{"id":1454,"date":"2006-07-28T12:08:38","date_gmt":"2006-07-28T10:08:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/v2\/?p=1454"},"modified":"2016-01-31T16:27:14","modified_gmt":"2016-01-31T15:27:14","slug":"staunen-uber-makrookonomische-ablaufe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=1454","title":{"rendered":"Staunen \u00fcber makro\u00f6konomische Abl\u00e4ufe"},"content":{"rendered":"<p>Zur Zeit erscheinen immer wieder Meldungen &uuml;ber die Unsicherheit der wirtschaftlichen Entwicklung. Bei managermagazin-online erschien am 18.7. ein Beitrag unter dem Titel: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/geld\/artikel\/0,2828,427275,00.html\" title=\"Externer Link zu http:\/\/www.manager-magazin.de\/geld\/artikel\/0,2828,427275,00.html\">&bdquo;Konjunktur &ndash; Der schwarz-rote Bremsklotz&ldquo;<\/a>. Vor einem Einbruch der Wachstumserwartungen wird mit Berufung auf das Zentrum f&uuml;r europ&auml;ische Wirtschaftsforschung gewarnt. Und auf die schlechte Finanzpolitik der Bundesregierung verwiesen. Angesichts dieser sp&auml;ten Einsicht d&uuml;rfen wir vielleicht darauf hinweisen, dass unsere Leser &ndash; anders als die der meisten Wirtschaftsteile deutscher Medien &ndash; davor bewahrt blieben, jetzt dar&uuml;ber zu staunen, dass aus dem gro&szlig;en Aufschwung nichts wird. Und dass dies viel mit der makro&ouml;konomischen Unf&auml;higkeit der handelnden Personen zu tun hat.<br>\n<!--more--><br>\nHier zun&auml;chst ein Auszug aus einem <a href=\"?p=941\">Tagebucheintrag vom 13.11.2005<\/a>:<\/p><blockquote><p>Aus meiner Sicht reichen die expansiven Impulse, die man vorsieht, bei weitem nicht aus, um das Jahr 2006 zum Jahr des gro&szlig;en Aufschwungs zu machen, mit dem man dann im Jahr 2007 schon mit Mehrwertsteuererh&ouml;hung und anderen Sparma&szlig;nahmen konsolidieren will. Selbst wenn ein hohes Wachstum von &uuml;ber 4% erreicht w&uuml;rde, reicht das angesichts der Unterauslastung der industriellen Kapazit&auml;ten (knapp &uuml;ber 80%) und der hohen Arbeitslosigkeit bei weitem nicht aus, um schon im Jahre 2007 in eine so harte Konsolidierungsphase eintreten zu k&ouml;nnen, um das Maastricht-Kriterien von 3% einzuhalten, was Frau Merkel definitiv und explizit angek&uuml;ndigt hat. Wahnsinn, so etwas zu tun. Angesichts solcher Versprechungen beginnt schon sp&auml;testens Mitte n&auml;chsten Jahres die Debatte darum, dass das Ziel trotz allem nicht erreicht wird und dass man jetzt neue Sanierungs- und Sparma&szlig;nahmen ergreifen m&uuml;sse, und schon wieder ist das Pfl&auml;nzchen Konjunktur kaputt. Da ist der Vertrauensverlust jetzt schon programmiert.<\/p><\/blockquote><p>Und ein Auszug aus &bdquo;Machtwahn&ldquo; incl. meinem Vorschlag f&uuml;r ein 10-Punkte-Programm, Seite 28f.:<\/p><blockquote><p>Auch das 25-Milliarden-&raquo;Investitions&laquo;-Programm entpuppte sich bei genauer Betrachtung als eher d&uuml;rftig. Zum einen l&auml;uft es &uuml;ber vier Jahre, so dass pro Jahr gerade mal gute 6 Milliarden anfallen, denen zus&auml;tzliche Ausgabenk&uuml;rzungen von 4 Milliarden Euro gegen&uuml;berstehen, zum andern sind darin Ausgaben enthalten wie zum Beispiel Steuererleichterungen f&uuml;r die Wirtschaft oder das nach Einkommen gestaffelte Elterngeld bis zu 1800 Euro monatlich, die man beim besten Willen nicht in ein Investitionsprogramm umdeuten kann.<br>\nDas ist alles leider ziemlich unseri&ouml;s. Die expansiven Impulse, die man geplant hat, reichen bei weitem nicht aus, um 2006 zum Jahr des gro&szlig;en Aufschwungs zu machen, mit dessen R&uuml;ckenwind man dann 2007 schon mittels Mehrwertsteuererh&ouml;hung und anderer Sparma&szlig;nahmen auf Konsolidierungskurs gehen k&ouml;nnte, ohne Gefahr zu laufen, den Aufschwung gleich wieder abzuw&uuml;rgen.<\/p>\n<p><strong>Achtens<\/strong> sollte die Bundesregierung in jedem Fall darauf verzichten, die Mehrwertsteuer zu erh&ouml;hen. Denn das w&auml;re ein Schock f&uuml;r den angestrebten Aufschwung der Binnenkonjunktur.<\/p><\/blockquote><p>&Uuml;ber die makro&ouml;konomische Unf&auml;higkeit unsere Eliten kann man leider nicht lachen. Denn darunter leiden Millionen von Menschen. Dass man die sich jetzt abzeichnende kritische Entwicklung auch schon lange vorher kennen konnte und gegensteuern h&auml;tte k&ouml;nnen, habe ich mit den Zitaten belegt. <\/p><p><strong>Wenn Sie Kontakt zu politisch Verantwortlichen haben, dann konfrontieren Sie diese doch einmal mit diesen absehbaren Fehlern in der Makropolitik. Wir k&ouml;nnen uns solche Fehler nicht immer wieder leisten.<\/strong>\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zur Zeit erscheinen immer wieder Meldungen &uuml;ber die Unsicherheit der wirtschaftlichen Entwicklung. Bei managermagazin-online erschien am 18.7. ein Beitrag unter dem Titel: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/geld\/artikel\/0,2828,427275,00.html\" title=\"Externer Link zu http:\/\/www.manager-magazin.de\/geld\/artikel\/0,2828,427275,00.html\">&bdquo;Konjunktur &ndash; Der schwarz-rote Bremsklotz&ldquo;<\/a>. Vor einem Einbruch der Wachstumserwartungen wird mit Berufung auf das Zentrum f&uuml;r europ&auml;ische Wirtschaftsforschung gewarnt. Und auf die schlechte Finanzpolitik der Bundesregierung verwiesen.<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=1454\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[30],"tags":[402],"class_list":["post-1454","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wirtschaftspoliik-und-konjunktur","tag-wachstum"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1454","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1454"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1454\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":30742,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1454\/revisions\/30742"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1454"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1454"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1454"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}