{"id":145558,"date":"2026-02-01T12:00:11","date_gmt":"2026-02-01T11:00:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145558"},"modified":"2026-02-01T12:54:20","modified_gmt":"2026-02-01T11:54:20","slug":"ich-habe-gesaet-reichlich-gegossen-nun-darf-ich-anscheinend-ernten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145558","title":{"rendered":"\u201eIch habe ges\u00e4t, reichlich gegossen. Nun darf ich anscheinend ernten.\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Der Berliner <strong>Dirk Z&ouml;llner<\/strong> wird nach wie vor eher dem ostdeutschen Publikum ein Begriff sein. Der S&auml;nger, Musiker, Komponist, Buchautor, ein Lebensfroher, Hungriger, Zweifelnder, Nachdenkender ist nach wie vor mit seiner Band &bdquo;Die Z&ouml;llner&rdquo;, im Duo mit seinem ewigen Freund und Kollegen, dem Pianisten und S&auml;nger Andr&eacute; Gensicke, und mit weiteren Projekten vor allem in Ostdeutschland unterwegs. Trotz eines engen Zeitplans hat sich Dirk Z&ouml;llner, einer der Erstunterzeichner des Berliner Appells, dennoch die Zeit genommen, um wieder einmal in ein intensives, pers&ouml;nliches Gespr&auml;ch mit <strong>Frank Blenz<\/strong> f&uuml;r die <em>NachDenkSeiten<\/em> einzutauchen.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Frank Blenz: Hallo Dirk, ich beobachte und erlebe seit Langem Dein Ackern, Deine musikalischen Touren, Dein unerm&uuml;dliches Machen, Dein verbindendes Tun. Kenne Deine Songs, habe Auftritte erlebt &ndash; und diese voller Freude. Nun ist wieder mal Zeit, Dich mit Fragen zu nerven (kleiner Scherz). Ich frage mich: Wie bist Du unterwegs, wie speist sich Dein voller Tourplan, welche Projekte, und welches Publikum erreichen Du und Deine Kollegen damit? Wen willst und kannst Du erreichen, einerseits als K&uuml;nstler im Bereich popul&auml;rer Musik, andererseits als Denker und Ansto&szlig;geber? Deine Reisen durch das Land sind sicher f&uuml;r Dich wie das Sammeln von Eindr&uuml;cken f&uuml;r ein Sittengem&auml;lde unserer (ganzen) Republik. Einig. Geteilt. Aufgerieben. Fragezeichen.<\/strong><\/p><p><strong>Dirk Z&ouml;llner<\/strong>: Es sind jetzt tats&auml;chlich knapp &uuml;ber 40 Jahre, dass ich mein &Uuml;berleben als freischaffender Musiker und Autor bestreite. Daf&uuml;r bin ich sehr dankbar und darauf bin ich auch ein kleines bisschen stolz. Denn da waren nicht nur Erfolge zu feiern, es gab auch einige Klippen zu umschiffen. Tendenziell ist es f&uuml;r mich aber immer bergauf gegangen, sowohl seelisch als auch finanziell. Ich habe mir ein exquisites Publikum erk&auml;mpft &ndash; mit &uuml;ber 2.000 Konzerten, etwa 20 Alben, vier B&uuml;chern, etlichen Kolumnen und Einmischungen. Ich habe ges&auml;t, reichlich gegossen. Nun darf ich anscheinend ernten. <\/p><p>Alle meine aktuellen Projekte m&uuml;ssen in erster Linie Spa&szlig; machen, denn es handelt sich ja hier um den kostbaren Rest meines Lebens. M&ouml;glichst wenig Brechstange. Love &amp; Peace! Und ja, mein Herz schl&auml;gt im Osten des Landes, hier sind mir die Menschen vertraut &ndash; mit allem F&uuml;r und Wider. Einen gleichgeschalteten Menschentypus kann ich nicht erkennen, aber es gibt hier verbindende Erfahrungen. Wir haben dieselben Dinge aus unterschiedlichen Perspektiven gesehen. Aus Helden wurden Unpersonen, aus Feindbildern Ikonen. Und es ist Fakt, dass wir in unserer Bundesrepublik gesamt gesehen eher die Rolle des Kunden als die des Verk&auml;ufers einnehmen.<\/p><p><strong>Ich denke an Stichworte wie Krieg und Frieden, Wehrhaftigkeit, &bdquo;meine S&ouml;hne kriegt ihr nicht&rdquo;, R&uuml;stungswahn Deutschland. Was sagst Du zu den irren Zahlen, dazu, dass der gr&ouml;&szlig;te R&uuml;stungskonzern in ein paar Jahren in die Top 3 der gr&ouml;&szlig;ten Konzerne weltweit aufsteigen k&ouml;nnte? Dazu kommt noch die herrschende Politik der Alternativlosigkeit. Das schreit doch auch nach Widerstand aus K&uuml;nstlerkreisen?<\/strong><\/p><p>Das kn&uuml;pft recht gut an das an, was ich gerade ge&auml;u&szlig;ert habe: Die meisten Menschen aus dem Osten verf&uuml;gen weder &uuml;ber L&auml;ndereien noch &uuml;ber Schl&ouml;sser, Arbeitsmittel oder gef&uuml;llte Truhen &ndash; und somit nat&uuml;rlich auch nicht &uuml;ber das Sagen. Drastisch gesagt, gibt es nicht so viel zu verteidigen, au&szlig;er das nackte Leben der Familie, vor allem das der Kinder. <\/p><p>Das Gauck&lsquo;sche oder Merz&lsquo;sche Freiheitsmantra erscheint den allermeisten seltsam befremdlich: Freiheit w&auml;re wichtiger als Frieden. Freiheit, die eine Einheit mit gesammeltem Besitz und scharfen Ellenbogen darstellt, mit denen sich aufs Podium gek&auml;mpft wurde. &bdquo;Freiheit, die heilt, ist niemals die gleiche Freiheit wie jene, die Menschen zerbricht&ldquo;, hat der Poet Henry-Martin Klemt geschrieben. Freiheit ist sehr unterschiedlich definierbar. Die Freiheit von Geld- und Zeitdruck und die Freiheit von Angst ist f&uuml;r viele Menschen wertvoller als diese elit&auml;re Freiheit. <\/p><p>Historiker von Gnaden sto&szlig;en artig ins gew&uuml;nschte Horn und erkl&auml;ren, dass die Menschen aus dem Ostteil des Landes diktaturgesch&auml;digt w&auml;ren und letztendlich an die Leine wollen. Es wird sich in schlichtester Brutalit&auml;t &uuml;ber &Auml;ngste und Stressgef&uuml;hle erhoben. Ich habe ja schon erw&auml;hnt, wie im Osten gelernt wurde, zu erkennen, dass es der Wahrheiten durchaus verschiedene geben kann. Ich halte das sture Durchboxen der einen f&uuml;r vorsintflutlich. Wir haben die M&ouml;glichkeit der allseitigen Information, egozentrische Kriege sind nicht mehr zeitgem&auml;&szlig;. Es ist doch idiotisch, dass sich immer noch so viele Menschen f&uuml;r die Interessen der Macht- und Geldmonster benutzen oder sogar verheizen lassen. Brachialkapitalismus im Endstadium. Okay, der Mehrheit ist die M&ouml;glichkeit der Flucht nicht gegeben, aber die Mehrheit h&auml;tte die M&ouml;glichkeit, sich rechtzeitig zu wehren! Und man sollte nach guten Reiseleitern Ausschau halten und nicht irgendwelchen Reiseverf&uuml;hrern aufsitzen. <\/p><p>Unsere Regierung ist von gestern, wir brauchen eine Frischzellenkur, integre Galionsfiguren, die sich nicht kaufen lassen, die sich mutig gegen den Sog, gegen diese Abw&auml;rtsspirale der Eskalation stellen. Gro&szlig;herzige Friedensvermittler au&szlig;erhalb der R&uuml;stungslobby, die in der Lage sind, auch die Sichten des Gegners wahrzunehmen. Nicht im Traum w&uuml;rde ich mich von dieser b&uuml;rokratisch verkrusteten Spie&szlig;ergesellschaft rekrutieren lassen oder ihnen das Leben meiner Kinder anvertrauen. <\/p><p>Ich verstehe aber, dass andere K&uuml;nstleropas wie Lindenberg, Gr&ouml;nemeyer oder Niedecken die Welt, von der sie so viel erhalten haben, auch verbal verteidigen m&uuml;ssen. Das gebietet die H&ouml;flichkeit. Da ist Dankbarkeit. Dass jemand wie Maffay es schafft, trotzdem &uuml;ber den Tellerrand zu gucken, ist eine Ausnahme. Ich sp&uuml;re, das dieser kleine Mann &uuml;ber ein sehr gro&szlig;es Herz verf&uuml;gt &ndash; eines, in dem es auch noch Platz &uuml;ber das eigene Ego hinaus gibt.<\/p><p><strong>Das zivilisatorische Leben, geht es kaputt? Was beobachtest Du, auch auf Deinen Reisen?<\/strong><\/p><p>Es sieht tats&auml;chlich so aus, als ob die Evolution gerade eine Pause einlegt oder sogar der R&uuml;ckw&auml;rtsgang eingelegt wurde. Ich bin aber ein Optimist. Ich begegne auf meinen Touren durch Ostdeutschland nur selten so richtig vernagelten Menschen. Das kann &ndash; bei aller Bescheidenheit &ndash; auch daran liegen, dass mein Publikum das von mir vorgegebene, kulturell wertvolle Angebot spiegelt. Nein! Jetzt wirklich mal im Ernst: Es ist viel Zorn vorhanden, der aber nicht zur Apathie, sondern eher zur Renitenz f&uuml;hrt. Die Menschen erfahren zu wenig Spiegelung bzw. eine von Politik und Medien verzerrte und irrlichternde. In Ermangelung der wahrhaftig gesellschaftspolitischen Pr&auml;senz sind sehr viele alternative private Kulturinseln entstanden au&szlig;erhalb der alten staatlichen Systeme. <\/p><p>Die B&uuml;rokratie nimmt jeder Initiative die Luft zum Atmen, der gut gemeinte Rahmen ist zum engen Korsett geworden. Auf dem Weg durch die Instanzen geht zuerst der Spa&szlig;, dann das Geld und schlie&szlig;lich der Sinn verloren. Da hat die Alternative f&uuml;r Deutschland ein leichtes Spiel. Der Emp&ouml;rungskatalysator &ndash; verbal. Mal sehen, was passiert, wenn der wirklich zum Zuge kommt.<\/p><p><strong>Ein weiterer Gedanke, Du bist ja Berliner, was sagst Du dazu: Berlin, die Hauptstadt der Verwahrlosung. Was ist Dein Befund? Hast Du Vorschl&auml;ge, den Spie&szlig; umzudrehen, endlich wieder an Aufbau, an Renaissance zu denken f&uuml;r eine knorke Hauptstadt?<\/strong><\/p><p>Ich beschr&auml;nke das mal auf meinen Stadtteil. Ich lebe im K&ouml;nigreich K&ouml;penick. Hier wurde einiges vernachl&auml;ssigt, so kleckerweise geflickt, aber im Moment wird &uuml;berall sehr viel Neues gebaut. Das mag am grandiosen Erfolg des 1. FC Union liegen, der dieser Region nat&uuml;rlich gute Laune und Aufwind beschert. Neue Stra&szlig;en und Stra&szlig;enbahngleise, neuer S-Bahnhof, neue Stadtteile, neue Kinderg&auml;rten und Spielpl&auml;tze. Auf jeden Fall habe ich hier nicht so sehr das Gef&uuml;hl der Verwahrlosung. Hier steppt immer noch der B&auml;r! Auf recht nat&uuml;rliche Weise, ohne viel Konfetti und Wunderkerzen. Traurig sind die Touren &uuml;ber die D&ouml;rfer und Kleinst&auml;dte. Die monstr&ouml;sen Einkaufslager dazwischen und in den Orten selbst meist nicht mal mehr ein B&auml;cker und eine Kneipe. Das ist echt gruselig, da will man nicht begraben sein.<\/p><p><strong>Deutschland besteht aus Ost und West, immer noch. Was macht der Osten?<\/strong><\/p><p>Es kann Spa&szlig; machen, eine Minderheit zu sein. Aber wir brauchen unsere eigenen H&auml;uptlinge, die uns erm&ouml;glichen, die regionalen T&auml;nze auszuleben. Rektoren, Direktoren, Journalisten, Verlage und auch Lokalpolitiker. Die Linke hat da in ihrem Bed&uuml;rfnis, bei der gro&szlig;en Polonaise dabei zu sein, an Schneid verloren und damit das alternative Druckventil f&uuml;r die emotionale Problembew&auml;ltigung mitinstalliert. Es ist nun schwer, mit der Luftpumpe die Windrichtung zu &auml;ndern.<\/p><p><strong>Mir f&auml;llt eine weitere Partei ein &ndash; das BSW &ndash; und der kleine Film, in dem Sahra Wagenknecht in die L&uuml;fte geht. Im Hintergrund des kurzen Videos stehen Du und weitere Akteure. Erz&auml;hl bitte dar&uuml;ber, was das BSW f&uuml;r Dich bedeutet, was das B&uuml;ndnis kann, was es braucht, was Du &uuml;ber die Anfeindungen, die H&auml;me usw. sagst.<\/strong><\/p><p>Ich finde es schade, dass sie sich mit ihren populistischen Spots nun am &uuml;blichen Dummenfang beteiligen. Reicht eine kulturvolle und h&ouml;fliche Bestimmtheit nicht f&uuml;r f&uuml;nf Prozent? Ich halte sie zumindest wegen ihrer Friedenspolitik f&uuml;r das kleinere &Uuml;bel und damit f&uuml;r die derzeit einzige w&auml;hlbare Partei. Momentan geht es ja beim BSW leider vor allem um den Machterhalt, also um die akribische Suche nach den fehlenden &bdquo;drei&ldquo; Stimmen. Nun gut, ich w&auml;re froh, wenn sie gefunden werden. Ich halte diese Partei ziemlich wichtig f&uuml;r das Gesamtspektrum. So, wie die CDU konservative nationale Traditionen vernachl&auml;ssigt hat, so hat Die Linke &ndash; wie schon erw&auml;hnt &ndash; im Allgemeinen ebenfalls Kontakt zu ihrer eigentlichen Klientel verloren und ihre Grundpfeiler &ndash; den Idealismus und Pazifismus &ndash; anges&auml;gt. Die schweben ebenfalls in dieser realit&auml;tsfernen Zwischenwelt, in einem Staat im Staate. Im Kreise der Sahneh&auml;ubchen, oben auf der Torte.<\/p><p><strong>Auch das ist Politik, kulturvolle &ndash; die Musik t&ouml;nt bei Dir weiter laut, leise, kraftvoll, unerm&uuml;dlich stehst Du auf der B&uuml;hne. Was steht im neuen Jahr an?<\/strong><\/p><p>Neben dem Mutterschiff DIE Z&Ouml;LLNER, mit dem ich gerade wieder mit Pauken und Trompeten und Volldampf unterwegs war, wird es im kommenden Sommer &bdquo;Die Z&ouml;llner im Trio Infernale&ldquo; geben. Hier bringen mein langj&auml;hriger Kompagnon, der Pianist Andr&eacute; Gensicke, und der Cellist Tobias Unterberg alias b.deutung eher die stilleren Lieder unseres umfangreichen Repertoires zu Geh&ouml;r. Au&szlig;erdem gibt es noch &bdquo;Z&ouml;llners Blinde Passagiere&ldquo;, ein Freundesprojekt mit der gro&szlig;artigen S&auml;ngerin Steffi Breiting, mit einem v&ouml;llig eigenst&auml;ndigen Programm und extra daf&uuml;r geschriebenen Liedern, davon wird im Herbst ein Album erscheinen. Gro&szlig;er Beliebtheit erfreut sich auch die Kollaboration mit Manuel Schmid, dem S&auml;nger der Stern Combo Mei&szlig;en, mit dem ich &bdquo;Die sch&ouml;nsten Balladen aus dem Land vor unserer Zeit&rdquo; zelebriere. Kunstlieder der Komponisten Franz Bartzsch, Wolfgang Scheffler, Michael Heubach, Holger Biege, Stefan Trepte und vielen anderen. Von Mitte Januar bis Mitte Februar &lsquo;26 geht es auf Tour, und auch hier ist ein neues Album im Gep&auml;ck. Zwischen Weihnachten und Silvester arbeite ich an der Fortsetzung der Graphic Novel &bdquo;Machandeltal&ldquo;, gemeinsam mit dem Zeichner J&ouml;rg Menge. Hier werden wir im kommenden Jahr mit einer multimedialen Lesung unterwegs sein &ndash; Wort, Bild und Musik.<\/p><p><strong>Dirk, nochmal sammle ich Stichworte f&uuml;r Dich: m&uuml;ndiger B&uuml;rger, direkte Demokratie, soziale Gerechtigkeit, ungerechte Verteilung, Ann&auml;herung West\/Ost (ist das &uuml;berhaupt m&ouml;glich oder bleibt die latente Teilung?), Altparteien, Stichwort Vertrauen in die Politik zur&uuml;ckholen &ndash; mit dem gegenw&auml;rtigen Politikerhandeln etwa? <\/strong><\/p><p>Demokratie kann nur bei sozialer Gerechtigkeit funktionieren. Ich bin sehr f&uuml;r die gerechte Verteilung des ungeheuren Reichtums. Aber als echter Linker kann ich das nicht nur f&uuml;r die eigene Nationalit&auml;t einfordern, also gerecht verteilter Reichtum im Sonnenstaat, hinter Glas, Beton und Stacheldraht. Man muss vor der eigenen Haust&uuml;r anfangen, das ist richtig. Dann brauchen die Menschenmassen auch nicht mehr in die umz&auml;unten Billigmastanlagen der betonierten s&uuml;dlichen Gestade transportiert werden, um sich den wohlverdienten Urlaub zu leisten. Jede Gesellschaft ist eine Inszenierung. Ich glaube, wir k&ouml;nnen das alles irgendwie besser und nachhaltiger. Dazu bedarf es aber auch mehr Talent und Phantasie. Baerbock und Habeck, die wir im Freundeskreis immer liebevoll &bdquo;Schweini &amp; Poldi&ldquo; nannten, fehlte irgendwie die Sensibilit&auml;t.<\/p><p>Die Politik sollte die Kunst nicht f&uuml;r ihre Zwecke einspannen, sie sollte ihr vielmehr folgen, denn sie ist die einzige evolution&auml;re Kraft. So hat es Joseph Beuys, einer der Gr&uuml;ndungsv&auml;ter der Gr&uuml;nen, gesagt. Ich glaube das auch, denn unsere Zukunft kann nur im Betreten von neuem Land zu finden sein. Unendliches Wachstum auf unserer endlichen Erde ist totaler Schwachsinn. Wir sollten f&auml;hige Leute in gro&szlig;e Pools w&auml;hlen und dann die Politiker auslosen, sie gut bezahlen, Lobbyismus verbieten. Grunds&auml;tzlich nach vier Jahren neu auslosen, damit keiner dem Geldsammeln erliegt oder sich im Hochgef&uuml;hl f&uuml;r die Reinkarnation einer biblischen Gestalt h&auml;lt und sich am goldenen Thron festschrauben will. Wenn einer offensichtlich bef&auml;higt ist und der Evolution sp&uuml;rbar Raum gibt, sollte man ihm eine zweite oder auch dritte Runde einr&auml;umen.<\/p><p><strong>Abschlie&szlig;end ein Z&ouml;llner&lsquo;scher Ausblick auf 2026, bitte!<\/strong><\/p><p>Auf jeden Fall sollten wir mehr spinnen und nach einer neuen Inszenierung suchen und nicht alles so spa&szlig;frei zerpfl&uuml;cken &ndash; spielerischer, freundlicher. Wettspiel statt Wettstreit. Zuh&ouml;ren, auch dem vermeintlichen Feind. Nicht nur das Negative vermuten, auf das Positive hoffen. Nachdenken. Probieren und auch wieder verwerfen. In Bewegung bleiben, denn Ver&auml;nderung ist Gl&uuml;ck.<\/p><p><strong>Danke Dir f&uuml;r das Gespr&auml;ch.<\/strong><\/p><p><small>Titelbild: Johanna Bergmann\/shutterstock.com<\/small><\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<strong>Weitere Artikel zu Dirk Z&ouml;llner:<\/strong>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68740\">Brotlose Kunst<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=103733\">Eine K&uuml;nstlerfamilie, die Z&ouml;llner, ruft auf: Wir sollten es probieren<\/a>\n<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Berliner <strong>Dirk Z&ouml;llner<\/strong> wird nach wie vor eher dem ostdeutschen Publikum ein Begriff sein. Der S&auml;nger, Musiker, Komponist, Buchautor, ein Lebensfroher, Hungriger, Zweifelnder, Nachdenkender ist nach wie vor mit seiner Band &bdquo;Die Z&ouml;llner&rdquo;, im Duo mit seinem ewigen Freund und Kollegen, dem Pianisten und S&auml;nger Andr&eacute; Gensicke, und mit weiteren Projekten vor allem in<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145558\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":145559,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[170,209,917,146],"tags":[998,3293,1678,918,575,1367,291,3412],"class_list":["post-145558","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-friedenspolitik","category-interviews","category-kultur-und-kulturpolitik","category-soziale-gerechtigkeit","tag-buerokratie","tag-bellizismus","tag-kuenstler","tag-kulturlandschaft","tag-ostdeutschland","tag-ruestungsausgaben","tag-verteilungsgerechtigkeit","tag-zoellner-dirk"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/260130_zoellner.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/145558","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=145558"}],"version-history":[{"count":19,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/145558\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":145673,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/145558\/revisions\/145673"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/145559"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=145558"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=145558"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=145558"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}