{"id":146361,"date":"2026-02-18T09:00:10","date_gmt":"2026-02-18T08:00:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=146361"},"modified":"2026-02-18T16:36:28","modified_gmt":"2026-02-18T15:36:28","slug":"spd-im-suedwesten-muss-mitgliederliste-herausgeben-urteil-gibt-parteimitgliedern-von-der-initiative-mehr-diplomatie-wagen-recht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=146361","title":{"rendered":"SPD im S\u00fcdwesten muss Mitgliederliste herausgeben \u2013 Urteil gibt Parteimitgliedern von der Initiative \u201eMehr Diplomatie wagen\u201c recht"},"content":{"rendered":"<p>Das Landgericht Stuttgart hat nach l&auml;ngerem Rechtsstreit ein aufsehenerregendes Urteil gef&auml;llt: Der SPD-Landesverband muss die Mail-Adressen seiner rund 30.000 Mitglieder im S&uuml;dwesten herausgeben, damit die Initiatoren von &bdquo;Mehr Diplomatie wagen&ldquo;[<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=146361#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>] ihre friedenspolitischen Positionen in der Partei bekannt machen und f&uuml;r ihre Veranstaltungen werben k&ouml;nnen. Geklagt hatten im April 2024 zw&ouml;lf baden-w&uuml;rttembergische SPD-Mitglieder. Ihnen geht es l&auml;ngst um Grunds&auml;tzliches: um die Beteiligung von Mitgliedern an der demokratischen Willensbildung in ihrer Partei. Von<strong> Volker Rekittke<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_5891\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-146361-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260218-SPD-muss-Mitgliederliste-herausgeben-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260218-SPD-muss-Mitgliederliste-herausgeben-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260218-SPD-muss-Mitgliederliste-herausgeben-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260218-SPD-muss-Mitgliederliste-herausgeben-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=146361-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260218-SPD-muss-Mitgliederliste-herausgeben-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"260218-SPD-muss-Mitgliederliste-herausgeben-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>F&uuml;r den SPD-Landesverband Baden-W&uuml;rttemberg endete das Jahr 2025 mit einer empfindlichen juristischen Niederlage &ndash; und zwar ausgerechnet gegen eine Gruppe eigener Parteigenossinnen und -genossen. Die wollten urspr&uuml;nglich nur Informationen ihrer Initiative <a href=\"https:\/\/mehr-diplomatie-wagen.de\/\">&bdquo;Mehr Diplomatie wagen&ldquo;<\/a> &uuml;ber die Kan&auml;le der Landespartei verschicken lassen und per E-Mail zu ihren Veranstaltungen einladen, etwa mit Brigadegeneral a. D. Erich Vad, mit dem SPD-Bundestagsabgeordneten Ralf Stegner, mit Verdi-Landeschef Martin Gross oder dem Historiker Prof. Peter Brandt, Sohn von SPD-Legende Willy Brandt, der in seiner ersten Regierungserkl&auml;rung als Bundeskanzler im Herbst 1969 den ber&uuml;hmten Satz gesagt hatte: &bdquo;Wir wollen mehr Demokratie wagen.&ldquo;<\/p><p>Um innerparteiliche Demokratie, um Mitsprache der Basis bei der so wichtigen Debatte um Krieg und Frieden ging es letztlich auch der Gruppe aus dem S&uuml;dwesten. Doch weil die Parteif&uuml;hrung sich partout weigerte, zogen zw&ouml;lf linke Sozialdemokraten schlie&szlig;lich vors Landgericht in Stuttgart &ndash; und gewannen nun auf ganzer Linie.<\/p><p>Nachdem sich das Verfahren seit Klageerhebung im April 2024 sehr in die L&auml;nge gezogen hatte, kam kurz vor Weihnachten, am 19. Dezember 2025, das Urteil aus Stuttgart. Das d&uuml;rfte &ndash; so es denn Bestand vor der n&auml;chsth&ouml;heren Instanz hat &ndash; von grundlegender Bedeutung nicht nur f&uuml;r die SPD, sondern f&uuml;r alle Parteien in Deutschland sein, von der CDU bis zum BSW. &bdquo;Der Beklagte wird verurteilt, an die Kl&auml;gerinnen und Kl&auml;ger eine Liste mit den Namen und den vorhandenen E-Mail-Anschriften der ihm angeh&ouml;renden Mitglieder in elektronischer Form zu &uuml;bermitteln&ldquo;, hei&szlig;t es im Urteil (Aktenzeichen 15 O 131\/24).<br>\nDer Aufruf &bdquo;Mehr Diplomatie wagen&ldquo; zur Beilegung des Ukraine-Krieges wurde mittlerweile von rund 1.200 Sozialdemokraten und Gewerkschaftern aus ganz Deutschland unterzeichnet. Ver&ouml;ffentlicht hatte ihn eine Gruppe namhafter Sozialdemokraten aus dem S&uuml;dwesten &ndash; darunter der Ehrenpr&auml;sident des Club of Rome Ernst Ulrich von Weizs&auml;cker &ndash; bereits 2023. Darin hei&szlig;t es:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Alle M&ouml;glichkeiten, die Kriegsparteien an den Verhandlungstisch zu bringen, humanit&auml;re Erleichterungen zu erm&ouml;glichen, Vertrauen zu stiften und nach einer Friedensl&ouml;sung zu suchen, sollen genutzt werden.<\/em>&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Die Erinnerung an die Erfolge sozialdemokratischer Entspannungspolitik und diplomatischer Initiativen in den 1960er- und 1970er-Jahren kam zur rechten Zeit. Anfang 2024 berichtete die <em>New York Times<\/em> unter der &Uuml;berschrift &bdquo;Biden&rsquo;s Armageddon Moment&ldquo;[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>], dass die russischen Streitkr&auml;fte den Einsatz taktischer Atomwaffen im Oktober 2022 angesichts vorr&uuml;ckender ukrainischer Truppen in Erw&auml;gung gezogen hatten[<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>]. SPD-Kanzler Olaf Scholz wusste offensichtlich von der Bedrohung &ndash; und sprach dar&uuml;ber mit der chinesischen Staatsf&uuml;hrung bei seinem Peking-Besuch Anfang November 2022.[<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>] Ebenjene Gefahr einer &bdquo;nuklearen Eskalation&ldquo; wird auch in dem Aufruf &bdquo;Mehr Diplomatie wagen&ldquo; benannt.[<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>]<\/p><p>Um ihre Positionen den rund 30.000 SPD-Parteimitgliedern im S&uuml;dwesten bekannt zu machen und eine m&ouml;glichst breite innerparteiliche Debatte &uuml;ber nukleare R&uuml;stungskontrolle oder &uuml;ber die geplante Stationierung von US-Mittelstreckenraketen auf deutschem Boden zu starten, baten die Initiatoren ihren Landesvorstand in Stuttgart, den Aufruf per E-Mail allen Genossinnen und Genossen im S&uuml;dwesten zukommen zu lassen &ndash; oder der Gruppe die Mail-Adressen zur Verf&uuml;gung zu stellen.<\/p><p>Im Namen des Pr&auml;sidiums lehnte Generalsekret&auml;r Sascha Binder das ab: &bdquo;Jede Gliederung der Partei kann die Mitglieder in dem jeweiligen Zust&auml;ndigkeitsbereich &uuml;ber die aktuelle Beschlusslage informieren. So werden Beschl&uuml;sse des Landesvorstandes oder eines Landesparteitags an alle Mitglieder des Landesverbandes versendet. Ein Beschluss eines Ortsvereinsvorstandes beispielsweise durch unsere Regionalzentren an die Mitglieder des Ortsvereins&ldquo;, so Binder, der auch &bdquo;datenschutzrechtliche Probleme&ldquo; anf&uuml;hrt, und schlie&szlig;lich:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Es steht jedem Mitglied frei, sich im Rahmen einer Mitgliederversammlung einzubringen und dort Antr&auml;ge und auch Aufrufe vorzustellen und durchzusetzen<\/em>.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Gleiche Chancen<\/strong><\/p><p>&bdquo;Von der SPD in Land und Bund bekomme ich jede Woche ein bis zwei Mails mit Positionen von Abgeordneten, Ministern oder der Partei, auch mal Einladungen zu Veranstaltungen. Aber wenn wir unsere Initiative in der Landespartei bekannt machen wollen, geht das nicht&ldquo;, sagt Wolfgang D&auml;ubler, einer der zw&ouml;lf Kl&auml;ger. Der Landesvorstand verweise die Gruppe um &bdquo;Mehr Diplomatie wagen&ldquo; an die Ortsvereine, so der unter Betriebsr&auml;ten und Gewerkschaftern bekannte Arbeitsrechtler, der seit 55 Jahren Mitglied der SPD ist:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Da k&ouml;nnten wir unsere Auffassungen vorbringen. Wenn man Gl&uuml;ck hat, sind dann ein paar Leute da und beschlie&szlig;en auch was Vern&uuml;nftiges. Das ist dann eine ganz kleine Initiative, die im Meer der Informationen untergeht. Gleiche Chancen h&auml;tte man nur, wenn man die Mitglieder per Mail erreichen k&ouml;nnte.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Nachdem einige Mails hin und her gegangen waren, verklagten am 10. April 2024 zw&ouml;lf langj&auml;hrige SPD-Mitglieder und Erstunterzeichner von &bdquo;Mehr Diplomatie wagen&ldquo; den SPD-Landesverband Baden-W&uuml;rttemberg auf &bdquo;&Uuml;berlassung einer Mitgliederliste&ldquo;, wie es in der Klageschrift hei&szlig;t. Zu den Kl&auml;gern geh&ouml;ren neben D&auml;ubler etwa der T&uuml;binger Rechtsanwalt und Aachener Friedenspreistr&auml;ger Holger Rothbauer, die ehemaligen Abgeordneten Rita Haller-Haid und Hilde Mattheis sowie der langj&auml;hrige Betriebsratsvorsitzende von Siemens in T&uuml;bingen, Ismayil Arslan, und der Ex-VHS-Leiter in Reutlingen, Ulrich Bausch.<\/p><p>In ihrer Klage argumentieren die Sozialdemokraten mit der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH), nach der jeder Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft oder auch einer Gesellschaft b&uuml;rgerlichen Rechts das Recht habe, &bdquo;Namen und Anschrift seiner Mitgesellschafter zu erfahren&ldquo; &ndash; im konkreten Fall ging es darum, eine au&szlig;erordentliche Gesellschafterversammlung einzuberufen. &bdquo;Davon k&ouml;nne &ndash; so der Bundesgerichtshof &ndash; nur Gebrauch gemacht werden, wenn man Namen und Anschriften der &uuml;brigen Gesellschafter kenne&ldquo;, hei&szlig;t es in der Klageschrift. Zudem wird auf ein weiteres BGH-Urteil von 2010 zum Vereinsrecht verwiesen:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Dem Mitglied eines Vereins steht ein Anspruch auf Offenbarung der Namen und Anschriften der Mitglieder des Vereins zu, wenn es ein berechtigtes Interesse darlegen kann, dem kein &uuml;berwiegendes Interesse des Vereins oder berechtigte Belange der Vereinsmitglieder entgegenstehen.&ldquo; (Aktenzeichen: II ZR 219\/09)<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Neuere Urteile, etwa des Oberlandesgerichts (OLG) Hamm von 2023 (8 U 94\/22 &ndash; juris), w&uuml;rden diese Rechtsprechung best&auml;tigen: Das OLG Hamm habe sogar betont, ein &bdquo;berechtigtes Interesse&ldquo; des Kl&auml;gers liege darin, dass er &bdquo;eine Opposition gegen die Politik des Vorstands organisieren&ldquo; m&ouml;chte.<\/p><p>&bdquo;Die Entscheidungen des Bundesgerichtshofs zu Kommanditgesellschaften und zu eingetragenen Vereinen betreffen &auml;hnlich gro&szlig;e oder sogar noch gr&ouml;&szlig;ere Gruppen von Gesellschaftern oder Mitgliedern&ldquo;, so Wolfgang D&auml;ubler:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Im Gesellschaftsrecht w&uuml;rde so mehr Demokratie und Mitbestimmung praktiziert als bei politischen Parteien &ndash; das kann doch wohl nicht wahr sein<\/em>.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Landesverband legt Berufung ein<\/strong><\/p><p>Das sah nun das Landgericht in Stuttgart in seinem Urteil ebenso. Das Interesse der Kl&auml;ger sei &bdquo;augenscheinlich darauf gerichtet, innerhalb der Partei eine Meinungs- und ggf. Mehrheitsbildung im politischen Diskurs &ndash; der einer politischen Partei gerade naturgem&auml;&szlig; innewohnt &ndash; zu einem bestimmten politischen Thema, hier der &sbquo;Friedenspolitik&lsquo;, zu f&ouml;rdern&ldquo;.<\/p><p>Doch weil man bei der SPD offensichtlich die Brisanz des Urteils erkannt hat, wird sich in der n&auml;chsten Instanz das Oberlandesgericht (OLG) Stuttgart mit dem Fall besch&auml;ftigen m&uuml;ssen. SPD-Landesgesch&auml;ftsf&uuml;hrer Rainer Hinderer best&auml;tigte auf Nachfrage, dass der Landesverband beim OLG Berufung eingelegt hat. &bdquo;Als SPD stehen wir f&uuml;r einen offenen und lebendigen innerparteilichen Diskurs&ldquo;, so Hinderer. Doch zugleich &bdquo;haben wir eine grunds&auml;tzliche Verantwortung gegen&uuml;ber unseren Mitgliedern und sch&uuml;tzen ihre Daten. Es ist jetzt zu kl&auml;ren, ob jedes einzelne Parteimitglied Anspruch darauf haben kann, die personenbezogenen Daten s&auml;mtlicher SPD-Mitglieder zu erhalten.&ldquo; Zum laufenden Verfahren nehme man &bdquo;keine weitere Stellung&ldquo;.<\/p><p>Die ehemalige SPD-Landtagsabgeordnete Rita Haller-Haid indes glaubt nicht, dass es der Partei wirklich um einen &bdquo;offenen und lebendigen innerparteilichen Diskurs&ldquo; geht, ebenso wenig um Datenschutz oder die Frage, ob jedem Parteimitglied auf Verlangen alle Mitglieder-Mailadressen ausgeh&auml;ndigt werden m&uuml;ssen. Zudem ihre Gruppe angeboten habe, dass die Adressdaten auch bei einem Provider deponiert werden k&ouml;nnten, &uuml;ber den eine Versendung von entsprechenden Aufrufen oder Veranstaltungsterminen in Zukunft m&ouml;glich sei.<\/p><p>Im Grunde solle eine von der Parteibasis ausgehende Diskussion &uuml;ber Krieg und Frieden verhindert werden, glaubt Rita Haller-Haid: &bdquo;Letztlich geht es um die Frage von Basisdemokratie in Parteien.&ldquo; Denn solch ein Pr&auml;zedenzfall k&ouml;nne durchaus Auswirkungen auch auf andere Themenfelder haben, etwa beim SPD-Mitgliederbegehren gegen die Abschaffung des B&uuml;rgergelds, erg&auml;nzt Jurist Wolfgang D&auml;ubler.<\/p><p>Haller-Haid ist &uuml;berzeugt, dass eine ehrliche, gern auch kontroverse Auseinandersetzung &uuml;ber eine Beendigung des Ukraine-Kriegs der SPD im derzeitigen baden-w&uuml;rttembergischen Landtagswahlkampf eher helfen w&uuml;rde:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Es gibt viele Leute, die uns nicht mehr w&auml;hlen, weil sie die SPD nicht mehr als Friedenspartei sehen &ndash; die Menschen erkennen doch den Zusammenhang zwischen Hochr&uuml;stung und leeren Kommunalkassen.<\/em>&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Die Umfragewerte im Land seien &bdquo;katastrophal&ldquo;, so die langj&auml;hrige Landtagsabgeordnete &ndash; zuletzt kam die SPD nur noch auf unter zehn Prozent. Bliebe es dabei, w&uuml;rde die Sozialdemokratie im S&uuml;dwesten am 8. M&auml;rz erstmals seit 1952 ein einstelliges Ergebnis einfahren &ndash; das w&auml;re noch einmal unter dem bereits verheerenden Resultat von 2016 mit 12,7 Prozent, seinerzeit beinahe eine Halbierung gegen&uuml;ber der Wahl von 2011 mit da immerhin noch 23,1 Prozent.[<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>]<\/p><p>F&uuml;r Wolfgang D&auml;ubler jedenfalls ist dieser Fall &bdquo;von grunds&auml;tzlicher Bedeutung&ldquo;:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Wenn wir letztinstanzlich gewinnen, hei&szlig;t das, dass die Willensbildung in den Parteien k&uuml;nftig nicht nur in erster Linie von oben nach unten, sondern deutlich st&auml;rker auch von unten nach oben stattfinden kann.<\/em>&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p><small>Titelbild: Skrypnykov Dmytro \/ Shutterstock<\/small><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] <a href=\"https:\/\/mehr-diplomatie-wagen.de\/\">mehr-diplomatie-wagen.de\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2024\/03\/09\/us\/politics\/biden-nuclear-russia-ukraine.html?smid=nytcore-ios-share&amp;referringSource=articleShare&amp;sgrp=c-cb\">nytimes.com\/2024\/03\/09\/us\/politics\/biden-nuclear-russia-ukraine.html?smid=nytcore-ios-share&amp;referringSource=articleShare&amp;sgrp=c-cb<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/vorbereitung-auf-russischen-atomangriff-usa-plante-gegenmassnahmen-im-fall-einer-nuklearattacke-11340634.html\">tagesspiegel.de\/politik\/vorbereitung-auf-russischen-atomangriff-usa-plante-gegenmassnahmen-im-fall-einer-nuklearattacke-11340634.html<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/olaf-scholz-und-die-bombe--hat-der-kanzler-einen-atomangriff-verhindert---34535214.html\">stern.de\/politik\/deutschland\/olaf-scholz-und-die-bombe&ndash;hat-der-kanzler-einen-atomangriff-verhindert&mdash;34535214.html<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] <a href=\"https:\/\/mehr-diplomatie-wagen.de\/\">mehr-diplomatie-wagen.de\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] <a href=\"https:\/\/mehr-diplomatie-wagen.de\/\">mehr-diplomatie-wagen.de\/<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Landgericht Stuttgart hat nach l&auml;ngerem Rechtsstreit ein aufsehenerregendes Urteil gef&auml;llt: Der SPD-Landesverband muss die Mail-Adressen seiner rund 30.000 Mitglieder im S&uuml;dwesten herausgeben, damit die Initiatoren von &bdquo;Mehr Diplomatie wagen&ldquo;[<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=146361#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>] ihre friedenspolitischen Positionen in der Partei bekannt machen und f&uuml;r ihre Veranstaltungen werben k&ouml;nnen. 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