{"id":14565,"date":"2012-09-28T08:36:32","date_gmt":"2012-09-28T06:36:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14565"},"modified":"2012-09-28T08:36:32","modified_gmt":"2012-09-28T06:36:32","slug":"hinweise-des-tages-1729","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14565","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (MB\/JB)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14565#h01\">Rudolf Hickel &ndash; Die deutsche Bank lehrt die Dringlichkeit der Regulierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14565#h02\">Zockerlobby entsch&auml;rft Geldw&auml;schegesetz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14565#h03\">Arbeitsagentur wirbt um Altenpfleger aus China<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14565#h04\">Die Bundesbank greift den IWF frontal an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14565#h05\">Steuerabkommen mit der Schweiz bleibt umstritten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14565#h06\">Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14565#h07\">Armut: Die Zeit ist reif &ndash; Verteilungsgerechtigkeit herstellen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14565#h08\">Warten auf die Inflation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14565#h09\">Verm&ouml;gen wieder st&auml;rker besteuert werden?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14565#h10\">Caritas &ndash; Besch&auml;ftigte protestieren gegen Lohnpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14565#h11\">Langzeitarbeitslosigkeit in Deutschland Einmal Hartz IV, immer Hartz IV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14565#h12\">Callcenter-Mitarbeiter wagen die Rebellion<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14565#h13\">Das Schweizer Schlupfloch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14565#h14\">Steinbr&uuml;ck schiebt sich in die Pole-Position<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14565#h15\">Stadionverbot f&uuml;r Arme<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14565#h16\">Noam Chomsky: Wie uns die Oberschicht manipuliert<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14565&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Rudolf Hickel &ndash; Die deutsche Bank lehrt die Dringlichkeit der Regulierung<\/strong><br>\nDie deutsche Bank lehrt die Dringlichkeit der Regulierung<br>\nEine Antwort auf das Interview mit Paul Achleitner im &bdquo;Handelsblatt vom 26. 9. 2012<br>\nDie Reaktion auf die differenzierten Vorschl&auml;ge zur Stabilisierung des Bankensystems durch Peer Steinbr&uuml;ck &uuml;berrascht nicht. Die massive Kritik durch die Deutsche Bank war vorprogrammiert. Die Abfolge erinnert an die Reaktion auf den Vorschlag von Paul Volker als Berater von Obama , den Eigenhandel an der Wallstreet auf das N&ouml;tigste zu reduzieren. Denn der Handel von Investmentbanken mit zum Teil selbst produzierten, hoch riskanten Wettpapieren ohne Kundenauftrag hat ma&szlig;geblich zur weltweiten Krise des Finanzmarktsystems gef&uuml;hrt. Nach all den, dem Beinahezusammenbruch folgenden Gel&ouml;bnissen auf die dienende Funktion der Banken,  ist es einer machtvollen Finanzmarktoligarchie in den USA gelungen, die durch Obama angestrebten Regulierungen zu verw&auml;ssern.<br>\nDie Reaktion der Deutsche Bank auf Steinbr&uuml;ck, die nach dem Urteil einer Untersuchungskommission des US-Senats zu den Aktiven in der &bdquo;Schlangengrube voller Gier&ldquo; z&auml;hlte, war zu erwarten. Dass jedoch Paul Achleitner in seiner Funktion als Vorsitzender des Aufsichtsrats der Deutschen Bank die Rolle der Kritik am Steinbr&uuml;ck-Banken-Disziplinierungsprogramm im &bdquo;Handelsblatt&ldquo; &uuml;bernommen hat, l&ouml;st gro&szlig;e Erwartungen aus. Denn Achleitner geh&ouml;rte nach dem Ausbruch der Finanzkrise zu den klugen und mutigen Kritikern dieser exzessiven Etappe des Spekulationskapitalismus. Er war es, der die neuen Wettinstrumente jenseits der realen &ouml;konomischen Wertsch&ouml;pfung gei&szlig;elte. Er sprach von den Finanzalchemisten, die mit ihren Produkten Steine mit Goldfarbe bemalten und sie dann als hoch profitables Gold ausgeben. Auch hat er den systemischen Charakter der Finanzmarktkrise, die &uuml;ber verschiedene Kan&auml;le die Produktionswirtschaft au&szlig;erhalb der Finanzwelt schwer belastet, erfasst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/HB_DB.pdf\">Rudolf Hickel [PDF &ndash; 50 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Zockerlobby entsch&auml;rft Geldw&auml;schegesetz<\/strong><br>\nDas nennt man erfolgreiche Lobbyarbeit: Die Betreiber von Spielhallen haben sich gegen eine sch&auml;rfere Regulierung ihrer Branche gewehrt. Kurz darauf flog ein entsprechender Abschnitt aus dem neuen Geldw&auml;schegesetz. Gr&uuml;ne und Kriminalbeamte sind entsetzt. [&hellip;]<br>\nDoch was dann geschah, darf man wohl als Lehrst&uuml;ck erfolgreicher Lobbyarbeit werten. Am 9. Juli verfasste die Deutsche Automatenwirtschaft einen Brief an das Finanzministerium. Das Schreiben liegt SPIEGEL ONLINE vor. Darin dankte der &ldquo;Arbeitsausschuss M&uuml;nzautomaten&rdquo; zun&auml;chst h&ouml;flich f&uuml;r die Zusendung des Referentenentwurfs zum Geldw&auml;schegesetz. Dann kommen die Lobbyisten zur Sache: In den vergangenen Jahren habe es lediglich &ldquo;in Einzelf&auml;llen Manipulationen an Geldspielger&auml;ten gegeben&rdquo;. Der &ldquo;suggerierte Tatbestand der Geldw&auml;sche kann von uns nicht best&auml;tigt werden&rdquo;. Den Verb&auml;nden sei &ldquo;kein einziger Fall bekannt&rdquo;, bei dem Automaten mit dem Ziel manipuliert worden seien, Geld zu waschen.<br>\nStatt die Aufsicht zu versch&auml;rfen, pl&auml;dieren die Lobbyisten f&uuml;r einen anderen Weg: Man solle doch lieber die Spielverordnung &auml;ndern &ndash; und zwar so, dass die Betreiber k&uuml;nftig nachweisen m&uuml;ssten, dass ihre Automaten gegen Manipulationen gesch&uuml;tzt seien. Au&szlig;erdem sollten die Kassendaten in den Ger&auml;ten mit einer digitalen Signatur gesichert werden.<br>\nGenau so geschah es.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/streit-ueber-geldwaesche-automatenlobby-entschaerft-gesetz-a-858299.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Automatenk&ouml;nig Gauselmann best&auml;tigt Deal mit der FDP<\/strong><br>\nWie die Berliner Morgenpost heute in ihrer online Ausgabe berichtet, ger&auml;t die FDP durch ihre engen gesch&auml;ftliche Beziehungen zum Gl&uuml;cksspiel-Unternehmer und Automaten K&ouml;nig Paul Gauselmann, immer mehr unter Druck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hochgepokert.com\/2012\/09\/26\/automatenkonig-gauselmann-bestatigt-deal-mit-der-fdp\/\">Hochgepokert<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Arbeitsagentur wirbt um Altenpfleger aus China<\/strong><br>\nDie Bundesagentur f&uuml;r Arbeit startet ein ungew&ouml;hnliches Projekt: Sie wirbt 150 Altenpfleger aus China an, weil es in Deutschland zu wenig Fachkr&auml;fte gibt. Die Werbetour in der Volksrepublik ist nur der Anfang, weitere L&auml;nder sollen folgen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/bundesagentur-fuer-arbeit-wirbt-altenpfleger-in-china-an-a-857583.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ob man bei 3,7 Millionen Arbeitslosen in Deutschland nicht 150 Pflegekr&auml;fte finden w&uuml;rde? Aber nein, die Anforderungen der ZAV, die die hier Lebenden nicht erf&uuml;llen, sind klar definiert: &ldquo;Gemessen an chinesischen Einkommen sind die f&uuml;r Pflegekr&auml;fte in Deutschland n&auml;mlich &uuml;ppig.&rdquo; Sprich: Es geht um Menschen, die sich f&uuml;r die realexistierenden Hungerl&ouml;hne in der Pflege ausbeuten lassen (und, nebenbei, die Hungerl&ouml;hne niedrig halten helfen). Die Arbeitsbedingungen in der Pflege und die L&ouml;hne auf ein akzeptables Niveau zu heben, w&auml;re wohl nicht &ldquo;kreativ&rdquo; genug. Einfach nur asozial (sowohl gegen&uuml;ber den hier arbeitenden PflegerInnen als auch gegen&uuml;ber den Ausl&auml;ndern). (Ob Chinesen mit Pflege-L&ouml;hnen bei den hiesigen Lebenshaltungskosten klark&auml;men, steht noch auf einem anderen Blatt. Wahrscheinlich springt dann wieder der Staat mit Aufstockerleistungen usw. ein.)<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung JB:<\/strong> Das ist Marktwirtschaft paradox. Die Pflegeberufe leiden in der Tat unter Nachwuchsproblemen &ndash; nicht weil es an qualifiziertem Nachwuchs fehlt, sondern weil heutzutage in den Pflegeberufen ein unmenschlicher Druck auf das Personal ausge&uuml;bt wird, die Personaldecke immer weiter zusammengestrichen wird und die Bezahlung weit hinter den Anforderungen zur&uuml;ckgefallen ist. Anstatt f&uuml;r humane Arbeitsbedingungen zu sorgen und Pflegeberufe wieder attraktiver zu machen, wirbt man nun Billigarbeitskr&auml;fte im Ausland an. Die gesellschaftlichen Kosten f&uuml;r solche Projekte sind jedoch immens &ndash; aber das ist den (meist privatisierten) Arbeitgebern nat&uuml;rlich egal, ihnen kommt es nur auf ihre Kosten an und Chinesen sind nun einmal billiger als deutsche Fachkr&auml;fte.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die Bundesbank greift den IWF frontal an<\/strong><br>\nHarsche Kritik aus Frankfurt: Die Bundesbank hat vor &ldquo;substanziellen&rdquo; finanziellen Risiken f&uuml;r den IWF gewarnt &ndash; und sieht den Fonds sogar kurz vor einer Kompetenz&uuml;berschreitung. &ldquo;Durch die &Uuml;bernahme zu hoher Risiken w&uuml;rde sich der IWF tendenziell von einem Liquidit&auml;tsmechanismus zu einem Kreditinstitut wandeln&rdquo;, schrieb die Bundesbank in ihrem Monatsbericht. &ldquo;Im Zuge der j&uuml;ngsten Finanzkrise hat der IWF seine Finanzierungsfunktion zur Unterst&uuml;tzung von Mitgliedsl&auml;ndern bei der Krisenbew&auml;ltigung und zur Vermeidung von Ansteckungseffekten stark ausgeweitet&rdquo;, hie&szlig; es in dem Bundesbank-Bericht, ohne das damit konkret auf die Euro-Staatsschuldenkrise eingegangen wurde. Die Bundesbank verwies kritisch auf eine gesunkene Effizienz von IWF-gest&uuml;tzten Anpassungsprogrammen sowie auf den weitgehenden Verzicht auf wirtschaftspolitische Anpassungsvorgaben bei neu entwickelten vorsorglichen Hilfeinstrumenten. &ldquo;Insbesondere die Ausweitung der Finanzierungsfunktion des Fonds und die Aufweichung der Standards f&uuml;r die Mittelvergabe haben zu einer Verschlechterung seines Risikoprofils gef&uuml;hrt&rdquo;, hie&szlig; es in dem Bericht.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/finanzen\/article109434697\/Die-Bundesbank-greift-den-IWF-frontal-an.html\">WELT<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.bundesbank.de\/Redaktion\/DE\/Downloads\/Veroeffentlichungen\/Monatsberichtsaufsaetze\/2012\/2012_09_internationaler_waehrungsfonds.pdf?__blob=publicationFile\">Bundesbank [PDF &ndash; 130 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Bundesbank kann es nicht lassen, sich als Hort eines radikalen Austerit&auml;tskurses in Belange von Institutionen einzumischen, in die sie selbst eingebunden ist. Kritik &uuml;ber Kritik, aber keine L&ouml;sungen. Bereits das Auftreten von Jens Weidmann in Sachen Ankauf von Staatsanleihen durch die EZB war durch ein seltsam kleinkariertes, stilloses Nachtreten gepr&auml;gt, als schon l&auml;ngstens klar war, dass der Ankauf nur zu deutschen, restriktiven Konditionen erfolgen w&uuml;rde. Der ehemalige Adlatus der Kanzlerin ist nur noch als Propagandainstrument Angela Merkels zu bergreifen, die sich damit vor dem Wahlvolk als Wahrerin deutscher Interessen meint positionieren zu k&ouml;nnen. Die deutsche Regierung wie auch die Bundesbank haben das Recht die Auffassung vertreten, dass mit dem Ankauf von weiteren Staatsanleihen und der Vergabe weiterer Hilfen, die deutsche Volkswirtschaft zu sehr in das Risiko ginge bzw. &uuml;berfordert w&uuml;rde. Nur, dann sollte sie sich auch dazu bekennen, dass sie den Austritt bzw. Bankrott von Mitgliedern der W&auml;hrungsunion in Kauf nimmt.<\/em><\/p>\n<p><em>Die j&uuml;ngste Kritik am IWF ist von &auml;hnlicher Qualit&auml;t. Vornehm wird vermieden, die Krisenl&auml;nder zu benennen, welche von der Lockerung der Bedingungen f&uuml;r die Inanspruchnahme von IWF-Mitteln profitieren. Welche Lockerung, m&ouml;chte man fragen. Griechenland, Portugal, Irland und Spanien wurden ein beispiellose Austerit&auml;tkur verschrieben, die inzwischen diese L&auml;nder nicht nur wirtschaftlich, sondern auch politisch destabilisiert. Mit der Forderung nach effizienteren Anpassungsprogrammen f&auml;llt die Bundesbank auf einen Kurs zur&uuml;ck, durch den der IWF &uuml;ber Jahrzehnte viele Entwicklungsl&auml;nder &ndash; milde formuliert &ndash; &uuml;ber Jahrzehnte von einer nachhaltigen Entwicklungsstrategie abgehalten hat. Sollte die Bundesbank auf diese Weise einigen leisen Bedenken des IWF entgegentreten wollen, dass der gegenw&auml;rtige Austerit&auml;tskurs vielleicht kontraproduktiv sein k&ouml;nnte? Es ist kaum zu fassen, dass die Volkswirte der Bundesbank anscheinend nur im Noch -Mehr des Immer-Gleichen die L&ouml;sung der Krise verorten. Vor allem aber, was soll diese Kritik, die Bundesbank ist &uuml;ber die die EZB Teil der Troika und kann mit dem IWF diese Fragen direkt diskutieren. Soll dies etwa die Antwort auf die Forderung des IWF sein, dass EU und die EZB einen Schuldenschnitt akzeptieren m&uuml;ssten, bevor er sich weiterhin an Rettungsaktionen beteilige? Dabei wissen wir seit vielen Monaten, dass Griechenland seine gegenw&auml;rtige Verschuldung nicht tragen kann. Auch hier ist die Bundesbank ganz Dienerin ihrer Herrin. Der Kanzlerin k&auml;me das Eingest&auml;ndnis, dass Deutschland einen signifikanten Teil ihrer Kredite in den Wind schreiben m&uuml;sste, nat&uuml;rlich h&ouml;chst ungelegen. Vor allem wenn man bedenkt, dass zu einem fr&uuml;heren Zeitpunkt, die &ouml;ffentliche Hand viel weniger und die private Finanzwirtschaft viel mehr betroffen gewesen w&auml;re. Das handwerkliche Scheitern der Bundesregierung w&uuml;rde zum ersten Mal f&uuml;r alle ersichtlich zu Tage treten. &ndash; Nur vor diesem Hintergrund ist der Bericht der BuBA rational zu begreifen, der in seiner Rezeptur darauf hinausl&auml;uft, statt die Entz&uuml;ndung zu behandeln gleich das Glied zu amputieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Steuerabkommen mit der Schweiz bleibt umstritten<\/strong><br>\nDas von der Bundesregierung mit der Schweiz geschlossene Steuerabkommen ist von der Wirtschaft und von Vertretern des Nachbarlandes begr&uuml;&szlig;t, von anderen Sachverst&auml;ndigen jedoch scharf kritisiert worden. So w&uuml;rdigte Die Deutsche Kreditwirtschaft, der Zusammenschluss der deutschen Bankenverb&auml;nde, am Montag, 24. September 2012, in einer &ouml;ffentlichen Anh&ouml;rung des Finanzausschusses unter Vorsitz von Dr. Birgit Reinemund (FDP) die geplante Vereinbarung als pragmatische L&ouml;sung, &ldquo;die die Chance bietet, die damit beabsichtigten Ziele zu erreichen&rdquo;. Dies gelte umso mehr, als f&uuml;r den deutschen Fiskus kaum M&ouml;glichkeiten best&uuml;nden, durch einseitige Ma&szlig;nahmen eine nachhaltige L&ouml;sung der Sicherstellung des deutschen Steueraufkommens herbeizuf&uuml;hren.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/dokumente\/textarchiv\/2012\/39798029_kw39_pa_finanzen_steuerabkommen\/index.html\">Bundestag<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/Mediathek\/index.jsp?action=search&amp;ids=1918403&amp;instance=m187&amp;mask=search&amp;contentArea=details\">Die Anh&ouml;rung auf Video<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Eurokrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Abw&auml;rtspirale und Proteste in Griechenland, Spanien und Portugal &ndash; von unbedachten B&uuml;rgern und uneinsichtigen Premiers<\/strong><br>\n&ldquo;Wir wissen, was wir tun m&uuml;ssen, und da wir es wissen, tun wir es&rdquo;, sagte jetzt Spaniens konservativer Ministerpr&auml;sident Mariano Rajoy und erg&auml;nzte, die spanische Regierung verfolge eine klare &ouml;konomische Strategie. (1) Heute will er seinen Haushaltsentwurf f&uuml;r 2013 vorstellen. Vorgestern hatte es bei Protesten gegen seinen Sparkurs gewaltsame Auseinandersetzungen gegeben. Bei erneuten Protesten tausender Spanier in Madrid blieb es gestern friedlich.<br>\nMassenproteste in Spanien, Massenproteste in Portugal, Massenproteste in Griechenland.<br>\nDas ist die identische Reaktion auf einen in identischer Weise verfolgten, aber keine Verbesserung, sondern eine weitere Verschlechterung der Lage bewirkenden und deswegen wieder und wieder versch&auml;rften austerit&auml;tspolitischen Kurs. Ob dies mit oder ohne den Druck der sogenannten Troika geschieht, die die Sparanstrengungen in jenen Staaten erzwingt, die aufgrund ihrer hohen Staatsverschuldung und des Drucks der Finanzm&auml;rkte finanzielle Hilfen der Euro-Gruppe in Anspruch nehmen mussten, bleibt sich gleich.<br>\nIn Spanien bel&auml;uft sich das Haushaltsdefizit f&uuml;r die ersten acht Monate auf 50,1 Milliarden Euro oder 4,77 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Das sind 23,8 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Damit liegt es bereits jetzt deutlich &uuml;ber der mit der Europ&auml;ischen Kommission vereinbarten Marke von 4,5 Prozent. (2) In Griechenland lag das Haushaltsdefizit f&uuml;r die ersten acht Monate bei 12,5 Milliarden Euro, was deutlich weniger als die f&uuml;r diesen Zeitraum anvisierten 15,2 Milliarden Euro und ein Drittel weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum ist. (3)<br>\nF&uuml;r das erste Halbjahr 2012 wird das Haushaltsdefizit Portugals jetzt auf 6,7 bis 7,1 Prozent der Wirtschaftsleistung gesch&auml;tzt, so dass die Regierung von Ministerpr&auml;sident Pedro Passos Coelho das mit der Troika f&uuml;r 2012 vereinbarte Defizitziel von 4,5 Prozent des BIP verfehlen wird. (4) Noch im Juli hatte die Regierung f&uuml;r das erste Halbjahr angegeben, die Ziele zu erf&uuml;llen. Allerdings war ihr dies nur deswegen gelungen, weil sie &ndash; wie schon in 2011 (6 Mrd. Euro) &ndash; Gelder (2,7 Mrd. Euro) aus privaten Rentenfonds in die Staatskasse verschoben und die Staatsausgaben um 2,2 Prozent gesenkt hat. Letzteres hat sie vor allem bedingt durch die Streichung des Urlaubs- und Weihnachtsgelds im &ouml;ffentlichen Dienst erreicht. Diese Ma&szlig;nahme wurde jedoch vom portugiesischen Verfassungsgericht wieder gekippt und damit ist auch das Defizitziel nicht mehr zu halten. (5)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.querschuesse.de\/abwartspirale-und-proteste-in-griechenland-spanien-und-portugal-%e2%80%93-von-unbedachten-burgern-und-uneinsichtigen-premiers\/\">Querschuesse<\/a><\/li>\n<li><strong>Aufseher attestieren europ&auml;ischen Banken Kapitall&uuml;cke von 199 Mrd. Euro<\/strong><br>\nMit warnenden Aussagen zur Eigenkapitalsituation der Gro&szlig;banken meldet sich die Europ&auml;ische Bankenaufsichtsbeh&ouml;rde EBA zu Wort.<br>\nDie Beh&ouml;rde hat eine Einsch&auml;tzung vorgelegt, wonach die 44 gr&ouml;&szlig;ten Banken Europas eine Kapitall&uuml;cke von 199 Mrd. Euro aufgewiesen h&auml;tten, w&auml;re das Eigenkapitalregelwerk Basel III schon im Dezember 2011 verbindlich gewesen. Den Regularien zufolge m&uuml;ssen die Institute k&uuml;nftig eine vorgeschriebene harte Kernkapitalquote von sieben Prozent der Bilanzrisiken (RWA) aufweisen. Nach Mitteilung der Beh&ouml;rde lag dieser Fehlbetrag zum Halbjahr 2011 noch um 32 Mrd. Euro h&ouml;her. Eine Auswirkungsstudie des Baseler Ausschusses attestierte j&uuml;ngst den 102 gr&ouml;&szlig;ten Instituten der Welt f&uuml;r Ende 2011 eine Kapitall&uuml;cke von 374,1 Mrd. Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rmrg.de\/?p=2663\">RMRG<\/a><\/li>\n<li><strong>Tagesschau in spanischer Shitstorm-Falle<\/strong><br>\nMassenprotest in Madrid gegen die von der Schuldenkrise diktierten Sparpl&auml;ne der spanischen Regierung, es kommt zu Ausschreitungen mit der Polizei. In deutschen Medien wird jedoch kaum berichtet. F&uuml;r viele Nutzer ein Skandal. Ihre Emp&ouml;rung bekam gestern vor allem die Redaktion der Tagesschau zu sp&uuml;ren. Auf deren Facebook-Seite hinterlie&szlig;en Nutzer im Sekundentakt kritische Kommentare. Die Redaktion reagierte &ndash; und machte alles noch schlimmer. Die Geschichte eines Shitstorms.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/internet\/tagesschau-in-spanischer-shitstorm-falle\/2012\/09\/26.html\">Meedia<\/a><\/li>\n<li><strong>Alle Pressen stehen still<\/strong><br>\nSie wollen arbeiten, k&ouml;nnen oder d&uuml;rfen aber nicht. Ein Bericht zur Lage der Medienarbeiter in Griechenland.<br>\nIm Eingangsbereich sieht es aus, als h&auml;tten Studierende ihr Institut besetzt. Sitzgelegenheiten stehen kreuz und quer, &uuml;berall sind Essensreste und leere Flaschen verteilt. Nur die Leute, die es sich dort bequem gemacht haben, sind schon &auml;lteren Semesters. Ein anderes Bild in der ersten Etage: Dort sitzt Makis Georgiadis einsam inmitten einer Armee von verstaubten Schreibtischen und Monitoren. Hier ist der News Room des Athener Fernsehsenders Alter, den die Besch&auml;ftigten Ende 2011 besetzt haben, weil sie monatelang kein Gehalt ausgezahlt bekommen hatten. Zwischenzeitlich haben sie hier selbst &raquo;Krisenfernsehen&laquo; produziert, in dem sie &uuml;ber die Krisenk&auml;mpfe im Land berichteten, erz&auml;hlt Georgiadis. F&uuml;r die Besch&auml;ftigten eines Senders, den der Nachrichtenproduzent selbst der &raquo;yellow press&laquo; zuordnet, ist das schon erstaunlich. Seit der Eigent&uuml;mer ihnen jedoch im Februar die Sendemasten gekappt hat, steht im Sender alles still.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/artikel\/2012\/39\/46296.html\">Jungle World<\/a><\/li>\n<li><strong>Spaniens Sparpfad: Versagen auf ganzer Linie<\/strong><br>\nDie Disziplin, mit der sich der S&uuml;den totspart, grenzt schon an Selbstkasteiung<br>\nEs regnet auf nassen Boden&rdquo;, sagen die Spanier, wenn es noch schlimmer kommt. Am Donnerstag war der Satz in aller Munde. Der Haushalt f&uuml;r 2013 geht in die gleiche Richtung wie jene der letzten beiden Jahre. Es wird gespart ohne R&uuml;cksicht auf Verluste. So will es Br&uuml;ssel &ndash; oder besser gesagt, der deutsche Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble &ndash; und so setzt es Ministerpr&auml;sident Rajoy brav um. W&uuml;rde es helfen, w&uuml;rden die Spanier dies sicher mit viel Murren und Z&auml;hneknirschen hinnehmen. Nur es funktioniert halt nicht. Und das f&uuml;hrt zu Unmut und Protesten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1348284269707\/Versagen-auf-ganzer-Linie\">derStandard.at<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Armut: Die Zeit ist reif &ndash; Verteilungsgerechtigkeit herstellen<\/strong><br>\nDie Forderungen nach einer gerechteren Verteilungspolitik in Deutschland werden lauter. Denn vom wirtschaftlichen Erfolg profitieren nur wenige. Mittlerweile bef&uuml;rworten zwei Drittel der Bev&ouml;lkerung politische Ma&szlig;nahmen, die Einkommensunterschiede verringern w&uuml;rden.<br>\nDas Verh&auml;ltnis zwischen den Koalitionspartnern ist zer&shy;r&uuml;ttet. Ob Betreuungsgeld, Frauenquote oder Rentenfrage &ndash; CDU, CSU und FDP sind sich nicht gr&uuml;n. Nun liefert der Entwurf des 4. Armuts- und Reichtumsberichts neuen Z&uuml;ndstoff. Dieser Bericht offenbart die ungleiche Einkommens- und Verm&ouml;gensverteilung und den Fakt, dass Teile der Bev&ouml;lkerung zu wenig haben, um am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Vizekanzler R&ouml;sler wiegelt den Bericht postwendend als &bdquo;nicht ressortabgestimmt&ldquo; und Forderungen nach Umverteilung als &bdquo;nicht zustimmungsf&auml;hig&ldquo; ab. Sch&auml;rfer formuliert es der ehemalige &bdquo;sozialdemokratische&ldquo; Wirtschaftsminister Clement. Er sieht in diesem Bericht gar einen &bdquo;Aufruf zum Klassenkampf&ldquo;.<br>\nNun, der Bericht steht weder im Verdacht, umverteilungspolitisches Teufelswerk zu sein, noch zieht er<br>\nimmer die richtigen Schl&uuml;sse. Doch zeigt er, dass die Zahl derer, die von der &ouml;konomischen und gesellschaftlichen Entwicklung hierzulande abgeh&auml;ngt werden, stetig w&auml;chst. Da sind &Auml;u&szlig;erungen dieser Vertreter von Einzelinteressen nicht nur fern jeder Realit&auml;t &ndash; sondern herbe Schl&auml;ge ins Gesicht vieler Millionen Betroffener.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/438.jpg\" alt=\"Verteilungsgerechtigkeit\" title=\"Verteilungsgerechtigkeit\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++df4763b6-08af-11e2-bf64-00188b4dc422\">DGB klartext<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Warten auf die Inflation<\/strong><br>\nDie Preise sind im September gegen&uuml;ber dem August stabil geblieben. Von einer bedrohlichen Inflationsrate fehlt in Deutschland und dem Rest Europas weiterhin jede Spur.<br>\nMit der Inflation ist es eigenartig: Alle f&uuml;rchten ihren Galopp, viele warnen davor und einige rechnen fest mit ihm. Doch er kommt nicht. Das d&uuml;rfte auch so bleiben. Auf Basis von Daten aus sechs Bundesl&auml;ndern sind die Preise im September gegen&uuml;ber August unver&auml;ndert geblieben, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit. Auf Jahressicht ergebe sich eine Inflationsrate von 2,0 Prozent. Das ist weniger als im August, als insbesondere der hohe &Ouml;lpreis die Teuerungsrate auf 2,1 Prozent getrieben hatte, nach der Berechnungsmethode des Europ&auml;ischen Statistikamtes waren es im August sogar 2,2 Prozent.<br>\nDass die Inflation im September &uuml;berhaupt so hoch war, lag abermals an den Energiepreisen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/inflationsrate-bleibt-niedrig-warten-auf-die-inflation,1472780,19079744.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> So ist das, wenn die Realit&auml;t nicht der Theorie folgen will. Auf die Idee, dass nicht die Realit&auml;t, sondern die Theorie fehlerhaft ist, kommen die Monetaristen freilich nicht. Wir d&uuml;rfen uns also noch l&auml;nger an den t&auml;glichen Inflationswarnungen &bdquo;erfreuen&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Verm&ouml;gen wieder st&auml;rker besteuert werden?<\/strong><br>\nPersonen und Haushalte mit hohen Einkommen und Verm&ouml;gen sind in den letzten beiden Jahrzehnten steuerlich entlastet worden. Dies geschah in Deutschland ebenso wie in den meisten EU- und OECD-L&auml;ndern. Die Verm&ouml;gensteuer wird nicht mehr erhoben, die Einkommensteuer-Spitzens&auml;tze sowie die Unternehmensteuern wurden deutlich gesenkt und die Kapitalertr&auml;ge werden seit 2009 nur noch mit der Abgeltungssteuer belastet. Zugleich hat sich in diesem Zeitraum die Verteilung der Erwerbseinkommen sp&uuml;rbar versch&auml;rft. Die Unternehmens- und Verm&ouml;genseinkommen legten im Trend kr&auml;ftig zu, w&auml;hrend die Masseneinkommen stagnierten und die niedrigen Erwerbseinkommen gesunken sind. Nennenswerte reale Einkommenszuw&auml;chse gab es seit Mitte der 90er Jahre nur noch f&uuml;r Wohlhabende. Das Wirtschaftswachstum ist seitdem weitgehend bei den reichsten 10 Prozent der Bev&ouml;lkerung gelandet, und ein Gro&szlig;teil davon wohl bei den Reichsten 1 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/17-2012\/++co++995d90a0-064d-11e2-bf66-52540066f352\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Caritas &ndash; Besch&auml;ftigte protestieren gegen Lohnpolitik<\/strong><br>\nGeringverdiener des Verbandes sind von Lohnerh&ouml;hungen ausgenommen<br>\nDie Mitarbeiter der Caritas in Baden-W&uuml;rttemberg wollen mehr Geld &ndash; doch es geht ihnen auch um Gerechtigkeit. Am heutigen Donnerstag gehen sie in Karlsruhe auf die Stra&szlig;e. Die Arbeitgeberseite will zwar die L&ouml;hne erh&ouml;hen, aber die Geringverdiener ausnehmen. Bei der Caritas wird damit ein &auml;hnlicher Konflikt ausgefochten wie bei der Arbeiterwohlfahrt. [&hellip;]<br>\nTarifverhandlungen laufen bei den Kirchen anders als im &Ouml;ffentlichen Dienst und in Privatunternehmen. Gewerkschaften sind f&uuml;r die kirchlichen Betriebe tabu. Sie genie&szlig;en Tendenzschutz und sie m&uuml;ssen auch keinen Betriebsrat haben. Dennoch sind die Mitarbeitervertretungen, die bei der evangelischen Diakonie und bei der katholischen Caritas jeweils ein wenig anders hei&szlig;en, l&auml;ngst nicht mehr mit milden Gaben zufriedenzustellen. &ldquo;Wir wollen nicht von der Tarifentwicklung im &Ouml;ffentlichen Dienst abgekoppelt werden&rdquo;, sagt Thomas Schwendele, Sprecher der Mitarbeitervertreter in der Arbeitsrechtlichen Kommission des Deutschen Caritasverbandes. Dies ist die parit&auml;tische Tarifkommission, in der Dienstnehmer und Dienstgeber &ndash; so hei&szlig;t das bei der Caritas &ndash; zusammensitzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.badische-zeitung.de\/nachrichten\/wirtschaft\/beschaeftigte-protestieren-gegen-unfaire-lohnpolitik--64085536.html\">Badische Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Langzeitarbeitslosigkeit in Deutschland Einmal Hartz IV, immer Hartz IV<\/strong><br>\n&bdquo;F&ouml;rdern und fordern&ldquo;, wollte sie Gerhard Schr&ouml;der. Ursula von der Leyen will ihnen die Chance geben, &bdquo;aufzusteigen und sich Besitz zu erarbeiten&ldquo;. Oft gelingt das. Doch viele Menschen erhalten bereits so lange Hartz IV, wie es Hartz IV gibt. Wer verbirgt sich hinter diesen 1,13 Millionen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/geld\/2.220\/langzeitarbeitslosigkeit-in-deutschland-einmal-hartz-iv-immer-hartz-iv-1.1474282\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Dieser Beitrag ist manipulativ und sehr &auml;rgerlich. Die Zahlen &uuml;ber die Senkung von Arbeitslosenzahlen stammen von der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit und deren Seri&ouml;sit&auml;t darf bezweifelt werden; immerhin sind HUNDERTTAUSENDE von erwerbs- und arbeitslosen Menschen nicht in der Statistik erfasst, weil sie krank, in Qualifizierungsma&szlig;nahmen, 58 Jahre oder &auml;lter sind oder von privaten Arbeitsmarktdienstleistern &bdquo;betreut&ldquo; werden. Und die Feststellung &bdquo;oft gelingt das&ldquo; im Einleitungstext wird nicht weiter belegt. Daf&uuml;r wird die Zahl der knapp 450000 Vollzeitbesch&auml;ftigten und Selbstst&auml;ndigen, die aufstocken, als mehr oder weniger normal hingenommen &ndash; wenn diese Zahl stimmt, man hat ja hier schon den Satz auf der Zunge, nur den selbst gef&auml;lschten Statistiken zu trauen. Zieht man die statistischen Radierungen und die Alleinerziehenden ab, sind die anderen Langzeitarbeitslosen einfach zu dumm und\/oder zu faul (ohne Schulabschluss und Ausbildung) oder suchtkrank, sonstwie krank oder verschuldet &ndash; also zwischen den Zeilen selbst schuld. Der Autor leistet wirklich ganze Arbeit bei der Diffamierung von Langzeitarbeitslosen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Callcenter-Mitarbeiter wagen die Rebellion<\/strong><br>\nNoch nie hat es in der Callcenter-Branche einen so harten Arbeitskampf gegeben. Die zentrale Servicestelle der deutschen Sparkassen wird seit 75 Tagen bestreikt. Doch es geht um viel mehr als nur 8,50 Euro Studenlohn.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/2.220\/streik-bei-den-sparkassen-callcenter-mitarbeiter-wagen-die-rebellion-1.1475093\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Der insgesamt patente Beitrag darf nat&uuml;rlich nicht all zu kritisch sein und da ist die Gelegenheit g&uuml;nstig, den Geringverdiener zu zitieren, der sich im Fall einer Gehaltserh&ouml;hung schnell eine private Altersvorsorge zulegen m&ouml;chte.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Das Schweizer Schlupfloch<\/strong><br>\n&Uuml;ber eine Tochtergesellschaft in Bahrain hat die Genfer Firma Vitol iranisches Heiz&ouml;l gekauft und es in China angeboten. Recherchen von Reuters zeigen, wie der in Genf domizilierte &Ouml;lh&auml;ndler die Sanktionen gegen den Iran umging. [&hellip;]<br>\nWeil die Schweiz sich entschlossen habe, gegen Teheran nicht dieselben Sanktionen wie die EU und die USA zu erheben, unterstehe der Rohstoffh&auml;ndler nicht dem &Ouml;lhandelsembargo, das im Juli von der EU verh&auml;ngt wurde. Auf abenteuerlichem Weg habe nun die Genfer Firma 2 Millionen Barrel Heiz&ouml;l aus dem Iran gekauft, vermeldete die Nachrichtenagentur am Mittwoch.<br>\nWie das ging, wird detailliert beschrieben: Ein iranischer Tanker dockte am &Ouml;lterminal Kharg Island in der Woche vom 23. August ab und fuhr durch den persischen Golf in die Arabische See. Nach Durchfahrt der Strasse von Malakka verschwand das Schiff am 4. September von den Radars. Die Crew hatte die Transponder ausgeschaltet. L&auml;ngsschiff fuhr bald darauf die Ticen Ocean, ein von der &Ouml;lhandelsfirma Vitol gecharterter Tanker. Die Ladung wechselte den Besitzer. Von der Ticen Ocean wurde das iranische &Ouml;l auf zwei weitere Tanker verteilt. Sp&auml;ter wurde es mit europ&auml;ischem &Ouml;l vermischt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/ausland\/asien-und-ozeanien\/Das-Schweizer-Schlupfloch\/story\/28577164\">Tagesanzeiger<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Steinbr&uuml;ck schiebt sich in die Pole-Position<\/strong><br>\nSein Bankenpapier sorgt f&uuml;r m&auml;chtig Wirbel: Peer Steinbr&uuml;ck heimst mit den Vorschl&auml;gen zur Reform des Finanzsektors Lob aus allen Richtungen ein &ndash; und avanciert in der SPD wieder einmal zum Favoriten in der Kanzlerkandidatenfrage. Kann er das Rennen jetzt entscheiden?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/steinbrueck-schiebt-sich-in-die-favoritenposition-in-der-k-frage-der-spd-a-858099.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.B. (nicht Jens Berger):<\/strong> Steinbr&uuml;ck ist und bleibt einer, der der SPD schweren Schaden zuf&uuml;gte. Wahl f&uuml;r Wahl wurde mit ihm verloren. Und nun, nachdem der auch &ndash; oder vorwiegend durch ihn &ndash; entstandene Schaden so gro&szlig; ist, dass dieser immer unbezahlbarer wird, nun will gerade er pl&ouml;tzlich Gegenrudern? Das nimmt ihm doch keiner ab, denn &ndash; so wird die SPD weiter zu Grunde gerichtet. K&auml;me er mit solcher Unterst&uuml;tzung tats&auml;chlich an die Macht, sp&auml;testens 6 Monate sp&auml;ter w&uuml;rde er davon nichts mehr wissen wollen, er w&auml;re wieder im Kreise der heimlichen Herrscher.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Stadionverbot f&uuml;r Arme<\/strong><br>\nDas Stehplatzverbot in deutschen Stadien basiert auf einer falschen Rechnung. Statt das Problem der Fangewalt zu l&ouml;sen, werden Fans bestimmter Einkommensgruppen verdr&auml;ngt [&hellip;]<br>\nSeitdem wird zum wiederholten Mal &uuml;ber die Sicherheit in den Stadien der Bundesligen auf h&ouml;chster politischer Ebene diskutiert. Bei der letzten Innenministerkonferenz am 31. Mai und 1. Juni 2012 war Gewalt in Fu&szlig;ballstadien ein wichtiges Thema. Bundesinnenminister Friedrich hat dabei die Abschaffung von Stehpl&auml;tzen ins Gespr&auml;ch gebracht. Ob dies wirklich zu mehr Sicherheit im Stadion f&uuml;hrt, ist eher umstritten. Theoretisch k&ouml;nnte auf L&auml;nderebene eine solche Regelung erlassen werden. Allerdings muss vor einer einfachen Gleichung (keine Stehpl&auml;tze = keine Gewalt in den Stadien) dringend gewarnt werden. Die komplette Abschaffung von Stehpl&auml;tzen w&uuml;rde das Gewaltproblem in den Stadien mit Sicherheit nicht l&ouml;sen. Daf&uuml;r w&uuml;rde jedoch der Verdr&auml;ngungsprozess von Fans bestimmter Einkommensschichten weiter forciert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theeuropean.de\/martin-gerster\/12333-fans-und-fussballverbaende#12333\">The European<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Noam Chomsky: Wie uns die Oberschicht manipuliert<\/strong><br>\nDer gro&szlig;e US-amerikanische Linguist und Regierungskritiker nimmt hier in der WDR-Sendung &ldquo;Nachgefragt&rdquo; Stellung. Angst und Panik sind Hauptmittel des Establishments, um die Bev&ouml;lkerung umzuerziehen und Kritik im Keim zu ersticken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/2012\/09\/27\/noam-chomsky-wie-uns-die-oberschicht-manipuliert\/\">Hinter den Schlagzeilen<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(MB\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-14565","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14565","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=14565"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14565\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14568,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14565\/revisions\/14568"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=14565"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=14565"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=14565"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}