{"id":145577,"date":"2026-02-01T14:00:58","date_gmt":"2026-02-01T13:00:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145577"},"modified":"2026-01-30T20:08:10","modified_gmt":"2026-01-30T19:08:10","slug":"leserbriefe-zu-trump-es-ist-ein-blutbad-und-die-guten-wollen-dass-weitergekaempft-wird","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145577","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eTrump: \u201eEs ist ein Blutbad\u201c \u2013 und die \u201eGuten\u201c wollen, dass weitergek\u00e4mpft wird\u201c"},"content":{"rendered":"<p><!--more--><br>\n<strong>Marcus Kl&ouml;ckner<\/strong> kommentiert <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145205\">in diesem Beitrag<\/a> Aussagen von US-Pr&auml;sident Trump auf dem Weltwirtschaftsforum &uuml;ber den Krieg in der Ukraine. Der sagte u.a.: &bdquo;Es ist ein Blutbad da dr&uuml;ben. Und das will ich beenden.&ldquo; Erinnert wird an den Spruch &bdquo;Waffen nieder!&ldquo; von der &ouml;sterreichischen Friedensnobelpreistr&auml;gerin Berta von Suttner. Unklarheit herrsche &uuml;ber die genaue Anzahl der Soldaten, die sowohl auf ukrainischer als auch auf russischer Seite seit Beginn des Krieges get&ouml;tet, verwundet, verst&uuml;mmelt worden seien. Vermutlich w&uuml;rden die Zahlen in den Millionenbereich gehen: &bdquo;In Anbetracht dieses Grauens m&uuml;ssten Millionen B&uuml;rger ihre Stimme auf der Stra&szlig;e erheben und der Politik den Marsch blasen&ldquo;. Doch die Gesellschaften Europas seien so ignorant wie die Politik. Wir danken f&uuml;r die interessanten E-Mails dazu. Hier folgt nun eine Auswahl der Leserbriefe, f&uuml;r Sie zusammengestellt von <strong>Christian Reimann<\/strong>.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Kl&ouml;ckner,<\/p><p>Ihr Beitrag ber&uuml;hrt ein sehr wichtiges Thema.<\/p><p>Schuld, Schuldeinsicht, Gewissen, das B&ouml;se.<\/p><p>Im lateinischen: actus non facit reum nisi mens sit rea = frei &uuml;bersetzt:<\/p><p>F&uuml;r Schuld muss nicht nur die Tat strafbar sein, der Mensch muss sich auch seiner Schuld bewusst sein.<\/p><p>Da gibt es zwei unterschiedliche Punkte:<br>\nDie, die den Abzug dr&uuml;cken und die die im Ma&szlig;anzug hinter dem Schreibtisch agieren.<br>\nDie den Abzug dr&uuml;cken, tr&ouml;sten ihr Gewissen mit: Befehl ist Befehl.<br>\nDie hinter dem Schreibtisch mit mein Gewissen ist rein, wir sind die Guten, wir bek&auml;mpfen nur das B&ouml;se.<\/p><p>Die Zentrale Frage ist und bleibt, wen trifft die gr&ouml;&szlig;te Schuld.<br>\nDem der 10 Zivilisten eigenh&auml;ndig t&ouml;tet oder dem, der mit seiner Unterschrift 1 Million Tote verursacht ?<br>\nWie hat man den Unterschied zu beurteilen zwischen Helfer und T&auml;ter?<\/p><p>Als Literatur zum Thema empfehle ich:<\/p><ul>\n<li>Ian Buruma, Im Schatten des B&ouml;sen.<\/li>\n<li>Hannah Arendt, Eichmann in Jerusalem  <\/li>\n<li>Hannah Arendt, Totalitarianism<\/li>\n<\/ul><p>Mit freundlichem Gru&szlig;<br>\nPatrick Janssens<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Kl&ouml;ckner,<br>\nliebes NDS-Team,<\/p><p>genau das: das direkte Benennen der Opfer eines Krieges, war bereits vor etwa 4 Jahren, als die direkte milit&auml;rische Konfrontation vonseiten Ru&szlig;lands initiiert worden war, der einzige gemeinsame Nenner, auf den ich mich mit meinen Bekannten einigen konnte, denn viele waren, teils aus pers&ouml;nlichem Hintergrund, teils auch wegen Politik &amp; Medien, unangefochten auf der moralisch &ldquo;guten&rdquo; Seite der Ukraine. Was habe ich da nicht alles geh&ouml;rt? Es gab sogar Menschen, die wollten Putin am liebsten pers&ouml;nlich umbringen. Und das sind keine Dummen, im Gegenteil: man hat verstanden, ihre denkenden Gehirne und ihr moralisch integeres Herz so zu manipulieren, da&szlig; sie die eine Seite verteufeln, w&auml;hrend sie die andere Seite f&uuml;r &ldquo;die Guten&rdquo; halten. Da&szlig; die milit&auml;rischen Konflikte (zuerst war ja der B&uuml;rgerkrieg 2014-2022) bereits lange vor 2014 von den USA geplant und auch in die Tat umgesetzt wurde, mit einer stolzen Summe von 5 Milliarden US-Dollar, enthielt man ihnen vor.<\/p><p>In einem Punkt bin ich mir jedoch sicher:<br>\nDie Kriege in der Ukraine waren auch Themen bei den j&auml;hrlichen Weltwirschaftsforum-Treffen. Wie der Name schon sagt, geht es um &ouml;konomische Themen; man k&ouml;nnte auch sagen: das ist ein Kapitalismus-Gipfel. Wenn es um Geld geht, dann werden so gut wie alle anderen Dinge nebens&auml;chlich. Deswegen halte ich die Worte Trumps auch f&uuml;r eine Heuchelei: wenn es tats&auml;chlich um den Schutz von Menschenleben ginge, warum beendet er dann nicht die Sanktionen gegen Kuba und Venezuela? Davon sterben auch Tausende. Es entbehrt daher nicht einer gewissen Ironie, wenn der Pr&auml;sident eines Landes die Toten betrauert f&uuml;r einen Krieg, den sie selbst herbeigerufen haben &mdash; denn gew&auml;hlte Regierungen st&uuml;rzen sich nicht mal eben von selbst, und die ukrainische Ethnie spielt sich auch nicht von selbst gegen die russische Ethnie aus, geschweige denn bek&auml;mpfen sie sich bis aufs Blut.<\/p><p>Man verkn&uuml;pft Dinge, die man differenziert betrachten mu&szlig;. Genau so stelle ich mir ein Lehrbuch f&uuml;r Indoktrination vor. Eine vorgeblich gute Absicht wird f&uuml;r eigene politische Zwecke mi&szlig;braucht, denn die USA wollen diesen Krieg, den sie selbst angefangen haben, offensichtlich nicht mehr. Da vergie&szlig;t man mal eben ein paar Krodokilstr&auml;nen &uuml;ber die Opfer. War es nicht Victoria Nuhland, die es seinerzeit ganz &ldquo;OK&rdquo; fand, wenn aufgrund von US-Interventionen tausende Kinder sterben? Es gibt wenig, was ich noch menschenverachtender finde. Von Aufrichtigkeit kann ich in Donald Trumps Worten bisher nicht wirklich etwas finden.<\/p><p>Nichtsdestotrotz bleibt nat&uuml;rlich die Aussage legitim: jeder Tote in einem Krieg ist ein Toter zuviel. Das sind aber, wie ich denke, am Ende nichts weiter als warme Worte. An den Taten sollt ihr sie erkennen! Erster Schritt: das Einstellen s&auml;mtlicher Gelder und Kriegsger&auml;te-Lieferungen. Keine Waffen &mdash; kein Krieg!<\/p><p>Mit freundlichen und vor allem friedlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nMichael Schauberger<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Kl&ouml;ckner,<\/p><p>vielen Dank f&uuml;r Ihren Artikel und ihre leidenschaftliche Anklage an den Krieg. In der Tat sind es &ldquo;absurde Verh&auml;ltnisse&rdquo;, wenn ein US-Pr&auml;sident sich als Pazifist propagiert. Und genauso schr&auml;g erscheint es, dass unsere Poliker und (Leit-)Medien darauf nicht reagieren bzw. dar&uuml;ber nicht berichten. Ich habe erst durch Ihren Artikel &uuml;ber diese Passage seiner Rede in Davos erfahren. Um es vorsichtig auszudr&uuml;cken, muss man sich dann wohl fragen, wie gro&szlig; das Interesse an einem Frieden in der Ukraine in unseren herrschenden Politiker- und Medienkreisen wohl ist.<\/p><p>Aber warum wirbt Trump mit derartig drastischen und hoch emotionalisierenden Worten f&uuml;r eine Frieden in der Ukraine? &Uuml;ber die dahinter stehende Haltung kann ich nur mutma&szlig;en:<\/p><ol>\n<li>Kriege wie in der Ukraine sind v&ouml;llige Resourcenverschwendung. Kriege wie diese, wie etwa in Vietnam f&uuml;hren die USA nicht mehr, auch nicht mehr &ldquo;kleinere&rdquo; Operationen wie z.B. gegen Afganistan oder den Irak. Effiziententer und auch vermutlich effektiver sind Operationen wie gegen Venezuela.<\/li>\n<li>Explizite Kriege sind zu teuer und schlecht f&uuml;rs Gesch&auml;ft, selbst Stellvertreterkriege m&uuml;ssen bezahlt werden, selbst wenn die Europ&auml;er im Wesentlichen daf&uuml;r zahlen.<\/li>\n<li>Der Ukraine-Krieg dauert schon zu lange. Das Gesch&auml;ft mit dem Wiederaubau und vor allem der Ausbeutung der Bodensch&auml;tze und anderen Ressourcen des Landes muss endlich beginnen.<\/li>\n<\/ol><p>Wenn es morgen oder in naher Zukunft &ndash; was man sich nur w&uuml;nschen kann &ndash; einen Frieden gibt, werden dann wohl die Ukraine der gro&szlig;e Verlierer, die USA der gro&szlig;e Gewinner sein. Die Auspl&uuml;nderung der Ukraine durch die USA ist inzwischen bekannt gewoden.<\/p><p>Und Russland? Auch wenn es wesentliche Kriegsziele erreichen wird, kann man das dann &ldquo;gewinnen&rdquo; nennen? Angesichts der vielen toten Soldaten sicher nicht. Denkbar und w&uuml;nschenswert w&auml;re eine R&uuml;ckkehr Russlands in die europ&auml;ische Staatengemeinschaft. Vielleicht kommen wir eines Tages zu einem &ldquo;Europa von Lissabon bis Wladiswostok&rdquo;. Wenn ja, h&auml;tte Russland daf&uuml;r allerdings einen hohen Preis bezahlt.<\/p><p>Und wor&uuml;ber wir uns auch Gedanken machen m&uuml;ssen. Was macht der Krieg aus den Menschen? Welche Feindbilder bleiben, was wird aus den vielen traumatisierten Soldaten und Kriegsopfern &ndash; in der Ukraine wie in Russland? Die historische Forschung hat &uuml;ber die Zeit nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg umfassend berichtet. Die Traumata, die Verrohungen der Menschen, der Hass und vieles Andere m&uuml;ssen die Menschen in beiden L&auml;ndern bew&auml;ltigen. Die Frage, wie das geschehen soll, geh&ouml;rt zwingend zu einem Friedensschluss dazu. Bei dieser Mammutaufgabe muss man den Menschen in beiden L&auml;ndern  helfen, mindest genauso wie beim materiellen Wiederaufbau.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nUlrich Zumdick<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>In der Tat f&auml;llt es schwer dieses Pathos des amerikanischen Pr&auml;sidenten zu ertragen, wenn man bedenkt, wie gnadenlos er seine Interessen an anderen Orten durchsetzt, andere Staaten erpresst und die imperialistische Politik der USA, die seit 1945 immer dieselbe geblieben ist, uml&uuml;gt. Vietnam darf dabei nicht vergessen werden. Der Milit&auml;rputsch in Chile, den die USA zu verantworten haben, Guatemala, die Kette ist lang.<\/p><p>Ohne diesen Hintergrund geben seine Worte durchaus einen Friedensappell wieder, dem sich kaum ein denkender Mensch widersetzen kann. Doch eine fundamentale Tatsache wird dezent unter den Teppich gekehrt. &bdquo;In jedem Krieg geht es nur um Macht &ndash; nichts anderes, egal was man Ihnen sonst erz&auml;hlt.&ldquo; Dieses Zitat von Egon Bahr (SPD) gegen&uuml;ber Sch&uuml;lern eines Heidelberger Gymnasiums wird von den staatlich kontrollierten Medien v&ouml;llig verschwiegen. Kein Wunder, ist doch der Verteidigungsminister dieser omin&ouml;sen Bundesregierung ein Sozi.<\/p><p>Man muss kein marxistischer Fundamentalist sein, um deutlich auszusprechen, dass die Kriegsgewinnler die Aktion&auml;re von Rheinmetall sind. Diese und andere Anteilseigner von R&uuml;stungsunternehmen sind die wahren Kriegsverbrecher! Sie gehen &uuml;ber Leichen. Dummerweise kann man einen zerschossenen Soldaten nicht mehr befragen, ob er lieber &uuml;berleben will ohne diese &bdquo;Freiheit&ldquo;, die gar nicht die seine ist, sondern die der Dividendenabzockerinnen und -zocker, gleich ob im Europaparlament oder anderen Regierungen.<\/p><p>Der Herr Freuding hat etwas zu viel von Ernst J&uuml;nger gelesen. Jenem diente der Krieg als Nachweis zur pers&ouml;nlichen Daseinsberechtigung. J&uuml;nger tat alles, um die Weimarer Republik zu st&uuml;rzen. Ein Kommissbrotliterat, ein Leichenpoet, der auch noch das unversch&auml;mte Gl&uuml;ck hatte viel zu lange auf dieser Erde Unfrieden zu stiften. &Uuml;brigens dieses &bdquo;wahre Freiheitsgeschwurbel&ldquo; mag einem Offizier gut anstehen. Hauptsache das Essen im Casino ist gut, gen&uuml;gend Wein vorhanden, wenn es geht auch noch Weib und Gesang. Der Massenm&ouml;rder, ein Generalfeldmarschall, bekannt als der &bdquo;blutige&ldquo; Ferdinand Sch&ouml;rner, der den Spruch pr&auml;gte: &bdquo;An der Front kann man sterben &ndash; hinter der Front muss man sterben&ldquo;, hat sich feige verpisst, als die Naziherrlichkeit unterging. Bedauerlicherweise schob die sowjetische Regierung ihn nach den Adenauer-Verhandlungen in den Westen ab. Im Zuge der neuen kriegst&uuml;chtigen Traditionspflege warte ich nur noch auf den Moment, dass eine &bdquo;Ferdinand-Sch&ouml;rner Kaserne&ldquo; aus der geschichtsrevisionistischen Taufe gehoben wird.<\/p><p>Da hilft kein patriotisches Moralisieren. Der Krieg ist der neue Wirtschaftsturbo &ndash; ein Mordsgesch&auml;ft. Daf&uuml;r soll l&auml;nger und intensiver gearbeitet werden. Wie w&auml;re es denn wenn die Unternehmen, wie in der Nazi-Vorzeige-Stadt Braunschweig, wo es das Unternehmen MIAG gibt, was heute einen anderen Namen tr&auml;gt, wieder die Auszubildenden morgens geschlossen in Turnkleidung zum Fr&uuml;hsport antreten w&uuml;rden (unbezahlt nat&uuml;rlich)? Das hilft den hohen Krankenstand zu senken. Die R&uuml;stungsindustrie braucht auch st&auml;ndig neue Arbeitskr&auml;fte, weil ja die sch&ouml;nen Produkte an der Front mit ihren Bedienern zerst&ouml;rt werden m&uuml;ssen, damit wiederum neue hergestellt werden k&ouml;nnen. Dadurch werden immer flei&szlig;ige Untertanen dieses Staates gesucht. Was der Bev&ouml;lkerung dann vielleicht noch als feministische Gro&szlig;tat verkauft wird, denn die M&auml;nner fallen ja reihenweise an der Front aus. Verschwiegen wird jedoch, dass am Ende von diesem Land auch nichts mehr &uuml;brig bleiben wird. Doch diese Vorstellung k&ouml;nnte den B&uuml;rger beunruhigen.<\/p><p>Stephan Ebers<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Das Gute im Schlechten?<\/p><p>Die USA haben alles richtig gemacht. Aus ihrer imperialen Perspektive. Durch die Brandstiftung in der Ukraine haben sie Deutschland endg&uuml;ltig von Russland entzweit, die politische Dummheit und Grossmannssucht innerhalb der EU geschickt gef&ouml;rdert und genutzt um einen Kontinent zu fragmentieren. Das alles mit offenem Visier: &raquo;Fuck the EU!&laquo;.<\/p><p>Russland hat heute mit seinem dummen Krieg in der Ukraine genug zu tun, um andernorts nur mit einem Auge beobachten zu k&ouml;nnen. China wird seit einiger Zeit mit Z&ouml;llen und Wirtschaftssanktionen usw. besch&auml;ftigt. Auch sonst war es schon unwahrscheinlich, dass China seine Investitionen in Venezuela ernsthaft verteidigen w&uuml;rde. Und wer auf der Welt mag &ndash; besser: macht gerne Gesch&auml;fte mit &ndash; sonst schon Maduro? Die Gelegenheit war g&uuml;nstig und die Umsetzung wahrscheinlich billig.<\/p><p>Auf der einen Seite CIA und viel Geld, auf der anderen Dummheit und Bestechlichkeit.<\/p><p>Dann Iran? Pahlavi steht bereit. In den USA. Die &raquo;Befreiung&laquo; des Irans ist Formsache. Wer sollte auch etwas dagegen haben? Ein bisschen &Ouml;l nimmt man gerne mit, wenn man schon das Gute in der Welt verbreitet. Zudem vermeidet man so das schmutzige &Ouml;l der Russen. Die EU jubelt: &raquo;Putin am Ende!&laquo;. Wann &uuml;bernimmt Baerbock eigentlich? Und was? &raquo;Make Europe totally insignificant?&laquo;. Hauptsache MAGA! Es l&auml;uft doch bestens. F&uuml;r die USA. Und l&auml;uft etwas schief oder ist das Bild nicht stimmig, dann bl&ouml;ken die Schafe im Chor mit den medialen Vors&auml;ngern: &raquo;Putin war&rsquo;s!&laquo;. So etwas muss man erst einmal hinkriegen. Das geschieht nicht von selbst.<\/p><p>Es ist Zeit sich einzugestehen, dass man &raquo;Trump&rdquo; &ndash; wer immer dahinter steckt &ndash; masslos untersch&auml;tzt hat. Das erstaunt nicht. War man doch in Europa zu sehr damit besch&auml;ftigt, die eigene Genialit&auml;t und moralische &Uuml;berlegenheit zu bewundern. Auch Russland und China waren nicht viel aufmerksamer. Oder wollten nicht? Vor fast 100 Jahren hat die Welt einen &ouml;sterreichischen Postkartenmaler und seine Vision vom grossdeutschen Reich &auml;hnlich untersch&auml;tzt. Beide Figuren sind Schreih&auml;lse und &raquo;Leute aus dem Volk&laquo;. In beiden F&auml;llen wurde das Volk vorher &uuml;ber viele Jahre ver&auml;ngstigt und verwirrt. Was hat eigentlich Corona mit all dem zu tun? Vielleicht nichts.<\/p><p>Wo sind aber die charismatischen Figuren von fr&uuml;her, auf die man hoffen k&ouml;nnte? Ich sehe keine. Wagenknecht als schwache Hoffnung, steht ziemlich im Abseits. Emma freut sich &uuml;ber das bevorstehende Ende der Mullahs. Das Gendersternchen hat viel Aufmerksamkeit geraubt, scheint aber weitgehend unten durch. Vermeintliche Klimaretter lassen Menschen frieren w&auml;hrend die Welt, von ihnen unbemerkt, angez&uuml;ndet wird. Nicht einmal Feinstaubalarm?<\/p><p>Und das Beste scheint noch zu kommen: &raquo;Gr&ouml;nland!&laquo;. Wenigstens sind der deutsche Kanzler und Frau v.d.L. nicht begeistert. Zu mehr Widerstand reicht es kaum. Wo sollen sie auch Hilfe finden, wenn Trump ernst macht? Russland? China? Taiwan? Israel? Transnistrien oder Liechtenstein? Die NATO? Sag nochmals jemand, Trump sei naiv und Biden senil!<\/p><p>Das WEF und mit ihm die Schweiz warteten auf Trump, um ihn zu hofieren! Sch&ouml;n, dass er das Blutbad in der Ukraine beenden will. Aber &raquo;Waffen nieder!?&laquo; ist nicht auf Trumps Agenda. Der Krieg in der Ukraine steht der Ausbeutung des Landes durch die USA im Weg. Weg frei f&uuml;r den Friedensrat und &Uuml;berwindung der Friedensangst!<\/p><p>Nat&uuml;rlich kann es sein, dass Trump es zu weit treibt und, wie der besagte &Ouml;sterreichdeutsche, am Schluss doch scheitert. Und dann? Wer wird dann aufr&auml;umen?<\/p><p>Norbert Galster<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr Kl&ouml;ckner!<\/p><p>Mit Ihrem Artikel<\/p><p>&bdquo;Trump: &bdquo;Es ist ein Blutbad&ldquo; &ndash; und die &bdquo;Guten&ldquo; wollen, dass weitergek&auml;mpft wird&ldquo; haben Sie sich aber ordentlich vergaloppiert.<\/p><p>Den Fehler den Sie begehen, formulieren Sie im ersten Satz Ihres Artikels gleich selbst.<\/p><p>Dieser Satz lautet:<\/p><p>&bdquo;Donald Trump sagte auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos etwas zum Ukraine-Krieg, das Beachtung verdient &ndash; unabh&auml;ngig von seinen politischen Entscheidungen und dem Agieren der USA in der Ukraine.&ldquo;<\/p><p>Sie m&ouml;chten gerne die Worte von Politikern getrennt (unabh&auml;ngig) von ihren Taten betrachten?<\/p><p>Sorry, da fehlt mit jedes Verst&auml;ndnis daf&uuml;r.<\/p><p>Wir alle kennen Sonntagsreden von Politikern, die aus Sch&ouml;nf&auml;rberei, Versprechungen, Unwahrheiten und dem Ausmalen einer rosigen Zukunft bestehen. Und wir alle wissen, dass diese Reden mit der Realit&auml;t und den Taten von Politikern wenig zu tun haben.<\/p><p>Sie werden sicherlich noch in Erinnerung haben, dass Herr Trump &uuml;ber eine gewisse Medienerfahrung (&bdquo;The Apprentice&ldquo;) verf&uuml;gt und Sie wissen bestimmt auch, dass man mittels Werbung den gr&ouml;&szlig;ten Erfolg erzielt, wenn Kinder oder Tiere eine Rolle in der Werbung spielen.<\/p><p>Somit erzielt Herr Trump durch die Formulierung &bdquo;Das sind Seelen, das sind junge Menschen&hellip;Sie ziehen in den Krieg. Die Eltern sind stolz&hellip;.Er wird zur&uuml;ckkommen. Zwei Wochen sp&auml;ter ein Anruf: Ihrem Sohn wurde der Kopf weggeschossen.&rdquo; die Wirkung (Betroffenheit, Mitleid) die er beim Zuh&ouml;rer erreichen m&ouml;chte. (Seelen, junge Menschen = Kinder)<\/p><p>Er erh&ouml;ht die Wirkung seiner Worte indem er Zuh&ouml;rer der Rede in der ersten Reihe direkt in seine Rede einbezieht &bdquo;Junge Menschen, wie Sie, wie einige von Ihnen in der ersten Reihe.&ldquo; &ndash; und damit alle im Raum Anwesende einbezieht.<\/p><p>So funktioniert Propaganda.<\/p><p>Er stellt sich selbst als einf&uuml;hlsamen Menschen dar, der ob der monatlichen Opferzahlen sehr betr&uuml;bt oder sogar entsetzt ist. (Blutbad)<\/p><p>Und dass er erneut l&uuml;gt, da das Durchschnittsalter der Soldaten\/Opfer tats&auml;chlich wesentlich h&ouml;her liegt, n&auml;mlich bei ca. 40 Jahren, interessiert ihn nicht &ndash; nur die propagandistische Wirkung z&auml;hlt hier f&uuml;r ihn.<\/p><p>Soweit die Sonntagsrede. Und was ist mit den Taten?<\/p><p>Seit &uuml;ber einem Jahr ist Herr Trump im Amt als US-Pr&auml;sident. Seit &uuml;ber einem Jahr h&auml;tte er den Krieg in der Ukraine sofort beenden k&ouml;nnen. Passiert sind aber ganz andere Dinge &ndash; wenn man die letzten 365 Tage US-Au&szlig;enpolitik betrachtet.<\/p><p>An Trumps H&auml;nden klebt Blut, sehr viel Blut!!!<\/p><p>Herr Kl&ouml;ckner, vergleichen Sie nicht Herrn Trump mit Frau Suttner!<\/p><p>Sonst kommen Sie noch eines Tages auf die Idee Adolf Hitler mit Mahatma Gandhi zu vergleichen.<\/p><p>Schon Heinrich Heine sagte:<\/p><p>&bdquo;Ich kenne die Weise, ich kenne den Text, Ich kenn auch die Herren Verfasser; Ich wei&szlig;, sie tranken heimlich Wein Und predigten &ouml;ffentlich Wasser.&ldquo;<\/p><p>Dieser Satz hat nichts an seiner Aktualit&auml;t verloren. Und schon gar nicht in Bezug auf Herrn Trump.<\/p><p>mfG<br>\nPeter Schulz<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-145577","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/145577","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=145577"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/145577\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":145635,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/145577\/revisions\/145635"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=145577"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=145577"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=145577"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}