{"id":1460,"date":"2006-08-14T16:37:57","date_gmt":"2006-08-14T14:37:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/v2\/?p=1460"},"modified":"2006-08-24T16:48:21","modified_gmt":"2006-08-24T14:48:21","slug":"hinweise-des-tages-70","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=1460","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><strong>&ldquo;Qualifizierung f&ouml;rdern, nicht das Finanzkapital&rdquo;<\/strong><br>\nDas Renteneintrittsalter sollte erst dann heraufgesetzt werden, wenn die Arbeitsmarktlage, vor allem f&uuml;r &auml;ltere Arbeitnehmer, deutlich besser geworden ist, fordert der Bremer Rentenexperte Winfried Schm&auml;hl. Der Staat sollte das Geld, mit dem die private Altersvorsorge gef&ouml;rdert wird, besser in die Weiterqualifizierung der Besch&auml;ftigten stecken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vdi-nachrichten.com\/vdi_nachrichten\/aktuelle_ausgabe\/akt_ausg_detail.asp?source=volltext&amp;cat=1&amp;id=28746\">VDI-Nachrichten<\/a><\/li>\n<li><strong>Berufsunf&auml;higkeitsversicherung: Mehr Antr&auml;ge abgelehnt<\/strong><br>\nRiesters Rentenreform zeigt &uuml;ble Nachwehen: Nachdem die gesetzliche Berufsunf&auml;higkeitsversicherung als Sparma&szlig;nahme 2001 abgeschafft wurde, sollte eine private Absicherung die Versorgungsl&uuml;cke schlie&szlig;en. Doch die Versicherungen lehnen immer mehr Antr&auml;ge ab, meldet die Tageszeitung &bdquo;Die Welt&ldquo;. W&auml;hrend die Annahmequote 2001 noch bei gut 93 Prozent lag, ist sie 2003 auf etwa 87 Prozent gesunken. Die Branche sei vorsichtig geworden und selektiere h&auml;rter: Neben handwerklichen Berufen wie Maurer oder Fliesenleger, gelten inzwischen auch Lehrer oder Mitarbeiter aus Unternehmen mit bekannterma&szlig;en hohem Personal&uuml;berhang zu Hochrisiko-Gruppen, die h&auml;ufiger abgelehnt werden w&uuml;rden, hei&szlig;t es.<br>\nQuelle1: <a href=\"http:\/\/www.vdi-nachrichten.com\/vdi_nachrichten\/aktuelle_ausgabe\/akt_ausg_detail.asp?source=volltext&amp;cat=1&amp;id=28746\">WDR<\/a><br>\nQuelle2: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/data\/2006\/08\/07\/988660.html\">Der darin zitierte WELT-Artikel<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>BP-Chef Browne soll von marodem &Ouml;lfeld gewusst haben<\/strong><br>\nBP ger&auml;t wegen offensichtlicher Vers&auml;umnisse bei der Wartung seiner Pipeline in Alaska unter Druck. US-Politiker erheben schwere Vorw&uuml;rfe gegen den britischen &Ouml;lkonzern.<br>\nQuelle1:<a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/news\/default.aspx?_p=200038&amp;_t=ft&amp;_b=1118884\"> Handelsblatt<\/a><br>\nQuelle2: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/news\/default.aspx?_p=200038&amp;_t=ft&amp;_b=1120072\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>Manager mit Vollkaskomentalit&auml;t<\/strong><br>\nVW-Betriebsr&auml;te fahren auf Lustreisen, feiern Sexparties, kaufen teure Geschenke. Alles auf Firmenkosten. Verantwortlich damals: Unter anderem Personalvorstand Peter Hartz. Auch, wenn er sie nie pers&ouml;nlich gesehen haben will, die Abrechnungen des frivolen Treibens gingen &uuml;ber seine Kostenstelle. Einstehen muss Peter Hartz daf&uuml;r offenbar nicht. Denn jetzt zahlt eine Versicherung. Die Kosten f&uuml;r die Orgien sollen rund 4,5 Millionen Euro betragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndrtv.de\/panorama\/data\/panorama_manager.pdf\">Panorama [PDF &ndash; 70 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Mobben und mahnen<\/strong><br>\nEntgeltdumping, innerbetriebliches Mobbing, arbeitsrechtliche Verst&ouml;&szlig;e, Torpedieren von Betriebsratsgr&uuml;ndungen und von Betriebsratsarbeit &ndash; die ver.di-Klageliste gegen die Firma &raquo;Porto Sparen im Norden&laquo; ist lang.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nd-online.de\/artikel.asp?AID=95257&amp;IDC=3\">ND Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Bayern muss finanzielle Verstrickung kl&auml;ren<\/strong><br>\nUrteil: CSU-Staatsregierung darf Ausk&uuml;nfte &uuml;ber Subventionen f&uuml;r die Wirtschaft nicht l&auml;nger verweigern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/pt\/2006\/08\/11\/a0171.1\/text.ges,1\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Strenge Abschiebungen<\/strong><br>\nDie geplante Bleiberechts-Regelung f&uuml;r l&auml;nger in Deutschland lebende Fl&uuml;chtlinge f&uuml;hrt nach Einsch&auml;tzung der Organisation Pro Asyl derzeit vermehrt zu Abschiebungen. Man erlebe einen &ldquo;gnadenlosen Sommer der Abschiebungen&rdquo;, erkl&auml;rt Pro Asyl.<br>\nQuelle: <em>Nicht mehr erreichbar (23.08.2006)<\/em><\/li>\n<li><strong>Studium als Humankapitalinvestition<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/artikel.php?pr=2368\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><strong>Gesundheitsreform 2006: Durchwursteln als Strategie<\/strong><br>\nEs ist bemerkenswert, wie penetrant das neoliberale Dogma von den &bdquo;zu hohen Lohnnebenkosten&ldquo; die fachliche wie auch die &ouml;ffentliche Debatte um die Gesundheitsreform 2006 bestimmt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/artikel.php?pr=2362\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>So wird Sachzwang gebaut<\/strong><br>\nDie Hochschulreform zeigt, wie aus den Empfehlungen informeller Kreise rechtsbindende Beschl&uuml;sse werden k&ouml;nnen. Der Bologna-Prozess ist durch nichts demokratisch legitimiert. &Uuml;ber den Bonapartismus der vereinigten Exekutivgewalten Europas.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/pt\/2006\/08\/12\/a0147.1\/text.ges,1\">TAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Arbeitslose sterben fr&uuml;her<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/public\/article\/nachrichten\/wissenschaft\/medizin\/347099\">Rheinische Post<\/a><\/li>\n<li><strong>Das Land der B&ouml;rsenmuffel. Aktion&auml;re auf der Flucht<\/strong><br>\nDie Deutschen gehen lieber auf Nummer Sicher. Nur noch 15,3% der Bev&ouml;lkerung besitzen Wertpapiere. Das Aktieninstitut sieht deshalb Steuerpolitiker gefordert. So beginnt ein Artikel der S&uuml;ddeutschen Zeitung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/artikel\/486\/82404\/\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em>Anmerkung (AM): In diesem Beitrag, der sich auf &Auml;u&szlig;erungen des Leiters des Aktieninstituts, R&uuml;diger von Rosen, st&uuml;tzt, wird unterschwellig der Eindruck vermittelt, als sei die Anlage in Aktien eine gesellschaftspolitisch besonders w&uuml;nschenswerte Form des Sparens. Dabei werden die Leser wie immer bei diesem Thema get&auml;uscht, wenn formuliert wird: &ldquo;Wir brauchen eine Steuerpolitik, die den Kapitalmarkt wie auch die betriebliche und private Altersvorsorge f&ouml;rdert und nicht die Anleger aus dem Produktivkapital vertreibt&ldquo;, forderte Rosen. Hier wird wie &uuml;blich zum einen f&uuml;r die private Altersvorsorge geworben, zum andern der Eindruck erweckt, als w&uuml;rde der normale Sparer nicht in Produktivkapital investieren. Dabei wird &uuml;bersehen, dass die gesammelten Spargroschen, wenn sie &uuml;ber die so genannte Kredittransformation von einer Sparkasse oder einer Bank als Kredite an Unternehmen oder auch Gemeinden weitergereicht werden, selbstverst&auml;ndlich in Produktivkapital angelegt werden. Die Anlage in Aktien unterscheidet sich qualitativ nicht. Im Gegenteil: Sie kostet in der Regel mehr, weil ein Rattenschwanz von Mitverdienern &ndash; B&ouml;rsen, Makler, Broker &ndash; beteiligt ist. Dennoch wird die Anlage in Aktien hochgelobt, auch mit Wortsch&ouml;pfungen wie &bdquo;Aktienkultur&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Raffelh&uuml;schen, mal wieder: Die Armen liegen eben auf der falschen Seite der statistischen Varianz und daran sind sie selbst schuld.<\/strong><br>\n&bdquo;Noch nie ging es den Armen oder Durchschnittlichen oder Reichen in diesem Land so gut wie heute &ndash; und noch nie haben wir uns ein so bigottes Verh&auml;ltnis uns selbst gegen&uuml;ber geleistet.&ldquo;<br>\n&bdquo;Wenn aber die Unterqualifizierten nicht mehr ihr gottgegebenes &ldquo;Schicksal&rdquo; verantwortlich machen k&ouml;nnen, sondern einen immer gr&ouml;&szlig;er werdenden Teil sich selbst zuschreiben m&uuml;ssen, dann ist es wirklich an der Zeit, sich einen anderen Grund f&uuml;r die Unschuld zu suchen. Wie w&auml;re es da mit zunehmender Erwerbsunf&auml;higkeit oder schlicht der Depression, die einen morgens um 6.30 Uhr beim ersten Bier in der Bahnhofsgastst&auml;tte &uuml;berkommt? An all dem ist man ja keinesfalls selbst schuld &hellip;&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/data\/2006\/08\/12\/994387.html\">Die Welt<\/a>\n<p><em>Anmerkung: Fragt sich nur, warum die Schere zwischen arm und reich immer sich immer weiter &ouml;ffnet? Ansonsten spricht das in diesem Beitrag zu Tage tretende Weltbild des Finanzwissenschaftlers f&uuml;r sich selbst.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Joschka Fischer: Vom Krieg zum Frieden.<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/print_commentary\/fischer3\/German\">www.project-syndicate.org<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Konjunktur statt &bdquo;Strukturreformen&ldquo;<\/strong><br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.fr-aktuell.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=946316&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/kommentare_aus_der_zeitung&amp;em_ivw=fr_kommentar&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1\">FR<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/leitartikel\/103787.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em>Anmerkung: Bei manchen d&auml;mmert es allm&auml;hlich. Bei Sievers wie bei Fricke ist die Konjunktur sozusagen &uuml;ber uns gekommen wie ein warmer Regen. Auf den Gedanken einer aktiven Konjunkturpolitik kommen sie leider immer noch nicht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-1460","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1460","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1460"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1460\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1460"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1460"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1460"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}