{"id":145133,"date":"2026-01-21T16:10:05","date_gmt":"2026-01-21T15:10:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145133"},"modified":"2026-01-21T16:21:45","modified_gmt":"2026-01-21T15:21:45","slug":"leserbriefe-zu-bedingt-winterkriegstauglich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145133","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eBedingt winterkriegstauglich\u201c"},"content":{"rendered":"<p><!--more--><br>\n<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=144733\">Diese Glosse<\/a> hat <strong>Jens Berger<\/strong> dem Begriff &bdquo;Winter&ldquo; und dem Anspruch, unbedingt kriegstauglich werden zu wollen, gewidmet. Die Deutschen sollten erst einmal an ihrer Einstellung zum Winter arbeiten. Sie w&uuml;rden ab zehn Zentimeter Neuschnee lieber von einem &bdquo;Schneechaos&ldquo; sprechen. Eine positive F&uuml;gung der Geschichte sei es, dass unsere V&auml;ter und Gro&szlig;v&auml;ter noch mit ihren Panzern im Schnee vor Stalingrad feststeckten und nun unsere S&ouml;hne und T&ouml;chter heute schon schwer traumatisiert seien, wenn sie bei zehn Zentimeter Neuschnee die Tiefgaragenausfahrt mit ihrem Audi nicht hochkommen. Ein Volk, das derart hypersensibel geworden sei und die kleinste Abweichung vom Normalzustand als &bdquo;Katastrophe&ldquo; hochjazze, m&uuml;sse &bdquo;ja im Kern ein friedfertiges Volk sein &ndash; ist Krieg doch die gr&ouml;&szlig;tm&ouml;gliche Abweichung vom Normalzustand&ldquo;. Wir danken f&uuml;r die interessanten Zuschriften hierzu. Die nun folgende Auswahl der Leserbriefe hat <strong>Christian Reimann<\/strong> f&uuml;r Sie zusammengestellt.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Eine herrlicher Text, vielen Dank Herr Berger!<\/p><p>Mit anhaltendem Schmunzeln gr&uuml;&szlig;t herzlich<\/p><p>Bj&ouml;rn M&ouml;hl<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Toll geschrieben, dacht auch die ganze Zeit so &auml;hnlich. So wird es jedenfalls nichts mit dem Marsch auf Moskau&hellip;.<\/p><p>Andreas Klotz<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger,<\/p><p>herzlichen Dank f&uuml;r die &ndash; wieder mal &ndash; gelungene Glosse. Diesmal zum &bdquo;Winterchaos&ldquo;. Als Erg&auml;nzung zum gelinkten Spot der DB als Anlage das quasi &bdquo;dazugeh&ouml;rende&ldquo; Plakat der DB.&nbsp;<\/p><p>Das waren noch Zeiten, als die DB damit werben konnte.&nbsp;<\/p><p>Sch&ouml;ne Gr&uuml;&szlig;e und Dank an Sie und die Redaktion f&uuml;r Ihre Arbeit.<\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nReinhold J&auml;ger<\/p><div class=\"imagewrap\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/260115-lbs-Bahn-Wetter.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/div><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger,<\/p><p>danke f&uuml;r die Glosse. Ein Lichtblick in diesen (mental) tr&uuml;ben Zeiten.<\/p><p>Besonders irre ist, dass der Merz, untergehakt mit Starmer, einem Bruder im Ungeiste, Russland in der Ukraine und die USA in Gr&ouml;nland gleichzeitig angreifen will. Und was wenn es dort schneit (soll ja in Gr&ouml;nland vorkommen)? Und Sreusalz ist verboten.<\/p><p>10 cm Neuschnee sind im Winter normal und nicht eine &ldquo;Abweichung vom Normalzustand&rdquo;. Wenn da Eisen- und Autobahn nicht funktionieren, dann liegt das eben daran, dass in Deutschland alles den Bach runter geht. Das kann auch erkl&auml;ren, warum dieses &ldquo;hypersensible Volk&rdquo; sich nicht etwa vor Abweichungen vom Normalzustand f&uuml;rchtet, denn das sind sie ja nicht, sondern vor jeglicher Ver&auml;nderung. Dass sind dann die auf Zwangscharakter gepolten, die noch einen Rest an Realit&auml;t im Unterbewusstsein haben. W&auml;hrend die Narzissten, wie Merz, mit donnerndem Hurra in den Orkus schlittern.<\/p><p>Korrekt ist nat&uuml;rlich, dass vergessen wurde was Winter ist. Ist ja generisches Maskulinum, &ldquo;der Winter&rdquo;. Das ist nicht erlaubt. H&ouml;chstens wenn er mit einer &ldquo;Winterin&rdquo; an der Hand daher kommt.<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nRolf Henze<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger, liebes Nachdenkseitenteam.<\/p><p>Ich musste schon schmunzeln bei der Lekt&uuml;re Ihres Artikels. Ja der Sturm wurde medial aufgeblasen, kleines Wortspiel am Rande. Von einem &ldquo;Blizzard&rdquo; war gar die Rede. Warum man nicht einfach das Deutsche Wort Schneesturm benutzte, erschlie&szlig;t sich wohl nur den Machern solcher &ldquo;Nachrichten&rdquo;. Klingt geiler wahrscheinlich, spektakul&auml;rer irgendwie, und das ist es nat&uuml;rlich was z&auml;hlt, Trivialit&auml;t war gestern, heute muss es entsprechend aufgepeppt werden, m&ouml;glicherweise damit es &uuml;berhaupt noch wahrgenommen wird in Zeiten der Superlative. Und da wurde einiges aufgefahren von den Wetterlurchen, von Lebensgafahr war die Rede und davon ja zu Hause zu bleiben. Klingt toll und ist sicher hilfreich f&uuml;r die Millionen, die zur Arbeit mussten. H&auml;tte gern mal die Reaktion von meinem Chef geh&ouml;rt, bei einem entsprechendem Anruf.<\/p><p>Gerade auch der Deutsche Wetterdienst, der ja eigentlich seri&ouml;s sein m&ouml;chte, reiht sich ein in die inflation&auml;r Warnenden, im regelm&auml;ssigen Abst&auml;nden poppen bei meiner Alexa die Warnungen auf, Frost, Wind, Windb&ouml;en, Sturm, es nimmt gar kein Ende. Ich warte noch auf die Warnung vor Dunkelheit, die kam bisher noch nicht, was aber nichts hei&szlig;en soll.<\/p><p>Das mit dieser Dauerberieslung u. U. genau das Gegenteil dessen erreicht wird, was man eigentlich erreichen m&ouml;chte, n&auml;mlich die Sensibilisierung f&uuml;r Wetterereignisse, nimmt man meiner Meinung nach billigend in Kauf, es geht schlie&szlig;lich um Klicks und Kohle und nichts sonst!<\/p><p>Hochachtungsvoll, Ulrich Erich.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr Berger,<\/p><p>die gro&szlig;e deutsche Nation ist inzwischen eine Nation von Menschen, die nur noch im wohldosiert temperierten Wasser K&ouml;rperhygiene betreiben kann. Vor einigen Jahren wurde ernsthaft diskutiert, die analogen Uhren abzuschaffen, da die lieben Kleinen Schwierigkeiten hatten auf den Chronometern die Zeit abzulesen. K&uuml;rzlich wurde die Studie ver&ouml;ffentlicht, die aufdeckte, dass Menschen in j&uuml;ngeren Altersklassen Versagens&auml;ngste haben, wenn es um das Betanken ihrer Fahrzeuge ging. In Rheinland-Pfalz wurden vom Bildungsministerium untersagt an Schulen unangek&uuml;ndigte Tests durchzuf&uuml;hren. Die lieben Kleinen w&uuml;rden hierdurch extrem traumatisiert. Als letztes m&ouml;chte ich eine Stimme aus einer Befragung zitieren (gesendet im S&uuml;dWestRundfunk):<\/p><p>Eine junge Frau, zu ihrer Meinung Wehrpflicht befragt antwortete: &ldquo;Wehrdienst finde ich gut, Wer diesen absolviert, lernt W&auml;sche falten und Betten machen.&rdquo; So erzieht man Helden, dazu muss man doch nicht mehr sagen.<\/p><p>Den Nachdenkseiten kann man nie genug f&uuml;r ihre Arbeit danken.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nMichael Wei&szlig;<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NDS-Redaktion,<\/p><p>Extremwetter hei&szlig;en Extremwetter, weil sie selten sind &ndash; sonst w&auml;re sie ja Normalwetter. Allerdings bekommt man mehr und mehr den Eindruck, dass mittlerweile jedes &ldquo;Normalwetter&rdquo; zum Extremwetter hochstilisiert wird. Man rechnet der Natur vor, wieviele Sonnenstunden ein Monat haben darf, wieviel Niederschlag erlaubt ist, welche Temperaturen nicht &uuml;berschritten werden d&uuml;rfen. Bei Abweichungen stimmt dann nat&uuml;rlich etwas mit der Natur nicht. Was aber w&auml;re denn der &ldquo;richtige&rdquo; Zustand der Natur? Genauso wenig wie ein Fluss auf einen bestimmten Zustand festgelegt ist, sind es Witterung oder Klima ebenfalls nicht. Fr&uuml;here Verh&auml;ltnisse sagen uns auch nicht, wie der Fluss (oder die Witterung, das Klima) seiner Natur nach sein sollte, welcher Zustand &ldquo;der richtige&rdquo; ist. Offensichtlich empfinden wir den Naturzustand heute als eine vom Menschen verursachte Aneinanderreihung von Katastrophen. Diese sollen nun vom Steuerzahler ausgeglichen werden, weil Politik die Allgemeinheit im Glauben l&auml;sst, sie w&auml;re schuld daran, dass das Wetter so verlief, wie es verlaufen ist. Medial werden Katastrophen ausgeschlachtet, die gar nicht stattgefunden haben.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nMichael Wrazidlo<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger, sehr geehrtes Nachdenkseitenteam<\/p><p>Ja es ist einerseits gut, wie sie schreiben, dass die Deutschen, zumindest viele davon, so hochsensibel geworden sind gegen&uuml;ber Abweichungen von der gem&uuml;tlichen Normalit&auml;t, dass sie dadurch eigentlich nicht mehr kriegstauglich sind, was zumindest einen deutschen Angriffskrieg in naher Zukunft nicht sehr erfolgversprechend erscheinen l&auml;sst. Falls unsere Politiker dies auch im Blick haben sollten, w&auml;re dadurch der Frieden generell ein St&uuml;ck mehr gesichert. Mit so einem Volk l&auml;sst sich offensichtlich noch sehr schr&auml;ge Politik machen aber ein Krieg m&ouml;glicherweise nicht mehr, zumindest nicht mehr erfolgversprechend.<\/p><p>Andererseits ist diese mangelhafte emotionale Resilienz, die sich ja auch in zunehmenden Depressionszahlen und posttraumatischen Belastungsst&ouml;rungen zeigt, auch ein Hinweis darauf, dass diese nicht nur medial erzeugte &Uuml;bersensibilit&auml;t, auch ein Zeichen von zunehmender Realit&auml;tsuntauglichkeit sein k&ouml;nnte.<\/p><p>Es kann aber auch sein, dass die vielf&auml;ltigen Zumutungen der modernen Welt und die generellen Zumutungen des Lebens, die ungern thematisiert und gerne unter den Teppich gekehrt werden, generell die Resilienz gegen&uuml;ber allem und jedem stark reduzieren.<\/p><p>Mir scheint aber, dass die hiesigen Menschen eher in einer bildschirminduzierten illusion&auml;ren Traumwelt leben, in der sie zunehmend mehr den Kontakt zur ersten Realit&auml;t verlieren und in dieser zunehmend lebensuntauglich und traumatisiert werden, weil sie mit einer unbegrenzten Anspruchshaltung sich gar keine Welt mehr vorstellen wollen, in der sie etwas nat&uuml;rlich Induziertes behindern k&ouml;nnte.<\/p><p>Ich selbst, als leicht desillusionierter Zeitgenosse, bin aber dennoch gelegentlich auch sehr verwundert dar&uuml;ber, dass die Menschen in diesen h&auml;ufig extrem dunkeln, tr&uuml;ben, nasskalten Wintertagen, die sich ja locker von Anfang November bis Ende Februar hinziehen k&ouml;nnen, derart munter ihr Tagesgesch&auml;ft abwickeln, so als w&uuml;rden sie in der besten aller m&ouml;glichen Welten leben.<\/p><p>Generell ist, was Kriegstauglichkeit angeht, die deutsche Infrastruktur in keinster Weise kriegstauglich und kann auch &uuml;berhaupt nicht wirklich &nbsp;kriegstauglich gemacht werden, wie u.a. der Stromausfall in Berlin auch zuletzt denen deutlich gemacht haben sollte, die mehr entlang faktischen Vorg&auml;ngen als entlang m&ouml;glichen realen Risiken denken k&ouml;nnen oder wollen. Eine notwendige Voraussetzung f&uuml;r Kriegstauglichkeit w&auml;re ein total sicherer Schutzschirm gegen Luftangriffe jeglicher Art, weil die kritische Infrastruktur &uuml;berhaupt nicht absolut resilient umgebaut werden kann.<\/p><p>Fritz Gerhard<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo, liebe Nachdenkliche,<\/p><p>Klasse Artikel von Jens Berger, das Absurde,&nbsp; die Lachmuskeln anregend , aufs K&ouml;stlichste verdeutlicht.<\/p><p>&ldquo;Made my day&rdquo;!Einerseits.<\/p><p>Gleichwohl trete ich mal neben mich und sage mir: In der verzweifelten jungen Frau an der Tiefgaragenausfahrt am&uuml;siert uns nun eins der &ldquo;Ergebnisse&rdquo; der Entfremdung, die diese Geselloschaft, diese Zeit den Kindern angetan hat. Es ist ja wirklich auch sehr komisch f&uuml;r unsereiner&rdquo;alte wei&szlig;e Leute&rdquo;&ndash; Lebenserfahrungshintergrund, die wir noch mit Schlitten in halbvereisten B&auml;chen am Fu&szlig;e des Rodelabhanges gefallen und&nbsp; durch die K&auml;lte in nassen Klamotten bibbernd heimgerannt sind und im Sommer an solchen B&auml;chen Fr&ouml;sche fingen und kleine Staud&auml;mme oder Wasserr&auml;de aus Zweigen und Schn&uuml;ren bauten,..&hellip;<\/p><p>Spotlight auf urs&auml;chliche Elemente des zur Normalit&auml;t gewordenen Wahnsinns. der sich da in der Tiefgaragenausfahrt zeigt. Wir lachen, doch sie erlebt ihr Entsetzen ja echt, aufgrund der Pr&auml;gung., die ihr die Gesellschaft angetan hat.<\/p><p><strong>Alte Pr&auml;gungen<\/strong>: Im kalabresischen Dorf meiner angeheirateten Familie weinte einmal damals meine Schwiegermutter bitterlich und fassunsglos &uuml;ber etwas, wor&uuml;ber die deutschen Freunde sich aussch&uuml;tteten vor Lachen: ich war barf&uuml;&szlig; durch die Gassen gelaufen! Damit hatte ich die Familie der Gefahr ausgeliefert, Opfer des Monsters Dorfklatsch (&ldquo;b&ouml;ser Blick, b&ouml;se Zungen&rdquo;) zu werden &ndash; es bedeutete n&auml;mlich nach dortiger Tradition, die Famlie k&ouml;nne mich nicht mit Schuhwerk versorgen.<\/p><p><strong>Neue Pr&auml;gungen<\/strong>: Was &uuml;ber die Medien, au&szlig;er dass sie jeden Furz der Natur zur Katastrophe Hochjammern,&nbsp; ebenfalls seit Langem auf die Hirne wirkt, und damit Wahrnehmungen und Denken &ndash; neben anderen &lsquo;Einfl&uuml;ssen &ndash; mitpr&auml;gt, das ist die Illusion, man k&ouml;nne alle Naturph&auml;nomene und -elemente total in den Griff bekommen. Ein fr&uuml;herer CEO von Moderna sprach in einem Vortrag von &ldquo;die Software des Lebens &auml;ndern&rdquo;, f&uuml;r das an den Genen Herumfummeln..Gleicherma&szlig;en verk&uuml;ndet man, die &ldquo;Software&rdquo; von Klima und Wetter modulieren zu k&ouml;nnen und zu wollen, auch das (angeblich f&uuml;r jedes Ph&auml;nomen verantwortliche ) Klimakatastrophische, wenn man nur auf den deutschen paar Quadratzentimeterchen des Globus Nachbarn, K&uuml;he, Pflanzen (und am besten auch Babys durch nicht mehr Geb&auml;ren) am teuflischen C02-Aussto&szlig;en hinderte und fl&auml;chendeckend Elektroauto f&uuml;hre.<\/p><p>Zugleich haben junge Leute wie diese Weinende oft von klein auf mittlerweiler Wetter, Wald, Wind, alles sowohl Wunderbare als auch Bedrohliche der Natur mehr zweidimensional &uuml;ber Screens erlebt, weniger mit allen Sinnen, mit K&ouml;rper und Geist real und mehrdimensional, der f&uuml;r Hirn- und Emotionsentwicklung n&ouml;tige erlebte Bezug ist schwer gest&ouml;rt.<\/p><p>Unsere Ohnmacht wird verleugnet. Unseren Vorfahren und Urahnen war noch selbstverst&auml;ndlich, dass gegen&uuml;ber den Naturgesetzen und dem gelegentlichen Toben ihrer Auswirkungen (und auch ihren der menschlichen Erkenntnis und Wissenschaft nie bis ins Letzte entschl&uuml;sselbaren Wirkungen) ein gewisser Respekt angebracht ist, dass es Grenzen ihrer Beherrschbarkeit gibt. Das nicht alles machbar ist. Dass alles machbar w&auml;re (bis hin zu Geschlechtsdefinitionen, prothetischem Ersetzen jeglicher K&ouml;rperteile, Internetanbindung der Gene, k&uuml;nstlichen Geb&auml;rm&uuml;ttern u.v.a.m., und alles, alles durch Digitalisierung l&ouml;sbar (Boden? Anbau von Essen?) &ndash; diese Botschaft pr&auml;gt jetzt ganze Generationen. Da wird jeder Pups, mit dem ein Naturph&auml;nomen einen Tagesplan st&ouml;rt, logischerweise zur bedrohlichen Ohnmachtserfahrung. Nur war die Idiotie schon vorher, bei Anderen als dieser jungen Fraui<\/p><p>Absoloute Ohnmachtserfahrung, also die totale Verhinderung jeglicher M&ouml;glichkeit, etwas Hilfreiches selbst zu tun in einem bedrohlichen, schmerzhaften Ereignis, auch in einer l&auml;nger andauernden solchen Lage &ndash; das ist die Definition von Traumatisierung.<\/p><p>Unsere Urahnen fanden Wege aus dem Ur-Trauma von Wehrlosigkeit, Verletzlichkeit gegen&uuml;ber Raubtieren und Naturgewalten, Ausgeliefertsein an die Unw&auml;gbarkeiten der Nahrungsbeschaffung,.Aber &uuml;ber Jahrtausende konnten Menschenkinder immer noch direkt mit allen Sinnen erleben, was man die &ldquo;Einheit der Widerspr&uuml;che&rdquo; nennen kann &ndash; dass das, was uns potentiell fressen und vernichten kann, uns zugleich ern&auml;hrt, wohltun und heilen kann, sch&uuml;tzen kann. Und dass es nicht schlimm ist, wenn es unserem Einfluss entzogene Dinge gibt, da lernt man eben (oder nicht) die M&ouml;glichkeiten, damit zu leben.<\/p><p>Mein Kichern &uuml;ber den eigentlich begr&uuml;&szlig;enswerten &ldquo;Kollateral-Effekt&rdquo;, dass diese weinende junge Frau von den Kriegstreibern nicht einplanbar, nicht tauglich als Soldatin in einem russischen Winter w&auml;re, erstirbt, wenn mir klar wird, das junge Menschen mit dieser Pr&auml;gung f&uuml;r einem guten Frieden in gesunder Verbundenheit mit Menschen und Natur, mit Kritik- und Denkf&auml;higkeit und gerne Anpacken in einer teilhabefreundlichen Gesellschaft auch nicht mehr besonders gut ger&uuml;stet sind.<\/p><p>Marie-Luise Cavallaro<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-145133","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/145133","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=145133"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/145133\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":145144,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/145133\/revisions\/145144"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=145133"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=145133"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=145133"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}