{"id":146609,"date":"2026-02-23T11:00:57","date_gmt":"2026-02-23T10:00:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=146609"},"modified":"2026-02-24T11:05:12","modified_gmt":"2026-02-24T10:05:12","slug":"das-gefaehrliche-endspiel-des-us-gefuehrten-kapitalismus-und-die-globale-system-alternative","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=146609","title":{"rendered":"Das gef\u00e4hrliche Endspiel des US-gef\u00fchrten Kapitalismus \u2013 und die globale System-Alternative, Teil 1"},"content":{"rendered":"<p>Aufgrund seines systemischen Niedergangs r&uuml;stet sich der US-gef&uuml;hrte Kapitalismus noch weiter auf, vielgestaltig, beschleunigt durch die j&uuml;ngere, noch aggressivere Fraktion des Kapitals, die der aktuelle US-Pr&auml;sident Donald Trump verk&ouml;rpert, gefolgt von seinen nerv&ouml;s gewordenen, ebenfalls gescheiterten Vasallen vor allem in der EU und in Asien. Wie kann also die Zusammenarbeit des viel gr&ouml;&szlig;eren &bdquo;Rests&ldquo; der Menschheit in Bezug auf V&ouml;lkerrecht und Menschenrechte vertieft und ausgeweitet werden, auch auf nichtstaatlicher Ebene? Von <strong>Werner R&uuml;gemer<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Teil 1<\/strong><\/p><p><strong>I. &bdquo;Broken America&ldquo; soll die einzige Weltmacht bleiben!?<\/strong><\/p><p>Die USA sind &bdquo;eine br&uuml;chige Gerontokratie, die von innen heraus verrottet&ldquo; &ndash; aber dieses &bdquo;zerbrochene Amerika&ldquo; (&bdquo;broken America&ldquo;) ist Teil des &bdquo;seltsamen Triumphs&ldquo; eben dieses Staates. Diese Diagnose ist nicht Teil der &ouml;ffentlichen Mainstream-Debatte, sondern dient der internen Selbstverst&auml;ndigung der US-Elite, so ein hochvernetzter, prominenter US-Autor in <em>Foreign Affairs<\/em>.[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>] Dies ist das Magazin des Council on Foreign Relations, dem f&uuml;hrenden US-amerikanischen Think Tank f&uuml;r Au&szlig;enpolitik, der nach dem Ersten Weltkrieg von f&uuml;hrenden Kapitalisten gegr&uuml;ndet wurde und seitdem die globale Expansion der selbsternannten &bdquo;einzigen Weltmacht&ldquo; begleitet.<\/p><p>Dieser Diagnose zufolge halten 70 Prozent der US-Amerikaner ihren Staat f&uuml;r &bdquo;nicht gut&ldquo; und f&uuml;r &bdquo;arm&ldquo;:<\/p><ul>\n<li>nur 20 Prozent haben noch Vertrauen in die Regierung;<\/li>\n<li>der so wichtige Patriotismus ist auf ein Minderheiten-Tief gesunken,<\/li>\n<li>vielf&auml;ltige Gewalt mit Morden, Selbstmorden und Amokl&auml;ufen nimmt zu, auch mit zwei &bdquo;normalen&ldquo; Attentaten auf den derzeitigen Pr&auml;sidenten Trump w&auml;hrend des Wahlkampfs.<\/li>\n<\/ul><p>Aber trotz dieses &bdquo;zerbrochenen Amerikas&ldquo; sind die USA erfolgreich und die &bdquo;einzige Supermacht der Welt&ldquo;, und das sollte nicht nur so bleiben, sondern weltweit ausgebaut und gesichert werden, mit nur wenigen Korrekturen, so hei&szlig;t es in zahlreichen Artikeln ber&uuml;hmter Ex-Politiker und Professoren von US-Elite-Universit&auml;ten in <em>Foreign Affairs<\/em>. Man ist hoch nerv&ouml;s!<\/p><p><strong>II. USA: Oligarchische Kapitalisten-Herrschaft<\/strong><\/p><p>Selbst Laurence Fink, Chef von BlackRock, dem derzeit gr&ouml;&szlig;ten und einflussreichsten US-Kapitalorganisator und gr&ouml;&szlig;ten Anteilseigner in den Banken und Konzernen des US-gef&uuml;hrten Kapitalismus, r&auml;umt etwas diffus, aber zutreffend ein: &bdquo;Der Kapitalismus funktioniert derzeit f&uuml;r zu wenige Menschen.&ldquo; Fink bezieht sich dabei in erster Linie auf die USA, aber auch auf befreundete Kapital-Demokratien. Er sieht dies in den niedrigen Renten und wirft den Regierungen vor, nicht genug in die Rentenkassen einzuzahlen.[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>]<\/p><p><em>Die systematische Senkung der Arbeitseinkommen<\/em><\/p><p>Fink spielt dies als vor&uuml;bergehenden Zustand herunter. Vor allem vermeidet er, diejenigen zu erw&auml;hnen, die f&uuml;r die beschleunigte Absenkung der Renten der <em>working class<\/em> in den letzten drei Jahrzehnten verantwortlich sind: Es sind die f&uuml;hrenden Konzerne und Banken und ihre f&uuml;hrenden Aktion&auml;rsgruppen, allen voran BlackRock: Sie haben das Arbeitseinkommen und damit die Renten weiter abgesenkt, national und global. Dies wurde seit den 1980er-Jahren, beginnend unter Pr&auml;sident Ronald Reagan, von allen Regierungen unterst&uuml;tzt.<\/p><p>Deshalb haben die USA, der angeblich wirtschaftlich erfolgreichste Staat, den niedrigsten gesetzlichen Mindestlohn unter den f&uuml;hrenden kapitalistischen L&auml;ndern. Er liegt bei 7,25 Dollar pro Stunde und ist seit 17 Jahren unver&auml;ndert. Selbst die sich gewerkschaftsfreundlich gebende Demokraten-Regierung des Grinse-Pr&auml;sidenten Barack Obama hat den Mindestlohn nicht angehoben. Kaufkraftbereinigt liegt er sogar unter den Mindestl&ouml;hnen in den EU-Armutsl&auml;ndern Osteuropas. Selbst wenn er formal gezahlt wird, wird er oft umgangen, indem er f&uuml;r die vertraglich vereinbarten Stunden gezahlt wird, aber zus&auml;tzliche Stunden f&uuml;r die erforderliche Arbeit verlangt werden, die dann nicht bezahlt werden, wie z.B. bei der Zustellung der vereinbarten Anzahl von Paketen.<\/p><p>Dar&uuml;ber hinaus kann der US-Mindestlohn f&uuml;r Berufe, in denen Trinkgelder zunehmend &uuml;blich sind, auf 2,13 Dollar gesenkt werden: In der Gastronomie, aber auch bei Paket- und Lebensmittellieferungen, Catering, Callcentern, Hotel-Zimmerservice, bei Friseuren, Taxifahrern, Reiseleitern und Altenpflegern und h&auml;uslichen Pflegern. Viele von ihnen arbeiten zudem in Teilzeit, mit befristeten Vertr&auml;gen oder saisonal. So wurden nicht nur traditionell schwarze und migrantische Besch&auml;ftigte verarmt und bleiben es auch weiterhin, sondern auch Mitglieder der wei&szlig;en <em>working class<\/em>.<\/p><p><em>Modernisierte Sklavenarbeit I: in den USA<\/em><\/p><p>Und der Mindestlohn gilt noch weniger f&uuml;r die Millionen illegaler Migranten, die eine systemische S&auml;ule der US-Wirtschaft bilden: als Arbeitnehmer, Verbraucher und Steuerzahler, denn Einkommenssteuer und lokale Steuern werden automatisch abgezogen, auch von Illegalen. Zu diesem Ausma&szlig; an normaler Illegalit&auml;t tr&auml;gt auch die Tatsache bei, dass seit Obama das Personal der Beh&ouml;rden f&uuml;r Arbeitsaufsicht immer weiter abgebaut wurde.[<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>]<\/p><p>Einige Bundesstaaten haben einen h&ouml;heren Mindestlohn, wie Kalifornien mit einem besonders hohen Mindestlohn von 16,50 Dollar. Dies gilt jedoch nicht f&uuml;r Millionen illegaler Arbeiter allein in diesem Bundesstaat: So sind beispielsweise 75 Prozent der bis zu 800.000 Plantagenarbeiter in Kalifornien illegal. Sie schuften in Hitze und K&auml;lte ohne Gesundheitsschutz f&uuml;r ein paar Dollar am Tag.[<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>]<\/p><p>Neben solchen Landarbeitern arbeiten Millionen weiterer illegaler Einwanderer auch in anderen US-Bundesstaaten im Baugewerbe und in privaten Haushalten als Zeitarbeiter, Teilzeit- und Gelegenheitsarbeiter ohne Vertr&auml;ge, als Reinigungskr&auml;fte, Prostituierte, G&auml;rtner und Altenpfleger &ndash; ebenso wie beispielsweise die vertragsfreien Fahrer des gr&ouml;&szlig;ten Taxi- und Transportdienstes Uber und die Gig-Worker in digitalisierten Dienstleistungen etwa der <em>social media<\/em>.<\/p><p>Deshalb d&uuml;rfen Migranten dauerhaft und in gro&szlig;er Zahl in die USA einreisen &ndash; und werden gleichzeitig unter Androhung der Abschiebung zu sklaven&auml;hnlicher, unmenschlicher Arbeit gezwungen: Illegalit&auml;t ist ein Gesch&auml;ftsmodell. Illegale Einwanderer bleiben unsichtbar, leben in Angst, sind oft obdachlos, d&uuml;rfen nicht w&auml;hlen, erhalten keine Gesundheitsversorgung und werden oft zu Kleinkriminalit&auml;t gezwungen.<\/p><p><em>Modernisierte Sklavenarbeit II: Global<\/em><\/p><p>Nach der Abschaffung der Sklaverei haben die USA Formen der Sklavenarbeit, die gegen die Menschenrechte versto&szlig;en, st&auml;ndig modernisiert und im modernisierten Neokolonialismus in ungleich gr&ouml;&szlig;erem Ma&szlig;stab globalisiert &ndash; und tun dies heute immer weiter.<\/p><p>Dies geschieht &uuml;ber die globalen Lieferketten der Automobil-, Pharma-, Lebensmittel-, Agrar- und Supermarktkonzerne, der Zahl nach angef&uuml;hrt von Digitalkonzernen wie Apple, Google, Facebook, Amazon, Nvidia, Intel und Microsoft. Ihre teuren Ger&auml;te werden haupts&auml;chlich in der &bdquo;Fabrik Asien&rdquo; in Subunternehmer-Ketten hergestellt, die Niedriglohnarbeiter in &uuml;berwachten Massenunterk&uuml;nften einpferchen, also vor allem durch die global f&uuml;hrenden Auftragsfertiger Foxconn, Pegatron und Wistron aus Taiwan.<\/p><p>Da China die L&ouml;hne &uuml;ber viele Jahre hinweg nachhaltig erh&ouml;ht hat, fliehen Apple, Foxconn &amp; Co. so schnell wie m&ouml;glich in abh&auml;ngige arme Staaten. Allein Apple hat &uuml;ber 10.000 Zulieferer in Dutzenden von armen Staaten &ndash; unbekannt f&uuml;r die &Ouml;ffentlichkeit und die Verbraucher. So montieren junge Frauen zwischen 18 und 25 Jahren Apple-iPhones seit den Varianten iPhone 12 bis zu den heutigen iPhones 17 in Chennai, Indien: Foxconn pfercht sie in &uuml;berwachte Massenunterk&uuml;nfte, meist ohne Arbeitsvertrag. Ihr Lohn betr&auml;gt 88 Cent pro Stunde, von denen die Kosten f&uuml;r Unterkunft, billige Verpflegung und den t&auml;glichen Transport zur und von der Fabrik abgezogen werden. Die Mehrheit dieser jungen Frauen, die &uuml;ber Arbeitsagenten aus den &auml;rmsten Regionen rekrutiert werden, ist nach wenigen Jahren krank und wird durch neues &bdquo;Frauenmaterial&ldquo; ersetzt.[<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>] &Uuml;brigens: Darum k&uuml;mmern sich die ich-bezogenen neuen Frauenrechtlerinnen der LGBQ+- und Diversit&auml;tsbewegungen &uuml;berhaupt nicht, aber die Handys aus Indien benutzen sie stundenlang jeden Tag, selbstbewusst, blind und unwissend.<\/p><p><em>Modernisierter Rassismus<\/em><\/p><p>F&uuml;r die neueren digitalisierten Arbeitspl&auml;tze &ndash; etwa f&uuml;r Content-Moderatoren im Bereich der Steuerung selbstfahrender Autos, f&uuml;r Obstpfl&uuml;ck- und Ernteroboter sowie f&uuml;r L&ouml;scharbeiten in den (a)sozialen Medien &ndash; bauen US-Konzerne vor allem die &bdquo;Fabrik Afrika&rdquo; aus: Hier werden die neuen Sklavenarbeiter f&uuml;r zwei Dollar pro Tag ausgebeutet &ndash; 150 von ihnen eingepfercht in einen fensterlosen Raum &ndash; in vertragsfreien Diensten f&uuml;r Subunternehmer in undurchsichtigen Lieferketten.[<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>]<\/p><p>Diese moderne Sklavenarbeit ist mit einer neuen Form des Rassismus verbunden, die bewusst neokoloniale Verh&auml;ltnisse in den USA selbst und in befreundeten L&auml;ndern ausnutzt und verl&auml;ngert. So rekrutiert auch der weltgr&ouml;&szlig;te Taxi- und Transportkonzern Uber seine vertragsfreien Fahrer gezielt aus Einwandererslums in Gro&szlig;st&auml;dten auf der ganzen Welt zwischen San Francisco, New York, Montreal, London, Paris, M&uuml;nchen, Warschau und New Delhi: modernisierter Rassismus.[<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>]<\/p><p><em>Die Mittelschicht schrumpft und verarmt<\/em><\/p><p>Lange Zeit galt die <em>middle class<\/em> mit einigen Dutzend Millionen Mitgliedern als Garant f&uuml;r die Stabilit&auml;t der US-Klassengesellschaft: Kinder aus der Arbeiterklasse konnten eine h&ouml;here Bildung erwerben und die soziale Leiter hinaufsteigen, um Lehrer, Wissenschaftler und Ingenieure zu werden. Einige ihrer Kinder konnten dann sogar noch h&ouml;her aufsteigen, wurden Manager, Banker, Professoren, Politiker und Journalisten. Sie konnten sich ein eigenes Haus oder eine eigene Wohnung kaufen, sogar zwei Autos, sich einen Auslandsurlaub leisten und sich gegen Krankheit und Alter versichern.<\/p><p>Doch seit der Deregulierung und Privatisierung der 1980er-Jahre &ndash; vorangetrieben von der Republikanischen Partei (Reagan, Bush) und noch mehr von der Demokratischen Partei (Clinton, Obama) &ndash; wurde auch die Mittelschicht in vielerlei Hinsicht verarmt: Die Kosten f&uuml;r Gesundheitsversorgung, Kinderbetreuung, Schul- und Universit&auml;tsbesuch sowie Mieten und Hauskauf sind gestiegen.<\/p><p>Die Mehrheit der Mittelschicht kann sich das Statussymbol einer Eigentumswohnung oder eines Eigenheims nicht mehr leisten. Die Gesundheitsversorgung ist teurer geworden und wird immer weniger von der Versicherung &uuml;bernommen, Zuzahlungen auch f&uuml;r versicherte Behandlungen nehmen zu.<\/p><p>Die Studiengeb&uuml;hren sind gestiegen, insbesondere an privaten Universit&auml;ten, die f&uuml;r den sozialen Aufstieg entscheidend sind: Absolventen treten hoch verschuldet ins Berufsleben ein und m&uuml;ssen jeden Job annehmen, den sie finden k&ouml;nnen. So war es dann sp&auml;testens um 2010 auch &ouml;ffentlich klar: Die Mittelschicht befand sich in einem unaufhaltsamen Abstieg, in einem Verarmungs- und auch zahlenm&auml;&szlig;igen Schrumpfungsprozess.[<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>]<\/p><p><em>Die f&uuml;hrenden Oligarchen, erste Klasse<\/em><\/p><p>Diese Praktiken hatten die Kehrseite: Explosion der Selbstbereicherung in der herrschenden Klasse. Sie erneuerte sich, vor allem mit den Digital-, Automobil-, Pharma- und Lebensmittelkonzernen und ihrer Globalisierungswelle, zusammen mit ihren neuen Kreditgebern und Aktion&auml;ren, den deregulierten Empork&ouml;mmlingen der Private-Equity-Fonds, Hedgefonds und dann vor allem mit der Premier League der BlackRock, Vanguard, State Street &amp; Co.<\/p><p>Sp&auml;testens seit der &bdquo;Finanzkrise&rdquo; und mit ihrer Hilfe sind sie zu den f&uuml;hrenden Eigent&uuml;mergruppen mehrerer Tausend der wichtigsten US-Unternehmen und Banken geworden &ndash; denn BlackRock &amp; Co. hatten mit ihren superreichen Kapitalgebern keine Finanzkrise, im Gegenteil: Sie stiegen weiter auf mithilfe der &bdquo;Finanzkrise&ldquo;, die nicht die ihre war, sondern die sie selbst verursacht hatten und daf&uuml;r vom Staat noch belohnt wurden.[<a href=\"#foot_9\" name=\"note_9\">9<\/a>]<\/p><p><em>Die private Armee des transatlantischen Kapitals<\/em><\/p><p>Diese Oligarchen werden von einer Armee spezialisierter, hochbezahlter Dienstleister unterst&uuml;tzt. Dazu geh&ouml;ren Wirtschaftskanzleien, Unternehmensberater, Wirtschafts&bdquo;pr&uuml;fer&ldquo;, PR-Agenturen, Ratingagenturen. Dazu kommen zahlreiche Lobbyorganisationen, Think Tanks und Professoren der privaten Eliteuniversit&auml;ten. Sie &uuml;bernehmen auch Regierungsauftr&auml;ge, bekleiden Positionen im Staat und kehren dann in die Privatwirtschaft zur&uuml;ck. Sie bilden die &bdquo;zivile Privatarmee des transatlantischen Kapitals&rdquo;.[<a href=\"#foot_10\" name=\"note_10\">10<\/a>]<\/p><p>Die Oligarchen kontrollieren auch die politische Meinungsbildung und die Massenkultur. Sie besitzen die traditionellen Medien f&uuml;r das akademische und gesch&auml;ftliche Publikum,<\/p><ul>\n<li>so die <em>New York Times<\/em>, die <em>Washington Post<\/em>, das <em>Wall Street Journal<\/em>, <em>Foreign Affairs<\/em>,<\/li>\n<li>aber auch die Medien f&uuml;r die nicht-akademische Mehrheit, wie <em>USA Today<\/em> und die gro&szlig;en Fernsehsender,<\/li>\n<li>sowie die (a)sozialen Medien, die das antidemokratische Potenzial noch direkter und unkontrollierbarer als Gesch&auml;ftsmodell ausnutzen und bearbeiten.<\/li>\n<\/ul><p>Gleichzeitig finanzieren die Oligarchen auch private Eliteuniversit&auml;ten und betreiben eigene private Stiftungen, sowohl national als auch international. Dies gilt auch f&uuml;r die Tausenden von sogenannten Nichtregierungsorganisationen (NGOs), die in Wirklichkeit kapitalfinanzierte Organisationen (CFOs) sind.<\/p><p><em>Die profitable Deindustrialisierung bedroht die nationale Sicherheit<\/em><\/p><p>So haben die US-Oligarchen die Volkswirtschaft ruiniert. Millionen von Wohnungen fehlen, Leitungen, Kan&auml;le, Kl&auml;ranlagen, Schulgeb&auml;ude und Stra&szlig;en sind kaputt, Grundwasser wird abgesenkt und vergiftet.<\/p><p>Dies hat zu einem langfristigen R&uuml;ckgang des industriellen und technologischen Know-hows gef&uuml;hrt. Es mangelt in den USA an Fachkr&auml;ften, Ingenieuren, Handwerkern, Architekten und heimischen Lieferketten &ndash; zunehmend auch in den mit den USA verbundenen &bdquo;reichen&ldquo; Staaten in Europa und in Asien.<\/p><p>Beispiel: Aufgrund der fast vollst&auml;ndigen Auslagerung des Schiffbaus dauert es derzeit zw&ouml;lf Jahre, um ein modernes U-Boot f&uuml;r die US-Armee zu bauen &ndash; in China dauert es nur ein Jahr. Auch bei Energieinnovationen, beispielsweise beim Bau der neuen Generation von Kernkraftwerken, hinken die USA inzwischen hinterher.[<a href=\"#foot_11\" name=\"note_11\">11<\/a>] Laut <em>Foreign Affairs<\/em> bedroht diese profitable Deindustrialisierung nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die &bdquo;nationale Sicherheit&rdquo;.[<a href=\"#foot_12\" name=\"note_12\">12<\/a>]<\/p><p><em>Subventionen f&uuml;r Konzerne, staatliche &Uuml;berschuldung<\/em><\/p><p>Auf jeden Fall funktioniert der Kapitalismus nicht mehr nach der verk&uuml;ndeten Irrlehre der &bdquo;freien Marktwirtschaft&ldquo;. Die f&uuml;hrenden in- und ausl&auml;ndischen Unternehmen errichten heute nur noch dann Fabriken in den USA &ndash; und etwa auch in Deutschland, Frankreich, England und so weiter &ndash;, wenn der Staat hohe Subventionen zahlt &ndash; h&ouml;her als im deswegen verteufelten China.<\/p><p>Das damit ebenfalls noch beschleunigte Wachstum der Staatsverschuldung wird durch niedrigere Steuern f&uuml;r gro&szlig;e Unternehmen weiter angeheizt, bis hin zur Nullbesteuerung mit Hilfe professioneller Unterst&uuml;tzung bei der Steuerhinterziehung zugunsten der superreichen Kapitalisten, die 0,001 Prozent der Bev&ouml;lkerung ausmachen.[<a href=\"#foot_13\" name=\"note_13\">13<\/a>]<\/p><p>Alle f&uuml;hrenden Kapital-Demokratien, allen voran die USA, sind so hoch und galoppierend verschuldet, dass sie nach bisheriger Logik ihre &Uuml;berschuldung nie mehr zur&uuml;ckzahlen k&ouml;nnen. Alle bisherigen Regularien zur Begrenzung der Staatsverschuldung &ndash; in der EU etwa die &bdquo;Maastricht-Kriterien&ldquo; &ndash; werden systemisch dauerhaft verletzt, auch durch &bdquo;Sonderhaushalte&ldquo; au&szlig;erhalb des &bdquo;regul&auml;ren&ldquo; Haushalts, zudem oft l&uuml;genhaft als Sonder&bdquo;verm&ouml;gen&ldquo; bezeichnet.<\/p><p><strong>III. Kapitalistische Demokratie &ndash; von innen heraus verrottet<\/strong><\/p><p>In der westlichen Kapital-Demokratie ist die Demokratie dem Kapital untergeordnet, in vielerlei Hinsicht. So finanzieren beispielsweise US-Kapitalisten auch die beiden von ihnen ausgew&auml;hlten politischen Parteien. Da jedoch die jeweils aktuelle Regierungspartei aufgrund ihrer kapitalfreundlichen Politik sp&auml;testens nach zwei Amtszeiten an Unterst&uuml;tzung verliert, finanzieren die Kapitalisten immer gleichzeitig auch die andere, jeweils (noch) nicht regierende Partei.<\/p><p><em>Kapitalistisches Einparteiensystem: populistische Zerm&uuml;rbung<\/em><\/p><p>Diese endlose Wiederholung populistischer Demagogie und die anschlie&szlig;ende Demoralisierung f&uuml;r die gro&szlig;e Mehrheit der Menschen f&uuml;hrt dazu, dass die Demokratie verrottet. So hat die Demokraten-Partei die Kapitalisten aus dem Silicon Valley und ihre BlackRock-Aktion&auml;re reich und die Mehrheit der Menschen arm gemacht: Deshalb gewann mit Trump von der Republikaner-Partei die Demagogie auch unter den wei&szlig;en Arbeiter- und Mittelschichten an Boden &ndash; und deshalb sind die Silicon-Valley-Konzerne und ihre f&uuml;hrenden Aktion&auml;re BlackRock &amp; Co. anschlie&szlig;end zum bisher kritisierten Trump &uuml;bergelaufen. Sein &bdquo;Big Beautiful Bill&rdquo; von 2025 mit weiteren Steuersenkungen f&uuml;r Kapitalisten und mit Sozialk&uuml;rzungen f&uuml;r die Mehrheit setzt lediglich fort, was fr&uuml;here Regierungen der Demokraten-Partei begonnen haben.<\/p><p>In Wirklichkeit bilden also beide Parteien ein kapitalistisches Einparteiensystem, mit zwei Fl&uuml;geln. Sie bek&auml;mpfen und vernichten deshalb gemeinsam jede neue Partei, die auch nur die geringsten Anzeichen einer Entstehung zeigt, nicht nur antikapitalistische Parteien, sondern auch sozialdemokratische, &ouml;kologische und Verbraucher-Parteien.<\/p><p>Ohnehin geht nur etwa die H&auml;lfte der wahlberechtigten Amerikaner tats&auml;chlich zur Wahl, und die Millionen illegaler Arbeiter und ihre Familien d&uuml;rfen ohnehin nicht w&auml;hlen. In v&ouml;llig verarmten Stadtvierteln liegt die Wahlbeteiligung nahe null.<\/p><p><em>Und beide Kapitalparteien unter zionistischem Einfluss<\/em><\/p><p>Zus&auml;tzlich werden die beiden Kapitalparteien von zwei milliardenschweren Kapital-Lobbyorganisationen finanziert und gelenkt: Die zionistische AIPAC finanziert die Demokraten-Partei, w&auml;hrend die ebenso zionistische Republican Jewish Coalition RJC die Republikaner-Partei finanziert.<\/p><p>Dies festigt das Einparteiensystem weiter, nicht nur finanziell, sondern auch ideologisch in Richtung Zionismus. Denn beide Parteien sind sich einig &uuml;ber das Ziel der Besetzung, Vertreibung und nun auch des V&ouml;lkermords an den Pal&auml;stinensern unter Verletzung des V&ouml;lkerrechts. So unterst&uuml;tzen beide ihren Stellvertreter-Krieger Israel bei der milit&auml;rischen Umgestaltung des Nahen Ostens, Pal&auml;stinas, des Libanon und Syriens, um dort auf den Tr&uuml;mmern, unter denen noch ungeborgene Tote begraben sind, zu investieren: Hotels, Golfpl&auml;tze, Datencenter.<\/p><p><em>Zerst&ouml;rung menschlicher Gemeinsamkeiten<\/em><\/p><p>Auf diese Weise zerst&ouml;rt das Einparteiensystem mit seinen Dienstleistern demokratische Kollektive wie Gewerkschaften, Umwelt- und Gerechtigkeitsinitiativen &ndash; oder sucht sich geeignete heraus und kauft sie, finanziert sie, instrumentalisiert sie und pervertiert sie: NGOs werden zu CFOs. So erging es beispielsweise der Frauenbewegung: &Uuml;brig blieb die F&ouml;rderung des individuellen Aufstiegs von Frauen in F&uuml;hrungspositionen in Unternehmen, Banken, Mainstream-Medien und Politik &ndash; w&auml;hrend die Mehrheit der Frauen in Arbeit und Rente noch &auml;rmer wird als zuvor, national und global.<\/p><p>So hat die mit der Demokraten-Partei verbundene Kapitalfraktion &bdquo;neue Werte&ldquo; entwickelt: Es wird egoistische Selbstbestimmung gef&ouml;rdert, oft orientiert an Sexualit&auml;t. So werden Diversit&auml;t und LGBTQ+ gef&ouml;rdert, also eine kleine neue Minderheit, w&auml;hrend gleichzeitig die globale Armee von Millionen profitabel ausgebeuteter Menschen, insbesondere Frauen, gedem&uuml;tigt und unsichtbar gemacht wird.<\/p><p>Und deswegen konnte der Republikaner Trump mit seinen Oligarchen zweiter Klasse mit seinem neuen populistischen Wert &bdquo;America First&ldquo; und der offenen Migrantenhetze einen Teil der Gedem&uuml;tigten erreichen, darunter auch die verarmte wei&szlig;e Arbeiterklasse &ndash; aber dadurch wird das <em>zerbrochene Amerika<\/em> noch schlimmer.<\/p><p><em>Der Staat f&ouml;rdert unverdientes und kriminelles Kapital<\/em><\/p><p>Der Gro&szlig;teil des oligarchischen Reichtums, der ohne eigene Arbeitsleistung anw&auml;chst, wird vom Staat durch die Nichtregulierung alter und neuer Monopole und durch die Nichteinhaltung bereits kapitalfreundlicher Gesetze gef&ouml;rdert, beispielsweise in den Bereichen Steuern, Insiderhandel, Korruption und Umwelt.<\/p><p>Dies hat die USA zur Nummer eins im Financial Secrecy Index gemacht: Weltweit f&uuml;hrend in Sachen Geheimhaltung und Nichtbesteuerung gro&szlig;er Privatverm&ouml;gen.[<a href=\"#foot_14\" name=\"note_14\">14<\/a>] Der winzige US-Bundesstaat Delaware ist mit Abstand zum gr&ouml;&szlig;ten Finanz- und Steuerparadies des westlichen Kapitalismus geworden, mit mehr Briefkastenfirmen f&uuml;r anonyme Superreiche als seinen knapp eine Million Einwohnern. &bdquo;Die USA sind das bevorzugte Ziel f&uuml;r Geld, das versteckt werden muss.&ldquo;[<a href=\"#foot_15\" name=\"note_15\">15<\/a>]<\/p><p>So trugen die drei f&uuml;hrenden Ratingagenturen Standard &amp; Poor&rsquo;s, Moody&rsquo;s und Fitch durch profitable Selbstgef&auml;lligkeitsratings zur Finanzkrise von 2008 bei &ndash; und wurden mit Zustimmung des US-Kongresses nicht bestraft.[<a href=\"#foot_16\" name=\"note_16\">16<\/a>] Die Justiz behandelt auch die gro&szlig;en Wirtschaftspr&uuml;fungsgesellschaften wie PWC und E&amp;Y in &auml;hnlicher Weise. Sie &bdquo;pr&uuml;fen&ldquo; die Rechtm&auml;&szlig;igkeit der Rechnungslegung. Aber sie haben vor der Finanzkrise die Bilanzen betr&uuml;gerischer, bereits insolventer Banken als ordnungsgem&auml;&szlig; best&auml;tigt und damit hohe Gewinne f&uuml;r sich selbst erzielt &ndash; und auch sie bleiben ungestraft, und so geht es im gescheiterten, kriminellen Kapitalismus seitdem weiter, von einem folgenlosen &bdquo;Skandal&ldquo; zum n&auml;chsten.<\/p><p>Die massenhafte Verbreitung von Hass, Rassismus, Pornografie und &Auml;hnlichem, sogar an Kinder, durch Social-Media-Konzerne &ndash; hochprofitabel, aber ebenfalls ungestraft. F&uuml;hrende Wirtschaftskriminelle, bis hin zum US-Pr&auml;sidenten, bleiben ungestraft, w&auml;hrend die USA weltweit f&uuml;hrend sind bei der polizeilichen und gerichtlichen Verfolgung von Kleinkriminellen und beim Anteil der Gef&auml;ngnisinsassen.<\/p><p><em>Offene und geheime Luxusexzesse der Oligarchen: beide Fraktionen<\/em><\/p><p>Die Oligarchen leben in abgeschiedenen Luxusresidenzen mit Privatjets, privaten Sicherheitskr&auml;ften und mit Heerscharen von Bediensteten, wechseln zwischen Residenzen in den USA und auf Inseln, die sie gekauft haben, wenn sie nicht gerade auf ihren mehrst&ouml;ckigen Luxusjachten residieren, die als schwimmende Hightech-Kommandozentralen ausgestattet sind und von livrierten Besatzungen bedient werden, gesch&uuml;tzt durch spezielle Begleitschiffe und Hubschrauber.<\/p><p>W&auml;hrend dies rein &auml;u&szlig;erlich und grunds&auml;tzlich &ouml;ffentlich bekannt ist und von einer wohlwollenden bis halbkritischen Berichterstattung in den Mainstream- und Massenmedien begleitet wird, kommt das interne Verhalten selten ans Licht. So hielt beispielsweise der Milliard&auml;r Jeffrey Epstein, der sein Verm&ouml;gen als Waffenh&auml;ndler im Nahen Osten gemacht hatte, wichtige Treffen zunehmend in seiner Zweitresidenz auf einer Karibikinsel ab.<\/p><p>Sexuelle Dienstleistungen waren Teil des Angebots, aber sie waren nur eine nette Nebensache. Epstein war Mitglied der Trilateralen Kommission und des Council on Foreign Relations: So nahmen nicht nur der jetzt amtierende US-Pr&auml;sident Trump an Epsteins Veranstaltungen teil, sondern auch ehemalige US-Pr&auml;sidenten, die israelischen Regierungschefs Ehud Barak und Benjamin Netanjahu, der EU-Kommissar und britische Wirtschaftsminister Peter Mandelson, Vertreter der Deutschen Bank, Microsoft-Chef Bill Gates, Tesla-Chef Elon Musk, Royals aus Gro&szlig;britannien, Norwegen und den Golfstaaten sowie Vertreter der jeweiligen Geheimdienste. Die sexuellen Dienstleistungen wurden populistisch skandalisiert und Epstein wurde verurteilt, aber dann wurde Epstein 2019 tot im Gef&auml;ngnis aufgefunden und wird in den Leitmedien weiter nur als &bdquo;Sexualstraft&auml;ter&ldquo; angeprangert.[<a href=\"#foot_17\" name=\"note_17\">17<\/a>]<\/p><p>F&uuml;r ihr gef&auml;hrliches globales Endspiel lassen die Oligarchen zus&auml;tzlich zu ihren bestehenden Luxusresidenzen unterirdische Luxusbunker bauen. Als Diener stehen Roboter zur Verf&uuml;gung. Dieses profitable Gesch&auml;ft wird in 50 US-St&auml;dten, aber auch in befreundeten L&auml;ndern betrieben.[<a href=\"#foot_18\" name=\"note_18\">18<\/a>]<\/p><p><em>Den zweiten Teil des Artikel <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=146614\">k&ouml;nnen Sie hier lesen<\/a>.<\/em><\/p><p><em>&Uuml;berarbeitete Fassung des Referats, das Werner R&uuml;gemer bei der internationalen Konferenz der World Association for Political Economy (WAPE) im August 2025 in Istanbul hielt. <\/em><\/p><p><small>Titelbild: mikeledray \/ Shutterstock<\/small><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] Michael Beckley: The Strange Triumph of a Broken America. Why Power Abroad Comes With Dysfunction at Home, Foreign Affairs, January 7, 2025<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] Larry Fink: Unsicherheit ist allgegenw&auml;rtig, Handelsblatt, 30.4.2025<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] *Amy Bingham: Government Job Losses: President Obama&rsquo;s Catch 22, <a href=\"https:\/\/abcnews.go.com\/blogs\/politics\/2012\/06\/government-jobs-loss-president-obamas-catch-22\">abcnews.go.com\/blogs\/politics\/2012\/06\/government-jobs-loss-president-obamas-catch-22<\/a> &ndash; 6. Juni 2012<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] Sandhu, Nimrat and others: Health Insurance Coverage for Farmworkers in California After the Introduction of the Affordable Care Act, Medical Care 61 (7): p 431-437, July 2023<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] Werner R&uuml;gemer: Apple: Zwangsarbeit in Indien mit Foxconn, The International Magz, 7. Januar 2023<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] James Muldoon\/Mark Graham\/Collum Cant: Feeding the Machine. The Hidden Human Labor Powering AI, Edinburgh 2024<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] Sophie Bernard: Uber Us&eacute;s. Le capitalisme racial de platforme &agrave; Paris, Londres et Montreal, Paris 2023<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] The American Middle Class is no Longer the World&rsquo;s Richest (Die amerikanische Mittelschicht ist nicht mehr die reichste der Welt), New York Times 23.4.2014<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_9\" name=\"foot_9\">&laquo;9<\/a>] Werner R&uuml;gemer: Die Kapitalisten des 21. Jahrhunderts. Gemeinverst&auml;ndlicher Abriss zum Aufstieg der neuen Kapitalakteure, 4. Auflage K&ouml;ln 2024, S. 24 ff.; auch in englischer, franz&ouml;sischer, italienischer, russischer und chinesischer Ausgabe.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_10\" name=\"foot_10\">&laquo;10<\/a>] R&uuml;gemer: Die Kapitalisten des 21. Jahrhunderts, S. 228 ff.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_11\" name=\"foot_11\">&laquo;11<\/a>] Juzel Lloyd: America is Falling Behind China and Russia on Energy Innovation (Amerika f&auml;llt bei Energieinnovationen hinter China und Russland zur&uuml;ck), Foreign Affairs, 28. April 2025<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_12\" name=\"foot_12\">&laquo;12<\/a>] Brian Deese: Why America Struggles to Build (Warum Amerika Schwierigkeiten hat, zu bauen), Foreign Affairs, 12. M&auml;rz 2025<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_13\" name=\"foot_13\">&laquo;13<\/a>] Werner R&uuml;gemer: BlackRock Deutschland. Die geheime Weltmacht, ihre Praktiken in Deutschland und Friedrich Merz, 2. Auflage, Berlin 2025<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_14\" name=\"foot_14\">&laquo;14<\/a>] <a href=\"https:\/\/fsi.taxjustice.net\/#scoring_id=268\">fsi.taxjustice.net\/#scoring_id=268<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_15\" name=\"foot_15\">&laquo;15<\/a>] Brooke Harrington: Offshore. Stealth Wealth and the New Colonialism, New York 2024<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_16\" name=\"foot_16\">&laquo;16<\/a>] Werner R&uuml;gemer: Die Rating-Agenturen. Einblicke in Kapitalmacht der Gegenwart. Bielefeld 2012<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_17\" name=\"foot_17\">&laquo;17<\/a>] Wikipedia: Jeffrey Epstein<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_18\" name=\"foot_18\">&laquo;18<\/a>] Jim Dobson: Inside the $300 Million Doomsday Bunker, With Opulent Medical Suites and Robotic Staff, Forbes, 27. Januar 2025<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aufgrund seines systemischen Niedergangs r&uuml;stet sich der US-gef&uuml;hrte Kapitalismus noch weiter auf, vielgestaltig, beschleunigt durch die j&uuml;ngere, noch aggressivere Fraktion des Kapitals, die der aktuelle US-Pr&auml;sident Donald Trump verk&ouml;rpert, gefolgt von seinen nerv&ouml;s gewordenen, ebenfalls gescheiterten Vasallen vor allem in der EU und in Asien. Wie kann also die Zusammenarbeit des viel gr&ouml;&szlig;eren &bdquo;Rests&ldquo; der<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=146609\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":146610,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[141,126,132],"tags":[1740,882,872,3299,1227,374,909,317,854,1878,1337,1236,1556,1281,340],"class_list":["post-146609","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-arbeitsmarkt-und-arbeitsmarktpolitik","category-erosion-der-demokratie","category-ungleichheit-armut-reichtum","tag-arbeitsbedingungen","tag-armutsgefaehrdung","tag-blackrock","tag-deindustrialisierung","tag-demokraten","tag-eliten","tag-kapitalismus","tag-mindestlohn","tag-mittelschicht","tag-naher-osten","tag-oligarchen","tag-republikaner","tag-usa","tag-zionismus","tag-zuwanderung"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/shutterstock_2510221099.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/146609","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=146609"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/146609\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":146760,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/146609\/revisions\/146760"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/146610"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=146609"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=146609"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=146609"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}