{"id":146487,"date":"2026-02-19T11:00:19","date_gmt":"2026-02-19T10:00:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=146487"},"modified":"2026-02-19T14:04:12","modified_gmt":"2026-02-19T13:04:12","slug":"27-monate-regenwetter-wenn-gewerkschaften-ihre-eigenen-mitglieder-nass-machen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=146487","title":{"rendered":"27 Monate Regenwetter \u2013 wenn Gewerkschaften ihre eigenen Mitglieder nass machen"},"content":{"rendered":"<p>Der Abschluss im &ouml;ffentlichen Dienst der L&auml;nder setzt neue Ma&szlig;st&auml;be in puncto &bdquo;Gen&uuml;gsamkeit&ldquo;: Ein Plus von 5,8 Prozent in drei Schritten und eine Laufzeit von &uuml;ber zwei Jahren bedeuten bestenfalls eine Nullrunde, eher schleichenden Reallohnverlust. Die Reaktionen unter ver.di-Mitgliedern reichen von &bdquo;Beleidigung&ldquo; &uuml;ber &bdquo;Desaster&ldquo; bis hin zu &bdquo;Vogel abgeschossen&ldquo;. F&uuml;r studentische Besch&auml;ftigte an den Hochschulen gibt&lsquo;s auch kaum etwas, schon gar nicht einen eigenen Tarifvertrag. Von <strong>Ralf Wurzbacher<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_1625\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-146487-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260219_27_Monate_Regenwetter_wenn_Gewerkschaften_ihre_eigenen_Mitglieder_nass_machen_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260219_27_Monate_Regenwetter_wenn_Gewerkschaften_ihre_eigenen_Mitglieder_nass_machen_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260219_27_Monate_Regenwetter_wenn_Gewerkschaften_ihre_eigenen_Mitglieder_nass_machen_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260219_27_Monate_Regenwetter_wenn_Gewerkschaften_ihre_eigenen_Mitglieder_nass_machen_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=146487-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260219_27_Monate_Regenwetter_wenn_Gewerkschaften_ihre_eigenen_Mitglieder_nass_machen_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"260219_27_Monate_Regenwetter_wenn_Gewerkschaften_ihre_eigenen_Mitglieder_nass_machen_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Ein Abschluss bei den Bundesl&auml;ndern d&uuml;rfe <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/dpa\/tarifstreit-verdi-kuendigt-verschaerfte-warnstreiks-an\/100198133.html\">&bdquo;nicht schlechter ausfallen&ldquo;<\/a> als das Ergebnis der Einigung, die die Gewerkschaften im April 2025 mit dem Bund und den Kommunen erreicht h&auml;tten. Diese Vorgabe hatte der Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), Frank Werneke, Anfang Februar noch einmal vor dem finalen &bdquo;Tarifpoker&ldquo; im &ouml;ffentlichen Dienst der L&auml;nder gemacht. Seit vergangenem Wochenende ist der Streit beigelegt, und zumindest in einem Punkt legten die Besch&auml;ftigtenvertreter eine Punktlandung hin: 27 Monate betr&auml;gt die Laufzeit des vor zehn Monaten ausgehandelten Tarifvertrags f&uuml;r den &ouml;ffentlichen Dienst (TV&ouml;D). Und exakt 27 Monate gilt nun auch der Tarifvertrag f&uuml;r die Bediensteten der L&auml;nder (TV-L). Da kann man nur sagen: Herzlichen Gl&uuml;ckwunsch!<\/p><p>Solche Gewerkschaften braucht Deutschland. Man gibt einen schlechten Ma&szlig;stab als letzte Verteidigungslinie aus, trifft am Ende halbwegs ins Schwarze und verkauft das Ganze anschlie&szlig;end als Erfolg. Der aber in Wahrheit eine bittere Niederlage ist, weil meilenweit entfernt von den Forderungen, mit denen man Anfang Dezember in die Auseinandersetzung eingestiegen war. Da stand auf der Wunschliste noch eine Geltungsdauer von einem Jahr, also 365 Tage und nicht &uuml;ber 800. Damit aber ger&auml;t das Erreichte zu einem billigen Abklatsch dessen, was man eigentlich durchsetzen wollte. Am Sonntag versah der Wirtschaftswissenschaftler Heiner Flassbeck auf seinem Blog <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2026\/02\/15\/lohnzuwaechse-im-oeffentlichen-dienst-bei-2-prozent-pro-jahr\/\">&bdquo;Relevante &Ouml;konomik&ldquo;<\/a> das angeblich &bdquo;vern&uuml;nftige&ldquo; Ergebnis mit einem dicken Fragezeichen. So vermeide es ver.di, das Resultat transparent auf die Forderungsl&auml;nge von zw&ouml;lf Monaten herunterzurechnen. &bdquo;Was hei&szlig;t, gerechnet haben sie bestimmt, aber sie halten es nicht f&uuml;r n&ouml;tig, ihre Mitglieder und die interessierte &Ouml;ffentlichkeit dar&uuml;ber zu informieren.&ldquo;<\/p><p><strong>&bdquo;In Richtung null&ldquo;<\/strong><\/p><p>Urspr&uuml;nglich wollten ver.di, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), der Beamtenbund (DBB), die Gewerkschaft der Polizei (GdP) und die Industriegewerkschaft Bauen, Agrar, Umwelt (IG BAU) sieben Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch 300 Euro monatlich zur St&auml;rkung der unteren Entgeltgruppen rausholen. Au&szlig;erdem verlangten sie, die Verg&uuml;tung f&uuml;r Nachwuchskr&auml;fte um 200 Euro anzuheben, sowie eine Erh&ouml;hung der Zeitzuschl&auml;ge um 20 Prozent und die Einf&uuml;hrung eines bundesweiten Tarifvertrags f&uuml;r studentisch Besch&auml;ftigte (TVStud), den es bisher nur in Berlin gibt.<\/p><p>Gelandet ist man nicht bei sieben Prozent mehr Lohn, sondern bei 5,8 Prozent mehr, gestreckt &uuml;ber drei Etappen. Los geht es mit 2,8 Prozent zum 1. April 2026, gefolgt von zwei Prozent im M&auml;rz 2027 und schlie&szlig;lich einem Prozent im Januar 2028. Flassbeck hat die Kennzahlen &bdquo;ganz primitiv&ldquo; heruntergebrochen und kommt, auf ein Jahr betrachtet, zun&auml;chst auf ein Plus von 2,57 Prozent. Da der &bdquo;alte&ldquo; TV-L bereits am 31. Oktober ausgelaufen war und keinerlei r&uuml;ckwirkende Entsch&auml;digung vereinbart wurde, dr&uuml;ckten &bdquo;f&uuml;nf Leermonate&ldquo; den Ertrag auf nur noch rund &bdquo;zwei Prozent&ldquo;. Bei einer stabil bleibenden Inflationsrate ebenfalls um den Dreh von mindestens zwei Prozent &ndash; <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Presse\/Pressemitteilungen\/2026\/02\/PD26_051_611.html?nn=2110\">im Januar waren es 2,1 Prozent<\/a> &ndash; deutet sich f&uuml;r Flassbeck an, wohin die Reise geht, &bdquo;n&auml;mlich in Richtung null&ldquo;.<\/p><p>Absehbar werden die rund 925.000 Tarifangestellten sowie die 1,3 Millionen Landesbeamten und Versorgungsempf&auml;nger, auf die das Ergebnis &uuml;bertragen wird, also bestenfalls so viel oder wenig Geld zur Verf&uuml;gung haben wie bisher. Es geht noch pessimistischer, denn zur allgemeinen Teuerung kommen wahrscheinlich noch Mehrbelastungen durch drohende &bdquo;Reformen&ldquo; etwa bei Gesundheit und Pflege. Letztlich m&uuml;ssen die Kolleginnen und Kollegen wom&ouml;glich sogar Reallohnverluste schlucken.<\/p><p><strong>Operettenstreik<\/strong><\/p><p>Tats&auml;chlich hatten die Gewerkschaften in den zur&uuml;ckliegenden Wochen durchaus beachtlich mobilisiert und &ouml;ffentliche Verwaltungen, Kitas, Schulen, Unikliniken sowie Teile des &ouml;ffentlichen Nahverkehrs bestreikt. Auffallend war jedoch die Tonlage vor der dritten Verhandlungsrunde, die sich in der Vorwoche vier Tage lang hinzog. Obwohl die Tarifgemeinschaft der L&auml;nder (TdL) bei den beiden vorherigen Gespr&auml;chsterminen kein konkretes Angebot vorgelegt hatte, war viel vom &bdquo;wahrscheinlich entscheidenden&ldquo; Treffen die Rede und ver.di selbst rief im Vorfeld zur <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/bunte-erste-wochenhalfte-verdi-kundigt-bundesweite-warnstreiks-an-15226550.html\">&bdquo;letzten Druckwelle&ldquo;<\/a> auf. Die Gewerkschaften wollten augenscheinlich eine Einigung um jeden Preis. Eine vierte Runde, die selbst die TdL ins Spiel gebracht hatte, sollte wohl tunlichst vermieden werden, und Drohungen, bei einem Scheitern mit unbefristeten Ausst&auml;nden die Schlagzahl zu erh&ouml;hen, gab es auch keine. Am Ende hat man ein maues Ergebnis erstritten, ohne von den echten Waffen Gebrauch zu machen. F&uuml;r solche &bdquo;Arbeitsk&auml;mpfe&ldquo; gibt es einen treffenden Begriff: Operettenstreik.<\/p><p>Das ist typisch f&uuml;r Deutschlands handzahme Gewerkschaften, die lieber die sogenannte Sozialpartnerschaft mit den Arbeitgebern hochhalten als entschlossen die Interessen ihrer Mitglieder zu vertreten. Das kommt bei denen nicht gut an, wie sich an zahllosen Kommentaren auf der Facebook-Seite von ver.di zeigt. &bdquo;Warum verkauft ihr das als Erfolg&ldquo;, fragt ein User und ein anderer: &bdquo;Hat es jemals bei Tarifverhandlungen so eine Beleidigung gegeben? Eine Erh&ouml;hung im letzten Monat der Laufzeit um ein Prozent! Wahnsinn!&ldquo; Jan meint, &bdquo;dieser Tarifabschluss ist ein Desaster und wird euch viele Mitglieder kosten&ldquo;. Positive Wortmeldungen finden sich praktisch keine, nur da, wo ver.di-Moderatoren die Wogen zu gl&auml;tten versuchen. Nicole klagt: &bdquo;Ich zweifele schon lange an Verdi und frage mich, wen vertretet ihr eigentlich noch. Aber jetzt habt ihr den Vogel abgeschossen.&ldquo; Und Ralf verk&uuml;ndet: &bdquo;Sollte das Ergebnis angenommen werden, trete ich in den unbefristeten Streik gegen Verdi ein und spare mir bis zu einem gerechten Abschluss die Beitr&auml;ge.&ldquo;<\/p><p><strong>Anschluss nicht gehalten<\/strong><\/p><p>Ohne Frage verbuchen die Gewerkschaften auch <a href=\"https:\/\/oeffentlicher-dienst-news.de\/tarifeinigung-im-oeffentlichen-dienst-der-laender\/\">Punkte auf der Habenseite<\/a>. So setzten sie endlich die Hamburg-Zulage durch, einen eigenst&auml;ndigen Tarifvertrag f&uuml;r den Stadtstaat, der 100 Euro mehr f&uuml;r Besch&auml;ftigte mit Kundenkontakt und 50 Euro mehr f&uuml;r Angestellte im Sozial- und Erziehungsdienst vorsieht. N&auml;chstes Jahr steigen die Betr&auml;ge auf 115 beziehungsweise 75 Euro. Zudem werden die Arbeitszeiten an den ostdeutschen Unikliniken Rostock, Greifswald und Jena schrittweise an die 38,5 Wochenstunden im Westen angepasst. Auch die Unk&uuml;ndbarkeit nach 15 Dienstjahren wird f&uuml;r alle Tarifbesch&auml;ftigten im Osten Anfang Januar 2027 Realit&auml;t. F&uuml;r Auszubildende gibt es 150 Euro mehr in drei Schritten: 60 Euro 2026 und 2027 sowie 30 Euro 2028. Und der Nachwuchs wird k&uuml;nftig nach erfolgreichem Abschluss wieder unbefristet &uuml;bernommen.<\/p><p>Aber gemessen an den Ausgangsforderungen und dem Hauptanliegen &ndash; sieben Prozent mehr Geld &uuml;ber zw&ouml;lf Monate &ndash; sind das blo&szlig; kleinere Fortschritte f&uuml;r einzelne Gruppen, w&auml;hrend das Gros der Besch&auml;ftigten mit einem k&uuml;mmerlichen Plus abgespeist wird, das sich unter ung&uuml;nstigen Bedingungen in ein Minus verkehrt. Haltbar ist nicht einmal die These von Ver.di-Chef Werneke, den <a href=\"https:\/\/www.verdi.de\/presse\/pressemitteilungen\/tarifrunde-oeffentlicher-dienst-laender-beschaeftigte-erhalten-58-prozent-mehr-geld-mindestens-100\">&bdquo;Anschluss an das Lohnniveau&ldquo;<\/a> im &ouml;ffentlichen Dienst von Bund und Kommunen herzustellen. Die mit dem TV&ouml;D ausgehandelten 5,8 Prozent mehr Gehalt teilen sich in zwei Erh&ouml;hungsschritte (3,0 und 2,8 Prozent) und nicht in drei. Die Kolleginnen und Kollegen in Bund, St&auml;dten und Gemeinden gelangen also schneller und in gr&ouml;&szlig;eren Schritten zu ihrer bescheidenen Besserstellung und sind damit eher davor gefeit, von der Preisentwicklung &uuml;berholt zu werden. Ein Kommentator bei <em>Facebook<\/em> konstatierte: &bdquo;Im Vergleich zum TV&ouml;D liegen wir beim Land circa 300 Euro zur&uuml;ck.&ldquo;<\/p><p><strong>Studentische Hilfskr&auml;fte bleiben prek&auml;r<\/strong><\/p><p>Abgespeist werden einmal mehr die studentischen Hilfskr&auml;fte an Deutschlands Hochschulen. Wie die NachDenkSeiten vor zwei Wochen <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=145811\">hier berichteten<\/a>, k&auml;mpfen diese seit etlichen Jahren f&uuml;r einen bundesweiten Tarifvertrag (TVStud) nach Berliner Vorbild. Bei der TdL sind sie trotz anderslautender Ank&uuml;ndigungen abermals abgeblitzt. Ihre Mindeststundenl&ouml;hne werden im Rahmen der schon bestehenden &bdquo;schuldrechtlichen Vereinbarung&ldquo; lediglich in zwei Stufen aufgestockt, auf 15,20 Euro zum Sommersemester 2026\/27 und 15,90 Euro ein Jahr darauf. Erfahrungsgem&auml;&szlig; werden die Vorgaben allerdings in gro&szlig;em Stil und systematisch unterlaufen, womit f&uuml;r die Betroffenen auch weiterhin gilt: <a href=\"https:\/\/www.verdi.de\/gesundheit-soziales-bildung\/mein-arbeitsplatz\/hochschulen-und-forschungseinrichtungen\/jung-akademisch-immer-noch-prekaer\">&bdquo;Jung, akademisch und (immer noch) prek&auml;r&ldquo;<\/a>. Wie die GEW mitteilte, seien in Bezug auf die Mindestvertragslaufzeit &bdquo;zumindest Verschlechterungen abgewehrt&ldquo; worden. Dazu noch die Ansage: &bdquo;Die 300.000 studentischen Besch&auml;ftigten werden wieder Teil der kommenden Tarifrunde der L&auml;nder!&ldquo; &Uuml;bersetzt: In zweieinhalb Jahren d&uuml;rft ihr wieder streiken &ndash; f&uuml;r so gut wie nichts.<\/p><p>Bis zum 9. M&auml;rz k&ouml;nnen alle Gewerkschaftsmitglieder im TV-L &uuml;ber das Verhandlungsergebnis abstimmen. Am 12. M&auml;rz wird die zust&auml;ndige Bundestarifkommission endg&uuml;ltig entscheiden. Die H&uuml;rden f&uuml;r eine Annahme sind gering, lediglich mindestens 25 Prozent der Stimmberechtigten m&uuml;ssen daf&uuml;r votieren. Bei Unterschreiten der Marke m&uuml;ssten die Verhandlungen f&uuml;r gescheitert erkl&auml;rt werden und sich anschlie&szlig;end wenigstens 75 Prozent f&uuml;r einen Erzwingungsstreik aussprechen.<\/p><p><strong>&bdquo;Danke Verdi!&ldquo;<\/strong><\/p><p>Dietmar Breme vom &bdquo;Netzwerk f&uuml;r eine k&auml;mpferische und demokratische ver.di&ldquo; ist restlos bedient. <a href=\"https:\/\/www.labournet.de\/branchen\/dienstleistungen\/oedienst\/tarif-und-besoldungsrunde-oeffentlicher-dienst-der-laender-2025\/\">&bdquo;5,8 Prozent in drei Schritten &ndash; 27 Monate Laufzeit&ldquo;<\/a>, schrieb er in einem Beitrag auf <em>Labournet.de<\/em>. &bdquo;Und das bei steigenden Lebenshaltungskosten. Und das bei steigenden Mieten, steigenden Kosten f&uuml;r Heizung und Strom. Steigenden Preisen f&uuml;r Bus und Bahn. Steigenden Steuern. Danke Verdi!&ldquo; Das Einzige, was gehe in diesem Land, &bdquo;sind zig Milliarden f&uuml;r Aufr&uuml;stung und Kriegsvorbereitung. Billionen f&uuml;r die R&uuml;stungsindustrie. Milliarden f&uuml;r die Ukraine, damit das Sterben weitergeht&ldquo;, so Breme.<\/p><p>Das alles freilich geht nur mit Gewerkschaften, die sich nicht gegen Zeitgeist, &bdquo;Zeitenwende&ldquo; und &bdquo;Kriegsert&uuml;chtigung&ldquo; auflehnen, sondern stillhalten und mitmachen, sich der Propaganda von &bdquo;leeren Kassen&ldquo; und &bdquo;Sparzw&auml;ngen&ldquo; unterwerfen und ihre Mitglieder verraten. Aber da geht noch mehr. Vor einem Jahr schloss die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) mit der Deutschen Bahn (DB) ab: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=129061\">Laufzeit 33 Monate<\/a>. Ver.di und Co. kommen der Sache n&auml;her.<\/p><p><small>Titelbild: fotandy\/shutterstock.com<\/small><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg05.met.vgwort.de\/na\/433c115d4bdb49c5be070fc360b30a43\" alt=\"\" title=\"\" height=\"1\" width=\"1\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Abschluss im &ouml;ffentlichen Dienst der L&auml;nder setzt neue Ma&szlig;st&auml;be in puncto &bdquo;Gen&uuml;gsamkeit&ldquo;: Ein Plus von 5,8 Prozent in drei Schritten und eine Laufzeit von &uuml;ber zwei Jahren bedeuten bestenfalls eine Nullrunde, eher schleichenden Reallohnverlust. Die Reaktionen unter ver.di-Mitgliedern reichen von &bdquo;Beleidigung&ldquo; &uuml;ber &bdquo;Desaster&ldquo; bis hin zu &bdquo;Vogel abgeschossen&ldquo;. 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