{"id":145590,"date":"2026-02-01T09:00:00","date_gmt":"2026-02-01T08:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145590"},"modified":"2026-01-30T15:00:22","modified_gmt":"2026-01-30T14:00:22","slug":"hinweise-der-woche-444","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145590","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nBitte beachten Sie: Wir weisen in den Hinweisen des Tages ausschlie&szlig;lich auf kostenlose Artikel hin. Es kann im weiteren Verlauf trotzdem vorkommen, dass Sie auf Texte sto&szlig;en, die sich hinter einer Bezahlschranke befinden. Der Grund daf&uuml;r: Anbieter von Artikeln haben den kostenlosen Zugang nachtr&auml;glich eingeschr&auml;nkt oder\/und in kostenpflichtige Angebote umgewandelt.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145590#h01\">Die neue US-Milit&auml;rstrategie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145590#h02\">Auf der Suche nach Alternativen (II)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145590#h03\">Kanzlerauftritt in Davos: Merz als Krisenerscheinung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145590#h04\">The Short, the Bad and the Ugly <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145590#h05\">&ldquo;Ich Siedler, Du Barbar&rdquo;: Zur Geschichte des Siedlerkolonialismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145590#h06\">Das Iran-Inferno<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145590#h07\">B&uuml;rokratische Todesstrafe: Wer EU-Sanktionierten hilft, muss mit jahrelanger Haft rechnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145590#h08\">Reform des Sozialstaats<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145590#h09\">Jede vierte Grundschule kann Ganztagsbetreuung nicht umsetzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145590#h10\">Viele Menschen sind an Weiterbildung interessiert &ndash; werden &uuml;ber F&ouml;rderungen aber nicht gut informiert<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die neue US-Milit&auml;rstrategie<\/strong><br>\nDie Ende vergangener Woche vorgestellte neue US-Milit&auml;rstrategie (National Defense Strategy) schreibt den NATO-Staaten Europas auch f&uuml;r die Zukunft die zentrale Rolle bei der Eind&auml;mmung Russlands zu. Moskau sei auf absehbare Zeit &bdquo;eine anhaltende, aber beherrschbare Bedrohung&ldquo; f&uuml;r die osteurop&auml;ischen NATO-Staaten, hei&szlig;t es in dem Papier. &bdquo;Europa&ldquo; komme unver&auml;ndert die Aufgabe zu, Russland in Schach zu halten, das es freilich &bdquo;bez&uuml;glich seiner Wirtschaftsleistung, seiner Bev&ouml;lkerungszahl und damit auch seiner latenten Milit&auml;rmacht bei weitem&ldquo; &uuml;bertreffe. Die Vereinigten Staaten legen dem Papier zufolge weiterhin einen zentralen Schwerpunkt auf ihren Machtkampf gegen China, bei dem sie aber einen Gang herunterschalten m&uuml;ssen; die Volksrepublik ist ihnen nach Einsch&auml;tzung von Beobachtern in der High-Tech-R&uuml;stung bereits punktuell &uuml;berlegen. Die USA forcieren die Aufr&uuml;stung und befassen sich vorl&auml;ufig damit, die &bdquo;Westliche Hemisph&auml;re&ldquo; auch milit&auml;risch unter ihre Kontrolle zu bringen. Das neue Strategiepapier thematisiert nicht die US-Gewaltpolitik gegen&uuml;ber Europa. Diese beginnt die europ&auml;ischen NATO-Staaten zur Positionierung gegen Washington zu veranlassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/10277\">German Foreign Policy<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Erneuerung transatlantischer Bindungen &ndash; unter rechten Vorzeichen<\/strong><br>\nDer fr&uuml;here polnische Pr&auml;sident Andrzej Duda wird Distinguished Visiting Fellow bei der Heritage Foundation, einem zentralen Akteur des MAGA-nahen US-Konservatismus. Die Personalie ist keine Marginalie, sie ist politisch &ndash; mit klarer Signalwirkung daf&uuml;r, welche europ&auml;ischen Akteure in Washington k&uuml;nftig als bevorzugte Ansprechpartner gelten.<br>\nTraditionell beruhte die transatlantische Beziehung aus US-Sicht auf der &ouml;ffentlichen Betonung gemeinsamer westlich-demokratischer Werte, verbunden mit einer gezielten Einflussnahme &uuml;ber die politischen Eliten der Mitte: &uuml;ber Regierungsparteien, Medien, sicherheits- und wirtschaftspolitische Netzwerke, Milit&auml;rkooperation und der institutionelle Verflechtung Europas mit einer von den USA gepr&auml;gten Ordnung.<br>\nDie Berufung Dudas markiert eine Verschiebung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/x.com\/ArnoGottschalk\/status\/2016249984233185790\">Arno Gottschalk via Twitter\/X<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Gl&uuml;cklicher Vasall oder elender Sklave?<\/strong><br>\nEs gibt aktuell keinen politischen Anf&uuml;hrer, der besser versteht, wie das mediale Zeitalter funktioniert, als Donald Trump: Bereits im Wahlkampf 2016 bewies er das und sicherte sich- so die New York Times 2016 &ndash; kostenlose Medienaufmerksamkeit im Wert von &uuml;ber zwei Milliarden Dollar.<br>\nSo wird eine Sau nach der anderen durchs globale Dorf getrieben. Fast alle galoppieren hinterher. Vorvorgestern Gaza, gestern Ukraine, heute Venezuela, morgen Kolumbien? Oder doch Kuba? Oder vielleicht Mexiko? Gr&ouml;nland? Der Iran? Und dann wieder Gaza usw.<br>\nInsofern verwirklicht Trump, das muss man ihm neidlos lassen, sehr viel besser, was schon die Bush-Administration versuchte, woran sie aber scheiterte. Die beschied 2004 einem Journalisten unmissverst&auml;ndlich: Wir sind ein Imperium&hellip;Bevor ihr auch nur einigerma&szlig;en versteht, was geschieht, sind wir schon wieder bei einem anderen Thema, in einer anderen Realit&auml;t.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/petraerler.substack.com\/p\/glucklicher-vasall-oder-elender-sklave\">Petra Erler<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Auf der Suche nach Alternativen (II)<\/strong><br>\nDas am Dienstag unterzeichnete Freihandelsabkommen der EU mit Indien soll beiden Seiten Ersatz f&uuml;r zollbedingte Verluste im US-Gesch&auml;ft bieten und ihre Abh&auml;ngigkeit von den Vereinigten Staaten reduzieren. Wie Berechnungen des Kiel Institut f&uuml;r Weltwirtschaft (IfW) zeigen, wird das Abkommen die durch US-Z&ouml;lle entstehenden Einbu&szlig;en nur zum Teil ausgleichen k&ouml;nnen. Es schafft jedoch eine gewisse Erleichterung f&uuml;r bedeutende Branchen in Indien wie auch in der EU, so etwa f&uuml;r den indischen Textilsektor und f&uuml;r die deutsche Kfz-Industrie sowie den Maschinenbau. Damit reduziert es die M&ouml;glichkeiten der Trump-Administration, Druck auf die EU und Indien auszu&uuml;ben, ein kleines St&uuml;ck. Berliner Regierungsberater begleiten die Bem&uuml;hungen, wirtschaftlich gr&ouml;&szlig;ere Unabh&auml;ngigkeit von den USA zu erk&auml;mpfen, mit grunds&auml;tzlichen strategischen &Uuml;berlegungen. So urteilt die Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), es gelte ganz allgemein &bdquo;die Abh&auml;ngigkeit von den USA deutlich zu verringern&ldquo;. Andernfalls rutsche man in einen Zustand ab, in dem man sich den Vereinigten Staaten dauerhaft unterordnen m&uuml;sse &ndash; unter miserablen Bedingungen wie mit dem Zolldeal vom Sommer 2025.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/10280\">German Foreign Policy<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Zwischen Partnerschaft und Unterwerfung: Europas Antwort auf Trumps Politik<\/strong><br>\nDer kanadische Premierminister Mark Carney hat in seiner Rede in Davos gesagt: &bdquo;Wir d&uuml;rfen uns nicht mehr nur auf die Kraft unserer Werte verlassen. Wir m&uuml;ssen auch den Wert unserer Macht erkennen.&ldquo;<br>\nBundeskanzler Merz hatte in seiner Rede auf dem Weltwirtschaftsgipfel konstatiert: &bdquo;Autokratien m&ouml;gen Untertanen haben, Demokratien haben Partner und verl&auml;ssliche Freunde.&ldquo;<br>\nDiese beiden Aussagen sollten der Schl&uuml;ssel f&uuml;r die zuk&uuml;nftige Politik gegen&uuml;ber den USA und ihrem machtbesessenen und vom Ego dominierten Pr&auml;sidenten sein. Das hei&szlig;t nicht, dass man auf klare Ansagen gegen&uuml;ber Donald Trump verzichten sollte, aber man muss solche Statements durch Taten glaubw&uuml;rdig machen. Den Wert der eigenen Macht erkennen, hei&szlig;t ja nichts anderes als diese Macht auch zu nutzen, nachdem man dem US-Pr&auml;sidenten die Kriterien einer wertebasierten Ordnung noch einmal vor Augen gef&uuml;hrt und deren Einhaltung gefordert hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/hintergrund\/politik\/zwischen-partnerschaft-und-unterwerfung-europas-antwort-auf-trumps-politik\/\">J&uuml;rgen H&uuml;bschen auf Overton Magazin<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Merz tr&auml;umt von Macht<\/strong><br>\nKanzler erkl&auml;rt EU zur &raquo;normativen Alternative zu Imperialismus und Autokratie&laquo;. Die Linke nennt NATO-Krieg gegen Jugoslawien &raquo;Pr&auml;zedenzfall&laquo; f&uuml;r V&ouml;lkerrechtsbruch<br>\nAm Donnerstag steigerte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) den neusten deutschen Gr&ouml;&szlig;enwahn um einige Grade. In einer Regierungserkl&auml;rung vor dem Bundestag verlangte er mit Blick auf die EU, &raquo;wir&laquo; m&uuml;ssten &raquo;die Sprache der Machtpolitik sprechen lernen&laquo;. Das sei in der sich herausbildenden &raquo;Welt der Gro&szlig;m&auml;chte&laquo; Voraussetzung, um &raquo;unsere Vorstellungen&laquo; durchsetzen zu k&ouml;nnen. Und pries die deutsche F&uuml;hrungsrolle durch den Beschluss, f&uuml;nf Prozent der Wirtschaftsleistung f&uuml;rs Milit&auml;r auszugeben: &raquo;Wir sind vorangegangen, und andere in Europa sind uns gefolgt.&laquo;<br>\nEinige Stunden sp&auml;ter wurde er bei einer Pressekonferenz mit der litauischen Premierministerin Inga Ruginien&#279; in Berlin konkret: Er sehe &raquo;keine Notwendigkeit&laquo; f&uuml;r Gespr&auml;che mit dem russischen Pr&auml;sidenten Wladimir Putin, vielmehr m&uuml;ssten &raquo;wir unseren Druck&laquo; aufrechterhalten. Zugleich erkl&auml;rte er, Deutschland f&uuml;hre &raquo;strategische Gespr&auml;che&laquo; &uuml;ber eine m&ouml;gliche Beteiligung an einem &raquo;europ&auml;ischen&laquo; atomaren Schirm als Erg&auml;nzung zur gemeinsamen atomaren Abschreckung mit den USA.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/516553.regierungserkl%C3%A4rung-merz-tr%C3%A4umt-von-macht.html\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Im Grunde genommen sind alle im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien transatlantisch eingestellt &ndash; auch die AfD ist hier keine Alternative.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Kanzlerauftritt in Davos: Merz als Krisenerscheinung<\/strong><br>\nDer Auftritt von Bundeskanzler Friedrich Merz in Davos und sein Vorschlag, Gr&ouml;nland vor Russland zu besch&uuml;tzen, zeugt von gro&szlig;er Fassungslosigkeit der gegenw&auml;rtigen europ&auml;ischen Eliten angesichts der Zerst&ouml;rung des &ldquo;kollektiven Westens&rdquo; durch Donald Trump. (&hellip;)<br>\nEinerseits entsteht der Eindruck, dass Merz in irgendeiner Parallelwelt lebt, die immer weniger mit den laufenden politischen Prozessen zu tun hat. Andererseits ist die Lage noch weitaus interessanter.<br>\nIn jenem Teil seines Auftritts, der Gr&ouml;nland betraf, reproduzierte der Kanzler merkw&uuml;rdigerweise s&auml;mtliche Argumente, wieso Gr&ouml;nland zu einem Teil der USA werden sollte &ndash; und zwar gerade die Argumente, die auch Donald Trump nutzt. Die einzige Ausnahme: Merz zog es vor, China als eine Kraft, die angeblich Gr&ouml;nland zu erobern versuche, nicht zu erw&auml;hnen, und konzentrierte sich stattdessen auf die &ldquo;russische Bedrohung&rdquo;.<br>\nDies zeugt nicht so sehr von einer Doppeldenke als vielmehr von einer Dreifachdenke, die der gegenw&auml;rtigen Generation von europ&auml;ischen Politikern zueigen ist &ndash; vor allem jenen, die die Schule der euroatlantischen politischen oder wirtschaftlichen Institute durchlaufen haben. Und Friedrich Merz ist einer von ihnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/fromrussiawithlove.rtde.world\/international\/268220-merz-als-krisenerscheinung\/\">RT DE<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Verhandlungen in Abu Dhabi: letzte Chance f&uuml;r die Ukraine<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145353\">NachDenkSeiten<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>The Short, the Bad and the Ugly <\/strong><br>\nManfred Weber ist der Mann, der &ndash; aus machtstrategischem Kalk&uuml;l oder eigener Neigung &ndash; unger&uuml;hrt Koalitionen mit denselben &bdquo;Ultrarechten&ldquo; &amp; &bdquo;Postfaschisten&ldquo; schmiedet, vor denen er im Bierzelt, am Stammtisch &amp; in Wahlkampfreden immer warnt (Stichwort &bdquo;Brandmauer&ldquo;).<br>\nWeber ist der Mann, der noch immer gern Kommissionspr&auml;sident w&auml;re anstelle der Kommissionspr&auml;sidentin. 2019 war ER es n&auml;mlich gewesen, nicht vonderLeyen!, der als offizieller EVP-Spitzenkandidat die offiziellen EU-Wahlen gewonnen hatte. H&auml;tte Macron den charismafreien Vollbart aus Niederkatzhofen o.s.&auml;. nicht im letzten Augenblick gegen die korruptionsaffine Betonfrisur mit dem noch kaputteren Charisma ausgetauscht, w&auml;re Weber vermutlich auf dem EU-Thron gelandet, von dem er deshalb noch immer glaubt, er st&uuml;nde ihm irgendwie zu.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/x.com\/MartinSonneborn\/status\/2015833615184138683\">Martin Sonneborn via Twitter\/X<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&ldquo;Ich Siedler, Du Barbar&rdquo;: Zur Geschichte des Siedlerkolonialismus<\/strong><br>\nDie Siedlergewalt in Pal&auml;stina ist kein Betriebsunfall, sondern Bestandteil einer imperialen Dynamik, die bis ins antike Griechenland reicht. Eine Spurensuche.<br>\nSiedlergewalt erlebt in diesen Tagen ein Revival. Im einst armenischen Bergkarabach, wo das mit der EU befreundete aserbaidschanische Regime vor gut zwei Jahren 100.000 Armenier vertrieb um jetzt Azeris anzusiedeln. In den USA, wo der Siedler-Nachk&ouml;mmling Donald Trump Landabkommen mit indigenen Gemeinden brechen will, um Gas zu fracken. Oder in der Westbank, wo israelische Siedler pal&auml;stinensische Bauernfamilien angreifen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/article\/Ich-Siedler-Du-Barbar-Zur-Geschichte-des-Siedlerkolonialismus-11146399.html\">Telepolis<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Erinneren, wenn es passt: Die Ermordung von Hind Rajab und deutsches Schweigen<\/strong><br>\nDie Ermordung von Hind Rajab zeigt, wie selektiv deutsche Erinnerung funktioniert und warum pal&auml;stinensische Opfer darin kaum Platz haben.<br>\nEs ist der 29. Januar 2024, kurz nach 18 Uhr. In einem zerschossenen Auto im Stadtteil Tal al-Hawa in Gaza-Stadt sitzt ein sechsj&auml;hriges M&auml;dchen zwischen den Leichen ihrer Familie. Die Fenster sind zerborsten, das Metall von Einsch&uuml;ssen durchl&ouml;chert. Drau&szlig;en f&auml;llt israelisches Feuer. Drinnen sitzt ein Kind allein: Ihr Name ist Hind Rajab.<br>\nHind lebt noch. Sie hat ein Mobiltelefon und sie ruft an. Am anderen Ende der Leitung meldet sich der Pal&auml;stinensische Rote Halbmond. Hind sagt, dass alle tot sind. Dass sie Angst hat. Dass sie nicht wei&szlig;, wohin sie gehen soll. Ihre Stimme ist ruhig, fast gefasst. Zu gefasst f&uuml;r ein Kind, das zwischen toten Erwachsenen sitzt. Sie fragt, wann jemand kommt. Sie fragt mehrmals. Niemand sagt ihr, dass niemand mehr kommen wird, weil israelische Soldaten die Rettungssanit&auml;ter auf dem Weg zu ihr Ermordeten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/etosmedia.de\/politik\/erinneren-wenn-es-passt-die-ermordung-von-hind-rajab-und-deutsches-schweigen\/\">etos.media<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Zunehmender Antisemitismus?<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145459\">NachDenkSeiten<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Das Iran-Inferno<\/strong><br>\nWestliche Medien stellen die t&ouml;dlichen Unruhen im Iran verzerrt dar und st&uuml;tzen sich dabei auf von der US-Regierung finanzierte NGOs, die auf einen Regimewechsel hinarbeiten.<br>\nW&auml;hrend t&ouml;dliche Unruhen iranische St&auml;dte in Brand setzen, ignorieren westliche Medien die schockierende Welle der Gewalt und &uuml;bernehmen ihre Informationen von Nichtregierungsorganisationen (NGOs), die von der US-Regierung finanziert werden. Die einseitige Berichterstattung hat dazu beigetragen, dass Donald Trump kurz vor einer Genehmigung erneuter US-Angriffe steht. Die westlichen Medien ignorieren bis heute eine wachsende Zahl von Videobeweisen, die zeigen, dass Demonstranten in ganz Iran terroristische Taktiken anwenden, obwohl sie von Amnesty International und Human Rights Watch als &bdquo;weitgehend friedlich&ldquo; beschrieben werden. K&uuml;rzlich ver&ouml;ffentlichte Videos, die sowohl von iranischen Staatsmedien als auch von regierungsfeindlichen Kr&auml;ften stammen, zeigen &ouml;ffentliche Lynchmorde an unbewaffneten Wachleuten, das Niederbrennen von Moscheen, Brandanschl&auml;ge auf kommunale Geb&auml;ude, Marktpl&auml;tze und Feuerwachen sowie Zusammenrottungen Bewaffneter, die in den Herzen iranischer St&auml;dte das Feuer er&ouml;ffnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.manova.news\/artikel\/das-iran-inferno\">Manova<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>B&uuml;rokratische Todesstrafe: Wer EU-Sanktionierten hilft, muss mit jahrelanger Haft rechnen<\/strong><br>\nKeine Nahrung, keine Unterkunft, kein Arzt, kein Anwalt: Der Bundestag hat in aller Stille ein Gesetz beschlossen, das alle mit hohen Geld- und Gef&auml;ngnisstrafen bedroht, die von der EU sanktionierten Mitb&uuml;rgern helfen. Ein deutscher Betroffener kann derweil nicht mal Essen f&uuml;r seine Kinder kaufen.<br>\nWill der deutsche Journalist H&uuml;seyin Dro&#285;ru &uuml;berleben, muss er sich illegal helfen lassen: mit Nahrung, medizinischer Versorgung, Unterkunft und allem, was man ben&ouml;tigt. Denn seit Mai 2025 listet ihn die EU in ihrem 17. Russland-Sanktionspaket als &ldquo;prorussischen Desinformanten&rdquo;. Dabei hat er nicht einmal &uuml;ber den Krieg in der Ukraine berichtet. Nun sitzt der, anders als von der EU behauptet, ausschlie&szlig;lich deutsche Staatsb&uuml;rger samt Frau und drei kleinen Kindern, darunter Zwillinge im S&auml;uglingsalter, mittellos in Berlin.<br>\nSeit zwei Wochen verweigern ihm der deutsche Staat und seine Bank sogar den Zugang zum absoluten Existenzminimum. Er k&ouml;nne seine Kinder seither &ldquo;nicht mit dem N&ouml;tigsten wie Nahrung versorgen&rdquo;, schrieb er k&uuml;rzlich auf X. Die Weigerung liege wohl vor allem daran, dass es kein Gesetz gibt, das den Umgang mit Sanktionierten im eigenen Land regelt. Denn die EU-Repressionen laufen unter dem Label &ldquo;au&szlig;enpolitische Ma&szlig;nahme&rdquo;, was eigene Staatsb&uuml;rger eigentlich ausschlie&szlig;t. Statt dies zu regeln, um den Tod Betroffener zu verhindern, hat der Bundestag jetzt die Repressionen gegen Unterst&uuml;tzer versch&auml;rft: Wer Dro&#285;ru hilft, dem drohen f&uuml;nf bis zehn Jahre Haft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/fromrussiawithlove.rtde.world\/meinung\/268363-buerokratische-todesstrafe-wer-eu-sanktionierten\/\">Alexandra Nollok auf RT DE<\/a>\n<p>dazu: <strong>Trifft es eine, trifft es alle? Herausforderungen und Perspektiven von Debanking-Praktiken in Europa<\/strong><br>\nKurz nachdem die US-Regierung &bdquo;Antifa Ost&ldquo; als Terrororganisation eingestuft hatte, k&uuml;ndigten im Dezember 2025 mehrere Banken, darunter die GLS Bank, der Roten Hilfe, der DKP und dem Anarchist Black Cross Dresden die Konten. Dies l&ouml;ste in linken Kreisen eine Welle der Verst&auml;ndnislosigkeit aus, die sich in der rasche Bildung eines Netzwerks kristallisierte. Unter &bdquo;Debanking-Stoppen&ldquo; bem&uuml;ht sich die dezentrale Initiative seit einigen Wochen, den Handlungsspielraum auszuloten, der etwa den GLS-Genoss:innen bzw. Kund:innen zur Verf&uuml;gung steht. Das Ziel ist ein doppeltes: Zum einen, die politisch motivierten K&uuml;ndigungen r&uuml;ckg&auml;ngig zu machen und zum anderen, die Weichen daf&uuml;r zu stellen, dass sich solche K&uuml;ndigungen in Zukunft nicht so leicht wiederholen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/etosmedia.de\/politik\/trifft-es-eine-trifft-es-alle-herausforderungen-und-perspektiven-von-debanking-praktiken-in-europa\/\">etos.media<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Die Sanktionierung von publizierenden Einzelpersonen ist eine absolute Schande f&uuml;r Europa!<\/strong><br>\nDie von der EU beschlossene Sanktionierung von Einzelpersonen, die journalistisch und\/oder politisch t&auml;tig sind, und die in oder auch au&szlig;erhalb der EU leben, ist konkret die beabsichtigte Abschaffung der Meinungsfreiheit &ndash; und sie ist eine absolute Schande f&uuml;r Europa und ein klares Indiz f&uuml;r Europas kulturellen Untergang. Wir publizieren hier zuerst einen Artikel von RT\/DE dar&uuml;ber, was die Sanktionierung f&uuml;r die betroffenen Menschen bedeutet, und anschlie&szlig;end einen Artikel von Fyodor A. Lukyanov, dem Chefredakteur der russischen Zeitschrift &laquo;Russia in Global Affairs&raquo;, der gleichzeitig mit dem Schweizer Jacques Baud von der EU sanktioniert wurde. Der Leser kann dann selber entscheiden, ob es gerechtfertigt ist, den Schreiber eines solchen Artikels zu sanktionieren. (cm)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/die-sanktionierung-von-publizierenden-einzelpersonen-ist-eine-absolute-schande-fuer-europa\/\">Globalbridge<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Reform des Sozialstaats<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Paradox: Ein schlanker Sozialstaat w&auml;re teurer<\/strong><br>\nWarum die Reformvorschl&auml;ge der Sozialstaatskommission die wahren Probleme ignorieren und was sich wirklich &auml;ndern m&uuml;sste<br>\nDie Kommission zur Sozialstaatsreform hat gro&szlig;e Schlagzeilen gemacht. Nach dem angek&uuml;ndigten &bdquo;Herbst der Sozialreformen&ldquo; sollte dieser Bericht zum Blueprint f&uuml;r einen schlanken, digitalen, einfachen Sozialstaat werden. Liest man die 50 Seiten mit den 26 Empfehlungen muss man allerdings feststellen: Ein echter Blueprint ist das nicht. Eher ein loses Sammelsurium an Vorschl&auml;gen, die man so alle irgendwo schon mal geh&ouml;rt und gelesen hat. Konkrete Definitionen f&uuml;r praxistaugliche Einkommensbegriffe fehlen ebenso wie etwaige technische H&uuml;rden, &ouml;konomische Kosten und politische Machbarkeit.<br>\nDas Grundproblem ist aber: Auch die Kommission verdr&auml;ngt den wahren Grund f&uuml;r den b&uuml;rokratischen und un&uuml;bersichtlichen Wildwuchs von Sozialleistungen. N&auml;mlich: Knauserigkeit unter dem Deckmantel typisch deutscher Einzelfallgerechtigkeit. Hinter den hunderten von Leistungen, f&uuml;r die es wiederum gef&uuml;hlt tausende verschiedene Antr&auml;ge, Zust&auml;ndigkeiten, Bedingungen, Sonderf&auml;lle und Ausnahmen gibt, steckt der Versuch, blo&szlig; niemandem auch nur 50 Cent mehr zu geben, als eigentlich n&ouml;tig sei. Einzelfallgerechtigkeit ist als Begriff daf&uuml;r eigentlich zu nett. In Wahrheit ist es: Erbsenz&auml;hler-Mentalit&auml;t.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.geldfuerdiewelt.de\/p\/paradox-ein-schlanker-sozialstaat\">Maurice H&ouml;fgen<\/a><\/li>\n<li><strong>Rolle r&uuml;ckw&auml;rts<\/strong><br>\nTechnokratische Sozialstaatsreform. Gastkommentar<br>\nWenn von der Bundesregierung eingesetzte Kommissionen den Bismarckschen Sozialstaat modernisieren wollen, ist Skepsis geboten. In der Umsetzung entsprechender Reformen bleiben hehre Versprechen wie &raquo;Das einheitliche Sozialleistungssystem hat in jedem Fall die Deckung der individuellen Bedarfe zur Sicherung des menschenw&uuml;rdigen Existenzminimums sicherzustellen&laquo; n&auml;mlich oft auf der Strecke. Beispielsweise wurde die Empfehlung der Hartz-Kommission, sich am Leistungsniveau der Arbeitslosenhilfe zu orientieren, im Gesetzgebungsprozess ignoriert. Dasselbe gilt f&uuml;r andere KSR-Vorschl&auml;ge, etwa die Umwandlung der Belegvorhaltepflicht in eine Belegvorlagepflicht oder die Erweiterung bzw. Erh&ouml;hung von Bagatellgrenzen f&uuml;r R&uuml;ckforderungen und Erstattungen. Schlie&szlig;lich geht es auch diesmal um Einsparungen, was mit der &raquo;besonders angespannten Haushaltslage bei Bund, L&auml;ndern und Kommunen&laquo; begr&uuml;ndet wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/516437.rolle-r%C3%BCckw%C3%A4rts.html\">Christoph Butterwegge in junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Armut f&uuml;r alle!<\/strong><br>\nDie alte Tante SPD hat es immer noch drauf. Gerade noch hat sich der sogenannte &bdquo;Wirtschaftsfl&uuml;gel&ldquo; der CDU bei dem Versuch, das Recht auf Teilzeit zu streichen, ein blaues Auge abgeholt. Da kommt eine Kommission unter der Schirmherrschaft von Bundesarbeitsministerin B&auml;rbel Bas (SPD) mit Vorschl&auml;gen f&uuml;r eine &bdquo;Sozialstaatsreform&ldquo; um die Ecke &ndash; und wird gefeiert.<br>\nDabei gleichen sich die Ziele, denn das Arbeiten in Teilzeit ist auch ein Dorn im Auge der &bdquo;Sozialstaatskommission&ldquo;. Deshalb &ndash; so lautet ein Vorschlag &ndash; sollen &bdquo;klare Anreize&ldquo; gesetzt werden, um &bdquo;sozialversicherungspflichtig in Vollzeit oder vollzeitnah besch&auml;ftigt zu sein&ldquo;. Gelingen soll das dadurch, dass geringf&uuml;gige Besch&auml;ftigung unattraktiv gemacht wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/armut-fuer-alle-4811423\/\">unsere zeit<\/a><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Mit einem System, das keiner durchschaut, steigt nur der Frust&ldquo;<\/strong><br>\nDer Sozialstaat ist b&uuml;rokratisch und ineffizient. Eine Kommission soll nun Reformpl&auml;ne vorstellen. Juristin Franziska Vollmer hat daf&uuml;r eine Vision. [&hellip;]<br>\nSozialleistungen zusammenzufassen ist immer schwierig. Ich war lange im Familienministerium t&auml;tig und sollte dort am Ende die Kindergrundsicherung ausarbeiten. Auch bei dem Projekt ging es vordergr&uuml;ndig darum, Leistungen zusammenzufassen &ndash; was im Grunde richtig ist. Das Problem war aber: Es ging nur um die Leistungen f&uuml;r die Kinder und nicht um die f&uuml;r die Familie insgesamt. F&uuml;r die Kinder h&auml;tten Eltern also zu einer Beh&ouml;rde gehen m&uuml;ssen, f&uuml;r ihre eigenen Bedarfe zu einer anderen. Das h&auml;tte die B&uuml;rokratie f&uuml;r die Familien im B&uuml;rgergeld noch aufw&auml;ndiger gemacht. Mein Gegenvorschlag ist, B&uuml;rgergeld, Kinderzuschlag, Wohngeld und m&ouml;glichst auch noch weitere Leistungen konsequent zu einer einzigen Leistung zusammenzufassen. [&hellip;]<br>\nEs k&auml;me nur noch eine steuerfinanzierte Leistung in Betracht, wenn das Geld f&uuml;r Eltern, Kinder und Wohnen knapp ist. Dementsprechend w&auml;ren nur noch eine Beh&ouml;rde und ein Bundesressort zust&auml;ndig und auch die Finanzierung w&auml;re einheitlich. Menschen mit knappem Einkommen m&uuml;ssten nicht mehr zu verschiedenen Leistungstr&auml;gern gehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Reform-des-Sozialstaats\/!6148059\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Reform mit Haken<\/strong><br>\nHier erscheint Vorsicht geboten. Ausgangspunkt sei es gewesen, wie im Koalitionsvertrag beauftragt, Vorschl&auml;ge &raquo;unter Bewahrung des sozialen Schutzniveaus&laquo; zu erarbeiten, liest man in der Vorlage. Dagegen warnte am Dienstag der Parit&auml;tische Gesamtverband vor &raquo;Verschlechterungen f&uuml;r Menschen mit geringem Einkommen&laquo;. Hintergrund sind Pl&auml;ne der Kommission, &raquo;zielgenaue Erwerbsanreize&laquo; zu setzen. Gem&uuml;nzt ist das auf die sogenannten Transferentzugsraten, also darauf, dass von Erwerbseink&uuml;nften von B&uuml;rgergeldempf&auml;ngern oft kaum etwas h&auml;ngenbleibt. Hier strebt die Kommission eine Staffelung an: &raquo;Sehr geringe&laquo; Einkommen sollten k&uuml;nftig st&auml;rker auf die Transferleistungen angerechnet werden, h&ouml;here Verdienste &raquo;weniger stark&laquo;.<br>\nAls &raquo;falsch&laquo; beanstandete dies Joachim Rock, Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Parit&auml;tischen. Das Vorhaben treffe Haushalte mit wenig Geld, Alleinerziehende, Menschen mit Sorgeverpflichtungen oder gesundheitlichen Einschr&auml;nkungen, befand er in einer Medienmitteilung. &raquo;Sozialpolitische Modernisierung darf nicht zu einer Politik versteckter K&uuml;rzungen werden.&laquo; In der Grundausrichtung begr&uuml;&szlig;te Rock allerdings das &raquo;ambitionierte Programm&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/516431.sozialstaat-wird-umgekrempelt-reform-mit-haken.html\">Ralf Wurzbacher in junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Missbrauch ist kein Kernproblem des Sozialstaates&ldquo;<\/strong><br>\nSchwarz-Rot will das Sozialsystem vereinfachen. Joachim Rock vom Parit&auml;tischen Gesamtverband findet das richtig, warnt aber vor Risiken f&uuml;r die &Auml;rmsten. (&hellip;)<br>\ntaz: Herr Rock, die Sozialstaatskommission will das System vereinfachen, Leistungen zusammenlegen und die Zahl der Beh&ouml;rden verringern. Ist das ein gro&szlig;er Wurf?<br>\nJoachim Rock: Es ist ein sehr ambitioniertes Unterfangen, aber kein gro&szlig;er Wurf. Die Kommission hat sich auf administrative Aspekte konzentriert, das war auch ihre Aufgabe. Aber entscheidende Verteilungsfragen, beispielsweise zu Verm&ouml;gensfreigrenzen und Transferentzugsraten, sind noch offen. Jetzt ist die Politik gefordert. Wir werden sehr genau darauf achten, dass sich bei allen notwendigen Vereinfachungen nicht die Lebensbedingungen der &auml;rmsten Bev&ouml;lkerungsgruppen verschlechtern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Sozialverband-zu-Sozialstaatsreform\/!6149005\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Stille H&auml;rte<\/strong><br>\nTechnische H&uuml;rden, komplizierte Verwaltungsvorg&auml;nge und das Misstrauen der Beh&ouml;rden zerreiben den Alltag der Schw&auml;chsten.<br>\nEs beginnt selten mit einer gro&szlig;en Entscheidung. Meist ist es ein Brief. Ein Formular. Ein neues Onlineportal. Eine Frist, die pl&ouml;tzlich nicht mehr per Post verl&auml;ngert werden kann, sondern nur noch digital. Wer heute staatliche Leistungen beantragt, bewegt sich nicht mehr durch eine soziale Infrastruktur, sondern durch ein technisches System, das Misstrauen voraussetzt und Verst&auml;ndnis nicht mehr einplant. Der Sozialstaat, einst als Schutzraum gedacht, verwandelt sich schleichend in eine Pr&uuml;fung, die viele nicht mehr bestehen &mdash; nicht, weil ihre Anspr&uuml;che unberechtigt w&auml;ren, sondern weil sie selbst nicht mehr kompatibel sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.manova.news\/artikel\/stille-harte\">Manova<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Jede vierte Grundschule kann Ganztagsbetreuung nicht umsetzen<\/strong><br>\nJede vierte Grundschule bef&uuml;rchtet nach eigenen Angaben, das neue Recht auf Ganztagsbetreuung f&uuml;r Erstkl&auml;ssler in ihrer Kommune nicht vollst&auml;ndig umsetzen zu k&ouml;nnen. Dies geht aus einer Forsa-Umfrage im Auftrag des Verbands Bildung und Erziehung hervor, f&uuml;r die im September und Oktober insgesamt 1.312 Schulleitungen in Deutschland befragt wurden.<br>\nZwei Drittel der befragten Schulen (67 Prozent) gehen demnach davon aus, dass f&uuml;r alle im Schuljahr 2026\/27 eingeschulten Jungen und M&auml;dchen Ganztagsbetreuung angeboten werden kann. Dagegen erwarten 25 Prozent der Schulen, dieses Angebot nicht bereitstellen zu k&ouml;nnen. Gr&uuml;nde f&uuml;r das fehlende Angebot seien fehlende R&auml;ume (74 Prozent), fehlendes Personal (67 Prozent) und Geldmangel (47 Prozent).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2026-01\/grundschule-ganztagsbetreuung-erstklaessler-forsa-umfrage-gxe\">Zeit Online<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Hauptsache weg von Mutti &ndash; Bildung gibt&lsquo;s beim Ganztag ganz am Rande<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145405\">NachDenkSeiten<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Viele Menschen sind an Weiterbildung interessiert &ndash; werden &uuml;ber F&ouml;rderungen aber nicht gut informiert<\/strong><br>\nLebenslanges Lernen wird immer wichtiger, wenn sich die Arbeitswelt rapide wandelt. Doch viele Menschen in Deutschland wissen nicht, was es an &ouml;ffentlichen Weiterbildungsf&ouml;rderungen bereits gibt. So kennen rund zwei Drittel etwa die Bildungszeitgesetze der L&auml;nder nicht. Das ergibt eine neue von der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung gef&ouml;rderte Studie von Erziehungswissenschaftler*innen der Justus-Liebig-Universit&auml;t (JLU) Gie&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/pressemitteilungen-2675-viele-menschen-sind-an-weiterbildung-interessiert-74433.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. 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