{"id":145367,"date":"2026-01-26T11:00:41","date_gmt":"2026-01-26T10:00:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145367"},"modified":"2026-01-26T15:01:26","modified_gmt":"2026-01-26T14:01:26","slug":"stimmen-aus-russland-warum-china-trotz-strategischer-milliardenverluste-in-venezuela-passiv-bleibt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145367","title":{"rendered":"Stimmen aus Russland: Warum China trotz strategischer Milliardenverluste in Venezuela passiv bleibt"},"content":{"rendered":"<p>Die US-Invasion in Venezuela, die Entf&uuml;hrung des Pr&auml;sidenten, die verh&auml;ngte Seeblockade und die gewaltsame Durchsetzung eines kolonialen Wirtschaftsmodells markieren einen der folgenschwersten Pr&auml;zedenzf&auml;lle der Weltpolitik im 21. Jahrhundert. Damit &uuml;bertrifft die Tragweite der Ereignisse in Venezuela jene der russischen &sbquo;milit&auml;rischen Spezialoperation&lsquo; in der Ukraine bei Weitem. Ein Beitrag des russischen Politologen und China-Experten <strong>Wassilij Kaschin<\/strong>, aus dem Russischen &uuml;bersetzt von <strong>&Eacute;va P&eacute;li<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_8435\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-145367-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260126_Stimmen_aus_Russland_Warum_China_trotz_strategischer_Milliardenverluste_in_Venezuela_passiv_bleibt_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260126_Stimmen_aus_Russland_Warum_China_trotz_strategischer_Milliardenverluste_in_Venezuela_passiv_bleibt_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260126_Stimmen_aus_Russland_Warum_China_trotz_strategischer_Milliardenverluste_in_Venezuela_passiv_bleibt_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260126_Stimmen_aus_Russland_Warum_China_trotz_strategischer_Milliardenverluste_in_Venezuela_passiv_bleibt_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=145367-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260126_Stimmen_aus_Russland_Warum_China_trotz_strategischer_Milliardenverluste_in_Venezuela_passiv_bleibt_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"260126_Stimmen_aus_Russland_Warum_China_trotz_strategischer_Milliardenverluste_in_Venezuela_passiv_bleibt_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>&Ouml;konomisch ist die faktische Kolonialisierung Venezuelas durch Washington f&uuml;r China verkraftbar; geopolitisch jedoch ist sie ein Desaster. Sie torpediert Pekinger Kernstrategien und entzieht der &bdquo;Schicksalsgemeinschaft der Menschheit&ldquo; sowie der &bdquo;Seidenstra&szlig;en-Initiative&ldquo; die Glaubw&uuml;rdigkeit. Auch die vier globalen Initiativen Xi Jinpings zur Entwicklung, Sicherheit, Zivilisation und Governance [Anm. Red.: Steuerung\/F&uuml;hrung] verlieren dadurch ihre normative Kraft.<\/p><p>Die Vereinigten Staaten gaben vor dem Hintergrund der Operation in Venezuela unumwunden zu verstehen: &Auml;hnliches k&ouml;nne auch in anderen L&auml;ndern Lateinamerikas geschehen, vor allem in Kolumbien, Kuba und Mexiko. Schwerwiegende Folgen werden auch die Festsetzungen von Schiffen unter Flaggen dritter L&auml;nder in neutralen Gew&auml;ssern haben, weil diese Schiffe gegen US-amerikanische Sanktionen versto&szlig;en.<\/p><p>US-Pr&auml;sident Donald Trump verwies in seinen &Auml;u&szlig;erungen direkt auf die Monroe-Doktrin und auf die Vorherrschaft Washingtons in der westlichen Hemisph&auml;re. [Anm. d. Red.: Die 1823 proklamierte Doktrin beansprucht Lateinamerika als exklusive Einflusszone der USA und dient bis heute als Rechtfertigung f&uuml;r die Zur&uuml;ckweisung au&szlig;eramerikanischer M&auml;chte wie China oder Russland in der Region.] Pr&auml;sident Trump ging noch weiter: Er erkl&auml;rte, das internationale Recht nicht zu ben&ouml;tigen und stattdessen allein auf Basis seiner eigenen Moralvorstellungen zu handeln. Der stellvertretende Stabschef des Wei&szlig;en Hauses, Stephen Miller, betonte: &bdquo;Die reale Welt wird durch St&auml;rke regiert.&ldquo;<\/p><p>Die lateinamerikanischen L&auml;nder sahen sich mit einer Aggression Washingtons konfrontiert, und einige von ihnen mussten bereits klein beigeben. So erkl&auml;rte die mexikanische Pr&auml;sidentin Claudia Sheinbaum am 12. Januar als gro&szlig;en Erfolg, dass &bdquo;es keine Invasion geben wird&ldquo;. Kolumbiens Pr&auml;sident Gustavo Petro bereitet sich darauf vor, zum Bittgang nach Washington zu reisen.<\/p><p>Zur Begr&uuml;ndung der Notwendigkeit ihres Vorgehens gegen&uuml;ber Venezuela verwiesen die USA auf die Aktivit&auml;ten Russlands und Chinas in einer f&uuml;r sie lebenswichtigen Region. Jedoch ist die wirtschaftliche Pr&auml;senz Russlands in Lateinamerika gering (der gesamte Warenumsatz betrug 17,5 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024 &ndash; im Vergleich zu den 518 Milliarden Chinas), eine russische Milit&auml;rpr&auml;senz gibt es dort nicht, und die Waffenexporte kamen praktisch schon lange vor der Spezialoperation zum Erliegen. Der Warenumsatz mit Venezuela belief sich Ende 2024 auf marginale 200 Millionen US-Dollar.<\/p><p><strong>Lateinamerika als vitale Rohstoffquelle f&uuml;r Peking<\/strong><\/p><p>F&uuml;r Peking hingegen ist die Region Lateinamerika und Karibik (LAC) ein gigantischer und schnell wachsender Markt. Im Jahr 2024 stieg der Warenumsatz zwischen der Volksrepublik China und LAC um sechs Prozent und betrug, wie bereits erw&auml;hnt, 518 Milliarden US-Dollar, wovon 277 Milliarden US-Dollar auf chinesische Exporte entfielen.<\/p><p>Es geht jedoch nicht nur um das Handelsvolumen. LAC ist eine Schl&uuml;sselquelle f&uuml;r die Lieferung gleich mehrerer Arten von Rohstoffen, die f&uuml;r die internationale Sicherheit der Volksrepublik China von kritischer Bedeutung sind. Diese Abh&auml;ngigkeit hat sich in den letzten Jahren verst&auml;rkt, als China aufgrund der Verschlechterung der Beziehungen zu Washington US-amerikanische Lieferungen durch lateinamerikanische ersetzte:<\/p><ul>\n<li><strong>Sojabohnen:<\/strong> Die Abh&auml;ngigkeit der Volksrepublik China von Sojabohnenimporten betr&auml;gt insgesamt etwa 90 Prozent, wobei &uuml;ber 75 Prozent dieser Importe aus Lateinamerika stammen, haupts&auml;chlich aus Brasilien.<\/li>\n<li><strong>Kupfer:<\/strong> Chile, Peru und Mexiko stellen zusammen 62 Prozent der chinesischen Importe von Kupferkonzentrat und -erzen bereit &ndash; eine strategisch wichtige Produktion f&uuml;r die Hochtechnologiezweige, bei deren Versorgung die Volksrepublik China fast vollst&auml;ndig von der Au&szlig;enwelt abh&auml;ngt. Der Export aus LAC nach China &uuml;berstieg hierbei im Jahr 2024 die Summe von 40 Milliarden US-Dollar.<\/li>\n<li><strong>Lithium:<\/strong> Auf Chile und Argentinien entfallen etwa 98 Prozent der chinesischen Importe von Lithiumcarbonat, das f&uuml;r die Herstellung von Batterien notwendig ist. Dies ist besonders kritisch bei einer Importabh&auml;ngigkeit Chinas von &uuml;ber 72 Prozent in diesem Bereich.<\/li>\n<li><strong>Eisenerz:<\/strong> LAC ist zudem ein wichtiger Lieferant von Eisenerz f&uuml;r die Volksrepublik China; allein der Import dieses Rohstoffs aus Brasilien &uuml;berstieg im Jahr 2024 die Summe von 29 Milliarden US-Dollar.<\/li>\n<\/ul><p><strong>Pekings k&uuml;hle Distanz zur Krise in Caracas<\/strong><\/p><p>Lateinamerika spielte seit Beginn der 2000er-Jahre eine immer bedeutendere Rolle in der Au&szlig;enpolitik Pekings. Seit 2014 finden regelm&auml;&szlig;ige Foren &bdquo;China &ndash; Gemeinschaft der lateinamerikanischen und karibischen Staaten&ldquo; statt, seit 2016 wurde die &bdquo;Seidenstra&szlig;en-Initiative&ldquo; auf die Region ausgeweitet. China strebt danach, die L&auml;nder der Region in verschiedene spezialisierte Kooperationsformate einzubinden (wissenschaftlich-technisch, milit&auml;risch, humanit&auml;r).<\/p><p>Vor diesem Hintergrund haben die Beziehungen Pekings zu Caracas kein sonderliches Gewicht: Der Anteil Venezuelas an den chinesischen &Ouml;limporten betrug anscheinend wenig mehr als drei Prozent. Peking begegnete der Regierungsf&uuml;hrung der Chavisten &ndash; sowohl wirtschaftlich als auch innenpolitisch &ndash; mit grunds&auml;tzlicher Skepsis. Die Chinesen erkannten zwar eine gewisse Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage in Venezuela im Jahr 2021 an, merkten jedoch die fortbestehende Systemkrise an, wenn auch ohne unmittelbare Gefahr eines Kollapses des Regimes. Peking gew&auml;hrte Caracas zwar Umschuldungen f&uuml;r Altkredite, hielt sich aber von massiven Investitionen und neuen Projekten fern.<\/p><p>Mit anderen Worten: Der Sturz der Regierung in Venezuela selbst ist f&uuml;r China unangenehm, wird aber nicht zum Problem. Deshalb hat Peking auch nicht sonderlich viel in dessen Unterst&uuml;tzung investiert. Die in Verschw&ouml;rerkreisen verbreiteten Legenden &uuml;ber die Rettung von Pr&auml;sident Hugo Ch&aacute;vez durch chinesische Spezialeinheiten w&auml;hrend des Putschversuchs 2002 entbehren jeder Grundlage. Die chinesischen Waffenlieferungen an das Land liefen bereits in der zweiten H&auml;lfte der 2010er-Jahre aus.<\/p><p>Andererseits kann die uneingeschr&auml;nkte Dominanz der USA in LAC, die Anma&szlig;ung Washingtons, &uuml;ber die Au&szlig;enwirtschaftsbeziehungen der L&auml;nder der Region zu verf&uuml;gen und sich in deren innere Angelegenheiten einzumischen, extrem schwere Folgen f&uuml;r die Wirtschaft Chinas und sein Ansehen haben. Und vor diesem Hintergrund ist die Schw&auml;che der chinesischen Reaktion sehr bezeichnend. Im Wesentlichen beschr&auml;nkte sich die Reaktion auf eine Reihe verurteilender Erkl&auml;rungen des Au&szlig;enministeriums ohne jegliche politischen Taten auf der Ebene der obersten Staatsf&uuml;hrung, ganz zu schweigen von Schritten im milit&auml;rischen oder wirtschaftlichen Bereich.<\/p><p><strong>Die Fesseln der chinesischen Strategiekultur<\/strong><\/p><p>Dabei w&auml;re es nicht korrekt, diese Passivit&auml;t mit politischer Schw&auml;che und Unentschlossenheit zu erkl&auml;ren. In den traditionellen Zonen seiner lebenswichtigen Interessen in Nordost- und S&uuml;dostasien agiert die Volksrepublik China immer h&auml;rter und energischer, setzt aktiv milit&auml;rische Gewalt als Instrument des Drucks auf Gegner ein und geht bewusst das Risiko eines milit&auml;rischen Zusammensto&szlig;es mit den USA und ihren Verb&uuml;ndeten in Gebieten wie dem S&uuml;dchinesischen Meer ein.<\/p><p>Das Problem h&auml;ngt eher mit der gigantischen Tr&auml;gheit der &Auml;ra der &bdquo;Reform und &Ouml;ffnung&ldquo; mit ihrer passiven Au&szlig;enpolitik zusammen, die auf die Akkumulation von Kr&auml;ften ausgerichtet war, sowie mit dem in China verfolgten Konzept der &bdquo;Kerninteressen&ldquo; und dem chinesischen Entscheidungssystem. Konflikte in der unmittelbaren Umgebung des Landes ber&uuml;hren aus chinesischer Sicht &bdquo;Kerninteressen&ldquo; wie Souver&auml;nit&auml;t, Sicherheit, Unabh&auml;ngigkeit, territoriale Integrit&auml;t und das politische System. Aus der Sicht Pekings k&ouml;nnen &bdquo;Kerninteressen&ldquo; nicht Gegenstand von Kompromissen sein, und bei ihrer Verteidigung muss man zur Eskalation bereit sein.<\/p><p>Selbstverst&auml;ndlich umfasst Chinas Definition der &sbquo;Kerninteressen&lsquo; auch die nachhaltige sozio&ouml;konomische Entwicklung &ndash; ein Umstand, der erkl&auml;rt, weshalb Peking auf den von Washington initiierten Handelskrieg so entschlossen und wirkungsvoll reagiert. Aber die chinesische wirtschaftliche Pr&auml;senz im Ausland geh&ouml;rte bisher nicht zu diesen &bdquo;Interessen&ldquo;. Das Konzept der &bdquo;Kerninteressen&ldquo; erlaubte es der Volksrepublik China, die Grenzen ihrer Einmischung in Weltangelegenheiten klar zu ziehen: Im Grunde ging sie au&szlig;erhalb dieser Grenzen immer den Weg des geringsten Widerstands, der Kr&auml;fteersparnis und der Minimierung von Bedrohungen. Au&szlig;erhalb des Rahmens der &bdquo;Kerninteressen&ldquo; akzeptiert die moderne chinesische Strategiekultur keinerlei wesentliche Risiken.<\/p><p><strong>Globaler Machtanspruch versus operative Zur&uuml;ckhaltung<\/strong><\/p><p>Somit tritt die chinesische Strategiekultur in direkten Widerspruch zum derzeitigen Entwicklungsstand der Wirtschaft der Volksrepublik China, zu den chinesischen Anspr&uuml;chen auf eine Rolle im Weltgeschehen und zum vorhandenen milit&auml;rischen Potenzial Pekings. China hat planm&auml;&szlig;ig milit&auml;rische Instrumente zur Umsetzung seines globalen Einflusses geschaffen. Seine Kriegsflotte nimmt den ersten Platz in der Welt nach Anzahl und den zweiten nach Kampfpotenzial ein. Seine M&ouml;glichkeiten zur Projektion von St&auml;rke sind um eine Gr&ouml;&szlig;enordnung gr&ouml;&szlig;er als die, &uuml;ber welche die UdSSR im Zenit ihrer Macht verf&uuml;gte.<\/p><p>Technisch hinderte China nichts daran, in einer fr&uuml;hen Phase der Krise einen Verband von &Uuml;berwasserkriegsschiffen vor der K&uuml;ste Venezuelas zu stationieren, entlang der Nordk&uuml;ste dieses Landes ein l&uuml;ckenloses Radarfeld aufzubauen, dort eigene &bdquo;Patrouillen zur Gew&auml;hrleistung der Freiheit der Schifffahrt&ldquo; zu organisieren, Caracas Soforthilfe mit Waffen und Geld zu leisten und mit Erkl&auml;rungen &uuml;ber entschlossene Unterst&uuml;tzung aufzutreten.<\/p><p>In der Realit&auml;t sind solche Handlungen seitens der Volksrepublik China jedoch bisher unvorstellbar. In milit&auml;rischer und technischer Hinsicht ist sie bereit, die Rolle eines Gegengewichts zu den USA zu spielen, aber praktisch ist sie in der heutigen Welt &uuml;berhaupt nicht bereit, am globalen Wettbewerb der Weltm&auml;chte teilzunehmen (au&szlig;er vielleicht regional in Asien). Die aktuelle Krise k&ouml;nnte eine Transformation der chinesischen Globalstrategie ausl&ouml;sen, aber dieser Prozess wird kaum schnell verlaufen.<\/p><p>Einstweilen jedoch sehen wir, wie Peking erneut versucht, das Risiko auf ein Minimum zu reduzieren: abwarten, versuchen, sich zu einigen, Verluste minimieren, die Krise in der Hoffnung &uuml;berstehen, wie fr&uuml;her Foren abzuhalten, &uuml;ber das &bdquo;Schicksal der Menschheit&ldquo; zu philosophieren und alle zur Zusammenarbeit im Rahmen der Seidenstra&szlig;en-Initiative einzuladen.<\/p><p><em>&Uuml;ber den Autor: <strong>Wassilij Kaschin<\/strong> ist Direktor des Zentrums f&uuml;r umfassende europ&auml;ische und internationale Studien an der Nationalen Forschungsuniversit&auml;t &bdquo;Higher School of Economics&ldquo; (HSE) in Moskau. Der promovierte Politikwissenschaftler ist zudem leitender wissenschaftlicher Mitarbeiter am Staatlichen Moskauer Institut f&uuml;r Internationale Beziehungen (MGIMO) sowie Dozent an der Lomonossow-Universit&auml;t. Als ausgewiesener China-Experte war er unter anderem stellvertretender Leiter der Vertretung von RIA Nowosti in Peking und ist Mitglied im russischen Rat f&uuml;r Au&szlig;en- und Verteidigungspolitik.<\/em><\/p><p><em>Der Beitrag ist auf Russisch <a href=\"https:\/\/profile.ru\/abroad\/pochemu-kitaj-tak-vyalo-reagiruet-na-venesuelskij-krizis-1809882\/\">bei profile.ru erschienen<\/a><\/em>.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg09.met.vgwort.de\/na\/24946c438ff54c45bb333448917aa772\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p><p><small>Titelbild: Imago Media Indonesia \/ Shutterstock<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die US-Invasion in Venezuela, die Entf&uuml;hrung des Pr&auml;sidenten, die verh&auml;ngte Seeblockade und die gewaltsame Durchsetzung eines kolonialen Wirtschaftsmodells markieren einen der folgenschwersten Pr&auml;zedenzf&auml;lle der Weltpolitik im 21. Jahrhundert. 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