{"id":145226,"date":"2026-01-23T14:00:07","date_gmt":"2026-01-23T13:00:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145226"},"modified":"2026-01-24T11:09:21","modified_gmt":"2026-01-24T10:09:21","slug":"vor-den-augen-der-welt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145226","title":{"rendered":"Vor den Augen der Welt"},"content":{"rendered":"<p>W&auml;hrend internationale Emp&ouml;rung zur wohlfeilen Pflicht&uuml;bung verkommt, wird im besetzten Ostjerusalem eine rote Linie &uuml;berschritten: Israel zerst&ouml;rt das Hauptquartier der UNRWA &ndash; und der Westen schaut zu. Der Bruch des V&ouml;lkerrechts wird benannt, aber folgenlos abgeheftet. Was sagt dieses Schweigen &uuml;ber die &bdquo;regelbasierte Ordnung&ldquo; wirklich aus? Von <strong>Karin Leukefeld<\/strong><\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_1848\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-145226-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260123_Vor_den_Augen_der_Welt_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260123_Vor_den_Augen_der_Welt_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260123_Vor_den_Augen_der_Welt_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260123_Vor_den_Augen_der_Welt_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=145226-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260123_Vor_den_Augen_der_Welt_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"260123_Vor_den_Augen_der_Welt_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><em>Lesen Sie dazu auch: Florian Warweg &ndash; <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145217\">Bundesregierung zur Zerst&ouml;rung des UNRWA-Hauptquartiers: &bdquo;Gazastreifen, Westjordanland und Ostjerusalem sind von Israel besetztes pal&auml;stinensisches Gebiet&ldquo;<\/a><\/em><\/p><p>Die westlichen Nachrichtenagenturen liefern Bildmaterial mit kurzen Texten. F&uuml;r &bdquo;humanit&auml;re Angelegenheiten&ldquo; zust&auml;ndige Beauftragte westlicher UN-Mitgliedsstaaten und der EU verurteilen den Bruch internationalen Rechts mit vorgefertigten Textbausteinen. Das <a href=\"https:\/\/www.bmz.de\/de\/aktuelles\/aktuelle-meldungen\/-zerstoerung-der-unrwa-zentrale-282968\">Bundesentwicklungsministerium<\/a> ver&ouml;ffentlichte wenige S&auml;tze. Die Zerst&ouml;rung der UNRWA-Geb&auml;ude sei eine &bdquo;besorgniserregende Eskalation&ldquo;, hie&szlig; es. UNRWA solle &bdquo;handlungsunf&auml;hig&ldquo; gemacht werden, sei aber &bdquo;f&uuml;r die Versorgung der pal&auml;stinensischen Fl&uuml;chtlinge unverzichtbar&ldquo;, die &bdquo;Lebensmittel, sauberes Wasser und medizinische Versorgung&ldquo; ben&ouml;tigten. Die Angriffe auf die UNRWA-Struktur sollten &bdquo;sofort aufh&ouml;ren&ldquo;.<\/p><p>Ansonsten wird die Sache zur Kenntnis genommen. Keine Rede von Sanktionen, nicht mal ein israelischer Diplomat wird in die &bdquo;regel-basierten&ldquo; Au&szlig;enministerien von USA, der EU-Kommission oder den E3-Staaten Deutschland, Frankreich, Gro&szlig;britannien einbestellt. Sie alle pflegen beste Beziehungen mit Israel, das f&uuml;r ihre Interessen einen &bdquo;neuen Mittleren Osten&ldquo; schaffen soll. Das geschieht nicht auf der Basis der UN-Charta und internationaler Abkommen, sondern &bdquo;regel-basiert&ldquo;. Die Basis dieser Regeln sind die eigenen geopolitischen Interessen und die Regeln werden &ndash; nat&uuml;rlich in Absprache &ndash; von Israel festgelegt.<\/p><p>Die westlichen Demokratien, wie sie sich gern nennen, zahlen milit&auml;rische und wirtschaftliche Unterst&uuml;tzung f&uuml;r einen Staat, der seit Bestehen (1948) die Verpflichtungen der UN-Charta und des internationalen Rechts missachtet hat. Sie liefern Waffen an Israel, damit es sich &bdquo;verteidigen&ldquo; kann. Sie liefern Waffen an Israel, das sich nach Aussagen des israelischen Ministerpr&auml;sidenten Benjamin Netanyahu in einem &bdquo;Wiederauferstehungskrieg an sieben Fronten&ldquo; befindet. Im Gegenzug kaufen sie das Neueste, was die israelische R&uuml;stungsindustrie zu bieten hat. Besonderes Interesse haben sie an den KI-gest&uuml;tzten Waffensystemen, die die israelische &bdquo;Verteidigungs&ldquo;-Armee im j&uuml;ngsten Vernichtungskrieg gegen die Pal&auml;stinenser im Gazastreifen, im Libanon, Syrien und Iran getestet hat.<\/p><p>Zu Beginn des neuen Jahres unterzeichnete der deutsche Innenminister Alexander Dobrindt in Israel mit Netanyahu einen deutsch-israelischen &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=144827\">Cyber- und Sicherheitspakt<\/a>&ldquo;, der auch den Aufbau eines gemeinsamen &bdquo;KI- und Cyberinnovationszentrums&ldquo; <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/515522.dobrindt-in-israel-beim-nat%C3%BCrlichen-partner.html\">beinhaltet<\/a>. Der <a href=\"https:\/\/www.sonntagsblatt.de\/artikel\/glaube\/alexander-dobrindt-wie-haelt-es-der-neue-innenminister-mit-religion-und-kirche\">bekennende Katholik<\/a> Dobrindt ist Jahrgang 1970 und damit offenbar ausgestattet mit der &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.bundeskanzler-helmut-kohl.de\/seite\/deutsch-israelische-beziehungen-die-rolle-von-helmut-kohl\/#anchor-3\">Gnade der sp&auml;ten Geburt&ldquo;.<\/a> Unbeschwert von der deutschen und der Geschichte des zionistischen Siedlerprojekts des Staates Israel trifft er sich mit Netanyahu, gegen den ein Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofes (IstGH) vorliegt, wegen mutma&szlig;licher &bdquo;Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit&rdquo;. Die Fotos und Filmaufnahmen von der Zerst&ouml;rung der zivilen Infrastruktur, Wohnh&auml;usern, Kinderg&auml;rten, Fl&uuml;chtlingsunterk&uuml;nften, von den Massengr&auml;bern im Gazastreifen haben den deutschen Innenminister offenbar so von der Schlagkraft der israelischen Armee &uuml;berzeugt, dass er Israel als &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.dwds.de\/wb\/Premiumpartner\">Premiumpartner<\/a>&ldquo; bezeichnet.<\/p><p>Schon Anfang 2025 hatte die Bundesregierung die 60-j&auml;hrigen diplomatischen Beziehungen mit Israel gew&uuml;rdigt. Deutschland sei &bdquo;strategischer Partner Israels, an Bedeutung nur von den Vereinigten Staaten &uuml;bertroffen&ldquo;, <a href=\"https:\/\/www.auswaertiges-amt.de\/de\/newsroom\/2693774-2693774\">hie&szlig; es<\/a>. Beide L&auml;nder seien &bdquo;vereint in ihrem Engagement f&uuml;r gemeinsame Werte und ihrer Entschlossenheit, gemeinsam den Herausforderungen der Gegenwart zu begegnen&ldquo;. F&uuml;r Israel ist eine dieser &bdquo;Herausforderungen&ldquo; das UN-Hilfswerk f&uuml;r die pal&auml;stinensischen Fl&uuml;chtlinge, UNRWA.<\/p><p>Bei verschiedenen Debatten in 2025, um das Mandat f&uuml;r die UNRWA f&uuml;r die Jahre 2027 bis 2029 zu verl&auml;ngern, hatte <a href=\"https:\/\/www.misereor.de\/en\/presse\/press-releases\/un-general-assembly-misereor-calls-for-german-support-for-unrwa\">Deutschland<\/a> sich dagegen ausgesprochen. Bei der entscheidenden Abstimmung am 5. Dezember stimmten 151 Staaten f&uuml;r die <a href=\"https:\/\/www.un.org\/unispal\/document\/unrwa-statement-5dec25-2\/\">Verl&auml;ngerung des Mandats<\/a> um drei Jahre. 10 Staaten, darunter die USA und Israel, stimmten dagegen und 14 Staaten, darunter auch Deutschland, enthielten sich.<\/p><p><strong>Die israelische Zerst&ouml;rung <\/strong><\/p><p>F&uuml;r Israel ist es ohne Bedeutung, wenn zwei Drittel der UN-Mitgliedsstaaten sein Handeln in die Schranken weisen und es an seine Verpflichtungen als UN-Mitgliedsstaat erinnern. Also verschaffte sich das israelische Milit&auml;r am 20. Januar 2026 zu dem UNRWA-Gel&auml;nde in Sheikh Jarrah im besetzten Ostjerusalem Zugang. Das war ein Versto&szlig; gegen die Verpflichtungen Israels aus dem &Uuml;bereinkommen &uuml;ber die Vorrechte und Immunit&auml;t der Vereinten Nationen. Danach m&uuml;ssen die UN-Mitgliedsstaaten die Unverletzlichkeit der R&auml;umlichkeiten der Vereinten Nationen achten und sch&uuml;tzen. Israel tat genau das Gegenteil. Die Soldaten entfernten die UN-Fahne und hissten stattdessen die israelische Fahne. Mindestens zwei schwere Abrissbagger begannen mit dem Abriss. Wieder und wieder schlugen die schweren H&auml;mmer auf Hallen und weitere Geb&auml;ude ein, bis sie in Staubwolken zusammenbrachen. Fotografen und Reporter internationaler Nachrichtenagenturen eilten zum Ort des Geschehens und <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/asien\/israel-unrwa-hauptquartier-100.html\">dokumentierten<\/a> die Zerst&ouml;rung. Abgeordnete der Knesset und mindestens ein Regierungsvertreter schauten zu. Niemand griff ein, um die Zerst&ouml;rung zu stoppen.<\/p><p>Seit Bestehen der Vereinten Nationen sei das nirgends geschehen, verurteilte der UNRWA-Sprecher <a href=\"https:\/\/www.saba.ye\/de\/news3631394.htm\">Adnan Abu Hasna<\/a> das Vorgehen der israelischen Armee vor Journalisten. Es sei ein &bdquo;Weckruf f&uuml;r die gesamte internationale Gemeinschaft&ldquo;, die Immunit&auml;t der UNRWA werde missachtet. Das israelische Vorgehen gef&auml;hrde die Hilfe f&uuml;r alle pal&auml;stinensischen Fl&uuml;chtlinge in den besetzten pal&auml;stinensischen Gebieten, in Gaza und in anderen L&auml;ndern der Region. Man sei von Israel informiert worden, dass Wasser, Strom und Telekommunikationsverbindungen in UNRWA-Einrichtungen abgeschaltet w&uuml;rden, auch in Schulen und Krankenh&auml;usern, so der UNRWA-Sprecher.<\/p><p>Im Oktober 2024 hatte das israelische Parlament, die Knesset, die UNRWA f&uuml;r illegal erkl&auml;rt und verf&uuml;gt, dass sie nicht mehr in den besetzten pal&auml;stinensischen Gebieten des Westjordanlandes, im Gazastreifen und in Ostjerusalem arbeiten d&uuml;rfe. Alle Mitarbeiter mussten Ostjerusalem und die besetzten Gebiete verlassen, inzwischen arbeitet die UNRWA aus der jordanischen Hauptstadt Amman. In einem <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/516091.unrwa-rauswerfen-vernichten-und-t%C3%B6ten.html\">Bericht<\/a> von Helga Baumgarten, der emeritierten Professorin f&uuml;r Politikwissenschaften an der Bir Zeit Universit&auml;t in Ramallah (1993-2019), wird der stellvertretende B&uuml;rgermeister von Jerusalem, Arieh King, anl&auml;sslich der Abrissarbeiten auf dem UNRWA-Gel&auml;nde mit den Worten zitiert, Israel habe &bdquo;den Feind besiegt, ihn aus Jerusalem hinausgeworfen und mit Gottes Hilfe (&hellip;.) werden wir alle UNRWA-Mitarbeiter rauswerfen, vernichten und t&ouml;ten&ldquo;. Arieh King hat eine doppelte israelisch-britische Staatsangeh&ouml;rigkeit.<\/p><p><strong>Ein Blick zur&uuml;ck<\/strong><\/p><p>Im Zuge des Krieges um die Staatsgr&uuml;ndung Israels im Mai 1948 und schon davor wurden D&ouml;rfer zerst&ouml;rt, <a href=\"https:\/\/www.icrc.org\/sites\/default\/files\/external\/doc\/en\/assets\/files\/other\/israel.pdf\">Menschen massakriert<\/a> und vertrieben. Die Pal&auml;stinenser sprechen von der <a href=\"https:\/\/www.lib-hilfe.de\/infos_ausstellung.html\">Nakba<\/a>, der Katastrophe. Die UN-Vollversammlung verabschiedete am 11. Dezember 1948 die <a href=\"https:\/\/www.un.org\/unispal\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/ARES194III.pdf\">UN-Resolution 194 (III)<\/a>, in der den Fl&uuml;chtlingen das Recht auf R&uuml;ckkehr in ihre Heimat &bdquo;zum fr&uuml;hestm&ouml;glichen Zeitpunkt&ldquo; zugesprochen wird. Wer nicht zur&uuml;ckkehren wolle, m&uuml;sse &bdquo;von der verantwortlichen Regierung oder Verwaltung&ldquo; entsch&auml;digt werden. Verantwortlich waren zionistische Milizen und der Staat Israel. Der ignorierte die Resolution.<\/p><p>Am 8. Dezember 1949 verabschiedete die UN-Vollversammlung die <a href=\"https:\/\/www.unrwa.org\/content\/general-assembly-resolution-302\">Resolution 302 (IV)<\/a>, mit der die UNRWA gegr&uuml;ndet wurde, um die pal&auml;stinensischen Fl&uuml;chtlinge mit &bdquo;direkter Hilfe und Arbeitsprogrammen&ldquo; zu versorgen. Ziel war, die Menschen &bdquo;vor dem Verhungern und vor Not&ldquo; zu bewahren und um &bdquo;Frieden und Stabilit&auml;t&ldquo; zu schaffen. UNRWA war die Folgeorganisation f&uuml;r UNRPR, der UN-Hilfe f&uuml;r Pal&auml;stinensische Fl&uuml;chtlinge, die 1948 gegr&uuml;ndet worden war.<\/p><p>Die Existenz von <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=110489\">UNRWA<\/a> erinnert Israel an seine Wurzeln und daran, dass zionistische Milizen schon vor der Gr&uuml;ndung des Staates Israel nicht nur Anschl&auml;ge auf die britische Mandatsverwaltung ver&uuml;bt, sondern auch die D&ouml;rfer der Pal&auml;stinenser zerst&ouml;rt, Einwohner ermordet und mehr als 700.000 Pal&auml;stinenser vertrieben hatten. Ihre Wurzeln hatten die Milizen unter anderem in der <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/kultur\/gesellschaft\/vladimir-jabotinsky-die-juedische-kriegsfront-fuer-eine-juedische-legion-90924145.html\">J&uuml;dischen Legion<\/a>, die im Ersten Weltkrieg in Pal&auml;stina &ndash; auch in Gaza &ndash; in den Reihen der britischen Armee gegen die Osmanen und Deutschen k&auml;mpfte. Gr&uuml;nder dieser Truppe war Wladimir Zeev Jabotinsky, der 1923 in einem Beitrag f&uuml;r eine zionistische Zeitung im Exil (Rasswet) eine &bdquo;<a href=\"https:\/\/monde-diplomatique.de\/artikel\/!1202807\">Eiserne Mauer<\/a> aus Bajonetten gegen die Araber&ldquo; gefordert hatte. Jabotinsky gr&uuml;ndete 1931 die &bdquo;Irgun&ldquo;, die &ndash; bewaffnet und im Kampf ausgebildet &ndash; Terror gegen jeden ver&uuml;bte, der sie in die Schranken weisen wollte. Im Juli 1946 sprengte die &bdquo;Irgun&ldquo; das britische Hauptquartier im King David Hotel in Jerusalem in die Luft, im April 1948 wurde das pal&auml;stinensische Dorf Deir Yassin &uuml;berfallen. Die Bev&ouml;lkerung wurde ermordet oder vertrieben, die H&auml;user zerst&ouml;rt. Beide Angriffe gingen auf das Konto der &bdquo;Irgun Zwai Leumi&ldquo; (deutsch: Nationale Milit&auml;rorganisation), deren Kommandeur seit 1943 Menachem Begin hie&szlig;.<\/p><p>1948 wurde &bdquo;Irgun&ldquo; wie alle anderen zionistischen Kampfverb&auml;nde aufgel&ouml;st, um den Kern der neu gegr&uuml;ndeten israelischen Verteidigungsstreitkr&auml;fte (IDF) zu bilden. Die Anf&uuml;hrer der Milizen zogen sich Anzug und Krawatte an, Menachem Begin wurde Politiker. Er gr&uuml;ndete die rechte nationalistisch-zionistische Partei &bdquo;Herut&ldquo; (oder auch Cherut, deutsch: Freiheit), die 1988 in die Likud-Partei &uuml;berging.<\/p><p>Als Begin 1948 in die USA reiste, um dort f&uuml;r seine &bdquo;Freiheitspartei&ldquo; Geld einzuwerben, wurde in der <em>New York Times<\/em> ein <a href=\"https:\/\/www.jewishvoiceforlabour.org.uk\/article\/albert-einstein-and-hannah-arendt-warn-against-fascism-in-israel\/\">Offener Brief<\/a> ver&ouml;ffentlicht.&nbsp;Die Unterzeichner, darunter auch Hannah Arendt und Albert Einstein, warnten vor der Begin-Partei Herut, die &bdquo;in ihrer Organisation, ihren Methoden, ihrer politischen Philosophie und ihrer sozialen Anziehungskraft den nationalsozialistischen und faschistischen Parteien sehr &auml;hnlich&ldquo; sei. Die &bdquo;terroristische Partei verr&auml;t in ihren Handlungen ihren wahren Charakter&ldquo;, hie&szlig; es. &bdquo;Aus ihren vergangenen Handlungen k&ouml;nnen wir beurteilen, was von ihr in Zukunft zu erwarten ist.&ldquo; Die Autoren gingen in ihrem Schreiben auf den Angriff der &bdquo;Irgun&ldquo; auf das Dorf <a href=\"https:\/\/www.icrc.org\/sites\/default\/files\/external\/doc\/en\/assets\/files\/other\/israel.pdf\">Deir Yassin<\/a> ein. Die &bdquo;Terrorbanden&ldquo; h&auml;tten das Dorf &uuml;berfallen, die meisten seiner Bewohner &bdquo;wurden get&ouml;tet. M&auml;nner, Frauen und Kinder.&ldquo; Einige habe man am Leben gelassen, um sie &bdquo;als Gefangene durch die Stra&szlig;en von Jerusalem marschieren zu lassen&ldquo;.&nbsp; Viele der j&uuml;dischen Gemeinschaft seien &bdquo;schockiert&ldquo; gewesen, doch die &bdquo;Terroristen&ldquo; seien &bdquo;stolz auf das Massaker&ldquo; gewesen und sorgten f&uuml;r breite &Ouml;ffentlichkeit. Sie luden die im Land anwesenden Korrespondenten ein, &bdquo;sich die Leichenberge und Verw&uuml;stungen in Deir Yassin anzusehen&ldquo;.<\/p><p>Menachem Begin war von 1977 bis 1983 Ministerpr&auml;sident und teilweise gleichzeitig Au&szlig;en- und Verteidigungsminister. In seine Amtszeit fiel 1982 der Einmarsch der israelischen Streitkr&auml;fte in den Libanon und die Besetzung der Hauptstadt Beirut. Begin war informiert &uuml;ber die Massaker in den pal&auml;stinensischen Fl&uuml;chtlingslagern Sabra und Schatila. Zwischen dem 16. und 18. September 1982 wurden dort bis zu 2.000 Menschen von christlichen Milizen (Falangisten) ermordet. Unter dem Kommando von General Ariel Scharon hatte die israelische Armee die Lager umstellt und lie&szlig; das Massaker geschehen. Aus der Herut-Partei Begins ging die Likud-Partei von Benjamin Netanyahu hervor. Begin gilt als Mentor Netanyahus. Nach der Ermordung von Yitzhak Rabin (1995) gab es Neuwahlen, Netanyahu wurde 1996 Ministerpr&auml;sident. Er hatte gegen die Friedens- und Vers&ouml;hnungspolitik von Rabin gehetzt.<\/p><p>Insofern ist die Zerst&ouml;rung der Geb&auml;ude des UNRWA-Hauptquartiers am 20. Januar 2026 im besetzten Ostjerusalem schl&uuml;ssig. Sie reiht sich ein in die lange Geschichte der Zerst&ouml;rung pal&auml;stinensischer Existenz, der Rechte der Pal&auml;stinenser. Sie reiht sich ein in die Verweigerung Israels, das Existenzrecht derjenigen zu respektieren, die lange vor der Einwandererbewegung der Aschkenasim, der europ&auml;ischen Juden, die unter dem Banner des Zionismus nach Pal&auml;stina zogen, um dort einen &bdquo;j&uuml;dischen Staat&ldquo; zu gr&uuml;nden. Pal&auml;stina, das andere vor ihnen seit Jahrhunderten bebaut und kultiviert hatten: pal&auml;stinensische Christen, Muslime, Mizrachim, die arabischen Juden.<\/p><p>Der Staat Israel will diese Geschichte zerst&ouml;ren, also zerst&ouml;rt er diejenigen, die dar&uuml;ber berichten k&ouml;nnen, die sie erlebt haben. Und weil sie das Erlebte ihren Kindern und Enkeln berichten, werden auch diese bedroht, verhaftet, gequ&auml;lt, gejagt, get&ouml;tet. Darum werden auch Schulen und Universit&auml;ten zerst&ouml;rt, die mit Hilfe der UNRWA und UNRWA-Lehrpersonal die Geschichte von Pal&auml;stina vermitteln. Wer seine Geschichte kennt, hat eine Zukunft.<\/p><p>Um die permanente Zerst&ouml;rung von Menschen und Infrastruktur, die auch mit Geld westlicher Partnerl&auml;nder immer wieder aufgebaut wurde, zu rechtfertigen, sagt die israelische Regierung, alles sei &bdquo;regel-basiert&ldquo; und im Einklang mit israelischem Gesetz, also v&ouml;lkerrechtskonform. Israel hat daf&uuml;r das Mittel der <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=CTAjc1OSrmY\">Diffamierung<\/a> meisterhaft ausgebaut. Israel werde bedroht, die Juden sollten &bdquo;ins Meer getrieben&ldquo; und vernichtet werden. Kritik an der israelischen Besatzungspolitik wird als &bdquo;Antisemitismus&ldquo; diffamiert, Widerstand als &bdquo;Terror&ldquo;. Der &bdquo;Krieg gegen den Terror&ldquo; bietet die beste Grundlage daf&uuml;r. Israel kann nicht nur jede Menge &bdquo;Terroristen&ldquo; unter den Pal&auml;stinensern, Libanesen, Syrern und vor allem im Iran benennen und permanent bek&auml;mpfen, Israel wird f&uuml;r seinen &bdquo;Kampf gegen den Terror&ldquo; mit Waffen aller Art und Geld versorgt. Organisationen, die angeblich diesen &bdquo;Terroristen&ldquo; helfen &ndash; das wirft Israel der UNRWA und inzwischen auch anderen Hilfsorganisationen vor &ndash; werden verboten, vertrieben und gem&auml;&szlig; internationaler &bdquo;Anti-Terror-Gesetze&ldquo; verfolgt, alles &bdquo;regel-basiert&ldquo;. Und mit &bdquo;Gottes Hilfe&ldquo;, wie es der stellvertretende B&uuml;rgermeister von Jerusalem sagt, &bdquo;werden wir alle UNRWA-Mitarbeiter rauswerfen, vernichten und t&ouml;ten&ldquo;.<\/p><p><strong>Die t&auml;gliche Zerst&ouml;rung<\/strong><\/p><p>Das Hauptquartier der UNRWA wird am 20. Januar 2026 zerst&ouml;rt. Doch das ist nicht das einzige Vergehen Israels an diesem Tag gegen das internationale und humanit&auml;re Recht und gegen die UN-Charta. Arabische Medien, Hilfs- und UN-Organisationen und OCHA, das UN-B&uuml;ro f&uuml;r humanit&auml;re Koordination, berichten t&auml;glich &uuml;ber das, was sie von Mitarbeitern, Augenzeugen und Betroffenen erfahren:<\/p><p>Am 20. Januar erfrieren Kinder im Gazastreifen, weil Israel die Einfuhr von Zelten, festen Unterk&uuml;nften, Hilfsg&uuml;tern und Medikamenten in das Gebiet blockiert. Israelische Kampfjets greifen im S&uuml;den des Libanon an; israelische Besatzungstruppen belagern den S&uuml;den von Hebron und greifen Bewohner an; die israelische Armee verhaftet sechs Pal&auml;stinenser &ouml;stlich von Qalqiliya und zwei Zivilisten werden in Rafah durch den Beschuss eines israelischen Marineschiffs verletzt. Israelische Siedler verhindern die Arbeit der Wahlkommission in Tubas; die israelische Armee und israelische Siedler verhaften pal&auml;stinensische Bauern und Arbeiter bei Hebron; ein pal&auml;stinensisches Kind wird in Jerusalem durch gummiummantelte Metallgeschosse verletzt. Zwei ausl&auml;ndische Aktivisten werden von Siedlern in Al Auja, n&ouml;rdlich von Jericho, verletzt, berichten ausl&auml;ndische Medien. Die beiden ausl&auml;ndischen Aktivisten waren in das Dorf gekommen, um den Bewohnern Schutz vor den Angriffen der Siedler zu geben. Ein Al Auja ist eines der letzten Beduinend&ouml;rfer im besetzten Westjordanland. Die Familien leben hier seit Jahrhunderten, sie haben Schafe und Ziegen, die sie auf ihrem Land weiden. Seit Monaten werden sie von den Siedlern drangsaliert, geschlagen, ihre H&auml;user werden zerst&ouml;rt, t&auml;glich werden sie beschimpft und angegriffen. Schlie&szlig;lich haben die Siedler erreicht, was sie wollten. Sie haben das Leben f&uuml;r die Beduinen und ihre Familien so unertr&auml;glich und gef&auml;hrlich gemacht, dass diese fortgehen. Die Siedler tanzen zwischen den H&auml;usern und auf den Feldern, die Generationen pal&auml;stinensischer Farmer gebaut und kultiviert haben.<\/p><p><strong>&bdquo;Euer Dorf soll brennen&ldquo;<\/strong><\/p><p>Seit Jahren hat sich die israelische Jugend zu einer ultrarechten Apartheid-Gesellschaft entwickelt, in der kein anderer als ihresgleichen Platz haben soll. Besonders deutlich wird das seit Jahren im allj&auml;hrlichen <a href=\"https:\/\/youtu.be\/wJQoDVDMz08\">Fahnenmarsch<\/a>, der an die Besetzung von Ostjerusalem durch die israelische Armee 1967 erinnert. Jugendliche dr&auml;ngen sich dann mit extremen rassistischen Parolen gegen die Pal&auml;stinenser durch die pal&auml;stinensischen Viertel der Ostjerusalemer Altstadt und schwenken die israelische Fahne. Aus den rassistischen Jugendlichen mit Herrenmenschenmentalit&auml;t werden eines Tages Soldaten, die in den besetzten pal&auml;stinensischen Gebieten eingesetzt und auf Krieg vorbereitet werden. Nur wenige von Ihnen verlassen die Armee oder verweigern den Dienst, das w&uuml;rde gesellschaftliche &Auml;chtung bedeuten. Manche schlie&szlig;en sich der Organisation &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.breakingthesilence.org.il\/testimonies\/videos\">Breaking the Silence<\/a>&ldquo; an, in der ehemalige Soldaten und Offiziere dar&uuml;ber berichten, was sie tun und was sie getan haben gegen die Pal&auml;stinenser.<\/p><p>Im letzten Gaza-Krieg, der am 7. Oktober 2023 begann, filmten sich israelische Soldaten dabei, wie sie zivile Einrichtungen in die Luft sprengen, H&auml;user und Wohnungen verw&uuml;sten, pers&ouml;nliche Dinge von Familien zerst&ouml;ren. Sie lachen dabei, feixen herum, machen Erinnerungsfotos. &bdquo;<a href=\"https:\/\/youtu.be\/kPE6vbKix6A?list=PLzGHKb8i9vTzerKQN9VbjG3uVNzkCtyIC\">Euer Dorf soll brennen<\/a>&ldquo;, singt eine tanzende Menge zu einem Lied, das eine Band auf der B&uuml;hne angestimmt hat. Gemeint sind die D&ouml;rfer der Pal&auml;stinenser. Sie sagen und tun, wozu sie erzogen worden sind: zerst&ouml;ren, vertreiben, t&ouml;ten.<\/p><p><strong>Zerst&ouml;rung als Gesch&auml;ftsmodell<\/strong><\/p><p>Der Staat Israel lebt von der Zerst&ouml;rung, es ist sein Gesch&auml;ftsmodell. Seine &bdquo;Werkzeuge&ldquo; sind Kampfjets und Bulldozer, es ist stolz auf seine KI-Technologie, es bereitet ihm Freude, seine arabischen Nachbarn zu verh&ouml;hnen und sie zu drangsalieren. Israel droht, bombardiert, zerst&ouml;rt und t&ouml;tet 24\/7, wie es heute hei&szlig;t, 24 Stunden t&auml;glich an 7 Tagen die Woche: rund um die Uhr. Israel droht, bombardiert, zerst&ouml;rt und t&ouml;tet, als werde es daf&uuml;r bezahlt. Und tats&auml;chlich wird Israel ja auch daf&uuml;r bezahlt, dass es Waffen entwickelt, testet und verkauft, denn <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=rGUoYnlboZk\">Krieg ist das gro&szlig;e Gesch&auml;ft<\/a>. Alle seine Partner investieren in die israelische R&uuml;stungsindustrie. Im Rahmen der Entwicklungspartnerschaft mit der Europ&auml;ischen Union entwickelt Israel offiziell Drohnen. Was mit dem Geld sonst noch gemacht wird, wird den europ&auml;ischen Steuerzahlern vorenthalten. Denn es ist Steuergeld auch aus Deutschland, mit dem Israel seinen Krieg gegen die Pal&auml;stinenser und seine arabischen Nachbarn finanziert. Der Krieg seit mehr als 100 Jahren wird auch mit gro&szlig;z&uuml;gigen Spenden von Milliard&auml;ren und High-Tech-Unternehmen finanziert.<\/p><p>Die Waffen und Waffensysteme, die die israelische Armee entwickelt, werden im Krieg gegen Gaza, gegen die Pal&auml;stinenser, im &bdquo;Krieg an sieben Fronten&ldquo;, im &bdquo;Krieg gegen den Terror&ldquo; getestet. Dann kann Israel damit werben, dass sie sich als &bdquo;h&ouml;chst effektiv und zuverl&auml;ssig&ldquo; im Einsatz erwiesen h&auml;tten. Israel wird daf&uuml;r bezahlt, dass es die &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/shorts\/xooKNrPkEH0?feature=share\">Drecksarbeit<\/a>&ldquo; macht, wie der deutsche Bundeskanzler Merz in einem Interview sagte. Schon vergessen?<\/p><p>T&auml;glich werden Menschen durch israelische Angriffe verletzt und get&ouml;tet. Kliniken werden zerst&ouml;rt, die Kranke heilen sollen. &Auml;rzte, Pfleger, Rettungssanit&auml;ter werden get&ouml;tet oder gefangen genommen, gefoltert, beleidigt, t&auml;glich mit dem Tode bedroht. Schulen und Universit&auml;ten werden vor laufenden Handykameras israelischer Soldaten gesprengt, die sich und die Zerst&ouml;rung feiern. Israel vernichtet die Bildung der Jugend, Werkst&auml;tten von Arbeitern, Felder von Bauern, Schiffe der Fischer, G&auml;rten und Fu&szlig;ballpl&auml;tze. Selbst aus den Lagern im Westjordanland, die nach Jahrzehnten fortw&auml;hrender Flucht und Vertreibung zu Kleinst&auml;dten geworden sind, werden die Menschen vertrieben und ihre H&auml;user werden mit Bulldozern zerst&ouml;rt.<\/p><p>Am 21. Januar, einen Tag nach der Zerst&ouml;rung des UNRWA-Hauptquartiers in Ostjerusalem, fliegen israelische Kampfjets nachmittags Angriffe auf D&ouml;rfer im S&uuml;den des Libanon. Mehr als 50 Familien werden bei den Angriffen auf Wohnh&auml;user in sieben Orten in den Bezirken von Sidon und Nabatieh obdachlos. Bei dem Angriff auf Qanarit werden 19 Personen verletzt, darunter auch Journalisten.<\/p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"X (Twitter)\" data-provider-slug=\"twitter\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Tweets werden Daten an X (ehemals Twitter) &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von X (Twitter) zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><blockquote class=\"external-2click-target twitter-tweet\">\n<p lang=\"en\" dir=\"ltr\">VIDEO | A Sputnik correspondent in south Lebanon shared their perspective as Israeli warplanes bombed near a group of journalists in Qennarit a short while ago.<\/p>\n<p>Journalists at the scene reported injuries among their colleagues, as well as damage to equipment. <a href=\"https:\/\/t.co\/FUGzXzbQBp\">pic.twitter.com\/FUGzXzbQBp<\/a><\/p>\n<p>&mdash; The Cradle (@TheCradleMedia) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/TheCradleMedia\/status\/2014011858592690526?ref_src=twsrc%5Etfw\">January 21, 2026<\/a><\/p><\/blockquote><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"twitter\">Inhalte von X (Twitter) nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><p> <\/p><p>Am gleichen Tag werden in den Gebieten von Sidon und Tyros zwei Motorradfahrer von Drohnen get&ouml;tet, eine dritte Person wird verletzt, berichtet die libanesische Tageszeitung <em>L&rsquo;Orient Today<\/em>. Im besetzten Westjordanland zerst&ouml;rt Israel drei Wohnh&auml;user im Dorf Shuqba. Im Gazastreifen werden drei Journalisten bei einem israelischen Luftangriff get&ouml;tet, darunter auch Abdul Raouf Shaat, der f&uuml;r <em>AFP<\/em> arbeitete. Israel erkl&auml;rte, drei &bdquo;Verd&auml;chtige&ldquo; get&ouml;tet zu haben, die mit einer Drohne hantiert h&auml;tten.<\/p><p>Seit mehr als 100 Jahren dauert dieser Krieg. Vor den Augen der Welt werden die Menschen t&auml;glich bedroht, gejagt, als &bdquo;Terroristen&ldquo; diffamiert, get&ouml;tet. Von der israelischen Besatzungsmacht und auch von den Staaten und Regierungen, die die Besatzung und den Krieg f&ouml;rdern und finanzieren, werden die menschlichen Lebensgrundlagen verw&uuml;stet, Kinder werden get&ouml;tet. Und dennoch, trotz hochentwickelter Waffensysteme, trotz Mauern und Z&auml;unen, trotz Rund-um-die-Uhr-&Uuml;berwachung und trotz Drohnen, die die Menschen in ihren Wohnungen bedrohen oder die Wohnungen sprengen &ndash; sind sie immer noch da, diese Menschen in Pal&auml;stina, Libanon, in der Region. Sie halten fest an ihrem Land. Mit Recht.<\/p><p><small>Titelbild: Anas-Mohammed\/shutterstock.com<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W&auml;hrend internationale Emp&ouml;rung zur wohlfeilen Pflicht&uuml;bung verkommt, wird im besetzten Ostjerusalem eine rote Linie &uuml;berschritten: Israel zerst&ouml;rt das Hauptquartier der UNRWA &ndash; und der Westen schaut zu. Der Bruch des V&ouml;lkerrechts wird benannt, aber folgenlos abgeheftet. Was sagt dieses Schweigen &uuml;ber die &bdquo;regelbasierte Ordnung&ldquo; wirklich aus? Von <strong>Karin Leukefeld<\/strong><\/p>\n<p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":145229,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,126,20,171],"tags":[2175,1557,3545,1926,303,3125,639,1703,2377,2360],"class_list":["post-145226","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-erosion-der-demokratie","category-landerberichte","category-militaereinsaetzekriege","tag-interventionspolitik","tag-israel","tag-nakba","tag-netanjahu-benjamin","tag-palaestina","tag-regelbasierte-ordnung","tag-uno","tag-voelkerrecht","tag-waffenlieferungen","tag-zivile-opfer"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/shutterstock_2489505345.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/145226","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=145226"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/145226\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":145343,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/145226\/revisions\/145343"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/145229"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=145226"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=145226"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=145226"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}