{"id":145314,"date":"2026-01-25T09:00:01","date_gmt":"2026-01-25T08:00:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145314"},"modified":"2026-01-23T16:05:15","modified_gmt":"2026-01-23T15:05:15","slug":"hinweise-der-woche-443","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145314","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nBitte beachten Sie: Wir weisen in den Hinweisen des Tages ausschlie&szlig;lich auf kostenlose Artikel hin. Es kann im weiteren Verlauf trotzdem vorkommen, dass Sie auf Texte sto&szlig;en, die sich hinter einer Bezahlschranke befinden. Der Grund daf&uuml;r: Anbieter von Artikeln haben den kostenlosen Zugang nachtr&auml;glich eingeschr&auml;nkt oder\/und in kostenpflichtige Angebote umgewandelt.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145314#h01\">Bemerkenswerter Auftritt in Davos: &ldquo;Wir erleben gerade einen tiefen Riss&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145314#h02\">Transatlantische Beziehungskrise mit den USA: Wenn der Besch&uuml;tzer zum Aggressor wird<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145314#h03\">Der Drang der US-Milliard&auml;re zur Weltmacht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145314#h04\">&bdquo;USA brauchen stetigen Strom an internationalem Kapital&ldquo; &ndash; Unsinn vom Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145314#h05\">Voodoo-&Ouml;konomik aus Kiel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145314#h06\">Soll man Merz trauen? Russland-Signale, europ&auml;ische Orientierungslosigkeit und britische N&uuml;chternheit.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145314#h07\">MERZOSUR<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145314#h08\">Europa hat den Gaslieferanten gewechselt &ndash; nicht die Abh&auml;ngigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145314#h09\">Der Schock des Entzugs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145314#h10\">Armut ist eine Systemfrage: Ein Gef&uuml;hl von Ausschluss<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Bemerkenswerter Auftritt in Davos: &ldquo;Wir erleben gerade einen tiefen Riss&rdquo;<\/strong><br>\nKanadas Premier spricht in Davos von einer Welt in Aufl&ouml;sung. Er zeichnet ein d&uuml;steres Bild von der internationalen Ordnung &ndash; und fordert zugleich ein radikales Umdenken. [&hellip;]<br>\n&ldquo;Wir wussten insgeheim, dass die regelbasierte Ordnung von Politik ein St&uuml;ck weit Augenwischerei war. Uns war klar, dass der St&auml;rkste innerhalb dieser Ordnung sich nicht mehr an die Regeln halten w&uuml;rde, sobald es ihm passte. Die Globalisierung hatte von Anfang an eine Unwucht. Und auch das internationale Strafrecht ist mal mehr, mal weniger rigoros angewandt worden &ndash; abh&auml;ngig davon, wer gerade angeklagt war.&rdquo;<br>\nCarneys Rede klang im Grunde wie eine Selbstanklage der liberalen Demokratie. Unter wohlklingenden Etiketten wie &lsquo;regelbasierte Ordnung&rsquo; und &lsquo;globaler Handel&rsquo; habe man sich lange Zeit etwas vorgemacht. Diese Erz&auml;hlung sei n&uuml;tzlich gewesen, denn davon h&auml;tten viele Nationen und Volkswirtschaften profitiert. Doch diese Erz&auml;hlung, so Kanadas Premier, sei nur ein Fantasma gewesen, ein Hilfskonstrukt, an das man allzu gern geglaubt habe. &ldquo;Wir haben uns immerzu davor gedr&uuml;ckt, die Widerspr&uuml;che zwischen unserer Rhetorik und der Wirklichkeit zu benennen. Doch dieser Kuhhandel funktioniert nicht mehr&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/ausland\/internationale-politik\/id_101092350\/mark-carney-kanadas-premier-haelt-bemerkenswerte-rede-in-davos.html\">t-online<\/a>\n<p>dazu: <strong>The best and most surprising part of Carney&rsquo;s speech is that he didn&rsquo;t pretend there was a &ldquo;rules-based international order&rdquo; until Trump came and ended it.<\/strong><br>\nHe admitted the claim was always a fraud, but that the EU, UK and Canada affirmed the lie because it benefited them.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/x.com\/ggreenwald\/status\/2013757476936536567\">Glenn Greenwald via Twitter\/X<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Transatlantische Beziehungskrise mit den USA: Wenn der Besch&uuml;tzer zum Aggressor wird<\/strong><br>\nDonald Trump verfolgt seine Gr&ouml;nland-Politik, ohne R&uuml;cksicht auf die NATO. Was bleibt vom westlichen B&uuml;ndnis &uuml;brig, wenn D&auml;nemark das Territorium aufgeben muss? Und was hei&szlig;t das f&uuml;r die transatlantische Identit&auml;t Deutschlands? [&hellip;]<br>\nDie mutma&szlig;lich entscheidende Bruchstelle f&uuml;r die transatlantische Identit&auml;t aber ist die Zukunft Gr&ouml;nlands. Aktivit&auml;ten der Bundesregierung lassen vermuten, dass sie weiter darauf setzt, als europ&auml;ischer Klassenbester Juniorpartner der USA zu bleiben. Daf&uuml;r muss sie Trumps Welt hinnehmen, in der sich eine Politik der St&auml;rke in ihrer &uuml;belsten Form Geltung verschafft.<br>\nMerz muss sich entscheiden: f&uuml;r oder gegen Trump<br>\nWar eine wohlmeinende US-Hegemonie f&uuml;r die Bundesrepublik allzeit willkommen, droht nun ein brachiales Vasallentum, in dem der deutsche Kanzler ein pers&ouml;nliches Treueverh&auml;ltnis zu seinem m&auml;chtigen Schutzherrn eingehen muss. Der Griff nach Gr&ouml;nland zeigt, wozu der f&auml;hig ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/hans-georg-ehrhart\/transatlantische-beziehung-mit-den-usa-wenn-der-beschuetzer-zum-aggressor-wird\/19672d1d-1f6e-421a-85b8-9a7419e4202e\">der Freitag<\/a>\n<p>dazu: <strong>Europa gegen Trump: Politische Macht gibt es nur durch wirtschaftliche Unabh&auml;ngigkeit<\/strong><br>\nDonald Trump hat zu Beginn seiner Amtszeit mit dem Anspruch der amerikanischen Regierung auf &bdquo;balanced trade&ldquo; viel politischen Wirbel verursacht, aber im Kern ein Anliegen verfolgt, das durchaus rational war (wie u. a. hier gezeigt). Nun hat er weit &uuml;berzogen. Mit seiner Drohung, noch h&ouml;here Z&ouml;lle gegen genau die europ&auml;ischen L&auml;nder zu erheben, die Gr&ouml;nlands Unabh&auml;ngigkeit offen unterst&uuml;tzen, hat er den Boden der Rationalit&auml;t verlassen.<br>\nEinige Europ&auml;er haben offenbar verstanden, dass sie sich nun endlich emanzipieren m&uuml;ssen, wenn sie ernstgenommen werden wollen. Der franz&ouml;sische Pr&auml;sident will eine wirtschaftliche Bazooka einsetzen, die allerdings vorwiegend aus Handelsma&szlig;nahmen besteht. Die Kommission redet immerhin &uuml;ber ein europ&auml;isches Zollpaket, da es nun nicht mehr zu einer Ratifizierung der mit Trump urspr&uuml;nglich ausgehandelten Zollvereinbarungen kommen wird, bei denen ein pauschaler Zoll von 15 Prozent auf europ&auml;ische Importe ohne europ&auml;ische Gegenma&szlig;nahmen vorgesehen war.<br>\nDoch Z&ouml;lle allein sind zu kurz gedacht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2026\/01\/19\/europa-gegen-trump-politische-macht-gibt-es-nur-durch-wirtschaftliche-unabhaengigkeit\/\">Relevante &Ouml;konomik<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Nouripour erkl&auml;rt Illner, warum es keine Sanktionen gegen die USA geben wird<\/strong><br>\nWirklich bemerkenswert an dieser Talkrunde war indes der Auftritt eines anderen Gr&uuml;nen. In entwaffnender Offenheit legte Omid Nouripour f&uuml;r die gesamte Politikerkaste Deutschlands einen Offenbarungseid ab. Und das kam so:<br>\nUngef&auml;hr nach 9 Minuten und 40 Sekunden fragte die Gastgeberin:<br>\n&ldquo;Wenn Sie das so deutlich sagen, wenn die USA also da V&ouml;lkerrecht brechen, ist das etwas anderes, als wenn Putin V&ouml;lkerrecht bricht? M&uuml;sste man nicht Sanktionen gegen Washington &uuml;berlegen?&rdquo;<br>\nHier die Antwort Nouripours:<br>\n&ldquo;&Auml;h, be, dede &hellip; im Sinne des Rechts ist es zwingend dasselbe. Aber es geht ja eben nicht nur um Recht, es geht nat&uuml;rlich auch um Politik. Es geht auch nat&uuml;rlich darum, dass wir Abh&auml;ngigkeiten haben, die wir bei Putin hatten, die wir innerhalb von einem halben Jahr geschafft haben, im Energiebereich abzubauen, aber die wir bei den Amerikanern in der Geschwindigkeit nicht abbauen. Wir k&ouml;nnen dar&uuml;ber reden, was das bedeutet f&uuml;r unsere Sicherheit, weil wir milit&auml;risch abh&auml;ngig sind. Wir k&ouml;nnen dar&uuml;ber reden, dass wir technologisch massiv abh&auml;ngig sind. Wir k&ouml;nnen aber auch dar&uuml;ber reden, dass wir keine einzige Firma haben in Europa, die eine Kreditkarte anbietet. Das gesamte Zahlungmechanismus, &auml;h, Zahlenmechanismensystem in Europa, es sei denn, wir gehen mit einer EC-Karte zur Sparkasse, ist amerikanisch: von PayPal &uuml;ber Kreditkarten. Wir sind massiv abh&auml;ngig und dementsprechend ist das eine ganz andere Art von Bedrohung.&rdquo;<br>\nNicht, dass wir das nicht bereits wussten, dass Deutschland und Europa nur gegen&uuml;ber Schw&auml;cheren den &ldquo;gerechten&rdquo; Richter und den gnadenlosen Henker markieren k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/fromrussiawithlove.rtde.world\/meinung\/267793-nouripour-erklaert-illner-warum-es-keine-sanktionen-gegen-washington-gibt\/\">RT DE<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Handelskrieg gegen die USA? Tr&auml;umt weiter<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145031\">NachDenkSeiten<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Der Drang der US-Milliard&auml;re zur Weltmacht<\/strong><br>\nDie Bundesregierung h&auml;lt sich eine Teilnahme an dem &bdquo;Board of Peace&ldquo; offen, das offiziell den Wiederaufbau des Gazastreifens lenken soll, dabei aber von US-Pr&auml;sident Donald Trump mit diktatorischen Vollmachten gef&uuml;hrt wird und nach verbreiteter Einsch&auml;tzung die Vereinten Nationen ersetzen soll. Trump wird das neue Gremium &uuml;bereinstimmenden Berichten zufolge am Mittwoch auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos vorstellen und die rund 60 Staaten benennen, die er als Mitglieder zulassen will. Einerseits soll es tats&auml;chlich den Gaza-Wiederaufbau steuern, bei dem Pal&auml;stinenser lediglich im Rahmen der lokalen Verwaltung praktische Aufgaben &uuml;bernehmen d&uuml;rfen, w&auml;hrend die politische Steuerung ausschlie&szlig;lich fremden Regierungen und Milliard&auml;ren obliegt. Von einer neuen Mandatsherrschaft, diesmal aber nicht aus London gef&uuml;hrt, sondern aus Washington, ist die Rede. Dabei ist der Vorsitz im &bdquo;Board of Peace&ldquo; &ndash; im Kern lebensl&auml;nglich &ndash; f&uuml;r Trump pers&ouml;nlich reserviert, der nach Belieben Mitglieder hinauswerfen und Entscheidungen per Veto verhindern kann. Das Gremium soll &bdquo;Institutionen&ldquo; ersetzen, die &bdquo;allzu oft gescheitert&ldquo; sind &ndash; die UNO. Frankreich lehnt die Mitgliedschaft ab, Deutschland nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/10271\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&bdquo;USA brauchen stetigen Strom an internationalem Kapital&ldquo; &ndash; Unsinn vom Handelsblatt<\/strong><br>\nZur Erg&auml;nzung meines gestrigen Papiers &uuml;ber die Macht der Notenbanken, muss ich anmerken, dass das nicht vorhandene Wissen um die makro&ouml;konomischen Zusammenh&auml;nge immer tollere Bl&uuml;ten in Sachen Sanktionierung der USA hervorbringt.<br>\nDas Handelsblatt glaubt, &bdquo;im Panzer der Wirtschaftsgro&szlig;macht USA (klaffe) eine L&uuml;cke: die ausufernden Staatsschulden, f&uuml;r deren Deckung die US-Regierung einen stetigen Strom an internationalem Kapital braucht.&ldquo; Das ist falsch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2026\/01\/22\/usa-brauchen-stetigen-strom-an-internationalem-kapital-unsinn-vom-handelsblatt\/\">Relevante &Ouml;konomik<\/a>\n<p>dazu: <strong>Die Notenbanken beherrschen die Kapitalm&auml;rkte &ndash; in den USA und in Europa<\/strong><br>\n(Ich danke Erik M&uuml;nster f&uuml;r seine Hilfe)<br>\nEs gibt immer wieder die Beobachtung von Lesern, die sagen, ich m&uuml;sse doch zur Kenntnis nehmen, dass die langfristigen Zinsen derzeit keineswegs den von der Notenbank gesetzten kurzfristigen folgen, wie ich das normalerweise unterstelle. Man verweist z. B. darauf, dass die langfristigen Zinsen aktuell in Deutschland tendenziell sogar steigen, w&auml;hrend die kurzfristigen von der EZB klar gesenkt worden sind. Auch wird derzeit hei&szlig; diskutiert, ob man nicht die USA finanziell ruinieren kann, wenn man dort nicht mehr &bdquo;investiert&ldquo; oder gar Anlagen, die dort gehalten werden, aufl&ouml;st. Vorsicht! Wer die globalen Zusammenh&auml;nge der Kapitalm&auml;rkte und die Macht der Notenbanken nicht durchschaut, verbrennt sich ganz schnell ganz f&uuml;rchterlich die Finger.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2026\/01\/21\/die-notenbanken-beherrschen-die-kapitalmaerkte-in-den-usa-und-in-europa\/\">Relevante &Ouml;konomik<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Voodoo-&Ouml;konomik aus Kiel<\/strong><br>\nDer Kieler &Ouml;konom Moritz Schularick macht immer wieder mit ungew&ouml;hnlichen Vorschl&auml;gen auf sich aufmerksam. Mal sollen drastisch erh&ouml;hte Milit&auml;rausgaben die Wirtschaft retten und den Wohlstand steigern, mal ist daf&uuml;r eine unentgeltliche Arbeitszeitverl&auml;ngerung zwingend erforderlich. Mit seri&ouml;ser &Ouml;konomik hat das wenig zu tun. [&hellip;]<br>\nMilit&auml;rausgaben haben als unreproduktive Ausgaben zwar die oben beschriebenen kurzfristigen Effekte, aber damit endet ihre Wirkung. Bei reproduktiven Ausgaben etwa f&uuml;r Maschinen, Produktionsanlagen, Werkzeuge oder f&uuml;r Infrastruktur dagegen bleibt es nicht bei dieser ersten Runde: Sie entfalten vielmehr in zweiter Runde ihre entscheidenden langfristigen Wirkungen in Form von Produktivit&auml;ts- und Wachstumssteigerungen. Die Volkswirtschaft profitiert davon viele Jahre. [&hellip;]<br>\nSchularick fasste seine Position laut Handelsblatt kurz und knapp so zusammen: &bdquo;R&uuml;stungsinvestitionen sind Wachstumstreiber.&ldquo; Eine solche Behauptung l&auml;sst sich durch nichts seri&ouml;s begr&uuml;nden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/03-2026\/voodoo-okonomik-aus-kiel\/%20\">Makroskop<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.H.:<\/strong> &Auml;rgerlich ist, dass Schularick mit seinen Forderungen nicht nur omnipr&auml;sent in den Medien ist, sondern auch politisch einflussreich. Als Mitglied einer vierk&ouml;pfigen &Ouml;konomen Gruppe legte er den Grundstein f&uuml;r den Teil der Reform der Schuldenbremse der praktisch eine unbegrenzte Erh&ouml;hung der Milit&auml;rausgaben erlaubt. Und jetzt sollen wir auch noch alle unbezahlt zehn Prozent mehr arbeiten. Der Irrsinn kennt keine Grenzen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Soll man Merz trauen? Russland-Signale, europ&auml;ische Orientierungslosigkeit und britische N&uuml;chternheit.<\/strong><br>\nEin Satz, beil&auml;ufig formuliert, kaum kommentiert &ndash; und doch politisch aufgeladen. Friedrich Merz spricht von Ausgleich mit Russland, w&auml;hrend Europa strategisch orientierungslos wirkt und Gro&szlig;britannien n&uuml;chtern bilanziert, was vom Westen &uuml;brig ist. Warum blieb die Reaktion aus &ndash; in der CDU wie in den Medien? Und was sagt diese Stille &uuml;ber Vertrauen, Strategie und politische Wirklichkeit im Jahr 2026?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/soll-man-merz-trauen-russland-signale-europaeische-orientierungslosigkeit-und-britische-nuechternheit\/\">Globalbridge<\/a>\n<p>dazu: <strong>Stimmen aus Russland: R&uuml;ttelt Merz an den Grundfesten der westlichen Russland-Legende?<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145147\">NachDenkSeiten<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>MERZOSUR<\/strong><br>\nFalls Sie da dr&uuml;ben in Deutschland die Absicht hatten, noch verhasster zu werden, als Sie es ohnehin schon waren, dann ist F. Merz in diesem Moment genau der richtige Mann genau am richtigen Platz. (Aber auch nur dann.) Gl&uuml;ckwunsch, Deutschland ist in Europa jetzt (fast) wieder so beliebt wie vor 85 Jahren.<br>\nF&uuml;r seine unbegr&uuml;ndbare Phantasie, der Niedergang der deutschen Wirtschaft k&ouml;nne durch Warenaustausch mit S&uuml;damerika (Gebrauchtwagenhandel?) irgendwie abgemildert werden, l&auml;sst dieser demokratische Sonntagsfahrer nicht nur europ&auml;ische Bauern &amp; Verbraucher, sondern auch elementare Grunds&auml;tze der Demokratie &uuml;ber die Klinge springen.<br>\nMerz war es, auf dessen Druck hin die zypriotische Ratspr&auml;sidentschaft daf&uuml;r gesorgt hatte, dass das Mercosur-Abkommen noch vor der Abstimmung im Europ&auml;ischen Parlament &ndash; und damit ohne jede demokratische Legitimierung &ndash; in Kraft treten sollte. Dieser Versuch wurde heute hier in Stra&szlig;burg (symbolisch) gestoppt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/x.com\/MartinSonneborn\/status\/2014057318107729953\">Martin Sonneborn via Twitter\/X<\/a>\n<p>dazu: <strong>Machtpoker um Mercosur: Wird das EU-Parlament &uuml;bergangen?<\/strong><br>\nWird das Europaparlament das Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten ausbremsen? Deutschland und die EU-Kommission f&uuml;rchten das Schlimmste, die Mehrheitsverh&auml;ltnisse sind sehr knapp.<br>\nAm Mittwoch entscheiden die Abgeordneten bei ihrer Plenartagung in Stra&szlig;burg, ob sie ein Gutachten des Europ&auml;ischen Gerichtshofs zur Vereinbarkeit des Abkommens mit den EU-Vertr&auml;gen einholen wollen.<br>\nWenn sie sich f&uuml;r eine rechtliche &Uuml;berpr&uuml;fung durch den EuGH entscheiden, w&uuml;rde dies die Ratifizierung um mindestens ein Jahr verz&ouml;gern.<br>\nGenau dies will die EU-Kommission jedoch verhindern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/machtpoker-um-mercosur-retten-die-rechten-den-deal\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Europa hat den Gaslieferanten gewechselt &ndash; nicht die Abh&auml;ngigkeit<\/strong><br>\nEuropa hat seine Gasabh&auml;ngigkeit von Russland gegen eine neue Bindung an die USA getauscht &ndash; mit wom&ouml;glich &auml;hnlichen Risiken.<br>\nDie j&uuml;ngsten Attacken der Trump-Regierung auf die Europ&auml;er und deren Reaktion zeigen: Der alte Kontinent k&ouml;nnte sich in den vergangenen Jahrzehnten in eine gef&auml;hrliche Abh&auml;ngigkeit von den USA begeben haben. Das zeigt sich etwa bei der Gasversorgung.<br>\nW&auml;hrend die EU hier noch nach au&szlig;en Zuversicht ausstrahlt, zeigen interne Analysen ein anderes Bild: Europa hat seine Gasabh&auml;ngigkeit von Russland zwar erfolgreich gesenkt &ndash; doch es ist wohl eine neue, wom&ouml;glich ebenso problematische Bindung an die USA entstanden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/article\/Europa-hat-den-Gaslieferanten-gewechselt-nicht-die-Abhaengigkeit-11149239.html\">Telepolis<\/a>\n<p>dazu: <strong>Geh&auml;ufte Warnungen: Statt Russland: Europa macht sich zusehends abh&auml;ngig von US-Energie<\/strong><br>\nUS-Fl&uuml;ssiggas ersetzt nicht nur russisches Pipeline-Gas, sondern verdr&auml;ngt auch andere Lieferanten, zeigt eine aktuelle Analyse. Vor Konsequenzen wird gewarnt<br>\nEs hat sich schon l&auml;nger abgezeichnet, doch inmitten der transatlantischen Spannungen h&auml;ufen sich die Warnungen: Europa macht sich zunehmend abh&auml;ngig von US-amerikanischer Energie. W&auml;hrend der Ausstieg aus russischem Gas bis 2027 besiegelt ist, macht sich die EU auf die Suche nach Alternativen. Denn noch flie&szlig;en erhebliche Mengen an Erdgas, vor allem in verfl&uuml;ssigter Form (LNG), aus Russland. Allzu oft werden die europ&auml;ischen Abnehmer in den USA f&uuml;ndig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.derstandard.at\/story\/3000000305028\/statt-russland-europa-macht-sich-zusehends-abhaengig-von-us-energie\">der Standard<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Rohstoffe sichern? Das eigentliche Problem liegt woanders.<\/strong><br>\nDie Initiative der USA, gemeinsam mit Europa &bdquo;kritische Rohstoffe&ldquo; zu sichern und Abh&auml;ngigkeiten von China zu reduzieren, greift zu kurz. Sie verfehlt den zentralen Engpass &ndash; und erzeugt damit falsche politische Erwartungen.<\/p>\n<ul>\n<li>Der Rohstoff-Mythos:<br>\nDer Besitz von Minen ist nicht gleichbedeutend mit strategischer Kontrolle. Entscheidend ist nicht der Abbau (&bdquo;Upstream&ldquo;), sondern die Verarbeitung (&bdquo;Midstream&ldquo;): Raffination, Verh&uuml;ttung, chemische Trennung. Genau dort liegt Chinas Dominanz.<\/li>\n<li>Das Rohstoffparadoxon:<br>\nWestliche Staaten verf&uuml;gen &uuml;ber relevante Lagerst&auml;tten, haben aber die industrielle F&auml;higkeit aufgegeben, diese in nutzbare Materialien zu &uuml;berf&uuml;hren. Ohne eigene Veredelung sind Minen faktisch Zulieferer f&uuml;r chinesische Schmelzwerke &ndash; kein sicherheitspolitischer Hebel.<\/li>\n<li>Chinas eigentliche Macht:<br>\nChina kontrolliert nicht prim&auml;r den Bergbau, sondern bis zu<br>\n&ndash; ~90 % der Seltenerd-Trennung,<br>\n&ndash; &gt;90 % der Graphitanoden,<br>\n&ndash; ~70 % der Lithium-Raffination,<br>\n&ndash; ~80 % der Antimon-Verarbeitung.<br>\nDiese Kapazit&auml;ten sind der reale Engpass f&uuml;r Elektromobilit&auml;t, Energienetze, KI-Infrastruktur und R&uuml;stung.<\/li>\n<li>Warum &bdquo;Diversifizierung&ldquo; oft Illusion ist:<br>\nAuch westliche oder verb&uuml;ndete Minen sind h&auml;ufig &uuml;ber Abnahmevertr&auml;ge, Kreditauflagen und Preisbindungen an chinesische Verarbeiter gekoppelt. Geografische Streuung ersetzt keine industrielle Souver&auml;nit&auml;t.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/x.com\/ArnoGottschalk\/status\/2010986121128300588\">Arno Gottschalk via Twitter\/X<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Der Schock des Entzugs<\/strong><br>\nEin YouTube-Kanal verschwindet f&uuml;r Stunden, ein Wissenschaftler verliert f&uuml;r Monate oder Jahre den Zugriff auf ein St&uuml;ck Lebenswerk. Was als technischer Vorgang erscheint, offenbart eine politische Realit&auml;t, die f&uuml;r Betroffene mit voller Wucht eintritt. Entzug ersetzt Begr&uuml;ndung, Verwaltung ersetzt Recht und Neutralit&auml;t wird zur Abweichung. Der Fall &bdquo;Neutrality Studies&ldquo; und die Sanktionierung des Schweizer Milit&auml;ranalysten Jacques Baud zeigen, wie fragil &Ouml;ffentlichkeit und Existenz im digitalen wie im administrativen Raum geworden sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/der-schock-des-entzugs\/\">Globalbridge<\/a>\n<p>dazu: <strong>Von Guillou bis Baud &ndash; Wie die EU ihre eigenen Werte sanktioniert <\/strong><br>\nVor zwei Monaten ver&ouml;ffentlichte Le Monde ein ganzseitiges Interview mit Nicolas Guillou. Der franz&ouml;sische Staatsb&uuml;rger ist Richter am Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) und unterliegt in dieser Funktion den von Washington beschlossenen Sanktionen.<br>\nUnabh&auml;ngig davon, was man vom IStGH h&auml;lt, kann man nur emp&ouml;rt sein &uuml;ber die kafkaesken Konsequenzen, die Richter Guillou in seinem t&auml;glichen Leben zu sp&uuml;ren bekommt. Er darf nicht nur nicht in die Vereinigten Staaten reisen, sondern es ist ihm faktisch verboten, sich &ndash; selbst zu privaten Zwecken &ndash; in weiten Teilen der Welt zu bewegen. Vor allem sind seine Bankkonten eingefroren, er kann seine pers&ouml;nlichen Rechnungen nicht bezahlen und keine Bankkarte besitzen, was ihn zu einem echten Paria macht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/fromrussiawithlove.rtde.world\/international\/267581-von-guillou-bis-baud-wie\/\">RT DE<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch Auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=144885\">Scott Ritter wurden nun die Konten gek&uuml;ndigt &ndash; diese Praxis muss verboten werden<\/a>.<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Wie der &ldquo;Fall&rdquo; Baud und andere m&ouml;glich wurden und wer die Verantwortung tr&auml;gt<\/strong><br>\nFast immer wird die Europ&auml;ische Kommission als die daf&uuml;r schuldige Institution an den Pranger gestellt. Das ist falsch, und es ist politisch hochgef&auml;hrlich. Nat&uuml;rlich stellt sich die Kommission &ouml;ffentlich gerne als die &bdquo;Spinne im Netz&ldquo; dar. Aber die EU ist komplizierter. Man kann, ja muss, jede Institution einschlie&szlig;lich der Europ&auml;ische Kommission f&uuml;r das kritisieren, was sie verbocken. Aber alles, was einem an der EU nicht passt, der Kommission in die Schuhe zu schieben, zeigt nur, dass das Unbehagen gegen&uuml;ber der EU sehr gro&szlig;, aber der Wissenstand &uuml;ber die tats&auml;chlichen Vorg&auml;nge in der EU eher bescheiden ist.<br>\nWas nun die j&uuml;ngsten Sanktionsentscheidungen des Rates gegen -vereinfacht ausgedr&uuml;ckt &ndash; &bdquo;Sprachrohre des Kremls&ldquo; betrifft: Die Kommission hat damit gar nichts zu tun.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/petraerler.substack.com\/p\/wie-der-fall-baud-und-andere-moglich\">Petra Erler<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>EU-Sanktionierung von Jacques Baud: Ist Ver&ouml;ffentlichung seiner B&uuml;cher und Interviews jetzt strafbar?<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=144983\">NachDenkSeiten<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Armut ist eine Systemfrage: Ein Gef&uuml;hl von Ausschluss<\/strong><br>\nWenn zum Jahresende kostenlos G&auml;nsekeulen verteilt werden, verfestigt sich das Gef&auml;lle von Arm und Reich. Und die Systemfrage wird ausgelagert.<br>\nD er Musiker Frank Zander und weitere Promis servieren jedes Jahr Weihnachtsg&auml;nse, das Kinderhilfswerk Arche in Berlin verteilt Geschenke an &bdquo;bed&uuml;rftige&ldquo; Kinder, die Berliner Tafel verschenkt Gutscheine und Lego-Sets. Selbst das Hofbr&auml;uhaus am Berliner Alexanderplatz l&auml;dt bed&uuml;rftige Familien am Heiligabend zum Essen ein.<br>\nIch bin eine solche &bdquo;Bed&uuml;rftige&ldquo; und trotzdem frage mich immer wieder: Bin ich die Einzige, der all das aufst&ouml;&szlig;t?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Armut-ist-eine-Systemfrage\/!6147434\/\">taz<\/a>\n<p>dazu: <strong>Schnittstelle der Entwertung<\/strong><br>\nMenschen, die auf Sozialleistungen angewiesen sind, empfinden den Kontakt mit dem Jobcenter oft als dem&uuml;tigend &mdash; sie sp&uuml;ren, dass sie hier zur Verf&uuml;gungsmasse degradiert werden.<br>\nWer in Deutschland in das Jobcenter-System ger&auml;t, betritt nicht einfach eine Beh&ouml;rde. Er betritt eine eigene Wirklichkeit, in der Sprache, Zeitgef&uuml;hl und Selbstbild sich verschieben. Viele nennen es weiterhin &bdquo;Arbeitsamt&ldquo;, obwohl es l&auml;ngst anders organisiert ist; der alte Begriff trifft aber etwas, das tiefer sitzt: die Erfahrung, dass der Staat an dieser Stelle nicht als Partner erscheint, sondern als Instanz, die pr&uuml;ft, sortiert, anweist, sanktioniert. Und selbst wenn man die Mitarbeiter als Einzelne au&szlig;en vor l&auml;sst, selbst wenn man die guten Begegnungen nicht unterschl&auml;gt, bleibt eine Grundstruktur: Hilfe wird im Jobcenter nicht als selbstverst&auml;ndliche gesellschaftliche Verpflichtung verstanden, sondern als Ausnahmezustand, der Verwaltung, Begr&uuml;ndung und Kontrolle ausl&ouml;st. Bed&uuml;rftigkeit ist nicht einfach ein Fakt, sie ist ein Verdacht, der widerlegt werden muss. Der Antragsteller wird nicht nur unterst&uuml;tzt, er wird gleichzeitig in ein Raster eingeordnet, das ihn dauerhaft definieren kann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.manova.news\/artikel\/schnittstelle-der-entwertung%20\">G&uuml;nther Burbach auf Manova<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Prek&auml;res Paralleluniversum<\/strong><br>\nDer wachsende Niedriglohnsektor zeigt: Wenn jemand aus der Arbeitslosenstatistik herausgefallen ist, bedeutet das noch lange nicht, dass er ein menschenw&uuml;rdiges Leben f&uuml;hren kann.<br>\nEs gab eine Zeit, in der Erwerbsarbeit in Deutschland nicht erkl&auml;rt werden musste. Sie funktionierte einfach. Ein Lohn, oft aus einem einzigen Arbeitsverh&auml;ltnis, reichte aus, um eine Familie zu ern&auml;hren. Nicht luxuri&ouml;s, nicht sorgenfrei, aber stabil. Die Miete war bezahlbar, der K&uuml;hlschrank gef&uuml;llt, Urlaube waren selten, aber m&ouml;glich. R&uuml;cklagen entstanden langsam, aber sie entstanden. Arbeit bedeutete Teilhabe, nicht Rechnen bis zum Monatsende. Viele &auml;ltere Menschen erinnern sich noch gut daran. Sie erz&auml;hlen von Werkshallen, Verwaltungen, Handwerksbetrieben, in denen ein normales Einkommen gen&uuml;gte, um ein Leben aufzubauen. Nicht jeder war wohlhabend, aber die meisten waren abgesichert. Krankheit bedeutete kein sofortiges finanzielles Risiko. Arbeitslosigkeit war ein Bruch, aber kein Absturz. Wer arbeitete, geh&ouml;rte dazu, sozial, wirtschaftlich, gesellschaftlich. Diese Ordnung war kein Zufall und kein Geschenk des Marktes. Sie beruhte auf klaren Strukturen:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.manova.news\/artikel\/prekares-paralleluniversum\">G&uuml;nther Burbach auf Manova<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>B&uuml;rgergeld-Versch&auml;rfung trifft Kinder: Experten warnen vor dramatischen Langzeitfolgen<\/strong><br>\nDie B&uuml;rgergeld-Reform hat die n&auml;chste Etappe erreicht. Nun diskutiert der Bundestag den Gesetzentwurf von Union und SPD. Vor der ersten Lesung warnen Verb&auml;nde jedoch vor den Folgen. Besonders im Fokus sind dabei die rund 1,8 Millionen Kinder und Jugendlichen, die im Leistungsbezug sind. Bei Sanktionen werden in &bdquo;Mithaftung&ldquo; genommen, kritisiert etwa das Deutsche Kinderhilfswerk.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.merkur.de\/wirtschaft\/buergergeld-verschaerfung-trifft-kinder-experten-warnen-vor-dramatischen-langzeitfolgen-94125167.html\">Merkur<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. 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