{"id":146581,"date":"2026-02-22T14:00:40","date_gmt":"2026-02-22T13:00:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=146581"},"modified":"2026-02-23T10:23:45","modified_gmt":"2026-02-23T09:23:45","slug":"inside-bundestag-jeder-nimmt-was-er-kann-so-funktioniert-nun-mal-das-system","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=146581","title":{"rendered":"\u201eInside Bundestag\u201c: Jeder nimmt, was er kann \u2013 so funktioniert nun mal das System"},"content":{"rendered":"<p>&bdquo;Hinter der Fassade des Bundestages haben freies Denken, wirkliche Demokratie und das Gewissen eines Abgeordneten kaum Platz&ldquo;, meint Joana Cotar, die das Hohe Haus acht Jahre lang von innen erlebte. Mangelnde Qualifikation der &bdquo;Volksvertreter&ldquo;, Selbstbereicherung, fehlende Transparenz und Tricksereien f&uuml;hrt sie vor Augen und gibt in ihrem Buch &bdquo;Inside Bundestag&ldquo; Denkanst&ouml;&szlig;e, wie eine b&uuml;rgerfreundlichere Politik funktionieren k&ouml;nnte. Eine Rezension von <strong>Irmtraud Gutschke<\/strong>. <\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_4491\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-146581-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260220-Inside-Bundestag-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260220-Inside-Bundestag-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260220-Inside-Bundestag-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260220-Inside-Bundestag-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=146581-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/260220-Inside-Bundestag-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"260220-Inside-Bundestag-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Meinte da etwa jemand, dass im Bundestag lauter kluge Leute s&auml;&szlig;en, verantwortungsbewusst allein aufs Gemeinwohl bedacht? Schulkindern mag man das erz&auml;hlen, wenn sie einen Ausflug ins Hohe Haus unternehmen. Und es mag irgendwo auch noch Erwachsene geben, die sowas glauben. Laut daran zu zweifeln, sollten sich zumindest bestimmte Berufsgruppen vorsehen, um sich nicht Misstrauen oder Schlimmerem auszusetzen. <\/p><p>Insofern k&ouml;nnte sich Joana Cotar auf einiges gefasst machen. Dass &bdquo;Insider&ldquo; auspacken, wird kaum Beifall befinden bei jenen, die ihr bequemes Nest durch Enth&uuml;llungen beschmutzt sehen. Andererseits w&auml;re es ein schlechtes Zeichen f&uuml;r &bdquo;unsere Demokratie&ldquo;, so lautet ja die Floskel, wenn sie nicht auch unbequeme Wahrheiten vertr&uuml;ge. Ja, geh&ouml;rt es nicht geradezu zum Gesch&auml;ft, den Bundestag auch mal kritisch zu sehen?<\/p><p>Aber wohl nicht so grundlegend kritisch, wie es diese Autorin tut. Acht Jahre lang ist sie Abgeordnete gewesen, zun&auml;chst f&uuml;r die AfD, nach ihrem Parteiaustritt war sie fraktionslos. Sie war, und das muss man ihr glauben, von Hoffnung beseelt, etwas in unserem Lande zum Besseren zu bewegen. Eine Idealistin, die von der Realit&auml;t eingeholt wird &ndash; sie d&uuml;rfte nicht die Einzige sein, der es so geht.<\/p><p>&bdquo;Gegen eine Politik, die uns nicht zuh&ouml;rt: Regiert nicht am Volk vorbei!&ldquo; Es war ja alles stimmig, was auf ihren selbstgedruckten Flyern stand, die sie 2011 am Rande einer Demonstration in Frankfurt am Main verteilte. Aber sie hatte wohl Illusionen, wenn sie ihre Wahrheit gegen das System setzen wollte.<\/p><p><strong>Der Elfenbeinturm war h&ouml;her als gedacht<\/strong><\/p><p>1973 geboren, ist Joana Cotar die Tochter einer rum&auml;nischen Mutter und eines deutschen Vaters. Als sie f&uuml;nf Jahre alt war, floh die Familie vor dem Ceau&#351;escu-Regime in die Bundesrepublik, als diese sich noch in der sozialen Marktwirtschaft sonnte. Mit einer gewissen Blau&auml;ugigkeit ist die Tochter dann w&auml;hrend ihres Studiums der Politikwissenschaft und Germanistik von 1993 bis 1999 der CDU beigetreten, geh&ouml;rte sogar dem Vorstand der CDU Mannheim-Schwetzingerstadt\/Oststadt an.<\/p><p>Wie sie aus Entt&auml;uschung 2013 zur AfD wechselte, wenig sp&auml;ter zur Co-Vorsitzenden des hessischen Landesverbandes gew&auml;hlt wurde, wie sie immer wieder mit Gerangel um Listenpl&auml;tze zu tun hatte, ehe sie 2017 in den Bundestag kam, zeugte von Beharrlichkeit und politischem Willen. Dass es auch um pers&ouml;nlichen Aufstieg ging, kann sie wohl nicht verleugnen. Im M&auml;rz 2021 war sie sogar als m&ouml;gliche Spitzenkandidatin an der Seite von Tino Chrupalla im Gespr&auml;ch. Aber Alice Weidel machte das Rennen, was Cotars Ehrgeiz einen D&auml;mpfer versetzte. Im November 2022 trat sie aus der AfD und deren Bundestagsfraktion aus, blieb als Parteilose bis 2025 im Bundestag und ist seitdem keine Abgeordnete mehr. <\/p><p>All das wird hervorgekramt werden, wenn es um ihr Enth&uuml;llungsbuch geht. Ihre politischen Positionen im Einzelnen &ndash; mit manchem w&uuml;rde ich wohl nicht &uuml;bereinstimmen, aber es kann sich inzwischen auch einiges ge&auml;ndert haben &ndash; stellt die Autorin hier nicht zur Debatte. Der Text gilt ganz und gar der Funktionsweise dessen, was gemeinhin als &bdquo;unsere Demokratie&ldquo; bezeichnet wird. Auch wenn einem schon lange klar war, dass es nur eine Fassadendemokratie ist &ndash; immerhin besser als eine offene Diktatur &ndash;, wird man von der Lekt&uuml;re gefesselt sein. Man erf&auml;hrt eine Menge von dem, was man ahnte, aber doch nicht so genau wusste, weil es im Einzelnen eben nicht &ouml;ffentlich wird.<\/p><p><strong>Der Bundestag kostet im Jahr &uuml;ber eine Milliarde Euro <\/strong><\/p><p>Auch wenn einem klar war, wie Parteienfinanzierung funktioniert, kann einem entgangen sein, wie diese immer weiter erh&ouml;ht wurde, 2025 schon auf 225 Millionen Euro. Zudem leistet sich das Land &bdquo;das intransparenteste Parteispendensystem in Europa&ldquo;. [<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>] Das bedeute, wer reich ist und viel spendet, &bdquo;kauft sich den Zugang zu Parteien und deren Politik.&ldquo; Im Lobbyregister des Bundestages seien im August 2024 insgesamt 5.764 aktive Interessenvertreter und 33.200 Personen eingetragen gewesen, die regelm&auml;&szlig;ig versuchten, Einfluss auf die Politik zu nehmen &ndash; das sind sage und schreibe rund 45 Lobbyisten pro Bundestagsabgeordneten. [<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>] Wie ein kleiner Fanclub sei das, meint Cotar, der st&auml;ndig an die T&uuml;r klopft, Einladungen ausspricht und gelegentlich die Kaffeekasse auff&uuml;llt. Nicht wundern d&uuml;rfe man sich also, dass in den letzten f&uuml;nf Jahren 863 Personen aus Parlament, Regierung oder Verwaltung in diese organisierte Interessenvertretung wechselten oder beide Rollen in sich vereinten.<\/p><p>Beim gro&szlig;en Spendendinner von Jens Spahn w&auml;hrend der Corona-Zeit seien die Teilnehmer gebeten worden, nicht mehr als 9.999 Euro zu spenden, weil erst Betr&auml;ge &uuml;ber 10.000 Euro &ouml;ffentlich gemacht werden m&uuml;ssen. Was ich nicht wusste: Wenn Abgeordnete einen Teil ihrer Einnahmen als &bdquo;Spende&ldquo; an ihre Partei weitergeben, k&ouml;nnen sie das nicht nur von der Steuer absetzen, die Partei bekommt auch noch f&uuml;r jeden Euro Spende 45 Cent vom Staat. Zudem hat das Sponsoring durch Unternehmen Ausma&szlig;e, die man sich kaum vorstellen kann.<\/p><p>Auch die parteinahen Stiftungen wollen finanziert sein. Dass sie 2023 mit 697 Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt bedacht wurden, kann man auch ohne dieses Buch nachlesen. Hinzu kommen 140 Millionen f&uuml;r die Fraktionen &ndash; B&uuml;ror&auml;ume, Fahrdienst, wissenschaftlicher Dienst nicht mitgerechnet.<\/p><p>Die Emp&ouml;rung von Oppositionsparteien sei daher meist nicht mehr als reines Theater, hei&szlig;t es im Buch. Sie k&ouml;nnen fr&ouml;hlich gegen die jeweilige Regierung schie&szlig;en und sich den W&auml;hlern als verantwortungsvolle Alternative pr&auml;sentieren, wohl wissend, dass die Erh&ouml;hung sowieso kommt und von allen gern mitgenommen wird. &bdquo;Die Parteien haben sich den Staat zur Beute gemacht.&ldquo; Und das gilt ebenso f&uuml;r die Abgeordneten. &bdquo;Ein MdB verdient derzeit 11.833,47 Euro im Monat. Hinzu kommt die steuerfreie Aufwandspauschale von 5349,58. Zudem stehen jedem Bundestagsabgeordneten j&auml;hrlich bis zu 12.000 Euro f&uuml;r B&uuml;ro- und Gesch&auml;ftsbedarf zur Verf&uuml;gung.&rdquo;<\/p><p>Eine beindruckende Rechnung macht Joana Cotar auf: Alles zusammengerechnet, kostet jeder Abgeordnete 537.996,60 Euro pro Jahr. Das hei&szlig;t, der Bundestag verschlingt &uuml;ber eine Milliarde Euro j&auml;hrlich. 2026 sollen die Kosten sogar bei 1,3 Milliarden liegen. Und zu dieser Summe gesellen sich noch der Bundesrat, 16 L&auml;nderparlamente, der Regierungsapparat und nat&uuml;rlich die Parteien. <\/p><p>Das Schlimme sei, so die Autorin, dass auch Mitglieder einer Oppositionspartei, die eigentlich angetreten war, alles anders zu machen &ndash; damit meint sie wohl die AfD &ndash; dann alles rauszuholen trachten, was nur geht: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Wer als junger Mensch in diesen Politik-Organismus hineingezogen wird und au&szlig;er Politik nichts lernt, der muss und will dabeibleiben, denn die Welt au&szlig;erhalb der politischen Blase ist rauer und h&auml;rter, erst recht, wenn ein Abschluss oder Erfahrungen in der freien Wirtschaft fehlen. Und um dabei zu bleiben, muss man sich anpassen, gehorchen und folgen &ndash; da gehen die Ideale schnell verloren und das Gewissen gleich mit.&ldquo; [<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>] <\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Weil alle Teile des Systems sind und davon profitieren, wollen sie daran festhalten &ndash; &bdquo;egal, was sie vorher lautstark und voller Enthusiasmus versprochen haben&ldquo;. Dann geht es nur noch darum, wiedergew&auml;hlt zu werden durch Intrigen und innerparteiliche Schlammschlachten: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Wenn wir die Politik wirklich &auml;ndern wollen, wenn wir m&ouml;chten, dass sich Politiker wirklich um das Land, um die Probleme der Menschen k&uuml;mmern, dann m&uuml;ssen wir diese Selbstbedienungsmentalit&auml;t aufbrechen.&ldquo; [<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>]<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Arrogante Weltfremdheit und Inkompetenz <\/strong><\/p><p>Und diese mit viel Geld gem&auml;steten &bdquo;Volksvertreter&ldquo; (bei vielen kommen ja noch Nebeneink&uuml;nfte hinzu) erkl&auml;ren uns nun, dass sich Deutschland den Sozialstaat nicht mehr leisten k&ouml;nne, denke ich beim Lesen. Sie rechnen durch, wo der Rotstift am wirksamsten anzusetzen sei. Beim B&uuml;rgergeld, bei den Renten? Den Bundeszuschuss f&uuml;r die gesetzlichen Krankenkassen reduzieren, indem Zahnarztkosten k&uuml;nftig privat zu tragen sind? Die Bremse ist nur, dass sie wiedergew&auml;hlt werden wollen. Erstmal die Migranten raus, deren Unterbringung ja auch kostet. Die Armen gegen die &Auml;rmsten aufwiegeln, das geht immer. <\/p><p>Der eigene Lebenswandel wird gar nicht in Betracht gezogen. Was f&uuml;r eine arrogante Weltfremdheit! &bdquo;B&auml;cker, Klempner, Sekret&auml;rin, Kaufmann &ndash; alle haben sie eine Ausbildung, nur Spitzenpolitiker haben keine&ldquo;, moniert Joana Cotar. Doch abgesehen davon, dass Leute mit solchen Berufen kaum im Parlament sitzen, auch sie w&uuml;rden wohl &ndash; einmal zu viel Geld gekommen &ndash; alles tun, damit es so bleibt. Und dabei ist sogar jedem selbst &uuml;berlassen, was er oder sie daf&uuml;r leistet.<\/p><p>Bei den Aufstellungsversammlungen geht es um Netzwerke und ums Strippenziehen. &bdquo;W&auml;hlst du meinen Kandidaten, w&auml;hle ich deinen.&ldquo; [<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>] Wie Kandidaten des anderen Lagers gemobbt werden, daf&uuml;r f&uuml;hrt Joana Cortar konkrete Beispiele an. Sie war eine von den wenigen, die ihre Reden selbst geschrieben haben, weil es f&uuml;r sie kein Job, sondern eine Herzensangelegenheit gewesen sei. Aber im Allgemeinen haben die Abgeordneten daf&uuml;r ihre Referenten. Sie selbst werden professionell geschult, um professionell zu erscheinen. Sprechpuppen und Schauspieler &ndash; man wundert sich ja immer wieder, wer da alles Minister wird. &bdquo;Kein Unternehmen dieser Welt w&uuml;rde Spitzenpositionen mit derart fachfremdem Personal besetzen.&ldquo; Da habe sich in den letzten Jahren die Unsitte entwickelt, f&uuml;r unz&auml;hlige Beratungsfirmen Unsummen an Steuergeldern zu verschleudern. [<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>]<\/p><p>Wie wenig frei einzelne Abgeordnete in ihrem Abstimmungsverhalten sind, unter welchem Druck sie stehen! Zu lesen ist von &bdquo;Beichtstuhl-Gespr&auml;chen&ldquo; mit dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Jens Spahn, und der Satz von Friedrich Merz w&auml;hrend einer Fraktionssitzung wird zitiert: &bdquo;Ich sehe, wer klatscht und wer nicht.&ldquo; So sei das Rentenpaket durchgegangen, auch mit den Stimmen derer, die vorher dagegen gewesen waren. [<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>]<\/p><p><strong>Warum die Volksvertreter kaum noch wissen, wie es im Volke aussieht<\/strong><\/p><p>&bdquo;Das System sorgt eben f&uuml;r die Seinen und die Seinen sorgen daf&uuml;r, dass das System so bleibt, wie es ist.&ldquo; In klarer, pers&ouml;nlicher Sprache macht die Autorin ihrer Emp&ouml;rung Luft. Mit vielen Einzelheiten erz&auml;hlt sie, wie das Leben &bdquo;in der Blase Berlin&ldquo; aussieht, sodass Olaf Scholz eben nicht wusste, was ein Liter Benzin kostet, und Ricarda Lang glaubte, dass die Durchschnittsrente bei 2.000 Euro liegt. [<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>] Cotar schreibt:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Gebuchte Reisen, Fahrdienst, Abendveranstaltungen, das eigene B&uuml;ro, viele Termine mit den immer gleichen Leuten, dazu Restaurants im Bundestag, die Parlamentarische Gesellschaft, eine Cafeteria, ein Hausarzt, die M&ouml;glichkeit, Sport zu treiben &hellip; Es ist die Kombination aus Geld, Macht und Ansehen im Elfenbeinturm, die einen oft nicht losl&auml;sst und selbst dann noch erbittert um einen Bundestagsplatz k&auml;mpfen l&auml;sst, wenn einem die innerparteilichen Querelen l&auml;ngst gesundheitlich zu schaffen machen, die Ehe in die Br&uuml;che gegangen ist und man den Bezug zu sich selbst und der Partei verloren hat.&ldquo; [<a href=\"#foot_9\" name=\"note_9\">9<\/a>]<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Denn was sollen sie drau&szlig;en machen, wenn sie ihre Privilegien verloren haben? Nicht jedem wird es gelingen, wie Annalena Baerbock bei der UNO &bdquo;nach oben&ldquo; zu fallen. Da braucht sie auf ihre Maskenbildnerin nicht zu verzichten, die den deutschen Steuerzahler im Jahr 2022 136.500 Euro kostete, &bdquo;um nicht wie ein Totengr&auml;ber auszusehen&ldquo;. [<a href=\"#foot_10\" name=\"note_10\">10<\/a>] Auch Altkanzlerin Merkel, der einstige Wirtschaftsminister Habeck und wer nicht alles noch waren auf Versch&ouml;nerung bedacht. Bundeskanzler Merz hat in nur drei Monaten 12.500 Euro f&uuml;r Friseur-, Kosmetik- und Visagistenleistungen ausgegeben. Wirtschaftsministerin Reiche kam auf 19.000 Euro. [<a href=\"#foot_11\" name=\"note_11\">11<\/a>] <\/p><p>Luxuri&ouml;se Flugreisen, luxuri&ouml;se Ausstattung &ndash; der Erweiterungsbau des Bundekanzleramtes mit Hubschrauber-Landeplatz, Kanzlerwohnung, Sportraum und eigener Kita wird (Stand Ende 2025) 777 Millionen Euro kosten. Und dazu kommen noch viele Millionen und Milliarden f&uuml;r Bauma&szlig;nahmen, die den B&uuml;rgern in keiner Weise zugutekommen &ndash; die aber sp&uuml;ren, wie weit das politische Berlin mittlerweile von ihnen entfernt ist. Soll man sich da &uuml;ber ihr Wahlverhalten wundern? <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Die Abgeordneten sind Angestellte der B&uuml;rger &hellip; Leider k&ouml;nnen sie sie nur alle vier Jahre feuern und auch dann nur die Partei, selten die Abgeordneten selbst.&ldquo; [<a href=\"#foot_12\" name=\"note_12\">12<\/a>]<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Naiv sei sie bei ihrem Einzug in den Bundestag gewesen, gibt Joana Cotar zu. Aber dann erlebte sie Abgeordnete wie Marionetten und sah, wie bei wichtigen Entscheidungen die Exekutive die Macht &uuml;bernahm. Eine Opposition in der Minderheit kann wenig ausrichten. Wie sie mit vielen Einzelheiten hinter die Kulissen des Parlaments blicken l&auml;sst, ist hochinteressant, allerdings keine Wohlf&uuml;hllekt&uuml;re. <\/p><p>Tricks bei der Gesetzgebung, fehlende Transparenz und Scheindebatten, die Erkl&auml;rung des &bdquo;Hammelsprungs&ldquo;, Aussch&uuml;sse unter Ausschluss der &Ouml;ffentlichkeit, das Tricksen mit parteinahen Stiftungen, die Heuchelei. Recht hat sie: &bdquo;Das Demokratiedefizit ist systemischer Art.&ldquo; Weil sich an der Umverteilung von unten nach oben keinesfalls etwas &auml;ndern soll. <\/p><p>&bdquo;Der institutionalisierte Irrsinn: Das Eigenleben der Parlamentsb&uuml;rokratie&ldquo; ist Kapitel 6 &uuml;berschrieben. Aber der Irrsinn hat doch Methode. Wenn es um Machterhalt geht, z&auml;hlt freilich Loyalit&auml;t vor Leistung. Und b&uuml;rokratische Selbstbesch&auml;ftigung geh&ouml;rt zum Gesch&auml;ft. Auch B&uuml;rger werden ja ruhiggestellt, wenn man sie durch b&uuml;rokratische Anforderungen &uuml;berlastet. &bdquo;Ein Arbeitstag kann erstaunlich kurz werden, wenn man ihn haupts&auml;chlich mit technischen Herausforderungen verbringt.&ldquo; [<a href=\"#foot_13\" name=\"note_13\">13<\/a>] Und das sagt die einstige Sprecherin im Ausschuss &bdquo;Digitale Agenda&ldquo;. <\/p><p><strong>Die gez&uuml;chtete Zivilgesellschaft<\/strong><\/p><p>Aber Machtpolitik, um die es hier ja geht, hat ihren Ort nicht nur in Regierung und Parlament. In den sp&auml;ten Sechzigerjahren habe es begonnen, dass Politik nicht mehr nur als parlamentarisches Verfahren, sondern als kultureller Prozess verstanden wurde &ndash; &bdquo;als Kampf um Sprache, Moral, wissenschaftliche Autorit&auml;t, mediale Deutung und allt&auml;gliche Selbstverst&auml;ndlichkeiten&ldquo;. [<a href=\"#foot_14\" name=\"note_14\">14<\/a>] Da werden Vereine und Stiftungen zu einem staatlich gepflegten Vorfeld, das Politik in der gew&uuml;nschten Richtung unterst&uuml;tzt. Dadurch l&auml;sst sich Verantwortung abschieben. &bdquo;&Auml;hnlich wie beim beliebten Spiel mit der EU-Ebene: Unliebsame Ma&szlig;nahmen, die man national nicht durchboxen will oder kann, weil sie Stimmen kosten w&uuml;rden, werden kurzerhand nach Br&uuml;ssel outgesourct.&ldquo; Von dort kommen sie als Verordnung zur&uuml;ck. [<a href=\"#foot_15\" name=\"note_15\">15<\/a>]<\/p><p>Es ist eine kluge Beobachtung, dass viele Debatten nicht mehr offen, sondern schon unter einem bestimmten moralischen Vorzeichen beginnen, dass der politische Raum bereits verengt wird, bevor ein Gesetzesentwurf auf den Tisch kommt. Dass f&uuml;r Abgeordnete die Schere im Kopf &uuml;berm&auml;chtig wird, dieser Mechanismus der Selbstzensur, gilt er nicht schon f&uuml;r alle systemrelevanten Bereiche der Gesellschaft?<\/p><p>Hier allerdings kommt auch die eigene Gesinnung ins Spiel. Aus dieser heraus steht die Autorin hinter dem &bdquo;F&uuml;nf-Punkte-Migrationsantrag&ldquo;, den die Union zusammen mit den Stimmen von FDP und AfD am 29. Januar 2025 verabschiedete und gegen den die Linke mit ihren Strukturen mobilmachte. Dass auch die staatlich gef&ouml;rderte Arbeiterwohlfahrt daran beteiligt war, findet sie fragw&uuml;rdig. Sie h&auml;lt es f&uuml;r ein Problem, wenn politische Macht allm&auml;hlich aus den gew&auml;hlten Gremien abwandert, die sie doch selbst einer Kritik unterzieht. Wobei das eben zweischneidig ist. Einerseits wird, wie sie darstellt, das herrschende System durch die sogenannte Zivilgesellschaft gest&uuml;tzt, andererseits ist diese doch notwendig, um gesellschaftliche Ver&auml;nderungen voranzubringen. <\/p><p>Es stimmt: &bdquo;Politische Macht wird gezielt an staatlich finanzierte NGOs, Gerichte und digitale Diskursw&auml;chter ausgelagert.&ldquo; Die brauchen dann keine mehrheitliche Zustimmung mehr. Das Parlament spielt nur noch die zweite Geige. St&uuml;ck f&uuml;r St&uuml;ck werden Debatten durch &bdquo;Konsens&ldquo; und Moral ersetzt. Von der hochgelobten Demokratie &bdquo;bleibt nur noch die Fassade&ldquo;. [<a href=\"#foot_16\" name=\"note_16\">16<\/a>]<\/p><p><strong>Wie k&ouml;nnte es denn anders sein?<\/strong><\/p><p>Im Buch wird aus einer Allensbach-Umfrage vom Dezember 2025 zitiert, dass nur noch 28 Prozent der Deutschen Vertrauen in die Bundesregierung haben und nur 17 Prozent &uuml;berhaupt auf Parteien setzen. Da stellt die Autorin einen 15-Punkte-Plan f&uuml;r Ver&auml;nderungen vor, an den sich bei mir auch Fragen anschlie&szlig;en:<\/p><p>Volksentscheide: W&auml;ren sie wirklich ein funktionierendes Korrektiv? W&uuml;rden sie nicht auch medial gelenkt werden? <\/p><p>Offene Parteilisten bei der Wahl: Wer den B&uuml;rger &uuml;berzeugt, r&uuml;ckt nach oben. Politische Teilhabe sollte nicht an Parteimitgliedschaft gebunden sein. Sch&ouml;n, so k&auml;me sie selbst wieder in den Bundestag, dem das sicher guttun w&uuml;rde. Aber der &uuml;bliche Wahlkampf w&uuml;rde auch zur pers&ouml;nlichen Werbeshow. Selenskyj kam bekanntlich als Star einer Fernsehserie zur Macht. <\/p><p>Gewaltenteilung ernst nehmen: Wer ein Regierungsamt &uuml;bernimmt, kann nicht gleichzeitig Abgeordneter sein. Zweifellos richtig. Richterwahlen sollten nicht in den Hinterzimmern der Macht ausgekungelt werden, sondern direkt durch das Volk erfolgen. Schwierig.<\/p><p>Geld aus dem System ziehen: Das w&auml;re gut gegen eine weitverzweigte Korruption, die bei Abgeordneten und Parteien ja nicht aufh&ouml;rt. &bdquo;Ein System, das politische Karrieren finanziell absichert, unabh&auml;ngig von Leistung und Verantwortung, produziert zwangsl&auml;ufig Politik f&uuml;r den eigenen Erhalt und nicht f&uuml;r die B&uuml;rger.&ldquo; [<a href=\"#foot_17\" name=\"note_17\">17<\/a>] Aber das ganze System beruht auf solcher Art Selbstbedienung, an der dann jeder nach eigenen M&ouml;glichkeiten teilhaben will. Wie man so sagt: Der Fisch beginnt vom Kopf her zu stinken. R&uuml;cksichtsloses Agieren rechtfertigt sich auf allen Ebenen.<\/p><p>Lobbyismus und Einfluss &ndash; Transparenz sichern: Man sollte es versuchen. Das Problem ist nur, dass zu viele davon profitieren.<\/p><p>Qualifikation f&uuml;r Abgeordnete und Minister: Poltische Macht bedeutet Verantwortung, ja, aber wof&uuml;r. Damit die Umverteilung von unten nach oben weiter l&auml;uft wie bisher? Es stimmt: &bdquo;Politik darf kein Einstiegsberuf sein. Wer politische Verantwortung &uuml;bernehmen will, sollte zuvor eine Mindestzeit von f&uuml;nf Jahren au&szlig;erhalb des politischen Betriebes gearbeitet haben&ldquo;, um Erfahrungen au&szlig;erhalb der politischen Blase haben. <\/p><p>Amtszeitbegrenzung: W&auml;re gut.<\/p><p>Haftung f&uuml;r Politiker: &bdquo;Wer Mist baut, muss daf&uuml;r geradestehen.&ldquo; Das w&uuml;rde B&uuml;rger freuen, aber auch Juristen.<\/p><p>W&auml;hlerbindung und freies Mandat st&auml;rken: Gut w&auml;re es tats&auml;chlich, wenn jeder Abgeordnete einmal j&auml;hrlich eine B&uuml;rgerversammlung in seinem Wahlkreis abhalten m&uuml;sste und wenn es auch au&szlig;erordentliche Rechenschaftsversammlungen auf Antrag der B&uuml;rger g&auml;be. Die Bindung zwischen Volk und Vertretern w&uuml;rde sp&uuml;rbar st&auml;rker, die Politik insgesamt bodenst&auml;ndiger.<\/p><p>Weniger Gesetze &ndash; bessere Gesetze: Tats&auml;chlich werden immer h&auml;ufiger umfangreiche Gesetzespakete geschn&uuml;rt, bei denen die Abgeordneten nicht durchblicken und sie einfach abnicken.<\/p><p>Schlanker Staat? Hier kommt es darauf an, was man unter diesem Ausdruck versteht, denn er wird oft als neoliberaler Kampfbegriff benutzt. Soll etwa alles dem Markt &uuml;berlassen sein? Im Verh&auml;ltnis zur Privatwirtschaft sollte der Staat ja dem Schutz der B&uuml;rger dienen. Man denke nur an die Steuerfahndung, die man keinesfalls personell reduzieren sollte. &nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p><p>L&auml;nder und Kommunen st&auml;rken: Wichtig, denn Entscheidungen &uuml;ber Kosten und Verantwortung m&uuml;ssen wieder zusammenfallen. <\/p><p>Stopp der NGO-Finanzierung: Einerseits stimmt es, dass sich der Staat damit Strukturen schafft, die seine Agenda tragen. Andererseits tut man vielleicht mancher Initiative Unrecht mit diesem allzu pauschalen Urteil.<\/p><p>Unabh&auml;ngige Medien: Das kann man wohl fordern, aber alles befindet sich nun mal in einem Machtsystem.<\/p><p>Einfluss der EU massiv begrenzen: Es ist wahr, dass die Europ&auml;ische Union kein gro&szlig;artiges wirtschaftliches Friedensprojekt mehr ist, sondern sich mit 50.000 Mitarbeitenden immer st&auml;rker in den Alltag einmischt. Wobei der Gedanke des Friedens im Buch sonst kaum auftaucht.<\/p><p>Mehr Freiheit: Ja, die entsteht durch konsequent begrenzte Macht. Wobei die Macht sich gerade aufbl&auml;ht, weil sie in einer Krise ist. <\/p><p>Was also tun? <\/p><p>&bdquo;Wir sind nicht nur dazu da, einmal in vier Jahren ein Kreuz auf dem Wahlzettel zumachen. Wacht auf, wehrt euch, geht auf die Stra&szlig;e, werdet laut.&ldquo; Joana Cotars Aufruf auf ihrem selbstgedruckten Flyer von 2011 gilt jedenfalls bis heute. <\/p><p><em>Joana Cotar: Inside Bundestag. Wie ich in 8 Jahren im Zentrum der Macht das Vertrauen in unsere Demokratie verlor. Neu-Isenburg 2026, Westend Verlag, Taschenbuch, 219 Seiten, ISBN 978-3987913655, 24 Euro.<\/em><\/p><p><small>Titelbild: blue spruce media \/ Shutterstock<\/small><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/e3b916cf1b024fd4b8b8af4101a205a3\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] Inside Bundestag, S. 18<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/studie-zu-interessenvertretern-45-lobbyisten-fuer-jeden-bundestagsabgeordneten-11010370.html\">tagesspiegel.de\/politik\/studie-zu-interessenvertretern-45-lobbyisten-fuer-jeden-bundestagsabgeordneten-11010370.html<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] Inside Bundestag, S. 33<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] ebenda, S. 34<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] ebenda, S. 42<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] ebenda, S. 52<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] ebenda, S. 54<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.merkur.de\/wirtschaft\/lang-durchschnittsrente-kenn-ich-tats%C3%A4chlich%20nicht-rente-ricarda-lang-rentner-zr-92780234.html\">merkur.de\/wirtschaft\/lang-durchschnittsrente-kenn-ich-tats&auml;chlich nicht-rente-ricarda-lang-rentner-zr-92780234.html<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_9\" name=\"foot_9\">&laquo;9<\/a>] Inside Bundestag, S. 64 f.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_10\" name=\"foot_10\">&laquo;10<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/ansonsten-sieht-man-aus-wie-ein-totengraeber-baerbock-verteidigt-hohe-ausgaben-fuer-maskenbildnerin_id_260093321.html\">focus.de\/politik\/deutschland\/ansonsten-sieht-man-aus-wie-ein-totengraeber-baerbock-verteidigt-hohe-ausgaben-fuer-maskenbildnerin_id_260093321.html<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_11\" name=\"foot_11\">&laquo;11<\/a>] Inside Bundestag, S. 68<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_12\" name=\"foot_12\">&laquo;12<\/a>] ebenda, S. 80<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_13\" name=\"foot_13\">&laquo;13<\/a>] ebenda, S. 138<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_14\" name=\"foot_14\">&laquo;14<\/a>] ebenda, S. 147<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_15\" name=\"foot_15\">&laquo;15<\/a>] ebenda, S. 149 f.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_16\" name=\"foot_16\">&laquo;16<\/a>] ebenda, S. 167<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_17\" name=\"foot_17\">&laquo;17<\/a>] ebenda, S. 178<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&bdquo;Hinter der Fassade des Bundestages haben freies Denken, wirkliche Demokratie und das Gewissen eines Abgeordneten kaum Platz&ldquo;, meint Joana Cotar, die das Hohe Haus acht Jahre lang von innen erlebte. Mangelnde Qualifikation der &bdquo;Volksvertreter&ldquo;, Selbstbereicherung, fehlende Transparenz und Tricksereien f&uuml;hrt sie vor Augen und gibt in ihrem Buch &bdquo;Inside Bundestag&ldquo; Denkanst&ouml;&szlig;e, wie eine b&uuml;rgerfreundlichere Politik<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=146581\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":146584,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,187,126,127,208],"tags":[998,1685,2417,1475,633,1625],"class_list":["post-146581","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-bundestag","category-erosion-der-demokratie","category-lobbyismus-und-politische-korruption","category-rezensionen","tag-buerokratie","tag-lobbyregister","tag-parteienfinanzierung","tag-parteispenden","tag-politikerverdrossenheit","tag-stiftungen"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/shutterstock_2648366257.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/146581","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=146581"}],"version-history":[{"count":15,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/146581\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":146585,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/146581\/revisions\/146585"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/146584"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=146581"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=146581"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=146581"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}