{"id":146696,"date":"2026-02-23T15:00:42","date_gmt":"2026-02-23T14:00:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=146696"},"modified":"2026-02-23T15:50:41","modified_gmt":"2026-02-23T14:50:41","slug":"leserbriefe-zu-wasserstoffspeicher-sind-privatsache-so-das-bundeswirtschaftsministerium","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=146696","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eWasserstoffspeicher sind Privatsache, so das Bundeswirtschaftsministerium\u201c"},"content":{"rendered":"<p><!--more--><br>\n<strong>Heinz-J. Bontrup<\/strong> und <strong>Markus J. L&ouml;ffler<\/strong> thematisieren <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=146443\">in diesem Beitrag<\/a> den gerade vorgelegten Energiewende-Monitor des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin. Der sei lediglich ein Stromwende-Monitor unter v&ouml;lliger Au&szlig;erachtlassung der Wasserstoffwende. Der Ausbau der Wasserstoffspeicher werde politisch nicht priorisiert. Wer jedoch Speicher zur &bdquo;unternehmerischen Entscheidung&ldquo; erkl&auml;re und den Risiken von Marktmechanismen aussetze, &uuml;berlasse einen systemkritischen Baustein der Energiewende dem Zufall. Abschlie&szlig;end wird zur Gefahrenabwehr ein politisches Umdenken empfohlen. Wir danken f&uuml;r die interessanten Leserbriefe, die wir hierzu erhalten haben. Es folgt nun eine Auswahl, die <strong>Christian Reimann<\/strong> f&uuml;r Sie zusammengestellt hat.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag zusammen,<\/p><p>herzlichen Dank f&uuml;r dieses Zahlenspiel. Leider zeigt die sogenannte Energiewende nur folgendes:<\/p><p>&ndash; ideologische Verblendung der politisch verantwortliche Handelnden<br>\n&ndash; fehlender Sachverstand der Politik (besonders in Physik oder VWL\/BWL)<\/p><p>Das Pferd wird immer von hinten aufgez&auml;umt, unerreichbare Ziele setzen, aber daran festhalten.<br>\nWir bauen also ein Energiesystem auf, dass nur unregelm&auml;&szlig;ig l&auml;uft, daf&uuml;r bauen wir Speicher dazu und Gaskraftwerke, die ab und zu laufen.<\/p><p>Hierzu ein paar Fragen:<br>\nWelcher Unternehmer baut ein Gaskraftwerk, dass vielleicht 3 Monate im Jahr gebraucht wird?<br>\nZu welchen Kosten wird erzeugter Strom in Wasserstoff bzw. Ammoniak umgewandelt und bei welchem Wirkungsgrad?<br>\nWelcher Strompreis muss hierf&uuml;r bezahlt werden?<\/p><p>Bei der Zerst&ouml;rung des modernsten Kohlekraftwerks in Europa wurde mir klar, dass der Supermarkt von der Politik abgerissen wird und erst danach wird &uuml;berlegt wo wir einkaufen k&ouml;nnen.<\/p><p>Mit sonnigen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nRalf Geffers-Schreiber<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Herren Bontrup und L&ouml;ffler, <\/p><p>das BMWE hat nat&uuml;rlich Informationen, die Sie nicht haben. Sie h&auml;tten beim Kriegsministerium nachfragen m&uuml;ssen. Die h&auml;tten Ihnen gesagt, dass der Endsieg gegen die Russische F&ouml;deration bald gewonnen sein wird und Deutschland dann mit Gas, &Ouml;l und Atomkraft bestens versorgt sein wird. Wer braucht da noch Speicher, wenn bald die versklavten Russen alles gratis liefern m&uuml;ssen. Nur irgendein Donald k&ouml;nnte die Sache verkomplizieren, wenn er alle eroberten Gebiete f&uuml;r die USA reklamieren sollte. Aber das wird unsere F&uuml;rstin der Finsternis in Br&uuml;ssel dann mit einem vorteilhaften Vertrag zu verhindern wissen. Wenn nicht, dann bekommt das Wort von Dunkeldeutschland eine v&ouml;llig neue Bedeutung. ( F&uuml;r b&ouml;se Zungen war und ist das ja immer die DDR )<\/p><p>Die KI wird bald feststellen, dass wir &Ouml;l und Gas weiterhin ben&ouml;tigen werden und die M&auml;rkte werden es schon richten. Da braucht man keine vorausschauende Politik bzw Politiker.  <\/p><p>Fragen Sie nochmals an der richtigen Stelle nach ! <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nR.Jahn <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Heinz-J. Bontrup.<\/p><p>Lieber Markus J. L&ouml;ffler.<\/p><p>Ich denke, dass das Wasserstoffthema in Deutschland nur so sehr hochgekocht wurde, um der Bev&ouml;lkerung vorzumachen, dass es Alternativen zum billigen russischen Erdgas gibt. Scholz tourte dazu ab 2022 wie auf Speed durch die ganze Welt, um Wasserstoffprojekte zu verabreden. Da war schon absehbar, dass das Wasserstoffluftschl&ouml;sser sind, schlicht, weil die Elektro-H&#8322;-Elektro-Umwandlungen viel zu teuer sind. Die meisten dieser Projekte sind inzwischen aufgegeben.<\/p><p>Die seri&ouml;seren CO&#8322;\/Wirtschaftsreportagen sprechen nur noch davon, besondere Hochtemperaturbedarfe wie die Spezialstahlindustrie in Deutschland zu behalten und mit Wasserstoff zu betreiben.<\/p><p>Das mit dem Wasserstoff ist wie mit der Verkehrsplanung. Auch da reden alle von Umbau, aber die heutigen Baustellen, die die Realit&auml;t f&uuml;r die n&auml;chste Jahrzehnte erschaffen, betonieren Tiefgaragen f&uuml;r jeden Neubau. Das bedeutet Individualverkehr, der dann halt elektrisch ist. <\/p><p>Am realit&auml;tsnahsten ist da noch der Aspekt, dass die E-SUVs alle an Kabeln h&auml;ngen und so automatisch als Kurzzeitspeicher arbeiten k&ouml;nnen.  <\/p><p>Was das Gas angeht, glauben deutsche Regierungspolitiker nach wie vor fest, <a href=\"https:\/\/www.stern.de\/news\/merz-zu-russland-dialog-bereit---wenn-es-sinnvoll-ist--37135344.html\">dass sie Russland milit&auml;risch und wirtschaftlich ersch&ouml;pfen k&ouml;nnen<\/a> und es nur zuwarten braucht, bis sie bzw. US-Firmen viel freieren Zugriff auf russische Energielagerst&auml;tten haben. Eben so, wie es schon vor der Regierungszeit Putins und stattdessen dem Oligarch Michail Chodorkowski an den Schalthebeln in Aussicht stand.<\/p><p>Bis 2022 str&auml;ubten sich die deutschen und franz&ouml;sischen Regierungen tats&auml;chlich gegen die US-gewollte Nato-Osterweiterung. Aber beginnend mit den von ihnen selbst in Kraft gesetzten Energie-Sanktionen redeten Sie sich einen Sieg ein, an den sie bis heute mit einem Mix aus Entt&auml;uschungsscheu und Trump-Opposition fest glauben wollen und deswegen auch &ndash; anders als die souver&auml;n denkenden USA &ndash; am Krieg und am tempor&auml;r abgeklemmten russischen Gas festhalten. <\/p><p>Gru&szlig;<br>\nT. Brai<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Zu der Aussage:<\/p><p>&ldquo;Kein privates Unternehmen investiert deshalb hunderte Millionen oder gar Milliarden Euro in Speicher, wenn unklar ist, wie gro&szlig; der k&uuml;nftige Markt wirklich wird, ob regulatorische Eingriffe erfolgen, ob Mindestf&uuml;llst&auml;nde vorgeschrieben werden oder ob staatliche F&ouml;rdermechanismen existieren. Der Markt baut keine strategische Reserve auf eigene Rechnung, die immer mit einer prognostisch hinreichenden Profitrate unterlegt sein muss.(&hellip;) Wir empfehlen daher dringend zur Gefahrenabwehr ein politisches Umdenken!&rdquo;<\/p><p>Haarstr&auml;ubendes &ldquo;Umdenken&rdquo;: Was f&uuml;r friedensbewegte Umweltsch&uuml;tzer jahrzehntelang die von vielen Seiten bek&auml;mpfte Energie-Leitlinie war, macht sich jetzt der R&uuml;stungskonzern Rheinmetall als &ldquo;Privatsache&rdquo; zu eigen, um ungehindert von Energiekrisen und Sanktionen Krieg f&uuml;hren zu k&ouml;nnen:<\/p><p>Rheinmetall plant deshalb ein europaweites Netzwerk von autarken Energieinseln. Dort sollen Elektrolyseure von Cleantech-Unternehmen wie Sunfire aus Dresden gr&uuml;nen Wasserstoff erzeugen. Der gro&szlig;e Verb&uuml;ndete? <strong>Wind und Sonne<\/strong>. &ldquo;Denen ist egal, ob Krieg oder Frieden herrscht&rdquo;, sagt Britzen. <strong>&ldquo;Die sind immer da.&rdquo;<\/strong><\/p><p>Die Begr&uuml;ndung ist eine vernichtende Bilanz der gro&szlig;m&auml;uligen &ldquo;Kriegst&uuml;chtigkeit&rdquo;:<\/p><p>Die Vorr&auml;te f&uuml;r Panzer, Kampfflugzeuge, Lkw und auch Krankenh&auml;user w&auml;ren im Kriegsfall nach wenigen Wochen aufgebraucht.<\/p><p>Abgesehen davon, da&szlig; s&auml;mtliche maroden Br&uuml;cken einst&uuml;rzen w&uuml;rden, sollte Russland so doof sein, Deutschland mit Panzern zu &uuml;berfallen.<\/p><p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Wasserstoff-Projekt-von-Rheinmetall-Die-europaeischen-Treibstoffvorraete-reichen-fuer-drei-Monate-Krieg-id30354124.html?utm_source=firefox-newtab-de-de\">n-tv.de\/wirtschaft\/Wasserstoff-Projekt-von-Rheinmetall-Die-europaeischen-Treibstoffvorraete-reichen-fuer-drei-Monate-Krieg-id30354124.html?utm_source=firefox-newtab-de-de<\/a><\/p><p>Siehe auch: <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.de\/klimaschutz\/energiewende\/erneuerbare-energien\/gruener-wasserstoff-keine-universalloesung\">greenpeace.de\/klimaschutz\/energiewende\/erneuerbare-energien\/gruener-wasserstoff-keine-universalloesung<\/a><\/p><p>B.Weber<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Lesefbrief<\/strong><\/p><p>Moin,<\/p><p>die &ldquo;Energiewende&rdquo; war nie daf&uuml;r gedacht, Versorgungssicherheit zu etablieren. Schon allein aus diesem Ansatz heraus &uuml;berrascht die Antwort der Bundesregierung keineswegs. Es ist viel mehr, wie im Artikel dargestellt wurde: private Firmen machen sich mit fetten Subventionen die Taschen voll. W&auml;re der Bundesregierung tats&auml;chlich an einem nachhaltigen Strommix gelegen, so h&auml;tte sie den Ausbau selbst vorangetrieben. Und damit sind wir schon beim n&auml;chsten Problem:<\/p><p>Die Windr&auml;der<\/p><p>Es sollte mich nicht verwundern, wenn &mdash; solide, logische und wissenschaftliche Erkenntnis, so sie sich nicht zum Gelddrucken umwandeln l&auml;&szlig;t, kommt immer mit vielen Jahren Verz&ouml;gerung, wenn es dann gar nicht mehr anders geht &mdash; bis 2045 nicht sogar der R&uuml;ckbau aller Windr&auml;der vollzogen werden w&uuml;rde, da diese Anlagen ihre Umgebung kontaminieren. Abgesehen vom massiven Abholzen von Waldfl&auml;chen f&uuml;r diese Riesen, was per se ein Skandal ist, sind sie aus Materialien gebaut, die sich mit der Zeit abreiben, durch Luft, Partikel und sonstige Teile in der Luft: Sahara-Sand ist zum Beispiel keine Seltenheit bei uns. Der dadurch entstehende Abrieb ist so fein, da&szlig; er Asbest sehr nahe kommt. Nicht nur die Flora wird vergiftet, sondern auch die Fauna. So gibt es in einigen Abschnitten bereits die Warnung, Innereien von Wildschweinen nicht mehr zu verzehren, weil sie den Abrieb mit der Nahrung aufgenommen haben, was f&uuml;r Menschen zu Sch&auml;den f&uuml;hren kann. Auch Bauern beklagen eine zu hohe Kontamination ihrer Feldfr&uuml;chte, soda&szlig; sich diese nicht mehr in Verkehr bringen lassen.<\/p><p>Weiters soll es, wenn ich das richtig gelesen habe, bereits Solarpaneelen geben oder zumindest in der Planung sein, mit denen sich direkt Wasserstoff erzeugen lie&szlig;e. Dies w&auml;re eine Alternative zur teuren (und ineffizienten) Elektrolyse.<\/p><p>Wasserstoff ist hoch fl&uuml;chtig, was einen hohen Aufwand an die Speicher stellt, damit es langfristig nicht einfach wegdiffundiert. Verglichen mit Erdgas ist sein Energiekoeffizient sehr viel niedriger, sprich: f&uuml;r den selben Ertrag an W&auml;rme oder Strom braucht es ein Vielfaches mehr an Wasserstoff. Hier w&auml;re die Bundesregierung gut beraten, die Nord Stream-Pipelines zu reparieren und (wieder) in Gang zu setzen. Nur: das ist politisch nicht gewollt.<\/p><p>Anstatt Wasserstoffspeicher k&ouml;nnte man auch einfach Wasserkraftwerke nutzen: auch hier ist der Energieertrag um Gr&ouml;&szlig;en h&ouml;her als bei Wasserstoff. Auch Salzspeicher versprechen eine hohe Effizienz. Warum also unbedingt Wasserstoff, und dann auch noch &ldquo;gr&uuml;n&rdquo;? Man sollte mal &uuml;ber den Tellerrand hinaus blicken, welche Techniken im Allgemeinen zur Verf&uuml;gung stehen. Aber da erwarte ich wohl zu viel von der Politik.<\/p><p>Der B&uuml;rger, also der Zwangs-Strom-Kunde (autarke Systeme sind meines Wissens nach in Deutschland verboten, soda&szlig; man sich immer an das Netz anschlie&szlig;en lassen mu&szlig;), ist dazu verdammt, aufgrund einer f&uuml;r die Energiefirmen lobbyisierenden Politik langfristig &uuml;berteuerte Preise zu zahlen und hat dabei sogar Ausf&auml;lle in Kauf zu nehmen. Man darf gespannt sein, wie lange die soziale Ruhe unter solchen Bedingungen noch bestehen bleibt.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nMichael Schauberger<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NDS-Redaktion,<\/p><p>Gut Ding will Weile haben &ndash; oder wie lange plant und baut man schon am Stuttgarter Tiefbahnhof? 30 Jahre? Jetzt soll die ganze Industrie in Windeseile auf (gr&uuml;nen) Wasserstoff umgestellt werden. Selten so gelacht. Und kann sich noch jemand an Desertec erinnern &ndash; ein teures Projekt, dass still und heimlich im Sande verlief?<\/p><p>Das Problem aller Erneuerbaren Energien ist ihre im Verh&auml;ltnis zu fossilen Energietr&auml;gern viel geringere Energiedichte und somit ihr hoher Fl&auml;chenverbrauch &ndash; oder von nix kommt auch nix. Hier mal ein paar Vergleichszahlen:<\/p><p>Als BK Merz j&uuml;ngst in Indien war, schlossen AM Green mit Uniper einen Deal &ndash; eine j&auml;hrliche Lieferung von 500.000 Tonnen Ammoniak. Das sind etwa 8 &ndash; 10 Schiffstransporte mit Schwer&ouml;l(!) betriebenen Gro&szlig;tankern a 50.000 &ndash; 60.000 Tonnen. Ammoniak hat je Tonne einen unteren Heizwert von 5,1 &ndash; 5,3 Megawattstunden.<\/p><p>500.000 x 5,2 = 2.600.000 Megawattstunden. <\/p><p>2,6 x 0,3 (30-prozentiger Wirkungsgrad des Kraftwerkes) = 0,78 Terawattstunden, bei 60-prozentigem Wirkungsgrad  1,56 Terawattstunden. Will man Ammoniak zu Wasserstoff verdampfen, wird die Energieausbeute auch nicht ergiebiger. <\/p><p>Der Hauptbestandteil von Ammoniak ist Stickstoff (82,4%), etwa 412.000 Tonnen. Im Grunde genommen nutzloser Ballast, Stickstoff selbst ist energetisch irrelevant. Bleiben noch 88.000 Tonnen Wasserstoff &uuml;brig &ndash; etwa 20 Prozent davon braucht man f&uuml;r die n&ouml;tige Prozessw&auml;rme, um Ammoniak zu Wasserstoff zu verdampfen. Verbleiben noch 70.000 Tonnen Wasserstoff. Daraus l&auml;sst sich bei einem angenommen Wirkungsgrad von 45 % des Kraftwerkes rund 1,05 Terawattstunden Strom \/ Energie erzeugen.<\/p><p>Das stillgelegte AKW Isar 2 hat in seinen letzten Jahren rund 11 &ndash; 12 Terawattstunden Strom j&auml;hrlich produziert, um diese durch Ammoniak \/ Wasserstoff zu ersetzen, br&auml;uchte man schon 80 &ndash; 100 Schiffsfrachten j&auml;hrlich. Welches Klima will man retten?<\/p><p>Frage: Wieviel wiegt ein Kubikmeter Wasserstoff? Antwort: 90 Gramm. Man muss den Wasserstoff auf Minus 253 Grad Celsius herunterk&uuml;hlen und mit 700 Bar Druck komprimieren &ndash; dann muss man jede Tonne Wasserstoff mit X Tonnen Stahl ummanteln, damit er nicht verloren geht. Wie viele Spezialschiffe gibt es schon auf der Welt, die das leisten? Meerwasserentsalzungsanlage, Entsorgung der R&uuml;ckst&auml;nde, Elektrolyse, K&uuml;hlung, Lagerung, Transport, R&uuml;ckverstromung &ndash; von der gr&uuml;nen Energie bleibt am Ende fast nichts mehr &uuml;brig, man muss etwa 5 kWh Energie erzeugen, um 1 kWh nutzen zu k&ouml;nnen. <\/p><p>Um 143.000 Tonnen (gr&uuml;nen) Wasserstoff zu erzeugen (gesch&auml;tzter Jahresbedarf Thyssenkrupp f&uuml;r Gr&uuml;nstahlerzeugung), braucht man 1.287.000 Tonnen (hochgereinigtes) Wasser. Da f&auml;llt ein st&auml;ndig zu entsorgender Abraum an. Allein f&uuml;r die Elektrolyse zur Herstellung des Wasserstoffs sind 7 &ndash; 10 Milliarden Kilowattstunden Strom n&ouml;tig, bei den jetzigen Stromkosten von 27 &ndash; 41 Cent je kWh sind das grob gerechnet Kosten von 2,5 &ndash; 4 Milliarden Euro. Wird der Industriestrompreis auf 10 Cent\/kWh gedeckelt, bleibt immer noch eine Milliarde &uuml;brig, die Differenz wird der Steuerzahler tragen m&uuml;ssen. Um den ben&ouml;tigten Strom &ldquo;gr&uuml;n&rdquo; zu produzieren, sind je nach Leistungsf&auml;higkeit gut 650 bis 2500 Windr&auml;der n&ouml;tig. Der Stahlhersteller Acellor-Mittal hat sein Gr&uuml;nstahl-Projekt aufgrund un&uuml;berschaubarer Kosten praktisch schon &ldquo;beerdigt&rdquo;. <\/p><p>Ein Wasserstoffhochlauf f&uuml;r die gesamte Republik ist &ldquo;akademisches Science-Fiction&rdquo;.<\/p><p>Bis jetzt haben wir f&uuml;r die Energiewende 350 oder 450 Milliarden Euro ausgegeben. Nach einer von der DIHK in Auftrage gegebenen Studie kommen da bis 2049 noch 4.800 Mrd. Euro hinzu. Hirnrissig ist schon, dass wir im hohen Norden Strom erzeugen und diesen f&uuml;r viele hundert Milliarden Euro &uuml;ber Stromtrassen quer durchs Land transportieren. Dass wir voll funktionst&uuml;chtige, zum Teil hochmoderne Kraftwerke stilllegen und in die Luft sprengen. Dann wollen wir neue wasserstofff&auml;hige Gaskraftwerke bauen. Ohne den Wasserstoff zu haben. (Wir h&auml;tten aber Kohle und Kohlekraftwerke &ndash; noch). Wir erzeugen immer mehr volatilen Strom mit immer mehr Redispatch-Eingriffen zu Milliarden Kosten, um das Stromnetz zu stabilisieren. Wir wollen Verkehr und Heizung elektrifizieren, zus&auml;tzlich<\/p><p>KI-Rechenzentren bauen, gleichzeitig soll der Verbrauch sinken, damit der Strom billiger wird. Wer soll das glauben? Klimaschutz ist in Deutschland zu einem Fetisch geworden, koste es was es wolle &ndash; niemand aber kann beziffern, ob sich die Ma&szlig;nahmen &uuml;berhaupt positiv aufs Klima auswirken. Ich f&uuml;rchte, hier werden vor allem Potemkinsche D&ouml;rfer und Wolkenkuckucksheime gebaut. <\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nMichael Wrazidlo<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-146696","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/146696","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=146696"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/146696\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":146737,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/146696\/revisions\/146737"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=146696"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=146696"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=146696"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}