{"id":145391,"date":"2026-01-27T12:00:33","date_gmt":"2026-01-27T11:00:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145391"},"modified":"2026-01-27T12:09:37","modified_gmt":"2026-01-27T11:09:37","slug":"die-meisten-staatschefs-wissen-nicht-was-sie-tun-sollen-o-toene-zum-weltwirtschaftsforum-in-davos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145391","title":{"rendered":"\u201eDie meisten Staatschefs wissen nicht, was sie tun sollen\u201c \u2013 O-T\u00f6ne zum Weltwirtschaftsforum in Davos"},"content":{"rendered":"<p>Das j&uuml;ngste Weltwirtschaftsforum in Davos hat gezeigt: Die meisten Teilnehmer sehen endlich ein, dass sich die Welt ver&auml;ndert hat und dass die Hoffnung auf eine Wiederkehr der &bdquo;guten alten&ldquo; Ordnung illusorisch ist. Gezeigt hat es aber auch, dass es kaum Spitzenpolitiker gibt, die einen realistischen Weg zu wirksamer, sicherer und effektiver Mitgestaltung der &bdquo;neuen Ordnung&ldquo; anbieten k&ouml;nnen. Europa protestiert zwar gegen das &bdquo;Recht des St&auml;rkeren&ldquo;, ist aber viel zu uneins, um die Zukunft der Welt auf Augenh&ouml;he mit den Gro&szlig;m&auml;chten wirksam mitgestalten zu k&ouml;nnen. Eine neue Ausgabe der O-T&ouml;ne. Von <strong>Valeri Schiller<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"560\" height=\"315\" src=\"\" frameborder=\"0\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/aNd5R6QSmgg\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>EU-Kommissionspr&auml;sidentin Ursula von der Leyen am 20. Januar 2026<\/strong><\/p><p>&bdquo;Die Wahrheit ist aber auch, dass wir diese Chance nur dann n&uuml;tzen k&ouml;nnen, wenn wir erkennen, dass dieser Wandel von Dauer ist. Nat&uuml;rlich ist Nostalgie Teil unserer menschlichen Geschichte, aber Nostalgie wird die alte Ordnung nicht zur&uuml;ckbringen, und auf Zeit zu spielen und darauf zu hoffen, dass sich die Dinge bald wieder normalisieren, wird die strukturellen Abh&auml;ngigkeiten, die wir haben, nicht beheben. Mein Punkt ist also: Wenn diese Ver&auml;nderung von Dauer ist, dann muss sich auch Europa dauerhaft ver&auml;ndern. Es ist an der Zeit, diese Chance zu ergreifen und ein neues, unabh&auml;ngiges Europa aufzubauen.&ldquo;<\/p><p>(Quelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=_9cuHCLkdEg\">DRM News<\/a>, ab Minute 4:10)<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>US-Pr&auml;sident Donald Trump am 21. Januar 2026<\/strong><\/p><p>&bdquo;Diese riesige, unsichere Insel ist eigentlich Teil Nordamerikas und liegt an der Nordgrenze der westlichen Hemisph&auml;re. Das ist unser Territorium. Es handelt sich daher um ein zentrales nationales Sicherheitsinteresse der Vereinigten Staaten von Amerika. (&hellip;)<\/p><p>Nur die Vereinigten Staaten k&ouml;nnen diese riesige Landmasse, dieses riesige St&uuml;ck Eis sch&uuml;tzen, es entwickeln und verbessern und es so gestalten, dass es gut f&uuml;r Europa, sicher f&uuml;r Europa und gut f&uuml;r uns ist. Und aus diesem Grund strebe ich unverz&uuml;gliche Verhandlungen an, um die &Uuml;bernahme Gr&ouml;nlands durch die Vereinigten Staaten erneut zu er&ouml;rtern. (&hellip;)<\/p><p>Das Problem mit der NATO ist jedoch, dass wir zu 100 Prozent f&uuml;r sie da sein werden, aber ich bin mir nicht sicher, ob sie f&uuml;r uns da w&auml;ren, wenn wir sie anrufen w&uuml;rden: &sbquo;Meine Herren, wir werden angegriffen.&lsquo;&ldquo;<\/p><p>(Quelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=SY7CErCvXoE\">Bloomberg News<\/a>, ab Minute 0:45 und ab Minute 1:16 und ab Minute 2:09)<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Bundeskanzler Friedrich Merz am 22. Januar 2026<\/strong><\/p><p>&bdquo;Unsere Nachbarn und Partner in Europa, einschlie&szlig;lich D&auml;nemark und die Gr&ouml;nl&auml;nder, k&ouml;nnen auf unsere Solidarit&auml;t bauen. Wir werden D&auml;nemark, Gr&ouml;nland, den Hohen Norden sch&uuml;tzen vor den Bedrohungen aus Russland. (&hellip;)<\/p><p>Wir haben einen klaren Kurs: In dieser neuen &Auml;ra der Gro&szlig;m&auml;chte muss Europa entschlossen stehen und die Souver&auml;nit&auml;t aufrechterhalten. Und zweitens: Wir sollten die NATO nicht aufgeben. Beim NATO-Gipfeltreffen letzten Juni in Den Haag haben wir die Voraussetzungen daf&uuml;r gesetzt. Europa wird Hunderte Milliarden in die eigene Sicherheit investieren.&ldquo;<\/p><p>(Quelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=BEUweH-36Co\">ZDF heute Nachrichten<\/a>, ab Minute 24:33 und ab Minute 26:17)<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Russlands Au&szlig;enminister Sergej Lawrow am 20. Januar 2026<\/strong><\/p><p>&bdquo;Bemerkenswert sind die Argumente des deutschen Bundeskanzlers Merz, wonach die deutsche Armee wieder die st&auml;rkste in Europa werden m&uuml;sse. Er sagte au&szlig;erdem, Russland d&uuml;rfe in der Ukraine nicht &sbquo;seinen Willen durchsetzen&lsquo;, da dies dem Appeasement von Hitler gleichk&auml;me. Was halten Sie von dieser Aussage? Nur wenige schenkten ihr Beachtung, doch das h&auml;tte man tun sollen. (&hellip;)<\/p><p>Wenn man die &Auml;u&szlig;erungen europ&auml;ischer Politiker und Staats- und Regierungschefs liest &ndash; Kaja Kallas, Ursula von der Leyen, Merz, Starmer, Macron, Rutte &ndash;, wird deutlich, dass sie sich ernsthaft auf einen Krieg gegen die Russische F&ouml;deration vorbereiten und dies auch nicht verheimlichen. (&hellip;)<\/p><p>Wir haben nichts mit Pl&auml;nen zu einer Annexion Gr&ouml;nlands zu tun. Ich bin &uuml;berzeugt, dass Washington genau wei&szlig;, dass weder Russland noch die Volksrepublik China solche Pl&auml;ne hegen. Das ist nicht unser Thema.&ldquo;<\/p><p>(Quelle: <a href=\"https:\/\/mid.ru\/ru\/foreign_policy\/news\/2073858\/\">mid.ru<\/a>, ab Minute 3:30 und ab Minute 19:08 und ab Minute 1:42:23)<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Frankreichs Pr&auml;sident Emmanuel Macron am 20. Januar 2026<\/strong><\/p><p>&bdquo;Es braucht mehr wirtschaftliche Souver&auml;nit&auml;t und strategische Autonomie insbesondere f&uuml;r Europa. Das ist f&uuml;r mich wirklich ausschlaggebend. In diesem Zusammenhang m&ouml;chte ich zwei Ans&auml;tze beleuchten, die nicht in Frage kommen. Der erste w&auml;re, passiv das Recht des St&auml;rkeren hinzunehmen. Das w&uuml;rde zu Vasallisierung und Blockpolitik f&uuml;hren. Wenn wir diesen neukolonialistischen Ansatz akzeptieren w&uuml;rden, w&auml;re das keine gute Herangehensweise. All jene, die dies akzeptieren, m&uuml;ssen dann auch Verantwortung daf&uuml;r &uuml;bernehmen. Der zweite Ansatz w&auml;re es, eine rein moralische Haltung einzunehmen. Dieser Weg w&uuml;rde uns zu Ausgrenzung und Machtlosigkeit verdammen. Angesichts der brutalen Entwicklungen in der Welt m&uuml;ssen Frankreich und Europa einen wirkungsvollen Multilateralismus verteidigen, weil dies unseren Interessen und den Interessen all jener dient, die sich weigern, sich dem Recht des St&auml;rkeren zu unterwerfen.&ldquo;<\/p><p>(Quelle: <a href=\"https:\/\/x.com\/phoenix_de\/status\/2013629415847031067?s=51&amp;t=3mNcACpxh4x_s3AC9gArsg\">phoenix<\/a>)<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Der ukrainische Pr&auml;sident Wolodymyr Selenskyj am 22. Januar 2026<\/strong><\/p><p>&bdquo;Erst letztes Jahr in Davos schloss ich meine Rede mit den Worten: &sbquo;Europa muss lernen, sich zu verteidigen.&lsquo; Ein Jahr ist vergangen und nichts hat sich ver&auml;ndert. (&hellip;)<\/p><p>Alle Blicke richten sich auf Gr&ouml;nland. Klar ist, dass die meisten Staats- und Regierungschefs einfach nicht wissen, was sie tun sollen. Und es scheint, dass alle einfach warten, dass sich die Gem&uuml;ter in Amerika in dieser Angelegenheit beruhigen in der Hoffnung, dass sich dann alles erledigt. Aber was, wenn es nicht so kommt? (&hellip;)<\/p><p>Europa braucht gemeinsame Streitkr&auml;fte, die wirklich in der Lage w&auml;ren, Europa zu verteidigen. Heute verl&auml;sst sich Europa allein auf den Glauben, dass die NATO im Falle einer Bedrohung handeln wird. Aber niemand hat das B&uuml;ndnis bisher wirklich in Aktion gesehen. Wenn Putin beschlie&szlig;t, Litauen einzunehmen oder Polen anzugreifen &ndash; wer wird das erwidern?&ldquo;<\/p><p>(Quelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=qukFj18g_X8\">DEM News<\/a>, ab Minute 2:55 und ab Minute 3:33 und ab Minute 9:26)<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><small>Titelbild: Screenshots DRM News, Bloomberg News, ZDF heute Nachrichten, mid.ru, phoenix, DEM News<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das j&uuml;ngste Weltwirtschaftsforum in Davos hat gezeigt: Die meisten Teilnehmer sehen endlich ein, dass sich die Welt ver&auml;ndert hat und dass die Hoffnung auf eine Wiederkehr der &bdquo;guten alten&ldquo; Ordnung illusorisch ist. 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