{"id":14506,"date":"2012-09-24T08:51:37","date_gmt":"2012-09-24T06:51:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14506"},"modified":"2012-09-24T08:51:37","modified_gmt":"2012-09-24T06:51:37","slug":"hinweise-des-tages-1725","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14506","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14506#h01\">EU-Kommissar L&aacute;szl&oacute; Andor &ndash; &bdquo;Deutschland hat die Krise mit verursacht&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14506#h02\">SPD-Schattenm&auml;nner stolz auf Hartz IV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14506#h03\">Respekt? Wovor denn?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14506#h04\">Experten warnen vor Steuerpakt mit Schweiz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14506#h05\">Reaktion auf Massenproteste &ndash; Portugal r&uuml;ckt von drastischem Sparprogramm ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14506#h06\">Griechenland &ndash; Kahlschlag in Krisenzeiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14506#h07\">Mathematiker kritisiert Abzocke bei Riester-Rente<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14506#h08\">Arbeitslosigkeit &ndash; &bdquo;Die Zeit heilt keine Wunden&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14506#h09\">Einigung in der Union: Betreuungsgeld wird zum Rentenprogramm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14506#h10\">Ohne Kopiergeld keine Arbeitsbl&auml;tter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14506#h11\">James K. Galbraith &ndash; &bdquo;Ich bin schlecht, aber er ist schlechter&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14506#h12\">Beschl&uuml;sse des Juristentages sind in der Tendenz b&uuml;rgerrechts- und internetfeindlich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14506#h13\">Wider die Monokultur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14506#h14\">Institut f&uuml;r Frieden setzt auf Krieg<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14506&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>EU-Kommissar L&aacute;szl&oacute; Andor &ndash; &bdquo;Deutschland hat die Krise mit verursacht&ldquo;<\/strong><br>\nDeutschland muss seinen Anteil leisten, um die Ungleichgewichte in Europa auszugleichen, fordert L&aacute;szl&oacute; Andor, EU-Kommissar f&uuml;r Soziales. Die L&ouml;hne m&uuml;ssten steigen und Mindestl&ouml;hne f&uuml;r alle Sektoren verabschiedet werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/menschen-wirtschaft\/eu-kommissar-laszlo-andor-deutschland-hat-die-krise-mit-verursacht-11897426.html\">FAZ<\/a>\n<p><strong>Zu dem Interview hat FAZ-Mitherausgeber Holger Steltzner auch einen Leitartikel verfasst: Merkantiles aus Br&uuml;ssel<\/strong><br>\nDeutschland habe die Eurokrise mitverursacht, sagt der EU-Kommissar f&uuml;r Soziales. In Br&uuml;ssel herrscht der Irrglaube, Deutschland habe sich mit unlauteren Mitteln Wettbewerbsvorteile verschafft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/eurokrise-merkantiles-aus-bruessel-11898768.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Herr Steltzner &ndash;  als einer der Herausgeber der FAZ &ndash; sollte wissen, dass die Regierung &uuml;ber die S&auml;tze zu den Sozialsystemen, den Niedriglohnsektor \/ Hartz-4 und die Rentenh&ouml;he sehr wohl die Lohnst&uuml;ckkosten massiv beeinflussen und Frau Merkel f&uuml;r das Lohnungleichgewicht in der Euro-Zone mit verantwortlich ist. Sein Leitartikel in der FAZ ist ein Zeichen, dass die neoliberale Kreise die Bankenkrise als &uuml;berstanden ansehen und wieder den Vorw&auml;rtsgang eingelegt haben.<\/em><\/p>\n<p><strong>passend dazu: Top-Berater fordert h&ouml;here L&ouml;hne in Deutschland<\/strong><br>\nDie Reformen in Italien und Spanien zeigen erste Erfolge &ndash; und das ist auch f&uuml;r die deutsche Wirtschaft gut, sagt McKinsey-Chef Frank Mattern. Im Interview mit SPIEGEL ONLINE erkl&auml;rt der Top-Berater, warum die Betriebe jetzt sogar gro&szlig;z&uuml;giger bei Lohnerh&ouml;hungen sein sollten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/mckinsey-chef-mattern-fordert-staerkeren-lohnzuwachs-a-854391.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Matterns Euphorie &uuml;ber die &bdquo;Reformen&ldquo; in Italien und Spanien wirkt zwar reichlich deplatziert, dennoch wollen wir auf dieses Interview hinweisen, da es zumindest bemerkenswert ist, dass auch namhafte Vertreter der Beraterbranche, die zum einem gro&szlig;en Teil mitverantwortlich f&uuml;r die gestiegenen realwirtschaftlichen Ungleichgewichte in der Eurozone zeichnet, die Folgen ihre eigenen &bdquo;Reformvorschl&auml;ge&ldquo; nun als Problem erkannt haben.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>SPD-Schattenm&auml;nner stolz auf Hartz IV<\/strong><br>\nSteinbr&uuml;ck verlangt mit Blick auf die Agenda 2010: &bdquo;Etwas mehr Stolz, etwas mehr Selbstbewusstsein &hellip; &uuml;ber das, was uns gelungen ist, t&auml;te dem Erscheinungsbild der SPD ganz gut.&ldquo; So vor wenigen Tagen auf dem Zukunftskongress.<br>\nSteinmeier feierte vor einem Jahr auf dem ver.di-Kongress in Leipzig die angeblichen Erfolge der SPD-Arbeitsmarktpolitik. Da konnte auch der bravste Delegierte nicht mehr ruhig bleiben, sind die Folgen der Prekarisierung doch im Betrieb t&auml;gliches Problem.<br>\nDer Dritte im Bunde, Gabriel, verstieg sich vor Kurzem auf einer Funktion&auml;rskonferenz von ver.di dazu, den Kolleginnen und Kollegen die &bdquo;Segnungen&ldquo; von Hartz IV deutlich zu machen: &bdquo;Vorher gab es gravierende Ungerechtigkeiten&ldquo;, so sein Kommentar. Da klappte manche Kinnlade herunter, um dann in Nachfragen und Berichten aus der Wirklichkeit Gabriel kontra zu geben. Dies war dem SPD-Vorsitzenden bald zu viel. Er packte seine Sachen und entschwand vorzeitig. &bdquo;Das erinnert doch sehr an den Basta-Kanzler&ldquo;, so die Kollegen.<br>\nFazit: Die SPD steht treu zu Hartz IV. Vielleicht gebe es bei einer SPD-Regierung mal &bdquo;ein paar Euro extra&ldquo;, so Gabriel, aber ansonsten wird mit ihm nichts ge&auml;ndert.<br>\nViele Kolleginnen und Kollegen wissen, dass die Drohung, bei Arbeitslosigkeit sp&auml;testens nach einem Jahr tief abzust&uuml;rzen, zu Angst und Schrecken bei den Besch&auml;ftigten gef&uuml;hrt hat. Die Wirkung von Hartz IV geht weit &uuml;ber den Kreis der unmittelbar betroffenen Erwerbslosen hinaus.<br>\nWenn die Jobagentur jede bzw. jeden zum Kloputzen f&uuml;r 3,50 Euro und zum Hofkehren f&uuml;r 2,95 Euro in der Stunde verdonnern kann, ohne R&uuml;cksicht auf vorherige T&auml;tigkeit und Qualifikation, dann wirkt Hartz IV wie eine brutale disziplinarische Peitsche. Dann &uuml;berlegen sich viele, ob sie ihre Rechte im Betrieb konsequent wahrnehmen. Das wirkt sich auch auf die Kampfbereitschaft in Tarifrunden aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.michael-schlecht-mdb.de\/spd-schattenmanner-stolz-auf-hartz-iv.html\">Michael Schlecht<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Respekt? Wovor denn?<\/strong><br>\nRespekt vor religi&ouml;sen Gef&uuml;hlen!, hei&szlig;t es allenthalben. Michael Schmidt-Salomon h&auml;lt es f&uuml;r falsch, auf die Befindlichkeiten von Gl&auml;ubigen gro&szlig; R&uuml;cksicht zu nehmen.<br>\nEs wirkt wie ein bedingter Reflex: Kaum gehen religi&ouml;se Fanatiker auf die Barrikaden, sind westliche Politiker und Journalisten zur Stelle, um Respekt f&uuml;r religi&ouml;se Gef&uuml;hle einzufordern. So war es vor sechs Jahren im Zuge des Karikaturenstreits, so ist es heute bei den Protesten gegen das trashige YouTube-Filmchen Die Unschuld der Muslime. Im ersten Moment mag die Forderung sogar vern&uuml;nftig erscheinen: Denn w&auml;re es nicht sch&ouml;n, wenn wir alle etwas respektvoller miteinander umgehen w&uuml;rden?<br>\nBei genauerer Betrachtung zeigt sich jedoch, dass diese so freundlich wirkende Haltung diametral gegen die Streitkultur der Aufkl&auml;rung verst&ouml;&szlig;t, auf der der moderne Rechtsstaat gr&uuml;ndet. &ldquo;Mehr Respekt bitte!&rdquo; ist ein Totschlagargument, das jede vern&uuml;nftige Debatte zum Erliegen bringt.<br>\n&ldquo;Respekt&rdquo; (von lateinisch &ldquo;respectus&rdquo;: Zur&uuml;ckschauen, R&uuml;cksicht) bezeichnet eine Form der Achtung und Ehrerbietung gegen&uuml;ber einer anderen Person, ihren Handlungen oder &Uuml;berzeugungen. Keine Frage: F&uuml;r aufgekl&auml;rte Zeitgenossen ist es eine pure Selbstverst&auml;ndlichkeit, Menschen als Menschen wertzusch&auml;tzen. Doch gilt dies auch f&uuml;r alle &Uuml;berzeugungen, die Menschen an den Tag legen? Ganz gewiss nicht.<br>\nWie etwa k&ouml;nnten wir aus einer aufkl&auml;rerischen Perspektive heraus Glaubens&uuml;berzeugungen respektieren, die noch immer &ndash; im 21. Jahrhundert! &ndash; gegen Schwule und Ehebrecherinnen agitieren?<br>\nNein, hinter solchem Respekt verbirgt sich meist blo&szlig; Ignoranz beziehungsweise Feigheit, die sprichw&ouml;rtlich geworden ist: Der Kl&uuml;gere gibt nach &ndash; was der Dummheit schon h&auml;ufig zum Sieg verholfen hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2012-09\/religion-ideologie-respekt\/seite-1\">ZEIT<\/a>\n<p><strong>passend dazu: Interview mit G&uuml;nter Wallraff &ndash; &ldquo;Die Medien mit Religions-Karikaturen &uuml;berschwemmen&rdquo;<\/strong><br>\nDie muslimische Welt ist in Aufruhr wegen eines Films und einiger Karikaturen. Wie weit darf Meinungsfreiheit gehen? Der Journalist G&uuml;nter Wallraff spricht dar&uuml;ber im Tagesspiegel-Interview und nimmt Stellung zu Salman Rushdie und Blasphemie. [&hellip;]<br>\nTagesspiegel: Wenn religi&ouml;se Leute hochempfindlich sind, ist es dann sinnvoll, noch &Ouml;l ins Feuer zu gie&szlig;en, indem man, wie jetzt die franz&ouml;sische Satirezeitung &bdquo;Charlie Hebdo&ldquo;, schon wieder Karikaturen von Mohammed abdruckt?<br>\nWallraff: Solange sich nur einzelne Individuen oder Medien an dieser Demonstration von Freiheit beteiligen, wird nicht viel erreicht. Man m&uuml;sste im Grunde die Zeitungen, Illustrierten, Magazine jetzt &uuml;berschwemmen mit Karikaturen &ndash; und zwar zu allen Religionen. Das w&auml;re eine deutliche Botschaft. Das w&uuml;rde denen, die es noch nicht begriffen haben, direkt vor Augen f&uuml;hren, dass wir uns nicht einsch&uuml;chtern lassen. Die Gegner erm&uuml;den dann n&auml;mlich, denn so viel k&ouml;nnen sie gar nicht demonstrieren. Sie k&ouml;nnen nicht t&auml;glich gegen alles Aufst&auml;nde anzetteln, was gedruckt und gesagt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/medien\/interview-mit-guenter-wallraff-die-medien-mit-religions-karikaturen-ueberschwemmen\/7166300.html\">Tagesspiegel<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Experten warnen vor Steuerpakt mit Schweiz<\/strong><br>\nDer Ankauf von Steuer-CDs soll Nordrhein-Westfalen Milliarden eingebracht haben. Inzwischen mehren sich die Stimmen, die sich gegen das umstrittene deutsch-schweizerische Steuerabkommen aussprechen &ndash; es beg&uuml;nstige Steuerbetr&uuml;ger.<br>\nDer umstrittene Kauf von Steuer-Daten hat dem Staat nach Angaben von Nordrhein-Westfalens Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) bundesweit 3 Mrd. Euro eingebracht. Den Einnahmen st&uuml;nden 9 Mio. Euro Ausgaben f&uuml;r den Erwerb der Dateien gegen&uuml;ber, teilte der Minister mit. Er &auml;u&szlig;erte sich am Freitag in D&uuml;sseldorf &ndash; kurz vor einer Anh&ouml;rung des Bundestags-Finanzausschusses zum umstrittenen Steuerabkommen zwischen Deutschland und der Schweiz an diesem Montag.<br>\nIn Stellungnahmen f&uuml;r die Anh&ouml;rung in Berlin kritisierten Experten vor allem die Pl&auml;ne f&uuml;r eine anonyme Nach-Besteuerung von deutschem Schwarzgeld in der Schweiz. Gewerkschaften, Juristen sowie Steuer- und Kriminalbeamte sehen unter anderem eine ungerechtfertigte Besserstellung von Steuerbetr&uuml;gern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:steuerabkommen-experten-warnen-vor-steuerpakt-mit-schweiz\/70094155.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Reaktion auf Massenproteste &ndash; Portugal r&uuml;ckt von drastischem Sparprogramm ab<\/strong><br>\nDie portugiesische Regierung beugt sich dem Druck der Stra&szlig;e. Nach achtst&uuml;ndigen Verhandlungen hat sie angek&uuml;ndigt: Die umstrittene Erh&ouml;hung der Sozialbeitr&auml;ge kommt doch nicht. Bisher galten die Reformbem&uuml;hungen des Krisenstaats als vorbildlich. [&hellip;]<br>\nDas krisengesch&uuml;ttelte Portugal hatte vergangenes Jahr internationale Finanzhilfen in H&ouml;he von 78 Milliarden Euro erhalten, im Gegenzug verpflichtete es sich zu drastischen Einsparungen und Reformen. Die Vorgaben hatte das Land bislang weitgehend erf&uuml;llen k&ouml;nnen &ndash; vor allem &uuml;ber h&ouml;here Steuern, Ausgabenk&uuml;rzungen und Lohnsenkungen im &ouml;ffentlichen Dienst.<br>\nSeitdem bricht aber die Wirtschaft ein, die Arbeitslosenrate stieg auf 15 Prozent. Portugals Gl&auml;ubiger &ndash; der Internationale W&auml;hrungsfonds, die EU und die Europ&auml;ische Zentralbank &ndash; haben dem hochverschuldeten Land ein Jahr mehr Zeit zur Sanierung des Haushalts zugestanden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/reaktion-auf-massenproteste-portugal-rueckt-von-sparprogramm-ab-a-857403.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Neoliberaler als der SPIEGEL kann man es nicht ausdr&uuml;cken: &ldquo;Bisher galten die Reformbem&uuml;hungen des Krisenstaats als vorbildlich.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Griechenland &ndash; Kahlschlag in Krisenzeiten<\/strong><br>\nF&uuml;r viele Griechen ist Heiz&ouml;l unbezahlbar geworden &ndash; in der Not besorgen sie sich illegal Brennholz. Im Athener Umweltministerium zeigt man sogar Verst&auml;ndnis f&uuml;r die finanziellen Sorgen der B&uuml;rger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/weltspiegel\/griechenland-kahlschlag-in-krisenzeiten\/7170430.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Mathematiker kritisiert Abzocke bei Riester-Rente<\/strong><br>\nVersicherungsmathematiker Axel Kleinlein attackiert die Anbieter von Riester-Renten: Diese w&uuml;rden sich die staatlichen Zusch&uuml;sse in die eigene Tasche stecken &ndash; daf&uuml;r aufkommen m&uuml;sse der Steuerzahler.<br>\nDie Riester-Rente steckt in Schwierigkeiten. Zehn Jahre nach Einf&uuml;hrung haben zwar mehr als 15 Millionen Menschen einen solchen Vertrag. Doch die komplizierten Regeln und die unklaren Kosten lassen mehr und mehr die Frage aufkommen, ob sich das beharrliche Sparen wirklich lohnt. Gerade die Versicherungsvariante, f&uuml;r die sich rund elf Millionen Deutsche entschieden haben, ist umstritten.<br>\nLaut Stiftung Warentest verdienen gerade einmal f&uuml;nf von 29 untersuchten Versicherungsangeboten die Note &ldquo;gut&rdquo;. Es muss also etwas geschehen. Das wei&szlig; auch die Regierung. Sie will kommende Woche einen Gesetzentwurf auf den Weg bringen, der auch f&uuml;r mehr Transparenz sorgen soll. Die Anbieter, gleich ob Versicherer, Bank oder Fondsgesellschaft, m&uuml;ssen demnach k&uuml;nftig ein einheitliches Produktinformationsblatt f&uuml;r Riester-Vertr&auml;ge ausgeben.<br>\nAxel Kleinlein, Vorstandsvorsitzender des Bundes der Versicherten, reicht dies nicht. Der 42-j&auml;hrige Mathematiker arbeitete fr&uuml;her selbst in der Versicherungsbranche und gilt heute als einer ihrer gr&ouml;&szlig;ten Kritiker.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article109413999\/Mathematiker-kritisiert-Abzocke-bei-Riester-Rente.html\">WELT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Arbeitslosigkeit &ndash; &bdquo;Die Zeit heilt keine Wunden&ldquo;<\/strong><br>\nK&ouml;nnen sich Menschen an Arbeitslosigkeit gew&ouml;hnen? Beruhigt es sie, wenn viele andere Leute in ihrem Umfeld ebenfalls ohne Job sind? Nein, haben Forscher jetzt herausgefunden. Arbeitslosigkeit schmerzt die Menschen sogar mehr als eine Trennung vom Partner.<br>\nWer arbeitslos wird, f&auml;llt in ein tiefes Loch. Weniger tief fallen Menschen, in deren direkter Umgebung es viele Arbeitslose gibt, so lautet die g&auml;ngige Meinung unter &Ouml;konomen. Dort sei Arbeitslosigkeit gemeinhin akzeptierter, der Arbeitslose weniger ge&auml;chtet und damit zufriedener als in prosperierenden Regionen mit hoher Besch&auml;ftigung. Stimmt alles nicht, haben jetzt Forscher der Universit&auml;t Lausanne und des Swiss Centre of Expertise in Social Sciences (FORS) herausgefunden. &bdquo;In Bezug auf Arbeitslosigkeit ist geteiltes Leid nicht halbes Leid&ldquo;, sagt Studienautor Oliver Lipps von FORS.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftswissen\/arbeitslosigkeit-die-zeit-heilt-keine-wunden-11896481.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Einigung in der Union: Betreuungsgeld wird zum Rentenprogramm<\/strong><br>\nIm Streit um das Betreuungsgeld schl&auml;gt die Regierung ein neues Modell vor: Eltern sollen in Zukunft frei w&auml;hlen k&ouml;nnen, ob sie das Geld in bar nehmen oder als Zuschuss f&uuml;r die private Rentenversicherung. Damit sind die Kritikerinnen aus der CDU erst einmal bes&auml;nftigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:einigung-in-der-union-betreuungsgeld-wird-zum-rentenprogramm\/70093998.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Betreuungsgeld und F&ouml;rderung der privaten Rentenversicherung: wenn man zwei v&ouml;llig unsinnige Dinge miteinander verbindet, wird alles wieder gut?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Ohne Kopiergeld keine Arbeitsbl&auml;tter<\/strong><br>\nMutter zahlt aus Sicht der Schule zu sp&auml;t &ndash; Kinder erhalten kein Unterrichtsmaterial<br>\nEine Mutter bat um Aufschub. Die Schule entschied, dass es f&uuml;r ihre Kinder dann keine Arbeitsbl&auml;tter gebe.<br>\nDas Thema Kopiergeld nervt viele Eltern und Lehrer &ndash; die einen, weil sie noch einmal zus&auml;tzlich zur Kasse gebeten werden, die anderen, weil sie das Geld einfordern und h&auml;ufig auch hinterherlaufen m&uuml;ssen.<br>\nDas hat jetzt an der Grundschule Kreyenbr&uuml;ck (Breewaterweg) zu einer Entwicklung gef&uuml;hrt, die von einer Mutter von sechs Kindern, die auf Hartz IV angewiesen ist und gerade eine Ausbildung zur examinierten Altenpflegerin macht, als sehr unsch&ouml;n empfunden wird.<br>\nWas war passiert? Die Leiterin der Grundschule hatte vor den Sommerferien darauf hingewiesen, dass nach den Ferien wieder das Kopiergeld f&auml;llig werde &ndash; bislang 10 Euro f&uuml;rs Schuljahr, nun 15 Euro.<br>\nEinen Tag nach den Sommerferien wandte sie sich mit einem Brief an die Eltern, die noch nicht gezahlt hatten. Sie forderte die Eltern auf, sp&auml;testens in zwei Tagen zu zahlen. W&ouml;rtlich: &bdquo;Kinder, f&uuml;r die das Geld nicht bezahlt wird, erhalten keine Arbeitsbl&auml;tter und k&ouml;nnen nicht entsprechend am Unterricht teilnehmen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nwzonline.de\/oldenburg\/bildung\/ohne-kopiergeld-keine-arbeitsblaetter_a_1,0,1015665373.html\">NWZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>James K. Galbraith &ndash; &bdquo;Ich bin schlecht, aber er ist schlechter&ldquo;<\/strong><br>\nMitt Romney ist superreich, doch Barack Obama ist auch keine arme Kirchenmaus. Obwohl die besseren Argumente f&uuml;r Obama zu sprechen scheinen, kann dieser sie im US-Wahlkampf 2012 nicht zur Geltung bringen.<br>\nEs ist eine komplexe Herausforderung, vor der Pr&auml;sident Barack Obama auf dem morgen beginnenden Parteitag der Demokraten steht: Er muss einen Weg finden, wie er trotz schwacher Konjunktur und einer gemischten eigenen Bilanz eine wirksame Botschaft an die W&auml;hler sendet.<br>\nZwar k&ouml;nnte man auf den ersten Blick meinen, dass diese Aufgabe nicht so schwer ist. Der ehemalige Gouverneur Mitt Romney gilt schlie&szlig;lich als Raubtierkapitalist, der noch nicht einmal seine Steuerbescheide komplett offenlegt. Au&szlig;erdem kandidiert er mit einem Wahlkampfprogramm, das &uuml;ber eine R&uuml;ckkehr zum Goldstandard fantasiert, und mit einem Bewerber f&uuml;r das Amt des Vizepr&auml;sidenten, Paul Ryan, der verk&uuml;ndet, die sozialen Sicherungssysteme zerst&ouml;ren zu wollen.<br>\nAber: Romney mag zwar superreich sein, doch arm wie einst Karl Liebknecht ist Obama auch nicht. Das meiste Spendengeld, das er f&uuml;r seinen Wahlkampf im Jahr 2008 von den Angestellten einer einzelnen Firma erhielt, stammte von Goldman Sachs. Nahezu s&auml;mtliche seiner wichtigsten Wirtschaftsberater waren Vertraute von Robert Rubin, der seinerzeit Berater der Citigroup war.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/meinung\/gastbeitraege\/james-k-galbraith-ich-bin-schlecht-aber-er-ist-schlechter-seite-all\/7087488-all.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Beschl&uuml;sse des Juristentages sind in der Tendenz b&uuml;rgerrechts- und internetfeindlich<\/strong><br>\nDer letzte Woche zu Ende gegangene 69. Deutsche Juristentag hat eine ganze Reihe fragw&uuml;rdiger und diskussionsbed&uuml;rftiger Beschl&uuml;sse gefasst, die auf eine st&auml;rkere Regulierung und &Uuml;berwachung des Internets abzielen. Diese Beschl&uuml;sse werden von den Fachabteilungen des DJT gefasst, die mir angesichts dessen, was inhaltlich abgestimmt wurde, doch deutlich von einer konservativen und nicht gerade liberalen Grundhaltung dominiert zu sein scheinen.<br>\nDie f&uuml;r das Internet relevanten Beschl&uuml;sse des DJT finden sich in dem Beschlusspapier u.a. auf S. 9 &ndash; 11 (Strafrecht) und S. 23 ff. (IT- und Kommunikationsrecht).<br>\nDer DJT spricht sich f&uuml;r eine Vorratsdatenspeicherung, Onlinedurchsuchung (in engen Grenzen) und Quellen-TK&Uuml; aus. Ein Recht auf anonyme Internetnutzung lehnt der DJT ab. Gefordert wird ferner, dass bei der Verarbeitung personenbezogener Daten von Minderj&auml;hrigen eine Einwilligung des einsichtsf&auml;higen Minderj&auml;hrigen und seines gesetzlichen Vertreters notwendig sein soll. Das w&uuml;rde nat&uuml;rlich u.a. eine Nutzung sozialer Netze durch Minderj&auml;hrige erheblich erschweren und ist relativ weit von der Lebenswirklichkeit entfernt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.internet-law.de\/2012\/09\/beschlusse-des-juristentages-sind-in-der-tendenz-burgerrechts-und-internetfeindlich.html\">Internet-Law<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wider die Monokultur<\/strong><br>\nEs ist wahr, es entstehen Probleme beim Zusammenleben zwischen Deutschen und Ausl&auml;ndern. Wer das Problem ist, wird von der rechtsgerichteten Presse nur falsch interpretiert. Denn nicht die Leute, die hierkommen sind das Problem &ndash; problematisch sind meist diejenigen, die immer schon hier waren. Sie sind es, weil sie nicht kapieren wollen, dass es etwas wie eine ethnisch reine Gesellschaft nie gab und im Hinblick auf diese engmaschig vernetzte Welt zuk&uuml;nftig nie mehr geben kann. Multikulturalit&auml;t ist nicht das Hirngespinst linker Spinner, sondern deren Leugnung ist die weltfremde Lebensl&uuml;ge nationalstaatlichen Denkens. Wer heute noch glaubt, dass Deutschland den Deutschen geh&ouml;re, der ist das Problem &ndash; Schreih&auml;lse, die dergleichen rufen, wirken vielleicht nicht so, weil sie viele Bef&uuml;rworter finden, aber sie sind Anachronismen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2012\/09\/wider-der-monokultur.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Institut f&uuml;r Frieden setzt auf Krieg<\/strong><br>\nKarin Leukefeld &uuml;ber die westliche Destabilisierungspolitik gegen Syrien und den Ruf der politischen Opposition nach Waffenruhe<br>\n&bdquo;The Day After&ldquo; (eine deutsch-syrisch-USamerikanische NGO) setzt darauf, dass Syrien zerst&ouml;rt wird. Das wird ganz deutlich aus ihren Pl&auml;nen. Sie haben Zeitlinien vorgegeben, was innerhalb von drei Monaten, von sechs Monaten, nach dem &bdquo;Sturz des Regimes&ldquo; gemacht werden muss. Alle diese &Uuml;berlegungen gehen davon aus, dass das Land zerst&ouml;rt ist: die Infrakstuktur ist zerst&ouml;rt, die Kommunikation ist zerst&ouml;rt, es gibt Unmengen von Fl&uuml;chtlingen, es gibt Hunger, Arbeitslosigkeit, &bdquo;Verschwundene&ldquo; usw&hellip; Vor einem Jahr (als The Day After in die Wege geleitet wurde) war die Situation in Syrien aber bei weitem nicht so, wie sie heute ist. Das hei&szlig;t ja auch, dass diese NGO praktisch damit rechnet, oder in gewisserweise auch darauf hinarbeitet, dass das Land erst zerst&ouml;rt wird, eben auch durch diese bewaffneten Auseinandersetzungen, um es dann wirtschaftlich und politisch wieder neu aufzubauen. W&auml;hrend die &Uuml;berlegungen der Menschen im Land selber dabei eigentlich keine Rolle spielen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/weltnetz.tv\/video\/399\">Weltnetz TV<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-14506","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14506","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=14506"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14506\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14508,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14506\/revisions\/14508"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=14506"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=14506"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=14506"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}