{"id":14639,"date":"2012-10-05T16:18:14","date_gmt":"2012-10-05T14:18:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14639"},"modified":"2012-10-05T16:18:14","modified_gmt":"2012-10-05T14:18:14","slug":"hinweise-des-tages-ii-79","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14639","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14639#h01\">Steinbr&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14639#h02\">Zahl der Besch&auml;ftigten mit zus&auml;tzlichem Minijob hat sich seit 2003 mehr als verdoppelt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14639#h03\">Oskar Lafontaine bei den Wirtschaftsimpulsen 2012<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14639#h04\">Lucas Zeise: Inflation und Inflationshysterie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14639#h05\">Chrysler saving Fiat as Italy buys more bikes than cars<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14639#h06\">Simon Johnson &ndash; Money, Power and the Rule of Law<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14639#h07\">The intellectual loneliness of Jens Weidmann, boss of the Bundesbank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14639#h08\">Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14639#h09\">Joseph E. Stiglitz: Geldpolitischer Irrweg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14639#h10\">Betriebliche Altersvorsorge: Nur jeder Vierte ist dabei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14639#h11\">Gesetzliche Rente mutwillig demontiert?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14639#h12\">Politik muss sozialer Verunsicherung entgegenwirken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14639#h13\">Aktive Arbeitsmarktpolitik und Wahltermine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14639#h14\">Piraten, ihr seid auch nur Politiker<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14639#h15\">Reformwahn hilft den Sch&uuml;lern nicht<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14639&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Steinbr&uuml;ck<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&ldquo;Er ist der Falsche&rdquo;<\/strong><br>\nFr&uuml;herer Planungschef des Kanzleramtes kritisiert SPD-Kanzlerkandidat Steinbr&uuml;ck<br>\nAlbrecht M&uuml;ller im Gespr&auml;ch mit Christopher Ricke [&hellip;]<br>\nRicke: Brauchen wir denn einen politisch differenzierten Wahlkampf, wie es vielleicht auch die Nachdenkseiten politisch differenziert sehen oder brauchen wir etwas Holzschnittartiges jetzt?<br>\nM&uuml;ller: Wir brauchen etwas &hellip; ja, beides eigentlich, aber wir brauchen auf jeden Fall eine Alternative zu Angela Merkel und der schwarz-gelben Koalition, und die bietet Peer Steinbr&uuml;ck nicht.<br>\nRicke: Er bietet sie nicht, ist also der falsche Kanzlerkandidat der Sozialdemokratie?<br>\nM&uuml;ller: Ja, davon gehe ich schon aus, dass ziemlich deutlich der Falsche ist. Er ist der Falsche, weil er &ndash; wie auch die jetzige Koalition &ndash; sehr eng mit der Bankenwelt und den ganzen Zockerbuden verbunden ist, er ist der Falsche, weil er vermutlich keine Chancen haben wird, und er ist der Falsche, weil er auch von Makro&ouml;konomie und vor allem von Besch&auml;ftigungspolitik wenig versteht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/interview\/1884388\/\">Deutschlandradio Kultur<\/a><\/li>\n<li><strong>Steinbr&uuml;ck in der Wulff-Falle<\/strong><br>\nDer Merkel-Herausforderer pr&auml;sentiert peinliche Argumente in der Debatte &uuml;ber seine Nebeneink&uuml;nfte. Legt er nicht bald alles offen, riskiert er seine Chance als Kanzlerkandidat.<br>\nPeer Steinbr&uuml;ck hat es nicht begriffen. Eigentlich wollte er als der Mann antreten, der den Deutschen den Ausweg aus Finanz- und Eurokrise weist. Der endlich eine glaubw&uuml;rdige Oppositionsstrategie gegen die vermeintlich alternativlose Politik von Kanzlerin Angela Merkel pr&auml;sentiert. Ja, so einen h&auml;tten wir uns gew&uuml;nscht. Aber nein, Steinbr&uuml;ck ist dieser Rolle bisher nicht gewachsen. Noch keine Woche nach seiner Ausrufung zum Kanzlerkandidaten der SPD sitzt er stattdessen selbst in der Falle &ndash; der Christian-Wulff-Falle.<br>\nWie der zeitweilige Bundespr&auml;sident hat es Steinbr&uuml;ck vers&auml;umt, sich beizeiten ehrlich zu machen. Jetzt wird er am Nasenring durch die Medienmanege gezogen. Mitleid ist nicht angebracht. Wer antritt, Deutschland zu regieren, muss damit rechnen, dass man ihn mit den sch&auml;rfsten Ma&szlig;st&auml;ben misst. Doch &ndash; und das ist das Beunruhigende &ndash; der Sozialdemokrat hat damit offenkundig nicht gerechnet. Oder wie anders ist es zu erkl&auml;ren, dass er die Kanzlerkandidatur seiner Partei annahm, aber offenkundig keine Gedanken daran verschwendete, wie er seine &uuml;ber unanst&auml;ndige Nebent&auml;tigkeitenpraxis erkl&auml;ren soll?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/diskussion-um-nebeneinkuenfte-steinbrueck-in-der-wulff-falle-1904752.html\">Stern<\/a><\/li>\n<li><strong>Steinbr&uuml;ck will Wahlkampf mit Schr&ouml;der<\/strong><br>\n[&hellip;] SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbr&uuml;ck w&uuml;nscht nach eigenen Worten Auftritte von Altbundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der (SPD) im Bundestagswahlkampf. &ldquo;Das w&uuml;rde mich freuen&rdquo;, sagte er der &ldquo;Welt&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:kanzlerkandidatur-steinbrueck-will-wahlkampf-mit-schroeder\/70100160.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=\/politik\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Da findet zusammen, was zusammen geh&ouml;rt.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Zahl der Besch&auml;ftigten mit zus&auml;tzlichem Minijob hat sich seit 2003 mehr als verdoppelt<\/strong><br>\nJeder elfte Arbeitnehmer mit einer sozialversicherungspflichtigen Stelle stockt seinen Einkommen noch mit einem Minijob auf. Das geht aus aktuellen Zahlen der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit hervor.<br>\nAm Tag im B&uuml;ro und abends kellnern: Immer mehr Arbeitnehmer in Deutschland verdienen sich neben ihrer Hauptbesch&auml;ftigung noch etwas hinzu. Nach den aktuellen Zahlen der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit ging im Vorjahr bereits jeder elfte Besch&auml;ftigte (neun Prozent) mit einer sozialversicherungspflichtigen Stelle zus&auml;tzlich mindestens einem Minijob nach. Im Jahr 2003 war es erst jeder 23. Arbeitnehmer (4,3 Prozent).<br>\nDamals verf&uuml;gten knapp 1,2 Millionen Besch&auml;ftigte &uuml;ber ein zweites Arbeitsverh&auml;ltnis. Ende des Vorjahres waren es schon 2,6 Millionen. Allein seit 2010 ist die Zahl der Menschen mit Zweitjob um rund 135 000 gestiegen. Das entsprach einem Zuwachs von 5,7 Prozent. Dabei sind die so genannten geringf&uuml;gig entlohnten Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse im Nebenjob eine Dom&auml;ne der Frauen. Ende 2011 gingen rund 1,5 Millionen von ihnen einem Zweitjob auf 400-Euro-Basis nach. Unter den M&auml;nnern waren es gut 1,1 Millionen. Am h&auml;ufigsten sind Besch&auml;ftigte mit Zweitjobs im Handelssektor anzutreffen. Hier waren zum Ende des Vorjahres allein 424 000 Zweitjobber registriert. Im Gastgewerbe waren 289 000 Zweitjobber t&auml;tig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.saarbruecker-zeitung.de\/aufmacher\/Berlin-Wirtschaft-Beschaeftigte-Minijob-Zweitjob;art27856,4462917#.UG7eufmUUR4\">Saarbr&uuml;cker Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Oskar Lafontaine bei den Wirtschaftsimpulsen 2012<\/strong><br>\nDas Thema der Wirtschaftsimpulse 2012 lautete: Zeitbombe Finanzsystem?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.oskar-lafontaine.de\/oskar-lafontaine\/mediathek\/videos\/\">Oskar Lafontaine<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Lucas Zeise: Inflation und Inflationshysterie<\/strong><br>\nWomit kaufen Draghi und seine Angestellten bei der Europ&auml;ischen Zentralbank die vielen Staatsanleihen? Die Antwort lautet: Von aus dem reinen Nichts von ihnen selbst gesch&ouml;pftem Geld. Ist das nicht skandal&ouml;s? Merkw&uuml;rdigerweise aber ist dieses Verfahren Standard. Es ist kein Geheimnis, sondern steht im Notenbankgesetz und im europ&auml;ischen Vertrag zur W&auml;hrungsunion, da&szlig; es die Aufgabe der Zentralbank ist, Geld, den sch&ouml;nen Euro, dem Kapital und uns anderen Wirtschaftssubjekten zur Verf&uuml;gung zu stellen. Das haben unsere netten Zentralbanken und seit 1999 die EZB erledigt. Und das nicht nur auftragsgem&auml;&szlig;, sondern auch in H&uuml;lle und F&uuml;lle. Ja, in den letzten 30 Jahren haben unsere Notenbanken eine so ungeheure Menge an Geld in die Welt gesetzt, wie sie die Geschichte des Kapitalismus noch nie gesehen hat. Damit wurde eine Spekulationswelle nach der anderen finanziert. Es war eine Lust, Kapitalist und noch lustiger, Finanzkapitalist zu sein. Hat diese Geldschwemme Inflation verursacht? Nicht wirklich.<br>\nDer Lehrsatz, wonach viel Geld im Umlauf zur Inflation f&uuml;hrt, ist in seiner strikten Formulierung also nachweislich falsch. Es m&uuml;ssen noch andere Dinge dazukommen. Das viele Geld mu&szlig; in die H&auml;nde derer gelangen, die es f&uuml;r Dinge des t&auml;glichen Bedarfs ausgeben. Solange das nicht der Fall ist, solange es also in den H&auml;nden der Spekulanten, Banker und Unternehmensvorst&auml;nde bleibt, steigen zwar die Preise f&uuml;r Aktien und Anleihen, nicht jedoch die gemeine Inflation. Jain, Issing, Weidmann &amp; Co. wissen das. Sie sch&uuml;ren Inflationsangst und agitieren gegen die Finanzierung der Staaten durch die Notenbank. Das ist in ihren Augen das wirkliche Vergehen. Im Extremfall &ndash; von dem wir politisch leider noch Lichtjahre entfernt sind &ndash; k&ouml;nnte das bedeuten, da&szlig; sich die Staaten dem Diktat der Finanzm&auml;rkte entziehen k&ouml;nnten. F&uuml;r die Herren eine schreckliche Vorstellung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/09-29\/021.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> In der Tat sollte man sich genau anschauen, wer sich gegen den Aufkauf von Staatsanleihen wendet und das Wort Inflation an die Wand malt. In Politik und Wirtschaft muss man sich leider immer mehr vergegenw&auml;rtigen, dass der Zusammenhang zwischen Aussage und Interessenlage der Akteure nicht plump genug sein kann. Die notwendige Vorrausetzung f&uuml;r Inflationskan&auml;le, die Auslastung der Produktion und ein hoher Besch&auml;ftigungsgrad, sind in Europa nicht gegeben. Mario Draghi f&uuml;hrte in seiner letzten Presskonferenz aus, dass die EZB im Verlauf des Jahres 2012 eine Inflation &uuml;ber 2 Prozent erwarte. Der Grund daf&uuml;r seien unter anderem hohe Energiepreise sowie h&ouml;here indirekte Steuern (z.B. Mehrwertsteuern) in Europa. Im Jahr 2013 w&uuml;rde die Inflation gem&auml;&szlig; den EZB-Prognosen unter zwei Prozent fallen. Das Inflationsrisiko sei &uuml;ber den politikrelevanten Zeithorizont hinweg begrenzt.<br>\nLucas Zeise d&uuml;rfte regelm&auml;&szlig;igen NDS-Lesern wohlbekannt sein. Er ist nicht nur ein renommierter, kompetenter, deutscher Finanzjournalist, sondern, was noch seltener ist, er steht links. Deswegen muss man seiner Argumentation nicht in allem folgen, aber es ist mit Nachdruck auf sein neu erschienenes Buch zu verweisen:  &ldquo;Euroland wird abgebrannt. Profiteure, Opfer, Alternativen&rdquo;. PapyRossa Verlag, K&ouml;ln 2012, 142 Seiten, 11,90 Euro. Die  jW hat das erste Kapitel des Buchs in zwei Teilen vorab ver&ouml;ffentlicht: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/09-10\/017.php?sstr=lucas%7CZeise\">&ldquo;Das neoliberale Modell der Kapitalakkumulation&rdquo;<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/09-11\/015.php?sstr=lucas%7CZeise\">&ldquo;Spekulation und ihre Auswirkungen auf die &ldquo;Realwirtschaft&rdquo;<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Chrysler saving Fiat as Italy buys more bikes than cars<\/strong><br>\nAs Europe&rsquo;s economic crisis grows deeper, new-car sales have fallen below bicycle sales in Italy for the first time since World War II. And that&rsquo;s intensifying pressure on Chrysler to make enough money in North America to eclipse the European losses Fiat is expected to report later this month. [&hellip;]<br>\nNews this week that Italians bought more bicycles than autos last year (1,750,000 vs 1,748,000) underscored how bad things are. Ford Motor and General Motors profits in North America are subsidizing European losses, too. But the Chrysler-Fiat situation stands out because:<br>\nTwo different companies are involved, though Fiat has a majority stake and is moving to merge the two.<br>\nFiat started out as Chrysler&rsquo;s rescuer in the 2009 reorganization.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.usatoday.com\/story\/driveon\/2012\/10\/04\/fiat-chrysler-italy-europe\/1613725\/?utm_source=dlvr.it&amp;utm_medium=twitter&amp;dlvrit=110940\">USA Today<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Die falsche Politik in der Eurozone und die richtige Politik in den USA haben nun dazu gef&uuml;hrt, dass der ehemalige Gerettete Chrysler nun seinen ehemaligen Retter Fiat retten muss.<\/em><\/p>\n<p>passend dazu: <strong>Zahlen zu PKW-Neuzulassungen<\/strong><br>\nEine Sammlung von &Uuml;berschriften aus dem Blog <a href=\"http:\/\/www.querschuesse.de\/\">Querschuesse.de<\/a>:<\/p>\n<ul>\n<li>Griechenland: PKW-Neuzulassungen mit -48,5% zum Vorjahresmonat<\/li>\n<li>Paukenschlag: PKW-Neuzulassungen in Spanien mit -36,8% zum Vorjahresmonat<\/li>\n<li>Portugal: PKW-Neuzulassungen mit -30,9% zum Vorjahresmonat<\/li>\n<li>Niederlande: PKW-Neuzulassungen mit -27,7% zum Vorjahresmonat<\/li>\n<li>Italien: PKW-Neuzulassungen mit -25,74% zum Vorjahresmonat<\/li>\n<li>Frankreich: PKW-Neuzulassungen mit -18,3% zum Vorjahresmonat<\/li>\n<li>Deutschland: PKW-Neuzulassungen mit -10,9% zum Vorjahresmonat<\/li>\n<li>UK: +8,2% bei den PKW-Neuzulassungen<\/li>\n<li>US-Autoverk&auml;ufe mit +12,8% zum Vorjahresmonat<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.querschuesse.de\/\">Querschuesse.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Wenn die europ&auml;ische Politik sich nicht schnellstm&ouml;glich von ihrem Austerit&auml;tswahn verabschiedet, wird es auch f&uuml;r das angebliche R&uuml;ckgrat der deutschen Industrie, den Automobilsektor, noch kn&uuml;ppeldick kommen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Simon Johnson &ndash; Money, Power and the Rule of Law<\/strong><br>\nEconomic policy is always torn between helping the broader social interest &ndash; lots of ordinary people &ndash; and favoring particular special interests. Unfortunately, special interests typically win out in the kind of situation we have in America in 2012, when it&rsquo;s all about spending money to win friends and influence people.<br>\nThe most effective way to push back against powerful special interests is to have the same rules for everyone &ndash; and to enforce those rules fairly, even when they are broken by the richest and most politically connected people in the land. Attorney General Eric Schneiderman of New York took a major step toward restoring the rule of law this week, by bringing a case against JPMorgan Chase. But it will be an uphill battle; the forces against him are incredibly strong, including some within the Obama administration.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/economix.blogs.nytimes.com\/2012\/10\/04\/money-power-and-the-rule-of-law\/\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>The intellectual loneliness of Jens Weidmann, boss of the Bundesbank<\/strong><br>\nIs low and stable inflation more important than financial stability and should inflation be low, even at the cost of increased financial instability, like at this moment in the Eurozone where rogue flows of capital are wrecking entire countries? Seems so, according to a recent interview with Jens Weidmann, boss of the Bundesbank. But one can question the intellectual status of his ideas &ndash; they seem to be based upon thinking which lost track of main stream developments [&hellip;]<br>\nThese are remarkable statements. And Weidmann seems to be quite isolated when it comes to his ideas. Why?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/rwer.wordpress.com\/2012\/10\/03\/the-intellectual-loneliness-of-jens-weidmann-boss-of-the-bundesbank\/\">Real World Economics Review<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Eurokrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Der Ausverkauf Griechenlands<\/strong><br>\n<strong>G&auml;ste:<\/strong><br>\nMarica Frangakis, Vorstandsmitglied des Nicos Poulantzas Instituts, Athen, und Mitglied der EuroMemorandum-Gruppe\n<p><strong>Themen:<\/strong><br>\nObdachlosenzahlen und Selbstmordraten in Griechenland auf Rekordhoch \/ Rettung nur f&uuml;r Gl&auml;ubiger<br>\nSparpolitik als Vorwand f&uuml;r Privatisierung und Umverteilung zugunsten des reichsten 1 Prozents<br>\nWie Samaras und Papandreou die Zukunft ihres Landes verpf&auml;ndeten \/ Widerstand: Solidarit&auml;tsnetzwerke und agents provocateurs<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontext-tv.de\/node\/265\">Kontext TV<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Irland &uuml;bertrifft die Sparziele<\/strong><br>\nDie gr&uuml;ne Insel steckt tief in der Krise, das zeigt eine Vielzahl von Indikatoren. Dennoch d&uuml;rfte das Haushaltsdefizit 2012 trotz schwacher Konjunktur geringer ausfallen als geplant.<br>\nDie Arbeitslosigkeit liegt auf Rekordhoch, die Wirtschaft schrumpfte in der ersten H&auml;lfte 2012 &ndash; und doch verdichten sich die Anzeichen, dass Irland die Vertrauenskrise schon bald hinter sich lassen k&ouml;nnte. [&hellip;]<br>\nHoffnung auf eine nachhaltige Entspannung hegen Fachleute vor allem wegen der erfolgreichen Ausfuhrwirtschaft. Die Lohnst&uuml;ckkosten sind seit 2008 europaweit am st&auml;rksten gesunken, das Land ist konkurrenzf&auml;higer: Gegen&uuml;ber dem Vorjahr stiegen die Ausfuhren im Fr&uuml;hjahr um 274 Mrd. Euro. Der Leistungsbilanz&uuml;berschuss kletterte auf den h&ouml;chsten Stand seit Einf&uuml;hrung der Statistik 1981, wie das Statistikamt k&uuml;rzlich meldete. [&hellip;]<br>\nProbleme bereitet wegen der hohen Arbeitslosigkeit von fast 15 Prozent jedoch noch immer die schwache Binnenkonjunktur.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:euro-krise-irland-uebertrifft-die-sparziele\/70099930.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ein Haushaltsdefizit von immer noch 8,6% &ndash; bei einer &ldquo;rekordhohen&rdquo; Arbeitslosenrate von 15% &ndash; und einen nur relativ leichten Abschwung (!!) als Jubelmeldung zu verkaufen, ist schon ein starkes St&uuml;ck. Hauptsache, die Propaganda &ldquo;Austerit&auml;t funktioniert und f&uuml;hrt zum Ende der Vertrauenskrise der Finanzm&auml;rkte&rdquo; kann noch mal vorgetragen werden. Und da&szlig; eine &ldquo;schwache Binnenkonjunktur&rdquo; die logische und unvermeidliche Kehrseite sinkender Lohnst&uuml;ckkosten sind, sollte sich auch zu einer Wirtschaftszeitung herumgesprochen haben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Helfen deregulierte Arbeitsm&auml;rkte in den s&uuml;dlichen Eurostaaten bei der Bek&auml;mpfung der Eurokrise?<\/strong><br>\nDie Troika hat zur Bek&auml;mpfung der Eurokrise in den S&uuml;dstaaten Griechenland, Italien, Portugal, und Spanien neben einer rigorosen Sparpolitik auch eine Deregulierung der jeweiligen nationalen Arbeitsm&auml;rkte vorgeschlagen. Direkt und indirekt wirken diese Reformen wie eine Absenkung der Lohn(st&uuml;ck)kosten f&uuml;r den Unternehmer. Ist jedoch eine solche Arbeitsmarktderegulierung in den s&uuml;dlichen Eurostaaten geeignet, die Eurokrise erfolgreich zu bek&auml;mpfen? Gerade aufgrund der sehr unterschiedlichen Struktur und Wettbewerbsf&auml;higkeit der Wirtschaften in den jeweiligen s&uuml;dlichen Staaten der Eurozone wird eine allgemeine Deregulierung des Arbeitsmarktes das Problem der Eurokrise nicht l&ouml;sen k&ouml;nnen. In einigen F&auml;llen kann der Verdacht nicht von der Hand gewiesen werden, dass es sich hierbei nur bedingt um eine wirtschaftliche Notwendigkeit handelt, sondern eher um eine gro&szlig;e Umverteilungsma&szlig;nahme von Arbeitnehmern hin zu Arbeitgebern, hin zu Eigent&uuml;mern, hin zu spekulierenden Banken. Auch h&auml;tten eine allgemeine Lohnabsenkung sowie eine starke Lockerung des K&uuml;ndigungsschutzes unter Umst&auml;nden langfristig negative gesamtgesellschaftliche Auswirkungen. Zudem ist fraglich, ob eine Firma ihre Ansiedlungsentscheidung innerhalb der EU ausschlie&szlig;lich von der Existenz eines flexiblen Niedriglohnsektors abh&auml;ngig machen w&uuml;rde. F&uuml;r Europa als Standort sprechen andere Faktoren wie Bildungsniveau, Infrastruktur, politische und soziale Stabilit&auml;t, die N&auml;he zu den Absatzm&auml;rkten, aber auch Lebensqualit&auml;tserh&ouml;hende lokale Kulturg&uuml;ter und Bildungsangebote sowie Umweltqualit&auml;t. Niedrige L&ouml;hne f&uuml;r eine arbeitsintensive Industriemassenproduktion sind derzeit wesentlich billiger in China und Vietnam zu haben. F&uuml;r die kapitalintensive exportorientierte Industrieproduktion ist also eher eine Rationalisierungs- und Innovationspolitik zu empfehlen, die eventuell in der Vergangenheit stattgefundene wirtschaftlich nicht gerechtfertigte Lohnsteigerungen mittels Produktivit&auml;tszuw&auml;chse wieder kompensiert. Jedoch f&uuml;r den Massenbilligtourismus, der in erster Linie &uuml;ber den Lohn im Dienstleistungssektor im internationalen Wettbewerb konkurriert, kann eine Lohnabsenkung sinnvoll sein, da hier die Rationalisierungsspielr&auml;ume sehr beschr&auml;nkt sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.oekonomenstimme.org\/artikel\/2012\/09\/helfen-deregulierte-arbeitsmaerkte-in-den-suedlichen-eurostaaten-bei-der-bekaempfung-der-eurokrise\/\">&Ouml;konomenstimme<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Joseph E. Stiglitz: Geldpolitischer Irrweg<\/strong><br>\nie Notenbanken auf beiden Seiten des Atlantiks haben im September au&szlig;ergew&ouml;hnliche geldpolitische Ma&szlig;nahmen ergriffen: die lange erwartete &bdquo;QE3&ldquo; (die dritte Dosis quantitativer Lockerung durch die US Federal Reserve) und die Ank&uuml;ndigung der EZB, in unbegrenzter Menge Staatsanleihen der in Schwierigkeiten steckenden Eurol&auml;nder aufkaufen zu wollen.  Angesichts der Menge an nicht ausgelasteten Produktionskapazit&auml;ten und der d&uuml;steren wirtschaftlichen Aussichten, was die unmittelbare Zukunft angeht, ist das Risiko einer ernsten Inflation minimal. Trotzdem sind mit den Ma&szlig;nahmen von Fed und EZB drei Botschaften verbunden, die den M&auml;rkten Anlass zum Nachdenken h&auml;tten geben sollen. Die erste ist das Eingest&auml;ndnis, dass die bisherigen Ma&szlig;nahmen nicht funktioniert haben; tats&auml;chlich tragen die wichtigen Notenbanken an der Krise eine erhebliche Mitschuld. Doch ihre F&auml;higkeit, ihre Fehler wieder gut zu machen, ist begrenzt. Zweitens impliziert die Ank&uuml;ndigung der Fed, die Zinsen bis Mitte 2015 auf au&szlig;ergew&ouml;hnlich niedrigem Niveau halten zu wollen, dass sie nicht an eine baldige Konjunkturerholung glaubt. Das sollte Europa, dessen Wirtschaft inzwischen viel schw&auml;cher ist als die in Amerika, eine Warnung sein. Und schlie&szlig;lich haben Fed und EZB damit zum Ausdruck gebracht, dass die M&auml;rkte allein so schnell keine Vollbesch&auml;ftigung herstellen werden. Das sollte denjenigen in Europa und Amerika, die nach dem genauen Gegenteil rufen &ndash; noch mehr Austerit&auml;t &ndash; zur Antwort dienen.<br>\nIn traditionellen Wirtschaftsmodellen f&uuml;hrt mehr Liquidit&auml;t zu einer erh&ouml;hten Kreditvergabe, vor allem an Investoren und manchmal auch an Verbraucher, was Nachfrage und Besch&auml;ftigung steigert. Was aber ist in F&auml;llen wie dem Spaniens, wo so viel Geld aus dem Bankensystem gefl&uuml;chtet ist &ndash; und weiter fl&uuml;chtet, w&auml;hrend Europa an der Umsetzung eines gemeinsamen Bankensystems herumt&uuml;ftelt? Nur mehr Liquidit&auml;t bereitzustellen und zugleich die gegenw&auml;rtige Sparpolitik fortzusetzen wird die spanische Volkswirtschaft nicht wieder in Gang bringen. Genauso wurden in den USA die kleineren Banken, die &uuml;berwiegend kleine und mittelgro&szlig;e Unternehmen finanzieren, ziemlich vernachl&auml;ssigt.  In Europa hat die geldpolitische Intervention ein gr&ouml;&szlig;eres Nutzenpotenzial &ndash; doch das Risiko, dass sie die Lage verschlimmert, ist &auml;hnlich hoch. Um der Sorge &uuml;ber staatliche Verschwendung zu begegnen, hat die EZB Bedingungen in ihr Anleihekaufprogramm eingebaut. Doch wenn diese Bedingungen wie Sparma&szlig;nahmen wirken &ndash; die ohne wesentliche begleitende Wachstumsma&szlig;nahmen durchgesetzt werden &ndash;, werden sie eher einem Aderlass &auml;hneln: Der Patient riskiert dabei den Tod, bevor er eine echte Medizin erh&auml;lt. &ndash; Sowohl in Europa wie auch in Amerika besteht derzeit die Gefahr, dass Politik und M&auml;rkte glauben, die Geldpolitik k&ouml;nne die Wirtschaft beleben. Leider besteht ihre wesentliche Wirkung zum gegenw&auml;rtigen Zeitpunkt darin, die Aufmerksamkeit von Ma&szlig;nahmen abzulenken, die das Wachstum tats&auml;chlich ankurbeln w&uuml;rden, darunter eine expansive Fiskalpolitik und Reformen des Finanzsektors, die die Kreditvergabe ankurbeln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/quantitative-easing-3--qe3--and-the-problems-of-the-fed-and-ecb-s-expansionary-monetary-policy-by-joseph-e--stiglitz\/german\">Project Syndicate<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Dem gesch&auml;tzten Joseph E. Stiglitz ist ein wenig zu widersprechen. Geht es doch in Europa um zwei Ebenen: Die kurzfristige Ebene und die mittelfristige Ebene. Zun&auml;chst geht es doch zun&auml;chst darum Staatspapiere dem Diktat der Finanzm&auml;rkte zu entziehen, obschon Stiglitz vollkommen recht hat, dass Bedingungen f&uuml;r den Aufkauf von Staatsanleihen, die wie Sparma&szlig;nahmen wirken, auf einen Aderlass hinauslaufen. Leider verbleibt Stiglitz in der Gestaltung einer Wachstumspolitik wie viele seiner Kollegen im Vagen. Wie soll die expansive Fiskalpolitik denn konkret aussehen? Wie sollen Kredite bef&ouml;rdert werden, die investiv verwendet werden?  Die Frage nach einer produktiven Kreditsch&ouml;pfung hat bereits 1931 Wilhelm Lautenbach und heute Richard Werner umgetrieben. Die Crux in der Frage nach einer gescheiten Wachstumspolitik ist, dass sich dahinter Probleme verbergen, die nur in der langen Frist  gel&ouml;st werden k&ouml;nnen: die Wettbewerbsf&auml;higkeit der europ&auml;ische Peripherie. Und hier geht es nicht nur um die preisliche Wettbewerbsf&auml;hig,  die die  Mainstreamdiskussion gerne in den Mittelpunkt stellt. So unklar die Perspektiven f&uuml;r Georgien sind, die der Wahlsieger Bidsina Iwanischwili in Georgien er&ouml;ffnet, zumindest stellt er die richtigen Fragen. Wo ist in Georgien die Produktion, die auf dem Europ&auml;ischen Binnenmarkt bestehen kann. F&uuml;r die gesamte Peripherie Europas inklusive Griechenlands, Portugals und Spaniens stellt sich die Frage, besitzen diese L&auml;nder &uuml;berhaupt in ausreichendem Masse Produkte, die sie im Austausch zur Produktion der hochentwickelte Industriestaaten Kerneuropas anbieten k&ouml;nnen &ndash; oder der globalen Produktion z.B. in China entgegen stellen k&ouml;nnen? Nur Tourismus bringt es nicht, auch wenn speziell in Griechenland wohl noch Einiges an infrastrukturelle Ausstattung m&ouml;glich w&auml;re.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Betriebliche Altersvorsorge: Nur jeder Vierte ist dabei<\/strong><br>\nIn Gro&szlig;betrieben ist die betriebliche Altersversorgung recht weit verbreitet. Doch dies reicht nicht aus, um die reformbedingten L&uuml;cken in der gesetzlichen Rentenversicherung zu schlie&szlig;en. Zu diesem Schluss kommt eine neue Untersuchung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung.<br>\nSeit den Rentenreformen von 2001 hat betriebliche Altersversorgung eine neue Funktion: Sie ist keine reine Zusatzleistung mehr. Stattdessen soll sie, als zweite von drei S&auml;ulen des Rentensystems, &ldquo;im Zusammenspiel mit der gesetzlichen Rentenversicherung den Lebensstandard im Alter sichern&rdquo;, so WSI-Sozialversicherungsexperte Dr. Florian Blank und Sabrina Wiecek. Die Forscher haben auf Basis der WSI-Betriebsr&auml;tebefragung ermittelt, welche mitbestimmten Betriebe betriebliche Altersversorgung anbieten und in welchem Umfang Besch&auml;ftigte die M&ouml;glichkeit nutzen, einen Teil ihres Lohns steuerfrei f&uuml;rs Alter anzulegen. Oder ob sie zu diesem Zweck Extra-Zahlungen des Arbeitgebers bekommen. Die Auswertung macht deutlich, dass es &ldquo;bei weitem nicht in allen Betrieben&rdquo; ein Angebot zur Altersversorgung gibt. Und selbst wenn im Betrieb entsprechende M&ouml;glichkeiten existieren, geben die befragten Betriebsr&auml;te im Schnitt an, dass weniger als die H&auml;lfte der Mitarbeiter von der so genannten Entgeltumwandlung Gebrauch macht.<br>\nAngesichts dieser Befunde raten die Wissenschaftler: &ldquo;Eine einheitliche und fl&auml;chendeckende L&ouml;sung f&uuml;r das Problem der absehbaren unterschiedlichen Absicherung im Alter sollte in erster Linie in einer R&uuml;ckkehr zur Lebensstandard sichernden und armutssicheren &ouml;ffentlichen Rentenversicherung bestehen.&rdquo; Nur falls dies politisch nicht durchsetzbar sein sollte, halten die Experten einen forcierten Ausbau der betrieblichen Altersversorgung f&uuml;r sinnvoll. Dann w&auml;ren Blank und Wiecek zufolge Regulierungen n&ouml;tig, die eine st&auml;rkere Verbreitung der betrieblichen Altersversorgung sicherstellen und dazu f&uuml;hren, dass Einzahlungen und erworbene Anspr&uuml;che unterschiedlicher Besch&auml;ftigter einheitlicher ausfallen.<br>\nKeine fl&auml;chendeckende Absicherung. Der Untersuchung liegen Angaben aus knapp 2.000 Betrieben mit Betriebsrat zugrunde. Sie ist repr&auml;sentativ f&uuml;r mitbestimmte Betriebe ab 20 Besch&auml;ftigten. 72 Prozent davon, also l&auml;ngst nicht alle, machen ihren Mitarbeitern Angebote zur betrieblichen Altersversorgung. Besteht ein Angebot zur Entgeltumwandlung, geben die Betriebsr&auml;te im Durchschnitt an, dass dieses von knapp 40 Prozent der Besch&auml;ftigten auch genutzt wird. Bezogen auf die Gesamtheit der befragten Betriebe &ndash; inklusive derjenigen ohne Angebot &ndash; liegt die Nutzungsquote nur bei 23 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/14_41218.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Gesetzliche Rente mutwillig demontiert?<\/strong><br>\nFacebook-Zuschauer-Meinung von Margareth Gorges und die Reaktionen von Juso-Chef Sascha Vogt, Dieter K&uuml;rten und dem Autor Holger Balodis.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=BiSNBBf5B6Q\">Maybritt Illner via YouTube<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDF\/zdfportal\/web\/ZDF.de\/maybrit-illner\/2942124\/5990162\/35fee3\/maybrit-illner.html\">Komplette Sendung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Margareth Gorges:<\/strong> Leider hat Frau Illner nicht alles eingeblendet, denn komplett war meine Anmerkung:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>Es gibt einen staatlichen Vorsorgefonds, der exzellente Leistungen bei fairen, stabilen Versicherungsbeitr&auml;gen und sehr niedrigen Verwaltungskosten bietet. Es ist die gesetzliche Rentenversicherung, die zu Gunsten kommerzieller Altersvorsorge mutwillig und vors&auml;tzlich demontiert wurde \/ wird. Die NachDenkSeiten haben dazu  eigens  die  Rubrik : <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=40\">Riester- R&uuml;rup -T&auml;uschung<\/a>  angelegt.<\/p><\/blockquote>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Die Sendung ist dank Holger Balodis durchaus sehenswert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Politik muss sozialer Verunsicherung entgegenwirken<\/strong><br>\n&bdquo;Es ist Zeit, dass die regierenden Politiker sich ihrer Verantwortung f&uuml;r die seit Jahrzehnten bekannten demografischen Ver&auml;nderungen endlich stellen.&ldquo; Das forderte der Pr&auml;sident der Volkssolidarit&auml;t, Prof. Dr. Gunnar Winkler, am Freitag aus Anlass des ersten &bdquo;Demografiegipfels&ldquo; der Bundesregierung. Die gegenw&auml;rtigen Ans&auml;tze der Politik orientierten zu einseitig auf die Auswirkungen des wachsenden Anteils &auml;lterer Menschen, kritisierte der Verbandspr&auml;sident.<br>\n&ldquo;Die Alterung der Gesellschaft ist sowohl Ergebnis einer steigenden Lebenserwartung dank des medizinischen und sozialen Fortschritts als auch und vor allem Ergebnis des enormen Geburtenr&uuml;ckgangs seit den 70er Jahren in der Bundesrepublik.&rdquo; In der Debatte um die demografische Entwicklung w&uuml;rden sowohl steigende Kinderlosigkeit als auch der Trend zur Ein-Kind-Familie &uuml;bergangen. &ldquo;Hatten noch vor 40 Jahren nur elf Prozent aller Frauen &uuml;ber 40 Jahre keine Kinder, so sind es gegenw&auml;rtig bereits 26 Prozent &ndash; vor allem auch bei h&ouml;her Qualifizierten und Besserverdienenden. Die Zahl der Familien mit nur einem Kind steigt in Ost wie West.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.volkssolidaritaet.de\/cms\/pressemitteilung_demografiegipfel.html\">Volkssolidarit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Aktive Arbeitsmarktpolitik und Wahltermine<\/strong><br>\nW&auml;hler w&auml;hlen Regierungen nicht zuletzt anhand deren Leistung in Bezug auf die Arbeitsmarktsituation. Somit besteht ein starker Anreiz &ndash; insbesondere kurz vor Wahlen &ndash; die Arbeitslosenzahlen zu sch&ouml;nen. Was auch geschieht, wie dieser Beitrag zeigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.oekonomenstimme.org\/artikel\/2012\/10\/aktive-arbeitsmarktpolitik-und-wahltermine\/\">&Ouml;konomenstimme<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Piraten, ihr seid auch nur Politiker<\/strong><br>\nIn Umfragen fallen die Piraten unter f&uuml;nf Prozent. Der politische Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer bekommt Talkshow-Verbot, h&auml;lt sich aber nicht daran. So setzt sich die Krise der jungen Partei fort, die gerne anders w&auml;re als alle anderen und &ldquo;Themen statt K&ouml;pfe&rdquo; fordert. Dumm nur, dass das nicht klappen kann, wenn die Oberpiraten ein &ldquo;Gate&rdquo; nach dem anderen produzieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/2.220\/piratenpartei-piraten-ihr-seid-auch-nur-politiker-1.1487572\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nat&uuml;rlich sind dies die Geburtswehen einer neuen Partei, aber sch&ouml;ner w&auml;re es, wenn der Streit mehr von politischen Inhalten gepr&auml;gt w&auml;re und nicht von der Frage nach einem Auftritt in Talkshows.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Reformwahn hilft den Sch&uuml;lern nicht<\/strong><br>\nDramatische Ergebnisse in Berlin und Bremen, viele wirkungslose Reformen: Sieben Erkenntnisse aus dem Grundschulvergleich.<br>\nDie Ergebnisse des ersten Bundesl&auml;ndervergleiches der Grundschulen liegen vor. Was lernt man daraus?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/schule\/2012-10\/grundschulen-vergleich-bundeslaender\">ZEIT<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Bayern hat die besten Grundsch&uuml;ler<\/strong><br>\nSie k&ouml;nnen am besten lesen und am besten rechnen: Im Leistungsvergleich der 16 Bundesl&auml;nder haben die bayerischen Grundsch&uuml;ler ersten Meldungen zufolge mit Spitzenwerten abgeschnitten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/schulspiegel\/bayerns-grundschueler-koennen-am-besten-rechen-und-schreiben-a-859589.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wenn die bayerischen Grundsch&uuml;ler schon so gut sind, weshalb hat dann Bayern die niedrigste Abiturientenquote in Deutschland? Irgendetwas passt da nicht zusammen?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-14639","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14639","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=14639"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14639\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14641,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14639\/revisions\/14641"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=14639"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=14639"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=14639"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}