{"id":145947,"date":"2026-02-08T09:00:20","date_gmt":"2026-02-08T08:00:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145947"},"modified":"2026-02-06T14:29:12","modified_gmt":"2026-02-06T13:29:12","slug":"hinweise-der-woche-445","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145947","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nBitte beachten Sie: Wir weisen in den Hinweisen des Tages ausschlie&szlig;lich auf kostenlose Artikel hin. Es kann im weiteren Verlauf trotzdem vorkommen, dass Sie auf Texte sto&szlig;en, die sich hinter einer Bezahlschranke befinden. Der Grund daf&uuml;r: Anbieter von Artikeln haben den kostenlosen Zugang nachtr&auml;glich eingeschr&auml;nkt oder\/und in kostenpflichtige Angebote umgewandelt.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145947#h01\">&Ouml;konom &uuml;ber transatlantische Beziehungen: &bdquo;China nur als Konkurrenten zu sehen, ist falsch&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145947#h02\">Und sie tr&auml;umen von der Bombe &hellip;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145947#h03\">Ein Land als Kasernenhof<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145947#h04\">Niedriger Gasspeicher-F&uuml;llstand: Wirtschaftsministerin Reiche beschwichtigt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145947#h05\">EU-Erweiterung ohne Konsens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145947#h06\">Das Vertrauen in den Westen zerbricht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145947#h07\">Zahl der Todesopfer in Gaza: Leugnen, bis es nicht mehr geht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145947#h08\">Achtung, gef&auml;hrliche Testballons!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145947#h09\">Modernisierte Sklavenarbeit, millionenfach,<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145947#h10\">Der Autorit&auml;re Block: Die Verflechtung von Big Tech und Staatsmacht<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&Ouml;konom &uuml;ber transatlantische Beziehungen: &bdquo;China nur als Konkurrenten zu sehen, ist falsch&ldquo;<\/strong><br>\nEuropa m&uuml;sse sich aus der Abh&auml;ngigkeit von den USA l&ouml;sen, sagt &Ouml;konom Patrick Kaczmarczyk. Dazu brauche es einen aktiveren Staat und neue Allianzen. [&hellip;]<br>\ntaz: Zwischenzeitlich hat Trump die Zolldrohungen zur&uuml;ckgenommen. Daf&uuml;r wird jetzt &uuml;ber Gr&ouml;nland verhandelt. Bundeskanzler Friedrich Merz sagte in Davos, dass Europa die Message von Trump verstanden habe. Stimmt das?<br>\nKaczmarczyk: Sp&auml;testens jetzt sollte jedem in Europa klar sein, wohin dieser naive Transatlantismus der letzten Jahrhunderte gef&uuml;hrt hat. Wir haben uns in extreme Abh&auml;ngigkeiten von den USA begeben. Das betrifft nicht nur die Sicherheitspolitik, sondern auch die Wirtschaft.<br>\ntaz: Europa ist der gr&ouml;&szlig;te Gl&auml;ubiger der USA. Ist die Abh&auml;ngigkeit nicht gegenseitiger Natur?<br>\nKaczmarczyk: Das &Uuml;berschussland hat in einem Handelskrieg immer mehr zu verlieren als das Defizitland, auch wenn beide Seiten Schaden nehmen. Und an der schlechten Verhandlungsposition ist Deutschland mit seiner ordoliberalen Wirtschaftspolitik selbst schuld.<br>\ntaz: Warum?<br>\nKaczmarczyk: Dadurch, dass man gesagt hat, dass sich der Staat weitestgehend aus der Wirtschaft heraushalten soll, und man auf die Exportwirtschaft statt auf einen starken Binnenmarkt gesetzt hat, war man in Deutschland immer abh&auml;ngig von Impulsen aus dem Ausland. Die USA mit ihrem gro&szlig;en Markt waren immer so etwas wie ein consumer of last resort f&uuml;r deutsche Konzerne. Und wenn Trump jetzt mit Z&ouml;llen droht, dann ist dadurch die Nachfrage f&uuml;r Waren made in Germany in Gefahr. Deswegen funktioniert das deutsche Gesch&auml;ftsmodell auch nicht mehr in Zeiten des Protektionsmus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Oekonom-ueber-transatlantische-Beziehungen\/!6150620\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Zum Gl&uuml;ck kommen in der taz auch mal vern&uuml;nftige Stimmen zu Wort, die die Abh&auml;ngigkeit von den USA beenden wollen. Der mehrfach wiederholte Hinweis auf die fatale deutsche Exportabh&auml;ngigkeit und den Wiederaufbau eines starken Binnenmarkts ist dringend notwendig, auch wenn es bei der aktuellen deutschen Bundesregierung auf taube Ohren sto&szlig;en wird. Hoffentlich l&auml;sst sich der ein oder andere taz-Leser von diesem Interview schlauer machen.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Zerfall der Weltordnung<\/strong><br>\nDie gegenw&auml;rtige Krise der Weltwirtschaft wird meist als Abfolge externer Schocks beschrieben. Ausgeblendet bleibt dabei der strukturelle Kern des Problems: Nicht nur die sogenannte regelbasierte Ordnung ger&auml;t unter Druck, sondern das Narrativ und die Ideen, mit denen die marktliberale Globalisierung jahrzehntelang legitimiert wurde &ndash; ein Punkt, den zuletzt auch der kanadische Premierminister Mark Carney in Davos ungew&ouml;hnlich klar benannt hat. Diskutiert werden diese Implikationen bislang kaum. Dabei muss eine ehrliche Neubewertung bei den Defiziten dieser Erz&auml;hlung ansetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2026\/02\/01\/zerfall-der-weltordnung\/%20\">Patrick Kaczmarczyk auf Relevante &Ouml;konomik<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Eine neue Weltordnung &ndash; Die Chancen f&uuml;r Deutschland und Europa<\/strong><br>\nMan muss nicht der transatlantischen Ordnung nachtrauern. Ihr Ende ist f&uuml;r die Meisten eine Hoffnung, auf gerechtere internationale Verh&auml;ltnisse. Aber selbst die Deutschen sollten ihr Augenmerk auf die M&ouml;glichkeiten richten, solange es sie noch gibt. (&hellip;)<br>\nWie auch immer die Imperialpolitik der US-Regierung unter Trump oder anderen Pr&auml;sidenten weitergeht: Global gesehen stehen wir vor der Realisierung neuer gesellschaftspolitischer Vorstellungen, die auf Humanit&auml;t und der Gleichberechtigung von Menschen und V&ouml;lkern beruhen, mit anderen Worten: auf den in der Charta der Vereinten Nationen festgeschriebenen Grunds&auml;tzen. Zwar werden von den Vertretern der Kapitalinteressen immer sch&auml;rfere Ma&szlig;nahmen zur Kontrolle und Unterwerfung ihrer Bev&ouml;lkerungen realisiert, und die Mehrheit der westlichen Staaten einschlie&szlig;lich Deutschlands befindet sich schon l&auml;nger auf einer absch&uuml;ssigen Bahn in den Totalitarismus. Aber der Bogen ist &uuml;berspannt, nicht zuletzt durch die von den Mitgliedsstaaten der Europ&auml;ischen Union geduldeten rechtswidrigen Anma&szlig;ungen der EU-Kommission, unter anderem bei der Sanktionierung widerst&auml;ndiger Journalisten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/fromrussiawithlove.rtde.world\/meinung\/268782-eine-neue-weltordnung-die-chancen-fuer-deutschland-und-europa\/\">Wolfgang Bittner auf RT DE<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Und sie tr&auml;umen von der Bombe &hellip;<\/strong><br>\nVielleicht ist ja was im Wasser. Jedenfalls werden die deutschen Fantasien immer wilder, nachdem Friedrich Merz schon von der &ldquo;st&auml;rksten konventionelle Armee Europas&rdquo; fantasierte. Viel Steigerungsm&ouml;glichkeit bleibt aber nicht mehr. Jetzt sind sie bei der Atombombe angekommen. (&hellip;)<br>\nNoch ist das Thema nicht unmittelbar in der Politik angekommen, sondern wird eher von der Seite hineingeschoben. Man kann ja mal dar&uuml;ber reden. Das macht jetzt ein Brigadegeneral namens Frank Pieper, der an der F&uuml;hrungsakademie der Bundeswehr t&auml;tig ist, also k&uuml;nftige Generalstabsoffiziere ausbildet. Sein Argument? &ldquo;Konventionell, das zeigt uns Putin jeden Tag in der Ukraine, werden wir ihn nicht abschrecken k&ouml;nnen &ndash; da lacht er dr&uuml;ber.&rdquo;<br>\nNun, die Welt kennt noch andere M&ouml;glichkeiten als Abschreckung. Diplomatie beispielsweise. Aber deren Existenz wurde in Westeuropa inzwischen weitgehend verdr&auml;ngt. Aber Atombomben? Wie viele denkt sich der Herr denn so? Ist ihm klar, dass das dicht besiedelte Deutschland besser daran t&auml;te, jede nukleare Auseinandersetzung zu verhindern, statt sich einzubilden, mit Atomwaffen &ldquo;abschrecken&rdquo; zu k&ouml;nnen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gegenzensur.rtde.world\/meinung\/268784-und-sie-traeumen-von-der-bombe\/%20\">Dagmar Henn auf RT DE<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145539\">Joschka Fischer will die europ&auml;ische Atombombe &ndash; eine Politik im Geiste des Militarismus<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=126508\">&bdquo;Die westlichen Eliten haben vergessen, was Krieg ist und was ein Atomkrieg ist&ldquo; &ndash; Interview mit Sergej Karaganow<\/a>.<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>&bdquo;Wie der Weg zur deutschen Atombombe aussehen k&ouml;nnte&ldquo; &ndash; Nein, wie der Weg in den Abgrund aussieht<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145703\">NachDenkSeiten<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ein Land als Kasernenhof<\/strong><br>\nDie Vorbereitung auf milit&auml;rische T&ouml;tungsvorg&auml;nge wird nach und nach zum Hauptdaseinszweck der ehemaligen Kulturnation Deutschland erhoben.<br>\nW&auml;hrend wir alle weiterhin unserem gewohnten Alltagstrott gem&uuml;tlich nachgehen, wird hinter unserem R&uuml;cken unser Land auf allen Ebenen &bdquo;kriegst&uuml;chtig&ldquo;, nein: &bdquo;kampfkr&auml;ftig&ldquo; gemacht. Geht diese Entwicklung ungehindert so weiter, dann werden wir in wenigen Jahren Deutschland &mdash; auch ohne Krieg &mdash; nicht mehr wiedererkennen. Die sogenannte Zeitenwende wird nicht nur aufdringliche Dauerpr&auml;senz alles Milit&auml;rischen im &ouml;ffentlichen Raum bewirken, alle anderen Lebensbereiche werden zugunsten der Kriegsvorbereitung zur Ader gelassen. Auch Zivilisten wird &mdash; zumindest mental &mdash; eine Art Soldatenmentalit&auml;t zwangsverordnet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.manova.news\/artikel\/ein-land-als-kasernenhof\">Leo Ensel auf Manova<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Evangelische Kirchenleitung f&uuml;r &bdquo;Kriegst&uuml;chtigkeit&ldquo;<\/strong><br>\nDie Kritik am neuen staats- und milit&auml;rnahen Kurs der EKD rei&szlig;t nicht ab. &ndash; Ein Sammelband erschlie&szlig;t jetzt 35 Widerworte aus kirchlichen Initiativen, Publizistik, Friedensbewegung, Wissenschaft und christlicher Basis<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/top-story\/evangelische-kirchenleitung-fuer-kriegstuechtigkeit\/\">Overton Magazin<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Niedriger Gasspeicher-F&uuml;llstand: Wirtschaftsministerin Reiche beschwichtigt<\/strong><br>\nDer F&uuml;llstand der deutschen Gasspeicher befindet sich auf einem historischen Tiefstand, doch Sorgen macht sich die Politik dennoch keine. Ende Januar lagen die F&uuml;llst&auml;nde unter 35 Prozent, deutlich unter dem langj&auml;hrigen Durchschnitt und Vergleichszahlen aus anderen EU-L&auml;ndern. Das geht aus aktuellen Meldungen hervor. Branchenvergleiche zeigen deutlich h&ouml;here Speicherst&auml;nde in Spanien, Italien oder Polen.<br>\nDennoch sieht Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) keinen akuten Handlungsbedarf. Am Rande einer Saudi-Arabien-Reise erkl&auml;rte sie, die niedrigen Speicherst&auml;nde seien kein Anlass zur Sorge. Deutschland beobachte die Lage t&auml;glich, und die Versorgung sei auch &uuml;ber Importe von Fl&uuml;ssiggas (LNG) gesichert. Sie sei &uuml;berzeugt, dass das Land gut durch den Winter komme, versicherte die Ministerin.<br>\nDie Bundesnetzagentur schlie&szlig;t sich dieser Einsch&auml;tzung an. Beh&ouml;rdenpr&auml;sident Klaus M&uuml;ller betonte gegen&uuml;ber Medien, es sei nicht mit einer Mangellage zu rechnen. Die Gasversorgung in Deutschland bleibe stabil. Die Gefahr ernsthafter Versorgungsengp&auml;sse sch&auml;tze man derzeit als gering ein.<br>\nAu&szlig;erhalb der Bundesregierung und den ihr nachgeordneten, weisungsgebundenen Beh&ouml;rden sieht man das jedoch anders.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/fromrussiawithlove.rtde.world\/inland\/269019-niedriger-gasspeicher-fuellstand-wirtschaftsministerin-reiche\/%20\">RT DE<\/a>\n<p>dazu: <strong>Gasspeicher auf Tiefstand: Jetzt will Deutschland EU-Vorgaben neu ordnen<\/strong><br>\nGasspeicher fallen auf 32 Prozent und unterschreiten die EU-Zielmarke. Nun pr&uuml;ft die Merz-Regierung, wie Gasvorsorge ohne Pflichtziele funktionieren soll.<br>\nDer Winter dr&uuml;ckt Europas Gasspeicher deutlich nach unten. Nach aktuellen Daten von Gas Infrastructure Europe (GIE\/AGSI) lag der durchschnittliche F&uuml;llstand der EU-Gasspeicher am 31. Januar 2026 bei 41,13 Prozent &ndash; so niedrig zu diesem Zeitpunkt seit der Energiekrise 2022 nicht mehr. In Deutschland ist die Lage noch angespannter: Am 1. Februar waren die Speicher nur noch zu 32,44 Prozent gef&uuml;llt, nach rund 56 Prozent zu Jahresbeginn.<br>\nDie Zahlen zeigen keinen akuten Engpass, aber sie ver&auml;ndern den Handlungsdruck. Zus&auml;tzliche Gasimporte flie&szlig;en derzeit vor allem in den Verbrauch, nicht in den Wiederaufbau der Speicher. Trotz h&ouml;herer Liefermengen bleibt der Puffer gering.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/gasspeicher-auf-tiefstand-jetzt-will-deutschland-eu-vorgaben-neu-ordnen-li.10017030\">Berliner Zeitung<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Abh&auml;ngig von US-Gas &ndash; Die EU redet sich neue Risiken sch&ouml;n<\/strong><br>\nTraditionell bedeutet Diversifizierung, Risiken zu streuen und Abh&auml;ngigkeiten von einzelnen Lieferanten, Routen oder Technologien zu begrenzen. Aber die am vergangenen Montag verabschiedete EU-Verordnung reduziert Diversifizierung auf ein einziges Kriterium: &bdquo;nicht aus Russland&ldquo;. Dies impliziert, dass selbst eine vollst&auml;ndige Abh&auml;ngigkeit von einem einzelnen Drittstaat ein Erfolg w&auml;re, solange er nicht Russland hei&szlig;t.<br>\nDiese begriffliche Verschiebung verschleiert die rasant wachsende Gasabh&auml;ngigkeit Europas von seinem neuen Hauptlieferanten: den USA.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/meinung\/global-challenges\/gastkommentar-abhaengig-von-us-gas-die-eu-redet-sich-neue-risiken-schoen\/100195201.html\">Handelsblatt<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Drohende Gasmangellage &ndash; Wette ohne Netz und doppelten Boden<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145753\">NachDenkSeiten<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>EU-Erweiterung ohne Konsens<\/strong><br>\nWie der Ukraine-Beitritt die inneren Bruchlinien der Europ&auml;ischen Union freilegt.<br>\nDie Europ&auml;ische Union steht vor einer Entscheidung, die gr&ouml;&szlig;er ist als die Frage eines weiteren Mitgliedstaates. Der m&ouml;gliche Beitritt der Ukraine ist kein gew&ouml;hnlicher Erweiterungsschritt, sondern ein politischer Kipppunkt. Er ber&uuml;hrt die Grundstruktur der EU, ihre &ouml;konomische Tragf&auml;higkeit, ihre institutionelle Funktionsweise und ihren inneren Zusammenhalt. Dennoch wird diese Debatte zunehmend nicht mehr als offene politische Abw&auml;gung gef&uuml;hrt, sondern als moralische Selbstverpflichtung. Genau darin liegt das Problem.<br>\nErweiterung war historisch immer ein politisches Projekt mit klaren Bedingungen. Staaten wurden aufgenommen, wenn sie institutionell, wirtschaftlich und rechtlich anschlussf&auml;hig waren. Der Prozess war langwierig, konfliktreich und von gegenseitigen Anpassungen gepr&auml;gt. Erweiterung war kein Akt der Solidarit&auml;t, sondern ein Tausch: Marktzugang, Stabilit&auml;t und politische Einbindung gegen Reformen, Anpassung und Souver&auml;nit&auml;tsverzicht. Dieser Mechanismus bildete die Grundlage f&uuml;r die Handlungsf&auml;higkeit der Union.<br>\nIm Fall der Ukraine verschiebt sich dieser Rahmen grundlegend.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/hintergrund\/politik\/eu-erweiterung-ohne-konsens\/\">G&uuml;nther Burbach auf Overton Magazin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Das Vertrauen in den Westen zerbricht<\/strong><br>\nDie Sicherheitsarchitektur in Syrien erodiert. Internationale Schutzmechanismen werden zur&uuml;ckgefahren, Machtverh&auml;ltnisse verschieben sich, neue milit&auml;rische Akteure gewinnen an Einfluss. Besonders brisant ist die Lage der IS-Gef&auml;ngnisse. Ein Zusammenbruch dieser Strukturen w&uuml;rde vor allem den Irak unmittelbar destabilisieren &ndash; denn Tausende der Inhaftierten stammen aus irakischen St&auml;dten und Regionen, darunter Mossul und die Ninive-Ebene.<br>\nGerade dort, in Mossul und Sinjar (&#350;engal), also in den historischen Siedlungsgebieten der Jesiden, versch&auml;rft sich die Lage erneut. Teile dieser Regionen werden inzwischen von pro-iranischen schiitischen Milizen der Hashd al-Shabi kontrolliert. Sie stehen in einem gewaltsamen Konkurrenzverh&auml;ltnis zu sunnitischen Akteuren, ehemaligen IS-Netzwerken und regionalen Machtinteressen. Diese Konflikte destabilisieren Irak und Syrien weiter &ndash; und machen Jesiden erneut zu Zielscheiben.<br>\nHinzu kommt eine politische Entwicklung, die f&uuml;r Minderheiten besonders zerst&ouml;rerisch wirkt: Die USA ziehen sich faktisch vom Schutz der Kurden zur&uuml;ck und unterst&uuml;tzen zunehmend die sogenannte syrische Interimsregierung unter Ahmed al-Scharaa. F&uuml;r Kurden, Jesiden und andere Minderheiten wird damit ein jahrzehntelanges, ohnehin fragiles Sicherheitsversprechen aufgek&uuml;ndigt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/ueberm-kesselrand\/774\/das-vertrauen-in-den-westen-zerbricht-10703.html\">Kontext:Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Zahl der Todesopfer in Gaza: Leugnen, bis es nicht mehr geht<\/strong><br>\nDie israelische Armee r&auml;umt nun die Zahl 70.000 Get&ouml;teter in Gaza ein. Die Kommunikationsstrategie der IDF folgt einer Propagandalogik.<br>\nJahrelang haben viele deutsche Medien die Opferzahlen aus dem Gazastreifen unter Vorbehalt gestellt. Das Gesundheitsministerium werde &bdquo;von der Hamas kontrolliert&ldquo;, die Zahlen k&ouml;nne man nicht unabh&auml;ngig &uuml;berpr&uuml;fen, hie&szlig; es. Dabei hielten viele Experten, auch die UN, die Zahlen f&uuml;r plausibel. Denn das Gesundheitsministerium in Gaza listet die Toten mit Namen, Identifikationsnummer, Alter und Geschlecht auf. Das l&auml;sst sich gut &uuml;berpr&uuml;fen, doch gerade in Deutschland wollten das viele nicht wahrhaben.<br>\nJetzt hat die israelische Armee best&auml;tigt, dass rund 70.000 Menschen im Gazastreifen get&ouml;tet wurden. Das folgt der Propagandalogik: Zahlen leugnen und Quellen in Zweifel ziehen &ndash; und Verbrechen erst dann einr&auml;umen, wenn die Indizien erdr&uuml;ckend sind oder weil sich die Aufmerksamkeit l&auml;ngst verlagert hat. Die tats&auml;chliche Zahl k&ouml;nnte noch h&ouml;her liegen:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Zahl-der-Todesopfer-in-Gaza\/!6150835\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Achtung, gef&auml;hrliche Testballons!<\/strong><br>\nKrankentage, Lifestyle-Teilzeit, Zahnleistungen: Die Union l&auml;sst Ballons steigen, um zu testen, wie weit der Sozialkahlschlag gehen kann [&hellip;]<br>\nAls w&uuml;rde die Wirtschaft nach f&uuml;nf Jahren Krise angekurbelt, wenn Besch&auml;ftigte Verzicht &uuml;ben und den G&uuml;rtel enger schnallen.<br>\nDer Auffassung mag sein, wer sich im Internet in den rechten Blasen von Bitcoinbros, Nius und Radikallibert&auml;ren verl&auml;uft. Oder die interessensgetriebene Propaganda von Arbeitgeber-Lobbyisten f&uuml;r bare M&uuml;nze nimmt. Nicht aber wer sich mit den Zahlen, Daten, Fakten besch&auml;ftigt.<br>\nDie sehen n&auml;mlich so aus: In f&uuml;nf Jahren Krise sind 600.000 Arbeitspl&auml;tze verloren gegangen, die Arbeitslosenzahl von 2,4 auf drei Millionen gestiegen. Und das ist schon nur die sch&ouml;ngerechnete offizielle Zahl. Selbst unter Akademikern hat sich die Arbeitslosigkeit fast verdoppelt, von 187.000 im Jahr 2019 auf 335.000 im letzten Jahr. Das gleiche Bild bei Akademikern unter 30 Jahren: 2019 waren 25.000 ohne Job, 2025 rund 45.000. Es h&auml;ufen sich die Berichte von Einser-Abiturienten, die ihr Chemie-, Ingenieur &ndash; oder IT-Studium mit Bestnoten abgeschlossen haben und jetzt hunderte Bewerbungen schreiben m&uuml;ssen, um einen halbwegs passenden Job zu finden. Was auch daran liegt, dass sich die Zahl an offenen Stellen in den Firmen seit 2022 von zwei Millionen auf eine Million halbiert hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.geldfuerdiewelt.de\/p\/achtung-gefahrliche-testballons-cdu-merz-teilzeit-lifestyle-krankentage\">Maurice H&ouml;fgen<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Es muss wehtun<\/strong><br>\nNur bei privater Zahlung zum Zahnarzt, fordert der CDU-Wirtschaftsrat, und l&ouml;st einen Wutschrei aus. Selbst die Bundesregierung will das angeblich noch nicht.<br>\nDer CDU-Wirtschaftsrat schwenkte am Sonntag mal wieder die Sozialabrissbirne und erntete Emp&ouml;rung. Der als Parteigliederung getarnte Lobbyverein preschte mit einem Streichkatalog unter dem Titel &raquo;Agenda f&uuml;r die Arbeitnehmer in Deutschland&laquo; vor und geriet vor allem mit der Forderung, Zahnarztbehandlungen aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen zu nehmen, in die Schlagzeilen. Das gleiche soll ihm zufolge f&uuml;r Unf&auml;lle auf Arbeitswegen gelten, au&szlig;erdem soll die Bezugsdauer von Arbeitslosengeld auf ein Jahr begrenzt und die Rente durch verschiedene Einschr&auml;nkungen &ndash; vor allem durch ein erh&ouml;htes geetzliches Renteneintrittsalter &ndash; gek&uuml;rzt werden. Die hemmungslose Schn&ouml;selei verst&ouml;rte einen guten Monat vor den Landtagswahlen in Baden-W&uuml;rttemberg auch Teile der CDU.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/516783.sozialstaat-es-muss-wehtun.html\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Vorschl&auml;ge vom Wirtschaftsrat: Eine Abrechnung<\/strong><br>\nImmer wenn man denkt, respektloser geht es nicht mehr, kommt von irgendwo ein Wirtschaftsrat daher. Nicht genug damit, dass sich die Besch&auml;ftigten in den letzten Wochen Vorw&uuml;rfe zu ihrem Arbeitswillen und zu vieler Krankentage anh&ouml;ren mussten. Nun hat der Wirtschaftsrat, ein CDU-naher bundesweit organisierter unternehmerischer Berufsverband, steuer- und sozialpolitische Vorschl&auml;ge pr&auml;sentiert, die direkt dem neoliberalen Giftschrank entsprungen sind. Und als Gipfel der Dreistigkeit werden diese noch als &bdquo;Agenda f&uuml;r die Arbeitnehmer&ldquo; betitelt. Worte bedeuten nichts mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/niedersachsen-bremen-sachsenanhalt.dgb.de\/aktuelles\/news\/vorschlaege-vom-wirtschaftsrat-eine-abrechnung\/\">DGB Niedersachsen #schlaglicht<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Modernisierte Sklavenarbeit, millionenfach,<\/strong><br>\nEs gibt eine modernisierte millionenfache Sklavenarbeit, die st&auml;ndig ausgeweitet und gleichzeitig verdr&auml;ngt wird. Gegenw&auml;rtig stoppt die EU das ohnehin schwache Lieferkettengesetz, mit Unterst&uuml;tzung durch die deutsche Regierung unter dem unchristlichen Bundeskanzler Friedrich Merz, dem Ex-BlackRock-Funktion&auml;r.<br>\nDiese modernisierte Sklavenarbeit wird f&uuml;r die entwickeltsten Technologien aus den kapitalistischen Staaten, v.a. aus den USA, ausgelagert in arme Staaten aller Kontinente. Dies gilt nicht nur f&uuml;r die Textil- und Nahrungsmittelkonzerne, sondern ungleich mehr etwa f&uuml;r die Produktion der Digitalger&auml;te wie laptops, Handys, f&uuml;r &bdquo;L&ouml;scharbeiten&ldquo; in den (a)sozialen Medien, f&uuml;r e-Autos, f&uuml;r Roboter-Steuerung und KI-tools.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/gewerkschaftliche-linke-berlin.de\/64422-2\/\">Werner R&uuml;gemer auf Forum gewerkschaftliche Linke Berlin<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/gewerkschaftsforum.de\/modernisierte-sklavenarbeit-millionenfach-global\/\">Gewerkschaftsforum<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Der Autorit&auml;re Block: Die Verflechtung von Big Tech und Staatsmacht<\/strong><br>\nEin neues Projekt deckt die Infrastruktur techno-oligarchischer Kontrolle auf &ndash; und zeigt, warum Europa handeln muss. Von Francesca Bria<br>\nEnde Juli 2025 unterzeichnete das US-Milit&auml;r ohne viel Aufhebens einen der umfangreichsten R&uuml;stungsvertr&auml;ge der US-amerikanischen Geschichte. Mit einem Zehn-Milliarden-Dollar-Deal wurde die Kontrolle &uuml;ber Nachrichtendienste im Kriegseinsatz, R&uuml;stungslogistik, innere Sicherheit und Systeme zur Einwanderungs&uuml;berwachung in die H&auml;nde von Palantir Technologies gelegt: jenem Unternehmen zur Datenverarbeitung, das von dem Milliard&auml;r Peter Thiel mitbegr&uuml;ndet wurde. Offiziell als Reform f&uuml;r effizientere B&uuml;rokratie pr&auml;sentiert, &uuml;bertrug der Vertrag in Wahrheit Kernaufgaben der Bereiche Sicherheit und Souver&auml;nit&auml;t an ein Privatunternehmen, dessen Gr&uuml;nder offen erkl&auml;rt hat, dass &bdquo;Freiheit und Demokratie nicht l&auml;nger miteinander vereinbar sind&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rosalux.de\/news\/id\/54438\">Rosalux<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. 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