch 50.000 &uuml;briggeblieben [<a href=\"#foot_18\" name=\"note_18\">18<\/a>].<\/p><p>Vor dem deutschen Einmarsch befand sich in Minsk mit etwa 30 Prozent der Bev&ouml;lkerung eine der gr&ouml;&szlig;ten j&uuml;dischen Gemeinden der Sowjetunion. Der gr&ouml;&szlig;te Teil der Juden wurde w&auml;hrend der deutschen Besetzung verschleppt und ermordet. In der N&auml;he von Minsk befand sich das Vernichtungslager Maly Trostinez.<\/p><p>Mit dem Ghetto in Minsk entstand in jenen Jahren eines der gr&ouml;&szlig;ten j&uuml;dischen Sammellager\/Ghettos Europas. Die gesamte j&uuml;dische Bev&ouml;lkerung von Minsk wurde gezwungen, in das Ghetto zu ziehen. <\/p><p>Zu Beginn der Besatzung lebten mehr als 100.000 sowjetische Juden in diesem zwei Quadratkilometer gro&szlig;en Bezirk im Nordosten der Stadt. Hinzu kamen Juden aus ganz Europa, z. B. auch die sogenannten &bdquo;Hamburger Juden&ldquo;, die zun&auml;chst in einem gesonderten Bereich des Ghettos untergebracht wurden und eine &bdquo;Vorzugsbehandlung&ldquo; erhielten. Aber Ende Juli 1942 fiel der &uuml;berwiegende Teil aller Bewohner des Ghettos einer &bdquo;Aktion&ldquo; des Massenmords zum Opfer, bei dem auch laut Augenzeugenberichten Gaswagen eingesetzt wurden. <\/p><p>Dar&uuml;ber, &uuml;ber viele weitere schreckliche Ereignisse, die auch die Bev&ouml;lkerung von Minsk in dieser Zeit erleiden musste, und &uuml;ber eine neue wissenschaftliche Perspektive auf den Massenmord in der Sowjetunion berichtet der Historiker Hellbeck auf der Basis von Aufzeichnungen von Zeitzeugen in seinem neuen schon genannten Buch &uuml;ber den deutschen Vernichtungskrieg [<a href=\"#foot_19\" name=\"note_19\">19<\/a>][<a href=\"#foot_20\" name=\"note_20\">20<\/a>]. Angeh&auml;ngt sei hier noch der Hinweis auf einen aufschlussreichen Vortrag von Hellbeck, mit dem er 2025 in Berlin sein Buch vorgestellt hatte [<a href=\"#foot_21\" name=\"note_21\">21<\/a>]. <\/p><p><strong>Schlussbemerkungen<\/strong><\/p><p>Die beiden Autoren dieses Artikels geh&ouml;ren zur &auml;lteren Generation, die den Kalten Krieg durchlebt und nach der Wendezeit 1989\/1991 an einen dauerhaften Frieden in Europa geglaubt hat und jetzt dar&uuml;ber entsetzt ist, dass die Kriegsgefahr in Europa wieder bedrohlich zugenommen hat und derzeit so gro&szlig; zu sein scheint wie in den dunkelsten Zeiten vor 1989. <\/p><p>Deshalb wollen wir mit unseren bescheidenen Kr&auml;ften etwas f&uuml;r den Frieden tun, und zwar:<\/p><ul>\n<li>erstens, in Diskussionsveranstaltungen in Deutschland &uuml;ber unsere Reise nach Belarus und unsere Erfahrungen dort berichten und in diesem Zusammenhang auch den Film &bdquo;Komm und sieh&ldquo; zeigen,<\/li>\n<li>zweitens, uns dabei einsetzen f&uuml;r eine m&ouml;glichst baldige Beendigung des Krieges in der Ukraine, der sich zu einem gro&szlig;en europ&auml;ischen Krieg mit dem Einsatz von Atomwaffen ausweiten k&ouml;nnte [<a href=\"#foot_22\" name=\"note_22\">22<\/a>], durch einen Verhandlungsfrieden, wie er z. B. j&uuml;ngst von General Harald Kujat und weiteren Prominenten in einem umfangreichen Papier [<a href=\"#foot_23\" name=\"note_23\">23<\/a>] vorgeschlagen wurde, und<\/li>\n<li>drittens, mit interessierten Menschen im Herbst 2026 eine weitere Reise nach Belarus unternehmen, um den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Gelegenheit zu geben, die Erfahrung zu machen, dass in Belarus ebenfalls Menschen leben, f&uuml;r die der Frieden entsprechend dem eingangs zitierten Diktum von Willy Brandt ein unverzichtbares Gut ist, das wir unbedingt bewahren m&uuml;ssen.<\/li>\n<\/ul><p><em><strong>Autoren:<\/strong><\/em><\/p><p><em><strong>Klaus-Dieter Kolenda,<\/strong> Prof. Dr. med., Facharzt f&uuml;r Innere Medizin &ndash; Gastroenterologie, Facharzt f&uuml;r Physikalische und Rehabilitative Medizin\/Sozialmedizin, war von 1985 bis 2006 Chefarzt einer Rehabilitationsklinik f&uuml;r Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems, der Atemwege, des Stoffwechsels und der Bewegungsorgane. Seit 1978 ist er als medizinischer Sachverst&auml;ndiger bei der Sozialgerichtsbarkeit in Schleswig-Holstein t&auml;tig. Zudem arbeitet er in der Kieler Gruppe der IPPNW e.V. (Internationale &Auml;rztinnen und &Auml;rzte f&uuml;r die Verh&uuml;tung des Atomkriegs und f&uuml;r soziale Verantwortung) mit. E-Mail: <a href=\"mailto:klaus-dieter.kolenda@gmx.de\">klaus-dieter.kolenda@gmx.de<\/a><\/em><\/p><p><em><strong>Jan Gorski,<\/strong> Diplom-Agrar-Ingenieur und Russisch-Lehrer, ehemaliger Hochschullehrer am Institut der &Ouml;konomie, Verwaltung und Personalmanagement der Landwirtschaftsakademie in Szczecin, Projektleiter EU-PHARE F&ouml;rderprogramme (1999-2004) zur Unterst&uuml;tzung osteurop&auml;ischer L&auml;nder beim &Uuml;bergang zur Marktwirtschaft, St&auml;rkung der Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, Aufbau von Verwaltung, Infrastruktur und Personalentwicklung, Vorstand Uelzener Verein f&uuml;r Deutsch-Wei&szlig;russische Beziehungen, Vorstandsmitglied im Bundesverband Deutscher West-Ost-Gesellschaften e. V. (BDWO). E-Mail: <a href=\"mailto:Gorski.J@gmx.de\">Gorski.J@gmx.de<\/a><\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] Andre&acute; B&ouml;hm, Maryna Rakhlei: Wei&szlig;russland. Trescher Verlag, 2. Auflage 2019<br>\n<a href=\"https:\/\/www.beck-shop.de\/boehm-rakhlei-reisefuehrer-weissrussland\/product\/26422072\">beck-shop.de\/boehm-rakhlei-reisefuehrer-weissrussland\/product\/26422072<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.bdwo.de\/\">bdwo.de\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/auch-in-belarus-scheint-die-sonne-ein-tag-auf-dem-slawjanski-basar\/\">globalbridge.ch\/auch-in-belarus-scheint-die-sonne-ein-tag-auf-dem-slawjanski-basar\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/von-witebsk-nach-gomel-eine-reise-durch-belarus-teil-2\/\">globalbridge.ch\/von-witebsk-nach-gomel-eine-reise-durch-belarus-teil-2\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/%d0%b1%d0%b5%d1%80%d0%b0%d1%81%d1%86%d0%b5-%d7%91%d7%a8%d7%99%d7%a1%d7%a7-brzesc-brest-litovsk-%d0%b1%d1%80%d1%8d%d1%81%d1%82-eine-reise-in-belarus-teil-3\/\">globalbridge.ch\/%d0%b1%d0%b5%d1%80%d0%b0%d1%81%d1%86%d0%b5-%d7%91%d7%a8%d7%99%d7%a1%d7%a7-brzesc-brest-litovsk-%d0%b1%d1%80%d1%8d%d1%81%d1%82-eine-reise-in-belarus-teil-3\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/grodno-hier-kann-man-gluecklich-sein-eine-reise-durch-belarus-teil-4\/\">globalbridge.ch\/grodno-hier-kann-man-gluecklich-sein-eine-reise-durch-belarus-teil-4\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Belarus\">de.wikipedia.org\/wiki\/Belarus<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/10131\">german-foreign-policy.com\/news\/detail\/10131<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_9\" name=\"foot_9\">&laquo;9<\/a>] Andre&acute; B&ouml;hm, Maryna Rakhlei: Wei&szlig;russland. Trescher Verlag, 2. Auflage 2019, S. 73 ff.<br>\n<a href=\"https:\/\/www.beck-shop.de\/boehm-rakhlei-reisefuehrer-weissrussland\/product\/26422072\">beck-shop.de\/boehm-rakhlei-reisefuehrer-weissrussland\/product\/26422072<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_10\" name=\"foot_10\">&laquo;10<\/a>] Genocid of he Belarusian People: Informational ans Analytical Materials and Documents. Minsk 2023, S. 1<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_11\" name=\"foot_11\">&laquo;11<\/a>] Andre&acute; B&ouml;hm, Maryna Rakhlei: Wei&szlig;russland. Trescher Verlag, 2. Auflage 2019, S. 153-154<br>\n<a href=\"https:\/\/www.beck-shop.de\/boehm-rakhlei-reisefuehrer-weissrussland\/product\/26422072\">beck-shop.de\/boehm-rakhlei-reisefuehrer-weissrussland\/product\/26422072<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_12\" name=\"foot_12\">&laquo;12<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.aufbau-verlage.de\/aufbau\/feuerdorfer\/978-3-351-03997-4\">aufbau-verlage.de\/aufbau\/feuerdorfer\/978-3-351-03997-4<\/a><br>\n<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ich_bin_aus_einem_verbrannten_Dorf_%E2%80%A6\">de.wikipedia.org\/wiki\/Ich_bin_aus_einem_verbrannten_Dorf_%E2%80%A6<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_13\" name=\"foot_13\">&laquo;13<\/a>] Ales Adamowitsch, Janka Bryl, Uladsimir Kalesnik: Feuerd&ouml;rfer. Wehrmachtsverbrechen in Belarus-Zeitzeugen berichten. Aufbau-Verlag, 1. Auflage 2024<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_14\" name=\"foot_14\">&laquo;14<\/a>] Komm und sieh. Ein Film von Elim Klimov. 1985. Tonspur: Russisch. Untertitel: Deutsch<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_15\" name=\"foot_15\">&laquo;15<\/a>] <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Komm_und_sieh\">de.wikipedia.org\/wiki\/Komm_und_sieh<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_16\" name=\"foot_16\">&laquo;16<\/a>] Jochen Hellbeck: Ein Krieg wie kein anderer. Der deutsche Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion. Eine Revision. S. Fischer Verlag, Frankfurt 2025, S. 503<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_17\" name=\"foot_17\">&laquo;17<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.bing.com\/videos\/riverview\/relatedvideo?q=komm+und+sieh&amp;&amp;mid=4379B4641D7C6EB35AB34379B4641D7C6EB35AB3&amp;FORM=VAMGZC\">bing.com\/videos\/riverview\/relatedvideo?q=komm+und+sieh<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_18\" name=\"foot_18\">&laquo;18<\/a>] <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Minsk\">de.wikipedia.org\/wiki\/Minsk<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_19\" name=\"foot_19\">&laquo;19<\/a>] Jochen Hellbeck: Ein Krieg wie kein anderer. Der deutsche Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion. Eine Revision. S. Fischer Verlag, Frankfurt 2025, S. 248-267 <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_20\" name=\"foot_20\">&laquo;20<\/a>] &bdquo;Klappentext: 1941 griff Deutschland die Sowjetunion an und besetzte die Ukraine, Wei&szlig;russland, das Baltikum und einen Teil Russlands. Die Menschen dort zahlten den h&ouml;chsten Blutzoll des Zweiten Weltkriegs. Jochen Hellbeck stellt den deutsch-sowjetischen Krieg aus einer neuen Perspektive dar. Er zeigt, dass die Nationalsozialisten ihren unerbittlichen Antisemitismus von Beginn an mit einem obsessiven Antibolschewismus verkn&uuml;pften. Der Befehl lautete, alle Juden und Kommunisten in der SU zu ermorden. Die besetzten Gebiete im Osten wurden damit zum Ort einer speziell auf die Menschen dort zielenden Massent&ouml;tung, die danach auf alle Juden im besetzten Europa ausgeweitet wurde. Auf Basis weitgehend unbekannter Zeugnisse schildert Hellbeck die damit einhergehenden Erfahrungen sowjetischer Juden und Nichtjuden. Er verdeutlicht, dass die sowjetische Gegenoffensive die gesamte Gesellschaft einbezog, ein entscheidender Faktor f&uuml;r den Sieg &uuml;ber Deutschland&ldquo; (aus: perlentaucher- das Kulturmagazin: <a href=\"https:\/\/www.perlentaucher.de\/buch\/jochen-hellbeck\/ein-krieg-wie-kein-anderer.html\">perlentaucher.de\/buch\/jochen-hellbeck\/ein-krieg-wie-kein-anderer.html<\/a>).<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_21\" name=\"foot_21\">&laquo;21<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Hy83oCdNRzs\">youtube.com\/watch?v=Hy83oCdNRzs<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_22\" name=\"foot_22\">&laquo;22<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.manova.news\/artikel\/der-blick-in-den-abgrund\">manova.news\/artikel\/der-blick-in-den-abgrund<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_23\" name=\"foot_23\">&laquo;23<\/a>] <a href=\"https:\/\/bremerfriedensforum.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Verhandlungsvorschlag-zur-friedlichen-Loesung-de-Ukrainekrieges-Kujat-u.a.pdf\">bremerfriedensforum.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Verhandlungsvorschlag-zur-friedlichen-Loesung-de-Ukrainekrieges-Kujat-u.a.pdf<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Belarus ist eine Reise wert, weil sie in ein sch&ouml;nes Land mit vielen Seen und W&auml;ldern, wundersch&ouml;nen und interessanten St&auml;dten und freundlichen Menschen f&uuml;hrt, aber auch die Augen &ouml;ffnen kann f&uuml;r die unvorstellbaren Kriegsverbrechen der deutschen Wehrmacht w&auml;hrend der Besatzungszeit 1941-1944. Von <strong>Klaus-Dieter Kolenda<\/strong> und <strong>Jan Gorski<\/strong>.<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":144952,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[20,171],"tags":[1917,1289,304,2939,3619,259,2147,990,2940,966,2360],"class_list":["post-144951","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-landerberichte","category-militaereinsaetzekriege","tag-genozid","tag-holocaust","tag-kriegsverbrechen","tag-lukaschenko-alexander","tag-reisebericht","tag-russland","tag-sowjetunion","tag-wehrmacht","tag-weissrussland","tag-weltkrieg","tag-zivile-opfer"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/260119-belarus-kolenda-gorski.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/144951","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=144951"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/144951\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":144999,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/144951\/revisions\/144999"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/144952"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=144951"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=144951"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=144951"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}